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Full text of "Fach-katalog der Musikhistorischen abtheilung von Deutschland und Oesterreich-Ungarn"

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7/ 


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Atjonale  Auimtellaog  fOr  HusQe-  und  Theatvwna 


Fach-Katalog 

Musikhistorischen  Abtheilung 

Deutschland  und  Oesterrcich-Ungiirn 

tiotft  AliUlUMr: 
Mmlkvarelne,  Concirtwesen  unil  UntarricM. 


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'Internationale  Ausstellung  für  Musik-  und  Theaterwesen 

WIEN   1892. 


Fach-Katalog 


der 


Musikhistorischen  Ahtheilung 


von  ,    ;,     , 


Deutschland  und  Oesterreich-Üngarn 


nebst  Anhang: 


Musikvereinei  Concertwesen  und  Unterricht. 


«m» 


WIEN  1892. 
Im  Selbstverlag  der  Ausstellungs-Commission. 


Druck  von  Juhanu  X.  Vcrnay  iu  Wieu. 


•  •• 


VORREDE. 


Ubzwar  das  Erscheinen  eines  Fachkataloges,  welcher  7149 
Objccte  nmfasst,  von  billig  denkenden  nnd  erfahrenen  Männera 
nicht  vor  dem  Termine  erwartet  werden  kann,  da  der  vorliegende 
der  Oeffentlichkeit  übergeben  wird,  so  sei  es  mir  doch  gestattet, 
einige  Worte  wie  zur  Rechtfertigung  vorauszuschicken.  Ich  be- 
absichtige damit  nicht  eine  pragmatische  Geschichte  der  Aus- 
stellung zu  schreiben,  sondern  nur  einige  Thatsachen  anzuführen, 
welche  die  Schwierigkeiten  der  Veranstaltung  erkennen   lassen. 

Als  ich,  vielfachem  Drängen  nachgebend,  das  Referat  der 
musikhistorischeu  Abtheilung  im  September  vorigen  Jahres  über- 
nahm, w^ar  für  die  Fachausstellung  noch  nicht  ein  Strich  getlian. 
Mit  Ausnahme  einer  Aufstellung  von  Kategorien  der  Objecte, 
welche  eventuell  in  Betracht  kommen  könnten,  war  keine  An- 
regung gegeben  worden.  Es  galt  also  vorerst  Ausstellerlisteu 
zusammenzustellen.  Und  da  stieß  man  auf  den  ersten  dunklen 
Punkt.  Man  wusste  nicht,  welche  Staaten  in  die  musikhistorisehe 
Abtheilung  einbezogen  werden  sollten.  Die  wissenschaftlichen 
Vorarbeiten  aus  der  Literatur,  welche  im  October  v.  J.  aufge- 
nommen wurden,  erstreckten  sich  anfangs  auf  alle  abendländischen 
Culturländer.  Erst  allmälig  krystallisierten  sich  in  den  Reichen, 
welche  jetzt  auf  der  Ausstellung  vertreten  siud,  die  Separat- 
comites  zu  selbständigen  Körpern.  Von  vornherein  war  es 
wünschenswert,   ja  geboten,    dass  Oesterreich  und  Deutschland, 

-^.41379 


IV  Vorrede. 

welche  in  der  Tonkunst  historisch  auf  das  Engste  verbunden 
sind;  auch  gemeinsam  ausstellen  sollten.  Al»er  auch  darüber  war 
lange  keine  Gewissheit  zu  erlangen.  Als  Ende  November  v.  J. 
Herr  Dr.  Fleischer  von  Berlin  nach  Wien  entsendet  wurde, 
konnte  er  die  Ueberzengung  gewinnen,  dass  d(»r  wissenschaft- 
liche Ernst  der  Unternehmung  auf  das  Strengste  gewahrt  wird. 
In  seinem  Berichte  an  das  preuliische  Unterrichtsministerium 
befürwortete  er  demgemäß  auf  das  Wärmste  die  Beschickung 
der  Ausstellung  und  zwar  gemeinsam  mit  Oesterreich  und  fand 
nach  seiner  Aussago  in  dem  vortragenden  Ralhe  für  Kunst- 
angelegenheiten. Herrn  Geheimen  Ober-Regierungsrath  Dr.  Max 
Jordan  einen  ebensu  entgegenkommenden  Förderer  der  Unter- 
nehmung, wie  wir  ihn  in  Oesterreich  in  dem  Regierungs- 
vertreter Herrn  Ministerialrath  Grafen  Vincenz  von  Baillet-Latour 
hatten  und  haben.  In  seiner  Eigenschaft  als  Vorsitzender  des 
österreichischen  Erwerbungscomites  nahm  sich  derselbe  der 
Fachinteressen  auf  das  Wärmste  an  und  vertrat  sie»  im  Executiv- 
comite,  wo  ihnen  nebst  Anderen  besonders  Präsident  Excellenz 
Markgraf  Pallavicini  mit  Fürsorge  und  Interesse  begegnete.  Als 
im  December  v.  J.  Herr  Dr.  Hans  Müller,  Professor  au  der  Berliner 
Hochschule  für  Musik,  in  Wien  erschien,  um  die  finanzielle 
Basis  des  Unternehmens  zu  prüfen,  waren  die  Unterhandlungen 
im  besten  Gange  und  die  Conferenz  der  reichsdeutschen  und 
österreichischen  Delegirten,  welche  im  Jänner  d.  J.  in  Wien 
stattfand,  stinnnte  einmüthig  dem  von  dem  Unterzeichneten  vor- 
gelegten Plane  bei.  Schon  vorher  hatte  sich  der  Ehrenpräsident 
des  deutschen  Ausschusses*),  Excellenz  Baron  Perfall  im  gleichen 
Sinne  ansgespr^jchon.  So  war  <lcini  endlich  Gewissheit  darüber 
geschaffen,  dnss  Ocstrrreich  un<l  Dcutsclilaiul  vereint  ausstellen. 
Herr  Dr.  Emil  Vogel  war  aus  Berlin  nach  WiiMi  gesendet 
worden,   um   in   dem  wissenschaftlichen   Biuvau.   welches   unter 


*)  Die  Mitglieder  desselben  sind  in  dem  allgemeinen  Kataloi;  nament- 
lich angeführt. 


Vorrede.  V 

müiiior  Leitung  während  des  Wintersemesters  in  Prag  und  Wien 
etablirt  war,  mitzuarbeiten. 

Die  Abtheilung  sollte  ein  Gesammtbild  geben  von  der 
musikhistorisehen  Entwicklung  der  beiden  vereinten  Staaten, 
demgemäß  auch  solche  auswärtige  Künstler  berücksichtigen, 
welche  unsere  Kunst  beeinflusst  haben,  ferner  Kunstbestrebungen 
und  -Erscheinungen  mit  aufnehmen,  welche  im  innigen  Zu- 
sammenhang mit  unserer  Musik  stehen.  Durch  eine  Art  Pro- 
dromos  sollte  der  Besucher  eingeführt  werden,  und  so  wurde 
die  Kunst  jener  Völker  des  Alterthums  und  Orients  mit  einbe- 
zogen, auf  denen  unsere  abendländische  Kunst  basiert.  Als  Vor- 
halle der  ganzen  Fachausstellung  ist  die  ethnographische  Abthei- 
lung anzusehen,  welche,  unter  selbständiger  Leitung  stehend, 
•solche  Volker  aufgenommen  hat,  deren  Musikübung  nicht  in 
directem  historischen  Zusammenhang  mit  unserer  Tonkunst  steht. 
Gegenüber  der  Theaterabtheilung  waren  die  Grenzen  gegeben: 
nur  bei  einzelnen  Gruppen,  wie  der  Oper  und  dem  Ballet  wurden 
Compromisse  geschlossen.  Das  Ballet  wurde  der  bildlichen, 
choreogra|)hischen  und  textlichen  Seite  nach  ganz  der  drama- 
tischen Abtheilung  überlassen.  Richard  Wagner  wurde  von  der 
Jäuner-Couferenz  beiden  Abtheilungen,  der  musikhistorischen  und 
dramatischen,  zugesprochen.  Die  Erbauung  eines  Separatraumes 
wurde  nachträglich  beschlossen:  die  Objecte  wurden  schließlich 
von  der  musikhistorisehen  Abtheilung  erworben,  aufgenommen  und 
katalogisiert.  Bezüglich  der  Oper  im  Allgemeinen  be^chloss  die 
Jänner-Conferenz,  dass  die  scenischen  Darstellungen  in  die  Theater- 
abiheilung eingereiht  werden  sollen.  Indessen  wurde  bei  der 
Installation  dieses  Princip  mannigfach  durchbrochen:  der  Ehr- 
geiz mancher  Aussteller  liess  es  nicht  zu,  dass  ihre  Objecte  in 
die  zugehörigen  Gruppen  eingereiht  würden.  Die  Theaterinten- 
danzeu  reihten  —  und  die^s  lä^st  sich  rechtfertigen  —  alles  auf 
ihre  Anstalten  Bezügliche,  ob  Drama  oder  Musik,  Schauspieler 
oder  Sänger,  in  ihre  Separatausstellungen  ein. 

Die  Ausstellung  wäre  in  dem  Umfange,  wie  sie  jetzt  dem 


VI  V«»rrede. 

Bosncher  geboten  wird,  nicht  möglich  gewesen,  wenn  nicht 
mehrere  Umstände  dies  begünstigt  hätten.  Vor  Allem  die  seit 
nngefähr  zwei  Jahren  unter  der  Aegide  des  k.  k.  Ministeriums 
für  Cultus  und  Unterricht  vorgenommene  mnsikbibliographische 
Aufnahme  der  oflfentlichen  und  privaten  Bibliotheken  in  Oester- 
reich:  bisher  konnte  eigentlich  nur  eine  Inventarisierung  einge- 
leitet werden.  Zum  erstenmale  werden  der  Welt  wenigstens 
zum  Theil  die  Schätze  gezeigt,  welche  an  sicli  ein  Beleg  sind 
für  die  Kunstpflege  und  den  Kunstsinn  in  den  Erblanden.  Bei 
der  Raschheit,  mit  welcher  die  Objecte  beschafft  werden  mussten, 
bei  der  Unmöglichkeit  voller  Garantieleistung  der  Ausstellungs- 
commission für  alle  Schäden,  von  welchen  die  Objecte  getroffen 
werden  könnten,  war  ein  ausserordentliches  Entgegenkommen 
von  Seiten  der  Aussteller,  welche  angegangen  wurden,  noih- 
wendig.  Fast  jeder  Gegenstand  in  der  Ausstellung  hat  seine 
Berufungs-,  vielmehr  Erbittungsgeschichte:  sie  mussten  umworben 
werden,  wie  eine  Spröde  von  ihrem  sie  heiss  ersehnenden  Lieb- 
haber. Und  da  ist  es  Pflicht  Derjenigen  zu  gedenken,  welche 
sich  dieser  Aufgabe  mit  unterzogen  haben,  die  mit  ihrer  höchsten 
und  mächtigen  Autorität  sich  dafür  eingesetzt  haben.  Der  erste 
Dank  gebührt  da  unserem  erlauchten  Protector,  Sr.  kaiserlichen 
Hoheit  Herrn  Erzherzog  Carl  Ludwig,  höchstweicher  Circulare 
ergehen  ließ  mit  eigener  Namensfertigung  und  so  besonders  den 
hochw.  Clerus  zur  Theilnahme  ermunterte.  Seiner  Fürsf>rache 
bei  Sr.  Majestät  unserem  erhabenen  Kaiser  verdanken  wir  die 
Ueberlassung  der  Objecte  für  das  Interieur  Habsburg-Lotliringen. 
Die  Ehrenpräsidentin  der  Ausstellung,  Ihre  Dnrchlaucht  Frau 
Fürstin  Metternich,  war  unermüdlich  im  Schreiben  von  Briefen, 
um  Aussteller  zu  gewinnen.  Von  diesen  fand  ich  das  wohl- 
wollendste Entgegenkommen  bei  dem  Vorstande  der  k.  k.  Hof- 
bibliothek, Herrn  Hofrath  Prof.  l)r.  v.  Hartl.  Das  kaiserl.  Institut 
gab  den  Grundstock  der  ganzen  Musikausstellung.  Nicht  gering 
waren  die  Opfer,  welche  von  dem  Leiter  und  einem  Theil  der 
Herren  Beamten  zu  bringen  waren.  Die  k.  u.  k.  Familien-Fidei- 


Vorrede.  VH 

commissbibliothek  stellte  ebenfalls  eine  erkleckliche  Anzahl 
Bilder  zur  Verfügung.  Es  ist  mir  leider  versagt,  alle  die  Aus- 
steller hier  namhaft  zu  machen,  welche  sich  mit  einer  grösseren 
Anzahl  von  Objecten  betheiligt  haben  —  man  findet  ihre  Namen 
neben  den  Gegenständen  und  auch  mit  Angabe  der  Anzahl  der 
ausgestellten  Objecte  in  dem  Verzeichnis  am  Ende  dieses  Kata- 
loges.  Nur  Einzelne  seien  hier  noch  genannt,  welche  eine  größere 
Anzahl  von  Objecten  ausgestellt  haben,  und  zwar  solche,  welche 
nicht  collectiv  vertreten  sind,  denn  diese  sind  in  dem  nach- 
folgenden Inhaltsverzeichnis  separat  angeführt:  die  kgl.  Biblio- 
thek in  Berlin,  die  kgl.  Hof-  und  Staatsbibliothek  in  München, 
die  kgl.  Privat-Musikaliensammlung  in  Dresden,  das  Liszt- 
Museum  in  Weimar,  die  Universitätsbibliotheken  in  Göttingen, 
Jena,  Königsberg,  die  Ständische  Landesbibliothek  in  Cassel,  die 
Stadtbibliotheken  in  Breslau,  Hamburg,  Leipzig,  das  National- 
museum in  Budapest,  das  Landesmuseum  in  Linz,  die  k.  k. 
Universitätsbibliotheken  in  Prag  und  Wien,  das  Institut  für 
östeiTeichische  Geschichtsforschung  und  das  archäologisch- 
epigraphische  Seminar  an  der  Wiener  Universität,  die  k.  k. 
Akademie  der  bildenden  Künste  in  Wien,  die  Benedictinerstifte 
Admont,  Göttweig,  Kremsmünster,  Raigern,  Fürst  Esterhazy  in 
Eisenstadt,  Fürst  Georg  Lobkowitz  in  Prag,  Fürst  Moritz  Lob- 
kowitz  in  Raudnitz,  Fürst  Schwarzenberg  in  Wien,  Graf  Wilczek 
in  Wien,  Herr  C.  A.  Artaria  in  Wien,  Herr  Nikolaus  Dumba 
in  Wien,  Herr  A.  Posonyi  in  Wien. 

Die  Gesellschaft  der  Musikfreunde  in  Wien  fand  sich 
nicht  in  der  Lage,  dem  Beispiele  der  k.  k.  Hofbibliothek  und 
aller  grösseren  wissenschaftlichen  und  künstlerischen  Institute 
zu  folgen  und  ihre  historischen  Objecte  der  allgemeinen  Ab- 
theilung zu  überlassen,  sondern  bestand  auf  der  geschlossenen 
Aufnahme  ihrer  Ausstellung  in  der  Vereinsabtheilung.  Für  die 
wissenschaftliche  Zusammenstellung  war  dies  um  so  nachtheiliger, 
weil  ich  von  vorneherein  auf  bestimmte  Gegenstände  gerechnet 
hatte.  Noch  Anfang  April  war  die  Situation  nicht  geklärt   und 


VIII  Vorrode. 

nachdem  vorzuglich  durch  die  Bemühung  Sr.  FAcellenz  des 
Herrn  Baron  Bezecuy  wenigstens  etliche  Objecte  aus  der  Ge- 
sellschaftsbibliothek der  allgemeinen  Abtheilung  überlassen 
wurden,  wofür  hiemit  der  Dank  ausgesprochen  sei,  musste  ich 
im  letzten  Augenblicke  bemüht  sein,  einiges  für  die  historische 
Folge  Unentbehrliches  anderweitig  zu  beschatfen.  Soll  ich  noch 
sonst  alle  die  Schwierigkeiten  anführen,  welche  sich  dem 
Unternehmen  entgegenstellten,  entgegenthürmten?  Besser  nicht. 
Nur  ein  Wort  sei  gesagt:  die  musikhistorische  Abtheilung  war 
von  aussen  und  innen  täglich  neuen  Anfeindungen  ausgesetzt. 
Desto  wirksamer  Avar  es,  als  Herr  Hofrath  Prof.  Dr.  Eduard 
Hanslick  am  Tage  der  Eröffnung  einen  in  den  wärmstem 
Worten  gehaltenen  Begrüssungsartikel  brachte  mit  dem  Aus- 
druck hellster  Bewunderung. 

Während  der  Zeit  der  Installation  war  auch  mit  allen 
Kräften  gearbeitet  worden.  Wochen  lang,  täglich  eine  Arbeits- 
zeit von  8  Uhr  Früh  bis  12  Uhr  Nachts  mit  geringen  Unter- 
brechungen. Das  wissenschaftlich  vorgearbeitete  Zettelmaterial 
musste  mit  den  zugeschickten  Objecten  verglichen  werden: 
da  ergaben  sich  vielfach  Differenzen  in  den  Anmeldungen 
mit  den  eingesendeten  Gegenständen.  Diese  mussten  classi- 
ficiert,  eingereiht  werden.  Die  ideal  vorbereitete  Grupi)ierung 
musste  aus  räumlichen  Rücksichten  einzelne  Umänderungen 
erfahren.  Das  oberste  Princip,  dass  historisch  Znsammen- 
gehöriges beisammen  bleiben  soll,  musste  ab  und  zu  durch- 
brochen werden.  Manche  zeitliche  Verschiebungen  waren  dem- 
gemäss  unabwendbar,  immer  aber  wurde  das  eiserne  Gerüst 
mit  eiserner  Hand  aufrecht  erhalten.  Bei  dem  vorgerückten 
Zeitpunkt,  in  welchem  manche  Anmeldungen,  besonders  aus 
Deutschland  kamen,  konnten,  auch  aus  räumlichen  Rücksichten, 
nicht  immer  alle  Anmeldungen  augenommen  werden:  auch 
musjste  das  Minderwichtige  ausgeschieden  werden.  Das  ver- 
spätete Eintreffen  mancher  Objecte,  darunter  auch  solcher  von 
ganz    bedeutenden    Sammlungen    des    Auslandes,    hatte    immer 


Vorrede.  I X 

wieder  die  Aeiideriing  nlnmlicher  Dispositionen  znr  Folge.  Die 
Einreibung  der  zusammengehörigen  Autographe  und  Bilder 
stiess  immer  wieder  auf  loeale  Schwierigkeiten.  So  konnten  die 
zeitlichen  Grenzen  einzelner  Jahrhunderte  nicht  stricte  eingehalten 
werden.  Dieses  üebergreifen  hatte  andererseits  seine  guten  Folgen, 
geradeso  wie  die  Herubernahme  einzelner  Künstler  in  eine 
Epoche,  der  sie  geistig  angeboren,  über  welche  sie  aber  zeit- 
lich weit  hinausreichen,  so  z.  B.  von  Weigl  in  die  Musik  der 
zweiten  Hälfte  oder  des  letzten  A^iertels  des  XVIII.  Jahr- 
hunderts, lu  den  rückwärtigen  Theilen  einzelner  der  älteren  Ab- 
theilungen mussten  des  Raumersparnisses  halber  einige  grössere 
Instrumente  neuerer  Arbeit  aufgestellt  werden.  Manche  der 
lebenden  Componisten  und  Virtuosen  hatten  trotz  wiederholter 
Aufforderungen  weder  Autographe,  noch  Bilder  geschickt  (wie 
von  einzelnen  Verstorbenem  sie  nicht  aufzutreiben  waren).  Andere 
hatten  wieder  unaufgefordert  sich  eingestellt  und  es  ging  nicht 
immer  an,  sie  zurückzuweisen. 

Zur  rascheren  Bewältigung  der  Installation  waren  einige 
Wochen  vor  Eröffnung  Einzelnen  der  Herren  Mitarbeiter  Uuterab- 
theiluugen  zur  Installation  zugewiesen  worden,  und  zwar  zumeist 
im  Zusammenhange  mit  den  Vorarbeiten  der  Betreffenden.  Es 
äbemahmeu:  Raum  II  und  III  Herr  Josef  Mantuani;  IV — VI  und 
XIV  (ausgenommen  die  darin  untergebrachten  Instrumente)  Herr 
Prof.  Oswald  Koller:  VI  (protestantisches  Kirchenlied)  bis  XI  (aus- 
schließlich der  darin  untergebrachten  Instrumente)  Herr  Dr.  Emil 
Vogel:  IX,  einen  Theil  von  XV  und  Einzelnes  von  den  Roman- 
tikern Herr  Dr.  Sandberger:  XIV,  ferner  Händel,  Bach  und 
den  von  Dr.  Sandberger  nicht  erledigten  Theil  der  Romantiker 
Herr  Dr.  Oscar  Fleischer;  XIII  installierte  Herr  Baron  N.  v. 
Rothschild  selbst:  XVI  und  XVII  übernahm  Herr  Dr.  Heinrich 
Rietsch:  Gluck,  Haydn,  Mozart,  Beethoven,  Schubert:  Dr.  A. 
M.  Nüchtern:  XVIII— XXI,  XXV  und  XXVI  Herr  Victor  Joss; 
XXII — XXIV  und  Richard  Wagner:  Herr  Felix  Kraus.  Chopin 
wurde  von  dem  Comite  zur  Betheiligung  der  polnischen  Kunst 


X  Vorrede. 

installiert.  Die  Einreihung  und  Aufstelluug  der  Instrumente  be- 
sorgte (ausgenommen  Raum  XII)  Herr  Paul  de  Wir.  Von  all 
den  genannten  Herren  wurden  auch  die  betreffenden  Vorlagen 
für  den  Katalog  auf  Grund  des  vorbereiteten  Zettelmateriales  be- 
sorgt. Die  endgiltige  Fertigstellung  konnte  erst  vorgenommen 
werden,  als  die  Installationsarbeiten  gänzlich  beendigt  waren, 
d.  i.  ungefähr  vom  25.  Mai  au.  Bei  dieser  Schlussredaetion 
standen  mir  die  Herren  Dr.  Fleischer,  Prof.  Koller,  Dr.  Nüch- 
tern und  besonders  für  die  Beschreibung  der  Bilder  Herr  Gustos 
Dr.  Dernjac  hilfreich  zur  Seite.  Ohne  die  eifrige  und  begeisterte 
Hingabc  dieser  Herren  wäre  überhaupt  die  Herausgabe  des 
Kataloges  in  diesem  Zeitraum  unmöglich  gewesen,  denn  unter 
regulären  Verhältnissen  bedarf  es  hiezu  zweier  Jahre.  An  den 
kunsthistorischen  Vorarbeiten  hatten  sich  betheiligt  die  Herren 
Custos  Chmelarz  von  der  Hofbibliothek,  Dr.  Schnerich,  Amanuensis 
der  Universitätsbibliothek  und  C.  A.  Artaria  jun. 

Es  obliegt  mir  ferner  jene  Herren  dankbarst  zu  nennen, 
welche  sich  im  Deutschen  Reiche  in  hervorragender  Weise  an 
den  Vorarbeiten  betheiligten:  Prof.  Barack  in  Strassburg,  Prof. 
Eyssenhardt  und  Dr.  Chrysander  in  Hamburg,  Ilofralh  Prof. 
Kürschner  in  Stuttgart,  Alusikdirector  Riccius  in  Dresden,  sowie 
Anderer,  welche  die  Zwecke  der  Ausstellung  forderten:  Dr. 
Kopfermann  in  Berlin,  Dr.  Paesler  in  Königsberg,  Pnif.  Stiehl 
in  Lübeck,  Prof.  Dr.  Kretzschmar  in  Leipzig,  Prof.  Bolin  in 
Breslau. 

Herr  Dr.  Sandberger  hatte  das  ^Material  zu  der  Ab- 
theilung «Oilando  Lasso"  und  der  Oper  in  München  selb- 
ständig zuJ^ammenget^agen  und  behält  sich  die  Veröffentlichung 
der  unedierten  Actenstücke  vor.  Die  Katalogisierung  der  beiden 
Gruppen  wurde  von  Herrn  Dr.  Fleischer,  Prof.  Koller  und  Dr. 
Dernjac  besorgt.  Erfreulich  für  mich  war  das  Zusauniiengehen 
mit  dem  Herrn  Baron  Weckbecker,  k.  k.  Ilinisterial-Vicesecre- 
tär,  welcher  die  Abtheilungen  für  Vereins-,  Concert-  und  musi- 
kalisches   Unterrichtswesen  leitete.    Nicht    unerwähnt    darf   ich 


Vorrede.  XI 

lassen,  dass  Herr  kaiserl.  Rath  Dr.  Anspitzer  mir  in  admini- 
strativen und  finanziellen  Angelegenheiten  zu  jeder  Zeit  ein 
verlässlicher  Berather  war.  Von  Oesterreichern  habe  ich  noch 
dankbar  zu  nennen:  die  Herren  Hofrath  Prof.  Dr.  R.  v.  Benn- 
dorf,  Prof.  Dr.  Zwiedineck  v.  SQdenhorst,  Prof.  Dr.  Karabaczek, 
Dr.  Rudolf  Beer,  Dr.  Feuchtwang,  Dr.  Geyer,  Cnstos  Dr.  v. 
Göldlin,  Dr.  Jüttner,  Dr.  Karpf,  Archivar  E.  Mandyczewski,  Dr. 
Merenyi,  Dir.  Mörath,  Dr.  Schlosser,  Cnstos  Wöber.  Der  archi- 
tektonische Entwurf  des  Hofinterieurs,  die  Zeichnung  der  Schau- 
kästen, sowie  die  Wahl  des  Tuches  zu  den  üeberzögen,  be- 
sorgte Herr  Architekt  Bartelmus;  bei  der  Installation  der  Bilder 
und  Büsten  bethätigte  sich  Herr  Architekt  von  Zamboni. 

Nicht  mir  obliegt  es,  all  den  Genannten  den  Dank  aus- 
zusprechen, die  Oeflfentlichkeit  allein  vermag  dies.  Dürfte  ich 
hinzufügen,  dass  der  moralische  Erfolg  das  Werk  krönt,  so 
wäre  wohl  die  herrlichste  Anerkennung  uns  Allen  zu  Theil.  In 
der  röckhaltslosen  Würdigung  der  Besucher,  der  Allerhöchsten, 
Höchsten,  der  Fachmänner  und  des  theilnehmenden  Publicums 
liegt  der  schönste  Lohn,  den  wir  gefunden  haben.  Als  Ver- 
treter der  Wissenschaft  sei  es  mir  schon  jetzt  gestattet,  zu 
sagen,  dass  die  idealen  Zwecke  der  Ausstellung  erreicht  werden, 
wie  sie  durch  dieselbe  angestrebt  sind.  Mit  der  höheren  Po- 
pularität gewinnt  die  Wissenschaft  auch  einen  mächtigen, 
wohlthuenden  Einfluss  auf  die  Kunst  selbst.  Beide  in  alle  Zu- 
kunft gefördert  zu  haben,  ist  das  höchste  Ziel,  welches  sich  die 
Ausstellung  setzen  konnte. 

Wien,  am  17.  Juli  1892. 

Dr.  Guido  Adler, 

Professor  an  der  deutschen  L-niversitfit  in  Prag. 


Inhaltsverzeichnis. 


Seite 

Vorrede III 

InhaltsverzeicliDiä XIII 

Zur  Orientierung XV 

Verzeichnis  der  Abkürzunvjon XVI 

Kaum         I.  Interieur  Habsburg-Lothriugen 1 

„            IL  Alterthum  und  Orient 11 

„          III.  Aelteste  christliche  Tonkunst ti 

^  IV.  Gregorianischer   Gesang,  Theoretiker   des  Mittelalters, 

Niederländer 39 

„  V.  Mehrstimm  ige  Musik  des  XVI.  Jahrhunderts.  Weltliches 

Lied  und  Tanz  des  Mittelalters 49 

q           VI.  Katholisches    und   protestantisches   Kirchenlied.   Theo- 
retiker des  XV. — XVII.  Jahrhunderts 67 

„         VII.  Sammlung  Erzherzog  Franz  Ferdinand  von  Oesterreich- 

Este 83 

„         VII.  Entwicklung  des  Notendruckes  und  -Stiches 89 

„        VIII.  Vocalmusik,  vorzüglich  im  XVII.  Jahrhundert    ....  105 
^           IX.  Orlando  di  Lasso.  Entwicklung  und  Blüthe  der  Musik 

am  bayerischen  Hofe  im  XV.  und  XVI.  Jahrhundert    .  119 
^           X.  Entwicklung  des  Notenstiches  und  -Druckes.  Theoretiker 

des  XVII.  Jahrhunderts.  (Fortsetzung  von  Baum  VII.)  131 

Sammlung  Paul  de  Wit,  Leipzig 148 

.,           XI.  Instrumentalmusik  im  XVII.  Jahrhundert 148 

„         XII.  Königliche  Sammlung  alterthümlicher  Musikinstrumente 

zu  Berlin      165 

„       XIII.  Sammlung  Baron  Nathaniel  von  Rothschild 181 

„        XIV.  Das  moderne  Volkslied 188 

Instrumente 193 

Componisteu  aus  fürstlichen  und  adeligen  U&usern   .    .  t06 
^         XV.  Die  Oper  in  München,  Wien,  Dresden,  Hamburg  und 
Salzburg   während   des  XVII.   und   eines  Theiles   des 

XVm.  Jahrhunderts 810 

„        XVL  Musik  des  XVIIL  Jahrhunderts 284 

Sammlung  Karl  Zach.  Wien 238 

„       XVII.  Musik  des  XVIII.  Jahrhunderts  (Fortsetzung)     ....  243 

Händel,  Georg  Friedrich 258 

Bach,  Johann  Sebastian,  und  seine  Familie 254 

Gluck,  Christoph  Willibald  von 259 

Haydn,  Josef 262 


XIV  Inhaltsverzeichnis. 

Salt« 

Mozart,  Wolfgang  Amadeus t73 

Beethoven,  Ludwig  van 285 

Schubert,  Franz 300 

Raum  XVIII.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts.  Verstorbene  Componisten 

nnd  Virtuosen  Oesterrcichs 310 

„        XIX.  Fortsetzung  von  XVIU 317 

„         XX.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts.  Verstorbene  Componisten 

und  Virtuosen  Deutschlands 387 

„        XXI.  Verstorbene  Componisten  und  Virtuosen  des  XIX.  Jahr- 
hunderts    335 

Weber,  Carl  Maria  von 347 

Meyerbeer,  Giacomo 351 

Spohr,  Louis 384 

Marschner,  Heinrich 355 

Mendelssohn-Bartholdy,  Felix 356 

Schumann,  Robert 300 

Romantiker 365 

Liszt,  Franz 369 

Chopin,  Friedrich 379 

Raum  XXII.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts.  Lebende  Componisten  und 

Virtuosen 38t 

„     XXIIL  Fortsetzung  von  XXII 388 

„      XXIV.  Fortsetznng  von  XXIII 394 

„       XXV.  Historiker,    Theoretiker,     Kritiker,     Aesthetiker     und 

Förderer  der  Tonkunst  im  XIX.  Jalirhundert      ....  401 

^      XXVL  Varia  (Bilder) 408 

Eolossalgruppe  Paul  de  Wit 409 

Wagner,  Richard 412 

Mosikvereins-  und  Concertwesen 434 

Unterrichtsabtheilung 483 

Namen-  und  Sachregister 515 

Verzeichnis  der  Aussteller 557 

Statistische  Tabelle. 


Zur  Orientierung. 


Die  miisikhistorische  Abtheiliing  von  Deutschland 
und  Oesterreich-Ungarn  erstreckt  sich  vom  Süd-Transept 
bis  zum  West-Tran sept.  Gegenüber  vom  Sfldportale  steht  das 
Interieur  „Habsburg-Lothringen",  welches  umgeben  ist  von  den 
Räumen  11 — V.  In  der  Rundgallerie  vom  Süd-Transept  zum 
West-Transept  erstrecken  sich  die  Räume  in  numerischer  Folge. 
Den  West-Transopt  füllen  die  Classiker,  die  Romantiker  und 
überhaupt  die  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts.  Raum  XXV  ist 
vis-ä-vis  der  polnischen  Abtheilung  und  erstreckt  sich  bis  zum 
Gartenparket  der  Rotunde. 

Die  Abtheilung  für  Vereins-  und  Concertwesen 
liegt  im  Rundgang  der  Rotunde,  zwischen  Ost-  und  Nordportal, 
anschließend  an  die  dramatische  Abtheilung  von  Deutschland 
und  Oesterreich-Ungarn. 

Die  musikalische  Unterrichts-Abtheilung  liegt  in 
der  Ostgallerie  zwischen  der  österreichischen  gewerblichen  und 
der  deutschen  Militärmusikabtheilung. 


Verzeichnis  der  Abkürzungen. 


Aut.  =  Autor,  autores. 

Autogr.  =-.  Autogrsiph. 

B.  =  Bartsch,  Peintre-sraveur. 

bez.  =  bfzdclinet. 

Bl.  =  Blatt. 

br.  =  breit. 

ca.  =  circa. 

color.  =  coloriert. 

comp.  =  Componist,  componiert. 

d.  Ae.  =  der  Aeltere. 

d.  J.  =  der  Jüngere. 

dat.  =  datiert. 

I»i8c.  =  Discantus. 

div.  =  diversi. 

Dr.  =  Druck. 

eiith.  =:  enthalten. 

f.  e.  b.  =  fürsterzbischöflicli. 

til.  =  filius,  ülii. 

Fol.  =  Folio. 

franz.  =  französisch. 

geb.  =  geboren. 

gem.  Alan.  =  gemischte  Manier. 

gest  =  gestorben. 

h.  =  hoch. 

haer.  =  haeredes. 

Heliogr.  =  Heliogravüre. 

Handschr.  =  Handschrift. 

hgg.,  herausgeg.  =  liorausgegcben 

Holzschn.  =  Holzschnitt. 

Imp.-Fol.  =  Imperial-Fulio. 

ital.  =  italienisch. 

Jhdt.  =  Jahrhundert. 

kgl.  =  königlich. 

Kupferst.  =  Kupferstich. 

kurf.  =  kurfürstlich. 


Lithugr.  =  Lithographie. 

Lwd.  =  Ijeinwand. 

Ms.  =  Manuscript. 

0.  0.  =  ohne  Datuni. 

0.  J.  =  ohne  Jahr 

0.  0.  =  ohne  Ort. 

Obl.  =  Obliquuin. 

Oct.  =  Octav. 

Off.  =  Ofticina. 

Oelgi-m.  =  Oelgcmälde. 

Org.  =  Organum. 

Orig.  ^^  Original. 

Pap.  =  Papier. 

Part.  =  Partitur. 

Pgmt.  =  Pergament. 

Photogr.  =  Pnotographie. 

Phot«»typ.  =  Phototypie. 

Punct.-Miin.  =  Punctier-Manier. 

Pvov.-Fol   =  Roval-Folio. 

s.  =  siehe. 

3.  a.  =  sine  anno. 

Ser.  =r  Serit?. 

Singst.  =  Singstimnio. 

Stb.  =  Stinimbuch. 

Sup.  -t:  Suporius. 

Symph.  =  Symphonie. 

Typogr.  --=  Typographus. 

V.       I  I  vox,  voce,  voces,   voci, 

voc.    I         I  vocum,  vocibus. 
verf.  =  verfertigt, 
verm.  =  vermuthlich. 
versch.  =  verschiedene, 
vergl.  =  vorgleiche. 
Vol.  =  Volumen. 


Kaum  I.  Interieur  Habsburg-IiOthringeD, 

Die  Betheiligiing  des  Allerhöchsten  Kfltserliauses  an  der 
Pflege  der  Tonkunst  greift  in  entfernte  Zeiten  zurück.  Historisch 
nachweisbar  ist  vorerst  die  persönliche  Theihiahine  des  Kaisers 
Maximilian  I.  Mit  dessen  Bild  beginnt  die  ZiisammensteUung  in 
geschichtlicher  Aufeinanderfolge,  iu  welcher  mau  jene  Regeuten 
lind  Mitglieder  des  Erzhanses  findet,  welche  entweder  in  der 
Ausübung  der  Mnsik  sich  selbst  bethätigten,  oder  als  besondere 
Günner  und  Förderer  derselben  anzusehen  sind.  Es  verdient 
wohl  hervoi^ehoben  zu  werden,  dass  in  der  Geschichte  der 
Kunst  und  Oultur  es  sich  nicht  znm  zweiteninale  findet,  in 
mehreren  anfeiniinderfolgenden  Generationen  ein  und  derselben 
Dynastie  Monarchen  als  Tousetzer  zn  sehen,  wie  die  Kaiser 
Ferdinand  III.,  Leopold  I.,  Josef  I.  und  Karl  VI.  Nebst  den  im 
Interieur  Vertretenen  waren  noch  manche  aus  der  Vergangenheit 
und  Gegenwart  zu  nennen,  welche  in  näherer  Beziehung  zur 
Mnsik  waren  oder  stehen, 

1.  Seine  Majestät  Kaiser  Franz  Josof  I.  Oelgem, 
Copie  von  Thelen-RSden  nach  H.  von  Augeli.  Lwd., 
h.  220.  br.  126. 

ßcschtnk  Sr.  Majestät  o»  die  k.  k.  Geologische  Reichsanatait. 

2.  Ihre  Majestät  Kaiserin  Elisabeth.  Oelgem.  Copie 
von  Josef  Neugebauer  nach  Winterhalter.  Lwd.,  h.  220, 
br.  120.  Ah.  Hof. 

3.  Seine  kaiserliche  Hoheit  Herr  Erzherzog  Carl 
Ludwig  (Protector  der  Attsstellung).  Oelgem.  von  Vita. 
Lwd.,  h.  92,  br.  26. 

Oeicheuk  dtx  Hern 


Kaum  I.  Interieur  Habsburg-Lüthriogen. 

4.  Ihre  kaiserliche  Hoheit  Frau  Erzherzugiii  Maria 
Theresia  (Gemahlin  des  Herrn  Erzherzog  -  Protectors). 
Oelgem.  von  H.  v.  Angeli.  Lwd.,  h.  109,  hr.  86. 

Erzherzog  Carl  Ludwig, 

5.  Kaiser  Maximilian  I.  (1459 — 1519).  Pastelllnld.  Oopie 
von  (t.  Decker  nach  Albrecht  Dürer,  h.  70,  br.  51. 

K.  u.  k.  FamUien-FideicommisS'BibUothek. 

6.  Kaiser  Maximilian  H.  (1527 — 1576).  Oelgem.  Lwd., 
h.  253,  br.   160.  Ah.  Hof, 

7.  Kaiser  Rudolf  H.  (1552—1612).  Oelgem.  Lwd., 
h.  112,  br.  88. 

Kunsthistorische  Sammlungen  des  Ali.  Kaiserhauses, 

8.  Kaiser  Ferdinand  H.  (1578—1637).  Oelgem.  Lwd., 
h.  253,  br.  160.  m.  Hof, 

9.  Kaiser  Ferdinand  JH.  (1608— 1657).   Oelgem.  Lwd., 

h.   158,   br.   124.  Derselbe, 

10.  Kaiser    Leopold    L    (1640  —  1705).     Oelgem.     Lwd., 
h.  237,  br.   167.  Derselbe, 

11.  Kaiser  Josef  L  (1678—1711).  Oelgem.  Lwd.,  h.  240, 

br.   168.  Derselbe. 

12.  Kaiser  Karl  VI.  (1685—1740).  Oelgem.  Lwd.,  h.  250, 
br.   172.  Derselbe, 

13.  Kaiserin  Maria  Theresia  (1717—1780).  Oelgem.  Lwd., 
h.   138,  br.   116.  Derselbe, 

14.  Kaiser  Franz  I.  (Gemahl  der  Kaiserin  Maria  Theresia) 
(1708—1765).  Oelgem.  Lwd.,  h.  192,  br.  115.   Derselbe. 

15.  Kaiser  Josef  H.  (1741—1790).    Oelgem.  Lwd.,  h.  60, 

br.   44.  Derselbe. 

16.  Kaiser  Franz  l.  (1768—1835).  Oelgem.  Lwd.,  h.  113, 
br.  83.  Derselbe, 

17.  Kaiser  Ferdinand  L    (1793—1875).    Oelgem.    Lwd., 

h.   141,   br.   108.  Derselbe. 


Raum  I.  Interieur  Habsburg-Lothringen.  3 

18  Haydu  Josef,  Volkshymiie  für  Streichquartett,  chromo- 
lithographisches Bh\tt.  *      K.  k.  Hof'  und  StaatsdruckereL 

19.  Clavicytherium.  Bez.  „Martinus  Kaiser.  Ser:  Electoris: 
Palatini  Instriinientoriim  Opifex  et  Huiusmodi  Inventor", 
aus  der  zweiten  Hälfte  des  XVII.  Jhdt.,  mit  pracht- 
voller Ausstattung  (Tasten  und  Einlagen  aus  Schildpatt). 
Für  Kaiser  Leopold  I.    verfertigt.  m.  Hof. 

20 — 24.  Triumphzug  Kaiser  Max  I.  von  A.  Dürer  und 
Hans  Burgkmair.  Holzschnitte,  Neudruck  nach  den  in  der 
k.  k.  Hofbibliothek  befindlichen  Originalstöcken  von  A. 
Holzhausen  in  Wien.  5  Blatt:  Nr.  18  enthält  nach  dem 
Entwurf  des  Kaisers  „5  Lautenschlager  und  Ry beber" 
unter  Führung  des  Meister  Artus:  Nr.  20  „5  Schalmeyer, 
Pusauner  und  Krumphorner^  mit  dem  Meister  Neyschl; 
Nr.  22  „Regal  und  Schalmeyenpossitiflf"  mit  dem  ge- 
krönten „Organistenmaister  Pauls  (Hofhaymer)";  Nr.  24 
„Quinten,  grosse  Lauten,  Rybeben,  Fydel,  Harpfen,  klein 
und  grosse  Rauschpfeifen";  Nr.  26  „Canterey,  Zingken- 
plesser  und  Pusaunen"  mit  demCapellmaister  Jörg  Slakany 
(Bischof  Slatkonia).  Herr  Adolf  Holzhausen,  Wien, ' 

25.  Ciavier  des  Kaisers  Josef  II.  Erbauer  unbekannt, 
aus  dem  letzten  Viertel  des  vorigen  Jahrhunderts. 

M.  Hof 

26.  Ciavier,  welches  die  Stadt  München  1816  als  Hoch- 
zeitsgeschenk der  Kaiserin  Carolina  Augusta,  ge- 
bomen  Prinzessin  von  Bayern,  widmete.  Das  Instrument 
ist  reich  decoriert.  Verfertigt  von  Louis  Dülcken,  München. 

Mit  4  Pedalen.  Gräfin  Vetter  von  der  Lilie,  Brunn. 

27.  Harfe  der  Königin  Marie  Antoinette.  Verf.:  Cou- 
cineau,  Paris.  Stil  Louis  XVI.  mit  prachtvollen  Malereien. 

Kationalmuseum,  Budapest, 

28 — 31.  Streichquartett  des  Kaisers  Franz  L  28,  Geige, 
bezeichnet  „Michael  Ignatius  Stadimann,  kays.  koenigl. 
Hof-Lauten  und  Geigeumacher  in  Wien  1794^.  29,  Geige, 
bezeichnet:  „Nicolaus  Amatus  Cremonen.  Hieronymi  Fil. 
ac  Antonii  Nepos.  Fecit  1664".   3Ü,  Viola,  Verf.  unbe- 

1* 


Raum  I.  Interieur  Habsburg-Lothringen. 

kannt.    31,  Violoncell,  bezeichnet  „Antonius    u.   Hiero- 
nymas  Amati,  Cremonen.  Andreae  fil.  1655". 

Geschenk   des  Herrn   Erzherzogs  Carl  Ludwig    an    das 

Ferdinandeum,  Innsbruck. 

32.  Zither  Ihrer  Majestät  der  Kaiserin.    Verf.:  Anton 
Proschek,  Prag  1854.  Ah.  Privatbesitz. 


Pult  I. 


33.  Musikalische  Werke  der  Kaiser  Ferdinand  IIL, 
Leopold  L,  Josef  I.  Ira  Auftrage  des  k.  k.  Ministeriums 
für  Cultus  und  Unterricht  herausgeg.  von  Guido  Adler. 
I.  Band.  Kirchenwerke.  Artaria  u.  Cie.,  Wien. 

34.  Ebner,  Wolfgang,  Hoforganist  (1612—1665).  36  Varia- 
tionen über  ein  Originalthema  Ferdinand  III.  Prag 
1648.  Stich  mit  Titelkupfer  von  Skreta  in  Prag.  2  Exem- 
plare. K,  k,  Hofbibliothek,  Benedictinerstift  Gott  iceig, 

35.  Geleitbrief  Kaiser  Rudolf  II.  für  die  Witwe  des 
Obrist-Trommeters  Joseph  Dudinelli  bei  ihrer  Reise  nach 
Italien.  Mit  eigenhändiger  Unterschrift  des  Kaisers,  datiert 
„Prag,  den  26.  April  1585". 

A'.  w.  k.  Haus-,  Hof-  und  Staatsarchic, 

36.  Kaiser  Leopold  I.  Eigenhändig  geschriebene  und  unter- 
zeichnete Verordnung  für  die  kais.  Musiker.  „Punti  ch'io 
uoglio,  che  siauo  degli  miei  musici  sempre  inviolabilmente 

OSServati."  Dasselbe. 

37.  Fux.  Joh.  Jos.  Elisa.  Theatralisches  Festspiel  mit  Musik. 
Aufgeführt  am  Geburtstage  der  Kaiserin  Elisabeth  Katha- 
rina in  dem  Garten  der  kaiserl.  Favorita  auf  Befehl  des 
Kaisers  Karl  VI.,  gedruckt  in  Amsterdam  (bei  Joh.  Roger) 
1719.  Dichtung  von  P.  Pariati.  Aus  diesem  Exemplare 
dirigierte  Kaiser  Karl  VI.  persönlich  die  erste 
Aufführung  von  Anfang  bis  zu  Ende.  Der  Einband  ist 
gestickt  von  seiner  Gemahlin,  Kaiserin  Elisabeth  Katharina. 

K.  k.  Hofbibliothek. 


Kaum  I.  Interieur  Habsburg-Lothringen.  5 

38.  Erzherzogin  Mathilde  (1849— 1867,  Tochter  Sr.  kais. 
Hoheit  des  Herrn  Erzherzogs  Albrecht)  „Lorj'-Walzer", 

Autogr.  Gesellschaft  der  Musikfreunde,  Wien, 

39.  Erzherzogin  Mathilde,  Musikalische  Studien.  Wien, 
C.  A.  Spina.  Dieselbe. 

40.  Beschreibung  der  Kais.  Hofstatt.  Hofstellen  und 
untergeordneten  Aemtern  mit  beigefügter  Instniction,  worin 
sich  auf  die  Jahre  1540  bis  1576  bezogen  wird.  Abschrift. 
(Aufgeschlagen  ist  die  Capellmeister-Instniction.) 

K,  und  Je,  BeichffinafiZ' Minister iuriK 

Pult  II. 

41.  Kaiser  Ferdinand  HL,  Psalm  „Miserere".  Chorbuch, 
geschrieben  von  dem  Notisten  Moser.  Handschr.  des 
XVn.  Jhdt.,  18  Bl.  Uochfolio.  (Alle  Stimmen  singen  aus 
den  Doppelseiteu.)  k.  k.  Hofbibliothek. 

42.  Kaiser  Ferdinand  HI.,  Drama  musicum  compositum 
ab  Augustissimo  Ferdinando  HI.  Dedicationsexemplar  an 
V.  Athanasius  Kircher  vom  Jahre  1()49. 

Herr  Alex.  Posonyi,  Wien. 

43.  Kaiser  Leopold  I.,  Composition  des  Psalms  „Miserere": 
vierstimmig  mit  Instrumentalbegleitung.  Originalpartitur. 
24  Bl.  K.  k.  HofbibUothek. 

44.  Dasselbe  wie  43.  Fragment  aus  der  Doxologie  nach  dem 

Psalm.  Herr  Alexander  Posonyi,  Wien. 

45.  46.  Draghi  A.,  La  Regina  dei  Volsci  1690.  Mit  Arien 
des  Kaisers  Leopold  L  2.  Act.  Arie  der  Camilla 
„A  le  Falanghi  hostili",  di  S(ua)  Mfaesta)  C(esarea). 
3.  Act,  Arie  „fä  Bambin  volante"  auch  vom  Kaiser. 

K.  k.  Hofbibliothek. 

47.  Kaiser  Leopold  L,  II  Sagrifizio  di  Abramo.  Oratorium 
1660.  Musica  dell'  Augustissimo  Impl  Leopoldo.  Sepolcro 
del  Venerdi  Santo  delV  Anno  1660.  Poesia  del  Conte 
Caldana.  Dieselbe.. 


6  Raun)  I.  Interieur  Habsburg-Lothringen. 

48.  Kaiser  Leopold  I.  Sieg  des  Leydeus  Cliristi  über  die 
Siiinligkeit.  bey  dem  heiligen  Grab  iu  Ihrer  Erz-Fyrst- 
lichen  Durclileiicht  Ertzherzogiu  Maria  Antonia  Hof- 
Cappellen.  Am  h.  Grilneu  Donnerstag  1682.  Teutsch 
gesungener  vorgestellt.  Oratorium  in  deutscher  Sprache. 
Mit  der  Musik  des  Kaisers.  K  k.  Hofhibliothek. 

49.  Kaiser  Leo])old  I.,  Entremeses  en  musica  representados 
en  la  Comedia  „Fiueza  contra  lineza".  Zwischenspiel 
„Orfeo  y  Euridice",  aufgeführt  in  der  Komödie  ^Fineza 
contra  tineza"  mit  der  Musik  des  Kaisers. 

Dieselbe. 

50.  Casimir  Comes  Werdenberg  et  Namischt.  Lauteu- 
buch M.  S.  a.  1713.  Stammbuchformat  qu.  8°.  „Aria 
composee    del  Emperour   Josephe"    in    französischer 

Tabulatur.  Benedictinerstift  Baigern. 

Pult  IM. 

51.  Kaiser  Ferdinand  IL,  Medaille,  Gvpsabguss.  Avers: 
FERDINANDVS  IL  ROM— IMP.  SEM.  AVG.  Portrat. 
Revers:  LEGITIME  CERTANTIBVS.  Krone  im  Strahlen- 
schein. Bez.  1622  (Alessandro  de  Pomis). 

Knnsthi stör i sehe  Sammlungen  des  Ah.  Kaiserhauses. 

52.  Kaiser  Ferdinand  III.,  Medaille,  Gvpsabguss.  Avers: 
FERDINAN.  III.  D.  G.  UVN.  BOII.  REX.  ARO.  AVS. 
mit  Porträt.  Revers:  flach  (von  Abbondio).     Dieselben. 

53.  Kaiser  Leopold  L,  Medaille,  Gvpsal)guss.  Avers:  Leo- 
poldus  AVG.  PANNON.  DAG.  'iLLYR.  TVRC.  MAX. 
Portrat.  Revers:  PANNONIS  DACIA,  ILLIRICO  |  HERE- 
DITARIIS  REGNIS  ADAVCTIS.  Der  Kaiser  von  der 
Victoria  gekrönt,  unter  ihm  die  vier  unterworfenen  Pro- 
vinzen.  Bez.  G.   F.   (Genaro).  Dieselben. 

54.  Kaiser  Josef  L,  Medaille,  Gypsabguss.  Avers:  lOSEPH. 
PRIMVS  HVN.  ET.  BOH.  REX,  Porträt.  Revers:  flach. 

Dieselben. 

55.  Kaiser  Karl  VI.,  Medaille,  Gvpsabguss.  Avers:  CAROLVS 
VI.  ROM.  IMPERATOR.  SEMP.  AVG.  Porträt.    Revers: 


Rauiu  I.  Interieur  Habsbnrg-Lothringcn.  7 

IX  SVMMIS  SVMMA  VOLVPTAS  mit  eiiu^ni  gogeii  die 
Sonne  fliegenden  Adler.  Im  Abschnitt:  MIXJCXXV.  (Bez. 
C.  Hedlinger.) 

Kunsthistorische  SarnrnJungcn  des  Ah,  Kaiserhauses. 

56.  Kaiserin  Maria  Theresia,  Medaille,  Gvpsabguss. 
Avers:  MARIA  THERESIA,  AVSTR.  CAROLI.  IMP.  AVG. 
F.  HVNG.  ET.  BOHEM.  REGINA.  Porträt.  Revers:  SE- 
OVRITAS  AVGVSTAE.  Die  Kaiserin,  nrben  ihr  Juno, 
Vemis  nnd  Minerva,  vor  ihr  Neptun.  Im  Abschnitt 
MDCCXXXXIII.  Bez.  L.  M.  W.  (L.  M.  Weber). 

Dieselben, 

57.  Kaiser  Franz  IL  KrOnuugsmedaille,  Gvpsabpuss.  Avers: 
FRANCISCVS  II.  D.  G.  R.  IMP.  S.  A.  G.  H.  B.  REX 
A.  A.  B.  L.  D.  Porträt.  Revers:  MAGNVS  HIC  NOBIS 
ERIT  AVGVSTVS.  Austria  und  Hungaria  an  einem  Altar 
mit  den  Reichsinsignien.  Im  Abschnitte:  MENSE  JVL. 
1792.   (Bez.   R.)  Dieselben, 

58.  E r z h e  rz 0 g  U u il o  1  f.  Cardiuiil-Fürstcrzbischof  von  Olmütz, 
Schüler  und  Gönner  Beethovens.  (1788— ISai.)  Pastell- 
bild nach  Lampi,  h.  17,  br.  13.  EnUerzog  Carl  Ludwig. 

59.  Phzhorzoir  Maximilian.  Kurfürst  V(in  Cüln.  (1756 
bis  1801.)  Silbermedaille.  Avers:  MAXIMILIAXVS  ARCH. 
AVSTK.  DVX  BVR.  L(»TH.  MAON.  MAG.  (»RD.  THVT. 
»•OAD.  ARCIIIEP.  ET  EL.  COLON.  ET.  EP.  MONAST. 
Porträt.  Revers:  IN  OASTRIS  MILES  ILIGNVS  SLMVL 
E(;OE  SA(JERDOS.  Altar,  darauf  Schwert,  Stab  und 
luful,  darüber  das  Dreieck  mit  dem  Jehova-Zeichen  im 
Glorienschein.  Unter  dem  Altar:  CVM  GLADIIS  MITRIS 
MOYSES  ET  AARON  ADEST. 

Die  Kuiiätliebe  des  Erzherzogs  wirkte  anregenil  auf  das  Musik- 
leben von  Bonn,  fordernd  auf  den  junjjen  Beethoven. 

Cardinal  Fürstenberg,  Fiirsterzhischof  von  Olmütz. 

60.  Cardinal  Erzherzog  Rudolf.  Silbermedaille.  Avers: 
RVDOLPIL  10 AN.  D.  G.  CAES  A.  R.  IIVN.  BOIL  PRINC. 
A.  A.  20.  Porträt.  Revers:  S.  R.  E.  TIT.  S.  PETRI  IN 
MONT.  AVR.  CARD.  ARCHIEP.  (»LOM.  1820.  Wappen. 

Derselbe. 


8  Raum  I.  Interieur  Habsburg-Lothringen. 

61.  SilbcM'medaille.    Avers    wie    bei    60.    nur    fehlt   die 
Zahl  20.  Revers  wie  bei  60. 

Cardinal  Fürstenher g,  Fiirsterzhischof  von  Olmütz. 

62.  Silbermedaille.  Avers  und  Revers  wie  bei  60. 

Derselbe. 

63.  Goldmedaille.  Avers  und  Revers  wie  bei  60. 

Dtrseihe. 

64.  Silbermedaille.  Avers:  RVDOLPHVS  JOAN.  CAKS. 
AUSTRIAE  REGIVS  HVNG.  ET  BOH.  PRINOEPS 
AROHIDVX  AVSTRIAE  S.  R.  E.  TIT.  S.  PETRI  IN 
MONTE  AVREO  CARDINALIS.  ARCHIEPISroPVS 
OLOMVCENSIS.  Revers:  Allegorie.  Religion  als  Hort  der 
Tugenden  und  Künste.  Umschrift:  ET  IN  ÄIINIMIS 
INTEGER.,  damnter  Jahreszahl  MDCCCXIX.  Signiert: 
J.  Klieber,  J.  Harnisch.  Derselbe, 

65.  Goldmedaille.  Avers  und  Revers  wie  64  (ohne  Künstler- 
namen). Derselbe. 

66.  Beethoven,  alphabetisches  Register  über  seine  Werke 
aus  der  Musikaliensammlung    des    Cardinais    Erzherzog 

Rudolf,   Handschrift  1817.  Derselbe. 

67.  Cardinal  Erzherzog  Rudolf,  aiitographer  Entwurf  zu 
einer  Composition  mit  dem  Text:  ^Lieber  Beethoven, 
Ich  danke  für  Ihre  Wünsche  zum  nenen  Jahre  und  nehmen 
Sie   auch   meine  mit   Nachsicht   an.^    1   Bl.   Quer-Fol. 

Derselbe. 

68.  Derselbe.  Autogr.,  „Aufgabe.  V(m  Ludwig  van  Beethoven 
gedichtet.  4ünmhl  verändert  und  ihrem  A'erfasser  gewidmet 
von  seinem  Schüler  Rudolph  Erzherzog^'.  Der  Spruch  des 
Themas  lautet:  ,,0  Hoffnung,  du  stahlst  die  Herzen,  du 
vertreibst  die  Schmerzen".  20  Bl.  Qiier-Fol.  Ganz  von 
Rudolfs  Hand,  mit  eigenhändiger  Unterschrift  zumSchluss. 
Bleistiftcorrecturen  von  Beethovens  Hand.        Derselbe. 

69.  Derselbe.  Variationen  über  ein  Thema  für  Ciavier  zu 
4  Hdn.  3  autographe  EntM'ürfe  und  eine  Reinschrift  von 
fremder  Hand.  Derselbe. 


Baum  I.  Interieur  Habsburg-Lothringen.  9 

70.  Derselbe.  Ländler  für  Orchester,  Autogr.  27  Bl. 

Cardinal  Fürstenherg,  Fürsterzhischof  von  Olmütz. 

71.  Derselbe.  Canon  alF  ottava  (über  „0  du  lieber  Augustiu"). 
Autogr.    1  Bl.  Derselbe. 

72.  Derselbe.  Variations.  le  composition  de  son  A.  I.  mou- 
seigneur  TArchiduc  Rodolphe  d'Autriehe.  7  Bl.  Quer-Fol. 
Titel  von  fremder  Hand,  das  üebrige  Autogr.    Derselbe. 

73.  Derselbe.    Trio  für   Clariuette,   Ciavier  und  Violoncell. 

Autogr.  Derselbe. 

74.  Derselbe.  Variationen  für  Bassethorn  und  Ciavier  über 
das  böhmische  Volkslied  „To  jsou  kone  vraue  konfe*^; 
zwei  eigenhändige  Ent>nirfe,  3  und  8  Bl.  (Reinschrift  für 
das  Bassethorn  von  fremder  Uand.)  Derselbe, 

75.  Derselbe.  Verschiedene  liss.  Kataloge  seiner  Musikalien- 
sammluug.  („Im  dreyzehnten  Jahr  ihres  Alters  im  Jahre 
1801  angefangen  und  worüber  gegeuM'ärtiges  Register 
im  Julius  1806  entworfen  wurde.")  Mit  Nachtrfigeu. 

Derselbe. 


Pult  IV. 


76.  Die  österreichische  Volkshymne  von  Joseph 
Haydn.  Originalautogr.  Mehrere  Bearbeitungen  mit  ver- 
schiedenen Varianten  der  Hauptmelodie.  1 .  Für  Sopran. 
2.  Für  Gesang  mit  Clavierbegleitung  (2mal)  mit  dem 
„Imprimatur  28.  Jänner  1797.  Saurau".  3.  Für  Ge- 
sang mit  Orchesterbegleitung  (Streichquartett,  2  Trom- 
peten, Tympani,  2  Hörner,  2  Oboen,  1  Flöte,  Fagott) 
mit  der  Ueberschrift  von  Havdn's  Hand  ^Volkslied" 
1797.  4.  Im  Anhange:  Skizzen  zu  den  Variationen 
über  die  Volkshymue.  Beigebunden:  die  erste  ge- 
druckte Ausgabe  der  Hymne  „Gott  erhalte  den  Kaiser!" 
Verfasset  von  Loreuz  Leopold  Haschka.  in  Musik  ge- 
setzet von  Jose])!!  Haychi,  zum  ersten  Mahle  abgesungen 
den  12.  Februar  1797.  K.  k.  Hofbibliothek. 

77.  ^Gott  erhalte  den  Kaiser'*.  Verfasset  von  Lorenz 
Leopold  Haschka.  In  Musik  gesetzet  von  Joseph  Haydn. 


10  Raum  I.  Interieur  Habsburg-Lothringen. 

AbgesuDgen  im  Hochfurstlicli-Eszterhazischen  Theater  zu 
Eiseustadt  am  27.  October  1797.  —  Oedeubiirg,  gedruckt 
bey  Anna  Klara  Sieszin.  (Nur  der  Text.) 

Fürst  Nikolaus  Essterhcizy,  Eisenstadt. 

78.  Ilaydn,  J.    „Gott    erhalte  den  Kaiser."    Wien,  bei 

Johann  Cappi.  Fürst  Schwarzenherg,  Wien. 

79.  Ilaydn,  Joseph.  Neue  Volkshymne,  „Segen  .Oester- 
reichs  hohem  Sohne,  nnserm  Kaiser  Ferdinand",  gedichtet 
von  Freiherrn  v.  Zedlitz,  für  4  Singstimmen  mit  Be- 
gleitung des  Pianoforte.  Wien,  Artaria  und  Cie.  (o.  J.) 
Fol.  (3  SS).  K.  k.  Hofbibliothek. 

80.  Das  ,.Gott  erhalte"  fErinnorung  an  den  12.  Februar 
1797).  Gedicht  von  Johann  Gabriel  Seidl.  Originalautogr. 

Gesellschaft  der  Musikfreunde,  Wien. 

81.  Die  Volkshymne  in  allen  Landessprachen. 

Ä'.  k.  Hof'  und  Staatsdruckerei. 

82«  Geige  aus  Schildpatt,  einst  im  Besitze  der  Kaiserin 
Maria  Theresia.  Saitenhalter  und  Griffbrett  mit  Elfen- 
bein und  Gold  eingelegt.  Anstatt  der  Schnecke  ein  ge- 
schnitztes Frauenköpfchen  aus  Elfenbein.  Anfang  oder 
Mitte  des  XVIII.  Jhdt.  Ah.  Hof 


^Wd 


Die  ganze  histomche  Entwicklung  der  Tonkunst  beider  vereinten 

Staaten   wird   in   einzelnen  abgegrenzten  und  nummerierten 

Räumen  dargestellt, 

Baum  II.  Älterthum  und  Orient. 

Deokmälcr  der  Griechen,  Rümer  nnd  derjenigen  orientatischen 

VAlker,     deren    Kunst    die    abendländische    Musik    unmittelbar 

beeiiifliisste  (Aegypter,  Ä,ssyrier,  Araber,  Jndeii). 

Pult  I:  Judaica. 

1.  Rossi.  Svnag  ogale  Gesänge  mit  Mensnraluoten 
(Tenor).    Gedruckt    in  Venedig    1623.   Hebräisch    und 

chaldäiscll.  Obereantor  Birnbaum,  Königsberg. 

2.  Dasselbe  Werk  wie  Nr,  1  (Mezzosopran).  Gedruckt 
in   A'enedig  1623.  Hebräisch  und  Chaldfiisch. 

K.  t.  Hofbihliothek. 

3.  Recchi,  Inyiniiel.  Zwei  alte  Jlelodien  für  ein  Sabbath- 
uud  ein  Festlied.  Druck.  Amsterdam  1731. 

Obereantor  Birnbaum.  Königsberg. 

4.  Caceres,  Abraham.  Liturgische  Gesänge  für  das  Fest 
der  Thorafreude.  Ilandsehr.  Amsterdam  1739.  Text  mit 
hebräischen  Lettern  anf  Pergament,  transscribicrt  mit 
lateinischen  Lettern  auf  Papier,  Derselbe. 

5.  Wolf,  J.  Lob.  Sammlung  von  Synagogengesängen. 
rapier-Handschr.  1809.  Derselbe. 

6.  Nathan,  Psalmen  und  Hochzeitslieder. Pgmt,- und  Papier- 
Handscbr.  1815.  Dfmelbe. 


12  Raum  II.  Alterthum  und  Orient. 

7.  Gumpert,    6.    J.    Sabbath    und    Festgesäuge    für    die 
Synagoge  iuKopeuhageii.  Ziffernscbrift.Kopenhageu  1836. 

Obercantor  Birnbaum,  Königsberg. 

8.  Rubin,    David.    Kleinodien  althebräischer   liturgischer 
Gesänge.  Prag  1891.  Hen  Bubin,  Prag. 

9.  Baer,  Aaron.  Sammlung  von  Synagogengesängen  für  das 
ganze  Jahr.  Pai)ier-Handschr.  1791. 

Obercantor  Birnbaum,  Königsberg. 

10.  Christian,  Friedr.  Albert.  Beschreibung  dos  jüdischen 
Osterfestes  sammt  Gesangen  mit  Mensuralnolen.  Leipzig 

1677.  Derselbe. 

1 1 — 13.  Drei  Schofar  moderner  Arbeit,  wie  sie  von  Alters  her 
in  der  Synagoge  zu  liturgischen  Zwecken  gebraucht 
werden.  Derselbe. 

14.  Gebetbuch,  israelitisches  (Machsor).  Druck.  Venedig 
1587.  Auf  Seite  190  über  den  fettgedruckten  Worten 
sind  Symbole  für  Schofartöne.  Derselbe. 

15.  Ileilpronn,  Moses.  Rituale.  Druck.  Amsterdam  1662. 
Der  Holzschnitt  zeigt  einen  Schofarbläser.        Derselbe. 

16.  Kirchhahn.  Synagogengesänge.  Druck.  Fürth  1727. 

DerseHte. 

17.  Pfeiffer,  A.  T.  Ueber  die  Musik  der  allen  Hebräer. 
Erlangen  1779.  Abbildungen  von  alten  hebräischen 
Instrumenten.  Derselbe. 

18.  Gerson,  Christian.  Talmudischer  Judeuschatz  (Chelec). 
llelmstadt,  1610.  Lied  mit  Meusuralnoteu.  Sangweise 
beim  Vortrag  des  Talmud.  Derselbe. 

19.  De  Sola.  D.  A.  Rev.  The  Ancieut  Melodies.  London 
1857.  (Neue  Ausgabe  alter  Melodien.)  Derselbe. 

20.  Prager,  J.  S.  Tempelgesäuge.  Prag  1^^07. 

^  A:  l'.  Hofbibliothek. 


Baum  II.  Altertham  nnd  Orient.  13 

21.  Bauer  Jakob  und  Löwit  Isidor.    Synagogengesäiige 
der  turkiseh-sephardisehen    Gemeinde  in  Wien.  Papier- 

Haudschr.  Herren  Bauer  und  Löwit,  Wien. 


Pult  II:  Persische  und  arabische  Handschriften. 

22.  Nizdmi.     Gesammelte     Gedichte.      Persisch.      Papier- 
Handschr.  XV.  Jhdt.  Miniatur:  ein  Harfenspieler. 

K,  k.  Hofhihliothek. 

23.  A$?är.  Mihr  und  Muätari  (romantisches Gedicht).  Persisch. 
Papier-Handschr.  XV.  Jhdt.  Miniatur:  Trompetenbläser. 

Dieselbe, 

24.  Chosrew  Dehlewi,  Gedichte.  Persisch. Papier-Handschr. 

XVI.  Jhdt.  Miniatur:  Tamburinschläger  und  Harfenspieler 
(Harfe  ISsaitig,  zeigt  den  assyrischen  Typus).     Dieselbe, 

25.  Firdüsi,  Schahnameh.  Persisch.  XVH.  Jhdt.  Miniatur: 
Trompetenbläser.  Dieselbe. 

26.  Al-Hariri,     Makamen.    Arabisch.     Papier-Handschr., 
XIV.  Jhdt.  Miniatur:  Lautenspieler.  Dieselbe. 

27.  Safied-din  al-Urmawi.  Ueber  die  Corapositionslehre. 
Arabisch.  Papier-Handschr.  XVII.  Jhdt.  Dieselbe. 

28.  Firdüsi,     Schahnameh.    Persisch.     Papier-Handschr. 

XVII.  Jhdt.  Miniatur:  geflügelte   Menschenfigur,  welche 
eine  Trompete  mit  sieben  Schallbechern  bläst. 

Dieselbe, 

Pult  III:  Griechische  und  Römische  AlterthUmer. 

1 — 31.  Tessarae.  Theatermarken,  Theaterbillets  aus 
Stein,  Bein  und  Masse.  Römische  Kaiserzeit. 

Ständische  LandesbibliotJiek,  Cassel. 

Die  eine  Seite  der  Tessarae  zeigt  ein  Bild,  die  andere  Zahlen 
und  ein  griechisches  oder  lateinisches  Wort.  Die  Zahl  kommt  in 
der  Regel  zweimal  vor,  über  dem  Worte  lateinisch,  unter  dem- 
selben griechisch,  und  soll  auf  die  betreffende  Abtheilung  des  Zu- 
schauerraumes sich  beziehen. 


14  Raum  II.  Alterthum  und  Orient. 

32.  Orpheus  und  Eurydike.  Brouzerelief  von  Peter  Viselier 

(1455 — 1529).  Benedictinerstlft  St.  Paul,  Kärnten. 

33.  Tod  des  Orpheus.  Bronzemedaille.  XVI.  Jhdt. 

Kffl.  Museum,  Berlin. 

34.  Sistrum  (beim  Isisdienst  gebrauchtes  Kassel- 
instrument). Bronze,  gefunden  in  der  Tiber.  Augu- 
steische Zeit.  Herr  Tachi,  München. 

33.  Apollo  und  Marsyas.  Bronzemedaille.  XVI.  Jhdt. 

Kgl.  Museum,  Berlin. 

36.  Suovetaurilia.  Römisches  Opfer,  bei  dem  ein  Schwein, 
ein  Schaf  und  ein  Stier  geschlachtet  wurde.  Im  Hinter- 
gründe Bacinabläser.  Bronzemedaille.  XVI.  Jhdt. 

Dasi^elbe. 

37.  Orpheus,  durch  sein  Spiel  die  Thiere  zähmend. 
Vergoldete  Bronzemedaille.  XVI.  Jhdt.  Dasselbe, 

38.  Orpheus  und  Eurydike.    Bronzemedaille.   XVI.  Jhdt. 

Dasselbe. 

39.  Erato.  Gypsabguss  nach  einer  griechischen  Münze 
(64  V.  Chr.). 

Kunsthistor,  Sammlungen  des  Ah.  Kaiserhauses. 

40.  Arion  von  einer  Nike  gekrönt.  Gypsabguss  nach 
einer  Kupfermünze  von  Brundusium  (IL  Jhdt.  v.  Chr.). 

Dieselben. 

41.  Orpheus,  durch   sein  Spiel  die  Thiere  zähmend. 

Bronzemedaille.  XVI.  Jhdt.  Kgl  Museum,  Berlin. 

42.  Sophokles  (griechischer  Tragödiendichter,  495 — 406 
V.  Chr.).  Gypsabguss  einer  Medaille  von  C.  Pfeuflfer,  1841. 

Kunsthistorische  Sammlungen  des  Ah.  Kaiserhauses. 

43.  Apollo  mit  der  Kithara.  Gypsabguss  einer  Medaille 
des   Marc-Aurel    (167 — 180   n.  Chr.).    Entstehungszeit: 

175  n.  Chr.  Dieselben. 


Kaum  II.  Alterthum  und  Orient.  15 

44,  45.  Elektroiuuüuze  aus  Mityleiie.  IV.  JhJt.  v.  Chr. 
Avers:  Kopf  der  Dichterin  Sappho,  Revers:  ein  Dreifiiss. 

Kunsthistorische  Sammlungen  des  AJ^.  Kaiserhauses. 

46 — 49,  51,  52,  54,  55.  Gypsabgüsse  von  Familien- 
münzen der  Gens  Pomponia.  64  v.  Chr.:  47.  Herakles 
als  Musaget;  48.  Apollo;  46.  Melpomene:  49.  Thalia; 
51.  Euterpe;  52.  Klio;  54.  Polyhymnia;  55.  Terpsichore. 

Dieselben, 

50,  53.  Kaiser  Nero.  Medaille.  Avers:  Kopf  des  Kaisers; 
Revers:  der  Kaiser  als  Apollo  Musagetes.       Dieselben. 

Aelteste   Virtuosenmedaille.    Der    Kaiser     trat    66  n.   Chr.    in 
Eorinth  öffentlich  als  Sänger  auf. 

56.  Plutarch  (I.  Jhdt.  n.  Chr).  Ein  Buch  über  die  Musik. 
Theoretische  Schrift.  Papier-Handschr.  Griechisch.XV.Jhdt. 

K  A*.  Hoßjibliothek. 

67.  Aristides  Quintilianus  (II.  Jhdt.  n.  Chr.).  Drei  Bucher 
über  die  Musik.  Papier-Handschr.  Griechisch.  XV.  Jhdt. 

Dieselbe. 

58.  Claudius  Ptolemaeus  (IL  Jhdt.  u.  Chr.).  Ein  Buch 
über  Musik.  Theoretische  Abhandlung.  Papier-Handschr. 
Griechisch.  XV.  Jhdt.  Dieselbe. 

59.  Manuel  Bryennios  (XIV.  Jhdt.  n.  Chr.).  Harmouica. 
Musiktheoretische  Schrift.  Papier-Handschr.    Griechisch. 

XVI.  Jhdt.  Dieselbe. 

60.  Aristoxenos  (IV.  Jhdt.  v.Chr.,  Schüler  des  Aristoteles). 
Abhandlungen  über  Musik,  herausgegeben  von  Meursius, 
1616.  Griechisch.  Dieselbe. 

Pult    IV.    Griechische    und    lateinische     Handschriften 
(Theoretiker). 

61.  Manuel  Bryennios  (XIV.  Jhdt.  n.  Chr.).  Harmonica. 
Musiktheoretische  Schrift.    Papier-Handschr.  Griechisch. 

XV.  Jhdt.  K.  k.  Hofbibliothek. 


16  Kaum  IL  Alterthum  und  Orient. 

62.  Michael  Psellos  (XI.  Jhdt.  n.  Chr.).  Syntagma. 
Musiktheoretische  Schrift.  Papier-Handschr.  Griechisch. 
XIV.  Jhdt.  JL  Ä.  HofbiUiothek, 

63.  Boethiiis  (f  524  n.  Chr.).  „De  Musica."  (Lateinische 
Bearbeitung  der  griechischen  Musiklehre.)  Pgmt.- 
Handschr.  aus  dem  X. — XI.  Jhdt.  Dieselbe, 

Pult  V.  (Fortsetzung  von  Pult  IV.) 

64.  Boethius.  „De  Musica"  (wie  Nr.  63).  Pgmt.-Handschr. 

X.— XI.  Jhdt.  Lateinisch.  Stift  Einsiedeln,  Schweiz. 

65.  Gogavinus.  Ausgabe  der  musik-theoretischen  Schriften 
des  Aristoxenos  und  Ptolemaeus.  Druck.  Venedig  1562. 

Cardinal  Fürstenberg,  Fürsterzbischof  von  Olmütz. 

66.  Meibom  ins.  Ausgabe  von  sieben  alten  Schriftstellern 
über  Musik:  Aristoxenos,  Euklid  (III.  Jhdt.),  Nikomachos 
(II.  Jhdt.),  Alypios  (III.  Jhdt.),  Gaudentius  (II.  Jhdt.), 
Bacchios  sen.  (II.  Jhdt.),  Aristides  Quintilianus  (s.  Pult  III, 
Nr.  57).  Druck.  Amsterdam  1652.  Griechisch  und  lateinisch. 

Schottenstift  Wien. 

67.  Boethius.  „De  Musica"  (wie  Nr.  63).  Druck  von  Gregor 
de  Gregoriis,  Venedig  1499. 

K.  k.  Universitätsbibliothek  Innsbruck. 

68.  Derselbe.  „De  Musica"  (wie  Nr.  63).  Pgmt.-Handschr. 

XI.  Jhdt.  K.  k.  Universitätsbibliothek  Prag. 

69.  Derselbe.  „De  Musica"  (wie  Nr.  63).  Pgmt.-Handschr. 

X.  Jhdt.  K.  k.  Hof  bibliothek. 

70.  Derselbe.  „De  Musica^  (wie  Nr.  63).  Pgmt.-Handschr. 

XII.  Jhdt.  Stift  Admant. 

Bilder  und  Reliefs. 

98.  Der  Parnass.  Chromolithographie  der  Arundel  Society 
nach  dem  Fresco  von  Raphael  Santi  (1483 — 1520),  Camera 
della  Segnatura,  Vatican,  Rom.  Quer-Roy.  Folio. 

K.  k.  Hof  bibliothek. 


Raum  II.  Altertlium  und  Orient.  17 

99.  Griechische  Blasiiistrumeute.  Waiidtafelu  zur  Ver- 
anschaiilicliiiDg  antiken  Lebens  und  antiker  Kunst,  aus- 
gewählt von  Ed.  von  der  Launitz.  Cassel,  Th.  Fischer, 
Taf.  XIV.  Quer-Roy.-Fol. 

Archäologisch-epigraphisches  Seminar  der 
k.  k,  Universität  Wien. 

Obere  Reihe:  Flöte.  Doppelflöte  mit  Klappen  an  den  Löchern 
(foraraina)  und  mit  der  Mundbinde  fcpopßsid,  letztere  durch  einen 
schmalen  Riemen,  der  über  den  Kopf  gezogen  wird,  festgehalten); 
gewöhnliche  Flöte,  verbunden  mit  der  phrygischen  oder  krummen 
(D^ojio^,  tibia  curva);  mit  diesen  beiden  vereinigt  die  vielröhrige 
Hirtenflöte  (cupiyS.  syrinx,  arundo,  fistula),  die  Querflöte  (reXotYtauXo^, 
tibia  obliqua). —  Untere  Reihe:  Trompeten.  Gerade,  glocken- 
förmig endende  Tuba  (oaXTCtY5)i  <lie  geraden  oder  gewundenen 
bucinae  (ß'jxdvai),  das  Hörn  (cornu,  oaX^iy^  otpoytüXy;)  mit  einer 
Querstange,  welche  auf  der  Schulter  des  Bläsers  (coruicen)  auflag, 
der   lituus.   eine  Tuba  mit  etwas  gekrümmtem  Ende. 

Anschließend  an  die  Trompeten  rechts  Lärminstrumente:  das 
Tambourin  (t'jpinavov,  tympanum),  die  Schellen  (xujißaXa,  cjinbala), 
die  sog.  Isisklapper  (secotpov,  sistrum),  mit  der  Kuh.  dem  heiligen 
Thier  der  Isis  als  Verzierung,  die  Castagnetten  (xpdtaXa,  crotala). 

100.  Bacchanten  mit  Tambourin  und  Doppelflöte  (Bacchiseher 
Thiasos).  Gypsabguss  nach  einem  Mannorrelief,  British 
Museum  London. 

K.  k.  Akademie  der  bildenden  Künste,  Wien. 

101.  Griechische  Saiteninstrumente.  Wandtafehi  von 
¥A.  V.  d.  Launitz  (s.  Nr.  99).  Taf.  XIIL  Quer- 
Roy.-Fol.  Archäologisch-epigraphisches  Seminar  der 

k.  k.  Universität  Wien. 

Musikunterricht.  Links:  Eigenthümliches  Instrument  (Bass- 
Ivra)  mit  sehr  langen  Armen  und  Saiten,  wahrscheinlicli  das 
liarbiton  (xo  ßapß'.xov,  y;  ßdpßiTo^),  vorwiegend  auf  älteren  Kunst- 
werken vorfindlich,  frühe  aus  der  Mode  gekommen;  die  Kithara 
(x'.d>dpa),  aus  Holz,  mit  großem  Schallkasten  und  reichverzierten, 
geraden  Armen,  mit  einer  Binde  am  linken  Handgelenk  des 
Spielers  befestigt,  mit  dem  Plektron  (irX-^xTpov)  zu  spielen 
(KXTQtxtiv,  xpo6e(v);  die  Lyra  (Xopa,),  kleiner  wie  die  Kithara,  mit 
einem  Kasten  aus  Schildkrütenschale  (xe^o;),  besonders  angesetzten, 
jjebogenen  Armen  und  sieben  Saiten,  die  unten  am  Saitenhalter 
(yopSoxovov).  oben  am  Stege  (|j.ajd;)  befestigt  sind,  ohne  Plektron 
zu  spielen  ('}d)Aetv);  eine  Art  Harfe,  «cewöhnlich  xpiytuvov  ge- 
nannt, vielleicht-  identisch  mit  der  oaiißoxYj.  In  der  Mitte  steht  der 
Lehrer  mit  einem  Zweige  den  Tact  schlagend  und  dies  mit  dem 
Fuße  unterstützend. 

I  2 


18  Raum  II.  Altcrthum  und  Orient. 

102.  Der  Parnass.  Kiipferst.  (Punct.-Mau.)  von  G.  S.  und 
J.  G.  Facius  nach  Carlo  Maratta  (Maratti  1625—1713). 
Qiier-Roy.-Fol.  K,  k,  Hofhihliothek. 

103.  Der  Parnass.  Kupferst.  von  Giov.  Volpato  und  Raph. 
Morghen  nach  dem  Deckengem,  von  Ant.  Raph.  Mengs 
(1728—1779),  Villa  Albani,  Rom.  Quer-Roy.-Fol. 

Dieselbe. 

104—106,  107—111.  Galvanoplastische  Medaillons: 
104.  Apollo;  105.  Pindar  (griech.  Dichter,  522  bis 
450  V.  Chr.);  107.  Korinna  (griech.  Dichterin,  VI.  Jlidt. 
V.  Chr.);  107 — 111.  Erato,  Kalliope,  Euterpe,  Melpomene, 

Polyhymnia).  K,  k,  Hof-  und  Staatsdmckerei,  Wien. 

112.  Knabe,  die  Doppelflöte  spielend.  Marmorrelief. 

Erzherzog  Franz  Ferdinand  von  Oesterreich-Este. 

113.  Pan  mit  der  Doppelflöte.   Mannorrelief.     Derselbe. 

114.  Pan,  die  Flöte  blasend  (Herme,  archaisch),  Gyps- 
abgiiss.  British  Museum  London. 

K,  k.  Akademie  der  bildenden  Künste^  Wien. 

115.  Triumph  des  Amor  (rechts  einGeiger).  Gypsabgnss  nach 
dem  Elfenbeinrelief  am  Grazer  Reliquienschrcin.  Ober- 
italien. Arbeit.  XV.  Jhdt.    Motisignore  Johann  Graus,  Graz. 

116.  König  Midas  zwischen  Pan  und  Apollo.  x\quarell. 
Stammblichblatt,  Ende  des  XVI.  Jhdt5.  Quart. 

KgL  Bibliothek  Bamberg. 

117.  Der  Parnass  (Apollo  und  die  Musen,  um  den  Pegasus 
gruppiert).  Aquarell.  Stammbuchblatt  v.  J.  1589.  Quart., 

Dieselbe. 

118.  Bacchus-Theater  in  Athen.  J.  Langl,  Bilder  zur 
Geschichte.  Wien,  Ed.  Hölzl.  Groß-Quer-Fol. 

K.  k.  Oesterr.  Museum  fiir  Kunst  und  Industrie,  Wien. 

119.  Figuren  mit  Instrumenten  (Flöte).  Eingewirktes 
Ornament  in  einem  Stoffrest  ägyptisch-alexandrinischer 
Provenienz.  VI.  Jhdt.  nach  Chr. 

Herr  Theodor  Graf,  Wien. 


Raum  II.  Alterthum  und  Orient.  19 

120.  Mercur  und  Argus  (Erfinder  der  Lyra).  Photogr.  Ad. 
Braun  &  Cie.  nach  P.  P.  Rubens  (1576— 164ü),  kgl. 
Gemäldegallerie  Dresden.  Groß-Quer-Fol. 

K,  k,  Sofbibliothek. 

121.  Musicierende  Figuren.  Vasengemälde  des  Hieron, 
Schale  aas  Vulci,  jetzt  im  British  Museum  London.  Vor- 
legeblätter für  archäologische  Uebungen,  Ser.  C.  Taf.  V. 

Groß-Fol.  Ardiäologisch  epifjraphisches  Seminar  der 

k.  k.  Universität  Wien, 

122.  Singender  und  kitharaspielender  Apollo.  Weih- 
geschenk für  einen  musikalischen  Sieg.  Gypsabguss  nach 
einem  Marmorrelief.  Louvre,  Paris. 

K.  k.  Akademie  der  bildenden  Künste,  Wien. 

123.  Figuren  mit  Instrumenten  (Syrinx  mit  neun  Pfeifen). 
Eingewirkte  Clavi  (Purpurstreifen)  in  einem  Stoffrest 
ägyptisch-alexandrinischer  Provenienz.  VL  Jhdt.  nach  Chr. 

Herr  Theodor  Graf,  Wien, 

124.  Musicierende  Figuren  (Basslyra,  Barbiton?).  Krater 
aus  Orvieto,  k.  k.  kunsthistor.  Hofmuseiim  Wien.  Vorlege- 
blätter für   archäologische  Uebungen,  Ser.  E.  Taf.  XIL 

Groß-Fol.  Ärdiäologisch-epi graphisches  Seminar  der 

k,  k.  Universität  Wien. 

125.  Der  Parnass.  Photogr.  Ad.  Braun  &  Cie.,  nach  Gerard 
de  Lairesse  (1641 — 1715),  kgl.  Gemäldegallerie  Dresden. 

Groß-Quer-Fol.  K.  k.  HoßihUothek. 

126.  Theater  von  Taormina.  Langl,  Bilder  zur  Geschichte 

(s.  Nr.   118).      K.  k.  Oesterreichisches  Museum  für  Kunst 

und  Industrie,  Wien. 

127.  Figuren  mit  Instrumenten  (lautenartig).  Eingewirkte 
Clavi  (s.  Nr.  123).  VI  Jhdt.  n.  Chr. 

Herr  Theodor  Graf,  Wien. 

123.  Musicierende  Aegypter  (achtsaitige  Harfe,  guitarren- 
artiges  Instrument  und  Querflöten),  Daneben  ein  Priester, 
Weihrauch  streuend.  Copie  nach  Fetis,  Hist.  gen.  de  la 
Musique.  I.  S.  197.  Qiier-Fol. 

Prof.  Guido  Adler,  Prag. 


20  Kaum  IL  Alterthum  und  Orieut. 

129.  Musicierende  Aegypteriiineu  (giiitarrenartige  Instru- 
mente und  funtsaitige  Harfe).  Copie  nach  Rosellini,  Monu- 
menti  del  Egitto,  IL  Taf.  96.  Fol.  Pro/.  Guido  Adler,  Prag. 

130.  Ein  Musiker  (Saiteninstrument  mit  sehr  langem  Halse, 
der  indischen  Sitar  ähnlich).  Gypsabguss  nach  einem 
chittitischen  Relief.  Kgl.  Museum  Berlin. 

131.  Kopf  eines  die  Doppelflute  blasenden  Mannes. 
Gypsabguss  nach  einem  chittitischen  Relief.    Dasselbe. 

132.  Darstellung  mit  dem  Bruchstück  eines  Musik- 
instrumentes (Lautenhals).  Gypsabguss  nach  einem 
chittitischen  Relief.  Dasselbe. 

133.  Papyrusrolle  (Bruchstück).  Augusteische  Zeit.  Partitur- 
Ausgabe  des  „Orestes"  von  Euripides  (408  vor  Chr.  zum 
ersten  Male  aufgeführt).  Enthält:  a)  den  Text  der  Chor- 
gesänge, li)  in  den  Zeilen  desselben  die  dazu  gehörige 
Instrumentalmusik,  c)  über  dem  Texte  die  Vocalmusik. 
Probe  der  Enhannonik  des  classischen  Alterthums  und 
wohl  das  älteste  Musikstück  der  Welt. 

Sammlung  Papyrus  Erzherzog  Hm'ner. 

134  u.  140.  Zwei  Marmorplatten  eines  bacchischen 
Frieses  aus  Patras.  Komos,  ein  Satvr  und  eine  Mänade 
mit  Doppelflöten.  Centralmuseum  Athen. 

A rch ä alogisch -epigraph isches  Seminar  der 
k.  k.  Universität  Wien. 

135.  Aus  dem  Triumphznge  des  Kaisers  Titus.  Photogr. 
nach  dem  Relief  am  Titusbcjgen,  Rom.  Groß-Fol. 

Dr.  Alfred  Berger,  Wien. 

136.  Apollo  und  Marsyas.  Photogr.  nach  Ad.  Braun  &  Cie. 
nach  Paris  Bordone  (1500 — 1570),  kg).  Gemäldegallerie 
Dresden.  K.  k.  Hofbibliothek. 

137.  Sog.  Apotheose  des  Homer  (Tafel  des  Archelaos). 
Gypsabguss  nach  dem  ^lannon-elief,  British  Museum 
London.  Beginn  der  römischen  Kaiserzeit.  (Mittlere 
Reihe:  Frauengestalt  mit  der  Kithara). 

Archuologisch-epi graphisches  Siminar  der 
k.  k.  Universität  Wieti. 


Kaom  II.  Alterthum  und  Orient.  Sl 

138.  Jubal,  eine  Flöte  schnitzend.  Aquatintablatt  von 
Fr.  Oldermann,  nach  Aug.  von  Kloeber.  Groß-Fol. 

Dr.  Alfred  Berger,  Wien. 

Jnbal  ist  nach  der  heil.  Schrift  der  Erfinder  der  musikalischen 
Instrumente. 

139.  Innere  Ansicht  eines  griechischen  Theaters 
(Ec^esta  in  Sicilien).  Wandtafeln  von  Ed.  von  der  Launitz 
(siehe  Nr.  99  und  101),  Taf.  II.  Quer-Imp.-Fol. 

K.  k.  Oesterreichisches  Museum  für  Kunst 
und  Industrie,   Wien. 

141.  Pan  mit  einer  Syrinx  (an  einem  Pfeiler).  Gypsabguss. 
Archaisch.  Museum  Athen. 

K.  k.  Akademie  der  bildenden  Künste,  Wien. 

142.  Flotenbläserin.  Geigern,  von  Ludwig  Michalek,  nach 
einem  griechischen  Vasenbild.     Lwd.  II.  217,  Br.  123. 

Die  Ausstellungscommission. 

143.  Kitharaspielerin  (spielt  mit  der  linken  Hand  und 
hält  in  der  rechten  das  Plectrura).  Oelgem.  von  L.  Mi- 
chalek (siehe  Nr.   142).  Dieselbe. 

144.  Sitzender  Amor  mit  der  Lyra.  Gypsabguss  nach 
B.    Thorwaldsen     (1770—1844)'.     Thorwaldsen-Museum 

Kopenhagen.     K.  k.  Mademie  der  bildenden  Künste,  Wien. 

145.  Assyrische  Musiker.  Gypsabguss  nach  einem  Relief 
aus  Kujundjik,  800  v.  Chr.  Britisli  Museum  London. 

Dieselbe. 

146.  Polyhymnia.    Gypsabguss  nach  der  Marmorstatue  im 
kgl.  Museum  Berlin.  Dieselbe. 

147.  Runde  Ära  mit  bacchischen  Reliefs,  Louvre,  Paris. 
Gypsabguss.  Darauf:  Zweihenkelige  Vase  mit  Darstel- 
Inngen  gleichen  Inhaltes.  Dieselbe. 

148.  Apollo  vom  Belvedere,  Vatican,  Rom.  Büste,  Gyps- 
abguss. 

K.  k.  Oesterreichisches  Museum  für  Kunst 
und  Industrie,   Wien. 


tt  Raum  III.  Aelteste  christliche  Tonkunst. 

149.  Musiciereude  Frauen.  Gypsabguss  nach  einem  Marmor- 
relief. Louvre,  Paris  (400  v.  Chr.). 

K.  k.  Akademie  der  bildenden  Künste,  Wien, 

150.  Tanzender   und    beckenschlagender   Silen.    Villa 
Borghese,  Rom.  Gypsabguss.  Dieselbe. 

151.  Dichterstatue.  Villa  Borghese,  Rom.  Gypsabguss. 

Dieselbe. 


Raum  in.  Aelteste  christliche  Tonkunst. 

Armenischer,  Byzantinischer  und  Gregorianischer  Gesang.  Die 
erste  Notenschrift  des  christlichen  Abendlandes  (Neumenzeiehen) 
in  ihren  verschiedenen  Schreibarten.  Allegorien  der  religiösen 
Tonkunst,  Bilder  der  heil.  Cäcilia.  (Hieher  gehörige  theoretische 

Werke  sind  im  Räume  IV.) 

Pult  I.  Gregorianischer  Gesang  (Neumen). 

1.  Bruchstrick  ein  es  Missales.  Pgmt.-Handschr.  XI.  Jhdt. 
Der  untere,  kleiner  geschriebene  Theil  aus  dem  XIII. 
Jhdt.  Strichneumen.  Jesuitencollegium  Wien. 

2.  Ilymnarium.  Pgmt.-Handschr.  X.  Jhdt.  Punktneumen. 
Aufgeschlagen:  Hymnus  an  den  König  Odo.  (Stammt 
aus  der  Abtei  Moissac  in  Frankreich.)  Dasselbe. 

3.  Poenitentiale.  Pgmt.-Handschr.  X.  Jhdt.  Strichneumen. 

Prämonstratenserstift  Tepl,  Böhmen. 

4.  E])istola  de  armonica  institutione,  missa  ad  Rat- 
bodum,  archiepiscopum  Treverensem.  Musiktheoretische 
Abhandlung  nebst  dem  Tonarium  des  Priesters  Regino 
von     Prüm.     Vielleicht    Autograph.    Pgmt.-Handschr. 

X.  Jhdt.  Strichneumen.  Stadtbibliothek  Leipzig. 

5.  Hymnarium  aus  St.  Emmeram  in  Regensburg.  Pgmt.- 
Handschr.  XI.  Jhdt.  Strichneumen. 

Kgl.  Hof-  und  Staatsbibliothek  München. 


Kaum  III.  Äelteste  christliche  Tonkunst.  23 

6.  Missale.  Pgmt.-Handschr.  XII.  Jhdt.  StrichneiimeD,  zum 
Theil  am  Rande  verzeichnet.  K,  k,  HoßihUothclc, 

7.  Legendarinm    mit   metrischen    Responsorien.    Pgmt.- 
Handschr.  XI.  Jhdt.  Strichneumen. 

Benedictinerst ift  Kremsm ü nster, 

8.  Missale.  Pgmt.-Handschr.  XII.  Jhdt.  Strichneumen. 

Dasselbe. 

9.  Benedictiner-Brevier.    Pgmt.-Handschr.    XII.    Jhdt. 

Strichneumen.  Benedictincrstift  Baigem. 

10.  Breviarium.  Pgmt.-Handschr.  XII.  Jhdt.  Strichneumen. 

A'.  k.  üniversitätshihJiothck  Innsbruck. 

11.  Ilymuarium.  Pgmt.-Handschr.  XI.  Jhdt.  Strichneumen, 
am  Rande  verzeichnet.  Aufgeschlagen :  Notker  sehe 
Sequenzen.  k.  k.  HofbibUothek. 

12.  Graduale.  Pgmt.-Handschr.  XHI.  Jhdt.    Strichneumen. 

Benedict inerstift  Melk. 

13.  Graduale.  Pgmt.-Handschr.  XII.  Jhdt.  Neumen. 

Benedictinerstift  Baigem. 

Pult  II:  (Fortsetzung  und  Buchstabenschrift.) 

14.  Graduale.  Pgmt.-Handschr.  XII.  Jhdt.  Buchstabennota- 
tion und  Strichneumen.  K.  k.  HoßiUiothek. 

15.  Missale.  Pgmt.-Handschr.  XII.  Jhdt.  Strichneumen. 

Benedictincrstift  Seitenstetten. 

16.  Rituale  (Agenda).  Pgmt.-Handschr.  XII.  Jhdt.  Strich- 
neumen. zum  Theil  mit  rother  Tinte  geschrieben. 

Benedictincrstift  Lambach. 

17.  Missale.  Pgmt.-Handschr.  XIII.  Jhdt.  Neumen. 

Ben  edict  in  erst  ift  Melk. 

18.  Brevier.  Pgmt.-Handschr.  XII.  Jhdt.  Strichneumen. 

Domcapitel  Ol  mutz. 


84  Raum  III.  Aolteste  christliche  Tonkunst. 

19.  Missale.  Pgnit.-Haiulschr.  Xlli.  Jhdt.  Striclineumen 
mit  inten\^saiit(Mii  Tractiis. 

Augastinpf-Chorherrenstift  St.  Florian. 

20.  Missalo.  Pgnit.-IIaudsehr.  XIII.  .Ilult.  Striehneumen. 

St II ffienbibliotJiek  Salzh u rg. 

Pult  III:  (Fortsetzung.) 

21.  Rituale.  Pgnit.-IIaiidschr.  XIII.  Jhdt.  Striehneumen. 

August  ine  r 'Clin  rhefi'cmtift  Kloster  neuhiirg. 

22.  Missale.  Pfj:mt.-Handsehr.  XIII.  Jhdt.  Nenmeii. 

Angustiner-Chorherrenstift  St.  Florian. 

23.  Missale.  Pgmt.-Handschr.  XIV.  Jhdt.  Xenmen. 

Dasselbe. 

24.  Brevier  (Brnchstnck).  Ppnt.-IIandsclir.  XIII.  Jhdt. 
Xenmen  auf  vierlinigem  System.  Jede  Linie  ist  mit  dem 
Si*hlriss(?lhuehstaben  bezeichnet.         A'.  /.-.  HofhibHothek. 

25.  Znsammenstellnn|5   der  Neumen.    Von    Lamhillotte. 

Dieselbe. 

26.  Missale.  Pgmt.-Handschr.  XIII.  Jhdt.  Xenmen. 

Dieselbe. 

27.  Missale.    Pgmt.-Handschr.  XIII.  Jhdt.  Xenmen. 

Benedict inerstift  Admonf. 

28.  Missale.  Pgmt.-IIandschr.  XIV.  Jhdt.  Striehneumen. 

Ä".  /.-.  Hop)ibliothek. 

Pult  IV:  (Fortsetzung.) 

29.  Antiphonar.  Pgmt.-Handschr.  XIII.  Jhdt.  Xenmen  auf 
vierlinigem  System.  Die  c-Linie  ist  gelb,  die /-Linie  roth. 
Die  Schhlssel  sind  öfter  versetzt.  Cisterciemcrstift  Zwcttl. 

30.  Gr aduale.  Pgmt.-Handschr.  XIII.  Jhdt.  Xenmen  auf 
vierlinigem  System  (/-Linie  roth).  Dasftelbe. 

31.  Gradnale.  Pgmt.-IIandschr.  XIV.  Jh<lt.  Xenmen  auf 
vierlinigem  System  (o-Linie  gelb,  /-Linie  roth). 

August iner-Chorherrenstift  Herzogeubnrg. 


Raum  III.  Aelteste  ohristliche  Tonkunst.  ti) 

32.  Antiphouar.  Pgmt.-Handschr.  XIII. — XIV.  Jhdt.  Neumen 
auf  vierlinigem  System  (c-Linie  gelb,  ^-Linie  rothj. 

Cistercienserstift  Zwettl. 

33.  Graduale.  Pgmt.-Handschr.  XIII.  Jhdt.  Neumen  auf 
vierlinigem  System  (c-Linie  gelb,  /-Linie  roth). 

Dasselbe, 

34.  Graduale.    Pgmt.-Handschr.     Ende    des   XIII.    Jhdts. 

Neumen  wie  bei  Nr.  33.      Benedictinerstift  Seitenstetten. 

Pult  V:  (Fortsetzung  und  Uebergangsschrift.) 

35.  Graduale.    Pgmt.-Handschr.   XIII.  Jhdt.    Neumen  wie 

bei  Nr.   33.  K.  k,  StudienbihliotheJc  Olmütz. 

36.  Graduale.    Pgmt.-Handschr.    XIII.  Jhdt.    Neumen    auf 

vierlinigem   System.  Cistercienserstift  Zwettl. 

37.  Graduale.  Pgmt.-Handschr.  XIV.  Jhdt.  Neumen  (Ueber- 
gangsschrift) auf  rothem,  vierlinigem  System. 

Benedictinerstift  Melk. 

38.  Missale.  Pgmt.-Handschr.  Ende  des  XIII.  Jhdts.  Neumen 
auf  schwarzem,  vierlinigem  System.  Beachtenswerth  die 
durchgängige  Bezeichnung  des  b  fictum. 

Cistercienserstift  Höh e nfurt. 

39.  Officium  (Legenda)  des  heiligen  Ulrich.  Pgmt.- 
Handschr.  vom  J.  1346.  Uebergangsschrift  auf  vier- 
linigem System.  Schottenstift  Wien. 

40.  Graduale.  Pgmt.-Handschr.  Ende  des  XIV.  Jhdts. 
Neumen-Uebergangsschrift  auf  vierlinigem  System. 

K.  k.  Hof  bibliothek. 

41.  Todtenofficium.  (Bruchstück.)  Pgmt.-Handschr.  XIII. 
Jhdt.  Neumen-Uebergangsschrift  auf  vierlinigem  System. 

Domcapitel  Olm  ii tz. 

42.  Graduale.  Pgmt.-Handschr.  XIV.  Jhdt.  Neumen- 
Uebergangsschrift  auf  vierlinigem  System. 

Ferdinnndexim  Innsbruck. 


86  Kaum  III.  Aeltestc  christliche  Tonkunst. 

43.  Missale.  Pgmt.-Handschr.  XIV.  Jhdt.  Xeiiinen-Ueber- 
gaugsschrift  auf  vierlinigem  System. 

Cistercienserstift  Hohenfurt. 

44.  Missale.  Pgmt.-Handschr.  XIV.  Jhdt.  Nagelschrift  auf 
vierlinigem  System.  Cistercienserstift  Stams. 

Pult  VI:  (Fortsetzungi  Choralnoten.) 

45.  Antiphonar.  Fgmt.-Haudschr.  XIV.  Jhdt.  Neumen  auf 
vierlinigem ,  mit  Buchstaben  bezeichneten  System. 
/-Linie  roth,  f-Linie  gelb. 

Augustiner  Chorherrenstift  Klostemeuhurg. 

46.  Antiphonar.  Pgmt.-Handschr.  XIV.  Jhdt.  Uebergaugs- 
neumen  auf  rothem,  vierlinigem  System.  Der  Choral- 
notenschrift schon  sehr  nahe. 

K,  A-.  Studienhibliothek  OlmützX: 

47.  Gra duale.  Pgmt.-Handschr.  XIV.  Jhdt.  Frühe  Choral- 
notation auf  vierlinigem  System.  /-Linie  roth,  c-Linie 
g^lb.  A:  l\  Lfjceal'Bibliothek  Laihach, 

48.  Agenda  (Rituale).  Pgmt.-Handschr.  Um  1500.  Fast 
ganz  ausgebildete  Choralnoten    auf  jothem.  vierlinigem 

System.  Fürst  M.  Lobkotntz,  Baudnits. 

49.  Cantuale.  Pgmt.-Handschr.  XV.  Jhdt.  Hufeisenschrift 
auf  rothem,  funflinigem  System.  Fr anzcnsmuscum  Brunn. 

50.  Rituale.  Pgmt.-Handschr.    XIV.  Jhdt.  Xagelschrift  auf 

vierlinigem  System.  FUrst  FürsUnherg,  Lanna. 

51.  Hymnarium.  Pgmt.-Handschr.  XV.  Jhdt.  Uebergangs- 
neumen  auf  vierlinigem  System.  /-Linie  roth.  f-Linie  gelb. 

-I ugustincr'Chorhcr.'cnstift  Klostemeuhurg. 

52.  Missale.  Pgmt.-Handschr.  Ende  des  XIV.  Jhdt.  Ueber- 
srauürsneumeu  auf  vierlinisrem  Svstem. 

Benedict inerstift  Böigem, 

53.  Psalterium.  Pgmt.-Handschr.  vom  J.  1482.  Nagelschrift 
auf  vierlinigem  System.  Bcnedictinerstift  Gotttreig. 


Kaum  III.  Aelteste  christliche  Tonkunst.  27 

54.  Gebetbuch.  Pgmt.-Handsehr.  XV.  Jhdt.  Das  Miniatur- 
bild zeigt  eine  Nonne  beim  Glockenspiel:  vor  ihr  ist 
eine  Harfe  und  eine  Trompete.  BencdicUnerstift  Göttweig. 

55.  Processionale  Cisterciense.  Pgmt.-Handsehr.  1395. 
Nagelnoten  auf  vierlinigem  System. 

eist ercienser Stift  Hohenfurt. 

56.  Cantuale.  Pgmt.-Handsehr.  XIV.  Jhdt.  Choralnoten  auf 

vierlinigem  System.  Augustiner-Chorherrenstift  St.  Florian. 

Pult  VII:  Choralnoten. 

57.  Psalterium.  Pgmt.-Handsehr.  XV.  Jhdt.  Choralnoten 
auf  vierlinigem  System.  Absonderlich  ist,  dass  außer 
der  /-Linie  auch  die  c-Linie  roth  hervorgehoben  ist. 

Franzensmuseum  Brunn. 

58.  Graduale.  Pgmt.-Handsehr.  XV.  Jhdt.  Nagelschrift  auf 
vierlinigem  System.  Benedictinerstift  Admont. 

59.  Brevier.  Pgmt.-Handsehr.  XV.  Jhdt.  Choralnoten  auf 
rothem,  vierlinigem  System.      Benedictinerstift  Baigeim. 

60.  Cantuale  (Processionale).  Pgmt.-Handsehr.  XVI.  Jhdt. 
Choralnoten  auf  vierlinigem  System. 

Hans  Graf  Wilczel',  Wien. 

61.  Hymnarium.  Papier-Handschr.  XVI.  Jhdt.  Nagelschrift 
auf  vierlinigem  System.  Benedictinerstift  Lamhach. 

62.  Graduale.  Pgmt.-Handsehr.  XV.  Jhdt.  Choralnoten  auf 
vierlinigem  System.  K.  Je.  HofhihUothelc. 

63.  Missale.    Pgmt.-Handsehr.    vom    J.  1405.  Choralnoten 

auf  vierlinigem  System.  Franzensmuseum  Brunn. 

Pult  VIII.  (Fortsetzung.) 

64.  Processionale.  Papier-Haudsclir.  vom  Jahre  1608. 
Nagelschrift  auf  vierlinigem  System. 

Prämonstratcnserstift  Strahotc,  Prag. 

65.  Dasselbe.  Papier-Handschrift.  XVII.  Jhdt.  Nagelschrift 
auf  vierlinigem  System.  Dasselbe. 


28  Kaum  111.  Aelteste  christliche  Tonkunst. 

66.  Graduale.  Papier-Haudschr.  XV.  Jhdt.  Nagelschrift  auf 

funflinigem  System.         Fürstin  Dietrichstein,  NiJcolsburg. 

07.  Dasselbe.  Papier-IIandschr.  XV.  Jhdt.  Nagelschrift  auf 
funflinigem  System.  Dieselbe. 

08.  Processionale.  Pgmt.-Handschr.  XV.  Jhdt.  Nagelschrift 
auf  vierlinigem  System.  Cistercienserstift  Stam^. 

69.  Dasselbe.  Pgmt.-Handschrift.  1457.  Nagelschrift  auf 
vieriinigem  System.  Dasselbe. 

70.  Dasselbe.  Pgmt.-Handschr.  XV.  Jhdt.  Choralnoten  auf 
vierlinigem  System.  Diöcesan-Musewn  St.  Polten. 

71.  Cantuale.    Papier-Haudschr.     1609.    Nagelschrift    auf 

funflinigem  System.  Cistercienserstift  Heiligenkreuz. 

72.  Graduale.  Papicr-Handschr.  XV.  Jhdt.  Nagelschrift  auf 
vierlinigem  System.  k.  k.  HofbibUothek. 

73.  Processionale.  Pgmt.-Handschr.  XVII.  Jhdt.  Nagel- 
schrift auf  vierlinigem  System.  /-Linie  roth. 

■ 

K.  k.  Studienbibliothek  Laibach. 

74.  Officium  hebdomadae  sanctae.  Papier-IIandschr. 
XVIII.  Jhdt.  (1758).  Choralnoten  auf  vierlinigem  System. 

K.  k.  Hof  bibliothek. 

Ib.  Coussemaker,  E.  de.  Histoire  de  rharmouio  au  moven 
age.  Paris  1853.  Uebertragungen  der  alten  Notenschrift 
in  moderne.  K.  k.  Hofbibliothek. 

76.  Heil.  Cäcilia,  Orgel  spielend.  Bronzerelicf.  XVI.  Jhdt. 
An  der  Orgel  eine  Laute  und  eine  Viola. 

K(fl.  Museum  Berlin. 

77.  Tubablasende Figur.(Allegorie.)BronzereliefXVI. Jhdt. 

Dasselbe. 

78.  Engel,  Tuba  blasend.  Bronzerelief.  XVII.  Jhdt. 

Dasselbe. 


Kaum  III.  Acltcste  christliche  Tonkunst.  tO 

Glaskasten  IX.  Neumen,  Uebergangsschrift,  Choralnoten. 

121.  Gradiiale.  Pgmt.-Handschr.  XV.  Jhdt.  Choraluoten  auf 
vierlinigem  System.  Stammt  ans  BohmeD. 

Fürst  G.  Lohkowitz,  Frag. 

122.  Dasselbe.  (Cautioiial.)  Pgmt.-Handschr.  XV.  Jhdt. 
Choralnoteu  auf  vierlinigem  System.  Das  große  Miniatur- 
bild zeigt  eine  Goldwäscherei.  Stammt  aus  Böhmen. 

K.  k.  HofbihUothek, 

123.  Dasselbe.  Pgmt.-Handschr.  XV.  Jhdt.  Choralnoteu  auf 
vierlinigem  System.  Benedict inerstift  Seitenstetten. 

124.  Dasselbe.    Pgmt.-Handschr.    XIV.  Jhdt.  Strichneumeu. 

Äugustiner-Chorherreiistift  St.  Florian. 

125.  Antiphonar.  Pgmt.-Handschr.  Neumen  auf  vierlinigem 
System  (Uebergang).  Cistercienserstift  Zicettl. 

126.  Brevier.  Pgmt.-Handschr.  XIV.  Jhdt.  Neumen  auf  vier- 
linigem System.  Uomcapite?  Olmüte. 

127.  Antiphonar.  Pgmt.-Handschr.  XIII.  Jhdt.  Neumen  auf 

vierlinigem  System.  Cistercienserstift  Heiligenkreuz. 

128.  Brevier.  Pgmt.-Handschr.  XIV.  Jhdt.  Neumen  auf  vier- 
linigem System.  Domcapitel  Olmütz. 

129.  Graduale.    Pgmt.-Handschr.    XIV.  Jhdt.  Strichneumeu. 

Augustiner-Chorherrenstift  St.  Florian. 

Pult  X.   Griechischer  und  slavischer  Kirchengesang. 

79.  Irmologium.     Liturgische     Gesäuge     der     griechisch- 
slavischen  Kirche.  Papier-IIaudschr.  XVII.  Jhdt. 

K.  k.  Universitätsbibliothek  Lemberg. 

80.  Sluiebnik  (Liturgikon).  Griechisch-orientalische  Sprache, 
kirchenslavisch,  cyrillische  Schrift.  Druck.  Lemberg  1660. 

Schottenstift  Wien. 

81.  Sluzebnik (Liturgikon). Griechisch-orientalisch. Gedruckt 
im  Pot-ajevskijer  Kloster  1733. 

K.  k.  Universitätsbibliothek  Frag. 


30  Raum  III.  Ael teste  christliche  Tonkunst. 

82.  Brevier  (römiseh-slavoniseh).  Glagolitische  Schrift.  Ge- 
druckt iu  Rom  1791.     K.  ^^  Universitätsbibliothek  Frag. 

83.  Bo2estvennaja  slu2ba  (gottesdienstliche  Gesäuge). 
Kirchenslavisch.  Moderne  Notation  und  Ausgabe  von 
Stankovic,  Wien    1863.  K.  k.  Ilofbibliothek, 

84.  Pravoslavno  cerkvenopojanje  (Orthodoxer  Kirchen- 
gesang). Ausgabe  von  Stankovic,  1864.  Dieselbe, 

85.  Elementartheorie  der  Musik  (92(üpY]Tixov  ator/sicoSs; 
r/i;(jLoo'3»7tY;<;).  Constantinope!  1859.  Erklärt  diegriechischen 
Neumen.  Mechitaristen-Congregatiofi  Wieti. 

86.  Musiklexikon  (AsJ'.xov  zf^^  (jLO'j-sr/t/j?).  Erklärung  der 
Neumen  und  Musikzeichen.  Moderner  Druck.      Dieselbe. 

87.  Eine  Seite  eines  griechischen  Hymnars  mit 
griechischen  Neumen.  Dieselbe. 

Pult  XI.  Griechischer  und  armenischer  Kirchengesang. 

88.  Hymnar.    Griechisch   und  arabisch.     Papier-Handschr. 

XV.  Jhdt.  Der  griechische  Text  (rechts)  neumiert. 

Prof.  Wessely,   Wien. 

89.  Hymnologium.  (Vom  24.  December  bis  21.  Mai.) 
Pgmt.-Handschr.  Mit  Neumen.  XII.  Jhdt. 

K.  k.  Hofbibliothek. 

90.  Menaion  Hiturgische  Gesänge  nach  Monaten  geordnet). 
Pp:mt.-Hanaschr.     (März     bis    August).     Mit     Neumen. 

XIII.  Jhdt.  Dieselbe. 

91.  Hymnologium  für  die  Feste  des  ganzen  Jahres. 
Griechische    Pgmt.-Handschr.  mit  Neumen.    XIII.  Jhdt. 

Dieselbe. 

92.  Kukuzetas,  Johannes.  Rituale  mit  Neumen  versehen. 
Griechische  Papier-Handschr.  XVI.  Jhdt.  Dieselbe. 

93.  Oktoechos(Octitonium).Theoretisch-praktisches  Lehr- 
buch.    Griechische     Papier-Handschr.     mit     Neumen. 

XVI.  Jhdt.  Dieselbe, 


Raum  III.  Aelteste  christliche  Tonkunst.  31 

94.  Kiikuzetas,  Johannes.  Gesangskuust.  Theoretisch- 
praktische Abhandlungen,  mit  Beispielen  in  Neumen. 
Griechische  Papier-IIandschr.  XVI.  Jhdt. 

K,  k,  Hofbibliothek. 

95.  Rituale.  Altarmenische  Papier-Handschr.  aus  dem 
XI.  Jhdt.  Text  mit  Neumen  versehen. 

Mecliitaristen-Congregation  Wien. 

96.  Armenische  Kirchengesänge.  Papier-Handschr. 
XIII.  Jhdt.  Mit  Neumen.  Dieselbe. 

97.  Armenische  Chor-  und  Messgesänge.  Papier- 
Handschr.  XIV.  Jhdt.  Mit  Neumen.  Dieselbe. 

98.  Dieselben.  Papier-Handschr.  vom  Jahre  1421.  Mit 
Neumen.  Dieselbe. 

99.  Armenische  Chor-  und  Messlieder.  Pgmt.-Handschr. 
vom  Jahre  1641.  Mit  Neumen.  Dieselbe. 

100.  Armenisches Hymnarium.  Pgmt.-Handsehr.XVII.  Jhdt. 
[Mit  Neumen.  Dieselbe. 

Pult  XII.  Armenischer  Kirchengesang. 

101.  Uckardasian,  P.  Anton.  Theorie  der  Musik.  Armenisch. 
Papier-Handschr.  vom  Jahre  1801. 

Mechitaristen-Congregation  Wien. 

102.  Missale  und  Epistolar.  Armenisch.  Gedruckt  in 
Amsterdam  1686.  Dieselbe. 

103.  Hymnologium.  Armenisch.  Gedruckt  in  Amsterdam 
lö92.      '  Dieselbe. 

104.  Armenisches  Pontificale  (Auszug).  Gedruckt  in 
Constantinopel  1752.  Dieselbe. 

105.  Schröder,  J.  J.  Thesaurus  linguae  armenicae.  Amsterdam 
1711.  (Behandelt  neben  der  Sprache  auch  die  armenische 
Musik.)  Dieselbe. 

106.  Dasian,  Lehrbuch  der  armenischen  Kirchenmusik. 
Walarsapat  1874.  Dieselbe. 


32  Kaum  III.  Aeltuste  christliche  Tonkunst. 

107.  AriuiMiisches  Brevier.  Wieu,  1839. 

Mcch it aristen-Congrega Hon  ^^ 'ien. 

1Ü8.  Arseiiius  Aldviiiau.  Erzbischof.  Ueber  den  ariiienischen 
Kircheiigesang.  WieD,  1880.  Uuselbe. 

109.  rbersiehtstabello  des  armenischen  Tonsvstems. 
Papier-Handsehr.  Dieselbe. 

110.  Arsenius  Aidvüian,  Erzbischof.  Armenisches  Hüchamt. 
Altarmenische  Mnsik  in  moderne  Notenschrift  übertragen. 
Papier-IIandschr.  Dieselbe. 

111.  Altarmenische  Kirchengesauge.  In  moderne  Noten- 
schrift übertragen.  Dieselbe. 

Pult  XIII.  (Fortsetzung). 

112.  Armenisches  Epistolar.  Jerusalem  1873. 

Mechitaristeu-Covgregation  Wien. 

113.  Ilymnologium.  Anuenisch.  1884.  Dieselbe. 

114.  Armenisches  Rituale.  Venedig  1840.  Dieselbe. 

115.  Armenisches  Kirchenofficium.  Wien  1839. 

Dieselbe. 

116.  Lehrbuch  der  europäischen  Musik  mit  besonderer 
Berücksichtigung  des  armenisdien  Systems.  Venedig 
1882.  (Armenisch.)  Dieselbe. 

117.  Bianchini,  l\  Les  chants  liturgiques  de  l'eglise  arme- 
nienne.  Venedig  1877.  ä:  Ic  HofhibUotheJc. 

HS.  Armenisches  Missale.  Wien  1879. 

Mecli itaristen-Cungregatiau  Wien. 

119.  Erziukian  Eznik,  Lehrbuch  der  modernen  armenischen 
Musik.  (Armenisch).  Tiflis  1876.  IJthographie. 

Dieselbe. 

120.  Weiss.  H.  Armenisdie  Messe.  I^ithographie.  Moderne 
Notation  und  Harmonisierung.  Dieselbe. 


Ranm  III.  Aelteste  christliche  Tonkunst.,  33 

Bilder. 

131.  König  David  und  andere  musicierende  Figuren.  (Orgel, 
Cymbaliim,  Triangel,  resp.  Nabla,  Pandura  und  Art 
Crouth.)  Aus  einem  Psalter  des  X.  Jhdt.  Photo- 
lithogr.  Fol.  Trof,  Oswald  Koller,  Krmsier. 

Ans  der:  Fal^ographie  Musicale,  Heransgeg.  Ton  den  P.  P. 
Benedictinem  in  Solesmes,  I.  nnd  IL  Bd.  (ebenso  die  folgenden 
Nummern  132—146  incl.). 

132.  St.  Gregor,  Neumen  dietierend.  Aus  dem  Antiphonar 
Hartkers  (979—1011).  Photolithogr.  Fol.        Derselbe. 

133.  Neumen.  X.  Jhdt.  Photolithogr.  Fol.  Derselbe. 

134.  Accentneumen  aus  einem  Graduale  des  XI.  Jhdt. 
Photolithogr.  Fol.  Derselbe. 

135.  Punktneumen  aus  einem  Graduale  des  XI.  Jhdt. 
PilOtolithogr.  Fol.  Derselbe. 

136.  Neumen.  Officium  des  heil.  Benedict.  XI.  Jhdt.  Photo- 
lithogr. Fol.  Derselbe. 

137.  Neumen  auf  System.  Missale.  XIII.  Jhdt.  Photolithogr. 

Fol.  Derselbe. 

138.  Neumen  aus  einem  Graduale  des  XII.  Jhdt.  Notation 
von  Nonantola,  charakteristisch  durch  verlängerte  Virgen. 
Photolithogr.  Fol.  Derselbe. 

139.  Neumen.  XII.  Jhdt.  Notation  von  Nonantola,  charak- 
teristisch   durch  verlängerte  Virgen.   Photolithogr.  Fol. 

Derselbe. 

140.  Neumen  aus  einem  Graduale  des  XII.  Jhdt.  Photo- 
lithogr. Fol.  Derselbe. 

141.  Neumen  auf  System.  Graduale  des  XIII.  Jhdt.  Photo- 
lithogr. Fol.  Derselbe. 

142.  Neumen  auf  System.  Graduale  des  XIII.  Jhdt.  Photo- 
lithogr. Fol.  Derselbe. 

143.  Notenschrift  auf  System.  Graduale  des  XIII.  Jhdt. 
Photolithogr.  Derselbe. 

I  3 


34  Kauin  III.  Aeltesto  christliche  Toukunst. 

144.  Noten  auf  System.  Missale.  XV.  Jhdt.  Photolithogr.  Fol. 

Frof.  Oswald  Koller,  Kremsier. 

145.  Choralnoteii  auf  System.  Missale  dos  XV.  Jhdt. 
Photholithogr.  Fol.  Dcrsdbe. 

146.  Choralnoten  auf  System.  Gradiiale  des  XVI.  Jhdt. 
Photolithügr.  Fol.  Dersdhe. 

147.  Heil.  CUcilic  die  Orgel  spielend  und  von  musi- 
cierenden  Engeln  umgeben.  Zu  beiden  ScMtiMi  in 
Medaillons  je  drei  Darstellungen  aus  ihrer  Legende. 
()elgom.  XVII.  Jhdt.  (Bezeichnung  in  der  Mitte  am 
Rande  unten  unentzifferbar).  Holz,  h.  136,  br.  130. 

Ileir  Paul  der  Wit,  Leipzig. 

In  den  Medaillons  oben  links:  die  heil.  Cucilie  bekehrt  ihren 
Gemal  Valerian;  rechts:  die  Heilicje  vor  dem  Richter;  in  der 
Mitte  links:  Taufe  Valerian's  und  seines  Bruders  Tiburtius;  rechts: 
die  Marter  der  Heiligen;  unten  links:  Märtyrortod  des  Valerian 
und  Tiburtius,  rechts:  Märtyrertod  der  Heiligen. 

Das  Martyrium  der  heil.  Cäcilie,  einer  Jungfrau  von  vornehmer 
Herkunft,  föUt  nach  der  einen  üeberlieferung  in  den  Acten  der 
Märtyrer  in  die  Zeit  des  Marcus  Aurelius  (i 6 1—180).  nach  der 
anderen  in  die  des  Alexander  Severus  (223—230).  Sie  gilt  als 
Schutzpatronin  der  Musik  und  erhielt  in  der  bUdenden  Kunst  die 
Musikinstrumente  als  Attribut,  weil  sie  oft  mit  Begleitung  der 
letzteren  religiöse  Hymnen  gesungen  und  zuweilen  auch  die  Chöre 
der  Engel  vernommen  haben  soll. 

148.  Thronende  ]\Iadonna  mit  dem  Kinde,  zu  beiden 
Seiten  musieiorende  Engel  (Laute  und  Viola  da  braccio). 
Photogr.  Ad.  Braun  &  Cie.  nach  Andrea  del  Verrocchio 
(1432—1488),  Ermitage,  St.  Petersburg.  Groß-Fol. 

K.  Je.  Hofbibliothek. 

149.  ^Jlnsicierende  Engel  (Tambourin  und  Posaune).  Partie 
aus  der  „Krönung  der  Madonna"  von  Fra  Beato  Giovanni 
Angelico  da  Eiesole  (1387 — 1455).  Uffizien,  Florenz. 
Photogr.  Ad.  Braun  &  Cie.  Groß-Fol.  Dieselbe. 

150.  Thronende  Madonna  mit  dem  Kinde  und  Heiligen, 
vorne  ein  musicierender  Engel  (Cither).  Chromo- 
litogr.  der  Anindel  Society  nach  Girolamo  dai  Libri 
(circ.  1472—1556),  San  Giorgio,  Verona.  Groß-Fol. 

Diesilbe. 


Raum  III.  Aelteste  christliche  Tonkunst.  35 

151.  Das  jüngste  Gericht  (Tubablasende  Engel).  Photogr. 
Alinari  nach  Fra  Beato  Giovanni  Angelico  da  Fiesole 
(siehe  Nr.  149),  Uffizien,  Florenz.  Groß-Quer-Fol. 

Institut  für  österreichische  Geschichtsforschung,  Wien. 

152.  Musicierende  Engel  (Geige  und  Schalmei).  Partie  aus 
der  „Krönung  der  Madonna"  von  Fra  Beato  Giovanni 
Angelico  da  Fiesole  (siehe  Nr.  149  und  151),  Uffizien, 
Florenz.  Photogr.  Ad.  Braun  &  Cie.  Groß-Fol. 

K.  k.  Hof  bibliothek. 

153.  KOnig  David  die  Harfe  spielend.  Photogr.  Ad. 
Braun  &  Cie.  nach  P.  P.  Rubens  (1577—1640),  Städel- 
sches  Institut,  Frankfurt  a.  M.  Groß-Fol.         Dieselbe. 

154  und  157.  Musicierende  Engel  (Laute  und  Viola  da 
braccio).Chromolithogr.  der  Arundel  Society  nach  Melozzo 
da  Forli  (Marco  degli  Ambrogi,  1438 — 1494),  Sacristei 
der  Peterskirche,  Rom.  Groß-Fol.  Dieselbe. 

155.  Singende  Engel.  Partie  aus  dem  Zuge  der  heil,  drei 
Könige  von  Benozzo  Gozzoli  (Beuuzzo  di  Lese,  1424 
bis  1496),  Palazzo  Riccardi,  Florenz.  Chromulitliogr. 
der  Arundel  Society.  Roy. -Fol.  Dieselbe. 

156.  Krönung  Maria  (oben  Engel  mit  Posaunen).  Photogr. 
Alinari  nach  dem  Relief  aus  der  Schuhe  des  Lucca  della 
Robbia  (1400—1482),  Ognisanti,  Florenz.  Grol.\-Quer-Fol. 

Institut  für  österreichische  Geschichtsfoi schung,  Wien. 

158.  Die  heiL  Cäcilie  mit  dem  heil.  Paulus,  dem  heil. 
Johannes,  dem  heil.  Petronius  und  der  heil.  Maria  Mag- 
dalena einen  Engelchor  vernehmend.  Kreidezeichnung  von 
Ernst  Koch  nach  RaphaelSanti  (1483 — 1520),  Pinacoteca, 
Bologna,  h.  165,  br.  104. 

Graf  Carl  Lanckoronski,  Wien. 

Die  Heilige  hält  eine  Handorgel,  za  ihren  Füßen  Becken,  Tambou  rin, 
Blockflöten,  Viola,  Pauken,  Cymbal,  Triangel. 

159.  Heil.  Cäcilie  die  Orgel  spielend.  Photogr.  Ad. 
Braun  &  Cie.  nach  Carlo  Dolce  (1616—1686),  kgl. 
Gemäldegallerie,  Dresden.  Groß-Fol. 

K.  k.  Hofhihliothck. 


36  Kauin  III.  Aelteste  christliche  Tonkunat. 

160.  Die  heil.  Cäcilie  iiud  Eugelchöre.  lunenflügel  des 
Altars  von  Hubert  und  Jau  van  Eyek  (1366 — 1426, 
1386—1440),  St.  Bavo's  Kirche,  Gent.  Chromolithogr. 
der  Arundel  Society.  Quer-Roy.-Fol.  K,  k,  Hofbibliothek, 

Die  Heilige  spielt  die  Orgel.    Hinter   ihr  Engel  mit  Viola  und 
Harfe. 

161.  Geburt  Christi  mitmusicierenden  Engeln  (Laute und 
Geige).  Photogr.  Ad.  Braun  &  Cie.  nach  Piero  della 
Francesca  (ca.  1420,  thätig  noch  1469),  National- 
gallerie,  London.  Groß-Quer-Fol.  Dieselbe. 

162.  Krönung  der  Madonna.  Triptychon.  An  den  Flügeln 
musicierende Engel  (Tuba,  Dudelsack,  Posaune, Tamboiirin, 
Becken,  Schalmei).  Photogr.  Aliuari  nach  Fra  Filippo 
Lippi  (1412 — 1469).  Lateran,  Rom.  Quart. 

Institut  für  österreichische  Geschichtsforschung,  Wien. 

163.  Thronende  Madonna  mit  Heiligen  und  einem 
musicierenden  Engel  (große Viola  da  braccio).Photogi. 
Hanfstängl  nach  Marco  Palmezzano  (Marco  di  Antonio. 
1456—1537),  Pinakothek,  München.  Groß-Fol. 

Dasselbe. 

164.  Heil.  Cäcilie,  die  Orgel  spielend.  Kupferst.  (Punct.- 
Man.)  von  Thomas  Watson  nach  Sir  Joshua  Revnolds 
1723—1792).  Groß-Fol. 

A'.  k.  Akademie  der  bildetulen  Künste,  Wieti. 

165.  Lautenspielender  Engel.  Photogr.  Ad.  Braun  &  Cie. 
nach  Giovanni  Battista  il  Rosso  (1494 — 1541).  Uffizieu, 
Florenz.  Groß-Quer-Fol.  K,  k.  HoßibUothek. 

166.  Adagio  (Laute  spielender  Engel).  Photogr.  nach  J.  C. 
Herterich.  Roy  .-Fol. 

Phofo graphische  Gesellschaft,  Berlin. 

167.  Madonna  mit  dem  Kinde,  von  Engeln  gekrönt 
(„Magnificat").  Photogr.  Ad.  Braun  &  Cie.  nach 
Sandro  Botticelli  (Alessandro  Filipepi  1447 — 1515). 
Groß-Fol.  K.  k.  Hof  bibliothek. 

168.  Vermählung  Maria.  (Im  Hintei^runde  Tubabläser) 
Chromolithogr.   der   Anmdel  SocietA'  nach    Lorenzo    da 


Raum  ÜL  Aelteste  christliche  Tonkunst.  37 

Viterbo  (XV.  Jhdt.),  Sta.  Maria  della  Verita,  Viterbo. 
Quer-Roy.-Fol.  K,  k.  Hofbibliothek. 

169.  Thronende  Madonna  mit  dem  Kinde,  Heiligen 
und  musicierenden  Engeln.  Photogr.  Ad.  Braun&  Cie. 
nach  Francia  (Francesco  Raibolini,  ca.  1450 — 1518), 
Ermitage,  St.  Petersburg.  Groß-Fol.  Dieselbe. 

170.  Maria  Himmelfahrt.  (Engel  mit  Harfe,  Laute  und 
Geige).  Photogr.  Alinari  nach  Pietro  Perugino  (Vanucci, 
1446 — 1524),  Accademia,  Florenz. 

Liatitut  für  österreichische  Geschichtsforschung,  Wie^i. 

171.  Die  Poesie.  Chromolithogr.  der  Arundel  Society  nach 
Raphael  Santi  (s.  Nr.  158),  Camera  della  Segnatura, 
Vatican,  Rom.  Fol.  k.  k.  HofbthUothek. 

172.  Madonna  mit  dem  Kinde,  Heiligen  und  musicie- 
renden Engeln  (Orgel,  Harfe,  Geige,  Laute).  Photogr, 
Alinari  nach  Ottaviano  Nelli  (f  1444),  Sta.  Maria 
Nuova,  Gubbio.  Quart. 

Institut  für  österreichische  Geschichtsforschung,  Wien. 

173.  Heil.  Cäcilie  die  Orgel  spielend.  Photogr.  V. 
Angerer  nach  P.  P.  Rubens  (s.  Nr.  153),  Gemälde- 
.i;allerie  der  k.  k.  Akademie  der  bildenden  Künste,  Wien. 

Qner-Fol.  K.  k.  Akademie  der  bildenden  Künste,  Wien. 

174.  Heil.  Cäcilie  die  Harfe  spielend,  vor  ihr  Gambe, 
Flageolets  und  Tambourin.  Kupferst.  v.  Joh.  Konr.  Ulmer 
nach  Pierre  Mignard  (1612—1695).  Groß-Fol. 

K.  k.  Hofbibliothek. 

175.  Der  Parnass.  Photogr.  Ad.  Braun  &  Cie.  nach 
Raphael  Santi  (s.  158).  Groß-Quer-Fol.  S.  H.  Nr.  98. 

Institut  für  österreichische  Geschichtsforschung,  Wien. 

176.  Jüngstes  Gericht  (Engel  mit  Posaunen).  Photogr. 
Alinari  nach  Fra  Bartolomeo  della  Porta  (1475  — 1517), 
Sta.  Maria  Nuova,  Florenz.  Groß-Fol.  Dasselbe. 

177.  David,  vor  Saul  die  Harfe  spielend.  Heliogr. 
Amand-Durand  nach  Lucas  von  Leyden  (1494 — 1533), 

B.  27.  Groß-Fol.  *  Dasselbe. 


38  Eaum  III.  Aclteste  christliche  Tonkunst. 

178.  Die  Seligen.  (Oben  musicierende  Engel:  Tambonriu, 
Viola,  große  nnd  kleine  Laute,  Harfe.)  Photogr.  Alinari 
nach  Luea  Signorelli  (1441 — 1524  oder  1525),  Dom 
von  Orvieto.  Groß-Qner-Fol. 

Institut  für  österreichische  Geschichtsforschung  Wie^i. 

179.  Verzückung  des  heil.  Antonius.  (Links  Engel  mit 
Gambe,  rechts  oben  Engel  mit  Harfe  nnd  Laute).  Photogr. 
Ad.  Braun  &  Cie.  nach  Viucenzio  Carducho  (1578 — 1638), 
Ermitage,  St.  Petersburg.  Groß-Fol. 

K.  l\  Hofhihliothek. 

180.  Thronende  Madonna  mit  Heiligen  und  einem 
lautenspielenden  Engel.  Photogr.  Ad.  Braun  &  Cie, 
nach  Moretto  (Alessandro  Bonvicino,  ca.  1498  bis  nach 
1554),  Städersches  Institut,  Frankfurt  a.  M.  Groß-Fol. 

Dieselbe. 

Instrumente  (an  der  Rückseite  von  Raum  III). 

181.  Pianino,  englisches, von  Davis,  London.  Um  1830 — 1840. 

Herr  Blum,  Wien. 

182.  Flügel  von  J.  B.  Streicher.  1842. 

Familie  Halm,  Wiei\. 

183.  Clavichord  in  Flügelform  mit  Messingdraht-Tangenten. 
Bez.:  Reverendi  Dni  Francisci  Neri  Ärincinensis  opus 
XVIII.  XVII.  Jhdt.  Kasten  aus  Holz  mit  gepresstem 
Lederüberzug.  Graf  Wilczek,  Wien. 

184.  Flügel  von  Mathias  Jakesch.     Anfang  des  XIX.  Jhdt. 

Herr  Pollanetz,  Wien. 

185.  Pedalharfe  von  P.  Krupp  in  Paris.  Zweite  Hälfte  des 

XVIII.  Jhdt.  Graf  Bellegarde,  Wie^i. 

186.  Pianino  von  Alois  Kalb,  Dornbiru. 

Herr  Franz  Martin  et  z.  Wien. 


\ 


Ranm  IV.  Gregorian.  Gesang,  Theoretiker  d.  Mittelalters,  Niederländer.    39 

Eaum  IV.  GregoriaDischer  GesaDg,  Theoretiker 
des  Mittelalters,  Niederländer. 

Hier  sind  zunächst  im  Anschlüsse  au  Kaum  III  einige  beson- 
ders prachtvolle,  mit  Miniaturen  gezierte  Chorbücher  des  grego- 
rianischen Gesanges  aus  dem  XV. — XVIII  Jhdt.  ausgestellt.  Die 
Pulte  enthalten  Werke  mittelalterlicher  Theoretiker,  die  vor- 
erst die  Theorie  des  gregorianischen  Gesäuges  erweiterten  und 
vertieften,  und  im  weiteren  Verlaufe  die  für  die  seit  dem  XII.  Jhdt. 
aufkommende  Mensural-  und  mehrstimmige  Musik  nothwendigen 
neuen  rhythmischen  und  harmonischen  Theorien  entwickelten. 
Die  Anfange  mehrstimmiger  Musik  erscheinen  zuerst  als 
zweistimmiger  kunstmäßiger  Satz  in  Parallel-  oder  Gegeu- 
bewegung  (Organum  und  Discantus  Nr.  28,  29,  71),  zum  Theil 
entwickeln  sie  sich  aus  volksmäßigeu  Ansätzen  (Nr.  102).  Die 
Niederländer  setzten  die  contrapunktierenden  Stimmen  über  eine 
gegebene,  dem  gregorianischen  Gesang  oder  einem  weltlichen 
Volkslied  entnommene  Melodie  (Tenor,  cantus  firmus)  und  er- 
zielten eine  bewunderungswürdige  Beweglichkeit  des  mehr- 
stinmiigen  Satzes.  Zu  freierer,  schönerer  Form  erhob  sich  diese 
Kunst  in  der  venetianischen  Schule  des  XVI.  Jhdt.  (Adrian 
Willaert  Nr.  60 — 62),  die  der  Ausgangspunkt  der  späteren 
Madrigalcomposition  wurde  und  an  welche  sich  die  musikalische 
Renaissance  anschloss. 

Glaskasten    I:    Gregorianischer    Gesang   des   XV.    bis 
XVIII.  Jhdt. 

1.  Antiphonar,  Pgmt.-IIandschr.  XV.  Jhdt.,  geschrieben 
für  die  Bibliothek  des  Königs  Mathias  Oorvinus  von 
Ungarn  (1458 — 1490).  Choralnoten.  Miniaturen.  Das  Rand- 
ornament des  aufgeschlagenen  Blattes  zeigt  unten  in  der 
Mitte  das  Wappen  Oorvinus  und  seiner  zweiten  Gemahlin 
Beatrix  von  Neapel.  A'.  k.  Hofbibliothek. 

2.  Antiphonar,  Pgmt.-Handschr.,  XVI.  Jhdt.  Choralnoteu. 

Miniaturen.  Fürst  Georg  Lohkowitz,  Prag, 

3.  Graduale,  Pgmt.-Handschr.  XV.  Jhdt.  Choralnoteu. 
Miniaturen.  Derselbe. 


40  Raum  IV.  Gregorion.  Gesang,  Theoretiker  des  Mittelalterä. 

4.  Missale,  Pgnit.-Handsehr.,  XVI.  Jhdt.,  mit  raiaiierten 
Initialen.  Fmnciscanerconvent  Laibach. 

5.  Römisches  Antipliouar,  geschrieben  von  Bartholomäus 
Paolo  unter  Abt  Frigidian  von  Ilerzogenburg.  1759. 

Augustiner-Chorherretistift  Herzogenburg. 

6.  Antiphonar,  Pgrat.-llandschr.,  XVI.  Jhdt.,  mit  Mi- 
niaturen. Jesuitenconvent  Wien. 

7.  Antiphonar,  Pgmt.-llandschr.,  XVI.  Jhdt.,  mit  Minia- 
turen. Derselbe. 

8.  Antiphonar,  XVI.  Jhdt.,  Pgmt.-llandschr.  mit  unge- 
mein zierlicher  Miniienmg.  Fürst  Georg  Lohkowitz,  Prag. 

Pult  II:  Theoretiker  des  Mittelalters. 

9.  Hncbald  (Mönch  zu  St.  Amand  840—  um  930,  der 
wichtigste  Theoretiker  des  X.  Jhdt.),  De  harmonica 
institutione.  Pgmt.-Handschr.,  X.  Jhdt. 

Benedictiner Stift  Einsiedcln,  ScJitoet'z. 

10.  Derselbe,  Oommemoratio  brevis  de  tonis  et  psalmis  mo- 
dulandis  (Abhandlung  über  die  Kirchentöne),  Pgmt.- 
llandschr.,  X.  Jhdt.,  mit  Dasianotation. 

Benedictinerstift  St.  Paul,  Kärnten. 

In  der  Dasia  versuchte  Hucbald  die  correspondierenden  Töne  der 
einzelnen  Tetrachordo  durch  verschiedene  Stelhmgen  desselben 
Tonzeichens  darzustellen. 

11.  Musica  enchiriadis  (Handbuch  der  Musik,  ein  früher 
Hucbald  zngeschriel)enesWerk),  Pgmt.-Handschr.  X.  Jhdt. 

Kgl.  Hof'  und  Staatsbibliothek  München. 

12.  Dasselbe  Werk,  Pgmt.-Handschr.  XII.  Jhdt. 

Stadtbibliothek  Cöln. 

13.  Recht  SU  r  künde  vom  Jahre  1230,  enth.  ein  Antiphoneu- 
citat  mit  Neumen.  Orig.  im  Landesarchiv  Graz.  Photogr. 

Professor  Guido  Adler,  Prag. 

14.  Oddo  (Abt  von  Chigny,  f  942),  Dialogus  de  musica. 
Pgmt.-Handschr.  XII.  Jhdt.         Benedictinerstift  Admont. 


Kaum  IV.  Theoretiker  des  Mittelalters.  41 

15.  Guido  von  Arczzo  (geb.  um  990),  Micrologus.  Pgmt.- 
Handschr.  XII.  Jhdt.  K,  h.  Ilofbibliothek. 

Gaido  ist  der  Erfinder  der  Solmisation  und  des  heatigen  Ge- 

braaches   der   Notenlinien.     Die   Miniatur  stellt  Gaido   und  den 

Bischof   Theobaldas   von    Arezzo   vor,   an  den   die   Vorrede  des 
Micrologos  gerichtet  ist. 

16.  Guidonischc  Hand  (ein  Hilfsmittel  zur  Erlernuog  der 
Solmisation),  aus  einer  Pgrat.-Handschr.  des  XII.  bis 
Xni.  Jhdt.  von  Guido's  Micrologus.  Dieselbe, 

17.  18.  Denkmünze  auf  Guido  von  Arezzo.  (1882.)  Gyps- 
iibguss.  Kevers  und  Avers. 

Kufisthistorische  Sammlungen  des  Ah,  Kaiserhauses. 

Pult  III:  Theoretiker  des  Mittelalters.  Beginn  der  Mehr- 
stimmigkeit. 

19.  Anonymer  Tractat  über  die  Musik  „Primum  viden- 
dum  quid  sit  musiea".  Pgmt.-Handschr.  XHI.  Jhdt. 

Augustinei\'Chorherrenstift  St.  Florian 

20.  Engelbert  von  Admont  (Abt,  f  1331).  Tractatus  de 
musiea.  Pgmt.-Handschr.  XIV.  Jhdt. 

Benedictiner Stift  Admont, 

21.  Johannes  de  Muris  (der  berühmteste  Theoretiker  aus 
der  ersten  Hälfte  des  XIV.  Jhdt.,  Professor  a.  d.  Sor- 
bonne). Papier-Handschr.  a.  d.  Jahre  1394,  enthaltend 
fast  alle  Werke  J.  de  Muris.   Benedictincrstift  St  Paul, 

22.  Wenzel  von  Prachatitz,  Commentar  zu  J.  de  Muris. 

Papier-Handschr.  1431.    K,  h.  Universitätsf'ihliothek  Prag. 

23.  Henricus  de  Zeelandia  (niederländischer  Theoretiker 
des  XV.  Jahrb.).  Tractatus  de  cantu  perfecto  et  imper- 
fecto  (Abhandlung  über  Mensuralmusik).  Papier-Handschr. 
XV.  Jhdt.  Dieselbe. 

24.  Anonymer  Tractat  über  die  Musik  „Sic  dicit  philo- 
sophus".  Papier-Handschr.,  1460. 

K.  k.  Universitätsbibliothek  Innsbruck. 


42  IJaum  IV.  Theöreiikor  des  !ilittelalters,  Niederländer. 

25.  Anonymer  Tractat  über  die  Mensuralmusik  „Circa 
inicium  musice  mensuralis  seu  figurative^.  Papier- 
Handschr.  XVI.  Jhdt. 

Augustiner 'Chorhernniiiift  llerzogenhurg. 

26a.  Modus  aecentuandi  Monasterii  1».  M.  Virginis  in 
Tiernstain  (Regeln  über  den  Gesangsvortrag).  Papier- 
llandschr.  1507.  Uasselbe. 

261».  Anonymer  Tractat,  „Etsi  musiea  propter  utilitatem". 
Papier-Handschr.  ca.  1514. 

Fürstlich  Stolbcrg'sche  Bihliothel',  Wernigerode. 

27.  Kanios,  Bartolomeo  (spanischer  Theoretiker  1440  bis 
1521).  Musica  tractatns.  Papier-Handschr.  a.  d.  Anfang 
dos  XVI.  Jhdt.  Kgl  Bihliothek  Berlin. 

28.  Samnielband  mit  verschiedenen  Compositionen  geist- 
liclKM*  Texte.  Pgmt.-Ilandschr.  XIV.  Jhdt. 

K.  k.  Universitätsbibliothek  Innsbrucks 

Die  zwoistimmieen  Compositionen  zeij^en  die  ersten  unbehilf- 
liclien  Versuche  des  Organums  und  Discuntus  (Parallel-  und  Gegen- 
bewegung). 

29.  Expositio   hymnoruin.     Pgmt.-Ilandschr.    XIII.  Jhdt. 

Fürst  Fürstenberg,  Lanna. 

Die  zweistimmigen  Compositionen  weisen  iibnliclien  Charakter 
auf  wie  Nr.  28. 

Pult  IV:  Niederländer. 

30.  31.  Tridentiner  Codices.  Sammelbande,  geschrieben 
zwischen  1440 — 1480  von  dem  Trient(;r  Burger  Johann 

Wiser.  K.  k.  Ministerium  für  Cultus  und  Unterricht. 

Diese  Codd.,  im  ganzen  6  Sttlck,  davon  2  ausgestellt,  sind 
gegenwärtig  der  reichste  Schatz  kunstinäßiger  Musik  des  XV.  Jhdt. 
und  enthalten  die  ältesten  niederländischen  und  englischen  Con- 
trapunktisten  (Dunstaple,  Dufay,  Binchois  u.  s.  w.). 

32.  Barbirean,Jakob  (CapeUmeister  zu  Antwerpen,  f  1491), 

Messe  ^Virgo  parens  Christi".  Pgmt.-Handschr.  XVI.  Jhdt., 

Chorbuch.  K.  k.  Hofbibliothek, 

Die  Miniaturen  zeigen  die  Wappen  von  Spanien  und  Portugal; 
der  kniende  Ritter  ooen  ist  wahrscheinlich  Künicr  Knianuel  von 


Raum  IV.  Niederländer.  43 

Portui^l,  der  Schwiegenat^r  Kaiser  Kurl's  V.  Der  Codex  dürfte 
aus  der  burgnndischen  Hofcapelle  stammen.  (In  Chorbüchem  sind 
alle  Stimmen  auf  je  einer  Doppelseite  verzeichnet,  die  Sänger  singen 
alle  aus  einem  Buche.) 

3H.  Ob  rocht.  Jakol»  (geb.  um  1430,  1492  Nachfolger  Bar- 
biroau's  als  Capellmeister  zu  Antwerpen,  t  1506).  Vier- 
stiiiimigo  Messe  über  ^I^hommo  arme".  Papier-Handschr. 
XVI.  Jhdt.  Chorbuch.  K  k.  Hoßihliothek. 

Tenor  mit  IJäthselcanon. 

;J4,  35.  Derselbe  Misse  4.  voc.  Rom,  Petrucci  1503. 
Stimmbficher.  Tenor  und  Altus.  Dieselbe. 


Pult  V:  Niederländer. 

36.  Josquin  de  Pres  (geb.  um  1450,  Canonicus  an  Notre 
Dame  zu  Conde,  f  '^7.  Aug.  1521,  der  berühmteste 
niederländische  Contrapunktiker).  Vierstimmige  Messe 
fil)er  «Pauge  lingua".  Papier-Handschr.,  XVI.  Jhdt., 
mit  Miniaturen.  Dieselbe. 

Das  Wappen  bezeugt,  dass  der  Codex  ehemals  in  Fugger  schem 
Besitze  war. 

37.  Derselbe.  Vierstimmige»  Messe  „L'homme  arme".  Papier- 
Handschr.  derselben  Provenienz.  Dieselbe. 

38.  Derselbe.  Mes.se  „L'homme  arme",  enthalten  in  „Missae 
tredecim  (piatuor  vocum".  Nürnberg,  Graphäus  1539. 
Diseantus.  Universitätsbibliothek  Jena. 

39.  Derselbe.  M(>tette  „Missus  est  angelus",  enthalten  in 
y,Motetti  C".  Venedig,  Petrucci  1504.  Superius. 

A:  k.  nofbihliothek. 

40.  41.  Brumel.  Antonius  (Zeitgenosse  Josquins),  Missae 
4  voc.  Venedig,  Petrucci  1503.  Tenor  und  Altus. 

Dieselbe. 

42.  Derselbe.  Motette  „Gloria,  laus  et  honor",  enthalten  in 
„Motetti  libro  quarto",  Venedig,  Petrucci  1505.  Superius. 

Dieselbe. 


44  Raum  IV.  Niederländer. 


43,  44.  Agricola,  Alexander  (Capellmeister  Philipps  des 
Schonen  von  Burgund).  Missae.  Venedig,  Petrucci  1504. 
Altus  und  Tenor.  K.  k.  Hoßihliothek. 


Pult  VI:  Niederländer. 

45.  Pierre  de  la  Rue  (einer  der  hervorragendsten  nieder- 
ländischen Componisten,  1492 — 1510  Capells&nger  am 
Hofe  zu  Burgund).  Motette  „Pater  de  coelis",  enth. 
in  „Liber  selectarum  cantionum  5  et  4  voc".  Augsburg, 
Peutinger  1520.  Dieselbe, 

46.  Derselbe.  Messe  „0  gloriosa",  enth.  in  „Missae  tredo- 
eim  4  voc".  Nfirnberg.  Graphäus  1539.  Tenor. 

Universitätsbibliothek  Jena. 

47.  48,  49.  Berchem,  Jachet  de  (um  1535 — 1565  am 
Hofe  des  Herzogs  von  Mantua).  Motetti  a  cinque  voci. 
Venedig,  Gardane  1540-  Altus,  Tenor,  Bassus. 

K,  k.  Hofbibliothek, 

50,  51.  Derselbe.  Messe  „Hercules  dux  Ferrariae",  enth. 
in  „Quiuque  missae  Moralis  Hispani  ac  Jacheti  musici 
liber  i)rimus".  Venedig,  Scotus  1540. 

Universitätsbibliothek  Jena. 

52,  53.  Gombert,  Nikolaus  (um  die  Mitte  des  XVI.  Jhdt. 
(]!apellmoistor  der  kaiserl.  Capelle  zu  Madrid).  Motetti 
segondi  di  Gombert.  Venedig,  Gardane  1542.  Altus  und 
Bassus.  Stadtbibliothek  Lübeck. 

54,  55.  Derselbe.  Messe  „A  la  Incoronation",  enth.  in 
„Missarum    sex  Gomberti    et    Jachet".  Venedig,   Scotus 

1542.  Tenor  und  Bassus.  Universitätsbibliothek  Jena. 


Pult  VII:  Niederländer. 

56.  Clemens  non  papa,  Jacobus  (Capellmeister  Karls  V.). 
Missa  cum  5.  voc.  ad  imitationem  moduli  „Caro  mea". 
LOwen,  Phalesius  1559.  Chorbuch.    k.  k.  Hofbibliothek, 


Ranm  lY.  Gregorian.  Gesang,  Theoretiker  d.  Mittelalters,  NiederlAnder.   45 

57.  Genct,  Eleazar  genannt  Carpentras  (ca.  1475  bis 
1532,  Capollmeister  der  päpstlichen  Capelle).  Liber  hym- 
norum   usus   rom.  ecclesiae  (Avignon  1530?).  Chorbuch. 

iL.  k.  Hofbihliothek. 

58.  üalliculus,  Johannes,  Messe,  enth.  in  „Officia  pa- 
schalia  de  resurrectione  et  ascensione".  Wittenberg,  Rhau 

1539.  Bassus.  UniverHtätfihihUothek  Jena, 

59.  Verdelot,  Philipp  (f  vor  1597).  Motette  ^Si  bona 
suscepimus",  enth.  in  „Cantiones  5  voc.  selectissiniae**. 
Strassburg,  Schöffer,  1539.  Discantus.  Dieselbe, 

60.  Willaert,  Adrian  (1480—1662,  der  berühmte  Be- 
gründer der  venetianischen  Schule).  Motette  „Praeter 
remm  seriem^  mit  Räthselcanon,  enth.  in  einem  Sammel- 
bande   des  XVI.  Jhdt.  Tenor. 

Kgl,  Hof'  und  Staatsbibliothek  München. 

61.  62.  Derselbe.  Mnsica  4  voc.  motecta  unlgo  appellant 
(Motetten).  Venedig,  Gardanc  1545.  Snperins,  Altus. 

Stadtbibliothek  Hamburg. 

und  Reliefs. 

63 — 70.  Singende,  musicierende  und  tanzende  Engel. 
Luca  della  Robbias  (1400—1482)  Reliefs  von  den 
Chorschranken  des  Domes  von  Florenz,  jetzt  im  Bargello. 
Pbotogr.  Nöhring.  8  Blatt.  Groß-Fol. 

Institut  für  österr.  Gesdiichtsforschung,  Wien, 

71.  Alleluja  „Dies  sanctificatus."  Aeltesterzweistimmiger 
discantisierender  Gesang  in  Acceutneumen.  Handschr. 
Nr.  130  der  Stadtbibliothek  zu  Chartres.  Phototypie.  Fol. 

Prof.  Oswald  Koller,  Kremsier, 

72,  73.  Musicierende  Engel.  Bronzereliefs  Donatello's 
(Donato  di  Betto  Bardi,  ca.  1386—1466)  im  Santo  zu 
Padna.  Photogr.  Alinari.  2  Blatt.  Quart. 

iTMtitut  für  österr.  Geschichtsforschung^  Wien. 

74.  Die  Libreria  (Bibliothek)  des  Domes  von  Siena. 
Wand-  und  Deckenschmuck  von  Pinturiccbio  (Bemardino 


46  Raum  IV.  Gregorian.  Gesang,  Theoretiker  d.  Mittelalters,  Niederländer. 

di  Betto  Bagio,  1454 — 1513).  Chromolithogr.  der  Aruudel 
Society.  Roy.-Fol.  K.  k.  Uofhibliothek. 

Verwahrt  die  reichverzierten  Chorbücher  des  Domes. 

75.  Die  Musik  (Psalter  spielende  Figur).  Marmorrelief  des 
Andrea  Pisauo  (1270  bis  circ.  1349)  vom  Carapanile  des 
Domes  von  Florenz.  Photogr.  Alinari.  Quart. 

Institut  für  österr,  GejichicJttsforscIiung,  Wien 

76.  Musicierende  Personen  (Lyra  und  Doppelflöte).  Aus 
der    Psvchomachia    des    Aur.     Prudentius.     XI.     Jhdt. 

British  Museum,  London.    Facsimile  der  Paleograp  hical 
Society.  Fol.  Dasselbe, 

77.  Choralnotensatz  des  „Gloria".  Handzeichnung  von 
Mariotto  Albertinelli  (1475—1520).  Photogr.  Brogi.  Fol. 

Dasselbe. 

78.  Guido  von  Arezzo  lehrt  die  Chorknaben.  Erinne- 
rungsblatt an  den  internationalen  liturgischen  Congress, 
Arezzo  1882.  (S.  Nr.  15.)  Fol. 

Prof.  Guido  Adler^  Prag 

79.  Gueranger,  Dom  Prosper,  Abbe  de  Solesmes  (1806  bis 
1875),  Begründer  des  Neumenstudiuras  in  Frankreich. 
Brustbild,  Kupferst.  von  C.  F.  Gaillard.  Fol. 

Artaria  d'  Cie ,  Wien. 

80.  Choralnoten  aus  dem  Psalterium  von  1339.  British 
Museum,  London.  Facsimile.  Fol. 

Institut  für  österr.  Geschichtsforschung,  Wien. 

81.  David,  die  Laute  spielend  und  singend.  Aus  dem 
Psalterium  von  825  (?).  Mrs.  Ellis  and  White,  London. 
Facsimile  der  Paleographical  Society.  Fol.      Dasselbe. 

82.  David  mit  dem  Crouth  (mittelalterl.  Saiteninstrument), 
umgeben  von  einem  Schreiber,  Bläsern  und  Tänzern. 
Aus  dem  vermuthlich  in  der  Abtei  von  St.  Augustin  zu 
Canterbury  entstandeneu  Psalterium,  British  Museum, 
London.  Facsimile  ans  dem  Catal.  of  ancient  manu- 
scripts.  Dasselbe. 


Kaum  IV.  Gregorian.  Gesang,  Theüretiker  d.  Mittelalters,  Niederländer.   47 

83.  Leo  X.  rMäoen  der  Musik),  mit  den  Cardinäleii  Giiilio 
de*  Mediei  und  I^odovico  de'  Rossi.  Photogr.  von  Ad. 
Braun  &  Cie.  nach  Raphael  Santi  (s.  II  No.  98} 
üallerie  Pitti,  Florenz.  Groß-Fol.      K.  L  Hofbibliothek. 

84.  Der  heil.  Basilius(Begrrinder  des  griechischen  Kirchen- 
gesanges). Brustbild  (oval),  Kupierst,  von  Com.  Galle. 
Quart.  Dieselbe. 

85.  Der  heil.  Ambrosius  (Begründer  des  ambrosianischen 
Kirchengesauges).  Brustbild,  Kupferst.  Klein-Fol. 

Dieselbe. 

86a.  Der  heil.  Athanasius.  Brustbild  (oval),  Kupferst.  Quart. 

Dieselbe. 

8üb.  Der  heil.  Gregorius  (Papst  540—604,  Begründer 
des  gregorianischen  Gesanges).  Brustbild,  Kupferst.  Qnart. 

Dieselbe. 

87—91,  98—99.  Musicierende  Engel  (Harfe,  Rebek,  Schal- 
mei und  Becken).  (lypsabgüsse  nach  den  Bronzereliefs 
Donatello's  im  Santo,  Padua  (s.  Nr.  72—73). 

K.    k.  Akademie   der    bildenden   Künste   und   k.    k.   Oesterr. 
Museum  für  Kunst  und  Industrie,   Wien. 

92.  Die  heil.  Cäcilie.  Marmorrelief  von  Donatello  (siehe 
Nr.  87),  Lord  F^lchn,  London. 

Prof.  Guido  Adler,  Prag. 

93,  94.  Musicierende  Engel.  Gypsabgüsse  nach  den  der 
Schule  Donatello's  (s.  Nr.  87)  zugeschriebenen  Reliefs  hi 
San  Trovaso,  Venedig. 

K.  k.  Oeaterr.  Museum  für  Kunst  und  Industrie^  Wien. 

95.  Pal  es  tri  na,  die  Marcellus-Messe  einstudierend.  Aqua- 
tintablatt  von  Jazet.  Quer-Roy.-Fol. 

Artaria  &  Cie.,  Wien. 

96.  Mathias  Corvinus  (s.  Nr.  1),  umgeben  von  den 
Künstlern  und  Gelehrten  seines  Hofes.  Gemälde  von 
Moriz  Than.  Heliogravüre  nach  der  Z(iichnung  von  L. 
Michalek.  Quer-Fol. 

Gesellschaft  für  vervielfältigende  Kunst,  Wien. 


48  Raum  IV.  Gregorian.  Gesang,  Theoretiker  d.  Mittelalters,  Niederlander. 
97.  LyraspielcMider  Engel.  Marmorstatuette.  XVIII.  Jhdt. 

Markgraf  Pallavidui,  Wien. 

98  u.  99.  s.  Nr.  87. 

100,  101.  Zum  Tambourin  tanzende  Engel.  Gypsabgüsse 
nach  den  Mannorreliefs  Donatello's  (s.  Nr.  72,  73. 
87—91,  91—94,  98,  99)  an  der  äußeren  Kanzel  des 
Domes  von  Prato. 

K.  l\  Oesterreichiaches  Bluseum  für  Kunst  und  Industrie,   Wieti. 

102.  Aeltester  Canon  von  ca.  1240  („Sumer  is  icumen 
in").  Sechsstimmig.  Aus  einem  Samraelbande  der  Harley- 
Collection,  British  Museum,  London.  Facsimile.  Fol. 

Institut  für  österr.  Geschichtsforschung,  Witn. 

103.  Bock  und  Fuchs  musicierend.  (Harfe  und  Geige. 
Caricatur  auf  einen  allzu  weltlich  gesinnten  Abt.)  Rand- 
zeichnung im  „Register  Innocenz  III'-.  XIII.  Jhdt. 
Vatican,  Rom.  Facsimile  aus  den  Specimina  palaeo- 
graphica  Romanorum  pontificum.  Dasselbe, 

104.  Maria  Himmelfahrt,  Engelorchester  (Trommel. 
Flöte,  Ilandpauken,  Cister,  Psalter,  Becken,  Doppelflöte, 
Schnabelflöte,  Viola,  Ilandorgel,  Schalmei).  Gemälde. 
Sienesische  Schule  um  1400.  Holz.  h.  65,  br.  41. 

Kgl.  Altes  Museum,  Berlin. 

105.  106.  Zwei  Tafeln  Ohoralnoten  mit  Feder- 
zeichnungen (eine  Frau  mit  der  Orgel,  ein  Jäger  mit 
dem  Olifant  und  ein  Mann  mit  dem  Dudelsack).  Facsi- 
mile aus  der  Canzone  des  Perin  d'Ancicourt,  Bibl.  des 
Vatican,  Rom.  Fol. 

Institut  für  österr.  Geschichtsforschung,  Wiett. 


Kaum  V.  Mehrstimm.  Musik  d.  XVI.  Jahrb.  Weltl.  Lied  u.  Tanz  etc.    49 


Raum  V.  Mehrstimmige  Musik  des  XVI.  Jahrh. 
Weltliches  Lied  und  Tanz  des  Mittelalters. 

Während  im  XV.  und  im  Anfang  des  XVI.  Jhdt.  die 
Niederländer  tonangebend  waren,  traten  seit  dieser  Zeit  die  Com- 
ponisten  anderer  Länder,  Italiener,  Franzosen,  Deutsche  und 
Spanier  ihnen  gleichberechtigt  an  die  Seite.  Wenngleich  zumeist 
von  niederländischen  Meistern  gebildet,  führten  sie  doch  die 
übergrosse  Künstlichkeit  der  niederländischen  Contrapunktik  auf 
das  Mali  edler  Einfachheit  zurück.  Den  Gipfelpunkt  dieser  ganzen 
Entwicklung  bildet  bekanntlich  Palestrina. 

Am  reichsten  sind  in  dieser  Abtheilung  die  deutschen 
(Komponisten  des  XVI.  Jhdt.  vertreten,  und  zwar  zumeist  solche, 
die  aus  Oesterreich  stammen  oder  die  an  den  Höfen  der  ver- 
schiedenen Kaiser  und  Erzherzoge  als  Capellmeister  thätig  waren. 
Welch  eifriger  Pflege  und  Fürsorge  sich  im  XVI.  Jhdt.  die  Musik 
unter  dem  Erzhause  Habsburg  zu  erfreuen  hatte,  wird  aus  der 
Zusammenstellung  ersichtlich.  Ein  Gegenstück  hiezu  bildet  die 
dem  Grossmeister  Orlando  Lasso  gewidmete  Abtheilung  (IX). 

Die  zweite  Hälfte  des  Raumes  V.  ist  dem  volksmäßigen 
Liede  gewidmet.  Die  Minnesingerlieder  sind,  wie  die  Meister- 
gesänge und  die  ältesten  Kirchen-  und  geistlichen  Lieder,  ihrem 
ganzen  Bau  nach  vulksmäßiger  Art.  Die  drei  ältesten  Liederbear- 
beitungen, dasLüchamer,  das  Müncheuer  und  das  Berliner  Lieder- 
buch, liegen  auf;  ebenso  die  ältesten  gedruckten  Sammlungen,  das 
Otfsche  und  das  Forster'sche  Liederbuch  und  eine  Auswahl  aus 
der  fast  unübersehbaren  Zahl  späterer  Bearbeitungen. 

Die  Wände  enthalten  Darstellungen,  die  sich  auf  den 
Meistergesang  beziehen  (die  Iglauer  Meistersängertafel),  zumeist 
aber  ist  die  Geschichte  des  mittelalterlichen  Tanzes  dargestellt, 
von  der  romanischen  Tepler-Schüssel  (Nr.  209)  mit  antikisierenden 
Darstellungen  angefangen,  durch  die  Runkelsteinerfresken  bis  zu 
dem  Linzer  und  Augsburger  Tanzbild,  den  Tanzscenen  aus 
Maximilian's  I.  Frevdal  und  dem  schwäbischen  Bauerntanz  des 
XVL  Jhdt. 


50  Raam  V.  Mehrstimra.  Musik  d.  XVI.  Jahrh.  Palestrina. 

Pult  I:  Palestrina. 

1.  Palestrina,  Giovanni  Pier luigi  (1514 — 1594).  Missae 

4,  5,  6  VOC.  (Rom  1599).       K.  k,  Lycealbibliothek  Laibach. 

2.  Derselbe.  Motecta  festornm  totiiis  anni  cum  communi 
sauctornra  (Motetten  für  das  ganze  Kirchenjahr).  Venedig, 
Gardane  1574.  Cantiis.  K,  k.  HofbibUothek. 

3.  Derselbe.  Werke.  Leipzig,  Breitkopf  und  Härtel.  1.  Bd. 
Herausgeg.  von  Theodor  \Vitt. 

Breitkopf  u.  Härtel,  Leipzig. 

4.  Bronzemünze  auf  Palestrina.  1839. 

Dr.  A.  M.  Nüchtern.,  Wien. 

5.  6.  Dieselbe  Münze,  Gypsabguss.  Revers  und  Avers. 

Kiinsthistorische  Sammlungen  des  Ah.  Kaiserhauses. 

7.  Papst  Leo  X.  (s.IV,  No.  83. 1513—1521).  Bronzemünze. 

Cardinal  Fürstenberg^  Fürsterzbischof  von  Olmiitz. 

8.  9.  Papst  Julius  IIL  (1550 — 1555).  Zwei  Bronzemünzen. 

Derselbe. 

10.  Papst  Marcellus  IL  (1555).  Silbermünze.     Derselbe. 

11.  Der  heil.  Carolus  Borromaeus,  Card.  (1538 — 1584). 
Bronzemünze.  Derselbe. 

12.  13,  14.  Papst  Sixtus  V.  (1585—1590).  Eine  Bronze- 
und  zwei  Silbermünzen.  Derselbe. 

15,  16,  17.  PapstPaulV.  (1605— 1621).  P:ine  Silber- und 
zwei  Bronzemünzen.  Derselbe, 

18,  19,  20.  Papst  Urban  VIIL  (1623—1644).  Eine  Gold- 
und  zwei  Silbermünzen.  Derselbe. 

Unter  dem  kunstsinnigen  Mediceerpapste  Leo  X.  begann  die 
Blüthezeit  der  kirchlichen  a  ca/jeWa-Musik,  die  unter  Julius  III., 
Marcellus  U.  und  Sixtus  V.  ihren  Höhepunkt  erreichte,  indem 
unter  ihnen  in  der  päpstlichen  Capelle  die  hervorriigendsten  Musiker 
aller  Nationen  nicht  nur  als  Componisten  sondern  auch  als  Sänger 
thätig  waren.  Unter  den  beiden  letztgenannten  Päpsten  wurde 
die  Keorganisation  des  in  Verfall  gerathenen  gregorianischen 
Gesanges  angestrebt. 


KaumV.  Mehrstimm.  Musik  d.  XVI.  Jahrh.  Italiener,  Franzosen,  Spanier.    51 

Pult  II:  Italiener  und  Franzosen. 

21,  22.  Zarliiio,  Gioseffo  (1516 — 1590,  besonders  als 
Theoretiker  berühmt).  Modiili  5  voc.  (Motetten),  Venedig, 
Gardane  1549.  Superius  nnd  Tenor. 

K.  k.  HofbihUothek. 

23.  Felis,  Stephauus  (aus  Bari).  Missarum  6  voc.  liber  I. 
Prag,  Nigrinus  1588.  Altus. 

Prämonstratenserstift  Strahow,  Prag. 

24.  Colin,  Pierre  (üapellsänger  unter  Franz  I.  von  Frank- 
reich). Liber  octo  missarum.  Moduli  quos  motettos  vocant. 
Parthenica  cantica  (Messen  und  Motetten).  Lyon,  Moderne 
1541.  Chorbuch.  K.  k.  Hofbibliothek, 

25.  Sermisy,  Claude  de  (Capellmeister  Franz  L  nnd  Hein- 
richs n.  von  Frankreich).  Missa  cum  4  voc.  ad  imitationem 
eantns  „Vonlant  honneur"  (Messe).  Paris,  du  Chemin 
1556.  Chorbuch.  Dieselbe, 

26.  27.  Pieton,  Loyset  (erste  Hälfte  des  XVI.  Jhdt.). 
Motette  „Beati  omnes"  enth.  in  „Tomus  tertius  psal- 
morum".  Nürnberg,  Petreius  1542.  Altus.  Bassus. 

üniversitätsbibliotheJ:  Jena 

28,  29.  Goudimel,  Claude  (geb.  1500,  ermordet  als  Ilugenott 

in  der  Bartholomäusnacht  1572,  der  Lehrer  Palestrina's). 

Premier  livrc  de  psaumes  de  David.  Paris,  Adr.  le  Roy 

1557—1559.  Superius,  Contra.  k.  k.  Hofbibliothek, 

Die  erste  Composition  der  Marot'-  und  Beza'schen  prütestantischen 
Psalmentibersetzung. 

30,  31.  Jambe  de  Fer,  Philibert(t  1572).  Cent  et  cinquante 
jisaumes   de  David.    Paris,  du  Chemin  1561.    Superius, 

Bassns.  Universitätsbibliothek  Jena, 

Pult  III:  Spanier,  deutsche  Schule. 

32.  Morales,  Cristofero  (um  1540  Capellsänger  in  Rom, 
der  „Murillo"  der  spanischen  Musik).  Moralis  Ilispani  et 
multorum  eximiae  artis  virorum  musica  motecta  cogno- 
minata  (Motetten).  Venedig,  Gardane  1546.  Bassus. 

Kgl,  bayerisclie  Regierung  von  3Iittelfranken. 

4* 


52      Baum  V.  Mehrstimin.  Musik  d.  XV'I.  Jahrb.  Spanier,  Deutsche. 

33.  Derselbe.  Mag:nificat  4  voc.  Venedig,  Gardane  158S. 
Cantus.  Ständische  Landesbibliothek,  Cassel, 

34.  Guerrero,  Francisco  (f  um  1600  als  Capellmeister 
der  Kathedrale  zu  Sevilla).  Liber  primus  missarum.  Paris, 
du  Chemin  1566.  Chorbuch.  A'.  A\  Hofbibliothek, 

35.  Derselbe.  Motecta  4,  5,  6  voc.  liber  secundus.  Venedig, 
Vincentino  1589.  Superius. 

Ständische  Landeshillicthek,  Cassel. 

36.  Isaac,  Heinrich  (f  um  1518  als  Hofcapellmeister 
Maximilian's  L).  Motette  „Virgo  praestautissima"  enth. 
in  „Liber  selectarum  cantionum"  6,  5,  4  voc.  Augsburg, 
Peutinger  1520.  Chorbuch.  Schottenstift  Wien. 

37.  38.  Derselbe.  Misse  o.  0.  u.  J.  (V^'enedig,  Petrucci  1506). 
Altus,  Contratenor.  A'.  k,  Hofbibliothek. 

Pult  IV:  Deutsche  Schule. 

39.  Lern  1  in,  Lorenz  (Capellmeister  zu  Heidelberg).  Psalm 
„Dens  in  adjutorio"  enth.  in  „Tomus  tertius  selectonmi 
4  et  5  voc."  Nürnberg,  Petreius  1542.  Tenor. 

Universitätsbibliothek  Jena. 

40.  Stoltzen  Thomas  (1490—1526,  Capellmeister  des 
Königs  von  Ungarn).  Motette  „Puer  natus"  enth.  in 
Officiorum  ut  vocant  de  nativitate  tomus  L  Wittenberg, 
Rhau  1545.  Altus.  K.  k,  Hofbibliothek, 

41.  42.  Senfl.  Ludwig  (f  1550  als  bayerischer  Hofcapell- 
meister). Hymnus  „Filius  mens  es  tu"  zur  ersten  Messe 
am  Woihnachtstage,  enth.  in  demselben  Werke.  Tenor. 

Bassus.  Dieselbe. 

43.  Denkmünze  auf  Ludwig  Senfl.  Gypsabguss. 

44.  Denkmünze  auf  Arnold  von  Brück  (f  1536  als  kaiser- 
licher Hofcapellmeister).  Gypsabguss. 

Kunsthistorische  Sammhmgen  des  Ah.  Kaiserhauses. 

45.  Xystus,  Theodor,  dreistimmiger  Canon  „Laudate  domi- 
num'*, in  eine  Stein])latte  geätzt.  1550.  Augsburg. 

Historischer  Verein,  Augsburg. 


Raum  V.  Mehrstimm.  Masik  d.  XVI.  Jahrh.  Deutsche  Schale.  53 

46,  47.  Neander,  Valentin.  Sacrae  cautiones  4,  5,  6  voc. 
(Motetten).  Wittenberg  1584.  Discantiis,  Bassus. 

Stadthibliothek  Lübeck, 

48.  Cleve,  Johannes  de  (Musiker  Kaiser  Ferdinand's  I.). 
Cantiones  seu  harmoniae  sacrae  quas  vulgo  motetas 
vocant  (Motetten).  Augsburg,  Reicheneekel  1580.  Tenor. 

Fürst  Schtoarzenberif,  Wien. 

49,  50,  51.  Paminger,  Leonhart  (aus  Oberösterreicli  1494 
bis  1567).  Ecelesiasticarum  cantionum  4,  5,  6  et  plurinm 
voeum.  Tomus  prinius.  Nürnberg,  Gerlach  1573,  Altus; 
Tomus  secundus,  ibid.  Bassus;  Tomus  quartus,  ibid  1580. 

Bassus.  K  k.  Hofbibliothek, 

52,  53,  54.  Bassenge,  Aegidius  (Musikdirector  des  Erz- 
herzogs Maximilian,  erw^ählten  polnischen  Königs).  Mo- 
tectorum  5,  6  et  8  voc.  lib.  I.  Wien,  Formica  1591. 
Discantus,  Altus,  Sexta  vox.  Dieselbe, 


Pult  V:  Deutsche  Schule. 

55.  Säle,  Franciscus  de  (1589  Capellmeister  der  Erz- 
herzogin Magdalena  zu  Hall).  Missarum  solemniorum  .... 
tom.  I.  (Festmessen).  1599.  Chorbuch. 

Schottenstift  Wien, 

56 — 59.  Derselbe.  Sacrarum  cantionum ....  lib.  primus 
(Motetten).  Prag,  Nigrinus  1593.  Disc.  Altus.  Quinta  vox. 

Tenor.  K,  k,  Hoßibliothek. 

60.  Derselbe.  Autographes  Schreiben  ddo.  20.  Dec.  1598 
an  den  Abt  des  Stiftes  Kremsmünster,  Johannes  Spindler. 

Benedictiner Stift  Kremsmünster, 

61—65.  Handl,  Jacob  (Gallus,  1550—1591).  Missarum  7 
et  8  voc.  lib.  I.  Prag,  Nigrinus  1580.  Discantus  I.  II. 
Altus  I.  IL  Tenor  I.  K.  k.  Hofbibliothek. 

66.  Derselbe.  Opus  musicum  (Liturgische  Compositionen 
für  das  ganze  Kirchenjahr).  Prag,  Nigrinus  1587.  Tenor. 

Kreisbibliothek,  Augsburg, 


54  Raum  V.  Mehrstimm.  Musik  d.  XVI.  Jabrh.  Deutsche  Schule. 

67.  Derselbe.  Passionsgesänge,  eiith.  in  „Cantionale  sacrum*^. 
Gotha.   1646.  Stadtbibliothek  Leipzig. 

Pult  VI:  Deutsche  Schule. 

68,  69.  Amman,  Blasius  (aus  Tirol  1517—1614).  Patro- 
cinium  musices  (Liturgische  Compositionen  für  das  ganze 
Kirchenjahr).  München,  Berg  1591. 

Benedictinerstift  Kremsmiinster,  k,  k.  Hofbibliothek. 

70 — 72.  Derselbe.  Liber  sacrat.  cantionum  (Motetten). 
Wien,  Creuzer  1582.  Tenor,  Quinta  vox,  Bassus. 

A".  k.  Lycealbiblioihek.  Laibach, 

73.  Derselbe.  Introitus  dominicales  per  totum  annum. 
Wien,  Formica  1601.  Altus. 

Nieder  österreichischer  Landesausschuss,  Wieii. 

74.  Derselbe.  Missae  quatuor  rocibus  quaternis.  Wien, 
Michael  Appfl  1588.  Altus.  Derselbe. 

75.  Regnard,  Jacob  (Capellmeister  Kudolfs  IL,  f  uni  1600). 
Missae  sacrae  ad  imitationem  selectissimanim  cantionum 
(Messen    über   verschiedene   Tenore).    Frankfurt    1602. 

Sexta  vox.  Prämonstrate^isersÜft  Struhoxo^  Prag. 

76.  Derselbe.  Litania  6  voc.  enth.  in  „Litaniarum  6  voc.*' 
München,  Berg  1596.  Tenor. 

Fürst  Schtcarzenberg,  Wien. 

Pult  VII:  Deutsche  Schule. 

77.  78,  79.  Nucis,  Johannes  (aus  Görlitz).  Modulationes 
sacrae   5  et  6    voc.    (Motetten.)    Prag,   Nigrinus  1591. 

Altus,  Quinta  vox,  Bassus.  Benedictinerstift*  Baigem. 

80.  Lechner,  Leonhard  (aus Tirol,  Capellmeister  in  Stutt- 
gart, t  um  1594).  Autograplie  Composition  „Saxoniae 
princeps"  6  voc.  1585. 

Kgl.  sächsisches  Haupt-  und  Staatsarchiv,  Dresden, 

81.  Derselbe.  Martini  Crusii  epitaphia musicis modis senarum 
vocum  composita.  1593.  Chorbuch. 

A'.  k.  Studienbibliothek  Olmütz. 


Kanm  V.  Mehrstimm.  Musik  d.  XVT.  Jälirh.  Deutsche  Schule.        55 

82.  Derselbe.  Septem  psalmi  poenitentiales  (Busspsalmen). 
Nürnberg,  Gerlach  1587.  Altus.        K.  Ar.  HofhibUothek. 

83.  Derselbe.  Sacrarum  cantionum  5  et  6  vocum  lib.  II. 
(Motetten).  Nürnberg,  Gerlach  1581.  Dieselbe. 

84  a.  Formeliis,  Wilhelm  (Hoforganist  Kaiser  Rudolfs  IL). 

Autograph   1587.      K,  und  k.  Heichs-Finamarchiv,  Wien, 

84b.  Calvisius,Seth  (Thomascantor  zuLeipzig  1556 — 1615). 
Autograph:  Fuga  a  6  in  unisono.  1606. 

Kgl.  Hof.  und  Staatsbibliothek,  München, 

85.  Hasler,  Hans  Leo  (1564—1612).  Autograph  (Bitte  um 

Dienstesenthebuilg)   1600.  Stadtarchiv  Augsburg, 

86.  Derselbe.  Autograph  (H.  lädt  Kaiser  Rudolf  IL  zu 
seiner  Hochzeit  ein)  1605. 

K.  und  k.  BeichS'Finamarchiv,  M^ien. 

87 — 90.  Derselbe.  Cautiones  sacrae  4,  5,  6,  7,  8  etplurium 
vocum.  Nürnberg,  Kaufmanu  1597.  Editio  altera.  Altus, 
Tenor,  Quinta  vox,  Bassus.  a'.  k.  Hofbibliothek, 


Pult  VIII:  Deutsche  Schule. 

91,  92.  Dressler,  Gallus  (Canonicus  zu  Zerbst,  zweite 
Hälfte  des  XVI.  Jhdt.).  Auüerlesene  teutsche  Lieder 
mit  4  und  5  Stimmen.  Nürnberg,  Katharina  von  Gerlach 
und  Johannes  von  Berg  1570.  Discantus  und  Altus. 

[A'.  k.  Hofbibliothek, 

93.  Freudlinger,  Johann,  Vierstimmiges  Lied  zu  Ehren 
des  Herrn  Wilhelm  von  Rosenberg  auf  Krumau  und 
Wittingau.  Zwischen  1570  und  1592. 

Fürst  Schwär zcnberg,  Wien, 

94.  Obsopaeus,  Johannes  (Cantor  zu  Culmbach).  Motette 
^Alle  ding  zergenglich".  1576.  Discantus. 

Historischer  Verein  für  Mittelf  ranken  j  Ansbach, 

95.  Hau  dl,  Adam  (pseud.  Galliculus).  Der  128.  Psalm 
Davids,  verdeutscht  und  mit  4  Stimmen  zu  singen  ein- 


56       Raum  V.  Mehrstimm.  Musik  d.  XVI.  Jahrh.  Deutsche  Schule. 

gerichtet,    enth.    in    „In    honorem    conjugii  D.    Joaunis 
Stubmgi"  (Hochzeitscarmeu).  Wien,  Singrenius  1561. 

K,  k.  HofbihUothek, 

96.  Pinello,  Johann  Baptist  (sächsicher Uofcapellmeister 
1545 — 1587).  Deutsche  Magnificat  auf  die  8  Tonos 
musicales.  Dresden,  Stübel  1583.  Discantus.     Dieselbe. 

97.  Chelidonius,  Benedict.  Voluptatis  cum  virtute  dis- 
ceptatio.  Wien,  Singrenius  1515. 

Kgl,  Hof-  ufid  Staatsbibliothek,  München. 

Dieses  Schauspiel  wurde  1515  in  Gegenwart  der  Erzherzogin  Marie, 
Braut  des  Königs  Ludwig  ü.  von  Ungarn,  von  Cavalieren  aufgeführt. 
In  musikalischer  Hinsicht  ist  dieses,  sowie  die  folgenden  Stücke  ein 
Beleg  zu  Versuchen  in  streng  metrischer  Satzweise  als  Reaction  gegen 
den  Contrapunkt. 

98.  nordisch,  Lucas.  Melodiae  Prudentianae  et  in  Virgiliuui 
(Odencompositionen).  Leipzig  1533.  Chorbuch. 

K,  k,  Lycealbibliothek,  Laibach. 

99—102.  Ilofheimer,  Paul  (1459— 1537,  Hoforganist  Kaiser 
Maxmilian's  I.).  Harmoniae  poeticae.  Nürnberg,  Petreius 
1539.  K,  k.  Hofbibliothek, 

Enthält  Compositionen  Horaz'scher  Oden. 

103,  104.  Reusch,  Johannes.  Melodiae  odarum  gennanicarum 
et  italicarum  (Odencompositionen).  Leipzig  1554.  Superius. 

Bassus.  K.  ^^  Unicersitätsbibliotliek,  Wien. 

105.  Melodiae  sex  generum  carminum  usitatorum.  Nürnberg, 

Montag  1563.  Chorbuch.  Dominicanerconvent  Wien. 

Enthält  zumeist  Melodien  von  Tritonius. 

106.  Tritonius,  Petrus  (Anfang  des  XVI.  Jlidt.).  Genuinae 
undevigiuti  odarum  Horatii  melodiae  (Compositionen 
Horaz  scher  Oden).  Frankfurt,  Egenolph  1552.  Tenor. 

Stadtbibliothek,  Leipzig. 

107.  Derselbe.  Melopoiiae  sive  harmonicae  tetracentricae 
super  XXII  genera  carminum  (Compositionen  Horaz'scher 
Oden).  Augsburg,  Oeglin  1507.  K  k.  Hofbibliothek. 


Kaum  V.  Mehrstimm.  Musik  d.  XVI.  Jahrh.  57 

Glaskasten  IX:  Handschriften  und  Drucke  des  XVI.  Jahrh. 
Mittelalterliche  Instrumente. 

108.  Ducis,  Benedict  (geb.  um  1480,  niederläudischer  Com- 
ponist).  Motette  „Vultum  tuum  deprecabuntiir"  in  einem 
handschr.  Sammelbande.  XVI.  Jhdt.  Papier. 

Ä ugustiner-  Chorherrenstift  Klostemeuburg. 

109.  Monte,  Philippus  de  (1521—1603,  Capellmeister  der 
Kaiser  Maximilian  II.  und  Rudolf  IL).  Missa  6  voc. 
Papier-Handschr.  XVI.  Jhdt.  k,  k.  HofbihUoHiek. 

110.  Handl,  Jacob  (Gallus).  Passio  8  voc.  In  einem  handschr. 
Sammelbande.  XVI.  Jhdt.  Papier.      Schottenstift  Wien. 

111.  Ricci  US,  Theodor  (geb.  1540,  Capellmeister  in  Königs- 
berg). Secundus  chorus  psalmorum  8  voc.  Papier-Handschr. 

lo88.  Kgl,  Kreisbibliothek,  Ansbach. 

112.  Gabrieli,  Johannes  (1537 — 1612,  erster  Organist  an 
"^der    Marcuskirche    in    Venedig).    Magnificat    in    einem 

handschr.  Sammelbande.  XVI.  Jhdt.  Papier. 

K.  k.  Hof  bibliothek. 

113.  Isaac,  Heinrich.  Constantiensis  Choralis  compositio 
(Motetten),  geschrieben  von  Sophonius  Paminger  in 
Nürnberg  1599.  Papier.  Kgl  Bibliothek,  Berlin. 

114.  Clemens  non  papa,  Jacobus.  Missa  „Jay  veu  le 
cerf  au  bois  sailly".   In  einem  handschr.  Sammelbande. 

XVI.  Jhdt.   Papier.  K  k.  Hof  bibliothek. 

115.  Hasler.  Hans  Leo.  Missa  in  einem  handschr.  Sammel- 
bande. XVI.  Jhdt.  Papier. 

Benedictiner Stift  Kremsmüster. 

116.  Kerle,  Jacobus  de  (Niederländer,  Capellmeister  Kaiser 
Rudolfs  IL,  t  »ach  1590).  Messen.  1582. 

K.  k.  Hof  bibliothek. 

117.  Gaucquier,  Alardus  de  (Capellmeister  der  Kaiser 
Ferdinand  L,  Maxmilianll.  und  des  Erzh. Mathias).  Quatuor 
missae  5,  6  et  8  voc.  Antwerpen,  Plantinus  1581. 

Kgl,  bayerische  Regierung  ron  Mittelfranken. 


58    Baum  V.  Melirstimm.  Musik  d.  XVI.  Jahrh.  Weltl.  Lied  u.  Tanz  etc. 

118.  Jagdhoru  aus  Bronze.  Haus  Graf  Wilczeh,  Wien. 

119.  Olifant  (Jagdhorn)  mit  romanischen  Ornamenten,  Engel- 
und  Heiligenfiguren.  Derselbe, 

Pult  X:  Minnesänger  und  Meistersinger. 

120.  Französische    Tronbadourlieder.    Pgmt.-Handschr. 

XIII.  Jhdt.  Benedictinerstift  St.  Paul. 

121.  Heinrich  Frauenlob  (1270—1318).  Deutsche  Minne- 
sängerlieder mit  Noten.  Pgmt.-Handschr.  XIV.  Jhdt. 

A'.  k.  Hofbibliothel', 

122.  Oswald  von  Wolkenstein  (Tiroler  Minnesänger,  1367 
bis  1445).  Liederbuch,  geschrieben  1432  mit  dem  Porträt 
Oswald's.  Pgmt.  Ah,  Privatbesitz. 

123.  Meistersingerbuch    (ohne    Noten).    Papier-Handschr. 

XIV.  Jhdt.  Grossherzogl.  BibliotJiek,  Weimar, 

124.  Tabula  tu  r  oder  Schulregister  des  teutschen  Meister- 
gesangs, geschrieben  von  Georg  Hager,  Schuhmacher  zu 
Nürnberg  1592.  Papier.  k.  L  HofbibliotJieJc. 

125.  Stromair,  Thomas.  Gesangbuch  teutscher  Meister- 
geseng  1577 — 1578.  Autograph.  Papier. 

Benedict iner Stift  Götticeig, 

126.  Meistergesangbuch.  Papier-Handschr.  aus  der  zweiten 
Hälfte  des  XVI.  Jhdt.  Dasselbe. 

127.  Wagenseil  Johann  Christoph  (1633—1708).  Buch 
von  den  Meistersingern,  Altdorf  1697.  Dasselbe. 

Pult  XI:    Geistliche  Spiele,  älteste  volksmäßige  geist- 
liche Lieder. 

128.  Einsiedler  Osterspiel.  Pgmt.-Handschr.  XII.  Jhdt.  Auf 
der  linken  Blattseite  Theile  eines  Weihnachtsspieles. 

Ben edictinerstift  Einsiedeln, 

129.  Prager  Osterspiel.  Papierhandschr.  XVI.  Jhdt. 

A'.  k.  Universitätsbibliothek,  Prag. 


Baum  V.  Mchrstimm.  Musik  d.  XVI.  Jahrh.  Weltl.  Lied  u.  Tanz  etc.    59 

ISO.  Prager  Osterspiel  mit  Gesängen  in  böhmischer  Sprache. 
Papier-Handschr.  XV.  Jhdt. 

K.  k.  Universitätsbibliothek  Prag. 

131.  ünsar  Trohtin  hat  farsalt.  Das  älteste  deutsche 
Kirchenlied  aus  dem  X.  Jhdt.  mit  Neumen.  Auf  dem 
letzten  Blatte  einer  Pgmt.-Handschr.  von  Hrabanus  Maurus', 
Commentar  zur  Genesis. 

Kgl.  Hof'  und  Staatbbibliotheh,  München. 

132.  Das  Adalbertuslied  ^Hospodyne  pomiluj  ny",  das 
älteste  böhmische  Kirchenlied  aus  dem  IX.  Jhdt.,  ge- 
schrieben von  einem  Mönch  des  Klosters  Brewnow  1397. 

K.  k.  Universitätsbibliothek  Prag. 

133.  Dasselbe  Lied.  IneinerMiscellan-Handschr.desXV.Jhdt. 

Papier.  Dieselbe. 

134.  Das  St.  Wenzelslied  „Swaty  Waczlaue".  Enth.  in 
einer  Miscellan-Handschr.  XV.  Jhdt.  Papier. 

K.  k.  Siudienbibliothekf  Olmüte. 

135.  Altböhmisches  Lied  „Bud  Bohu  chwala,  czest"  aus 
der  ersten  Hälfte  des  XV.  Jhdt.  Papier-Handschr. 

K.  k.  Universitätsbibliothek,  Prag. 

136.  Lied  auf  Johannes  Hus.  In  einem  Sammelbande. 
Papier-Handschr.  XV.  Jhdt.  Dieselbe. 

Pult  XII:  Das  mittelalterliche  Volkslied. 

137a.  Lochamer  Liederbuch.  Die  älteste  mehrstimmige 
Volksliederbearbeitung  aus  dem  Ende  des  XIV.  bis 
Anfang  des  XV.  Jhdt.  Papier-Handschr.  XV.  Jhdt. 

Gräflich  Stolberg'sclie  Bibliothek,  Wernigerode. 

137b.  Münchener  Liederbuch.  Deutsche  Lieder  mit  etlichen 
lateinischen  Motetten.  Dreistimmige  Volksliederbearbei- 
tungen. Papier-Handschr.  XV.  Jhdt. 

Kgl.  Hof-  und  Staatsbibliothek,  München. 

138.  Berliner  Liederbuch.  Dreistimmige  Volkslieder- 
bearbeitungen. Papier-Handschr.  XV.  Jhdt.  Tenor. 

Kgl.  Bibliothek^  Berlin. 


60    Raum  V.  Mehrstimm.  Musik  d.  XVI.  Jahrh.  Weltl.  Lied  u.  Tanz  etc. 

139.  Zwei  fliegende  Blätter  mit  Volksliedern,  a)  Die 
fraw  vom  hymel,  vierstimmig,  h)  Es  flog  ein  clains 
Vögelein,  einstimmig.  XVI.  Jhdt. 

KgL  Hof-  und  Staatsbibliothek,  Mäncheti, 

140.  Innerlich  liebe  birget  sich  nicht.  Einstimmiges 
Volkslied.  Papier-Handschr.  XVI.  Jhdt. 

Fürst  Scliwarzenberg,  Wien. 

141.  Deutsches  Liederbuch.  Geistliche  Lieder  und  welt- 
liche Weisen.  Papier-Handschr.  XV.  Jhdt. 

C ister zienser Stift  Hohenfurt. 

142.  Einstimmiges  böhmisches  Lied.  Trauergesang  auf 
das  Hinscheiden  der  Sophia  von  Rosenberg,  geb.  Mark- 
gräfin   von  Brandenburg.    Papier-Handschr.  XVII.  Jhdt. 

Fürst  Schwarzenberg,  Wien. 

143.  144.  Französische  Volkslieder,  contrapunktisch  be- 
arbeitet von  zumeist  anonymen  Componisten.  Papier- 
Handschr.  1523.  Tenor,  Bassus.       K  k,  HofbibUotJiek. 

145.  Zwei  Lieder  zur  Aufmunterung  der  Christen  wider  die 
Türken.  Enth.  in  dem  Tagebuch  des  Josef  v.  Lamberg 
und  Niklas  Juritschitsch,  König  Ferdinand's  Gesandten 
auf  der  Reise  von  Laibach  nach  Constantinopel.  1530. 
Vierstimmig.  Pgmt.-IIandschr.     Hans  Graf  Wilczek,  Wien, 

146,  147,  148.  (Forster'sches  Liederbuch.)  Ein  Ausszug 
guter  alter  und  newer  teutscher  Liedlein.  Nürnberg  1539. 
Superius,  Altus,  Tenor.  UniversHätsbibliothek  Jena, 

149.  (Ütfsches  Liederbuch.)  Hundert  und  fuufzehen  guter 
newer  Lidlein.  Nürnberg  1544.  Dieselbe, 

150.  0  pnhnuti  prazskem.  Katholisches  Lied  wider  die  Pro- 
testanten. 1612.  Vierstimmig.  Papier-Handschr. 

Fürst  Schwarzenberg,  Wien. 

Schrank  Xlll:    Mehrstimmige   Vollcsliederbearbeiiungen. 
Tanz. 

151.  Bicinia  latina,  gallica  et  germauica.  (Zweistimmige  Ge- 
sänge). Wittenberg,  Rhau  1545.       K.  k,  Hof  bibliothek. 


Raum  V.  Mehretimm.  Musik  d.  XVI.  Jahrh.  Weltl.  Lied  u.  Tanz  etc.     61 

152 — 154.  Meilaiid  Jacob  (Ilofcapellmeister  zu  Ansbach, 
t  1577).  Newe  ausserlesene  tcutsche  Liedlein.  Nürnberg, 
Gerlach  1569.  Cantiis,  Altus,  Tenor. 

Stadtbibliothek  Ltipzig. 

155,  156.  Vento,  Ivo  de  (Organist  zu  München,  Endo  des 
XVI.  Jahrh.).  Newe  teutsche  Lieder  mit  4,  5  und 
6  Stimmen.  München,  Berg  1570.  Altus,  Bassus. 

K.  k,  Hofbibliothek, 

157.  Hollander,  Christian  (geb.  1520,  1557  kaiserlicher 
Capellmeister).  Newe  auserlesene  deutsche  Lieder.  Nürn- 
berg, Gerlach  1574.    Ständüche  Landesbibliothek,  Cassel. 

158.  Lechner,  Leonhard.  Newe  teutsche  Lieder.  Nürnberg, 

Gerlach  1577.  Discant.      Universitätsbibliothek  Göttingen. 

159.  Regnard,  Jakob.  Kurtzweilige  deutsche  Gesänge  zu 
dreyen  Stimmen.  München,  Berg  1580.  Altus. 

K.  k.  Hofbibliothek. 

160.  161.  Derselbe.  Teutsche  Lieder  mit  dreyen  Stimmen 
nach  Art  der  Neapolitanen.  München,  Berg  1611. 

Dieselbe. 

162,  163,  164.  Reiner,  Jakob  (Musikdirector  zu  Wein- 
garten). Schone  newe  teutsche  Lieder  mit  4  und 
5  Stimmen.  Discantus,  Altus,  Quinta  vox.         Dieselbe. 

165.  Sayve,  Lambertus  de  (Capellmeister  des  Kaisers 
Mathias).  Teutsche  Liedlein  mit  4  Stimmen.  Wien,  For- 
mica  1602.  Bassus.  Dieselbe. 

166,  167.  Demantius,  Christoph  (aus  Reichenberg  1567 
bis  1643).  Neue  teutsche  weltliche  Lieder.  Nürnberg, 
Kaufmann  1605.  Bassus,  Quinta  vox. 

Univirsitätsbibliothek  Göttingen. 

168,  169.  Zangius,  Nikolaus  (braunschweigischer  Capell- 
meister, t  vor  1620).  Teutsche  geistliche  und  weltliche 
Lieder  mit  5  Stimmen.  Colin,  Grevenburch  1597. 

Dieselbe. 


62    Raum  V.  Mehrstimm.  Musik  d.  XVI.  Jahrh.  Wcltl.  Lied  u.  Tanz  etc. 

170.  Beavioyevlx,  Balthasar.  Ballet  coinique  de  la  royne, 
faict  aux  nopces  de  monsieur  le  duc  de  Joyeuse  et 
madaiuoy seile  sa  soeiir.  Paris,  le  Roy  1582. 

K,  k,  HofhihUothek. 

171.  Arbeaii,  Thoinot.  Orehesograpliie,  methode  et  theorie 
en  forme  de  discours  et  tablatiire  pour  apprendre  a  dancer. 
Lengres  1596.  Dieselbe. 

Bilder. 

172 — 178.  Tänze  zu  Instrumenten  (Trommel  und  Flöte). 

7  Blatt  aus  „Freydal,  des  Kaisers  Maximiliani  Turniere 

und  Mummereien^,  Bilderhandsclir.  im  k.  u.  k.  kunsthist. 

Hofmuseum,  herausgeg.  v.  Quirin  v.  Leitner,    251  Taf. 

u.  Text.  Wien,  Kupferdr.  von  L.  Pisani,  Buchdruck  von 

A.  Holzhausen.  Fol.  7  Blatt. 

Institut  für  österr.  Geschichtsforschung,  Wien, 

Zu  dem  Cydus  von  Prachtwerken  gehörig,  die,  wie  der  1517 
erschienene  Theuerdank,  die  Ehrenpforte  (1559),  der  Weisskunig 
(1775)  und  der  Triumph  (1796)  zur  Verherrlichung  seiner  Thaten 
unter  den  Auspicien  des  Kaisers  selbst  entstanden  sind. 

179.  Der  verlorene  Sohn.  (Mahlzeit  mit  Tafelmusik, 
Gambenspieler  und  Sängerin).  Holzschn.  von  Hans 
Schäufelein    (ca.    1490 — 1540).    Neuer  Abdruck.    Quer- 

Imp.-Fol.  Hauslabsammlung  (Fürst  Johann  von  und 

zu  Liechtenstein,  Wien). 

180.  „Der  Postenbrief."  Aushängetafelder  Iglauer  Meister- 
singer. Geigern,  von  Joh.  Waidhofer,  1612.  Lwd.  h.  100, 

br.  81.  Stadtgemeinde  Iglau, 

Ein  Garten.  Auf  den  Pforten  der  Einzäunung  die  sieben  freien 
Künste  (Grammatik,  Dialektik,  Rhetorik,  Musik,  Arithmetik, 
Geometrie).  In  der  Mitte  ein  Meistersinger  auf  dem  Singstuhl, 
über  ihm  ein  Kranz  mit  dem  Pfennig.  Rechts  um  einen  Spring- 
brunnen die  zwölf  alten  Meistersinger.  (D.  Heinrich  Frauenlob, 
D.  Heinrich  Mügling,  Bartold  Regenbogen,  Lvdwic  mamer  vom 
adel,  H.  wolffrani  ein  Ritter,  H.  wallter  von  der  vogelw.,  Conrad 
Jrger  von  würtzburg,  der  alte  StoU  ein  beyler,  der  starck  popp, 
der  cantzler  auß  der  stewrmark,  der  romer  von  zwirkaw,  hanrich 
von  Etfterding).  Links  um  einen  gedeckten  Tisch,  worauf  Lade, 
Pfennig  und  Kranz,  die  neun  Besteller  des  Bildes.  Unter  diesen 
beiden  Gruppen  das  Volk.  Unten  rechts  bricht  dem  Lamme  mit 
der  Siegesfahne  gegenüber  ein  Bär  in  die  Umzäunung  ein.  An  den 


Hauiu  V.  Mehrstimm.  Musik  d.  XVI.  Jahrb.  Weitl.  Lied  u.  Tanz  etc.     63 

Ecken  dieser  Darstellnnor  die  vier  Winde.  Oberer  Streifen:  Geburt 
Christi,  Verse  aus  dem  Briefe  des  heil.  Paulus  an  die  Colosser, 
3.  Cap.,  Auferstehung  Christi,  wieder  Verse,  Ausgicssung  des  heil. 
Geistes.  Unterer  Streifen:  t  Felder  mit  Versen.  David  die  Harfe 
spielend,  die  Belagerung  Jerusalems. 

181.  Hans  Sachs,  seine  Gedichte  vorlesend.  Oelgem. 
von  G.  Spangenberg.  1871.  Lwd.  h.  128,  br.  187. 

Kgl.  Nationdl'Galleriey  Berlin. 

182.  Hans  Sachs  in  seiner  Werkstätte.  Oelgem.  von 
Rndolf  Graf  Rex,  München.  Lwd.  h.  79,  br.  67. 

Rudolf  Graf  Bex^  München, 

183.  Blatt  aus  der  „Meistersinger  Schnlkunst"  von 
Adam  Puschmann,  1578.  Handschr.  der  kgl.  Bibliothek, 

Dresden,  PhotOgr.  Fol.  Kgl  Bibliothel-,  BrescUn. 

184.  Heil.  Cäcilia  (die  sechssaitige  Gambe  spielend). 
Oelgem.  von  Thomas  Willeborts  (Wileboorts),  gen. 
Bosschaert  (Bossaert  1613—1656).  Lwd.  h.  200,  br.  134. 

^Kgl,  Gemälde-Gallerie^  Augsburg. 

185.  Der  Orgelspieler.  (Tragbare  Orgel  mit  Handbälgen.) 
Kupferstich  von  Israel  van  Meeken  (f  1503).  B.  175. 
Heliogr.  Amand-Durand,  Fol. 

Institut  für  österr.  Geschichtsforschung^  Wien. 

186.  Orgel  aus  dem  Stift  St.  Florian  (XVIU.  Jhdt.). 
Knpferst.  von  J.  Ilyrtl,  nach  F.  Weigl.  Fol. 

K.  k.  Universitätsbibliothek,  Prag. 

Das  berahmtesto  Werk  des   Weltpriesters   F.  X.    Chrishmann, 
angefangen  1770,  vollendet  1837.  Chrishmann  starb  20.  Mai  1795. 

187.  Lautenspieler  und  Dame.  (Die  Laute  mit  nur  vier 
Paar  Saiten.)  Mit  einem  diMitsehen  Vers:  „Lauteninstru- 
ment und  Harpfenklang"  etc.  Aquarell,  XVI.  Jhdt.  Fol. 

Kgl.  Bibliothek,  Bamberg, 

188.  Lautenspieler  und  Dame.  (Funfsaitige  Laute.)  Dar- 
über Frauenbildniss,  ganze  Figur  („PhiliffeGroe  de  Wirtz- 
burg").  Aquarell,  XVI.  Jhdt.    Mit    einem    französischen 

Vers.  Fol.  Dieselbe. 


64     Ruum  V.  Mchxstimm.  Musik  d.  XVI.  Jahrh.  Weltl.  Lied  u.  Tanz  etc. 

189.  Ringelrennen  anlässlich  der  Taufe  einer  sächsischen 
Prinzessin  in  Dresden  1591.  Bemerkenswert  die 
zahlreichen  Orchester  mit  ihren  Instrumenten  in  ver- 
schiedenartiger Zusammenstellung.  Aquarell  von  A.  Bret- 
schneider  (geb.  ca.  1578,  thätig  noch  um  1640),  h.  63, 
br.  561.  Kgh  Begierungsbibliothek,  Ansbach. 

190.  Die  dargereichte  Bandrolle(Dudelsackbläser). Kupfer- 
stich von  Mayr  v.  Landshut  (1499).  B.  11.  Heliogr. 
Amand-Durand.  Quer-Fol. 

Institut  für  österr.  Geschichtsforschung j  Wien. 

191.  Der  Fackeltanz,  llolzschn.  v.  Albrecht  Dürer  (1471 
bis  1528).  B.  38.  App.  Quer-Fol. 

K,  k.  Äkadtmie  der  bildenden  Künste,  Wieti.. 

192.  (leschlechtertanz  in  Augsburg,  1500.  Oelgem. 
Lwd.,  h.  93,   br.   114.         Historischer  Verein,  Augsburg. 

193.  Der  Guitarrespieler.  Kupferst.  v.  Marc-Antonio  Rai- 
mondi  (ca.  1475—1534).  B.  469.  Heliogr.  Amand- 
Durand.  Fol.  Institut  für  österr.  Geschichtsforschung,  Wiefi. 

194.  Der  Dudelsackbläser  (Eulenspiegel).  Kupferst.  von 
Lucas  van  Leyden.  (1494—1533.)  B.  159.  Heliogr. 
Amand-Durand.  Fol.  Dasselbe. 

195.  Unterhaltung  im  Freien  (Tanz  nach  Viola  da  braccio 
und  Laute).  Photogr.  v.  V.  Angerer,  nach  Bonifazio 
Veronese  des  Aelteren  (f  1540)  Gemälde  in  der  Gallerie 
der  k.   k.  Akademie    der    bild.  Künste,  Wien.  Photogr. 

Quer-Fol.  A".  k.  Akademie  der  bildenden  Kumte,  Wien. 

196.  Die  fünf  thörichten  Jungfrauen  musicierend  und 
tanzend.  (Laute  und  Tambourin.)  Photogr.  von  Ad.  Braun 
&  Oie.  nach  dem  (iemäldo  von  Jan  van  Bockhorst 
(ca.  1610—1661),  Gallerie  Liechtenstein,  Wien.  Quer-Fol. 

A'.  k.  Hof  bibliothek. 

197.  Aelteste  ausführliche  Darstellung  eines  mittel- 
alterlichen Orchesters  (Geigen,  Drehleier,  Handorgel, 
Harfe,  Glockenspiel).  Reliefs  von  einem  Capital  der  Kirche 
Saint  Georges  zu  Bocherville,  XI.  Jhdt.  Aquarellcopie  nach 


Raam  V.  Mehrstimm.  Lieder  d.  XVI.  Jahrh.  Weltl.  Lied  u.  Tanz  etc.     65 

dem  Ilolzschu.   bei  Fetis,    Historie  gen.  de  la  Musique, 
IV.   S.   505.  Prof.  Guido  Adler,  Pratj. 

198.  Die  Freuden  des  menschlicheu  Lebens.  (Tänze 
zur  Musik  von  Posaunen,  Harfe,  Schalmeien,  Laute, 
Gambe,    Trommel    und    Pfeife).     Oelgem.    XVL    Jhdt., 

h.    116,   br.    123.  Museum  Francisco-Carolinum,  Lim. 

199.  Der  Magdalenentanz.  Maria  Magdalena  sich  den  welt- 
lichen Vergnügungen  hingebend  (Tanz  zu  Trommel  und 
Pfeife).  Kupferst.  von  Lucas  van  Leyden  (s.  Nr.  194). 
B.  122.  Heliogr.  Amand-Durand.  Quer-Fol. 

K.  Je.  Hof  bibliothek. 

200.  Der  Tanz  der  Herodias.  (Tanz  zu  Trommel,  Pfeife, 
Posaunen  und  Dudelsack.)  Kupfei*st.  von  Israel  van 
Mecken  (s.No.  185). B.  9.  Heliogr.  Amand-Durand. Quer-Fol. 

Institut  für  österr,  Geschichtsforschung,  Wien. 

201.  Musiker  und  Schauspieler.  Kupferst.  von  Jacques 
Callot  (1594—1635).  4  Bl.  i'\ 

Graf  Erwin  Nosliz,  Prag, 

202.  Tanz  zur  Laute  und  Zither.  Aquarell.  Fresco  im 
Schlosse  Runkelstein  bei  Bozen  (XIV.  Jhdt.).   Quer-Fol. 

K.  k.  Centralcommission  sur  Erforschung  und  Erhaltung 
der  Kunst'  und  historischen  Denkmale,  Wien 

203.  Tanz  der  Hören.  Kupferst.  von  Zoan  Andrea  nach 
Andrea  Mantegna  (1431—1506).  Quer-Fol. 

K.  k,  Akademie  der  bildenden  Künste,  Wien. 

204.  Turnier  bei  der  Hochzeit  des  Pfalzgrafen  bei  Rhein 
und  der  Herzogin  Renata  von  Lothringen  (Trompeter  und 
Bassgeigenspieler),  Mönchen  1568.  Colorierte  Radierung 
von  Niclas  Solis  (XVL  Jhdt.).  Groß-Quer-Fol. 

Kgl.  Kupferst ichcabinet,  München. 

205.  Ehrentanz  im  Rathhaussaale  ebendort.  Ganzes 
Orchester  auf  der  Tribüne  (Blasinstrumente  und  Trommel). 
Colorierte  Radierung  von  demselben.  Groß-Quer-Fol. 

Hauslabsammlung  (Fürst  Johann  von  und 
zu  Liechtenstein,  Wieyi). 

I  5 


66    Raum  V.  Mehrstimm.  Lieder  d.  XVI.  Jahrli.  Weltl.  Lied  u.  TaDZ  etc. 

206.  Die  Kinder  Katharinas  von  Medicis(?)  auf  einem 
Spinett  inusicierend.  (Auffällig  die  Anordnung  der 
Tasten,  immer  nur  je  zwei  schwarze  Obertasten  neben- 
einander.) (In  der  Mitte  Karl  IX.,  links  unten  Hein- 
rich III.,  zu  beiden  Seiten  die  Prinzessinnen.)  Oelgem. 
von  Luis  de  Morales  (f  1586,  bez.  unten  links).  Lwd., 
h.  101,  br.  82.  E.  Hirschler  dt  Cie,,  Wien. 

207.  Der  heil.  Georg  tauft  die  Fürstin  Theodolindaund 
ihren  Vater.  (Unten  links  orientalische  Musiker.  Zuma- 
arten  und  flache  Trommel).  Chromolithogr.  der  Arundel 
Society  nach  Vittore  Carpaccio  (f  1522),  S.  Giorgio  de' 
Schiavoni,  Venedig.  Quer-Roy.-Fol. 

K,  k,  Hofbibliothek, 

208.  Der  Frühling  (Tanz  der  Grazien).  Chromolithogr.  der 
Arundel  Society  nach  SandroBotticelli(AIessandro  Filipepi 
1446 — 1510),  Accademia,  Florenz.  Quer-Imp.-Fol. 

Dieselbe. 

209.  Kupferschüssel  mit  musicierenden  und  tanzenden 
Figuren  zwischen  Emailornamenten,  der  Tradition  nach 
von  Hroznata,  dem  Gründer  der  Stifte  Tepl  und 
Chotieschau,  XIII.  Jhdt.  (?)  herrührend. 

Prämonstratense^'stift  Tepl,  Böhmen. 

210.  Schwäbischer  Bauerntanz  zu  Dudelsack  und 
Schalmei.  Color.  Holzschn.  XVII.  Jhdt.  2  El.,  h.  18, 
br.   145.  Herr  Josef  8tr  ab  erger,  Linz. 

211.  Solenhof  er  Tischplatte  mit  eingeätzten  Ornamenten 
und  Noten  zu  einem  vierstimmigen  Gesänge:  „Quid  estis 
pusillanimi",  bayerische  (?)  Arbeit  circ.  1580. 

Graf  Starhetnberg,  Wien, 

Instrumente. 

212.  Pedalharfe  mit  Schwellapparat  von  Nadermann,  Paris. 
Anfang  des  XIX.  Jhdt.  Frau  Ella  von  Lang,  Wien. 

213.  Hakenharfe  von  Josef  Schweiger,  Stadtamhof,  XVIII. 
Jhdt.  Herr  Paul  de  Wit,  Leipzig. 


Raam  VI.  Katholisches  und  protestantisches  Kirchenlied  etc.         67 

214.  Pedalharfe  von  Nadermaim,  Paris.  Ende  dos XVIII.  Jlidt. 

Vr.  Bar.  ack,  Strassburg, 

215.  Großes  Positiv  mit  gemalten  Flfigelthüren.  4  Register 

und  Regalwerk.  XVII.  Jhdt.    Herr  Paul  de  Wit,  Leipzig. 

216.  Riesenharfe,  bezeichnet  Giovanni  Vettorazzo  fecit, 
Vieenza  Anno  1793.  Mit  85  Saiten,  zum  Theil  zwei- 
und  dreichörig  angeordnet.  Derselbe, 

217.  Regalorgel  mit  Tisch,  XVII.  Jhdt.  Derselbe. 

218.  Regalorgel,  bezeichnet  SazI  1690.    Mit  sehr  schöner 

Elfenbeineinlage.  BenedictinersUft  Lambach. 

219.  Flügel  von  Anton  Walter  und  Sohn,  Wien.  Anfang  des 
XIX.  Jhdt.,  mit  6  Pedalen  (Fagott,  Piano,  Forte,  Pia- 
nissimo,  Triangel,  Cinelle). 

Frau  Clara  Hierath  jun»   Wien. 

220.  Aufrechter  Flügel  (Giraffe)  von  Franz  Weiss  in 
Wien.  Anfang  des  XIX.  Jhdt. 

Herr  Franz  Martinetz,  Wiefi. 

221.  Flotenschrank.  Um  1840. 

Herr  Vincenz  Römisch,  Wien. 


Eaum  VI.  Katholisches  undprotestantisches  Kirchen- 
lied, Theoretiker  des  XV.— XVII.  Jahrhunderts. 

Als  wesentlicher  Bestandtheil  des  Gottesdienstes  erfreute 
sich  das  protestantische  Kirchenlied  seit  dem  XVI.  Jhdt. 
einer  besonderen  Pflege.  Nicht  minder  zahlreich  waren  die  Samm- 
lungen katholischer  Kirchenlieder,  von  welchen  nicht  nur 
solche  in  deutscher  Sprache,  sondern  auch  ladinische  und  vor- 
nehmlich böhmische  ausgestellt  sind.  Nahe  verwandt  den  prote- 
stantischen sind  die  Kirchenlieder  der  böhmisch-mährischen 
Brüder,  aus  deren  Druckereien  in  Prossnitz  und  Kralitz  pracht- 
voll ausgestattete  Cantionale  hervorgiengen.  Der  tiefreligiöse  Sinn 
Einzelner  sowohl,  als  ganzer  Corporationen  ließ  auch  mit  be- 
deutenden Kosten  handschriftliche,  mit  Bildern  gezierte  Pracht- 

5* 


G8  Raum  VI.  Katholisches  Kirchenlied. 

graduale  entstehen,  von  denen  einige  auch  die  Wappen,  Namen 
und  Bilder  der  Donatoren  (Nr.  50  und  53)  enthalten.  Raum  VI 
enthält  schließlich  auch  ein  Bild  der  Musiktheorie  des  XV.  bis 
XVII.  Jhdt.,  wie  solche  sich  infolge  der  reich  gesteigerten 
gleichzeitigen  Compositionsthätigkeit  entwickelte.  Die  Wände 
schmücken  Porträts  von  Männern,  welche  für  die  Entwicklung 
der  Musik  des  XVI.  Jhdt.  von  Bedeutung  gewesen  sind. 

Pult  I:  Das  katholische  Kirchenlied. 

1  a.  Vehe,  Michael.  Eni  new  Gesangbüchlin  Geystlicher 
Lieder.  Leipzig,  Wohlrab  1537.  (Das  älteste  gednickte 
katholische  Gesangbuch.)  a:  k.  Hofbibliothek. 

Ib.  Leisentritt,  Johann  (von  Olmütz,  Domdechant  zu 
Bautzen).  Geistliche  Lieder  und  Psalmen.  Bautzen,  Hans 

Wohlrab   1567.    Kgl  Hof-  ufid  Staatsbibliothek,  München, 

2.  Derselbe.  Das  ander  Theil  christlicher  catholischer 
Gesengen.  Bautzen,  Wohlrab  1584.  K.  k,  Hofbibliothek, 

3.  Sunderreiter,  Georg.  Davids  himmlische Harpffen.  1581. 

Augustiner-  Charherrenstift  Herzogenburg. 

4.  Catholisch     Gesangbüchlein,     Ynnßprugg,     Hans 

Paur  1588.  K,  k.  Hofbibliothek. 

5.  Alte  catholische  Geistliche  Kirchengesäng.  Ge- 
druckt zu  Colin  durch  Arnoldt  Quentel  1615. 

Mährischer  Landesausschuss,  Brunn. 

6.  7.  Corner,  David.    Geistliche  Nachtigal.    Wien   1649. 

A'.  k.  Universitätsbibliothek  Prag,  Äugustiner-Chorherrenstift 

Herzogenburg. 

8.  Kaiserlicher  Psalter,  d.  i.  die  Psalmen  Dauids  in 
newe  teutsche  Reimen  vnd  Melodeyen.  Frankfurt  a.  M. 
1658.  K.  k.  Hofbibliothek. 

9.  Geistreiche  Gesänge  und  Lieder.  Schweidnitz  1725. 

Dominicanerconvent  Wien. 

10.  Lobklingende  Harfe    des  neuen  Testaments.    König- 
grätz   1 730.  Fürst  Georg  Lobkowitz,  Prag. 


Raum  VI.  Katholisches  Kirchenlied.  69 

11.  Katholisches  Gesangbuch  auf  Befehl  I.  M.  Marien 
Theresiens  in  Druck  befordert,  o.  J. 

K,  k.  Hofbibliothek. 

Ladinische  Kirchenlieder. 

12.  IIs  s.  Psalms  d'ilg  Prophet  a  Reg  David.  Turig  1683. 

Herr  Caviezel  von  Eothenbrunnen,  Chur  (Schweiz), 

13.  Salucz,  Ulr.  de.  Zaordin  da  Torma  fidela.  Coira  1711. 

Derselbe. 

14.  Ganzuns  spirituals  davart  Cristo  Gesu  il  bun  pastur. 
Cellerina  1765.  Derselbe. 

15.  Las  profuudas  Revelatiuns  d'el  beo  Avangelist. . . . 
Johann.   1770.  Derselbe. 

16.  Ilg  mirar  sin  Jesum.  Cuara  1838.  Derselbe. 

17.  Caviezel,  Jan  de.  Gesangbuch.  Hdschr.  1766. 

Derselbe. 

18.  Bernard,  Anna  Mart.  Cudasch  da  Chanzuns.  Handschr. 
1786.  Derselbe. 

19.  Gilly,  Agnes,  Quaist  Cudasch  da  Chanzuns.  Handschr. 
1786.  Derselbe. 

Pult  II:  Das  katholische  Kirchenlied. 

20.  Georgia,  Pisni  za  naypoglavitiye.  .  .dni.  Wien,  Formica 

1635.  Domcapitel  Spalato. 

21.  Rozenplut  Johann,  Kancyonal,TogestSebranij  Spöwuw 
Poboin^ch.  Olmütz,  Handel  1601. 

K.  k.  Universitätsbibliothek  Prag. 

22.  Slaviöek,  stary  spevnik  1606. 

Fürsterzbirchöfliches  Clericalseminar,  Olmiitz. 

23.  Rozenplut  Johann,  Kancyonal  1622. 

K.  k.  Universitätsbibliothek  Prag. 

24.  Kancyonal  czesky,  Prag  1683.  Dieselbe. 


70  Raum  VI.  Katholisches  Kirchenlied,  Böhm.-mähr.  Brüder. 

25.  Zdoroslaviftek  w  kratoohwiln^ra  hagiftku.  Prag  1665. 

Fürsterzbischöfliche  Bibliothek  Prag, 
Spee,  Trntznacbtigall,  böhmisch. 

26.  Cantus   catholici.    Pysnß   catholicke.    Tuniau    1700. 

K  k.  Universitätsbibliothek  Prag. 

27.  Ro2an,  Hagiftek  Rägsk^.  Königgrätz  1719. 

Prämonstratenserstift  Strahow,  Prag, 

28.  Kancionalo  czesky  do  Tisyc  Pisni.  Prag  1727. 

K,  k,  Universitätsbibliothek  Prag, 

29.  Katholisches  Gesangbuch  von   1755.    Handschr. 

Verein  ierotin,  Olmütz. 

30.  Fryöaj,    Thomas    (f  1839),    Melodye   na   katolyck^ 
Kancyonäl.  Brunn  1835.  Derselbe. 

Das  Fr  jdaj'sche  Gesangbuch  war  im  Anfang  des  XIX.  Jahrb.  das 
weitaus  verbreitetste  in  Böhmen  und  Mähren. 

31.  Beftäk,    Thomas  (1814—1855),  Katolick^   Kancionäl 
(Umarbeitung    des  Fryßaj'schen   Gesangbuches)   Olmütz 

1877.  K.  k.  Studienbibliotlvek  Olmütz, 

Pult  III:  Böhnfiisch-mährische  Brüder. 

32.  Antiphonar  der  böhmisch-mährischen  Bruder.  Papier- 

Handschr.   des  XVI.  Jhdt.  Benedictinerstift  Baigem, 

33.  Antiphonar  der  böhmisch-mährischen  Brüder.  Papier- 

Handschr.  des  XVI.  Jhdt.    Fürst  Georg  Lobkowitz,  Prag, 

34.  Antiphonar  der  böhmisch-mährischen  Brüder.  Papier- 
Handschr.  des  XVI.  Jhdt. 

K.  k,  Universitätsbibliothek  Prag. 

35.  Psalterium.  Papier-Handschr.  des  XVII.  Jhdt. 

Benedictinerstift  Baigem. 

36.  Cantional  und  Psalterium  v.  J.  1676. 

Stadtgemeinde  Chrudim. 

37.  Psalterium.  Rucny  kniJka  Pysni  Duchownich  (Papier- 
Handschr.  ergänzt  1784).  Verein  icrotin,  Olmütz. 


Raum  VI.  Böhmisch-mährische  Brüder.  71 

38.  2almowe  aneb  spSwowe  Swateho  Dawida.  Prag  1618. 

TT.  k.  Ho/bibliothek, 

39.  PjsDÖ  kterychi  nenj  w  welikem  kancyonale.  Prossuitz 

1546.  Mährischer  Landesausschuss,  Brunn. 

Die    Prossnitzer    Druckerei    war    die    erste    (1520    errichtete) 
Druckerei  der  böhmisch-mährischen  Brüder. 

40.  PjsdS  duchownj  ewangelistsk^.  1598. 

Verein  Zerotin,  Olmütz, 

41.  PjsnS  duchownj  ewangelistske.  1598. 

Fürsterebischöf  liehe  Bibliothek,  Frag, 

42.  Pjsnfi  duchownj  ewangelistske.  1618. 

Verein  Sterotin,  Olmütz, 

Pult  IV:  Böhmlsch-nfiährische  Brüder. 

43.  44.  Augezdecky,     Pjsnö     duchownj      ewangelistske 

Samotul   1561.  Mährischer  Landesausschuss,  Brunn, 

K,  k,  Universitätsbibliothek  Prag. 

45.  PjsnS  duchownj  ewangelistskö.  1564. 

K,  k,  Universitätsbibliothek  Frag. 

46.  Pjsnfi  duchownj  ewangelistskö.  Kralitz  1576. 

Mährischer  Landesausschuss,  Brunn, 

47.  Pjsnfi  duchownj  ewangelistskfi.  Kralitz  1581. 

Derselbe, 

48.  Pjsnfi  duchownj  ewangelistske.  1615. 

Främonstratenserstift  Strahoto,  Frag, 

49.  Dasselbe  Werk,  auf  Pergament  gedruckt. 

K,  k.  Universitätsbibliothek  Frag, 
Nr.  46 — 49  aus    der  berühmten  Kralitzer  Druckerei  der  Zerotine. 

Glaskasten    V:    Gradualien    der    böhnfiisch-mährischen 
Brüder  nfilt  Miniaturen. 

50.  Graduale  von  Böhmisch-Brod.  1557.Pgmt.-Handschr.  mit 

Bildern  der  Donatoren.  K.  k.  Universitätsbibliothek  Frag. 


73      Uaiin  VI.  Bohm.-inähr.  Brüder  und  protestantisches  Kirchenlied. 

51.  Gradiiale    der    Prager     Altstadt     vom    Jahre     1564. 

Pgmt.-Handsehr.  K.  k.  Universitätsbibliothek  Prag. 

52.  Graduale,  geschrieben  auf  Kosten  der  Frau  Magdalena 
od  zlate  hwiezdy,  Bürgerin  der  Altstadt  Prag  im  Jahre 
1576  (nach  einer  späteren  handschr.  Notiz  angefertigt  für 
die  St.  Galluskirche  in  Prag).  Pgmt.-IIandschr.  Dieselbe. 

53.  Graduale  mit  dem  Wappen  der  Stadt  Öaslau  und  den 
Bildern  der  Donatoren.  Vollendet  1557.  Pgmt.-Handsehr. 

K.  k.  Hofbibliothek. 

54.  Graduale,  geschrieben  im  Jahre  1563  auf  Kosten  der 
Stadt  Leitomischl.  Pgmt.-Handsehr. 

St adtgem einde  Leitomisch l. 

55.  Graduale,  ausgefertigt  auf  Kosten  des  Bürgermeisters, 
dos  Käthes  und  der  gesammten  Gemeinde  Kleinseite  in 
Prag  im  Jahre  1572.  Pgmt.-Handsehr. 

K.  k.  Universitätsbibliothek,  Prag. 

Pult  VI  und  VII:  Protestantisches  Kirchenlied. 
Pult  VI. 

56.  Luther,    Martin    (1483—1546).     Denkmünze,    Gyps- 

abgUSS.  Kunsthistorische  Sammlungen  des  Ah.  Kaiserhauses. 

bl.  Lider  (!),  Etlich  Cristlich  (!)  —  Lobgesang  vnd  Psalm 
.   .   .   Wittenberg  1514.  Kgl  Bibliothek,  Berlin. 

58.  Messe,  Deudsche  vnd  Ordnunge  Gottesdienst«.  Zwickaw, 
Wolffg.  Meyerpeck.  s.  a.  (1526). 

K.  k.  Hofbibliothek. 

59.  Enchiridion  oder  eyn  Handbuchlein,  eynem  yetzlichen 
(Christen  fast  nutzlich  bey  sich  zu  haben  .  .  .  1524. 
Umdruck  vom  Jahre  1848.  nr.  Klanter,  Wien. 

60.  Walther  Johann  (1496  bis  circa  1566.  Luthers 
Freund).    Wittenbergisch    Gsangbüchli    (!)    Argentorati, 

apud  Petrum  Schoeffer  1537.  Tenor. 

Stadtbibliothek  Augsburg. 


Kaum  VI.  Protcstimtischos  Kirchenlied.  73 

61.  Walther,  Johann.  Wittembergisch  deudsch  Geistlich 
ßesangbüchlein.  Wittenberg,  durch  Georgen  Rhawen 
Erben  1551.  Tenor. 

Ständische  Landesbibliothek,  Cassel. 

62.  Spangenberg,  Joh.  Zwölff  Christliche  Lobgesenge  vnd 
Leissen.  Wittemberg,  Rhau  1545. 

K.  k.  Hofbibliothek. 

63.  Passion,  der  — ,  oder  das  leyden  Jesu  Christi,  in  ge- 
sangs  weyss  gestellet.  Nürnberg,  Valentin  Neuber. 
s.  a.  Dieselbe. 

64.  Geseng,  Christliche  —  vnd  Psalmen.    Nürmberg,    Val. 

Neuber.   S.   a.  Dieselbe. 

65.  Kirchenampt,  Deutsch  — ,  So  man  jtzundt  .  .  .  inn 
den  Kirchen  zu  singen  pfleget.  ErflFurdt,  Herten  von 
Dolgen.  s.  a.  Dieselbe. 

66.  Ringeltentze,  Geistliche  —  Aus  der  heiligen  Schriflft. 
Magdeburg,  Hans  Walther.  1550.  Dieselbe. 

67.  Lieder,  Geistliche  —  vnd  Psalmen.  Gednickt  zu  ErflFurdt, 
durch  Melchior  Sachsen  1561. 

Metropolitancapitely  Prag. 

68.  Nicolaides,  Wenceslaus.  Cautiones  Evangelicae  .  .  . 
quae  in  Ecclesiis  Boemicis  .  .  .  canuntur.  Witebergae, 
Haeredes  Georgii  Rhaw  1554.  K.  k.  Hof  bibliothek. 

69.  70.    Gesangbuch     der    Brüder     inn    Behemen     vnnd 

Merherni.  Nürnberg,  Joh.  vom  Berg  vnd  Virich  Newber 

1561.  K.  k.  Hof  bibliothek. 

Fürst  Georg  Lobkotcitz,  Prag. 

71.  Kirchenordnung  ...  in  vnser  Wolflfgangs  von  Gottes 
Genaden  Pfaltzgrauens    bey    Rhein  .  .  .    Fürstenthumb. 

1557.  K.  k.  Hof  bibliothek. 

T2.  Hemmel,  Sigmund  (fürstl.  Würtemberg.  Capellmeister). 
Der  gantz  Psalter  Dauids  .  .  .  Mit  vier  Stimmen  .  .  . 
Tübingen,    bey    Virich    Morharts   Wittib    1569.    Tenor. 

Ständische  Landesbibliothek,  Cassel. 


74  Raum  "VT.  Protestantisches  Kirchenlied. 

73.  Osiauder,  Lucas  (Würtemberg.  Hofprediger).  Fünfftzig 
Geistliche  Lieder  vnd  Psalmen.  Nürmberg,  Katharina 
Gerlach  1586.  Bassus. 

Stadtbtbliothek  Lübeck, 

74.  Otto  Georgius  (Capellmeister  in  Cassel).  Geistliche 
deutsche  Gesänge  D.  Martini  Lutheri  .  .  .  1588.  Nürn- 
berg,   Catharinae  Gerlachin  Erben.    Discant. 

Ständische  Landesbibliothek,  Cassel. 

75.  Lieder,  Neuwe  Geistliche  —  ...  so  vor  inn  diesem 
Bonnischen  Gesangbüchlein  nicht  gewesen,  s.  a.  [1597.] 

Augustiner-Charherrenstift  Herzogenburg. 

76.  Melodeyen  Gesangbuch  . . .  durch  Hieron.  Praetorium, 
Joach.  Deckerum,  Jacob.  Praetorium,  David.  Scheide- 
mannum ...  in  vier  stimmen  vbergesetzt.  Hamburg, 
Samuel  Rüdinger.  1604. 

Universitätsbibliothek  Königsberg. 


Pult  VII. 

77.  Lobwasser,  Ambrosius  (1515 — 1587).  Psalter  vnd 
Psalmen  Dauids  nach  frantzösischer  Melodey  in  Teutsche 
Reymeu    artig   gebracht.    Berlin,    Martin  Guthe.    1623. 

K.  k.  Hofbibliothek. 

78.  Gesangbuch,  Christlich.  —  Von  allerhand  Geistlichen 
Psalmen,  Gesängen  vnd  Liedern  .  .  .  Von  dem  .  .  .  Herrn 
Moritzen,  Landgraven  zu  Hessen  .  .  .  mit  4.  Stimmen . . . 
componirt.  Hoff  Geissmar,  Sal.  Schadewitz  1649  (1607 
zum  1.  Male  erschienen).  Staaisarehiv,  Marburg. 

79.  Kirchengesänge,  darinnen  die  Ilauptartickel  des  Christi, 
glaubens  .  .  .  jtzt  abermals  vom  newen  durchsehen  .  .  . 

1606.  Metropolitancapitel,  Prag. 

80.  Musica  Diviua.  Das  ist.  Die  Geistreichen  Doctoris 
Martini  Lutheri  vnd  etzlicher  anderer  .  .  .  fürnembste 
Gesänge.  Wolffenbüttel,  Elias  Ilolwein  1620. 

Universitätsbibliothek  Königsberg. 


Raum  VI.  Protestantisches  Kirchenlied.  75 

81.  Christenius,  Joh.  (Cantor  zu  Altenburg).  Symbola 
Saxonica.  Leipzig,  Caspar  Kloseraan  1620.  Media  Vox. 

Stadtbibliothek  Breslau, 

82.  Schein  Joh.  Herrn.  (1586—1630).  Cantional,  Oder 
Gesangbuch    Augspurgischer  Confessiou.    Leipzig  1627. 

Universitätsbibliothek  Königsberg. 

82a.  Opitz,  Martin.  Die  Psalmen  Davids.  Dantzigk,  Andr. 
Hünefeldt  1637. 

Gräflich  Stolberfsche  Bibliothek,  Wernigerode. 

83.  Harpfen-Spiel,  Christi.  Fürstl.  Davids.  Nürnberg, 
Christoph  Gerhard  1667.  K,  k.  Hoßibliothek. 

84.  Sohren,  Peter  (Organist  in  Elbing,  XVII.  Jhdt.). 
Musical.  Vorschmack  der  Jauch tzenden  Seelen.  Hamburg, 
Hinrich  Völcker  1683. 

Universitätsbibliothek  Königsberg, 

85.  Möller,  Christian  (Organist  in  Cassel).  Davids  Kleinods 
1.    (And.)    Theil.    Franckf.    u.    Cassel,    Kürssner  1703. 

Ständische  Landesbibliothek,  Cassel, 

86.  Gerhard,  Paul  (1607—1676).  Geistreiche  Andachten  . . . 
Nürnberg,  Christoph  Riegel  1683. 

Herr  Max  Kalbeck,  Wien, 

87.  Kancyonal,  To  jest,  KiSiegi  Psalraow  y  Piesni 
Duchownych.  We  Gdansku  1684. 

K.  k.  Universitätsbibliothek  Prag. 

88.  Gesangbuch,  Lüneburgisches.  Lüneb.,  Joh.  Stern  1686. 

Universitätsbibliothek  Königsberg. 

89.  ülenberg,  Caspar.  Psalter.  .  .  in  Teutsche  Gesang- 
Reimen  gebracht  durch  — .  Colin,  Joh.  Odendall  1710. 

K  k.  Hofbibliothek. 

90.  Lobwasser,  Ambr.  (1515 — 1587).  Neu-eingerichtetes 
Gesang-Buch.  Cassel,  Hüter  u.  Harmes  1742. 

Äugustiner-Chorherrenstift  Herzogenburg. 


7G         liiam  VI.  Katholisches  und  protestantisches  Kirchenlied  etc. 

91.  Luther,  Dr.  Martin  (1483 — 1546).  Sendschreiben  an 
Ludwig  Senfel . . .  auf  das  Neue  in  den  Druck  g^eben  . . . 
von  J.  C.  S.  Kiefhaber.  München,  Lentner  1817. 

K.  h  Hofbibliothek. 

92.  Luther.  Martin.  Gedanken  über  die  Musik  .  .  .  mit 
Anmerkungen  und  Beilagen  begleitet  von  Fr.  Adolf 
Beck.  Berlin  und  Posen,  Mittler  1825.  Dieselbe, 

93.  Rink,  Christian  Heinr.  (1770—1846).  Choralbuch 
für  ev.  Kirchen.  Essen,  Bädeker  1829.  Quart  obl. 

Universitätsbibliothek  Königsberg, 

94.  Tucher,  Gottlieb  (1798—1877).  Schatz  des  ev. 
Kirchenge^angs.    Leipzig,    Breitkopf  und   Härtel    1848. 

Dieselbe, 

Pult  VIII:  Theoretiker  des  XV.  und  XVI.  Jahrh. 

95.  Burtius,  Nicolaus  (aus  Parma,  1450 — 1520),  musices 
opusculum.  Bononiae  per  ügonem  de  Bugeriis  1487. 

Jesuitencollegium  Wien. 
Das  älteste  gedruckte  Werk  über  Mensnralmnsik. 

96.  Gafurius,  Franchinus  (aus Lodi,  1451— 1522).  Theo- 
ricum  opus  musice  discipline,  impr.  Neapolis  per  mag. 
Franciscum  di  diuo  florentinum  a.  d.  1490.     Dasselbe. 

97.  Derselbe.  Theorica  musice,  impr.  per  M.  Phil.  Mante- 
gatium  1492.  K,  k.  Hofbibliothek. 

98.  Derselbe.  Practica  musice.  Mediolani  per  Guillermum 
Signerre  Rothomagensem  1496. 

Jesuitencollegium  Wien. 

99.  Derselbe.  Practica  musice  utriusque  cantus.  Venetiis 
per  Aug.  de  Zannis  de  Portesis  1512. 

K.  k.  Studienbibliothek  Salzburg. 

100,  101.  Derselbe.    De    harmonica    musicorum    instrumen- 
torum  opus.  Mediolani  per  Gotardum    Pontanum    1618. 

y^enedictiner Stift  Götttoeig. 

K.  k.  Universitätsbibliothek   Innsbruck. 


Raum  VI.  Tlieoretiker  des  XV.  und  XVI.  Jahrhunderts.  77 

102,  103.  Reutlingen,  Hugo  von,  Flores  musice  omnis 
cantüs  Gregoriani.  Argentine  per  Johannem  Pryss  1488. 

Benedictinerstift  Lamhach. 

K.  k.  Universität »hibliothek  Graz. 

104.  Reisch,  Georg.  (Beichtvater  Kaiser  Maximiliaus  I.). 
Margarita  Philosophiea.  Liber  qu intus  de  priucipiis 
musice.  Heidelberg  1496. 

K,  h,  Universitätsbibliothek  Innsbruck, 

105.  Saess,    Henricus,    Musica   plana    atque    mensurabilis 

0.   0.   U.  J.  K.  k.  Studienbibliothek  Salzburg. 

100.  Deutsche  Gesangschule.  „Musica  ist  ein  Kunst  recht 
zu  singen."  1528.  Papier-Handschr. 

Kgl.  Bibliothek,  Berlin. 

Pult.  IX.:  Theoretiker  des  XVI.  Jahrhunderts. 

107.  Prasperger,  Balthasar  (Cantor  in  Basel,  2.  Hälfte 
des  XVI.  Jhdt.).  Clarissima  plane  atque  choralis 
musicae  interpretatio.  Basel,  Furter  1503. 

K,  k.  Universitätsbibliothek  Innsbruck. 

108.  Monetarius,  Stephan.  Epithoma  utriusque  musices 
practice.  Impr.   Cracouie  per  Florianum  ünglerum  o.  J. 

K.  k.  Universitätsbibliothek  Prag. 

109.  Opus  au  reu  m  de  musica  castigatissimum  o.  J. 

Benedictinerstift  Raigern. 

110.  Simon  de  Queren  (Capellsänger  Ludovico   Sforzas  in 
Mailand).  Opusculum  musices.  Wien,  Winterburger  1509. 

Augustiner-  Chorherrensiift  Herzogenburg. 

111.  Virdung,  Sebastian  (Organist  zu  Basel).  Musica  ge- 
tutscht  und  ausgezogen.  1511.  (Das  älteste  Werk    über 

Instrumentenkunde.)  K.  k.  Universitätsbibliothek  Innsbruck. 

112.  Regnault,  Fran^ois.  Utilissimae  musicales  regulao 
plani  cantus  et  simplicis  contrapuncti  1516. 

K.  k.  Hof  bibliothek. 

113.  Ornithoparchus,    Andreas.    (\''ogelsang,    wirkte    als 


78  Raum  VI.  Theoretiker  des  XVI.  Jahrhunderts. 

Lehrer    der  Musikwissenschaft  in  Tübingen,  Heidelberg, 
Mainz.)  Musicae  activae  micrologus.  Papier-Handschr. 

K.  k    Universitätsbibliothek  Innsbruck. 

114.  Dasselbe  Werk,  gedruckt  zu  Leipzig  1517. 

K,  k.  Universitätsbibliotliek  Prag. 

115.  Cocleus,  Johannes  (1479 — 1522,Canonicusin  Breslau). 
Tetrachordum  musices.  Nürnberg,  Weyssenburger  1511. 

K.  k.  Universitätbibliothek  Graz. 

116.  Dasselbe  Werk,  Nürnberg,  Peppus  1516. 

Augustiner-Chorherrenstift  Herzogenburg. 

117.  118.  Agricola,  Martin  (1486—1556).    Musica  instru- 
meutalis  deudsch.  Wittenberg,  Rhau  1529. 

Benedictiner Stift  Göttweig. 
K.  k.  Hof  bibliothek. 

Nächst  Virdung  die  Hauptquelle  f&r  die  Instrumentenkunde  des 
XVI.  Jhdt. 

119.  Derselbe.  Musica  figuralis  deudsch.  o.  J. 

K.  k.  Hof  bibliothek. 

120.  Derselbe.    Ein    kurtz    deudsche    Musica.    Wittenberg, 

Rhau  0.  J.  Dieselbe. 

121.  Derselbe.  Musica  choralis  deudsch.  Wittenberg,  Rhau 

1533.  Dieselbe. 

122.  Ileyden,  Sebald    (1498—1561,    Nürnberg).    De    arte 
canendi.  Nürnberg,  Petreius  154u. 

K.  k.  Universitätsbibliothek  Innsbruck, 

123.  Derselbe.  Musicae  otor/eiw^K;.  Nürnberg  1532. 

Stadtbibliothek  Hamburg. 

124.  Aron,    Pietro    (geb.  1490,  f  um  1550,  Canonicus  in 
Rimini).  Lucidario  in  Musica,  Venedig  Scotto  1535. 

K.  k.  Hof  bibliothek. 

125.  Luscinius,  OttomaT  (Nachtigall,  geb.  1487,  f  um  1536). 
Musurgia  seu  praxis  musicae.  Strassburg,    Schott  1636. 

K.  k.  Studienbibliothek  Olmütz. 
Seitenstück  zu  Virdung. 


Baum  VI.  Theoretiker  des  XVI.  Jahrhunderts.  79 

Pult  X:  Theoretiker  des  XVI.  Jahrhunderts. 

126,  127.  Feistein,    Sebastian    (Kirchenmusikdirector    zu 
Krakau  um  1530).  Opusculum  musices.  Cracoviae  1534. 

K.  k.  Hofbibliothek. 

K.  k.  Studienbibliothek  Olmütz. 

128,  129.  Froschius,    Johannes    (f  1533    als    Pastor   zu 
Nürnberg).    Berum   musicalium    opusculum.   Strassburg, 

Schüffer  1535.  Universitätsbibliothek  Strassburg. 

Benedictiner Stift  Lambach. 

Zum  Schulunterricht  yerfasst. 

130.  Compendium  musices  ad  introductionem  huius  libelli 
qui  Cantorinus  intitulatur.  Venedig  1538. 

Benedictinerstift  Göttweig. 

131.  Libanus,  Georgius.  De  musicae  laudibus  oratio.  Cra- 
couiae  per  J.  Halicz  1540. 

K.  k.  Studienbibliothek  Olmütz. 

132.  133.  Aventinus,  Johannes  (Thummayer,   bayerischer 
Historiograph  1477 — 1534).  Musicae  rudimenta.  Augsburg 

1541.  Augustiner-  Ch  orherrenstift  Herzogenburg. 

K,  k.  Hofbibliothek. 

134.  Hang,  Virgilius  (Cantor  zu  Breslau).  Erotemata  musices 
musicae  practicae  ad  captum  puerilem  formata.   Breslau 

1545.  Prämonstratenserstift  Strcüww,  Prag. 

Verfasst  zu  Unterrichtszwecken. 

135.  Loritius,  Henricus    (genannt  Glareanus)    aus    Glarus 
1488—1563.  Dodecachordon.  Basel  1547. 

K.  k.  Universitätsbibliothek  Wien. 

In  diesem  Werk  suchte  Glarean  nachzuweisen,  duss  nicht  8  sondern 
12  EirchentOne  aufgestellt  werden  müssten. 

136.  Rh  au,    Georg    (Thomascautor    in    Leipzig,    f    1588). 
Enchiridion    utriusque    musicae    practicae.    Wittenberg, 

Rhau  1551.  Stadtbibliothek  Hamburg. 

137.  138.  Petit   Coclius,    Adrian  (geb.  um  1500,  Schüler 
Josquin's).  Compendium  musices.  Nürnberg,  Montanus  1552. 

Stadtbibliothek  Nürnberg. 

K,  k,  Universitätsbibliothek  Wien. 


80  Kaum  VI.  Theoretiker  des  XVI.  und  VII.  Jahrhunderts. 

139.  Agricola,  Nicolaus.  Duae  orationes  de  re  graiuinatica 
et  musica.  Regensburg  1553.  K.  k.  HofbihUothek. 

140.  Listenius,  Nicolaus  (lebte  in  Wittenberg).  Musica. 
Nürnberg,  Petreius  1553.  Benedictinerstift  Göttweig. 

141.  Faber,  Gregor  (um  die  Mitte  des  XVI.  Jlidt.  Professor 
der  Musik  in  Tübingen).    Musices   practicae    erotemata. 

Basel  1552.  Stadtbihliothek  Hamburg, 

142.  Wilphlingseder,  Ambrosius  (Cantor  an  der  Sebaldus- 
kirche  zu  Würzburg,  f  1563).  Erotemata  musices  practicae. 
Nürnberg,  Heussler  1563.  Dieselbe. 

143.  Derselbe.  Teutsche  Musica,  der  Jugend  zu  gut  gestellt. 

Nürnberg   1585.  Fürst  Moritz  Lobkowitz,  Raudnitz. 

Die   Werke    Wilphlingseder's   sind    die    ältesten    musikalisehen 
Katechismen. 

144.  Druckwerk  mit  Instrumentenbildern  (manc,  Mitte 

des  XVI.  Jhdt.).  Kgl,  Hochschule  für  Musik,  Berlin. 

145.  146.  Vicentinus,  Nicolaus  (geb.  1511,  Schüler 
Willaerts,  einer  der  ersten  theoretischen  Vorkämpfer  der 
modernen  Chromatik  und  Enharmonik).  Denkmünze, 
Gypsabguss,  Revers  und  Avers. 

Kunsthistorische  Sammlungen  des  AJi.  Kaiserhauses. 

Pult  XI:  Theoretiker  des  XVI.  und  XVII.  Jahrhunderts. 

147.  Aron,  Pietro.  Toscauello  in  musica.  Venedig  1562. 

K  k.  Universitätsbibliothek  Wien. 

148.  Claudius,  Sebastianus  Metensis.  Bellum  musicale 
inter  plaui  et  mensuralis  cantus  reges.  Strassburg  1563. 

K.  k.  Studienbibliothek  Olmütz. 

149.  Zarlino,Giuse])pe(1516 — 1590, Begründer dermodernen 
Harmonielehre).  Dimonstrationi  harmoniche.  Venedig  1571. 

Benedictinerstift  Melk. 

150.  Derselbe.  Tutte  Topere.  II  primo  volume,  contenente 
I'istitutioni  hannoniche.  Venedig  1589. 

K.  k.  Universitätsbibliothek  Wieti. 


Raum  Vr.  Theoretiker  des  XVI.  und  XVII.  Jahrhunderts.  81 

151.  Salinas,  Francesco  (spanischer  Theoretiker  1512  bis 
1540).  De  musica  libri  Septem.  Salmentiae  1577. 

UniversitätshihHothek  Göttingen. 

152.  Cerroue  de  Bergamo,  Pedro.  El  melopeo  y  maestro. 

Neapel  1613.  Dieselbe, 

153.  Colonna  Linceo,  Fabio.  La  sambuca  lincea  overo 
deir  istromento  perfetto.  Neapel  1618. 

K,  k,  Universitätsbibliothek  Innsbruck. 

154.  6umpeltzheimer,Adam(geb.  1559, Cantor inAugsburg). 
Autograph  1614  (Widmung  des  zweiton  Buches  der 
Sacri  cantus  an  den  Rath  der  Stadt  Augsburg). 

Stadtarchiv  Augsburg. 

155.  Derselbe.  Compendium  musicae.  Augsburg  1655. 

Minoritenconvent  Wien. 

Bilder. 

156 — 165.  Musicierende  und  singende  Engol.Gypsabgüsse 
nach  Donatello's  Brouzereliefs  im  Santo,  Padua  (s.  IV.  72). 

K,  k.  Osten' eichisches  Museum  für  Kunst 
und  Industrie,  Wie^i. 

166.  Caramuel  von  Lobkowitz,  Bischof  von  Vigevano 
(1606—1682),  Musiktheoretiker.  Brustbild  (oval).  Kupfer- 
stich von  Sebastian  Fürck.  Fol. 

K.  u.  k.  Generalintendanz  der  k.  l:  Hoftheater. 

167.  Calvisius,  Sethus  (s.  V.  Nr.  84  b).  Kupferst.  Brustbild 

(oval).   Quart.  Gesellschaft  der  Musikfreunde,   Wien. 

168.  Petit,  Adrian,  gen.  Coclius  (s.  Nr.  137).  Ganze  Figur. 

Holzschn.  Oct.       K.  u.  k.  Familien-FideicommissbibUothek, 

169.  Handl  Jacob,  gen.  Gallus  (s.  V.  Nr.  61).  Brustbild  (oval). 
Holzschn.  von  1590.  Photogr.  Keproduction.  Quart. 

Herr  Joseph  Mantuani,  Wien. 

170.  Derselbe.  Brustbild.  Oelgem.  von  Joseph  Germ.  Lwd., 
h.  69,  br.  55.  Derselbe. 

I  6 


82        Raum  VI.  Katholisches  und  protestantisches  Kirchenlied  etc. 

171.  Derselbe.  Brustbild  (oval).  Kupferst.  von  Berka,  1732 
(nach  dem  Ilolzschnitte  von  1590).  Photogr.  Repro- 
duction.  Quart.  Derselbe, 

172.  Derselbe.  Brustbild. Holzschn.  von  1593.  Photogr.  Repro- 
duetion.  Quart.  Derselbe. 

173.  Claudin  (Glaudin)  le  jeune  (franz.  Contrapunktiker 
zu  Ende    des   XVI.  Jhdt.).    Brustbild  (oval).    Kupferst. 

Oct.  K,  u.  k.  Familien-Fidetcommissbibliothek. 

174.  Krengel,  Gregor  (Lautenvirtuose  aus  der  zweiten  Hälfte 
des  XvT.  Jhdt.).  Brustbild.  Holzschn.  Quart. 

Gesellschaft  der  Musikfreunde,  Wien. 

175.  Monte,  Philippus  de  (s.  V.  109).  Brustbild  (oval). 
Kupferst.  von  N.  Larmessin.  Quart. 

K.  u.  k.  Familien-Fideicommissbibliothek. 

176.  Palestrina,  Giovanni  Pierluigi  da.  Brustbild.  Litho- 
graphie von  H.  J.  Hesse,  1828.  Fol.  Dieselbe. 

177.  Nanini,  Giovanni  Maria  (röm.ComponistlöiO — 1607). 
Brustbild  (oval).  Tuschzoichnung.  Oct.  Dieselbe. 

178.  Vicentino,  Nicolo  (s.  Nr.  145).  Brustbild  (oval). 
Tuschzeichnung.  Oct.  Dieselbe. 

179.  Martin  Luther.  Oelgem.  Lwd.,  h.  68,  br.  56. 

Evangelisches  Presbyterium,  Wien. 

180.  Hessen,  Moriz  Landgraf  von,  Brustbild  (1692— 1627). 
Kupferst.  (oval).  Quart. 

Gesellschaft  der  Musikfreunde  Wien. 

181.  Rist,  Johann  (1607—1667).  Brustbild  (oval).  Kupferst. 
von  Steuerhelt.  Quart.  Dieselbe. 


Raum  VIT.  Sammlung  Erzherzog  Franz  Ferdinand  von  Oesterreich-Este.    83 

Raum  VIL  Sammlung  Erzherzog  Franz  Ferdinand 

von  Oesterreich-Este. 

Die    Instrumente    dieser    für    die    Wissenschaft    unschätzbaren 
Sammlung   stammen   zumeist   aus    dem  XVI.    und  XVII.  Jhdt. 

In  drei  Glaskasten  (I,  II,  III). 

Blasinstrumente  aus  Holz. 

1.  Groß-Doppelt-Quint-Pommer.  XVI.  Jhdt. 

2 — 22.  Blockflöten,  ganzes  Stimmwerk  mit  einzelnen 
Doubletten.  XVI.  Jhdt.  Die  Instrumente  sind  gezeichnet 
„Hie.  S".  Eine  so  vollständige  CoUection  ist  anderweitig 
nicht  bekannt. 

23.  Schnabelflöte  aus  Marmor. 

24—27.  4  Schnabelflöten  aus  Holz.  XVH.  Jhdt.  Gez. 
„D.  Peposa*'  und  „Pvi  Bressan". 

28.  Querflöte  in  einem  Stück.  Aus  Buchsbaumholz  in  der 
ältesten  bekannten  Bauart. 

29 — 32.  Krumme  Zinken  (franz.:  Coruets  k  bouquin)  aus 
Holz  mit  Lederuberzug.  XVI.  Jhdt. 

33—36.  Stille  Zinken  (Cornetti  muti).  XVI.  Jhdt. 

37,  38.  Sordunen-Bass,  Urform  unseres  jetzigen  Fagotts. 

39.  Doppel-Fagott,     mit   Leder    überzogen.    XVI.    Jhdt. 

40.  Doppel-Fagott  aus  Buchsbaum.  XVI.  Jhdt. 

41.  Fagott  primitivster  Form  mit  einer  Klappe.  XVII.  Jhdt. 

42.  Gerades  Alphorn  aus  Baumrinde  mit  Lederfutteral. 
Vermuthlich  aus  dem  XVI.  Jhdt. 

43.  44.  Basset  oder  Tenor-Pommer.  XVI.  Jhdt. 

6* 


84   Baum  VIT.  Sammlung  Erzherzog  Franz  Ferdinand  von  Oesterreich-Este. 

45.  Alt-Pommer.  XVI.  Jhdt. 

46.  Discant-Schalmey.  XVI.  Jhdt. 

47.  48.  Oboen  mit  zwei  Dis-  und  einer  I)-Klappe. 
XVIII.  Jhdt. 

49.  Kortholt  oder  Kurzpfeiff,  gehört  in  die  Familie  der 
Bassanelli  oder  Schryari.  XVI.  Jhdt. 

50,  51.  Schalmeyen  (mit  Membranen). 

Blasinstrumente  aus  Metall. 

52.  Trommet  oder  Trompete,  ohne  Stege,  ältester  Con- 
struetion,  bez.  „Macht  Jacob  Schmidt  in  Nvrnberg". 
Schaustück  mit  Relieffiguren  und  kunstvoller  Gravie- 
rung. Desgleichen  das  Rohr  mit  getriebenen  und 
gravierten  Ornamenten  versehen. 

53,  54.  Trommeten  wie  Nr.  52,  bez.  „Hanns  Geyer  in 
Wien  1690".  Schallstuck  mit  Figuren  zu  Pferd,  Rohr 
graviert  und  ornamentiert. 

55.  Heroldtrompete,  bez.  „Macht  Paol  Hainlein.  P.  H. 
Nvrnberg  1689". 

56.  Jagdhorn,  bez.  „P.  L.  Crema".  Italienisch,  vermuthlich 
XVIII.  Jhdt. 

57.  Rufhorn  oder  Sprachrohr,    vermuthlich  XVIH.  Jhdt. 

58—61.  Gewöhnliche  Jägerhörner  aus  Pappe.  XVI. 
Jhdt.   (Praetorius  Synt.  mus.  Bd.  H,  Tafel  22,  Nr.  4). 

62.  Jagdhorn  aus  Leder  mit  Goldpressung  und  Zinn- 
beschlag, vermuthlich  XVI.  Jhdt. 

63.  Mohrenpäuklein.  XVI.  Jhdt.  Vorläufer  unseres  Tam- 
bourins. 

64.  65.    Sistrum.    (Altägyptisches  Rasselinstrument). 

66.  Handglocken. 

67  a — e.  Strohfiedelu  verschiedener  Größe  (Holz-  und 
Strohinstrumente). 


Raum  VII.  Sammlung  Erzherzog  Franz  Ferdinand  von  Oesterreich-Estc.    80 

67  f.  Stahl-Glockenspiel  mit  12  Töneo. 

68.  Sammlung  von  Triangeln  ältester  Construction  mit 
Ringen. 

69.  Vier  Etuis  für  Blasinstrumente,  aus  dem  XVI.  Jhdt. 

70.  Saekpfeife  mit  Blasbalg.  Vermuthlich  savoyardisch. 
Die  Spielpfeife  hat  5  Klappen. 

71.  Langer  Chitarrone  (romanische  Theorbe),  bez. 
„Magno  Dieffopruchar  a  Venetia",  mit  12  Spielsaiten  und 
8  Begleitsaiten. 

72.  Paduanisehe  Theorbe,  bez.  „1611  Padova  Vvendelio 
Venere",  mit  12  Spielsaiten  und  8  Begleitsaiten. 

73.  Laute,  bez.  „Hans  Frei«,  mit  20  Saiten.  XVI.  Jhdt. 

74.  Laute,  bez.  „Hans  Frei«.  XVI.  Jhdt. 

75.  Laute,  bez.  „Laui  Maller«,  mit  20  Saiten.  Anfang  des 
XVI.  Jhdt. 

76.  Laute,  bez.  „Padova  Vvendelio  Veuere  de  Leonardo 
Tiefembrucker  1582«. 

77.  Kleine  Laute  mit  13  Saiten.  XVI.— XVH.  Jdth. 

78.  Kleine  Laute,  bez.  „Vvendelino  Venere«,  mit  9  Saiten. 

79.  Mandörchen  mit  4  Saiten  (mit  3  eingebrannten  Doppel- 
adlern). 

80.  Kleine  Theorbe  italienischer  Factur  mit  10  Spiel- 
und  10  Begleitsaiten.  Vermuthlich  XVII.  Jhdt. 

81.  Miniaturlaute,  bez.  „Magno  Longo.  Padua  1598«. 

82.  Große  Cister,  siebenchörig.  Boden  und  Zargen  aus 
einem  Stück.  XVI.— XVII.  Jhdt. 

83.  Große  Cister,  siebenchörig,  italienischer  Factur.  Boden 
und  Zargen  aus  einem  Stück.  XVI. — XVII.  Jhdt. 

84.  Cister,  sechschörig  mit  außergewöhnlich  kunstvoller 
Rosette.  Auf  dem  Boden  eingebrannte  Vignette,  ver- 
muthlich „Paolo  Maggini  in  Brescia«. 


86   Raum  VII.  Sammlung  Erherzog  Franz  Ferdinand  von  Oesterreich-Estc. 

85.  Chitarra  battente  aus  Marmor,  geätzt,  fünfchörig. 

War   mit   Stahlsaiten  bezogen  und  Tvurde   mit   einem  Plectrum 
gerissen. 

86.  Chitarra  battente,  umgestaltet  in  eine  gewöhnliche 
Guitarre,  Ebenholz  mit  Elfenbein  eingelegt  und  graviert. 
Bez.  „Jacobvs  St.  Adler".  Vermuthlich  XVII.  Jhdt. 

87.  Chitarra  battente  mit  gewölbtem  Boden.  Zwischen 
den  einzelnen  Rippen  sind  Elfenbeinstreifen  eingelegt. 
Vermuthlich  XVII.  Jhdt. 

88.  Chitarra  battente,  umgestaltet  in  eine  gewöhnliche 
Guitarre.  Bez.  „Matteo  Seilas  alla  corona  in  Venetia". 
Auf  dem  Griffbrett  sind  in  Elfenbein  Landschaften 
graviert.  Gewölbter  Rücken.  Vermuthlich  XVII.  Jhdt. 

89.  Kleine  Chiatarra  battente  im  Originalzustand.  Bez. 
„Giovan  Smit  Milano  1646".  Mit  Elfenbeineinlagen. 

90.  Kleine  Chitarra  battente,  in  eine  gewöhnliche 
Guitarre  umgearbeitet.  Bez.  wie  Nr.  89.  Elfenbeineinlagen. 

91.  Doppelguitarre,  bez.  „Alexandre  Voboan  1699".  Mit 
dem  Körper  einer  gewöhnlichen  Guitarre  ist  eine  zweite 
kleinere  Guitan*e  verbunden.  Beide  fünfchörig. 

92.  Harfencister,  bez.  „Padova.  Vvendelio  Venere  de 
Leonardo  Tiefenbrucker".  Mit  3  kunstvoll  gearbeiteten 
Rosetten,  15  Spielsaiten;  rechts  20  Saiten  auf  einer  Art 
Harfengestell,  links  15  Saiten  auf  dem  Corpus  angebracht. 

93.  Tromba  raarina  oder  Nonnengeige.  Vermuthlich 
XVII.  Jhdt. 

Das  Instrument  diente  in  Nonnenklöstern  als  Ersatz  für  die 
Trompete,  auf  den  Schiffen  zur  Berufung  des  Lootsen,  daher 
„tromba  marina"  genannt. 

94.  Italienische  Lyra  di  Gamba,  bez.  „In  Padoa  Ven- 
delinus  Tieffenbruker".  Im  Wirbelkasten  mit  Tinte  ge- 
schrieben ebenfalls  „Vendelinus  Tieflfenbruker  F.  in 
Padoua",  vermuthlich  des  Erzeugers  eigene  Hand.  Mit 
6  Spielsaiten  und  15  unter  dem  Steg  laufenden  mit- 
schwingenden Saiten. 

Dieses  Instrument  ist  ein  Vorläufer  der  Viola  di  bordone.  —  Ein 
zweites  £zemplar  dürfte  kaum  anzutreften  sein. 


Raum  VII.  Sammlang  Erzherzog  Franz  Ferdinand  von  Oesterreich-Este.    87 

95.  Lyra  da  braeeio,  bez.  „Joannes.  Andreas.  Veronensis 
a  di  12  .  .  .  uosto  1511".  Auf  der  Rückseite  griechische 
Inschrift  in  Elfenbein  gravirt  „AniHS  .  lAT  /  POS  . 
ESTIN  .  /  ANOPönOIi;  .  /  ÖAH  .  /«  (Der  Gesang  ist 
der  Menschen  Tröster.).  Siebensaitig;  die  Schalllöcher 
von  ausserordentlicher  Charakteristik.  Die  Vorderseite 
zeigt  die  Form  des  männlichen  Leibes.  Auf  dem  Wirbel- 
kasten trägt  es  die  Form  eines  grotesk  stilisierten  Mannes- 
kopfes. Auf  der  Rückseite,  welche  in  der  Mitte  die  Form 
eines  weiblichen  Leibes  hat,  ist  oben  ein  weiblicher  Kopf 
mit  geschlitzten  Augen,  am  unteren  Ende  ein  Männer- 
kopf. In  der  Mitte  steht  „XPONIKOS". 

96.  Violone  oder  Gross-Viol  de  Gamba  Bass,  sechs- 
saitig,  bez.  „1585.  Ventura  di  Francesco  luinarol  in 
Padova  fecit." 

97—99.  Terzett  von  Violen  da  Gamba,  Tenor-,  Alt- 
und  Discantgambe,  bez.  „Antonio  Siciliano".  Vermuth- 
lich  XVI.  Jhdt. 

100.  Discantgambe,  bez.  „Franciscus  Linarolus  Bergomeusis 
Venetüs  faciebat".  XVI.  Jhdt. 

101—103.  Terzett  von  Violen  de  Gamba,  Tenor-,  Alt- 
und  Discantgambe,  bez.  „D.  Gaspar  da  Salö  in  Brescia". 
Nur  bei  der  Discantgambe  ist  die  Schnecke  Original. 
Tenor  und  Alt  sind  doppelt  eingelegt. 

104.  Tenorgeige,  bez.  „Ventura  di  Francesco  Linarol  in 
Venetia  1583".  Wundervoll  gearbeitetes  Instrument.  Der 
Boden  eingelegt. 

105.  Viola  da  braccio  oder  Altgeige.  Mit  dem  gedruckten 
Zettel  „Antonius  Stradiuarius  Cremonensis  Faciebat  anno 
1695",  geschrieben  „Reparirt  von  J.  Steininger". 

Die  Echtheit  nicht  authentisch,   jedocli    zweifellos  italienischen 
Ursprungs  von  einem  hervorragenden  Meister. 

106.  Violine  von  sehr  roher  Arbeit.  Der  Boden  gerippt. 
Schalllöcher  in  Gambenform  zeigen  die  erste  Entwicklung 
der  F-Löcher,  bez.  (geschrieben)  „Giouanni  Ventura  .... 
1622«. 


88    Kaum  VII.  Samiiilung  Erzherzog  Franz  Ferdinand  von  Oesterreich  Este. 

107.  Violine  mit  einer  in  den  ersten  Formen  sich  haltenden 
Schnecke,  mit  Originalsaitenhalter  und  Griffbrett  und 
charakteristischen  F-Löchem,  bez.  „Ventura  di  Francesco 
Linarolo  in  Venetia  1581". 

108.  Geige,  bez.  „Jacobvs  Stainer  in  Absam  prope  Oeni- 
pontiim  1661".  Von  schöner  Erhaltung. 

109  und  110.  Miniaturgamben. 

111  und  112.  Pochetten  oder  Tanzmeistergeigen. 

113.  Eine  Art  Pochette  aus  Rohrstäben,  mit  verschie- 
denen Abbildungen  von  Instrumenten  und  Arabesken. 

114.  Radleier  oder  Bauernleier  (organistrum)  von  unge- 
wöhnlicher Bauart,  mit  doppeltem  Rad;  mit  12  Saiten, 
von  denen  8  auf  das  grosse  Rad  und  4  auf  das  kleine 
Rad  kommen.  Vermuthlich  XVI.  Jhdt. 

115.  Kleine  Radleier  alter  Bauart.  Vermuthlich  XVI.  Jhdt. 

116.  Collection  von  Gambenbögen  mit  charakteristischen 
Köpfen,  welche  den  Bogen  in  seinem  Entwicklungsgange 
darstellen. 

117.  Harfe  mittelalterlicher  Bauart.  Wahrscheinlich  aus  dem 

XV.  Jhdt. 

118.  Musikalisches  Dominospiel  mit  gedi'uckter  An- 
leitung. 1793.  (Nouveau  jeu  de  Domino  en  musique.) 

119.  Schild    aus    Holz,    mit   Leder    überzogen,    aus    dem 

XVI.  Jhdt.,  mit  weiblichen  Figuren,  die  verschiedene 
Instrumente  halten  (darunter  Groß-Geigen  wie  in  Virdungs 
Miisica  getutscht  Tafel  B  2,  ferner  ein  kleines  Positiv, 
Laute,  Becken,  Lira  di  Gamba,  Triangel). 

Ist  nicht  im  Glaskasten,  sondern  an  der  Wand  aufgehängt. 

120.  Marmorgeige  mit  Intarsia.  Der  Marmor  ist  durch- 
sichtig, so  dass  eine  Inschrift  ersichtlich  „D  a  0  a  M. 
Gio:  Battista  Casrini  (!)  Carrara  1687",  aus  carrarischem 
Marmor. 

121.  Guitarre,  fünfchörig,  in  Originalverfassung,  mit  schöner 
Rosette. 


Raum  VII.  Entwicklunjj  des  Notendruckes  und  -Stiches.  89 


•o 


Raum  Vn.  Entwicklung  des  Notendruckes 

und  -Stiches. 

Pult  IV. 

1 — 3.   Text  und  Linien  gedruckt,   Noten  eingeschrieben. 

1.  Missale  Romanum.  Venetiis  1485. 

Augustiner-Chorherrenstift  Herzogenburg. 

2.  Missale  Romanum.  Venetiis  1485. 

Kgl  Hof'  und  Staatsbibliothek,  München. 

3.  Missale  sec.  chorum  alme  eccl.  Strigoniensis.    Venetiis 

1512.  Metropolitancapitel  Prag. 

4.-9.  Patronen-  oder  Stempeldruckc,  die  Noten  werden  mittelst 

Stempel  eingedrückt. 

4.  Processionarium  ordinis  fratrum  predicatorum. Venetiis, 
per  J.  Emericum  Alemanum  1494. 

Äugtistiner-Chorherrenstift  St.  Florian. 

5.  Missale  Romanum.  Venetiis,  Phil,  de  pincis  1495. 

Benedictinerstift  Göttweig. 

6.  Agenda   seu    Benedictionale   sec.  usum  s.   eccl.  Pata- 
viensis.  Venetiis,  Joh.  hertzog  1498. 

K.  k.  Universitätifbibliothek  Prag. 

7.  Missale  Olomucense.  Wien,  Joh.  Winterburg.  1505. 

Fürsterzbischöfliches  Clericalseminar^  Olmütz. 

8.  Missale  sec.  chorum  Archiepiscopatus  Pragensis  ecclesie. 
Venetiis,  Petrus  Liechtenstein  1507. 

Stadt.  Museum  Budweis. 

9.  Vigilie  &  Officium  mortuorum.  Venetiis,  Petrus  Liechten- 
stein  1518.  Bencdictinerstijt  Melk. 

Pult  V. 

10 — 15.    Holztafeldrucke,  ein  umständliclies  und  kostspieliges 
Verfahren,    da   für  jedes   Notenheispiel   eine   besondere   Tafel 

geschnitten  werden  musste. 

10.  Burtius,  Nie.  Musices  Opusculum.  Bonouie  1487.  Erster 

Holztafeldruck.  Fürst  Auersperg,  Laibach. 


90  Haura  VIT.  Entwicklung  des  Notendruckes  und  -Stiches. 

11.  Gafurius,    Franchinus.    Practica  Musicae.    Mediolani 

1496.  Universitätsbibliothek  Göttingen. 

12,  13.  Derselbe.  Practica  Musicae.  Brixiae  1497. 

Fürst  M.  Lobkowitz,  JRaudnitz. 
Universitätsbibliothek  Würzburg. 

14.  Wollicus,  Nicolaus.  Eiichiridion  musices  .  .  .  Parisiis 
1509.  Fürst  Thum  und  Taxis,  Regensburg. 

15.  Quercu,    Simon    de    —   Opusculum  Musices.  Vienne, 
Winterburger  1509.  K  k.  Hofbibliothek. 


Pult  VI  und  VII:  Bewegliche  Metalltypen,  Oct.  Petruccls 
(aus  Fossombrone  bei  Rimini,  1466  bis  ca.  1523) 
Erfindung. 

16 — 44.  Petrucci-Drucke. 

16 — 19.  Josquin.  Misse.  Venetiis,  per  Oct.  Petrutium  1502. 
Sup.  Ten.  Alt.  Bass.  Kgl  Bibliothek,  Berlin. 

20 — 23.  Obrecht.  Misse.  Venetiis,  per  Oct.  Petrutium  1503. 
Sup.  Ten.  Alt.  Bass.  Dieselbe. 

24 — 27.  Agricola,  Alex.    Misse.  Venetiis,  per  Oct.  Petru- 
tium 1504.  Sup.  Ten.  Alt.  Bass.  Dieselbe. 

28,  29.  (Motetti  libro  quarto).  Numero  55.    Venetiis,    per 
Oct.  Petrutium  1505.  Alt.  Bass.        k.  k.  Hofbibliothek. 

30.  Isaac  (Yzac),  Heinr.  Misse.  Venetiis,  per  Oct.  Petrutium 

(1506.)  Sup.  Dieselbe. 

31.  Frottole,  lib.  I.  Venetiis,  per  Oct.  Petrutium  1504. 

Dieselbe. 

32—34.  Frottole,  Hb.  IL,  III.,  IV.  Venetiis,  per  Oct.  Pe- 
trutium 1507.  Dieselbe. 

35,  36.  Frottole,  lib.  V.,  VI.  Venetiis,  per  Oct.  Petrutium 

1505.  Dieselbe. 

37.  Frottole,    lib.  VII.,  VIII.   Venetiis,  per  Oct.  Petrutium 
1507.  Kgl.  Hof'  und  Staatsbibliothek,  München. 


Raam  YII.  Entwicklung  des  Notendruckes  und  -Stiches.  91 

38.  Frottole,  lib.  IX.    Venetiis,  per  Oct.    Petrutium  1508. 

K.  k,  HoßihUothek. 

39,  40.  (Motetti  C).    Venetiis,   per  Oct.    Petrutium    1504. 

Alt,  Bass.  Dieselbe, 

41,  42.  Brumel.  Misse.  Venetiis,  per  Oct.  Petrutium  1503. 

Sup.  Bass.  Dieselbe, 

43.  Tenori  e  Contrabassi  iutabulati.  Lib.  1.  Francisci  Bossi- 
nensis  Opus.  Ven.,  per  Oct.  Petrutium  1509.      Dieselbe. 

44.  Intabolatura    de  Lauto.   Libro  4.    Venetiis,   per  Oct. 
Petrutium  1508.  Dieselbe. 

Pult  VIII:  Drucke  aus  der  ersten  Hälfte  des  XVI.  Jahr- 
hunderts. 

44a — 49.  Italienische  Drucke. 

44  a.  Canzoni,  Frottole  &  Capitoli  .  .  .  Lib.  2  de  la  Croce. 

Rome,  Val.   Dorich  1531.  Gh-af  Erwein  Nostiz,  Prag. 

45.  46.  Naich,  Hubert.  Madrigali.  Roma,  Ant.  Blado.  s.  a. 

Basso,  QuintO.  K.  k.  Hofbibliothek. 

47.  Viola,  Alf.  dalla  —    1.  Libro  di  Madrigali.  Ferrara, 
Gio.    de    Buglhat,    Henrigo  de  Campis  &  Ant.  Hucher 

1539.   Alto.  Kgl.  Hof-  und  Staatsbibliothek,  München. 

48.  Motteti  della  Corona.    Lib.  3.    Rome,  expensis  Jacobi 
Junte  ...  ex  arte  .  .  .  Job.  Jac.  Pasoti  ...  &  Val. 

Dorich    1527.  Bassus.  Stadtbibliothek  Hamburg. 

49.  Ganassi,  Sylv.  di  —  Opera  in  titulata  Fontegara.  Venetiis, 

Sylv.   di  Ganassi   1535.  Universitätsbibliothek  Jena. 

50— 53a.  Französische  Drucke. 

50.  Chansons,  vingt  et  neuf  .  .  .  Paris,  Pierre  Attaignant 

1530.  Sup.  Kgl.  Hof-  und  Staatsbibliothek,  München. 

51.  Chansons,  vingt  et  huyt  .  .  .  Paris,  Pierre  Attaignant 

(ca.   1538).  Ten.  Dieselbe. 

52.  Gaillardes,    quatorze  .   .   .    Paris,    Pierre   Attaignant 

(ca.    1538).  Ten.  Dieselbe, 


$)2  llaum  VII.  Entwicklung  des  Notendruckes  und  -Stiches. 

53.  Chansons  musicales,  Trente  et  cinq  .  .  .  Paris,  Pierre 
Attaignant  (ca.  1538).  Ten. 

Kgl,  Hof'  und  Staatsbibliothek,  Manchen, 

53  a.  Chansons  musicales,  Trente  et  huyt .  .  .  Paris,  Pierre 
Attaignant  1529.  Superius. 

Gräflich  8tolberg*8che  Bibliothek,  Wernigerode. 

54 — 62.  Deutsche  Drucke. 

54.  Tritonius,  Petrus.  Harmonie  super  odisHoratii  Flacci. 
Augustae,  Erhard  Oeglin  1507. 

Historischer  Verein,  Augsburg. 

55.  (Liederbuch).  Augsburg,  Erhard  Oeglin  1512.    Tenor. 

Kgl.  Hof-Staatsbibliothek,  München. 

5().  Oeglin,  Erhard.   Actenstück.    Quittung,    dat.  15.  Dec. 
(15)12.  Haudschr.  Autogr.  1  Bl. 

Historischer  Verein   Augsburg. 

57.  (Liederbuch).  Cöln,    Arnt  von  Aich  (1519)  Tenor. 

Kgl,  Bibliothek,  Berlin. 

58.  S  c  h  1  i  c  k,  A  r  n  0 1  d.  (Tabulaturbuch).  Mentz,  Peter  Schoeffer 

1512.  Dieselbe. 

59.  (Liederbuch).  Mentz,  Peter  SchöflFer  1613  Tenor. 

Kgl.  Hof'  und  Staatsbibliothek,  München. 

6'\  Theodoricus  (Dietrich,  Sixtus).  Magnificat.  Lib.  1. 
Argentorati,  per  Petrum  Schaefferum  &  Mathiam  Apiarium 

1535.  Tenor.  Dieselbe. 

fil.  Ausszug,  Ein  —  guter  alter  vnd  newer  Teutscher  liedlein. 
Nürnberg,  Joh.  Petreius  1539.  Tenor. 

Universitätsbibliothek  Göttingen. 

62.  (Joh.    Ott's   Liederbuch.)    Nürnberg,    Joh.    Petreius 
1544.   Alt.  Universitätsbibliothek  Jena, 

Pult  IX:  Drucke  aus  der  Mitte  des  XVI.  Jahrhunderts. 

63—05.  Deutsche  Drucke. 

63.  Wilphlingseder,  Ambr.  Erotemata  Musices  Practicae. 
Noribergae,  Christ.  Heussler  1563. 

Universitätsbibliothek  Göttingen. 


Raum  Vn.  Entwicklung  des  Notendruckes  und  -Stiches  93 

64.  Listenius,  Nico  laus.  Musica.  Vitebergae,  in  off.  haer. 

Georgii  Rhavi   1555.  K  k.  Studienbibliothek  Olmütz, 

65.  Derselbe.  Musica.  Norib.  Joa.  Montanus  &  ülricus 
Neuberus  1562.  Schottenstift  Wien. 

66  —  68.  Französische  und  niederlündische  Drucke. 

66.  CertoD,  Pierre.  1.  Livre  de  Psalines  .  .  .  reduitz  c^u 
Tabulature  de  Leut  par  maistre  Guillaume  Morlaye. 
Paris,  Michel  Fezandat  1554. 

Kgh  Hof'  und  Staatsbibliothek,  München, 

67.  Goudimel,  Claude.  2.  Livre  de  Psalmes.  Paris,  Adr. 
le  Roy  &  Rob.  Ballard  1559.  Tenor. 

K.  k.  Hoßiblioüiek. 

68.  Brouck,  Jacobus  de  —  Cantiones  Sacrae  .  .  .  ft.,  6. 
u.  8.  vocum.  Autverpiae,  ex  off.  Christ.    Plantini  1579. 

Quintus.  Kgl.  Hof'  und  Staatsbibliothek,  München. 

69 — 73.  Drucke  von  Antonio  Gardane  in  Venedig. 

69.  70.  Jach  et.  1.  Libro  di  Mottetti  di  —  ä  5  v.  con  la 
gionta  .  . .  Ven.  Ant.  Gardane  1540.   Canto,  Quinto. 

K  k.  Hof  bibliothek. 

71.  (Willaert),  Adriano.  l.  Libro  di  Motetti  di  M. 
Adriano  ä  6.  Ven.  Ant.  Gardane  1542.  Sesto. 

Kgl.  Hof'  und  Staatsbibliothek,  Münchefi. 

72.  Gintzler,  Simon.  Intabolatvra  de  Lauto.  Libro  1.  Ven. 

Ant.  Gardane  1547.  K.  k.  Hofbibliothek. 

73.  Zarlino,  Gioseffo.  Quinque  Vocum  Moduli,  Motecta 
vulgo  nuncupata.    Libro  1.  Ven.    Ant.    Gardane    1549. 

Altus.  Dieselbe. 

74.  Matthias,  Herm.  Cantuum  5  vocum  .  .  .  lib.  1.  Medio- 
lani,  apud  Franc.  &  Simonem  Moschenios  1555.  Tenor. 

Stadtbibliothek  Hamburg. 

73.  Fuenllana,  Miguel  de  —  Libro  de  Musica  para  Vihuela. 
Sevilla,  Martin  de  Montesdoca  1557. 

A'.  k.  Universitätsbibliothek  Innsbruck. 


94  Raum  VIT.  Entwicklung  des  Notendruckes  und  -Stiches. 

Pult  X:    Deutsche  Drucke  aus  der  zweiten  Hälfte  des 
XVI.  Jahrhunderts. 

76,  77.  Handel,  Jacobus.  Missarum  VII.  u.  VIII.  voc.  lib.  1. 
Pragae,  ex   off.  typogr.  Georgii  Nigrini  1580.    Bassus. 

QuintUS.  K.  k.  Hof  bibliothek. 

78,  79.  Zangius,  Nie.  Ettliche  Schöne  Teutsche  Geistl. 
vnd  Weltl.  Lieder  mit  5  Stimmen  .  . .  Colin,  Ger.  Greven- 

bruch  1597.  Ten.  Disc.        Universitätsbibliothek  Göttingen. 

80.  Osiander,  Lucas.  50  Geistliche  Lieder  vnd  Psalmen. 
Nürmberg,  Katharina  Gerlach  1586.  Tenor. 

Stadtbibliothek  Lübeck. 

81,  82.  Lechner,  Leonhard.  Newe  Teutsche  Lieder  mit 
fünff  vnd  vier  Stimmen.  Nürnberg,  Kath.  Gerlach  vnd 
Joh.  V.  Berg  Erben.  Cant.  Alt.         k.  k.  Hofbibliothek. 

83.  Dressler,  Galhis.  Ausserleseue  Teutsche  Lieder  mit 
vier  vnd  fünff  Stimmen.  Nürnberg,  Kath.  Gerlach  vnd 
Joh.  V.  Berg  Erben  1580.  Vagaus.  Dieselbe. 

84.  Regnard,  Jacobus.  Teutsche  Lieder  mit  Dreyen 
Stimmen.  München,  b.  Anna  Bergin  Wittib  1611.  Tenor. 

Dieselbe, 

85.  86.  Meilaud,  Jacob.  Newe  ausserlesene  Teutsche  Lied- 
lein mit  funff  vnd  vier  Stimmen.  Nürnberg,  Dietrich 
Gerlatz  1569.  Alt.  Bass. 

Universitätsbibliothek  Göttingen. 

87,  88.  Bassengius,  Aegidius.  Motectorum  5.  6.  8.  vocum 
Lib.  1.  VieunaeAustriae,  Leonh.  Formica  1591.  Ten.  Bass. 

K.  k.  Hof  bibliothek. 

89.  Langius,  Gregorius.  Newer  Deudscher  Lieder  mit 
dreyen  Stimmen  ...  1.  Theil.  Bresslaw,  Joh.  Scharffen- 

berg  1684.  Disc.  Universitätsbibliothek  Göttingen. 

90.  Amon,  Blasius.  Liber  Sacratiss.  (quas  vulgo  introitus 
apellant)  Cantionum  ...  5  vocibus.  Viennae  Austriae,  typ. 
Stephani    Crevzeri    1582. 

K.  k.  Lyccalbibliothek  Laibach. 


Raum  yn.  Entwicklang  des  Notendruckes  nnd  -Stiches.  95 

91.  Marenzio,  Luca.  Madrigalia  5  vocum,  antea  Veuetiis 
.  . .  novein  sep.  edita  libris  . .  Nor.  in  oflF.  typogr. 
Pauli  Kauffinanni  1601.  Tenor. 

StadthibUothek  Hamburg. 

92.  Hasler,  Hans  Leo.  Madrigali  k  5.  6.  7.  &  8.  voci, 
Augusta,  Val.  Schönigk  1596.  Basso. 

K.  Je.  Hofhihliotheh 

Pult  XI:    Italienische    Drucice    aus    der   zweiten    Hälfte 
des  XVI.  Jahrhunderts. 

93.  94.  Rore,  Cipr.  de.  2.  Libro  di  Madrigali  ä  5  v.  Venetia, 
Antonio  Gardano  1563.  Quinto.  Canto. 

K.  k.  Hof  bibliothek. 

95,  96.  Derselbe.  4.  Libro  di  Madrigali  a  5  v.  Venetia 
Ant.  Gardano  1563.  Alto.  Basso.  Dieselbe. 

97,  98.  Palestrina,  Gio.  P.  1.  Libro  de  Madrigali  k  5. 
Venetia,  Angelo  Gardano  1581.  Canto.  Quinto. 

Dieselbe. 

99,  100.  Marenzio,  Luca.  3.  Libro  de  Madrigali  k  5. 
Venetia,  Angelo  Gardano  1852.  Canto,  Quinto. 

Dieselbe. 

101.  Buus,     Jacques.    Libro    1.    delle    Canzoni    francese. 
Venetiis,  ap.  Hieronymum  Seotum  1550.  Tenor. 

Kgl.  Hof-  und  Staatsbibliothek  München. 

102.  Ghibelli,    Elise o.    Quintus  Motectorum  c.  5  vocibus. 
Lib.  1.  Ven.  ap.  Hieron.  Scottum  1548. 

Stadtbibliothek  Hamburg. 

103.  Marenzio,  Luca.  5.  Libro  de  Madrigali  k  5  v.  Vineg- 
gia,  appr.  Therede  di  Girol.  Scotto  1570.   Quinto. 

K  k.  Hof  bibliothek. 

104.  Dragoni,  Gio.   Andrea.    1.  Libro    de  Madrigali  k  6. 
Vineggia,  appr.  Therede  di  Girol.  Scotto  158i.    Canto. 

Ständische  Landesbibliothek  Cassel. 


96  Raum  VII.  Eutwicklang  des  Notendruckes  uud  -Stiches. 

105,  106.  Marenzio,  Luca.  4.  Libro  de  Madrigali  a  5  v. 
Venetia,  Giacomo  Vincenti  1589.  Quinto.  Basso. 

K  k.  HofhihUotheh 

107,  108.  Croce,  Gio.  Novi  Peusieri  Musicali  a  5.  Veiietia, 
Giacomo  Vincenti  1598.  Teuore.  Canto. 

Stadtbihltothek  Leipzig, 

Pult  XII:  Deutsche  Drucke  aus  dem  Ende  des  XVI.  Jahr- 
hunderts und  aus  dem  Anfange  des  XVII.  Jahrhunderts. 

109,  110.  Praetorius,  Hieronymiis.  Cantiones  sacrae  .  . . 
5.  6.   7.   &  8.  vocum.    Hamburgi,   Phil,  de  Ohr  1590. 

Sept.   Vox.   Quinta  Vox.  Stadtbibliothek  Hamburg. 

111.  Brade,  Wilh.  Newe  aiisserlesenePadnanen,Galliardeu  . . 
Hamburg,  Phil.  v.  Ohr  Erben  1609.  Alt.         Dieselbe, 

112.  Fritsch,  Balth.  Primitiae  Musicales.  Francoforti,  typis 
Wolfg.  Richteri  1606.  Bass.  Dieselbe. 

113.  Schein,  J.  Herrn.  Venus  Kräntzlein.  Wittemberg,  Thom. 
Schürer.  Gedruckt  durch  Joh.  Gormau  1609.  Alt. 

Dieselbe. 

114.  Stade,  Johann.  Venus  Kräntzlein.  Jehna,  Christoff 
Lii)pold  1610.  Qnintus.  Dieselbe 

115.  Sayve,  Lamb.  de  —  Teutsche  Liedlein  mit  4  Stimmen. 
Wulffenbüttel,    fürstl.  Druckerey    1611.    Cantus. 

Universitätsbibliothek  Göltingen. 

116.  Müller,  Ambr.  Concentus  Musicus.  Berlin,  bey  Georg 
Rungen  1616.  Basis  sup.  Chori,  cantus  prior. 

Stadtbibliothek  Hamburg. 

117.  118.  Zangius,  Nicol.  Schöne  Newe  Ausserlesene  Welt- 
liche Lieder  mit  3  Stimmen.  Berlin,  bey  Martin  Guthen 
1617.  Media  Vox.  Infima  Vox. 

Universitätabibliothek  Göttingen. 

119.  Harnisch,  Oth.  Sigfr.  Rosetum  Mvsicvm.  Hamburgk, 

Heinr.   Carsten   1617.   Bassus.      Stadtbibliothek  Hamburg. 


Kanm  YII.  Entwicklung  des  Notendruckes  und  -Stiches.  97 

120.  Swelinck,  Jan  Peter.  Vier-Stimmige  Psalmen.  Berlin, 
George  Runge  1618.  Bassus. 

Ständische  Laudesbihliothek,  Cassel. 

121.  Harnisch,  Üth.  Sigfr.  Psalmodia  Nova.  Gosslar,  Johann 

Vogt  1621.   Partitur.  üniversitätshihUothek  Jena. 

122.  Stadimayr,  Joa.  Musicae  svper  Cantvm  Gregorianvm 
Pars  seeunda.  Ravenspurgi,  Joa.  Schröter  162ö.  Bassus 

öd  org.  Benedictineratift  Oöttweig. 

Pult  XIII:    Deutsche   und    italienische  Drucke   aus  dem 
XVII.  Jahrh.  und  aus  dem  Anfange  des  XVIII.  Jahrh. 

123—128.  Deutsche  Drucke. 

123.  124.  Megerle,  Abr.  Ära  Musica.  Salisburgi,  in  typogr. 
Christophori  Katzenbergeri  1647.  Partitur.  Vox  XX. 

A'.  k.  Hofbihliothek. 

125,  126.  Schmelzer,  Joh.  H.  Sacro-Profanus  Concentus 
Musicus . . .  Pars  3.  Noribergae,  Michael  Endter  1622. 
Org.  Pars  3.  Dieselbe, 

127,  128.  Schütz,  Heinr.  Symphoniarum  sacrarum  3.  pars. 
Dressden,  bey  Christian  und  Melchior  Bergen  1650. 
Prima  Vor.  Tenor.  Dieselbe. 

129—132.  Italienische  Drucke. 

129.  Monteverdi,  Claudio.  II  Sesto  Libro  de  Madrigali 
ä  5  vüci.  Venetia,  Stampa  del  Gardano  1620.  Quinto. 

Stadtbibliothek  Hamburg. 

130.  Frescobaldi,     Girolamo.     Fiori    Mvsicali.     Venetia, 

Alessandro  Vincenti  1635.  Minoritenconvent  Wien. 

131  u.  132.  Marc  eil  0,  Ben  ed.  Estro  Poetico-Armonicu.  Para- 
frasi  sopra  li  primi  25  Salmi.  Venezia,  Domenico  Lovisa 

1724.  Kgl  Bibliothek,  Berlin. 

Bilder. 

133.  Instrumente  (Pochette,  Schalmei,  Zinken,  Laute,  Archi- 
liuto,  Violine)  neben  einem  wohlbesetzten  Tisch  (Stilleben). 
Phot.    Ad.    Braun    &   Cie.    nach  Adriaen   von  Utrecht 

I  7 


98  Raum  VII.  Bilder. 

(1599 — 1652),    kgl.    Gemäldegallerie,    Dresden.     Oroß- 

Qaer-Fol.  K.  k,  Hofbihliothek, 

134.  Das  Concert  (Flageolet  und  Guitarre).  Kupferst.  von 
Beraard  nach  Michelangelo  Amerighi  da  Caravaggio  (1569 
bis  1609).  Quer-Roy.-Fol.  Dieselbe. 

135.  Tafelscene  mit  Theorbenspieler.  LDas  Gehör  und 
der  Geschmack").  Phot.  Ad.  Braun  gl  Cie.  nach  Jan 
Brueghel  (1569—1625),  Prado,  Madrid.  Groß-Quer-Fol. 

Dieselbe. 

136.  Familien bildnis  (links  unten  Viola  da  braccio,  Violine 
und  Archiliuto).  Phot.  Ad.  Braun  &  Cie.  nach  Gonzalez 
Coques  (1618—1684),  kgl.  Gemäldegallerie,  Dresden. 
Groß-Quer-Fol.  Dieselbe. 

137.  Lustiges  Leben  (an  der  Wand  eine  alte  Zither).  Phot. 
J.  Löwy  nach  Jan  Steen  (1626 — 1679),  kais.  Gemälde- 
gallerie, Wien.  Quer-Fol. 

K.  k.  Universitätsbibliothek,  Wien. 

138.  Die  Liebesbotschaft  (auf  dem  Tische  eine  Laute). 
Phot.  Ad.  Braun  &  Cie.  nach  Frans  van  Mieris 
d.  Aelt.  (1635—1681),  kgl.  Gemäldegallerie,  Dresden. 
Groß-Fol.  K,  k,  Hoßibliothek. 

139.  Die  Lautenspielerin  (Archiliuto  mit  seltener  Form 
des  doppelten  Halses).  Lithogr.  von  Fr.  Hanfstängl  nach 
Gerard  Ter  Borch  (Terburg,  1617—1681),  kgl.  Gemälde- 
gallerie, Dresden.  Groß-Fol. 

\K,  k.  Akalemie  der  bildenden  Künste,  Wien. 

140.  Der  Empfang  am  Meer  (Lautenspieler).  Phot. 
Ad.  Braun  &  Cie.  nach  Claesz  Pietersz  Berchem  (Berghem, 
1620—1683),  kgl.  Gemäldegallerie,  Dresden.  Groß-Fol. 

K.  k.  Hofbibliothek. 

141.  Maleratelier,  im  Vordergrunde  Bassgambe.  („Der 
Meister,  eine  Dame  malend.")  Phot.  Ad.  Braun  &  Cie. 
nach  Frans  van  Mieris  d.  Aelt.  (s.  Nr.  138),  kgl.  Gemälde- 
gallerie, Dresden.  Groß-Fol.  Dieselbe, 


Raum  VlI.  Bilder.  99 

142.  Der  Sänger  (zur  Theorbe).  Lithogr.  von  J.  Woelffle 
(Piloty  und  Loehle)  nach  Caspar  Netseher  (1639—1684), 
kgl.  Pinakothek,  München.  Groß-Fol. 

K,  k,  Akademie  der  bildenden  Künste,  Wien. 

143.  Die  Eitelkeit  (Geigen,  Laute,  Gambe).  Phot.  J.  LOwy 
nach  Leonhard  Bramer  (1596  bis  nach  1656),  kais. 
Gemäldegallerie,  Wien.  Fol. 

K.  k.  Universitätsbibliothek,  Wien. 

144.  Das  Concert  (Geige  und  Mandola).  Oelgem.  v.  Anselni 
Feuerbach  (1829—1880).  Lwd.  h.  289,  br.  157. 

\KgL  NationalgcUlerie,  Berlin, 

145.  Der  Trompeter.  Phot.  Ad.  Braun  &  Cie.  nach  Willem 
van  Mieris  (1662 — 1747),  kgl.  Gemäldegallerie,  Dresden. 
Groß-Fol.  K  ^•.  Hofbibliothek, 

146.  Musik  und  Kartenspiel  (Zither  und  Geige).  Ra- 
dierung V.  L.  Kühn  nach  Frans  Hals  (1585 — 1666).  Fol. 

Gesellschaft  für  vervielfältigende  Kunst,  Wien. 

147.  Musicierende  Gesellschaft  (Spinett  und  Geige).  Phot. 
Ad.  Braun  &  Cie.  nach  Hendrik  van  Limborch  (1680 
bis  1758),  Gallerie  Liechtenstein,  Wien.  Quer-Fol. 

K.  k.  Hofbibliothek, 

148.  Allegorie  (Frau  mit  Laute).  Phot.  J.  Löwy  nach 
Tizian    (1477—1576),    kais      GemäldegaUerie,     Wien. 

Quer-Fol.  K  k,  UniversitätsbibUotliek,  Wien. 

149.  Frau  von  Montespan,  die  Harfe  spielend,  zu 
ihren  Füßen  ein  guitarrespielendes  Kind.  Phot.  Ad. 
Braun  &  Cie.  nach  Caspar  Netscher  (s.  Nr.  142),  kgl. 
Gemäldegallerie,  Dresden.  Groß-Fol. 

K.  k.  Hofbibliothek. 

150.  Der  Flötenspieler.  Phot.  Ad.  Braun  &  Cie.  nach 
Benedetto  Luti  (1666—1724),  Ennitage,  St.  Petersburg. 

Groß-Fol.  Dieselbe. 

151.  Ein  junger  Violinspieler  (Porträt).  Phot.  Ad. 
Braun  &  Cie.  nach  Angelo  Bronzino  (1502—1572), 
Prado,  Madrid.  Groß-Fol.  Dieselbe. 

7* 


100  Kaum  Vü.  Bilder. 

152.  Gerard  Dow  (1607—1675),  die  Violine  spielend. 
Selbstporträt,  Ermitage,  St.  Petersburg.  Phot.  Ad.  Braun 

&  Cie.  Groß-Fol.  JT.  k.  Hofhihliothek. 

153.  Der  Lautenspieler.  Phot.  Ad.  Braun  &  Cie.  nach 
Annibale  Carracci  (1560 — 1609),  kgl.  Gemäldegallerie, 
Dresden.  Groß-Fol.  Dieselbe. 

154.  Ein  Musiker  (mit  Theorbe?).  Porträt.  Phot.  Ad.  Braun 
&  Cie  nach  Anton  van  Dyek  (1599—1641),  Prado, 
Madrid.  Groß-Fol.  *  Dieselbe. 

155.  Lautenspieler  und  Dame.  Phot.  Ad.  Braun  &  Cie. 
nach  Caspar  Netscher  (s.  Nr.  142  und  149),  kgl. 
Gemäldegallerie,  Dresden.  Groß-Fol.  Dieselbe. 

156.  Der  Tambourinschläger.  Phot.  J.  Lowy  nach  Tizian 
(s,  Nr.  148),  kais.  Gemäldegallerie,  Wien.  Fol. 

K.  k.  Universitätsbiblicthek,  Wien. 

157.  Gesang  mit  Ciavierbegleitung.  Phot.  Ad.  Braun  & 
Cie.  nach  Caspar  Netscher  (s.  Nr.  142,  149  und  155), 
kgl.  Gemäldegallerie,  Dresden.  Groß-Fol. 

K.  k.  Hofbibliothek. 

158.  Das  Duo  (Sängerin  und  Violinspieler,  auf  dem  Tische 
Viola  da  Gamba).  Phot.  Ad.  Braun  &  Cie  nach  Gabriel 
Metsu  (1630—1667),  Nationalgallerie,  London.  Groß- 
Fol.  Dieselbe. 

159.  Der  Unterricht  im  Lautenspiel.  Phot.  Ad.  Braun 
&  Cie.  nach  Gerard  Ter  Borch  (s,  Nr.  139),  National- 
gallerie,  London.  Groß-Fol.  Dieselbe. 

160.  Die  Guitarrespielerin.  Radierung  von  L.  Miclialek 
nach  Aug.  Quesnel  (XVII.  Jhdt.).  Fol. 

Gesellschaft  für  vervielfältigende  Kunst,  Wien. 

161.  Musikinstrumente  (Zinken,  Schnabelfloten,  Knimm- 
hömer,  Schalmeien,  Violon).  Colorierter  Kupferstich  von 
Giov.  Volpato  nach  einem  Ornament  von  Kaphael  Santi 
(1483 — 1520)  in  den  Loggien.  Vatican,  Rom.  Imp.-Fol. 

A'.  k.  Hofbibliothek. 


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a 


Raum  VII.  Bilder.  Instrumente.  10 1 

162.  Dame  am  Ciavier  uud  Theorbenspieler.  Radierung 
von  W.  Krauskopf  nach  Frans  van  Mieris  d  Aelt. 
(s.  Nr.  138).  Fol. 

Gesellschaft  für  vervielfältigende  Kunst,  Wien. 

163.  Musicierende  Frauen  (Gambe,  Orgel,  Hackbrett).  Pho- 
togr.  Ad.  Braun  &  Cie.  nach  Tintoretto  (Jacopo  Robusti 
1518 — 1594),    kgl.    Gemäldegallerie,    Dresden.     Groß- 

Quer-Fol.  K.  k.  HofbibUothek. 

164.  Musicierende  Familie  (Gambe,  Laute,  Rebek).  Oelgem. 
bez.  L.  Lenain  1640.  Lwd    h.  71,  br.  85. 

Herr  Paul  de  Wit,  Leipzig. 

165.  Musikalische  Unterhaltung  (Guitarre,  Harfe,  Violine, 
Laute,  Gambe).  Photogr.  Ad.  Braun  &  Cie.  nach  David 
Ryckaert  (1612 — 1661),  Gallerie  Liechtenstein,  Wien. 
Groß-Quer-Fol.  K  k.  Hofbihliothplc. 

166.  Gerard  Dow  (s.  Nr.  152)  mit  dem  Zeichenbuch, 
vor  ihm  Laute  und  Violine.  Selbstporträt,  kgl.  Gemälde- 
gallerie, Dresden.  Photogr.  Ad.  Braun  &  Cie.  Groß-Fol. 

Dieselbe. 

167.  Die  Lautenspielerin  (Archiliuto).  Photogr.  Ad.  Braun 
&  Cie.  nach  Gerard  Ter  Borch  (Nr.  139),  kgl.  Ge- 
mäldegallerie, Dresden.  Groß-Fol.  Dieselbe. 

168.  Der  Guitarrespieler.  Photogr.  Ad.  Braun  &  Cie. 
nach  David  Teniers  d.  Jung.  (1610—1690),  Gallerie 
Liechtenstein,  Wien.  Groß-Fol.  Dieselbe, 

169.  Das  Concert  (Lautenspieler).  Photogr.  Ad.  Braun  &Cie. 
nach  Gerard  Ter  Borch  (s.  Nr.  139  und  167),  Er- 
mitage, St.  Petersburg.  Groß-Fol.  Dieselbe. 

Instrumente. 

170.  Nonnengeige  mit  geschnitztem  Löwenkupfchen.  XVII. 

Jhdt.  Herr  Paul  de  Wit,  Leipzig. 

171.  Trompete  von  Hieronymus  Starck,  Nürnberg  1692. 

Museum  für  Volkstrachten,  Berlin, 


102  Raum  VII.  Instrumente. 

172.  Trompete  von  Johann  Leonard  Ehe,  Nürnberg. 

Ffarramt  Kefotnarkt,  Ohei'österreich. 

173.  Trompete  von  Cornelius  Steinmetz  in  Nürnberg. 

Dasselbe. 

174.  Qnint-Posaune    mit    umgekehrtem    Schallstück    von 
Johann  Leonard  Ehe  in  Nürnberg,    mit  Engelsköpfchen 

auf  der  Stürze.    PfähiscJies  Getcerhemusevm,  Kaiserslautern. 

175.  Theil  einer  Posaune.  Dasselbe. 

176.  Tenor-Posaune  von  Josef  Riedl  in  Wien  1823. 

iL.  k.  Technologisches  Gewcrbemtiscinn,  Wien. 

177.  Tuba.  Zweite  Hälfte  des  XIX.  Jhdt.  Dasselbe. 

178.  Trompete,  neunfach  gewunden,  XVI.  Jhdt. 

Museum  FranciscoCarolinum,  Linz. 

179.  Serpent  (grün  angestrichen),  ohne  Klappe. 

Museum  Carolino-Äugusteum,  Salzburg. 

180.  Waldhorn    von    Jos.    Riedl,    mit   zwei    Pumpventilen. 
Mitte  des  XIX.  Jhdt. 

K.  k.  Technologisches  Gewerbemttscum,  Wien. 

181.  Trompete  mit  zwei    Pumpventilen.    Erstes  Viertel    des 
XIX.  Jhdt.  Dasselbe. 

182.  Klappentrompete  mit  fünf  radienförmig  angeordneten 
Klappen  (vermuthlich  von  Lausmann  in  Graslitz). 

Schulmuseum  Graslitz. 

183.  Klappentrompete  von  Ignaz  Hüttl,  Graslitz. 

Dasselbe, 

184.  Bogen  zu  einer  Nonnengeige. 

Herr  Paul  de  Wit,  Leipzig. 

185.  Cister,  fünfchörig.  Anfang  des  XIX.  Jhdt. 

Derselbe. 

186.  Cister  (italienisch),  7saitig.  XVIII.  Jhdt. 

Derselbe. 


Kaum  VII.  Instrumente.  103 

187.  Laute  von  Jacob  Weiss,  Saltzbiirg  1726,  11  saitig.  Mit 
dem  österr.  Doppeladler  als  Rose. 

Museum  Francisco-Caroliniim,  Lim. 

188.  Xonuengeige  (Trumscheit).  Angeblich  XVIII.  Jhdt. 

Herr  Paul  de  Wit,  Leipzig. 

189.  Nonnengeige  (Trumscheit),  italienisch.  Mit  Corpus  aus 
Ebenholz  und  vergoldetem  Luwenkopf.  XVII.  Jhdt. 

Derselbe. 

190.  Nonnengeige  (Trumscheit).  XVIII.  Jhdt.        Derselbe. 

191.  Cister,  8saitig.  XIX.  Jhdt.  Derselbe, 

192.  Cister  von  Gerard  J.  Deleplanque,  Lille  1773.  llsaitig. 

Derselbe. 

193.  Geigenetui  (Rococo),  Deckel  und  Boden  aus  je  einem 
Stuck  Holz  geschnitzt.  Das  Etui  besitzt  die  Eigeuthüm- 
lichkeit,  dass  bloß  eine  echte  Straduarius-Geige  liinein- 

passt.  Derselbe. 

194.  Laute  mit  umgeschlagenem  Kragen  von  Antony  Posch, 

Wien   1736.   lÖsaitig.      Steierisches  Landesmuseum y  Graz. 

195.  Bass-Guitarre  von  Robert  Lotz  in  Gotha.  XVIII.  Jhdt. 
H  Spiel-  und  2  Begleitsaiten. 

Herr  Paul  de  Wit,  Leipzig. 

196.  Serpent  aus  Holz  mit  Lederüberzug.  XVIII.  Jhdt. 

Cistercienserstift  Heiligenkreuz. 

197.  Bogen   (für  Violin   und  Cello).   Mitte   des  XIX.  Jhdt. 

(6  Stück).  Graf  Johann  Harrach,  Wiefi. 

198.  Thürmerhorn    aus  Holz    mit  Lederüberzug.    XVI.  bis 

XVII.  Jhdt.  Graf  Wilczek,  Wien. 

199.  Thürmerhorn  aus  Messing,  knieförmig  gebogen.  Gez^ 

W.  D.   1763.  Mnseu7n  für  Volkstrachten,  Berlin. 

200.  Tambourin  (Schellen -Tambouriu)  als  Standarte. 
Empirezeit.  Gez.  Philippi-Wien. 

Capellmeister  Jos.  Bayer,   Wien. 


101-  Raum  VII.  Instrumente. 

201.  Orpheoreoii  (italienisch),  mit  18  Stahlsaiton. 

Herr  Paul  de  Wit,  Leipzig. 

202.  Stummes  Cello.  Anfang  des  XVIII.  Jhdt.  Es  besticht 
aus  einer  Ahorndecke  mit  angeleimtem  ResonauzkästcluMi. 
Stachel,  Resonanzkasten  und  Hals  sind  aus  einem  Sniek 

gearbeitet.  Graf  Johann  Harrach,  Wien. 

203.  Nonnengeige  (Trumscheit).  XVII.  Jhdt. 

K.  k.  Technologisches  Gewerbe- Museum,   Wien. 

204.  Etui  für  Theorbe  aus  Leder. 

Museum  Francisco-Carolinum,  Line. 

205.  Geigenbogen.  Anfang  des  XIX.  Jhdt. 

Graf  Wilczek,  Wien. 

206.  Vogelstimmen-Register.  Zeit  unbestimmt. 

Museum  CaroUno-Augusteum,  Salzburg. 

207.  Waldhoru  (Halali)  von  Hanns  Leonard  Ehe  in  Nürn- 
berg 1698  mit  Jagdfiguren   und  Gravierungen  auf  der 

Stürze.  Museum  Kaiserslautern. 

208.  Trommel  aus  Eisenerz  in  Steiermark  (sog.  Bergnianns- 

trommel).  Graf  Wilczek,  Wien. 

209.  Zither.  Das  Corpus  aus  Schildpatt-Imitation. 

Herr  Anton  Kiendl,  Wien. 

210.  Zither  (Discant).  Derselbe. 

211.  Zither.  Derselbe. 

212.  Doppelzither.  [Herr  Paul  de  Wit,  Leipzig. 

213.  Schild  aus  Holz  mit  Leinwand  überzogen. 

Erzherzog  Franz  Ferdinand  von  Oesterreich-Estc. 
(S.  Nr.  119  der  Erzherzoglichen  Sammlung.) 

214.  Jagdhorn  aus  Elfenbein.  [Graf  Wilczek,  Wien. 

215.  Doppelzither.  Herr  Anton  Kiendl,  Wien. 

216.  Doppelzither.  Derselbe. 

217.  Zither.  Derselbe, 


Raum  VIII.  Vocalmusik  im  XVII.  Jahrhundert.  105 

218.  Jagdhörnehen  mit  Jagdfiguren.     Graf  Wilczek,  Wien. 

219.  Nonneugeige  (Triimscheit),  als  Kopf  eine  geschnitzte 

männliche  Figur.  XVIL  Jhdt.    Graf  Johann  Harrach,  Wien, 

220.  Landwehr-Trommel  (grosse)  mit  Schlägel. 

Graf  Wilczek,  Wien. 

Raum   Vin. 
Vocalmusik,  vorzüglich  im  XVn.  Jahrhundert. 

Pult  I— III:    Madrigal  (als  Weltliches  Kunstlied  und  als 

Uebergang  zur  Monodie.). 
Pult  I: 

1.  Verdelotto,  Fil.  (einer  der  ersten  Madrigalcoraponisten). 
Del  Secondo  Libro  de  Madrigali  di  —  ä  5.  (o.  0.  u.  J.) 

Alto.*  Kgl.  Hof'  und  Staatsbibliothek^  Manchen. 

2,  3.  Na  ich,   Hubert  (einer  der  ältesten  Madrigalisten). 
Madrigali  a   4  e  a  5  voci  .  .  .    Libro  1.    Roma,    Ant. 

Blado.   (o.  J.)  Alto.   Canto.  K,  k.  HoJbibUothek. 

i.  Hoste,  r —  da  Reggio.  Primo  Libro  de  Madrigali  a  4  v. 
Venetia,  Antonio  Gardane  1547.  Oanto. 

Stadtbibliothek  Lübeck. 

5.  Viola,  Alfonso  dalla — (CapellmeisterinFerrara). Primo 
Libro  di  Madrigali.  Ferrara,  Buglhat-Campis  &  Hucher 

1539.  Tenore.      Kgl  Hof-  und  Staatsbibliothek,  München. 

6.  Rore,  Cipr.  de  —  (1516—1565).  II  Primo  Libro  di 
Madrigali  crom,  h  5.  Venetia,  Ant.  Gardano  1563.  Alto. 

K.  k.  Hofhibliothek. 

7.  8,  Palestrina,  Gio.  Petr.  AI.  (1514—1594).  II  Primo 
Libro  de  Madrigali  ä  5  v.  Venetia,  Angelo  Gardano 
1581.  Alto.  Tenore.  Dieselbe. 

y.  Marenzio,  Luca  (ca.  1550 — 1599).  II  Secondo  Libro 
de  Madrigali  ä  5.  Venetia,  Ang.  Gardano  1593.  Quinto. 

Dieselbe. 

10,  11.    Derselbe.     II    Quinto    Libro    de    Madrigali    ä  5. 
Vinegia,  her.  di  Girol.  Scotto  1585.  Alto,  Basso.  Dieselbe, 


106  Kaum  VIII.  Vocalmusik  im  XML  Jahrhundert. 

12,  13,  14.  Derselbe.  II  Primo  Libro  delle  Villanelle  a  3. 
Venetia,  Giac.  Vincenzi  &  Rice.  Aniadino  15ö5.  Teiiore, 
Cunto,  Basso.  K.  k.  Hofbibliothek. 

15.  Derselbe.  II  Sesto  Libro  de  Madrigali  a  5.  Venetia, 
Ang.  Gardano  1594.  Cauto.  Dieselbe/:: 

16,  17.  L(M)ui,  Leon  (Capellmeister  in  Vieenza).  II  Primo 
Libro  de  Madrigali  a  5.  Venetia,  Ang.  Gardano  1588. 
Canto,  Tenore.  Dieselbe. 

18.  Croce,  Giovanni  (ca.  il560 — 1609).  Novi  Pension 
Mvsicaii  a  5.  Venetia,  Giac.  Vincenti  1598.  Alto. 

Stadibibliothek  Leipzirj. 

Pult  II:  Madrigal. 

19,  20.  Ilassler,  Hans  Leo  (1564—1612).  Madrigali  a  5. 
6.  7.  &  8.  voci.  Angnsta,    Val.  SchOnigk  1596.  Canto, 

Sesto.  K.  k.  Hojbibliothek. 

21.  Gastoldi,  Gio.  Giacomo  (Capellmeister  am  Dom  zu 
Mantua).    Balletti  a  5.    Venetia,    Rice.    Amadino   1597. 

Alto.  Stadtbibliotkek  Leipzig. 

22.  Gabrieli,  Andrea  (Organist  an  S.  Marco  in  Venedig). 
Masclierate  di  —  et  altri  autori  eccell.  a  3.  4.  5.  0. 
&  8.  V.  Venetia,  Ang.  Gardano  1601.  Alto. 

A:  k.  Hofbibliothek. 

23.  Agazzari.  Agost.  (Sienese).  II  Primo  Libro  de  Madri- 
galetti  a  3  v.  Venetia.  Rice.  Amadino  1607.  Canto. 

Stadtbibliothek  Augsburg. 

24.  25.  (Gemma  mnsicalis)  —  selectissimas  varii  stili 
cantiones  .  .  .  continens:  qua  ex  div.  praestantissimonini 
Musicorum  libellis  ...  in  Incem  editae  sunt,  studio  & 
npera  Friderici  Lindueri.  Noribergae  impr.  in  oflf.  typogr. 
Catharinae  Gerlacliiae  1588.  Alto,  Basso. 

K.  k.  Universitätsbibliothek  Graz. 

26.  Mouteverdi,  Claudio  (1567  in  Cremona  geb.,  gest. 
1643  in  Venedig  als  Capellmeister  an  S.  Marco).  Can- 
zonette  a  3  t.  Libro  1.  Venetia,  Giac.  Vincenzi  &  Rice. 

Amadino   1584.        Kgl.  Hof-  «.  Staatsbibliothek,  Miiticheu, 


Raum  VIII.  Vocalmusik  im  XVII.  Jahrhundert.  107 

27,  28.  Derselbe,  Gl.  II  Secondo  Libro  de  Madrigali 
a  5  V.  Venetia,  Ang.  Gardano  1590.  Tenor,  Bassus. 

K.  Ic.  Hofbibliothel:. 

29,  30.  Derselbe.  II  Sesto  Libro  de  Madr.  a  5  v.  Venetia, 
Gardano  1620.  Basso  continuo,  Canto. 

Stadt bibliothek  Hamburg. 

31.  Derselbe.  Concerto.  Settimo  Libro  de  Madr.  Venetia, 
Gardano  1619.  Tenore.  Dieselbe. 

32.  Gagliano,  Marco  da  (Capellmeister  in  Florenz).  II 
Quarto  Libro  de  Madrigali  a  5  v.  Venetia,  Ang.  Gardano 

1606.  Canto.  Ständische  LandesbibliotJiek,  Cassel. 

33.  Borehgrevinck,  Melch.  (Capellmeister  am  Hofe 
Christians  IV.  von  Dänemark,  Avar  einst  Schuler  Gio. 
Gabrieli's).  Giardino  Novo  bellissimo  di  varii  fiori  mus. 
scieltissimi  il  1.  libro  de  Madr.  a  5  v.  raccolti  per  — 
Copenhaven,  Henrico  Waltkirch  1605.  Canto.    Dieselbe. 

Pult  III.:  Madrigal. 

34.  Banchieri,  Adriano  (Organist  au  S.  Michele  iu  Bosco 
bei  Bologna).  II  Zabaione.  Milano,  Therede  di  Simon 
Tini  &  Fil.  Lomazzo  1604.  Tenore. 

Stadibibliothek  Augsburg. 

35.  Derselbe.    La  Pazzia  Senile.  Venetia,    Rice.  Amadiuo 

1607.  Canto  II.  Dieselbe. 

36 — 38.  Vecchi  Horatio  (Capellmeister  in  Modena). 
L'Amfiparnaso.    Venetia,    Aug.  Gardano    1597.    Tenore, 

Canto,   AltO.  Kgl.  Bibliothek,  Berlin. 

39,  40.  Derselbe.  Convito  musicale.  Venetia,  Ang.  Gardano 

1597.  Tenore,  AltO.  Stadtbibliothek  Leipzig. 

41 — 43.  Malvezzi  Cristofano  (Musiker  am  floreut.  Hofe). 
Intermedii  et  Concerti.  Venetia,  Giaeomo  Vincenti  1591. 
Tenore,  Canto,  Settimo.  K.  k.  Hof  bibliothek. 

44.  Venosa,    Prencipe    di    —    Partitura    delli    sei   Libri 


108  Raum  Vm.  Vocalmusik  im  XVII.  Jahrhundert. 

de'  Madrigali  k  5  voci  .  .  .  Fatica  di  Simone  Molinaro. 
Genova,  Giuseppe  Pavoni  1613. 

Universitätsb ihliothek  Königsberg. 

45.  Vogel,  Emil.  Bibliothek  der  gedruckten  weltl.  Vocal- 
musik Italiens.  1500—1700.  Berlin,  Haack  1892.  2.  Band. 

Herr  A.  Haack,  Berlin. 

Pult  IV:  Monodie  (Sologesang). 

46,  47.  Caeciui,  Giulio  (Musiker  am  florent.  Hofe).  Le 
nuove  Musiche.  Firenze,  Marescotti  1601. 

K  k.   Hof  bibliothek, 
Kgl,  Bibliothek,  Berlin. 

48.  Peri  Jaeopo  (Musiker  am  florent.  Hofe).  Le  varie 
Musiche.  Firenze,  Cristofano  Marescotti  1609. 

Kgl.  Bibliothek,  Berlin. 

49.  Brunetti,  Domenico  (Bolognese).   L'Euterpe.  Venetia, 

Rice.  Amadino   1606.  Ständische  Landesbibliothek,  Cassel. 

50.  Radesca  di  Foggia.  II  Quinto  Libro  delle  Canzonette, 
Madrigali  et  Arie  a  3,  a  1  &  a  2  v.  Op.  9.  Venetia, 
Giacomo  Vincenti  1617. 

K.  k,  Universitätsbibliothek  Prag. 

51.  Benedetti,  Piero  (Canonicus  an  S.  Lorenzo  in  Florenz). 
Musiche.   Fiorenza,  her.  di  Cristofano  Marescotti   1611. 

Stadtbibliothek  Breslau. 

52.  Boccella,  Francesco.  Primavera  di  vaghi  fiori  musicali. 
Ancona,  Ottavio  Beltrano  1653. 

Fürst  Äuersperg,  Laibach. 

53.  Grossi,  Carlo.  La  Cetra  d'Apollo.   Venetia,  Francesco 

Magni   1673.  Fürst  Esterhdzy,  Eisenstadt. 

54.  Lotti,  Antonio  (ca.  1667—1740).  Duetti  Terzett!  e 
Madrigali.  Venezia,  Ant.  Bortoli  1705. 

Be^iedictinerHift  Götttoeig, 

Pult  V:  Aelteste  Opern. 

55.  Caccini,  Giulio.  L'Euridice.  Firenze,  Giorgio  Mare- 
scotti 1600.  K.k.Hofbibliotliek, 


fiaum  YIII.  Vocalmusik  im  XVII.  Jahrhundert.  109 

56.  Moiiteverdi,  Claudio.  L'Orfeo.  Venetia,  Rice.  Amadiiio 

1609.  Kgh  Bibliothek  Berlin. 

57.  Gagliano,  Marco  da  —  La  Dafne.  Firenze,  CristofaDo 
Marescotti  1608.  Dieselbe. 

57a.  Cavalli,  Francesco  (Capellmeister   au  S.  Marco  in 
Venedig).  L'Egisto.  Part.  Handschr.  Fol.  obl.  115  Bl. 

K.  k.  Hof  bibliothek, 

58.  Marazzoli,  Marco.  La  Vita  humana.  Roma,  Mascardi 

1658.  Kgl,  Hochschule  für  Musik,  Berlin, 

59.  Stradella,  Aless.  (ca.  1645 — 1681).  Moro  per  Amore. 
Part.  Handschr.  239  Bl.  Quart  obl.      K.  k.  Hofbibliothek. 

60.  Pasquini,  Bernardo.  L'Eudosia.  1692.  Handschr.  Part. 

80  Bl.   Quart  obl.      Kgl,  Universitätsbibliothek  Wtirzburg. 

Pult  VI:  Gio.  Batt.  Lully  (1633—1687). 

61.  Lully,  Gio.  Batt.   Amadis.  Paris,    Christophe  Ballard 

1684.   Part.  Benedictinerstift  Göttwcig. 

62.  Derselbe.  Acis  et  Galatee.  Paris,  Christ.  Ballard  1686, 

Part.  Fürst  Georg  Lobkowitz,  Prag, 

63.  Derselbe.    Armide.   Paris,  Christ.    Ballard  1686.  Part. 

A".  k.  Universitätsbibliothek,  Wien. 

64.  Derselbe.    Le   Triomphe    de    TAmour.    Paris,    (^hrist. 

Ballard.   1681.   Part.  Kgl.  Bibliothek,  Stuttgart 

65.  Derselbe.  L'Amour  malade.  Handschr.  Part.    Dieselbe. 

66.  Des-Touches.    Le  Carneval    et  la  Folie.    Paris,  s.   a. 

Part.  Dieselbe. 

67.  Derselbe.  Telemaque  et  Calypso.  Paris,  Christ.  Ballard 
1714.  Part.  '  Dieselbe. 

Pult  VII:  Heinrich  Schütz  (1585—1672). 

68.  H  Primo  Libro  de  Madrigali.  Venetia,  Ang.  Gardano 

&Fratellil611.CantO.  Ständische  Landesbibliothek,  Cassel. 


110  Kauiu  VIII.  Vocalmusik  im  XVII.  Jahrhundert. 

69.  Moritz,  Landgraf  v.  Hessen.  Vierstimmige  Compositioneii. 

Handschr.  Ständische  Landeshibliothek,  Cassel. 

70.  Dafne  (Textbuch).  Bresslaw,  David  Müller  (1627). 

K(/l.  Prioatinusikaliensammlunj,  Dresden. 

71.  Daphne,  das  erste  deutsche  Operntextbuch.  Ein  Vortrag 
.  .  .  von  Dr.  Otto  Taubert.  Torgau,  Fr.  Jacob  1879. 

Herr  Fr.  Jacob,  Torgau. 

72.  Historia  des  Leidens  u.  Sterbens  unsers  Herrn  u.  Hey- 
landes Jesu  Christi  nach  d.  Ev.  S.  Matheum  . . .  Ao.  1666. 

Part.  Handschr.  StadthihUothek  Leipzig. 

73.  Die  Sieben  Worte  unseres  lieben  Erlösers  ,  .  .  Part. 
Handschr.  Autogr.  12  Bl.  StändischeLandesbibliotliek,  Cassel. 

74.  Actenstück.  Autogr.  Brief,  dat.  Dresden,  23.  IV.  1632. 

Fol.  3  Bl.  Stadtbibliothek  Hamburg. 

75.  Actenstücke.  Autogr.  Briefe  an  den  Churfürsten  Johann 
Georg  I.  Dat.  Dresden,  7.  März  1641  (Reform  der  Capelle 
betreffend).  Dat.  Dresden,  14.  Jan.  1651  (Darlegung 
seiner  Lebensverhältnisse).  Dat.  Dresden,  26.  Juni  1652 
(Bitte  um  Entlastung  von  seinen  Dienstgeschäften).  8  Bl. 

Kgl.  Staatsarchiv^  Dresden. 

76.  Symphoniarum   sacrarum   2.  pars.    Dressden,    Gimel 

Bergen  1647.  1.  VOX.    Ständische  Landesbibliothek,  Cassel. 

77,  78.  Symphoniarum  sacrarum  3.  pars.  Dressden,  1650. 
Org.  Bass.  pro  Viol.  K.  k.  HoföibliotJiek. 

79.  Sämmtliche  Werke.  Herausgegeben  von  Philipp  Spitta. 
Bd.  1.  Leipzig,  Breitkopf  u.  Härtel  1885. 

Kgl.  Privatmusikaliensammlung,  Dresden. 

Pult  VIII:  Geistliche  Musik. 

80.  Eccard,  Joh.  (1553—1611).  Der  Erste  Theil  Geistlicher 
Lieder .  .  .    Königsberg,  Georg  Osterberger  1597.    Disc. 

Stadtbibliothek  Breslau. 


Raum  VIII.  Vocalmusik  im  XVII.  Jahrhundert.  111 

81,  82.  Eccard,Joh.  und  Stob aeus,J oh.  Geistliche  Lieder 
Auff  gewöhnliche  Preussische  Kirchen-llelodeyen  .  .  .  mit 
5  St.  Dantzigk,  Georg  Rhete  1634.  Tenor.  Quintus. 

Universitätsbibliothek  Königsberg. 

83.  Praetorius,  Michael  (1571 — 1621).  Musae  Sioniae. 
Wolffenbfittel  1609—1610.  Tenor. 

Fürst  Schwär zenberg,  Wien, 

84.  Sayve,  Lamberto  de  —  Sacrae  Syraphoniae.  In  Mona- 
sterio  Lucensi,  p.  Joa.  Fidler  1612.  Cantus. 

K.  k.  Lycealbibliothek,  Laibach, 

85.  Vulpius,  Melchior  (Cantor  in  Weimar).  Erster  Theil 
Deutscher  Sontäglicher  Ev.  Spruche  . . .  mit  vier  Stimmen. 
Erffurdt,  Joh.  Köhbock  1619.  Bassus. 

Stadtbibliothek  Breslau, 

86.  Seiich,  Daniel  (Capellraeister  in  Wolfenbuttel).  Opus 
novum.  Wolffeubuttel,  El.  Ilolwein  1624.  Cantus. 

Dieselbe* 

87.  Derselbe.  ActensWck.  Dat.  Wulffenbüttel,  26.  Jan.  1624. 

Kgl,  Staatsarchiv,  Dresden. 

88.  Hammerschmied,  Andreas  (aus  Zittau,  Organist  in 
Freiberg).  Musicalischer  Andacht  Erster  Theil.  Freybergk, 

Georg  Beuther  1638.  1.  Stimme.     Stadibibliothek  Breslau, 

89.  Derselbe.  Cantus  I.  Für  Uapella  Geistl.  Madrigalien. 
Freybergk,  G.  Beuther  1641. 

Ständische  Landesbibliothek,  Cassel. 

90.  91.  Derselbe.  Dritter  Theil  Geist-  u.  Weltlicher  Oden 
u.  Madrigalien.  Leipzig,  Heinrich  Nerlich  1649.  Bassus, 

4.  Stimme.  Unicersitätsbibliothek  Göttingen. 

92.  Derselbe.  Musical.  Gespräche  über  die  Evangelia. 
Dressden,  Cliristiau  Berg  1655.  Bassus. 

A'.  k.  Hofbibliothek. 

93.  Derselbe.  Ander  Theil  Geistl.  Gespräche  über  die 
Evangelia.    Dressden,  Wolffg.  Seyffert  1656.  L  Stimme. 

Dieselbe. 


112  Raum  VIII.  Vocalmuaik  im  XVII.  Jahrhundert. 

94.  Vierdanck,  Johanu  (Orgauist  an  der  Marienkirche  zu 
Stralsund).    Geistliehe    Concerten.    Rostock,  Joh.  Kichel 

(1643.)  Bassus  cont.    Ständische  Landeshihliothch  Casseh 

95.  Heidor,  Johst.  (ffirstl.  braunscliw.  Ilofmusiker  zu 
Hannover).  Etzliche  Geistliche  Concerten.  llandschr. 
1654.  Dieselbe. 

96.  Albert,  Heinrich  (Organist  in  Königsberg).  Ersti^r 
Theil    der    Arien.    Königsberg,  z.  4.  Mal  gedr.  d.  Joli. 

Kausnern   1652.  Stadthibliothek  Breslau. 

97.  Derselbe.  Poetisch-Musicalisches  Lust  Waldlein.  Königs- 
berg (1648?).  A:  k.  HnfhibUothck, 

Pult  IX:  Geistliche  Musik. 

98.  Otto.  Georgius.  Opus  Musicuni  novuni  . . .  Lib.  1. 
Motetaruin    8  voc.    Cassellis,    opera  Wilhelmi  Wesselii 

1604.   l^assus.  SUmdisdie  LandeMbliothek,  Cassel. 

99.  Rauch.  Andreas.  Orgauist  zu  Inzersdorf  bei  Wien). 
Musicalisches Staminbüchlein,  Nflmiberg.AbmhamWagen- 
niann   1627.  Prima  vox. 

Universiiutitbibliothek  GOttingeu. 

100.  (Bodenschatz,  Erhard).  Florilegium  Portense  ...  Ed. 
altera.  Lipsiae,  Abrah.  Lamberg  1618.  Disc. 

A'.  k.  Hofbibliothek. 

101.  Schein,  Joh.  Hermann  (Cautor  in  Leipzig).  Opella  nova. 
Geistlicher  Concerten,  Mit  3.  4.  vnd  5.  Stimmen.  (Leipzig.) 
Lorentz  Kölner  1618.  CautusL      StadtbibUothek  Breslau, 

102.  Derselbe.  Israelis  Brünlein  Auserlesener  Krafft  Spnlch- 
lin  .  .  .   (I^^ipzig),  1623.  Tenor.  a:  k.  Hofbibliothek. 

103.  Aichinger,  Gregor  (Organist  in  Augsburg).  Flores 
Musici  ad  meusam  SS.  Oonvivii.  Aug.  Vindel.  Joa. 
rdalr.  Schoeuigk  Partitura.  Dieselbe. 

104.  Fromm.  Andreas  (Musiker  in  Stettin).  Actus  Mwsicus 
de  Oivite  et  Lazaro.   Stettin.  Georg  GOtzke  1649.    Ürg. 

Stadthibliothek  Breslau. 


Raum  Vin.  Vocalmusik  im  XVII.  Jahrhundert.  113 

105.  Scheidt,  Samuel  (Organist  und  Capollmeister  in  Magde- 
burg. Schüler  Sweelincks,  1587 — 1604).  Newe  Geistliche 
Concerten.  1.  Pars.  Leipzig,  bei  Fr.  Lauck'schcn  Erben 

1631.  Bassus  generalis.  StadthihUothek  Breslau. 

106.  Derselbe.  Geistlicher  Concerten  . .  .  Dritter  Theil.  Hall 
in  Sachsen,  Melch.  Oelschlogcl  1635.  5  vox. 

Kfjh  Bibliothek,  Berlin. 

107.  Megerle,  Abrah.  (Capellmeister  am  Dom  zu  Salzburg). 
Ära    Musica.     Salisburgi,    Christ.    Katzenberger    1647. 

Bassus  cont.  K.  k.  Hofbibliothek. 

108.  Mazak,  Albericus.  Cultus  Harmonicus.  Viennae  Austriae, 
excudebat  Matth.  Cosraerovius  1649.  Cantus. 

Dieselbe. 

109.  Ahle,  Joh.  Rudolf  (Organist  zu  Mühlhausen).  Neu- 
ge])flanzter  Thüringischer  Lust-garten  . . .  Erster  Theil. 
ilühlhauson,  Joh.  Ilüter  1657.  Bassus  cont. 

Stadtbibliothek  Breslau. 

110.  111.  Briegel,  Wolffgang  Carl  (Capellmeister  in  Darm- 
stadt). Geistliche  Oden  Andreae  Gryphii,  etc.  Gotha, 
Michael  Schall  1670.  Singst,  in  Folio,  Viola  I. 

Universität^b ibliothek  Göttingen. 

112,  11.^.  Derselbe.  Musicalischer  Lebens-Brunn.  Darmstatt, 
Henning  Müller  1680.  Disc.  Tenor. 

Universitätsbibliothek  Königsberg. 

Pult  X:  Geistliche  Musik. 

114.  Litaniarum  liber.  Handschr.  Sammlung  von  Comp, 
versch.  Autoren.  A.  1616.  —  Enth.  Comp,  von 
P.  Ant.  Bianco,  Simon  Gatto,  Francesco  Kovigo  und 
Orfeo  Vecchi.  Aufgeschlagen:  P.  Ant.  Bianco,  Litaniat» 
de  Saucto  Michaele  Archangelo. 

K.  k.  Lycealb ibliothek  Laibach. 

115.  Sammlung  geistl.  Comp,  versch.  Autoren.  A.  1641. 
Aufgeschlagen:  GioanValentini,  Ilodie  Christus  natus  est. 

Benedictinerbtift  Kremsmünfitcr. 
Enthält  auch  Compositionen  des  Kaisors  Ferdinand  III. 

I  8 


114  Raum  VI  IL  Vocalmusik  im  XVII.  JaJirhundert. 

116.  p]ckhart,  Conrad  (fürstl.  würtemb.  Musicus).  Stamm- 
buch-Blatt. Dat.  18.  Juni  1628. 

Kgl.  Hof'  und  Staatsbibliothek,  München. 

117.  Sances,  Feliee.    Actenstück.    Bitte    um    Aufbesserung 

seines  Gehaltes.      K.  und  k,  Hof-  und  Staatsarchiv,   Wien. 

118.  Schmelzer,  Joh.  Heinr.  (Ilofcapellmeister  Ferdi- 
nand's  III.).  Sacro-Profanus  Concentus  Musicus.  Pars  I. 
Noribergae,  Mich.  Endter  1662.  Viol.  1. 

K.  k.  Hof  bibliothek. 

119.  Kerll,  Joh.  Casp.  (1628—1693).  Requiem  ä  5  voc. 
A.  1669.  (Ungedruckt).  Chorbuch. 

Kgl,  Hof-  und  Staatsbibliothek.  München. 

Pult  XI:  Geistliche  Musik. 

120.  Muffat,  Georg  (Capellmeister  in  Padua).  Missa  ^Iii 
Labore  Uequies".  Messe  für  8  Vocal-  und  12  Instrumental- 
stimmen. Part.  Ilaudschr. 

Fürat  Esterhdzy,  Eisenstadt. 

121.  Bernabei  Ercole  (circ.  1620—1687).  Hymnus  in  festo 
Diui  Josephi.  ä  4  v.  Mit  autographem  Datum:  Anno  1675. 
16.  Juli  Chorbuch.  Handschr. 

Kgl.  Hof-  und  Staatsbibliothek,  München. 

122.  Albrici,  Vincenzo  (kurfürstl.  sächs.  Capellmeister). 
Messe  für  5  Vocal-  und  10  Instrumentalstimmen.    Part. 

Uandschr,  Kgl.  Privatmusikaliensammlung,  Dresden. 

123.  Pallavicino,  Carlo  (Capellmeister  in  Dresden).  Messa 

k  5.  con  Violini.  Part.  Handschr.  Dieselbe. 

124.  Wagenseil,  Christofforo.  Messe  „PanemQuotidianum^ 
ä  4  V.  Part.  Handschr.  k.  k.  Hof  bibliothek. 

123.  Bernabei,  Joseph.  Antonius  (Capellmeister  am 
Hofe  zu  München).  Missarum  ad  Capellam  Liber  I.  Cou- 
tiuens  VI  Missas  4  voc.  1715.  Chorbuch. 

Kgl.  Hof'  und  StaatMbliothik,  MüHcIten. 


Raum  Vm.  Vocalmusik  im  XVII.  Jahrhundert.  115 

Pult:  XII.  Weltliche  Musik. 

126.  Schein,  J.  Herrn.  (Cantor  in  Leipzig).  Venus 
Kräntzlein.  Witteniberg,  Joh.  Gorman  1609.  Tenor. 

Stadibibliothek  Hamburg. 

127.  Stade,  Joh.  (Brandenburg,  iloforganist  in  Bayreuth). 
Venus     Kräntzlein.     Jehna,     Christoff     Lippold     1610. 

Quinta  VOX.  Stadtbibliothek  Breslau. 

128.  Hassler,  Hanns  Leo.  Lustgarten  Neuer  Teutscher 
Gesang.  Nürnberg,  Paul  Kauffmann  1610.    Quinta    voi. 

JJieselOe. 

129.  Franck,  Melchior  (Capellineister  in  Coburg).  Tricinia 
Nova.  Nürnberg,  Abraham  Wagenmann  i611.  Su- 
prema  vox.  Dieselbe. 

130.  Gesius,  Bartholomäus  (Cantor  zu  Frankfurt  a.  0.). 
Der  CXXVIII.  Psalm.  Vom  P]he-Segen . . .  Franckfurt 
an  der  Oder,  Friedrich  Hartman  1609.  Altus  II. 

Dieselbe. 

131.  Moller,  Joannes  (Organist  in  Darmstadt).  Ein  New 
Quodlibet  .  .  .  Mit  vier  Stimmen.  Frank  fort  am  Mayn, 
Wolffgang  Richter  1610.  Cantus. 

Universitätsbibliothek  Göttingeti. 

132 — 134.  Widmann,  Erasmus.  Musicalisch  Kurtzweil 
Newer  Teutscher  .  .  .  Gesänglein.  Nürnberg,  Abraham 
Wagenmann  1611.  Bassus.  Tenor.  Altus.         Dieselbe. 

135,  136.  Sayve,  Lamb.  de  (Capellmeister  des  Erzherzogs 
Mathias  von  Oesterreich).  Tentsche  Liedlein  mit  Vier 
Stimmen.  Wulffenbüttel  1611.  Bassus.  Tenor. 

Dieselbe. 

137.  Zangius,  Nicolaus.  Schöne  Newe  Ausserlesenc  Welt- 
liche Lieder,  mit  Drey  Stimmen.  Berlin,    Martin    Guthe 

1617.  Media  vox.         "  Graf  Erwein  Nostiz,  Prag. 

138.  Altenburg,  Michael  (Pastor  inTrOchtelborn, Thüringen). 
Erster  Theil  Newer  Lieblicher  und  Zierlicher  Intraden, 
mit  sechs  Stimmen.  Erffurt,  Joh.  Rohbock  1620.  Tenor. 

Stadtbibliothek  Breslau. 

8* 


116  Raum   VIII.  Vocalmusik  im  XVII.  Jahrhundert. 

139.  Rubert,  Job.  Martin  (Organist  au  St.  Nicol.  in 
Stralsund).  Musicalischer  Arien.  Erster  Theil.  Stralsund. 
Otto  Ruvraann  1674.  Generalbass. 

Ständische  Landesbibliothek  Cassel. 

140.  Stade,  Sigmund  Tbeopbil  (Organist  an  St.  Lorenz 
in  Nürnberg).  Erste  Stimm.  Theils  Musikalischer  Friedens- 
Gesänge....    Nfirnberg,    Michael    Endter    1651.    Erste 

Stimm.  Stadtbibliothek  ynrnberg. 

141.  Voigtländer,  Gabriel  (dänischer  IIof-Feldtrompeter). 
Erster  Theil  Allerhand  Oden  vnd  Lieder.  Gosslar,  Nicol. 

Duncker  1651.  Universitätsbibliothek  Jena. 

142.  Zeitvertreiber,  Musicalischer    — .  Nürnberg.    Michael 

Endter  1655  Bassus.  Stadtbibliothek  Nürnberg. 

143.  Rüstkammer,  Musicalische  —  auflf  der  Harffe  aus 
allerhand  schönen  und  lustigen  Arien,  Meimetten,  Sara- 
banden .  .  .  bestehend  ...  1719.  Handschr. 

Stadtbibliothek  Leipzig. 

Bilder. 

144.  Hausmusik  (Gesang  zur  Geige).  Kupferst.  von  Job. 
G.  Wille  nach  Gottfried  Schalcken  (1643—1706).  Groß- 

Fol.  K.  k.  Akahmie  der  bildenden  Künste,   Wien. 

145.  Schutz,  Heinrich  (1585—1672.  S.  Nr.  68—79). 
Brustbild  (oval).    Kupferstich  von  Gh.  Romstet.    Quart. 

K.  ((.  k.  Fawihen-Fideicommissbibliothek. 

146.  Hasler,  Hans  Leo  (1564—1612).  Brustbild.  Kupfer- 
stich von  Dom.   Custodis,   Oct.  Dieselbe. 

147.  Hausmusik  (fünfsaitige  Gambe  und  achtsaitige  Laute). 
Familienporträt.  Die  gräfliche  Familie  Oettingen-Waller- 
stein,  musicierend.  Oelgem.  Kupfer,  h.  34,  br.  48. 

Fürst  Oettingen-Oettingen  u.  Oettingen-Wallcrstein, 

Maihingen. 

Auf  der  Rückseite  des  Bildes  namentlich  angeführt:  Graf  Martin 
Franz,  Gräfin  Is.ib.-ll.i  F.leonDra.  ir«.b.  Gräfin  zn  Helfr»'n««ti'in.  Frei- 
frau zu  Ganlolrin-^cu,  .S'jplila  I  orutliea  Grätin  zu  ?>ul:iis-S<»nuen- 
waldt.  IG.Ü. 


Raum  VIII.  Vucalmasik  im  XVII.  Jahrhundert.  il7 

148.  Monte,  Philippns  de  (s.  V.  Nr.  109\  Brnstbild. 
Knpferst.  von  J.  J.  Boissard.  Quart. 

K.  u.  k.  Famih'en'Fidf'icommissbihUothek. 

149.  Foggia,  Fran'^esco  (1604— 16S8,  Coin))onist  der 
römischen  Schule).  Brustbild  (oval).  Tuschzeichiiung.  Oct. 

Dieselbe. 

130.  Giovanelli,  IJuggiero  (1587  bis  nach  1615.  Nach- 
folger Palestriua's  als  Capellmeister  zu  St.  Peter).  Brust- 
bild (oval).  Tuschzeichnung.  Oct.  UUselbe, 

151.  Selneccer,  Nicolaus  (1532—1692,  Theolog,  Componist 
und  Organist).  Brustbild.  Knpferst.  Quart. 

GeseJhchaft  der  Musikfreunde,  Wien. 

151a.  Scheidt,  Samuel  (s.  Nr.  105).  Brustbild.  Kupferstich. 
Quart.  Dieselbe. 

152.  nie  Sängerin  (mit  einem  Lautenspieler).  Lithogr.  von 
Fr.  Ilanfstängl  nach  Caspar  Netscher  (1()39— 1684). 
Kgl.  Gemäldegallerie,  Dresden.  Grol?>-Fol. 

K.  k.  ÄkaJcmie  der  bildenden  Künste,  Wien. 

153.  Montevcrdi,  Claudio  (s.  Nr.  26).  Brustbild  (oval). 
Bleistiftzeichnung  von  J.  Kastner.  Rom   1885.  Fol. 

iJr.  Emil  V*>pel,  Berlin. 

154.  Die  Cla vierspie  1er in.  Lithogr.  von  Fr.  Ilanfst&ngl 
nach  Caspar  Netscher  fs.  Nr.  153),  Kgl.  rienmldegallerie, 

Dresden.  K.  k.  Akademie  der  bildenden  Künste,   Wien. 

155.  Krieger,  Adam  (1634 — 1666.  Organist  zu  Dresden, 
Schiller  Scheidt's).  Brustbild  (oval).  Ku|>ferst.  Fol. 

Gesellschaft  der  Musikfreunde,    Wien. 

156.  Lully,  Jean  Bai>tiste  (s.  Nr.  61—67).  Brustbild  i^oval). 
Kupferstich  von  G.  F^delinck.  Fol. 

K.  u.  k.  Familien-  und  Fideicommissbibliothek. 

157.  Der  Sänger.  Photogr.  Ad.  Braun  &  Cie.  nach  Adam 
de    Coster    (XVII.  Jhdt).  Gallerie   Liechtenstein,  Wien. 

Groß-Fol.  K  k.  Hof  bibliothek. 


i 


118  Raum  VIII.  Vocalnmsik  im  XVII.  Jahrhundert. 

158.  Liilly,  JeaiiBaptisto  (s.  Nr.  61—67,  156).  Halbfigur 
(oval).  Knpferst.  von  Jean  Louis  Roullet  nach  P.  Mignard. 

Groß-Fol.        K.  u.  Ä.  Familitn-  und  Fideicommissbibliothek, 

159.  Schütz,  Heinr.  (s.  Nr.  68—79).  Gypsböste. 

Herr  Daniel  Hessl,  Kreuznach. 

160.  Derselbe.  Kupferstich  (s.  Nr.  145). 

Kgl.  Kupferstichcabinet,  Dresden. 

161.  Staden,  Johannes  (1581—1636,  Organist  in  Nürn- 
berg). Halbfigur.  Knpferst.  von  Johann  Pfann,  1640.  Oct. 

K.  u.  k.  Familien-Fideicommisshihliothek. 

162.  Capricornus  (Bockshorn)  Samuel  (1629—1669, 
Capellnoeister  in  Stuttgart).  Brustbild  (oval).  Kupferst. 
von  Phil.  Kilian,  1659.  Oct.  Dieselbe. 

163.  Briegel,  Wolfgang  Carl  (s.  Nr.  110  u.  111).  Brust- 
bild (oval).  Kupferstich  von  E.  Neuenthaler  nach  Joh. 
Heiur.  Leuchter.  Oct.  Dieselbe. 

164.  Gerard  Dow  (1607—1675)  die  Violine  spielend. 
Selbstportr&t.  Lithogr.  von  Fr.  Hanfstängl.  Kgl.  Ge- 
m&ldegallerie,  Dresden.  Groß-Fol. 

K.  k.  Akademie  der  bildenden  Künste,  Wien. 

165.  Buel,  Christoph  (um  1613  Musikdirector  in  Nürnberg). 
Brustbild  (oval).  Schabblatt  von  Georg  Fenitzer.  Oct. 

K.  u.  k.  Familien-Fideicommissbibliothek. 

166.  Walliser,  Christoph  Thomas  (gest.  1648,  Musik- 
director zu  Strassburg).  Brustbild.  Kupferst.  von  Jacob 
von  Hey  den.  Oct.  Dieselbe. 

167.  Bertali,  Antonio  (1605— 1660  knis.  Hofcapellmeister). 
Halbfigur  (oval).  Kupferst.  von  Moriz  Lang.  Quart. 

Dieselbe. 

168.  Staden,  Siegmund  Theophil  (s.  Nr.  161).  Kupfer- 
stich von  J.  Sandrart  nach  M.  Herr.  Quart.    Dieselbe. 

169.  Campra,  Andrö  (1660—1744,  französischer  Opern- 
componist).  Brustbild  (oval).  Kupferstich  von  N.  Edelinek 
nach  Deys.  Quart.  Dieselbe. 


Eanm  IX.  Orlando  di  Lasso.  Entwickl.  d.  Musik  am  bayer.  Hofe  etc.     119 

170.  Eberlin,  David  (XVII.  Jhdt.).  Brustbild  (oval).  Kupferst. 

Fol.  K.  w.  k.  Familien-Fideicommissbibliothek. 

171.  Lalande,  Michel  Richard  de  (1657—1726,  Hof- 
musikintendant Ludwigs  XV.).  Halbfigur.  Kupferst.  von 
Thomassin  nach  Santerre.  Titelblatt  zu  den  „Oeuvres 
de  Monsieur  de  Lalande**.  Fol.  Dieselbe. 

172.  Marenzio,  Luca  (s.  Nr.  9).  Brustbild.  Oelgem.  Lwd., 
h.  80,  br.  59.  Ah,  Hof. 

173.  Liberti,  Henricus  (um  1620  Organist  zu  Antwerpen). 
Halbfigur.     Kupferst.    von    P.   de   Jode   nach    A.    van 

Dyck.  Fol.  K,  u.  k.  Familien' FideicommissbibHothek. 

174.  Baehr,  Johannes  (1652—1700).  Brustbild.  Schabblatt 
von  Peter  Schenk,  1700.  Fol.  Dieselbe, 

175.  Sellius,  Thomas  gen.  Cervicca,  (1599—1663).  Brust- 
bild (oval).  Kupferst.  von  J.  Dirksen,  1653.  Oct. 

Dieselbe. 


Raum  IX.    Orlando  di  Lasso.   EntwickluDg  und 
Blüthe  der  Musik  am  bayerischen  Hofe  im  XV. 

und  XVI.  Jahrhundert. 

1.  Paumann,  Conrad  (Organist,  f  1476).  Lithogr.  nach 
dem  Grabdenkmal  in  der  Frauenkirche,  Mönchen.  Frank- 
furt a.  M.,  Druck  von  Aug.  Osterrieth.  Fol. 

Geheimrath  von  Uefner-ÄUeneck,  München. 

Der  blinde  Organist  8pic]t  die  Handorgel  und  ist  umgeben  von 
allerlei  Masikinstramenten:  Laute,  Schnaoelflöte,  Harfe  und  Geige. 

2.  Orabmal  Conrad  Paumann's,  Frauenkirche,  München. 

Photogr.  Quart.  Dr.  Adolf  Sandberger,  München. 

„Anno  MCCCCLXXIII  den  S.  PauVs  bekerung  abeut  ist  ge- 
storben und  hie  begraben  der  kunstreichst  aller  Instrumenten  und 
der  umsica  roaister  Eunrad  Pawman  Ritter  purtig  von  Nürnberg 
und  plinter  geboren  dem  got  genad.^ 

3.  Das  Buxheimer  Orgelbuch.  Handschr.  in  Mensural- 
noten auf  7  Linien  mit  untergeschriebener  Orgeltabulatur^ 


liO    Kaum  IX.  Orlando  di  Lasso.  Entwickl.  d.  Musik  am  bayer.  Hofe  etc. 

aus  dem  XV.  Jhdt.,  mit  vielen  lateinischen  und  deutschen 
Liedern  und  dem  berühmten  „Fundamentum"  des  Nürn- 
berger Orgelmeisters  Conrad  Paumann. 

KqI.  Hof-  und  Staatsbibliothek,  München, 

4.  Senfel,  Ludwig.  1500.  Bnistbild  (oval).  Lithogr.  von 
IL  G.  V.  Wintter,  1816.  Fol.  Dieselbe. 

5.  Handschrift  des  XVL  Jhdt.  mit  Mensuralnoten,  ent- 
haltend Compositionen  von  Nie.  Gombert,  Josquin, 
L.  8enfl,  mit  Autograph  des  Letzteren.  Dieselbe, 

6.  (Peutinger,  Chuonrad),  Liber  selectarum  cantionum 
quas  vulgü  mutetas  appellant.  Augsburg  1520.  Vier- 
bis  sechsstinmiig.  Druck  Groü-Fol.  mit  Mensuralnoten, 
enthaltend  (^Kompositionen  von  Pierre  de  la  Kue,  Josquin, 
IL  Isaac,  Jac.  llobrecht,  L.  Senfl  u.  A. 

Kgl.  Kreisbibliothek,  Regensburg. 

7.  Sammelband,  enthaltend  Drucke  mit  Meusuralnoten, 
u.  zw.  den  Tenor  zu:  1.  Hundert  und  ainuudzweintzig 
neue  Lieder,  von  berümbtenn  dieser  Kunst  gesetzt  u.  s.  w., 
gedruckt  bei  Formschnejder  in  Nürnberg  1534.  2.  Schöne 
ausserlesene  lieder  des  hochberumpten  lleiurici  Finckeus 
u.  s.  w.  1536.  3.  Ludwig  Senfl,  Varia  Oarminum  genera, 
quibus  tum  Horatius,  tum  alii  egregii  Poetae,  Graeci  et 
Latini  ....  usi  sunt.  1534. 

Kgl.  Htf'  und  Staatsbibliothek,  München. 

8.  Kiefhaber,  J.  C.  S.  Sendschreiben  Dr.  Martin  Luther s 
an  Ludw.  Senfel.  München  1817.  Gedruckte  Abhandlung. 

Dieselbe. 

9.  Schnabelflöte  mit  kunstvoller  Einlegearbeit  in  Elfen- 
bein und  Rosenholz,  datiert  1512. 

Frof.  Flüggen,  München. 

10.  Daser,  Ludwig,  Passionis  Domini  nostri  Jesu  Christi 
Historia.  München,  A.  Berg  1578.  Druck,  Mensuralnoten 
mit  lateinischem  Text,  vierstimmig.  Groß-Fol. 

Kgl.  Hof-  und  Staatsbibliothek,  München. 
Daser  war  der  Vorgfinger  Orlando  di  Lasso's. 


ICauin  IX.  Orlando  Ji  Lasso.  Kntwickl.  d.  ]Mu>ik  am  bayer.  Hofe  etc.     121 

11.  Orlando,  di  Lasso  in  seinem  fünfzigsten  Lebensjahre. 
Oelgem.  Moderne  Copie  nach  Hans  von  Aachen  (1552  bis 

1615». Lud., h. 64,  br.50.  KgJ,  OemäldegaUerie,  Schleißheim. 

12.  Orlando  di  Lasso  1573  in  seinem  neunnnddreissigsten 
Lebensjahre.  Brustbild  (oval).  Kupferst.  (Monogr.  G.  V.  H.) 

Quart.  K.  u.  k.  Familien-Fideicommisshihliothelc. 

13.  Orlando  di  Lasso  1593  in  seinem  einundsechzigsten 
Lebensjahre.  Brustbild.  Kupferst.  von  Joh.  Sadeler, 
München.  Oct.  Dieselbe. 

Die  Angaben  über  Lasso's  Geburtsjahr  sind  schwankend. 

14.  Orlando  di  Lasso.  Brustbild  (oval).  Kupferst.  von 
J.  J.  Boissard    (Icones  virorum  illustrium  1589).  Quart. 

Dieselbe. 

15.  Orlando  di  Lasso.  Brustbild  (oval).  Holzschn.  Oct. 

Dieselbe. 

16.  Orlando  di  Lasso  in  seinem  siebenundvierzigsten 
Lebensjahre.  Brustbild  (oval).  Kupferstich  von  A.  F. 
(Monogr.  Faldoni?)  Oct.  Dieselbe. 

17.  Orlando  di  Lasso.  Brustbild  (oval).  Kupferst.  von 
N.  Larmessin  aus  J.  BuUanfs  Werke:  Academie  des 
Sciences  et  des  Arts,  Bruxelles  1682.    L  S.  295.  Quart. 

Dieselbe. 

18.  Albrecht  V.  von  Bayern  (1550—1579,  Gönner 
Orlando  di  Lasso's).  Oelgem.  von  Michael  Osteudorfer 
(1519—1559).  Holz,  h.  64,  br.  45. 

Ktjl.  GemäUlegallcrie,  Schleißheim. 

19.  Albrecht  V.  von  Bayern,  seine  Söhne  Wilhelm, 
Ferdinand  und  Ernst  und  sein  Neffe  Markgraf  Philibert 
von  Baden.  Photogr.  Obernetter,  München.  Bd.  I.  S.  3 
des  von  HansMielich  (1510 — 1572)  illustrierten  Münchener 
Codex  der  Busspsalmen  Orlando  di  Lasso's.  Fol. 

Fürst  Schwarzenberg,  Wien. 

20.  Orlando     di    Lasso's    ehemaliges    Wohnhaus    in 

München.   PotOgr.  Quart.   Dr.  Ad.  Sandberger,  München. 


122     Raum  IX.  Orlando  di  Lasso.  Entwic1<l.  d.  Musik  am  bavcr.  Hofe  etc. 

21.  Orlando  di  Lasso's  Grabmal,  gegenwärtig  im  kgl. 
Nationalmuseum,  München.  Photogr.  Quart. 

Dr.  Adolf  Sandherger,  München, 

22.  Wilhelm  V.  von  Bayern  (1579—1597,  Gönner  Orlando 
di  Lasso's).  Pastellbild.  Fol. 

Kgl.  Gemäldegdllcrie.  Schleißheim, 

23.  a)  und  h)  Vier  Briefe  Orlando  di  Lasso's  (1573  bis 
1574)  in  einem  Gemisch  von  lateinischer,  französischer 
und  italienischer  Sprache.  Fol. 

Kgl.  Geh.  Hausarchiv,  München. 

24.  Bnimel,  Anthon.  Messe:  Et  ecce  terrae  motns,  zwölf- 
stimmig. Pgmt.-Handschr.  mit  Vermerken  der  Namen  der 
Sänger,  welche  diese  Messe  ausführten,  von  Orlando  di 

Lasso's  Hand.        Kgl.  Hof-  und  StaatshihUothek,  München. 

25.  Handschrift  mit  Mensuralnoten  des  XVI.  Jhdt.,  ent- 
haltend Compositionen  von  Orlando  di  Lasso  („Ecce 
nunc"  sechsstimmig,  vollendet  29.  December  1585,  „Omnis 
enim  homo"  sechsstimmig,  vollendet  16.  August  1585. 
Magnificat,  vierstimmig,  vollendet  5.  Jänner  1584). 
darunter  eine  ungedruckte  Litanei  (Litaniae  beatae  Mariae 
virginis  a  9).  Dieselbe. 

26.  Cantiones  sacrae  Orlandi  Lassi  symphonistae  Bavarici 
notismnsicisillustrataeper  F.  Ambrosiiim  Mairhover  Caeno- 
bitam  ad  S.  Emmeramnm  in  urbe  Ratisbona  Anno  1567. 
Pracht.-Handschr.  in  Groß-Fol  mit  schönen  Miniaturen 
verziert,  enthält  ausser  einem  Stuck:  „Fratres  ego  enim 
accepi  a  domino**  von  Jachett  nur  Compositionen  von  Lasso. 

Evangelischer  Stiftungsrath,  Eegensburg, 

27.  Sammelband  von  Druckwerken  mit  Mensuralnoten, 
und  zwar  Tenor  zu:  1.  Orlando  di  Lasso's,  II  primo 
et  secondo  libro  di  madrigali  a  5  voci.  Venedig,  Scotus 
1559.  2.  F.  Oorteccia,  Libro  primo  de  Madrigali  a  5 
e  6  voci  di  Francesco  Corteccia,  maestro  di  Cappella 
. . .  di  Firenze.  Venedig,  Gardane  1547.  3.  Lupacchino, 
II  primo  libro  di  madrigali  a  5  voci  novamente  composto 
per  l'ecceliente  musico  Bernardino  Lupacchino  dal  Vasto 


Paum  IX.  Orlando  di  Lasso.  Entwickl.  d.  Musik  am  bojer.  Hofe  de.     it3 

novameDte  impresso.  Venedig:,  Gardane  1547.  i,  Famo- 

sissirai  Adriaüi  Willaert Miisicaö  vocum  qnae  vulgo 

motecta  nuneupanlur.  Lib.  I.  Venedig,  Scotus  1550. 
5,  Nicolai  Gomberti  Motetta  cum  5  Tocibus.  Lib.  IL 
Venedig,  Scotiis  1550. 

Kgl.  Hof'  und  Staatsbibliothek,  München. 

28.  Lasso,  Orlandos  di.  Magnificat  octo  tonorum.  Nürn- 
berg 1567.  Alter  Druck  mit  Mensnralnoten.     Dieselbe, 

29,  30.  Zwei  Sammelb&nde  von  Drucken  mit  Mensural- 
noten für  Discant  und  Tenor,  und  zwar:  \.  Orlandus  di 
Lassus,  Selectissimae  Cantionos  quas  vulgo  motetas 
vocant  u.  s.  w.  Nürnberg  1568.  2.  Jacobus  de  Kerle, 
Selectae  quaedam  cantiones  sacrac  modis  musicis  5  et 
6  vocum  recens  compositae.  Dieselbe. 

31.  Lasso,  Orlando  di.  Patrociniuni  musices  3.  Theil: 
Officia  aliquot  ....  München  1576.  Meusural-Notendruck. 

Kgl.  Universitätsbibliothek,  München. 

32.  Derselbe.  Patrocinium  musices,  4.  Theil:  Passio  quinque 
vocum,  idem  Lectiones  Job München  1575.  Men- 
suralnotendruck   in   Groß-Fol.    Titelbild    mit  Abbildung 

eines  Orchesters.  K.  k.  Universitätsbibliothek  Wien. 

33.  Document,  unterzeichnet  Orlando  di  Lassus,  München, 
13.  Februar  1580.  An  den  Kurfürsten  August  von  Sachsen 
gerichtet  und  Ablehnung  einer  Berufung  nach  Dresden, 
sowie  Empfehhing  mehrerer  Musiker  anstatt  seiner  ent- 
haltend. KgL  Sachs.  Hauptstaatsarchiv,  Dresden. 

34.  Document  von  1580,  unterzeichnet  von  Wilhelm,  Pfalz- 
grafen bei  Rhein,  die  Restitution  des  von  Orlando  di  Lasso 
dargeliehenen  Geldes  betreflfend. 

Kgl.  Bayer.  Reichsarchiv .^  München 

36.  Orlandi  Lassi  ....  Teutsche  Lieder  mit  5  Stimmen, 
Nürnberg  1583.  Tenor.  Druck  mit  Mensuralnoten. 

Kgl.  Hof'  und  Staatsbibliothek,  München. 

36.  Orlando  de  Lasso,  Missae  quinque  vocum,  München, 
A.  Berg,    1589,    und  zwar:    1.  Super  Dittes  maistresse. 


13  i    Raum  IX.  Orlando  di  Lasso.  Entwickl.  d.  Musik  am  bayer.  Hofe  etc. 

2.  Super  Amar   doima,    3.  Super  Qual    donna    attende 
a  gloriosa  fama,  4.  Super  Jo  soii  ferito  Hai  lasso,  5.  Super 

Pro  defunctis.  Dr.  Adolf  Sandbergcr,  München, 

37.  Orlandus  de  Lasso,  Magnum  opus  musicum  ...  com- 
plectens  omnes  caiitiones  quas  raotetas  vulgo  voeaut  u.  s.  w. 
München,  160 'k  Tenor.  Druck,  starker  Band  in  Fol. 

Egl.  Hof-  und  Staatsbibliothek,  München. 

38.  Derselbe.  Missae  posthiimae  (herausgegeben  von  seinem 
Sohne  Rudolf),  München  1610.  Druck,  starker  Band  in 
Groli-Fol.,  mit  Measuralnoten.        Bmedictinerstift  Melk. 

39.  Sammelband  von  3  Handschr.  verschiedener  Schreiber 
aus  dem  Ende  des  XVI.  Jhdt.,  u.  zw.:  1.  Italienische 
Lautentabulatur  mit  Stücken  von  Willaert,  Cipriano  de 
Rore  und  Melchior  Neusidler  (1572);  2.  deutsche  Lauten- 
tabulatur, u.  A.  mit  Vexilla  regis  von  Orlando  Lassus; 

3.  italienische  Lautentabdatur  mit  Stücken  von  Sandrin, 
Richafort,  Andreas  de  Silva  u.  A. 

Kgl.  Hof-  und  Staat sbibHothek,  München. 

40.  Handschrift  des  XVI.  Jhdt.  Starker  Folioband  in 
Orgeltabulatur  mit  Stücken  von  Orlaud.  und  Ferdinand 
de  Lasso,  Phil,  de  Monte,  Ciprian  de  Rore,  Wertt, 
Leon.  Lechner,  Const.  Porta,  Alex.  Uttendaller,  Jac. 
Reiner,  Knefel,  Lambert,  u.  v.  A.  Dieselbe. 

41.  Sammelband  für  eine  sechste  Stimme,  enthaltend: 
Drucke  mit  Mensuralnoten:  I.Greg.  Aichinger,  Sacrae 
cantiones  .  .  .  Venedig,  Gardanus  1590.  4 — lOstimmig. 
2.  Fridericus  Linduer,  Sacrae  cantiones  .  .  .  Nürnberg 
1585.  Fünf-  und  mehrstimmig.  3.  Fr.  Lindner,  Con- 
tinuatio  Cantionum  sacrarum  .  .  .  Nürnberg  1588.  4.  Fer- 
dinandus  di  Lassus,  Cantiones  sacrae  viva  voce 
suavissimac  .  .  .  Graecii  (Styriae)  1588. 

Kgl.  Hof'  und  Staatsbibliothek,  München. 

42.  Document  vom  10.  Juni  1G02,  unterzeichnet  vom 
Herzog  Maximilian  von  Bayern.  Anweisung  auf  6Q  Gulden 
für  Ferdinand  de  Lasso  und  den  obersten  Instru- 
mentisten  Fil.  Comazani. 

Kgl.  Bayer.  Reichsarchiv,  Manchen. 


Raum  IX.  Orlando  di  Lasso.  Eiitwickl.  d.  Mai>ik  am  bnyer.  Hofe  etc.     1  ^5 

43.  Document  von  1602,  untorztMchnet  Ferdinaiido  de 
Lasso,  welcher  sich  für  Verleihung  des  Capellmeister- 
amtes  bei  dem  Herzog  bedankt  und  um  Unterstützung 
bittet,  nebst  Entscheidung,  ihm  solclie  in  Hohe  von 
100    Gulden    zu    gewähren,    welche    seinem    Vorgänger 

Fossa  abzuziehen  seien.  Kgl.  Batfcr.  Reid^archiv,  MUnclun. 

44.  Handschrift  des  XVH.  Jhdt.  in  modernen  Noten, 
betitdt:  Libro  di  partitura  intavolatura  d'instrumento  .  .  . 
da  Rudolpho  Lasso,  3 — Sstimmig.  Toccaten.  Madrigale, 
Motetten  u.  s.  w.  von  Francesco  Kovigo  (für  Cembalo  mit 
Fünf-  und  Acht-Liniensystem),  Giov.  Gabrieli  u.  A. 

K.  k.  HofbihUothek. 

45.  Rudolph  de  Lasso,  Circus  Symphoniacus  .  .  .  Com- 
missi in  arenam  phonomachi  duodeni,  undeni,  noveni 
u.  s.  w.  München  1607.  Dnick  mit  Mensuralnoten. 

Kgl.  Hof'  und  Staatsbibliothek,  München. 

46.  Document,  unterzeichnet  Rudolph  de  Lasso,  aus  dem 
Jahre  1617  (6.  November).  Präsentation  seines  Werkes 
Sacrum  convivium  an  den  Herzog  von  Bayern. 

Kgl.  Bayer.  Beichsarchiv,  München. 

47.  Fackeltanz  bei  der  Hochzeit  des  Pfalzgrafen  bei 
Rhein  mit  der  Herzogin  Renata  von  Lothringen,  München 
1568.  Colorierte  Radierung  von  Nicolafls  Solis  (thätig 
nach  1550).    Groß-Quer-Fol.    (s.  V.  Nr.  204  und  20o\ 

Hauslabsammlung  (Fürst  Johann  von  und 
zu  Liechtenstein,   Wien). 

Orchester:  Schalmeien  und  Fagott  eigcnthümlicher  Art. 

48.  Festtafel  ebendort,  mit    Orchester    und    Violenquartett 

(s.  Nr.   47).  Kgl.  Hof-  und  Staatsbibliothek,  München. 

49.  Actenband  des  Rentamtes  Müuchen,  betitelt  „Casparn 
Parts  Fürstlichen  Zallmaisters  Einnani  Anno  (15)75", 
mit  dem  Etat  für  die  Hofcapelle.    (Orlando    de    Lasso 

erhielt  550  Rth.)  Kgl.  Kreisarchiv,  Landshut. 

50.  Tanz  nach  Clavichord  und  Laute.  Octav.  Darunter: 
Weibliche  Figur.  Aquarell,  1597. 

K'jl.  Bibliothik,  Bamberg. 


126    R-iuin  IX.  Orlando  di  Lasso.  Eutwickl.  d.  Masik  am  bayer.  Hofe  etc. 

51,  52,  53.  Drei  Trompeten  (Clariui),  bez.:  „Macht 
Friedrich  Ehe  in  Nürnberg".  XViL  Jhdt. 

Herr  Jos.  Malek,  Wels, 

54.  Gemeiner  krummer  Zink  (Cornetto)    von   Elfenbein. 

Graf  Hans  Wilczek,  Wien. 

55.  Derselbe  von  IIolz.  Derselbe, 

56.  Derselbe  mit  Lederbezug.  Derselbe, 

57.  58,  59.  Drei  silberne  Trompeten  (Clarini)  von  J. 
W.  Haas  (Anf.  XVll,  Jhdt.),  mit  Goldbeschlageu  und 
Gravierungen  (Bischöfh'ches  \Vappen  und  Engelskopfe  in 

Relief).  Bischöfliches  Ordinariat,  Augsburg, 

60.  Posaune  von  „Franz  Antoni  Purggraff  in  Wien  1728". 

Herr  Jos,  Malek,   Wels, 

61.  Laute  von  „Andreas  Ferdinand  Mayr,  Hof-Laut-  u. 
Geigenmacher  in  Saltzburg.  An.  17ii5".  Mit  5  Paar  Saiten. 

Herr  Paul  de  Wit,  Leipzig, 

62.  Viola  da  gamba  gewöhnlicher  Form^mit  Schnecke  als 

Kopfstück.  Derselbe, 

63.  Stammbuch  des  Heidelberger  Studenten  Cliristopher 
Agricola  aus  den  Jahren  1607,  u.  A.  Mit  Abbildungen 
eitler  Spinettspielerin  und  einer  elfsaitigen  Laute. 

Kgl.  Hof'  und  Staatsbibliothek,  München. 

64.  Stammbuch  des  Tübinger  Studenten  Heinr.  Herwart 
aus  den  Jahren  1621 — 1628.  Mit  Abbildungen,  die 
musikalische  Instrumente  darstellen.  Dieselbe, 

65.  Fossa',  Johannes  a.  Magnificat  sechsstimmig.  Handschr. 

(AutOgr.).  Dieselbe, 

66.  Document,  unterzeichnet  (Manchen)  7.  September  1598 
von  Caspar  Fraisslich.  Bericht  über  Besoldung  des 
Oapellmeisters  Fossa  und  seiner  Chorknaben. 

Kgl.  Kreisarchiv,  München, 


Raam  IX.  Orlando  di  Lasso.  Entwickl.  d.  ^lusik  am  bayer.  Hofe  etc.     1 27 

67.  Troiano,  Massimo.  Dialogin,  übs.  von  Giov.  Mirando, 
Venedig  1569,  worin  auch  Einiges  über  Orlando  Lasso. 

K.  k.  Hofbibliothek. 

68.  Brief,  unterzeichnet  Venedig  6.  November  1568,  Massimo 
Trojano,  altista  della  Capeila  an  Joh.  Jac.  Fuecari 
(Fugger).  Gesuch  um  öO  Scnti  zum  Druckeulassen  seines 

Werkes.  Kgl.  geh.  Hauaarchiv,  München. 

69.  Document  ohneünterschrilt, Steckbrief licheBeschreibung 
der  Flüchtlinge  Massimo  Troiano  und  Üamiilo  von  Parma. 

Kgl.  Bayer.  Kreisarchiv,  München. 

70.  Vento,  1  vo  de.  Tenor  zu  seinen  Musikwerken:  1.  Quinque 

motetae,  diio  madrigalia,  gallicae  cantioues  duae 

München    1576.     2.    Liber    mottetorum  4  vocum 

München  1571.  3.  Latinae  Cantiones,  quas  vulgo  motteta 
vocant. .  .München  1570. 

Kgl.  Hof'  und  Staatsbibliothek,  München. 

7J,  72.  Sammelband  von  Musikdrucken  (Discant  und  Bass). 
1.  Jacob  Regnard,  Teutsche  Lieder,  dreistimmig, 
München  1583.  2.  Ivo  de  Vento.  Neue  TeuLsche  Lieder, 
dreistimmig,  München  1583.  3.  Anton  Gosswinus. 
Neue  Teutsche  Lieder,  dreistimmig,  Nürnberg  1581. 

Dieselbe, 

73,  76,  83.  Sammelband  von  Musikdnicken  (Alt,  Bass  und 
Quintus):  1.  Giaches  de  Wert,  Madrigale,  Buch  i  I5ö3, 
IV  1583,  V  1580,  VI  1581,  VllI  1586,  IX  1588,  sämmtlich 
in  Venedig  bei  Gardano.  2.  Regolo  Vecoli,  Madrigale 
Buch  I,  Lion  1577.  3.  Bernardino  Mosto,  Madrigale, 
Antwerpen  1588.  4.  Giov.  Battista  Oalifano,  Madrigale, 
Buch  I,  Venedig  1584.  5.  Paolo  Oantino,  Madrigale, 
Buch  1,  Venedig  1585.  6.  Giulio  Fiesco,  Madrigale, 
Venedig  1567.  '(.  Giulio  GigU  da  Immola,  Sdegnosi 
ardori,  musica  di  diversi  auttori,  München  1585.  ö.  Carlo 
Luyton,  Madrigale,  Buchl,  Venedig  1582.  9.  Li  amorosi 
ardori  di  diversi  eccellentissimi  musici.  Buch  i,  Venedig 

1583.  Dieselbe. 

74.  Brief,  unterzeichnet  „München  28.  Juli  1573  von  Antonio 


128    Raum  IX  Orlando  di  Lasso.  Enlwickl.  d.  Musik  am  baver.  Hofe  etc. 

Morari  rlalla  Viola*^,  welchen  der  Schreiber  durch  den 
Diener  Orlando  Lasso's  an  den  Herzog  von  Bayern  be- 
fördern ließ.  K(jl  Geh.  Hausarchiv,  München. 

75.  Sammelband  von  Mnsikdnicken  (Tenor):  1.  Filippo 
de  Monte.  Madrigale,  Venedig,  Buch  V.  1574,  Buch  VII. 
1583.  2.  Hi^ron.  Vespa,  Madrigale,  Vene<lig,  Buch  I. 
1570,  Buch  IL  1576.  3.  Giulio  Fiesco,  Musica  no\a 
a  5.  Buch  I,  Venedig  1569.  4.  Dominico  Micheli. 
Madrigale.  Buch  V,  Venedig  1581.  o.  Benedetto  Palla- 
vicino  (Cremonese),  Madrigale,  Buch  I.  Venedig  1581. 
6.  Dominico  Magiello  da  Valoggio,  Madrigale,  Venedig, 
Buch  II,  1568.  Buchl.  1567.  7.'Nicolo  Dorati,  Madri- 
gale, Buch  IV,  Venedig  1567.  8.  Jacnmo  Regnart. 
Canzone  italiane,  Nürnberg,  Buch  II.  1581.  Buch  I,  1580. 

9.  Guglielmo  Textoris,  Madrigale,  Buch  I.  Venedig  1566. 

10.  I  dolci  et  harmoniosi  concenti  fatti  da  diversi 
eccelh*nti«simi  musici,  Venedig,  Scotto  1562.  11.  Giovan 
Nasco,  Madrigale.  Buch  II.  Venedig  15r>7.  12.  Anuibalo 
Coma  (Mantovano),    Madrigale,  Buch  I,  Venedig  15()8. 

Kgl.  Hof-  und  Staat shihlioth eh  München. 

76.  Siehe  Nr.  73. 

77.  Document,  unterzeichnet  ^Julius  Gigli  von  Iniola 
(1605)",  an  den  Herzog  von  Bavern,  Gesuch  um  Re- 
gulierung seines  Einkommens.   Kgl  Kreisarchiv,  München. 

78.  Victorinus,  Georg  (Huldschönensis),  Thesaurus  Li- 
taniarum,  München  1596.  Alt. 

Kgl.  Hof'  und  Staatsbibliothek,  München. 

79.  Document,  unterzeichnet  „Heinrich  de  Plauw,  1611. 
Musicus  Altista".  Gesuch  um  eine  Pension. 

Kgl.  Kreisarchiv,  München. 

80.  Sammelband  für  sechste  Stimme  zu  den  Musikdrucken: 
1.  Joan  de  Cleve,  Cantiones  seu  harmoniae  sacrae, 
Augsburg  1579.  2.  Theod.  Riccius  (aus  Brixen),  Sacrae 
cantiones,  quas  vulgo  motecta  vocant,  Nürnberg  1576. 
3.  Derselbe.  II.  I^iber  sacrarum  cantionuni.  quas  vulgo 
motectas  appellant.  Königsberg  i/P.  1580.  4.  Jacln'.s 
Wert,  Modulationum  sacrarum  5  et  6  vociim  libri  ties, 


Kaum  IX.  Orlando  di  Lasso.  Entwickl.  d.  Musik  am  bayer.  Hofe  etc.     129 

Nürnberg  (ohne  Jahr).  5.  Leonard  Lechuer  Athesiuus, 
Motectae  sacrae  .  .  .  Nürnberg  1576.  B.  Derselbe.  Sa- 
crarum  cantionum  5  et  6  voeum  über  II,  Nürnberg  1580. 
7.  Job.  Knefelius  Laubensis,  Duicissimae  quaedam 
cantiones,  Nürnberg  1571.  8.  Derselbe.  Cantioues  piae 
.  .  .  Nürnberg  1580.  9.  Melchior  Schrammius,  Sacrae 
cantiones  .  .  .  Nürnberg  1570.  10.  Joh.  Wanningus 
Campensis,  sexta  vox  Sacrarum  cantionum  .  .  .  Nürnberg 

1580.  Kgi  j£f)f.  „„^  Staatsbibliothek,  München 

81.  Sammelband  von  Musikdrucken  (Quintus):  1.  Giaches 
di  Wert,  Madrigale,  Buch  VI,  Venedig  1584.  2.  Giovan' 
Andrea  Dragoui,  Madrigale,  Buch  I,  Venedig  1575. 
3.  Giovan  Leonardo  Prima vera,  I  Fnitti,  fünfstimmig, 
Buch  IV,  Venedig  1573.  4.  Fietro  Vecoli  Lucchese, 
Madrigale,  fünfstimmig,  Buch  I,  Turin  1581.  5.  Paolo 
Caracciolo  GentiluomoSieiliano,  Madrigale,  fünfstimmig, 
Buch  I,  Venedig  1582.  6.  Madrigali  de  lo  Spirito  da 
Reggio.  fünfstimmig.  Buch  V,  Venedig  1568.  7.  Andrea 
Rota  Bolognese,  Madrigale,  fünfstimmig,  Buch  I,  Venedig 
1079.  8.  Vincenzo  Belhaver,  Madrigale,  fünfstimmig. 
Buch  II,  Venedig  1575.  9.  Giovan  Ferretti,  Canzoni 
alla  uapolitana,  fünfstimmig,  Venedig,  Buch  II,  1574, 
Buch  III,  1575,  Buch  IV,  1573.  10.  Lelio  Bertani, 
Madrigale,  fünfstimmig,  Buch  I,  Brescia  1584.  11.  Gio. 
Battista  Mosto  (maestro  di  Cappella  del  duomo  di 
Padoua),  Madrigale,  fünfstimmig.  Buch  II,  Venedig  1584. 

12.  Alessandro  Romano,  Canzoni  alla  napolitana.  fünf- 
stimmig,   Venedig,     Bucli    I,     1572,    Buch    II,     1575. 

13.  Annibal  Stabile.  Madrigale,  fünfstimmig.  Buch  III, 
Venedig  1585.  14.  Bartolomeo  Spontone,  Madrigale, 
fünfstimmig.  Buch  III,  Venedig  1583.  15.  Gioseppe 
Caimo  Nobile  Milanese,  Madrigale,  fünfstimmig.  Buch  IV, 
Venedig  1584.  Basso  und  Quinti).  16.  Ah^ssandro  Ro- 
mano. Le  Sirene,  Madrigale,  fünfstimmig.  Buch  II. 
Venedig  1577.  17.  Madrigali  de  Floridi  virtuosi  del 
Seren*""**  Duea  di  Baviera  con  uno  ä  dieci.  Buch  II. 
Venedig  1575.  18.  Giulio  Bonagionta  da  S.  Genesi. 
II  Desidorio,  Madrigali  de  diversi  auttori,  fünfstimmig. 
Venedig   1566.        Xf/I.  Hnf-  uvd  Staatsbibliothek,  München. 

I  9 


130    Baum  IX.  Orlando  di  Lasso.  Eatwickl.  d.  Musik  am  baycr.  Hofe  etc. 

82.  Sam nie  1  band  von  Mvisikdrucken  (Sexta  vox):  1.  Blasio 
Amnion  Tyrolensis,  Sacrae  eantiones,  quas  vnlgo  moteta 
vücant.  Fünf-  und  sechsstimmig,  München  1590. .  2.  Simon 
Gattus  Veüetus,  Missae.  Drei-,  fünf-,  sechsstiimnig, 
Venedig  1579.  3.  Leonart  Schroter  Torgensis  (schohxe 
Magdeburg.  Musicus)  Hymni  Sacri,  Erfurt  1587.  4.  Ale- 
xander Utendal  (Erzherzog  Ferdinands  von  Oe^terreich 
Musicus)  Tres  Missae.  Fünf-  und  sechsstimmig,  Nürnberg 
1573.  5.  Vincentius  Lusitanus,  Epigramata  qua«* 
vulgo  motetta  dicuntur.  Buch  I,  Rom  1551.  6.  Leonard 
Lechner   Athesinus,    Missae.    Sechs-   und  fünfstimmig, 

Nürnberg  1584.     Kgl  Hof-  und  Staatshihliothek,  München. 

83.  Siehe  Nr.  73. 

84.  Sainmelband  von  Musikdrucken  (Quinta  vox).  I.Jacob 
Florius,  Cantiones  sacrae.  Fünfstimmig.  München,  Berg 
1599.  2.  Blasius  Ammou  Tyrolensis,  Breves  et  selectae 
quaedam  motetae.  Vier-  bis  sechsstimmig.  München, 
Berg  1593.  3.  Narciss.  Zanggel  Augustanus,  Cantiones 
sacrae  quas  vulgo  missas  appellant.  Sechs-  und  acht- 
stimmig. Wien,  Formica  1602.  Dieselbe, 

85.  Säle  Franciscus.  Sacrarum  Cantionum  omnis  generis 
instrumentis  musicis  et  vivae  voci  accomodatarum  hactenus- 
que  non  editarum  Lib.  I.  Prag,  Nigrinus  1593.  Tenor. 
Druck.  Dieselbe, 

86.  Documeut,  unterzeichnet  „München,  28.  Juli  1578, 
Cosmo  Bottegari",  an  Herzog  Wilhelm  von  Bayern. 
Auskunft  über  Orlando  Lasso. 

[Kgl,  Geh.  Hausarchio,  München. 

87.  Documeut,  unterzeichnet  ^Rom,  15.  Jänner  1575  Marco 
Houtermano  fiamengo  organista  di  S.  Pietro  di  Roma", 
an  Herzog  Wilhelm  von  Bayern.  Ablehnung  einer  Be- 
rufung. Dasselbe. 

88.  Tenor  zu  Nr.  81.  Bei  Nr.  2  ist  indessen  das  zweite 
Buch  1575  und  statt  Nr.  4  das  Werk  Girolamo  Convensi 
da  Correggio,  Canzoni.  Fünfstimmig,  Venedig  1575  vor- 
handen. Bei  Nr.  9  findet  sich  auch  das  1.  Buch,  Venedig 
1574  vor.  Kgl.  Hof'  und  Staatsbibliothek,  München. 


Raum  IX.  Orlando  di  Lasso.  —  ßaum  X.  Notenstich  and  -Druck.    131 

89.  Vietoriuus,  Georg,  Philomelacoelestis,  sive  suavissimae 
selectissimaeque  cantiones  sacrae,  MQucheu  1624.  Vox 
suprema.  Musikdruck  mit  Compositionen  vou  Rudolph 
und  Ferdinand  de  Lasso  u.  v.  A. 

KgL  Hof'  und  SiautsbibliotJiek,  Manchen. 

Jacob  Perlatius,  Aeg.  Moet,  Alb.  Cornazzani,  Gio.  Sagittario, 
Andr.  Imperial,  Gio.  Priuli,  GuiL  Kramper,  Wolffg.  Bellicorius, 
Jonas  Schiessl,  Casp.  Topiarias,  Joan.  Stadlmair,  Joan  I..asler, 
Joan.  Aichmiller,  Joan.  Eürzinger,  ßarth.  Hartmann,  Joan.  Feldtmair, 
Petr.  Bonamicus,  Adam  Waidmann,  Stepb.  Weich,  Christ.  Erbach, 
Georg  Aichinger,  Joan.  Staporius,  Petr.  Hempfer,  Chr.  Berg,  Christ. 
Berghoaer,  Petr.  Höltzl,  Urban  Loth,  Gio.  Martin  Caesar,  G.  Vict, 
Georg  Capridus,  Anthon  Holzner,  Bemardin  Wolck,  Christophor 
Sätzel,  Fileno  Cornazzani,  Joan.  Riedelius,  Joan.  Hadelerus,  Joan. 
Herlinns,  Laurentias  Petrangelas. 

90.  Document,  datiert  „München,  11.  April  1612", Bewilligung 
von  200  fl.  für  den  Vice-Capellmeister  Jacomo  Perlatius 

Dieselbe. 

91.  Pracht-Druckwerk:  Kurtze  doch  gegründte  Beschrei- 
bung des  Durchleuchtigen Herren  Wilhalmen  Pfaltz- 

graven  bey  Rhein gehaltenen  Hochzeitlichen  Ehren 

Fests.  München,  A.  Berg  1568.  Druck  in  Groü-Fol.  Mit 
bunten  Abbildungen  der  Festlichkeiten,  worunter  mehrere 
Musikcapellen.  Dieselbe. 

92.  Medaille  mit  Umschrift:  „Hie  ille  Orlandus  Lassum 
qui  recreat  orbem."  1853.  Frison  sculp. 

Kunsthistorische  Sainndungen  des  Ah.  Kaiserhauses. 

93.  Aufrechter  Flügel  in  Pyramidenform  von  Joseph 
Wachtl  in  Wien.  Umfang  5/,  Octaven  (F — c). 


Raum   X.    Entwicklung    des    Notenstiches    und 
-Druckes,   Theoretiker   des  XVII.  Jahrhunderts. 

(Portietzang  von  Raam  VII.) 
Pult  I,  II,  in.  Kupferplattendrucke. 

Pult  I:  Kupferplattendrucke. 

1.  Verovio  Simone.  Canzonette.  Diletto  spirituale.  Roma 
(Verovio)  1586.  Kß.  Bibliothek,  Berlin. 


i;* 


132  Raam  X«  Notenstich  und  -Druck. 

2.  Verovio  Simone.  Arie  devote.  Roma,  1608. 

KghlBihliothek,  Berlin, 

3.  Kapsperger,  Gio.  Girol.  Libro  1.  dlntavolatura  di 
Lauto  raccolto  dal  Sig.  Filippo  Nicolini.  Koma,  Nie. 
Borboni  (?).   1611.  K.  k.  Hofbtbliothek. 

4.  Frescobaldi,  Girol.  Toccate  e  Partita  d'Intavolatiira 
di  Cimbalo  .  .  .  L.  1.  Roma,  Nie.  Borboni  1615. 

Kgl.  Bibliothek,  Berlin, 

b.  Derselbe.  Toccate  d'Intavolatura  di  Cimbalo  et  Orgauo 
.  .  .  L.  1.  Roma,  Nie.  Borbone  (!)  1637. 

K  k,  Hof  bibliothek. 

6.  Reusuer,  Esaias  (kurfurstl.  brandenburg.  Kammer- 
Lautenist).  Neue  Lauten-Früchte,  s.  1.  1676.    Dieselbe. 

7,  8.  (Radolt,  Wenzel  Ludwig,  Edler  von).  Die  Aller 
Treueste  .  .  .  Freindin.  Wien,  Job.  Mich.  Nestler  1701. 
Erste,  Änderte,  und  Drite  (!)  Lauten. 

Benedictinerstift  Bai  gern. 

9.  Iliuterleithuer,  Ferd.  Ignatius.  Lauthen  Concert  mit 
Violin,  Bass  vud  Lauthen.  (Wien  1699.)  Dasselbe. 

Pult  II:  Kupferplattendrucke. 

lü.  Traite    de    la    Musette.    Lyon,    Jean    Girin    &   Barth. 
Riviere  1672.  K.  k.  Hofbibliothek. 

11.  Musica  Sacra.  Or  select  Anthems  in  Score  .  .  .  composM 
bv    Dr.    ^^'llliam  Cr  oft.  London,    John    Walsb     1724. 

vol.  L  IL  Stadtbibliothek  Hamburg. 

12.  Jones,    Edward.    Musical  and  Poetical  Relics    of  the 
Welsh  Bards.  London  1794.  K.  k.  Hofbiblioihek. 

13.  Händel,    G.    Fr.    Julius    Caesar.    London,    printed    at 
Cluer's  printing-office  (1720).      Stadibiblioüuk  Hamburg. 

14.  Badia.  Carlo   Agost.  Tributii  Armonici    (Wien,  circa 
1700).  Minor itenconvent  Wien. 


Raum  X.  Notenstich  und  -Druck.  133 

15.  Telemann,  Georg  Philipp.  Fast  allgemeines  Evan- 
gelisch-Miisicalisches  Lieder-Buch.  Hamburg,  Phil.  Ludw. 

Stromer  1730.  Universitätsbibliothek  König^fberg, 

16,  17.  Corelli,  Arcaugelo.  Concerti  grossi  .  .  .  opera 
sesta.    Amsterdam,    Est.    Roger  (1712).  Violino  I,  Alto, 

Viola.  K.  k.  Ho/bibliothek, 

Pult  III:  Kupferplattendrucke. 

18.  Händel,  G.  Fr.  Der  Messias  im  Clavierauszuge  von 
C.  F.  G.  Sehwencke.  Hamburg,  Joh.  Aug.  Böhme  (1809). 

Dr.  A.  M.  Nüchtern,  Wien, 

19.— 30.  Marburg,  F.W.  Titelplatte  nebst  11  Kupfertafeln 
zur  Abhandlung   von  der  Fuge.    Leipzig,  C.  F.  Peters. 

Herr  C.  F.  Peters,  Leipzig. 

31.  Kupferplatte.  „Canon  über  das  Post-Hörnl." 

Benedictinerstift  Lambach. 

32.  Weber,  Carl  Maria  von  —  Der  Freischütz.  Berlin, 
Schlesinger.  Ciavierauszug  mit  Text.  (Mit  eigenh.  Wid- 
mung des  Comp,  an  Ignaz  von  Mosel.) 

Dr.  A.  M.'iNächtern^  Wie^i. 

33.  Halm,  Antoine.  Grande  Sonate  pour  le  Piauoforte 
ä  4  m.  Vienne,  Ant.  Diabelli  s.  a.  (C.  M.  v.  Weber 
gewidmet).  Derselbe. 

Pult  IV:    Neueres  Verfahren   des    Typendrucks,    durch 
Breitkopf  in  Leipzig  begründet. 

34.  E(rmelinda)  T(alea)  P(astorella)  A(rcada)  (Kur- 
fürstin Maria  Antonia  von  Sachsen).  Talestri,  Regina 
delle  Amazzoni.  Lipsia,  Gio.  Gottl.  Imnian.  Breitkopf. 
1765  (vgl.  XrV\  Nr.  213). 

Kgl.  Privat'Mtisikaliensammlung,  Dresden. 

35.  Zumsteeg,  J.  R.  Des  Pfarrers  Tochter  von  Taubenhayn. 
Leipzig,  Breitkopf  &  Härtel.  Dr.  A.  M.  Nüchtern,  Wien. 


134  Kaum  X.  Notenstich  und  Druck.  Theoretiker. 

36.  Breitkopf.  Joh.  Gottlob  Imraaiuiel.  Verzeichiiiss 
musikalischer  Bücher,  welche  bey  —  in  Leipzig  ...  zu 
bekommen  sind.  1.  Ausgabe.  Leipzig  1760. 

Breitkopf  &  Härtd,  Leipzig. 

37.  Mozart,  W.  A.  Don  Juan.  Mit  italienischem  und  deutschem 
Text.  2.  Akt.  Leipzig,  Breitkopf  &  Härtel.     Dieselben. 

38.  Gluck.  Christof.  Paride  et  Elena.  Vienna,  Gio.  Tommaso 
de  Trattnern  1770. 

Philharmonische  Gesellschaft,  Laihach. 

Pult  V:  Pewterplattendrucke. 

39.  Mozart,  W.  A.  Don  Giovanni.  Partitur  mit  italienischem 
und  deutschem  Texte.  Leipzig,  Breitkopf  &  Härtel. 

Breitkopf  &  Härtel,  Leipzig, 

40.  Pewterplatte  (Mischung  von  Zinn  und  Blei). 

7>r.  Chrysatider,  Bergedorf. 

Pult  VI:  Neuerer  Notendruck. 

41.  Graduale.  Moguntiae,  typis  Francisci  Sausen  1870. 

Graf  Hans  Wilczek,  Wien. 

42.  Extractus    Autiphonarii.     Moguntiae,    tj'pis   Francisci 

Sausen   1872.  Derselbe. 

43.  Missale  Romauum.  Vindobonae,  Henr.  Reiss  1872. 

K.  k.  HofbibUothek. 

Pult  VII:  Theoretiker  des  XVIL  Jahrhunderts. 

44.  Banchieri,  Adriano  (Organist  von  St.  Michele  in  Bosco 
bei  Bologna).  UOrgano  Suonarino.  Venetiu,  Rice.  Amadino 

1605.  Fürst  Schwarzenberg,  Wien. 

45.  Praetorius,  Michael  (Capellmeister  in  Wolfenbuttel). 
Syntagmatis  Musici  Turnus  secundus.  Wolffeubüttel,  Elias 

Ilolwein   1609.  Graf  Encein  Xostiz.  Prag. 

46.  Derselbe.  Theatrum  Instrumentorum.  Wolffeubüttel  1620. 

Bencdi  et  rner  Stift  Gott  teeig. 


Ranm  X.  Theoretiker  des  XVII.  Jahrhunderts.  135 

47.  Morsenne,  Marie  (1588 — 1648  Franziskanermönch). 
Harmonie  Universelle.  Paris,  Pierre  Ballard  1636. 

A'.  k,  Hofbibliothek. 

48.  Feruandez,  Antonio.  Arte  de  Miisiea.  Lisboa,  Pedro 
Graesbeeck  1626.  Dieselbe. 

49.  Gumpelzhaimer,  Adam  (1559 — 1625).  Compendium 
Miisicae    Latino-Germanicum.    Augustae,    typis    Udalrici 

Sehoenigii   1625.         Prämcnstratenserstift  Strahow,  Prag, 

50.  Monserrate,  Andres  de  —  Artebreve  y  compendiosa 
de  las  dificultades  qiie  se  ofregen  en  la  musica  practica 
del  canto  llano.  Valencia,  Pedro  Patricio  Mey  1614. 

K.  u.  Hofbibliothek, 

50a.  Baryphouus,  Henricus.  Pleiades  Musicae.  Halber- 
stadt 1615.    Gräflich  Stolberg  sehe  Bibliothek'  Wernigerode. 

51.  Berardi,  Angelo.  II  V  (2"  &  3")  Libro  delli  Docmnenti 
Armonici.  Handschr.  Minoritencomeht  Wien. 

52.  Hafenreffer.  Samuel.  Monochordon  Svmbolieo- 
Biomauticiim.  Ulmae,  Baltli.  Kühne  1640. 

K  k.  HofJnhliothek. 

Pult  VIII:  Theoretiker  des  XVII.  Jahrhunderts. 

53.  Lorente,  Andres.  El  Porqiie  de  la  Miisica.  Aloalä  de 
Henares,  Nicolas  de  Xamaros  1672. 

A:  Ä-.  HoflnbUothek. 

54.  Kirchei,  Athanasius.  Musurgia  universalis.  Rumae,  ex 
typogr.  haer.  Francisci  Corbelletti  1650. 

K.  k.  Universitätsbibliothek  Wie^i. 

55.  Derselbe  (1002—1680).  Neue  Hall-  vnd  Thon-Kuust. 
Nördlingen,  Friderich  Schultes  1684. 

K.  k.  Universitätsbibliothek  Innsbruck. 

56.  C  (arm)  P.  J.  Chirologia  Organico-JInsica,  Mnsicalische 
Hand-Beschreibung.  Nürnberg,    Joh.   Christoph  Lochnor 

1711.  A'  k.  Universitätsbibliothek  Prag, 


136  Raum  X.  Theoretiker  des  XVII.  Jahrhunderts.  Bilder. 

57.  Bononcini,  Gio.  Maria  (Modenese).  Miisica  prattica. 
Bologna,  Giacomo  Monti  1673.         K.l\  HofbibUothek. 

58.  Sweelinck,  Joh.  P.  (berühmter  Orgelmeister,  1562  bis 
1621).  Erster  unt  (!)  Aoderter  theil  .  .  .  lehren  und  unter- 
richtungen  von  der  Composition.  Handschr.  von  Joh.  Adam 

Reincken  1670.  Stadtbibliothek  Hamburg. 

59.  Bartholiuus,  Casp.  De  Tibiis  Veterum.  Amsteloedami, 
snmptibns  Henr.  Wetstenii  1679.      K.  k,  HofbibUothek, 

60.  Janovka,  Thomas  Balthasar.  Olavis  ad  thesaurum 
Magnae  Artis  Musicae.  Vetero-Pragae,  G.  Labauu  1701. 

Prätnonstratenseretift  Strahow,  Prag. 

61.  Carissimi,  Giacomo.  Vermehrter,  und  nun  zum  funfften- 
mal  in  Druck  beförderter  kurtzer,  jedoch  gründlicher  Weg- 
weiser ...  die  Orgel  recht  zu  schlagen  . . .  Sondern  auch 
Weiland  Herrn  —  Sing-Kunst  und  leichte  Grund-Regeln. 
Augsimrg,  Daniel  Walder  1718. 

K.  k.  Tlieresianum,  Wien. 

62.  Derselbe  (ca.  1604—1674).  Leichte  Grund-Regeln 
zur  Sing-Kunst.  Augspurg,  Joh.  Jacob  Lotters  seel.  Erb. 

1753.  Fürst  Esterhdzy,  Eisenstadt. 


Bilder. 

63.  Wirthsstube  mit  musiciereuden  Bauern  (Geige, 
Laute).  Radierung  von  Gustav  Eilers  nach  Jan  Mionze 
Molenaer  (f  166S).  Quer-Fol. 

Gesellschaft  für  vercielfältigende  Kunst,  Wien. 

64.  Ein  Geiger  (Viola  da  Braccio).  Photogr.  Ad.  Braun 
&  Cie.  nach  Gerard  Ter  Borch  (Terburg  1617—1681). 
Ermitage,  St.  Petersburg.  Groß-Fol. 

K.  k.  Hofbibliothek. 

65.  Der  Violinspieler.  Radierung  von  L.  Kühn  nach  Pieter 
van  Slingenland  (1640—1691).  Fol. 

Gesellschaft  für  vervielfältigende  Kunst,  Wien. 


Raum  X.  Bilder.  137 

66.  Tieffenbrucker,  Caspar  (aus  Tirol,  lebte  im  Anfang 
des  XVI.    Jhdt.    in    Bologna).    Kupferst  (Röthel-Man.). 

Quart.  Kgl,  Kapferstichcahinet,  Dresden. 

67.  Der  Violinspieler.  Radierung  von  Wilhelm  Rohr  nach 
Adriaen  Brouwer  (ca.  1605—1631).  Fol. 

Gesellschaft  für  verviel fällt  ff  ende  Kunst,  Wien. 

68.  Der  Musikmeister  (Dame  am  Flügel,  rückwärts  rechts 
Lautenspieler).  Photogr.  Ad.  Braun  &  Cie.  nach  Jan 
Stoen  (1026—1679).  Nationalgallerie.  London.  Groß-Fol. 

K.  k.  Hofhihliothek. 

69.  Musiciereude  Gesellschaft  (Viola  da  Gamba,  rück- 
wärts Laute).  Radierung  von  Willi.  Rohr  nach  Pieter 
Codde  (ca.  1600—1678).  Quer-Fol. 

Gesellschaft  für  vervielfälticfrnJc  Kunst,  Wien. 

70.  Noten  und  Musikinstrumente  (Laute,  Chitarronen 
und  Violine).  Oelgem.  XVII.  Jhdt.  Lwd.,  h.  94,  br.  138. 

Herr  Paul  de  Wit,  Leipzig. 

71.  Der  Violinspieler.  Photogr.  Ad.  Braun  &  Cie.  nach 
Adriaen  van  Ostade  (1610 — 1685).  Ermitage,  St.  Peters- 
burg. Quer-Fol.  K.  k.  Hof  bibliothek. 

72.  Violin-  und  Lautenspieler  (links  unten  ein  Pommer). 
Oelgem.  von  Valentin  (ca.  1600—1634).    Lwd.,  h.   93, 

br.   11 J.  Kgl.  Universität  Würzburg, 

73.  Knabe  mit  der  Flöte  (Schnabelflöte).  Photogr.  Löwy 
nach  Francesco  da  Ponte  (Bassano,  1551 — 1592).  Kais. 
Gemäldegallerie,  Wien.  Fol. 

K.  k.  Unioersitätsbibliothek,  Wien. 

74.  Noten-  und  Musikinstrumente  (Geige,  Laute).  Still- 
leben (s.  Nr.  71).  Oelgem.  XVII.  Jhdt.,  h.  94,  br.  138. 

Herr  Paul  de  Wit,  Leipzig. 

75.  Liberati,  Antimö  (1630  bis  um  1685).  Brustbild  (oval). 
Tuschzeichnung.  Oct. 

K.  tt.  k.  Familien-Fideicommissbibliothek. 


138  Raum  X.  Bilder. 

76.  Herbst,  Johannes  Andreas  (1588—1665).  Halbfignr 
(oval).  Kupferst.  von  Sebastian  Türck,  1635.  Oet. 

K,  «.  Ic,  Familien-Fideicommissbibhothek. 

In  der  UmrahmTing  Lpute,  Lyra  da  Braccio,  Schnabelflöte. 
Posaunen,  Schalmeien. 

77.  Tieffenbrncker(Duiffoprugear),  Caspar  (s.  Nr.  66). 
Brustbild  (oval).    Kupferst.  von  Pierre  Woeriot,    1562. 

R.  D.  284.  Fol.  Kgl.  Kupferstichcabinet,  München. 

In  der  Hand  des  Meisters  eine  unfertige  Laute^  vor  ihm  Viola 
da  Braccio,  Violine,  Lauten  mit  Futteral,  Mandoline,  kleine 
Guitarre,  kleine  Harfe. 

78.  Das  Duett  (Cister,  Violine).  Photogr.  Victor  Angerer 
nach  Jacob  A.  Duck  (1600— 1660),  Gemäldegallerie  der 
k.  k.  Akademie  der  bildenden  Künste,  Wien.  Quer-Ft)l. 

K.  k.  Akademie  der  bildenden  Künste,  Wien. 

79.  Das  Concert  (Spinett,  Gambe).  Photogr.  Alinari  nach 
Giorgione  (Giorgio  Barbarelli,  1478—  1511),  Palazzo  Pitti. 
Florenz.  Groß-Quer-Fol. 

Institut  für  österreichische  Geschichtsforsthungj  Wien. 

80.  Di»r  „Musikant"  (Laute,  VioUne,  Viola  da  Gamba. 
Ciavier);  der  „Orgelmacher"  (rückwärts  Clavichord 
und  Orgel);  der  „Instrumentist"  (unfertige  Gambe 
und  Laute);  der  „Trompetonmacher"  (Trompete, 
Waldhorn);  der  „Pfeifenmacher"  (Fagott,  Zinken, 
Blockflöten,  Schalmeien);  der  „Saitenmacher".  Sechs 
Kupferstiche  mit  Reimsprüchen.  Octav. 

Prof.  Oswald  Koller,  Krcmsier. 

Aus:  Abbildung  der  premeinnützigen  Hauptständc  von  Christoph 
Weigel  Regensburg  1698. 

81.  Die  Lautenspielerin  (am  Tische  eine  Geige).  Schab- 
blatt von  Bernard  nach  Caravaggio  (Michelangelo  Arne- 
righi  da,  1569 — 1609),  Gallerie  Liechtenstein,  Wien. 
Roy  .-Fol.  K.  k.  Hofbibliothek. 

82.  Madonna  mit  dem  Kinde,  beiderseits  lautenspielende 
Engel.  Photogr.  von  Ad.  Braun  &  Cie.  nach  Fra  Barto- 
lommeo  della  Porta  (1475—1517).  Groß-Fol.    Dieselbe. 


Raum  X.  Bilder.  Instrumente  13^ 

83.  Die  Laiitenschlägerin.  Radienmg  von  W.  Woernle 
nach  Fr.  v.  Kaulbach,  kais.  Gemäldegallerie,  Wien.  Fol. 

,  Gesellschaft  für  rervielfältigende  Kunst,  Wte7}. 

84.  Belauschtes  Kinderconcert.  Radienmg  von  W.  Krans- 
kopf nach  Anselm  Feuerhach  (1829—1880).  Fol. 

Dieselbe. 

85.  Die  Lautenspielerin.  Lithogr.  von  Fr.  Hanfstängl  nach 
Frans  van  Mieris  d.  Aelt.  (1635—1681),  kgl.  Gemälde- 
gallerie, Dresden.  Groß-Fol. 

K.  k,  Akademie  der  büdenden  Künste,  Wien. 

86.  Die  Gambenspielerin.  Photogr.  von  Ad.  Braun  &  Cie. 
nach  Beniardo  Strozzi  (II  Prete  Geuovese,  1581 — 1641). 
kgl.  Gemäldegallerie,  Dresden.  Groß-Fol. 

K  k.  Hofbibliothek. 

87.  Atelierscene  (rechts  Bassgambe).  Photogr.  Ad.  Braun 
&  Cie.  nach  Frans  van  Mieris  d.  Aelt.  (s.  Nr.  85). 
Kgl.  Gemäldegallerie,  Dresden,  Groß-Fol. 

K.  k.  llofbibliothek. 

88.  Der  Guitarrespieler.  Photogr.  J.  Löwy  nach  Antoine 
Watteau    (1684 — 1721).   Kais.  Gemäldegallerie,  Wien. 

Fol.  K,  k.  Universitätsbibliothek  Wien. 

89.  Der  Hunk(»lsänger  (Pochettespieler).  Lithogr.  von 
V.  Lang  (Pilotv  &  Loehle),  nach  Jan  Phil,  van  Schlichten, 
(t  1745),  kgl. Pinakothek,  München.  Fol. 

K.  k.  Akademie  der  bildenden  Künste,  Wien. 

90.  Mariä-Himmel fahrt  (Engelorchester).  Gemälde.  Siene- 
sische  Schule  1450—1480.  Holz,  h.  332.  br.  225. 

Kgl.  Museum,  Berlin. 

Oben  rechts  Engtl  mit  Psalterinm:  unten:  Tuba,  Handpauken. 
Becken.  Blockflöte,  Handorgel,  Drebleicr.  Laute.  Flöte  mit 
Triangel.  Dudelsack,  Tambourin,  Geige,  Psalterium,  Harfi».  Schal- 
meien, Trompete, 

Instrumente. 

91a.  Klappen  (Flügel) -hörn  von  Zetsche,  Hannover. 

Herr  Ignaz  Stoxcasser,  Wien. 


140  Raum  X.  Instramente. 

91b.  Naturhorn  von  Anton  Körner,  Wien,  1823. 

Herr  Ignaz  Stowaaser,  Wien. 

92.  Signalhorn,  gez:  Ignaz  Stowasser,  k.  k.  ansschl.  priv. 
Musik-Blasinstmmentenfabrik  in  Wien.  Derselbe.. 

93.  Trompete  mit  Radelmasehinen  (aus  den  Anfängen  der 
Maschinen)  von  Ignaz  Stowasser  in  Wien.         Derselbe. 

94.  Alt-Horn    mit   Stopfmaschine    von    Wenzel    Schamal, 

Prag.  Derselbe. 

95.  Octav-Flügelhorn  in   C,    früher   als   Ersatz    für    die 
Clarinette  benützt,  von  Ignaz  Stowasser  in  Wien.  Derselbe. 

96.  Baritonhorn  in  Schwanenform,  mit  Kadelmaschine. 

Derselbe. 

97.  Piston  in  As  von  Ignaz  Stowasser  in  Wien.     Derselbe. 

Wurde  bei   der   Cavallerie   als   Ersatz   far   die    Clarinette    ge- 
braucht. 

98.  99.  Zwei  Baritons  in  C  (auch  Bombardino  genannt), 
mit  Pumpventilen  von  Ignaz  Stowasser  in  Wien. 

Derselbe. 

100.  Basstuba  mit  fünf  .Pistons  von  C.  W.  Moritjj,  Berlin. 

Derselbe. 

101.  Klappenhorn  von  Zetsche,  Hannover.  Derselbe. 

102.  Orphika  C.  W.  RöUig,  Wien,  um  1810,  bez.:  Erfunden 
von  C.  L.  Röllig,  verfertiget  von  Dohnal  in  Wien. 

Landes mtiseunt,  Görz. 

103.  Dasselbe  Instrument  mit  derselben  Inschrift. Anfang  des 

XIX.  Jhdt.  Herr  Andreas  Stein,  Hietzing. 

104.  105.  Nagelvioline.  XVIII.  Jhdt. 

Graf  Hans  Wilczek,  Wien. 

Museum  Carolino-Augusteum,  Salzburg. 

106.  Vogelorgel    (Drehorgel)    von    Joh.    Stephan    Hering, 

Chorreg.  in  Berching,  1744.  Herr  Paul  de  Wit,  Leipzig. 


Kaum  X.  Instromeutc.  141 

107.  Janku-Claviatur.     Die  beiden  ersten  Originalmodelle. 

Herr  Paul  de  Wit,  Leipzig. 

108.  Portativ  (kl.  Hausorgel).  XVU.  Jhdt.  Derselbe. 

109.  Regal  oder  Scbnarrwerk.  XVII.  Jhdt.  Derselbe. 

Zum    Zusammeiiklappen   eingerichtet^   am  auf  der  Reise   mit- 
geführt werden  zu  können. 

110.  Clavieymbal  (mit  2  Mamialen),  etwa  1740 — 1750. 

Derselbe. 

111.  Vogelurgcl.  XVIII.  Jhdt. 

Fürst  Esterhdzy,  Eisenstadt. 

112.  Salterio  (Hackbrett).  XVHI.  Jhdt. 

Herr  Paul  de  Wit,  Leipzig. 

113.  Hammerciavier  mit  Nähtisch  von  Josef  Küstner. 
XVIII.  Jhdt.  Gräfin  Sizzo,  Wien. 

Mit    vielen   Mnl-   und  Nähutensilien  sehr   hübsch   ausgestattet 
und  mit  einem  gestickten  Staubdeckel  versehen. 

114.  Hamuierclavier  mit  Nähtisch  von  Andre  Stein  a 
Augsbouig,  a  Vienne,  1770.  Einst  im  Besitze  der  Sängerin 

Angelica  Catalani.  Herr  Stein,  Hietzing. 

115.  Flügel  V.  Johann  Jakesch,  Wien,  Ende  des  XVIII.  Jhdt. 

Herr  Eduard  Toumeur,  Wien. 

116.  Tafelclavierchen.  Um  1780—1785. 

Fräulein  Henriette  v.  Portheivi.  Prag. 
Einst  in  Gocthe'a  Besitze,  aus  dessen  Gartenhaus  in  Weimar. 

117.  Spieluhr  von  J.  6.  Kaufmann,  DresdcMi,  178G. 

Kaufmann  u.  Sohn,  Dresden. 

118.  Klotz,  Mathias  (1653—1743,  der  beste  Schüler  von 
Jacob  Stainer,  Begründer  der  Mitten  walder  Geigenindustrie). 
Gypsmodell  seines  Denkmals  in  Mittenwald,  Bayern, 
von  Prof.  Ferdinand  von  Müller,  München. 

Prof.  Ferdinand  ron  Müller,  München. 


14^  Baum  X.  Sanmilaug  Paul  de  Wit. 

Sammlung  Paul  de  Wit. 

Glasschrank  I. 

1.  Viola  di  Bordone  oder  Barytoii,  von  „Simon 
Schröder,  hocbfürstl.  Hof-Lauten-  und  Geigenmacher  zu 
Passau"  mit  6  Darmsaiten  zum  Streichen  und  11  Metall- 
saiten zum  Rupfen.  Brauner  Lack,  an  Stelle  der  Schnecke 

geschnitzter  Männerkopf. 

» 

2.  Geige  mit  Löwenköpfchen  von  Johann  Ulrich  Fischer, 
Lauten-  und  Geigenmacher  in  Landshut  1726.  Gelbbrauner 
Lack. 

3.  Viola  d'amore,  bez.:  1712.  7  Darm-  und  7  Metallsaiten. 
Gelbbrauner  Lack.  Geschnitztes  Köpfchen  eines  Engels  mit 
verbundenen  Augen. 

4.  Viola  pomposa,  fQnfsaitig,  aus  J.  S.  Bach's  Zeit,  ver- 
fertigt von  „Joh.  Christian  Hoffmann,  Königl.  Poln. 
und  Ühurfurstl.  Sachs.  Hoff  Instrument  und  Lautemuacher 
in  Leipziff  1741."  Das  Instrument  in  Form  des  Cellos 
wurde  jedenfalls  auf  den  Knien  gespielt.  Unicum. 

5.  Viola  d'amore  mit  7  Darm-  und  7  Metallsaiten.  Ge- 
schnitztes Frauenköpfchen.  Röthlicher  Lack. 

6.  Viola,  fünfsaitig  (sogenanntes  Quinton)  mit  geschnitztem 
Köpfchen.  Gelbbrauner  Lack.  XVIII.  Jhdt. 

7.  Violoncello  von  Bugleder  mit  geschnitztem  Löwen- 
kopf. Dunkelbrauner  Lack.  Verm.  italienischen  Ur- 
sprunges. 

8.  Viola,  viersaitig  mit  geschnitztem  Köpfchen.  Gelber 
Lack. 

9.  Viola  d'amore  mit  7  Spiel-  und  7  Aliquotsaiten,  bez.: 
^Andreas  Kempter  Lauthen-  und  Geigen  Macher  in 
Dillingen  hat  dise  grand  viol  d'amour  1746  gemacht 
für  den  geistl.  Herrn  Joan.  Anton  Walther  Chori-vicario 
und  Caeremoniario  zu  Eychstätt  in  Dombstyft."  Decke 
mit  gelbem,  Boden  und  Zargen  mit  roth(*m  Lack.  Ge- 
schnitzter Löwenkopf. 


l^am  X.  Sammlung  Paul  de  Wit.  143 

10.  Viola  d'amore  mit  7  Saiten  oben  und  unten,  bez.: 
„Joan.  üdaricus  Ebberl  fecit  Pragae  1743."  Brauner 
Lack,  mit  geschnitztem  Faunko])f. 

11.  Viola  d'amore  mit  7  Darm-  und  7  Metallsaiten,  bez.: 
^Michael  Andreas  Partei  fecit  Viennae  1746." 
Geschnitztes  Frauenköpfchen,  Decke  mit  gelbbraunen 
Zargen  und  Boden  mit  rothem  Lack. 

12.  Geige  mit  Löwenköpfclien,  bez.:  „Paulus  Aletsee 
Hof-  Lauten-  und  Geigenmacher  in  München  1780", 
rother  Lack. 

13.  Viola  di  Gamba,  sechssaitig  von  „Thomas  Edlinger, 
Lauten-  und  Geigenmacher  in  Augspurg".  Saitenhalter 
und  Ränder  mit  Perlmutter  und  Ebenholz  eingelegt. 
Geschnitzter  Wirbelkasten  mit  geschnittenem  Männer- 
kupf  an  Stelle  der  Schnecke. 

14.  Tasten c ister,  sechsehörig  mit  Claviaturaufsatz  und 
Hammermechanik.  Bez.:  „Preston  Inventor."  XVHI.  Jhdt. 

15.  Radleier  oder  Bauernleier  mit  Bronzen  beschlagen. 
XVH    Jhdt. 

16.  Philomela  mit  vier  Siahlseiten.  XVHI.  Jhdt. 

17.  Geige  von  eigenartiger  Form,  bez.:  „Joannes  Georgius 
Staufer  fecit  Viennae  anno  1828  im  December".  Hell- 
gelber Lack,  Boden  eingelegt. 

18.  Laute  (italienische)  mit  sieben  Doppelsaiten  und  einge- 
legtem Griffbrett. 

19.  Maudoline.  Kragen  schneckenartig  geschnitzt. 

20.  Maudoline,  bez.:  „Johann  Goltberg  in  Danzig 
17^7",  mit  Perlmutter  eingelegt. 

21.  Calascione  (italien.)  mit  drei  Saiten.  XVIII.  Jhdt. 

22.  Cister,  sechsehörig,  mit  Stimmechanik.  XVIII.  Jhdt. 

23.  Mandola,  bez.:  „Antonius  Vinaccia,  filius  Januarii", 
Neapel  1764,  viercliörig,  mit  Schildpatt-  und  Perlmutter- 
einlagen. 


144  Raum  X.  Sammlung  Paul  de  Wit. 

24.  Geige  mit  Lowenköpfeheu.  Alte  Tiroler  Arbeit  mit 
gelbem  Lack. 

25.  Kleine  Laute  mit  6  Doppclsaiten,  Schildpatt-  und 
Perlmuttereinlage.  Bez.:  „Gaspare  Vimercati  in  Milanu 
1700." 

26.  Cistor,  sechssaitig  mit  Metallrosette  und  Stimmmechanik. 
XVm.  Jhdt. 

27.  Calascione  (italien.)  mit  5  Doppelsaiten.   XVIII.  Jhdt. 

28.  Laute  mit  6  Saitenchören  (davon  5  doppel-  und  1  drei- 
chOrig).  Das  GriflTbrett  mit  Perlmutter  eingelegt,  der 
Kragen  gerade  verlaufend. 

29.  Theorben-Cister.  Sehr  altes  Instrument  mit  4  Chören. 
Spielsaiten  auf  dem  ersten  und  6  Begleitsaiten  auf  dem 
zweiten  Hals.  XVII.  Jhdt. 

30.  Viola  von  eigenartig  geschweifter  Fonn. 

31.  Laute  mit  umgeschlagenem  Kjragen  von  ziemlieh  roher 
Arbeit.  4  bespoiniene  Saiten  auf  einem  Ansatz,  sowie 
12  Darmsaiten.  XVIII.  Jhdt. 

32.  Zinkenfutteral  aus  Leder  mit  eingepressten  Ver- 
zierungen. Vermuthlich  aus  dem  XVI.  Jhdt. 

33.  Cornemuse,  auch  Flute  du  Poitou  genannt,  mit 
0  Toulöchern;  Kohrblatt  mit  aufgesteckter  Kapsel  zum 
Anblasen.  Vermuthlich  XVI.  Jhdt. 

34.  Doppel-Schnabelflöte  aus  dem  XVII.  Jhdt.,  ganz  in 
einem  Stück  aus  Holz  gearbeitet. 

35.  Saitenmesser  mit  2  verstellbaren  Stegen.  Mitte  dieses 
Jhdt. 

36.  Pochette.  Corpus,  Hals  und  Wirbelkasten  aus  einem 
Stück  Ebenholz  geschnitzt. 

37.  Dieselbe.  Corpus  aus  Ahorn-  und  Kbenholzstreifen  zu- 
sammengesetzt, mit  Klfenbeineinlagen. 


Raum  X.  Sammlung  Paal  de  Wit.  140 

38.  Dieselbe  von  „Matthäus  Bub  in  Strassburg  1658^, 
Corpus  uud  Griffbrett  aus  Elfenbein  mit  kunstvoller 
Gravierung. 

39.  Dieselbe  mit  Violinenschnecke. 

40.  Dieselbe  in  sehr  alter  Form  mit  polychromierten  Engels- 
köpfchen. XVI.  Jhdt. 

41.  Dieselbe  in  Violinenform  mit  schön  geschnitztem 
Rococosattel,  bez.:  „Josephus  Antonius  Laske^.  Pragae 
fecit  1710. 

42.  Dieselbe  mit  Löwenköpfchen.  Corpus  und  Griffbrett 
mit  Elfenbeineinlagen. 

43.  Querflöte  mit  einer  silbernen  Klappe  aus  Rosa-Elfen- 
bein. XVm.  Jhdt. 

44.  Amour-Flöte  in  Ä,  aus  Elfenbein,  mit  vier  silbernen 
Klappen.  Anfang  des  XIX.  Jhdt. 

45.  Querflöte  aus  Elfenbein  mit  einer  Klappe  von  J.  G. 
Rydiger.  XVIII.  Jhdt. 

46.  Miniatur-Schnabelflöte  (Rococo)  aus  Elfenbein. 
XVin.  Jhdt. 

47.  Oboe,  ganz  in  Elfenbein,  mit  zwei  Klappen,  bez.: 
„Fornari  in  Venezia  1792". 

48.  Schnabelflöte  aus  Elfenbein.  XVII.  Jhdt. 

49.  Querflöte  aus  Elfenbein  mit  vier  Klappen  von  Tauber 
in  Wien.  Anfang  des  XIX.  Jhdt. 

50.  Alt-Schalmei.  XVII.  Jhdt. 

51.  Tenor-Schalmei.  XVII.  Jhdt. 

52.  Kleine  Neapolitanische  Schalmei.  XVIII.  Jhdt. 

Olattchrank  II. 

53.  Streich-Guitarre,  sechssaitig.  XVIII.  Jhdt. 

54.  Laute  (kleine),  mit  6  Doppelsaiten  aus  Dann.    Corpus 
I  10 


\Ji6  Ilaum  X.  Sammlang  Paul  de  Wit. 

aus  Ebenholz  mit  Elfenbeinadera,  Hals  mit  Schildpatt 
und  Silber  ausgelegt.  Die  zierlichen  Wirbel  sind  aus 
Knochen.  XVII.  Jhdt. 

55.  Bandurria  (span.)  mit  6  Doppelsaiten.  Rand  und  Rosette 
Elfenbeineinlagen.  Bez.:  „Cadix,  Por  Diego  Costa  No.  24. 
Anno  1790". 

56.  Chitarra  hatten te  (Schlagguitarre)  mit  5  Doppelsaiten 
in  Metall.  Der  gewölbte  Corpus  aus  Palisander  mit 
Elfenbeinadern.  Die  Decke  mit  Elfenbein  und  Intarsia 
verziert.  Spiralförmige  Rosette.  XVII.  Jhdt. 

57.  Guitarre  von  Gennaro  in  Neapel  1790,  sechssaitig, 
mit  Perlmutter  eingelegt. 

58.  Terza  di  Chitarra  battente  (Schlagguitarre)  mit 
5  Doppelsaiten  in  Metall.  Das  Instrument  ist  bedeutend 
kleiner  als  die  gewöhnliche  Chitarra  battente,  und  wird 
um  eine  Terz  höher  gestimmt  wie  jene.  XVIII.  Jhdt. 

59.  Lyra-Guitarre,  sechssaitig,  von  Bernhard  Keil  in 
Gotha.  Anfang  des  XIX.  Jhdt. 

60.  Tasten-Guitarre,  sechssaitig,  mit  Hammermechanismus 
zum  Anschlagen  der  Saiten.  Ende  des  XVIII.  Jhdt. 

61.  Chitarra  battente  (italienische  Schlagguitarre),  mit 
5  metallenen  Doppelsaiten  und  Perlmuttereinlagen. 
XVII.  Jhdt. 

62.  Stumme  Guitarre,  sechssaitig.  Längliches  Corpus  aus 
Ebenholz  mit  aufgeleimtem  Griffbrett,  M'elches  gleichzeitig 
die  Decke  bildet.  Der  Länge  nach  mit  Einlagen  in 
Rosenholz  verziert.  Das  absonderliche  Instrument  diente 
jedenfalls  als  Uebungsinstrument  auf  der  Reise. 

63.  Chitarra  battente  (Schlagguitarre)  mit  5  Doppelsaiten 
in  Metall.  XVII.  Jhdt. 

64.  Querflöte  aus  Krystall  mit  5  vergoldeten  Klappen 
und  Verbandstücken.  Bez.  „Laurent  in  Paris  1813". 

65.  Guitarre  aus  dem  XVIL  Jhdt.  mit  5  Doppelsaiten. 


Baum  X.  Sammlung  Paul  de  Wit.  147 


•o 


66.  Virginal  in  Form  eines  Nähkästchens.  Bez.  ^Valerius 
Perius  Romanus  1631".  Von  tadelloser  künstlerischer 
Vollendung  und  mit  reicher  Bemalung.  Die  Saiten  werden 
mittelst  Lederstückchen  angerissen. 

67.  Dasselbe  in  Form  eines  Nähkästchens.  Mit  der  In- 
schrift: „Orania  dat  Dominus,  non  habet  ergo  minus". 
Reich  bemalt.  Der  Anschlag  der  Saiten  geschieht  mittelst 
Federkielchen.  XVII.  Jhdt. 

68.  Laute,  bez.  „1596".  Das  Instrument  hat  8  Chöre  Spiel- 
saiten  (davon  6    zweichörig)  und    4   Bassaiten  (davon 

I  zweichörig  auf  einer  Verlängerung  des  Halses  liegend). 
Das  Corpus  ist  ganz  aus  Elfenbein;  der  Kragen  der 
Spielsaiten  ist  umgeschlagen. 

69.  Chitarrone    (oder  römische  Theorbe),   italienisch,  mit 

II  Spielsaiten  aus  Metall  und  6  Begleitsaiten.  Griffbrett 
und  Corpus  sind  mit  Perlmutter  und  Elfenbein  eingelegt. 
Das  Schalloch  ist  mit  bunten  Glasperlen  geziert.  Bez. 
„Magnus  Steger  in  Venedig  1614". 

70.  Querflöte  (mit  3  Versatzstücken)  aus  Buchsbaumholz, 
mit  6  silbernen  Klappen,  bez.  „F.  G.  A.  Kirst  in  Pots- 
dam". Mit  Originaletui.  Aus  dem  Nachlass  des  Prinzen 
Louis  Ferdinand  von  Preussen.  Die  massiv  silbernen 
Klappen  haben  bewegliche  Läppchen,  eine  Erfindung 
von  Quantz,  dem  Lehrmeister  Friedrich  d.  Gr.  Durch  diese 
Einrichtung  wurde  ein  besseres  Decken  der  Klappen- 
polster bezweckt.  Mit  dem  Originaletui. 

71.  Salterio  (italienisch,  deutsch:  Hackebrett)  mit  bemaltem 
Resonanzboden  und  bronzierten  Rosetten. 

72.  Archiläute  mit  11  Spiel-  und  8  Begleitsaiten.  Der 
Kopf  geschnitzt,  das  Griffbrett  mit  Perlmuttereinlagen. 
XVUI.  Jhdt. 

73.  Laute  von  Thomas  Edlinger,  Augsburg,  mit  Ebenholz- 
Corpus  und  durchbrochenem,  elfenbeinbelegtem  Kragen. 
11  Doppel-  und  2  einfache  Saiten.  Zur  Verlängerung 
der  2  tiefsten  Saitenchöre  dient  ein  besonderer  Ansatz 

10* 


148     Kaum  X.  Samml.  P.  de  Wit.  —  Kaum  XI.  InstrumentalmuBik  etc. 

auf  dem  umgeschlagenen  Kragen.    Einst  im  Besitz  von 
Hans  Makart.  XVII.  Jhdt. 

74.  Mandora  (italienisch).  Das  Instrument  hat  8  Doppel- 
saiten, die  2  tiefsten  laufen  über  einen  erhöhten  ver- 
stellbaren Steg.  Das  Corpus  ist  aus  Palisander  mit 
Elfenbeinstreifen. 

75.  Alt-Clarinette  mit  3  Klappen.  XVIII.  Jhdt. 

76.  Grand-Oboe  mit  3  Klappen.  XVIII.  Jhdt. 

77.  Oboe  da  Caccia  oder  Jagdoboe.  Vielfach  in  den  Bach- 
schen  Partituren  vorkommendes  Instrument.  XVIII.  Jhdt. 

78.  Ben e vo li,  Orazio,  54s tinmiige  Messe,  componiert  1628 
zur  Einweihung  des  Domes  in  Salzburg.   Part.    Rieseu- 

Fol.  Museum  Carolino-Äugusteum,  Salzburg, 

79«  Jagdhorn,  aus  einem  Elefanteuzahn  mit  Jagdemblemen 
und    anderen  Verzieiiingen  in  Reliefschnitzerei.  Modem, 

im  Stil  des  X\1I.  Jhdt.  Museum  Umlauf,  Hamburg, 


Raum  XL  Instramentalmusik  im  XVII.  Jahrhundert. 

Pult  I:  Orgelmusik. 

1.  Dieterich,  Cunrad  (Superintendent  in  Ulm).  Ulmische 
Orgel  Predigt.  Ulm,  Mederische  Truckerey  1624. 

Stadtcantor  Schmid,  Rothenburg, 

2.  Fasolo,  Gio.  Batt.  (aus  Asti,  Min.-Conv.).  Annuale 
che  contiene  tutto  quello,  che  deve  far  un  Organista, 
per  risponder  al  Choro  tutto  TAnno  .  .  .  Op.  8.  Venetia, 
Aless.  Vincenti  1635.  Minorüenconvent  Wien. 

3.  Frescobaldi,  Girol.  Actenstück,  dat.  Milano,  29.  Sept. 
1608.  Kgl.  Hof'  und  Staatsbibliothek,  München, 

4.  Frescobaldi,  Girol.  (1583—1644).  II  Primo  Libro  di 
Capricci.  Venetia,  Aless.  Vincenti  1628. 

Minoritenconvent  Wien. 


Raum  XI.  InstrninentalinuBik  im  XVII.  Jahrhundert.  149 

5.  SpiridioD  k  Monte  Carmelo.  Instructio  nova  pro  pul- 
sandis  Orgaais,  Spinettis.  Bambergae  per  Joa.  Georg. 
Seüffert.  (Bamberg,  Joh.  Jacob  Immel).  1670. 

Minoritenconvent  Wien, 

6.  Erbach,  Christian.  Actenstück,  dat.  (Augsburg) 
13.  Juni  1609.  Bestallung  für  „Christian  Erbbach  (!)  von 
Altesheim  aus  dem  Churfürstenthumb  Mainz".  Der 
Künstler  übernimmt  gegen  ein  Jahresgehalt  von  100 
Gulden  rh.  Münze  eine  Augsburger  Organistenstelle. 

Stadtarchiv  Augsburg 

7.  Fischer,  Joh.  Casp.  Ferdin.  (Capellmeister  des 
Herzogs  Ludwig  von  Baden).  Ariadne  Musica  Neo- 
Organoedum.  1715.    Mit  handschriftlicher   Einzeichnung 

Kimberger's.  JoachimsthoTsches  Gymnasium,  Berlin. 

8.  (Aut.  div.)  Sonate  da  Organo  di  varii  Autori.  (Ge- 
sammelt von  Ginl.  Ces.  Aresti).  o.  0.  u.  J. 

Kgl,    Hof-  und  Staatsbibliothek,  München. 

Pult  II:  Süddeutsche  Organisten. 

9.  Kleber,  Leonardus.  Orgel-Tabulaturbuch.  1524.  Hand- 

SChr.   166  Bl.  Kgl  Bibliothek,  Berlin. 

10.  Steigleder,  Joh.  Ulrich  (Organist  zu  Stuttgart). 
Ricercar  Tabviatvra.  1624.  (Kupferplattendruck.) 

Kgl.  Bibliothek,  Stuttgart. 

11.  Froberger,  Joh.  Jakob  (berühmter  Organist,  Schüler 
Frescobaldi's).  Preludia,  Fantasien  und  Fugen.  Deutsche 
Orgeltabulatur.  Handschr.  52.  Bl. 

Joachim sthaVsches  Gymnasium,  Berlin. 

12.  A.  i.   Prototypon  Longo-Breve    Organicum.    Noribergae, 

sumtibus  Wolfg.  Maur.  Endteri.      Minoritenconvent  Wien. 

13.  14.  Muffat,    Georg.    Apparatus    Musico-Organisticus. 

S.  1.   1690.  Benedictinerstift  Melk. 

K.  k.  Hof  bibliothek, 

15.  Kerll,  Joh.  Casp.  Modulatio  Orgauica  super  Magnificat 
octo  .  .  .  Monacchii,  Mich.  Wening  1686. 

K.  k.  Hof  bibliothek. 


150  Raam  XT.  Instrumentalmusik  im  XVII.  Jahrhundert. 

16.  Murschauser,  Franc.  Xav.  Ant.  (Capellmeister  in 
München).  Octo-Tonium  Novum  Organicum.  Aug.  Vinde- 
licorum,     ap.    Laur.     Kronigerum    &    haer.     Theophili 

Goebelij.  Minoritenconvent  Wien. 

Pult  III:  Norddeutsche  Organisten. 

17.  Scheidt,  Samuel  (Organist  und  Capellmeister  in  Magde- 
burg). Aetenstück,  dat.  Hall  22.  Dec.  1624.  Brief  an 
den  Kurfürsten  Job.  Georg  I.  von  Sachsen.  Ueber- 
reichung  eines  Werkes  für  Orgel  nebst  einem  Gutachten 
darüber  von  Heinr.  Schütz.  Autogr. 

Kgl.  Staatsarchiv,  Dresden. 

17a.  Derselbe.  Jesus  Christus  unser  Heylandt.  Enth.  in 
einem  starken  handschr.  Bande  Orgeltabulatureu. 

Stadthihliothek  Lüneburg, 

17b.  Sivert,  Paul  (Organist  in  Danzig).  Fantasia  a  3. 
Enth.  in  einem  starken  handschr.  Sammelbande.  Fol. 

Minoritenconvent  Wien. 

18.  Pachelbel,  Job.  (1653—1706).  Toccata  in  C,  enth.  in 
einem  „Orgelarchiv"  benannten  Sammelbande.  Handschr. 

Fol.    118  Bl.  Stadthihliothek  Leipzig. 

19.  Derselbe  (?).  Fughetta.  Handschr.  Klein-Fol.  1  BI. 

K.  k.  Hofhihliothek. 

20.  Buxtehude,  Dietrich  (1637— 1674).  Lauda  Sion  Salva- 
torem.  a  4  vel  5.  Handschr.  Autogr.  11  Bl. 

Stadthihliothek  Lüheck. 

Pult  IV:  Streichmusik. 

21.  22.  Füllsack,  Zacharias  &  Hildebrand,  Christian 
(„Bestellte  Instrumentisten  der  löbl.  Statt  Hamburg"). 
Ausserlesener  Paduanen  vnd  Galliarden  Erster  Theil. 
Hamburg,  Philip  von  Ohr  1607.  Tenor.  Quintus. 

Stadthihliothek  Hamhurg. 

23.  Brade,  Wilhelm  („Fürstl.  Holsteinisch,  so  wol  der 
Statt  Hamburg  bestellter  Violist  vnd  Musicus").    Newe 


Raum  XI.  Instramentalmusik  im  XVII.  Jahrhundert.  151 

ausserlesene  Paduanen,  Galliarden,  Cantzonen.   Gedr.  zu 
Hamburg,    durch  Philipp!  von  Ohr  Erben  1609.  Tenor. 

StadlhibUothek  Breslau. 

24.  Young,  Guglielmo.  Sonate  ä  3.  4.  e  5.  Inspruch 
apresso  Michael  Wagner  1653.  Violino  I. 

Graf  Erwein  Nostiz,  Prag. 

25.  Kindermann,  Joh.  Erasmus  (Organist  zu  Nürnberg). 
Canzoni,  Sonatae.  Vua,  Duabus,  Tribus,  &  Quatuor  Violis. 
Pars  Posterior.  Norimbergae,  Mich.  Endter  1653.  Violon. 

Stadthihliotliek  Nürnberg. 

26.  Vivaldi,  Antonio  (berühmter  Violonist,  Venetianer). 
Concerto  (ä  5.)  Fatto  per  M.  Pisendel  (berühmter 
Violinist  in  Dresden).  Handschr.  Fol.  obl. 

Kgl.  Privatmusikäliensammlung,  Dresden. 

27.  Westhoff,  Gio.  Paolo  (Musiker  des  Kurf.  von 
Sachsen).    Sonate  a  Violino  Solo  con    Basso    continuo. 

Dresda  1694.  Dieselbe, 

28.  Kühnel,  August  (Capellmeister  des  Landgrafen  Carl 
von  Cassel).  Sonate  6  Partito  ad  una  o  due  Viole  da 
Gamba  con  il  Basso  cout.  s.  1.  1698.  Viola  da  Gamba  I. 

Ständische  Landesbibliotkeky  Cassel. 

29.  30.  Corelli,  Arcangelo  (1653—1713.)  Concerti  grossi. 
Op.  6.  Amsterdam,  Est.  Roger  (s.  a.).  Viol.  I.  II. 

K.  k.  Ilofbibliothek. 

Pult  V:  Streichmusik. 

31.  Schmelzer,  Joh.  Henr.(HofcapellmeisterFerdinandsIII.) 
Sonatae  vnarvm  fidivm.  sev  a  violionu  solo.  Norimbergae 
typis  Mich.  Endteri  (1664).  K.  k.  Hofbibliothek. 

32,  33,  34.  Biber,  Henr.  Joh.  Franc.  (Capellmeister  de 
Erzbischofs  von  Salzburg).  Harmonia  Artificioso-Ariosa 
.  .  .  a  3.  Instrumentis.  Norimbergae,  ap.  Wolfg.  Manri- 
tium  Endtenim.  (s.  a.)  Violino  I.  IL  Basso. 

Universitätsbibliothek  Göttingen. 


152  liauiii  XI.  Instramentalmasik  im  XVII.  Jahrhundert. 

35.  Muffat,  Georg  (Capellmeister  des  Fürstbischofs  von 
Passau).  Suavioris  Hannoniae  Instrumentalis  HjT)orche- 
maticae  Florilegium  Secundum  .  .  .  a  4  vel  5  fidibus, 
una  cum  Basso  cont.  Passavij,  typis  Georgij  Adami 
Höller  1698.  Basso  cont.  jr.  k.  HofbibiiotJiek. 

36,  37,  38.  Derselbe.  Exquisitioris  Hannoniae  Instrumen- 
talis Gravi-Incundae  Selectus  Primus  .  .  .  quinque  nimi- 
rum,  aut  tribus  tantum,  si  placuerit  fidibus  necessariis. 
Passavij,  typis  Viduae  Mariae  Marg.  Höllerin  1701. 
Violino  I,  Viola  II.  Violone.  Dieselbe. 

39,  40.  Valentini,  Giuseppe  (Violinist).  XII  Fantasie 
H  Tre.  Op.  3.  Amsterdam,  Est.  Roger,  (s.  a.)  Violino  I.  II. 

Dieselbe, 

Pult  VI:  Claviermusik. 

41,  42.  Muffat,  Theofilo  (Sohn  des  Georg  Muffat,  Hof- 
organist Kaiser  Carls  VI.).  Componimenti  Musicali  per 
il    Cembalo.    Augusta,    Gio.    Christiano    Leopold    (um 

1 728).  Kgl  Hochschtde  für  Musik,  Berlin. 

K.  k.  Hofbiblioihek, 

43.  Derselbe.  Parthie  en  C.  Sur  le  Clavecin.  Handschr. 
Fol.  obl.   8  Bl.  K.  k.  Hofbibliothek. 

44.  Fischer,  Joh.  Caspar  (Capellmeister  des  Markgrafen 
Ludwig  von  Baden).  Musicalis  Florum  Fasciculus.  Op.  II. 
Handschr.  Fol.  28  Bl.  Enthält  die  unter  Nr.  45  citierten 
„Pieces  de  Clavessin"  und  die  unter  Nr.  7  dieser  Ab- 
theilung angeführten  Orgelstücke  „Ai'iadne  Musica".  Am 
Schluss  das  Datum:  1715  d.  16  Nov. 

Minoritenconvent  Wien. 

45.  Derselbe.   Les  Pieces  de  Clavessin.  Op.  II.  Slacoverde 

1 696.  Kgl.  Hochschule  für  Musik,  Berlin. 

46.  Krieger,  Johann  (Organist  in  Zittau).  Sechs  Musicalische 
Partien.  Nürnberg,  Wolfg.  Moritz  Endter  1697. 

Kgl.  JoachimsthaVsches  Gymnasium  Berlin. 

47.  Hugl,    Fr.    Aut.    (Vice-Capellmeister,    Hof-  und  Dom- 


Raum  Xf.  Instramentalmasik  im  XVII.  Jahrhundert.  lo3 

Organist  in  Passau).  Dreyssig  Cammer-  oder  Galanterie- 
Stack  vor  das  Ciavier.  (s.  1.  et  a.) 

Minoritenconvent  Wien. 

48.  Kuhnau,  Jobann  (1667—1722).  Neuer  Ciavier  Übung 
Erster  Tbeil.  Leipzig  1689.  K.  k.  Hofbibliothek. 

49.  Derselbe.  Neuer  Ciavier  Übung  Andrer  Theil.  Leipzig 

1726.  Dieselbe. 

50.  Derselbe.  Neue  Ciavier  Übung.  Erster  u.  Andrer  Theil. 
Leipzig  1695.  Minoritenconvent  Wien. 

51.  Derselbe.  Frische  Ciavier  Früchte.  Leipzig  1696. 

Benedictiner Stift  Götttoeig. 

52.  Derselbe.  Frische  Ciavier-Früchte.  Dressden  und  Leipzig 

1719.  JoachimsthaVsches  Gymnasium,  Berlin, 

53.  Derselbe.  Actenstück,  dat.  Leipzig,  29.  Mai  1720. 
Enthalt  „Prospect,  welcher  Gestalt  die  Kirchen  Music 
zu  Leipzig   könne    verbessert  werden".    Handschr.  Fol. 

10  Bl.  Stadtbibliothek  Leipzig, 


Pult  VII:  Orgelmusik. 

54.  Elias  Nicolaus,  gen.  Amerbach,  Orgel  oderlnstrument- 
Tabulatur,  ein  nützliches  Büchlein,  in  welchem  noth- 
wendige  erkl&rung  der  Orgel  oder  Instrument-Tabulatur, 
sampt  der  Application,  Auch  fröliche  deutsche  Stücklein 
und  Muteten  etliche  mit  Coloraturen  abgesetzt,  des- 
gleichen schöne  deutsche  Tentze,  Galliarden  etc.  Leipzig 
1571.  Druck  in  Quart  obl.  Einst  in  J.  S.  Bach's  Besitze. 

Stadtbibliothek  Leipzig. 

55.  Orgeltabulaturbuch  dos  XVI.— XVII.  Jhdt.  Handschr. 
mit  lateinisch-kirchlichen  Gesängen  von  Hasler,  Ruggienis, 
Giovanelli,  Sebastian  Erbe,  Job.  Münich  u.  v.  A.,  in 
Orgeltabulatur  übertragen. 

Fürst  Thurn  und  Taxis,  Begensburg. 

66.  Orgeltabulaturbuch  des  XVL—XVH.  Jhdt.  Handschr 
mit  lateinisch-kirchlichen  Gesängen  von  Hasler,  Vittoria- 


Iö4  Raum  XL  Instrumentalmusik  im  XVII.  Jahrhundert. 

Regnart,  Erbach,  Reiner,   Aichinger  u.  y.  A.,  in  Orgel- 
tabiiltJtur  übertragen.  Fürst  Thum  und  Taxis,  Begenshurg. 

57.  Orgeltabulaturbuch  des  XVI.— XVII.  Jhdt.  Handschr. 
mit  lateinisch-kirchlichen  Gesängen,  in  Orgeltabulatur 
übertragen.  Derselbe, 

58.  Orgeltabulaturbuch  des  XVII.  Jhdt.,  Handschr.  mit 
lateinischen,  französischen  und  deutschen  Stücken,  in 
Orgeltabulatur.  Derselbe, 

59.  Orgeltabulaturbuch  des  XVII.  Jhdt.  Handschr.  mit 
hübsch  gezeichneten  rothen  Aufschriften.  Aufgeschlagen 
ist  die  Bilderräthselaufschrift:  Studenten  tanz. 

Kgh  Hof'  und  Staatsbibliothek,  München, 

60.  61.  Schmid,  Bernhard.  Tabulaturbuch  von  Allerhand 
außerlesenen  Schönen,  Lieblichen  Praeludiis,  Toccaten, 
Motteten,  Canzonetten,  Madrigalien  und  Fugen  u.  s.  w. 
Strassburg  1607.  Druck  in  Fol. 

K,  k.  Universitätsbibliothek  Prag. 

62.  Orgeltabulaturbuch  mit  Messen  und  Motetten  zum 
Schulgebrauche.  Handschr.  1604—1607  in  Fol. 

Benedictiner Stift  Kremsmünster, 

63.  Orgeltabulaturbuch,  die  Orgelstimme  zu  mehreren 
Scenen  eines  Singspieles  (Personen:  Philosander,  Lisilla, 
Claudia)  mit  scenarischen  Vermerken  enthaltend. 

Begierungsbibliothek  Ansbach. 

64.  Orgeltabulaturbuch  mit  deutschen  Chorälen,  Hand- 
schrift   des  XVII.  Jhdt.  in  Quart  obl. 

Bischöß.  Seminar  Eichstätt. 


Pult  VIII:  Italienische  Lautentabulatur. 

65.  Barberis,  Melchioro  de,  Padoano,  Opera  intitolata 
continua  .  .  Venedig  (Scotus)  1549.  Libro  X.  Druck  in  ita- 
lienischen Lautentabulatur.  Fantasien  und  Lieder.  Quart  obl. 

K,  k,  Hofbibliothek, 


Raum  XI.  Instrumcntalmai^ik  im  XVII.  Jahrhundert.  155 

66.  Derselbe.  Intabolatura  di  laute,  libro  IX  intitolato  il 
Bembo.  Libro  IX.  Venedig  (Seotiis)  1549.  Druck  in 
italienischen  Lautentabulatur  in  Quart  obl. 

K,  fc.  Hoßibliotheh 

67.  Balletti,  Bernardino.  Intabolatura  de  lauto,  Libro  I. 
Venedig  (Antonio  Gardane)  1554.  In  Quart  obl. 

Dieselbe. 

68.  Fuenllana,  Miguel  de.  Libro  deMusica  paravihuela, 
intitulado  Orphenica  lyra,  1554.  Druck  in  Folio.  In 
spanischer  (italienischer)  Lautentabulatur,  mit  Meusural- 
noten  statt  der  Tactzeichen,  die  Melodiestimmen  zumeist 
durch  rothe  Zahlen  hervorgehoben.  Dieselbe 

69.  Lautenbuch  des  Grafen  Fugger  (Vermerk:  „Das 
ist  mein  Altt  Lauttenbuch  alß  ich  in  dem  Welschlande 
in  Bononia  anno  1562  gestudiret  hab.^).  Handschr.  nach 
Mitte  des  XVI.  Jhdt.  in  italienischer  Lautentabulatur  in 
Quart  obl.  Darin  ein  Stück,  betitelt  „Fornarina". 

Dieselbe. 

70.  Lautenbuch  des  Grafen  Georg  Fugger.  Handschr. 
des  XVI.  Jhdt.  in  italienischer  Lautentabulatur,  in  Quart 
obl.  Darin  unter  Anderm  ein  Stück  von  Archadelt. 

Dieselbe. 

71.  Borrono,  Pavolo,  daMilano.  Intabolatura  de  lauto. . . 
di  saltarelli  Padovane  etc.  Venedig  (Scotto)  1563.  Druck 
in  italienischer  Lautentabulatur,  in  Quart  obl.    Dieselbe. 

72.  Galileo,  Vincenzo,  Florentino.  Intavolature  de  lauto. 
Libro  I.  (Rom)  Valerio  Dorico  1563  (verdruckt  MLXIII). 
Druck  in  italienischer  Lautentabulatur,  in  Quart  obl. 

Dieselbe. 

73.  Bakfarc,ValentinusGreffus.  HarmoniarumMusicarum 
in  usum  testudinis  factarum  Tomus  I.  Antwerpen  (Vidua 
Joannis  Latii)  1569.  In  italienischer  Lautentabulatur, 
mit  Mensuralnoten  statt  der  Tactzeichen,  in  Quart   obl. 

Dieselbe. 

74.  Sermoneta,  Fabritio  Caroso  da,  II  Ballarino. Venedig, 


156  Raum  XL  Instramentalmusik  im  XVII.  Jahrliiindert. 

(Ziletti)  1531.  Druck  in  Qaart  in  italienischer  Laaten- 
tabulatur,  mit  Beschreibungen  und  Abbildungen  der  Tänze. 

K.  k.  UmversitdtsbibUothek  Wien. 

75.  Handschriftl.  Lautenbuch  des  XVI.  Jhdt.  (auf  dem 
Einband  steht  1590)  in  Quart  obl.  Zur  Hälfte  mit 
italienischer,  zur  anderen  Hälfte  mit  deutscher  Lauten- 

tabulatur.  Graf  Hans  Wüczek,  Wim. 

76.  Handschr.  in  italienischer  Lautentabulatur  des 
XVI.  und  XVn.  Jhdt.  mit  italienischen,  französischen  und 
deutschen  Stücken  aller  Art  von  Cipriano,  Criquillon, 
Orlando,  Francesco  da  Milano,  Laquila,  Albert  (de  Rippe) 
von  verschiedenen  Schreibern. 

Kgl.  Hof'  und  Staatsbibliothek  München. 

77.  Negri,  Cesare.  Milanese  detto  il  Trombone,  Le  Gratie 
d'amore.  (Milano  P.  Pontio  berede  &  G.  B.  Piccaglia) 
1602.  Druck  in  Fol.  in  italienischer  Lautentabulatur,  mit 
Beschreibungen  der  Tänze  und  Abbildungen  der  Tanzenden. 

K.  k.  Hoßibliothek. 

Pult  IX:  Deutsche  Lautentabulatur. 

78.  Gerle,  Hans.  Musica  und  Tabulatur  auff  die  Instrument 
der  kleinen  und  großen  Geygen  auch  Lautten  u.  s.  w. 
Nürnberg  1536.  Druck  in  Quart,  obl.  mit  Anwendung 
der  deutschen  Lautentabulaturzeichen. 

K.  k.  Hofbibliothek. 

79.  Ochsenkun,  Sebastian.  Tabulaturbuch  auff  die  Lauten 
u.  s.  w.  Heydelberg  (J.  Khol)  1558.  Druck  in  Fol.  in 
deutscher  Lautentabulatur.  Titelblatt  fehlt. 

K.  k.  Universitätsbibliothek  Wien. 

80.  Dasselbe.    Anfang  und  Ende  handschriftlich   ergänzt. 

Stadtbibliothek  Breslau. 

81.  Wecker,  Hans  Jacob,  von  Basel,  Lautenbuch  von 
mancherlej  schönen  und  lieblichen  stucken  u.  s.  w. 
Basel  (Ludw.  Lück),  1570.  Tenor.  Druck  in  Quart  obl. 
in  deutscher  Lautentabulatur;  der  Band  enthält  auch 
Wolff  Beckers  Lautenbuch  von  1562.  Tenor. 

Gräflich  Stoiber g^scl^e  Bibliothek,  Wernigerode. 


Raam  XI.  Instromeiitalmusik  im  XVII.  Jahrhundert.  157 

82.  Jobin,  Bernhard.  Das  erste  und  ajader  Buch Neuerlessner 
fleissiger  ettlicher  viel  Schöner  Lautenstück  u.  s.  w. 
Strassburg  1572  und  1673.  Druck  in  Fol.  in  deutscher 

Lautentabnlatur.  K.  k.  Hofbibliothek. 

83.  Kargel,  Sixtus,  Lautenbuch  viler  Neuerleßner  fleissiger 
schöner  Lautenstück  n.  s.  w.  Straßburg,  B.  Jobin  1586. 
Druck  in  Fol.  mit  deutscher  Lautentabnlatur. 

Dieselbe, 

84.  Handschriftliches  Lautenbuch  des  XYI.  Jhdt.  (auf 
dem  Einband  steht  1588)  in  deutscher  Lautentabnlatur. 

Kgl  Hochschule  für  Musik,  Berlin, 

85.  Handschrift  aus  der  Zeit  um  1600  in  deutscher  Lauten- 
tabnlatur, zumeist  mit  deutschen  und  französischen  Stücken. 

Kgl.  Hof'  und  Staatsbibliothek,  München. 

86.  Sammelband inFoL, enthaltend:  1.  S.Ochsen kun'sTabu- 
laturbuch  von  1558  (vollst&ndiges  Exemplar) ;  2.  Beruh. 

Jobin's   erstes   und   zweites   Buch  Neuerlessner    

Lautenstück  1572;  und  3.  eine  Anzahl  handschriftlicher 
Stücke   in    deutscher  Lautentabulatur  vom  Anfang   des 

XVn.  Jhdt.  Grossherz.  Hof  bibliothek,  Karlsruhe. 

87.  Schmid,  Bernhard.  Tabulatufbuch  von  Allerhand 
außerlesenen  Schönen  Lieblichen  Praeludiis  Toccaten 
u.  s.  w.  Straßburg  (Lazar.  Zetner)  1607.    In  deutscher 

Lautentabulatur.  Cistercienserstift  Hohenfurt. 

88.  Schmall  v.  Lebendorf,  Nicolaus.  Lautten-Tabulalur 
Buech,  darinnen  viel  schöne  Intraden,  Galliarden,  Passo- 
metzen  und  andere  viel  herrliche  stüeck  beschrieben 
seindt  von  mier  Nicoiao  Schmall  von  Lebendorf,  der- 
selben Zeit  Cantzeleischreibern  des  Wolgeborenen  Herrn 
Herrn  Jaroslai  Borzita  vonn  Martinicz,  Herrn  zu  Smcczna 
Weissen-Augeczdecz,  Wokorz  und  Walikowicz,  Römischer 
Kayßerlicher  Mayestätt  Kath.  Statthaltern  und  dero 
Hofiinarschalchen  in  Königreich  Beheimb.  Anno  Dom. 
1613.  In  deutscher  Lautentabulatur.  Am  Schluss  hand- 
schriftliche Gebete  in  böhmischer  Sprache. 

Fürst  Georg  Löbkowitg,  Frag, 


158  Baum  XI.  Instramentalmusik  im  XVII.  Jahrhundert. 

89.  Heckel,  Wolff.  Lautten-Buch  von  mancherley  schönen 
und  lieblichen  stucken  u.  s.  w,  Straßbnrg  (Chr.  Müller) 
1562.  Druck  in  Quart  obl.  in  deutscher  Lautentabulatur. 
Tenor.  K.  k.  Hof  bibliothek. 

90.  Derselbe.  Lautten-Buch  von  mancherley  schönen  und 
lieblichen  stücken  u.  s.  w.  Straßburg  (Chr.  Müller)  1562. 
Discant.  Druck  in  Quart  obl.  in  deutscher  Lautentabulatur. 

Dieselbe. 

91.  Eingabe  des  Lautenspielers  Melchior  Neusidler 
(Verf.  des  bekannten  Lautenbuchs)  an  den  Rath  der 
Stadt  Augsburg.  Handschr.  Document.  XVI.  Jhdt. 

Stadtarchiv  Augsburg. 

92.  Miniatur-Guitarre  alter  Form  mit  Zargen  und  ge- 
wölbtem   Boden,    von    gleicher    Arbeit    wie    Nr.    93. 

XVIII.  Jhdt.  Fürstin  Pauline  Metternich,  Wien. 

93.  Miniaturlaute,  reizend  in  Schildpatt  und  Perlmutter 
gearbeitet.  XVIII.  Jhdt.  Dieselbe. 

94.  Medaille  in  Kupfer  des  XVI.  Jhdt.,  auf  der  einen 
Seite  ein  schön  gravierter  Frauenkopf,  auf  der  anderen 
Musikinstrumente,  Lauten,  Ciavier,  Hackebrett  dargestellt. 

Kgl.  Museum^  Berlin. 


Pult  X:  Französische  Lautentabulatur. 

95.  Besardus,  J.  B.,  Vesontinus,  Thesaurus  harmonicus  divini 
Laurencini  Romani  u.  s  w.  Cöln  a.  Rh.  (Greuenbruch) 
1603.  Druck  in  mittelfranzösischer  Lautentabulatur  in  Fol. 

Fürst  Äuersperg^  Laibach. 

96.  Fuhrmann,    Georg    Leop.,    Testudo    Gallo -Germanica 
u.  s.  w.    Nürnberg  1615.    Druck    in    mittelfranzösischer 

Lautentabulatur.  Stadtbibliothek,  Breslau. 

97.  Deutsche    Handschrift    des  XVII.  Jhdt,    begonnen 
1623  in  französischer  Lautentabulatur,  u.  A.  mit  mehreren 

polnischen  Stücken.  Graf  Hans  Wilczek,  Wien. 

98.  Handschrift    mit    französischer    Lautentabulatur     des 


Ranm  XI.  Instruinont-aluiusik  im  XVII.  JulirhundiTt.  159 

XVII.  Jhdt.,  mit  Stücken  von  Galilei,  Perichoii,  Mosan- 
geau,  Gauthier,  Ballard,  Lepiu  u.  A.  Quart  obl. 

Herr  Max  Kaileck,   Wien. 

99.  Gaultier,  Denis.  La  rhetorique  des  Dieux,  Perganieut- 
Praehthandschrift,  um  die  Mitte  des  XVII.  Jhdt.  ge- 
schrieben in  neufranzösischer  Lautentabu latur.  Mit  herr- 
lichen Federzeichnungen  von  Eustache  Le  Sueur.  Das 
aufgeschlagene  Bild  stellt  den  Coraponisten  und  seinerzeit 
berühmtesten   Lautenspieler    Denis    Gaultier    und    seine 

Braut  dar.  Kgl.  Kupferstichcdbinet,  Berlin. 

100.  Fleischer,  Oskar.  Denis  Gaultier,  Leipzig,  Breitkopf  & 
Härtel  1886,  gedruckte  Abhandlung  über  diesen  berühm- 
testen   Lautenspieler  des  XVII.  Jhdt.  nebst  Herausgabe 

der  Handschr.   Nr.   99.  Dr.  Oscar  Fleischer,  Berlin. 

101.  Handschrift  des  XVII.  Jhdt.  in  mittelfranzOsischer 
Tabulatur,  darunter  ein  Stück  von  Gaultier.  Quart. 

Prof.  C  Stiehl,  Lübeck . 

102.  Handschrift  aus  der  zweiten  Hälfte  des  XVII.  Jhdt.  in 
französischer  Lautentabulatur.  Darin  Stücke  von  Gaultier. 

Quart  obl.  Benedictinerstift  Krems münst er. 

103.  Reusner,  Esaias.  Delitiae  testudinis  d.  i.  Erfreuliche 
Lauten-Lust  u.  s.  w.  Breslau,  Jac.  Trescher,  Druck  und 
Stich  ohne  Jahreszahl.  Zweite  Hälfte  des  XVII.  Jhdt., 
in  neufianzösischer  Lautentabulatur.  Von  jedem  Blatt 
ist  nur  immer  je  eine  Seite  zum  Kupferstich  für  die 
Tabulatur  benützt.  Dasselbe. 

104.  Derselbe  (kurfürstlich  Brandenburg.  Kammer-Laute- 
nist). Neue  Lauten  Früchte  u.  s.  w.  1670.  Druck  und 
Stich  (nur  auf  einer  Seite  jedes  Blattes)  in  neufranzö- 
sischer Lautentabulatur.  Dasselbe. 

105.  Le  Sage  de  Richte,  Philipp  Franz,  Cabinet  der 
Lauten,  in  welchem  zu  finden  12  neue  Partien  aus 
unterschiedenen  Tonen  und  neuesten  Manier  so  anietzo 
gebräuchlich.  Druck  und  Stich  ohne  Ort  und  Jahreszahl 
des  ausgehenden  XVII.  Jhdt.,  mit  Vorrede  und  „Instruc- 
tion, wie  sich  Incipienten,  so  der  eigentlichen  Application 


160  Kaum  XF.  InstrumentalmuBik  im  XVII.  Jabrhandert. 

nicht  erfahren,  zu  verhalten  haben"  (erste  Seite).  Von 
jedem  Blatte  nur  eine  Seite  beim  Stich  benützt.  Neu- 
französische Lautentabulatur.      Benedictinerstift  Raigem. 

106.  Mouton,  Pieces  de  Luth  sur  differents  modes,  Paris, 
auteur.  Kupferstich  des  XVII.  Jhdt.  ohne  Jahreszahl,  in 
französischer  Lautentabulatur.  Handschriftlicher  Vermerk 
Paris  le  27  Fevrier  Tan  1699.  Mit  einer  Vorrede  über 
die  Bezeichnung  der  Lautenfiguren.  Sehr  seltenes  Werk. 

Herr  Ad,  Lindgren,  Stockholm, 

107.  Deutsche  Handschrift  mit  französischer  Lautentabu- 
latur des  XVII.  Jhdt.  Fol. 

Fürstin  Dietrichistein,  Nikohhurg. 

108.  Weichenberger,  Johann  Georg,  in  Wien.  Lauthen 
(Joncert,  Handschr.  in  Quart  obl.  mit  französischer  Lauten- 
tabulatur des  XVII.  Jhdt.  Benedictinerstift  Raigem, 

109.  Handschrift  in  Quart  obl.  mit  französischer  Lauten- 
tabulatur des  XVII.  Jhdt.,  darunter  mehrere  Stücke  von 
Weichenperger,  vgl.  Nr.  108.  Dasselbe, 

110.  Handschrift    in     französischer    Lautentabulatur     des 

XVII.  Jhdt.,  mit  Stücken  von  Du  Fant,  Lauffensteiner 
und  Weichenberger.  Quart  obl. 

Benedictinerstift  Kremsm ünster. 

111.  Deutsche  Handschrift  mit  französischer  Lautentabu- 
latur des  XVII.  Jhdt.,  darin  auch  u.  a.  die  berühmte 
Folie  d'Espagne  (Tarantella).  Octav  obl. 

Benedictinerstift  Raigem. 

112  a.  Handschrift  in  neufranzösischer  Lautentabulatur  des 
XVn.  und  XVUI.  Jhdt.  Fol.  Dasselbe, 

112  b.  Handschrift  mit   französischer  Lautentabulatur    des 

XVIII.  Jhdt.  Den  Inhalt  bilden:  Ein  Kammerconcert  für 
Laute,  Mandora,  Violine,  Flöte  und  Bass  von  Blockh 
und  eine  große  Anzahl  Partien  und  Kammerconcerte  für 
Laute,  Violine  und  Bass  von  Sigmund  Weis,  Pietro, 
Mechk,  Behr  (Laute,  Violine  und  Violoncello),  Fichtel  u.  A. 

K,  k,  Studienbihliothek  Salzburg. 


Raum  XI.  Instnimeiitulmasik  im  XVII.  JahrliunJert.  iGl 

Bilder. 

113.  Welter,  Lorenz  (Laiiteiüst  in  Nürnl)erg,  1560—1645). 
Halbfigiir.  Radierung.  Quart. 

K.  u.  k,  FaniUien-Fideicommisshihliothek. 

114.  Kindermann,  Johann  Krasmus  (1616 — 1655.  Orgel- 
virtuose). Brustbild  (oval).  Kupferst.  von  Job.  F.  Fleisch 
nach  Dan.  Preisler.  Oct.  Dieselbe, 

115.  Gerle,  Hans  („Lutenist  in  Nürnberg  Anno  1532") 
Kupferst.  Quart.  Dieselbe, 

116.  Baron,  Ernst  Gottlieb  (1696—1760,  Lauten  virtuose). 
Halbfigur.    Kupferst.    von   J.  W.  Stör,    Nürnberg  1727. 

Oct  Dieselbe, 

Aus  seinem  Werke:  Vom  Instrument  der  Lauten,  1727. 

117.  Biber,    Heinrich  J.   Franz    (1638—1698).    Brustbild 

(oval).  Kupferst.  Oct.  Dieselbe. 

118.  Besard,  Jean  Baptiste  (Lautenspieler  zu  Ende  des 
XVL  Jhdt.).  Brustbild  (oval).  Kupferst.  von  Lucas  Kilian. 

Oct.  Dieselbe. 

119.  Sweelinck,  J.  P.  (1560—1621,  der  Begründer  der 
norddeutschen  Organistonschule).  Brustbild.  Kupferst.  von 
J.  Müller  1624.  Quart.  Dieselbe, 

120.  Ochsenkuhn,  Sebastian  (f  1574,  Lautenspieler  des 
Kurfürsten  von  der  Pfalz,  Verfasser  des  ^Tabulaturbuches 
auf  der  Lautten*'  1558).  Halbfigur.  Radierung.  Oct. 

Dieselbe. 

121.  Musiker  vor  dem  Clavicymbel  (Porträt).  Oelgem.  v. 
Gerard  Jan  Palthe  (1681—1770).    Holz,  h.  50,  br.  44. 

Kgl,  Universität,  Würzburg. 

122.  Neusiedler,  Melchior  (f  1590,  Lautenist).  Brustbild 
(in  den  Händen  Laute  una  Notenrolle).  Radierung. 

K.  u,  k.  Familien-Fideicommissbibliothek. 

123.  Wellter,  Johann  (1614—1666,  Stadtmusicus  in  Nürn- 
berg). Halbfigur.  Radierung  von    J.  F.    Leonard    1684. 

Quart.  Dieselbe. 

I  11 


162  Ranm  XI.  Instrumentalmusik  im  XVII.  Jahrhundert. 

124.  Eberlin,  Daniel  (1630—1691).  Brustbild  (oval). 
Kupferst.  von  Job.  Azelt.  Fol. 

K.  u.  k.  Farnüien-FideicoinmishiblMthek. 

125.  Das  Concert  (Laute,  Ciavier  und  Streichbass).  Oelgem. 
(Monogr.    „S.  B."    verscblungen).    XVIII.  Jhdt.    Lwd., 

h.   20,   br.   26.     Museum  schlesischcr  Alterthümcr,  Breslau. 

126.  Musicierende  Frauen  (Spinett,  Violen.  Laute,  Zink, 
Querflöte,  Harfe).  Oelgem.  v.  Jan  Brueghel  d.  Aelt. 
(1568—1625).  Kupfer,  h.  33,  br.  40. 

Kgl.  Universität,  Würzhurg. 

127.  Junge    Dame,    das  Archiliuto    spielend.    Oelgem. 

Copie  nach  dem  Bilde  Frans  van  Mieris  d.  Aelt.  (1635 
bis  1681),    kgl.    Pinakothek,    München.    Lwd.,    h.  20, 

br.   17.  Dieselbe 

128.  Laute  mit  Bezeichnung  der  Töne  und  Saiten. 
Vorlage  zu  ünterrichtszwecken.  Holzschnitt,    XVI.  Jhdt. 

Fol.  Prof.  Guido  Adler,  Prag. 

129.  Die  Lautenspielerin  (Archiliuto).  Photogr.  Ad.  Braun 
&  Cie.  nach  Caravaggio  (Michel  Angelo  Amerighi  da, 
1569-1609),  Ermitage,  St.  Petersburg.  Quer-Fol. 

K  7:.  Hof  bibliothek, 

130.  Der  Lautenspieler.  Oelgem.  in  der  Art  des  Pordenone 
(Giovanni    Antonio    Regillo    da,    1483 — 1540).     Lwd., 

h.    110,  br.   82.  Kgl,  GemäldegaHerie,  Augsburg, 

131.  Das  Gehör.  Venus  und  Amor  musicierend,  umgeben 
von  allerlei  Instrumenten  (Harfe,  Hörner,  Geigen,  Po- 
saunen, Clavicymbel  u.  s.  w.).  Photogr.  Ad.  Braun  &  Cie. 
nach  Jan  Brueghel  d.  Aelt.  (s.  Nr.  126).  Ermitage, 
St.  Petersburg.  Groß-Fol.  K,  k,  Hof  bibliothek. 

132.  Frescobaldi,  Girolamo.  (1583 — 1644,  Organist  zu 
St.  Peter  in  Rom,  hochbedeutsamer  Orgelcomponist). 
Bnistbild.  Kupferst.  von  Claude  Mellan.  Oct. 

K,  u.  k,  Familien-FideicommissbiUiothek. 


Raum  XI.  Instrumentalmasik  im  XVII.  Jabt  hundert.  163 

133.  Der  Lautenspieler.  Photogr.  J.  Löwy  nach  Antonio 
Carracci  (1583—1618),  kais.  Qemäldegallerie,  Wien.  Fol. 

K,  k.  Universitätsbibliothek  Wien. 

134.  Die  Lantenspielerin.  Pliotogr.  Ad.  Braun  &  Cie.  nach 
Eglon  van  der  Neer  (1643—1703),  kgl.  Gemäldegallerie, 

Dresden.   Groß-Fol.  K  k,  Hof  bibliothek, 

135.  Die  Musiklection  (Ciavierunterricht).  Photogr. 
Ad.  Braun  &  Cie.  nach  Gabriel  Metsu  (1630  -1667), 
Nationalgallerie,  London.  Groß-Fol.  Dieselbe. 

136.  Familienscene  (Cister  spielende  Frau  mit  ihrem  Kinde). 
Photogr.  Ad.  Braun  &  Cie.  nach  demselben,  Uffizien, 
Florenz.  Groß-Fol.  Dieselbe, 

137.  Lautespielender  Engel  aus  der  Darstellung  im  Tempel 
von  Vittore  Carpaccio  (gest.  nach  1522),  San  Giobbe, 
Venedig.  Photogr.  Naya.  Groß-Fol. 

Institut  für  österreichische  Geschichtsforschung,  Wien, 

139.  Crüger,  Johannes  (1589—1662,  Organist  in  Berlin). 
Brustbild  (oval).  Kupferst.  Oct.  Dieselbe, 

140.  Scheidt,  Samuel  (1587—1654,  Organist  zu  Halle). 
Brustbild.  Lithogr.  von  Groer,  nach  einem  alten  Kupferst. 
Wien  1836.  Fol.  Dieselbe. 

141.  Französische  Lautentabulaturschrift.  Photogr. 
Facsimile  eines  Blattes  in  Prinz  Johann  Georg's  von 
Sachsen  „Lautenbuch"  vom  Jahre  1592.  Handsehr.  der 
kgl.  Bibliothek,  Dresden.  Groß-Quer-Fol. 

Kgl.  Bibliothek,  Dresden. 

142.  Sweelinck  J.  P.  Siehe  Nr.  119. 

Kgl,  Bibliothek,  Berlin. 

143.  Martin  Luther  nach  seiner  Rückkehr  vom  Reichstage 
zu  Worms,  1522.  Kupferstich  nach  Lucas  Cranach.  Fol. 

Dieselbe. 


164  Raain  XI.  Instnimentalmiisik  im  XVII.  Jahrhundert. 

144.  Hanswurst,  die  Guitarre  spielend.  Photogr.  Ad. 
Braun  &  Cie.  nach  Antoine  Watteau  (1684—1721), 
Ermitage,  St.  Petersburg.  Groß-Fol. 

K.  k.  HofbiUiothek. 

145.  Cosimi,  Niccolo  (1660—1724).  Violinvirtuose.  Halb- 
figur (mit  der  Geige).  Sehabblatt  von  John  Smith  nach 
G.  Kneller,  1706.  Fol. 

K,  und  Je,  Famüien-Fideicommissbihliothek. 

146.  Couperin,  Fran^ois  (1668 — 1733),  Claviercomponist. 
Halbfigur.  Kupferstich  von  Flipart  nach  Bouys,  1735.  Fol. 

Dieselbe. 

147.  Die  Musikstunde  (Dame  mit  dem  Archüiuto).  Photogr. 
von  Ad.  Braun  &  Cie.  nach  Frans  van  Mieris  d.  Aelt. 
(siehe  Nr.  127),  kgl.  Gem&ldegallerie,  Dresden.  Groß-Fol. 

K.  k.  Hoßibliothek. 

148.  Questenberg,  Johann  Adam  Graf  von  (1678 — 1752, 
Musikfreund  und  Lautenvirtuose).  Kniestück.  Kupferst. 
von  Andr.  und  Jos.  Schmutzer  nach  Joh.  Kupetzky 
(1667—1740).  Fol. 

K.  k.  Akademie  der  bildenden  Künste,  Wien 

149.  Corelli,  Arcangelo  (1653 — 1713,  Violinvirtuose  und 
Componist).    Halbfigur.    Schabblatt  von  J.  Smith    nach 

H.  Howard.   Fol.  K  m.  k,  Familien-Fideicommissbibliothek, 

150.  Der  Violinspieler.  Radierung  von  Doris  Raab  nach 
Ed.  Steinle.  Fol. 

Gesellschaft  für  vervielfältigende  Kunst,  Wien. 

151.  Die  Lautenspielerin.  Lithogr.  von  Franz  Hanfstängl 
nach  Eglon  van  der  Neer  (siehe  Nr.  134),  kgl.  (Jemälde- 
gallerie,  Dresden.  Groß-Fol. 

K.  k.  Akademie  der  bildenden  Künste,  Wien. 

152.  Hunt,  Arabella  (englische  Lauten  virtuosin  aus  dem  Ende 
des  XVU.  Jhdt.).  Kniestück.  Schabblatt  von  J.  Smith, 
nach  G.  Kneller,  1706.  Fol. 

K.  und  k,  Famitien-Fideicommissbibliothek. 


Raum  XII.  KOnigl.  Sammlung  alterthüml.  Musikinstrumente  etc.     165 

153.  Drei  Geschwister,  zum  Spiele  des  Archiliuto 
singend.  Oelgem.,  Lwd.,  h.  100,  br.  110. 

Kgl.  GemäldegaUerie,  Augsburg, 

154.  Mouton,  Jean  (f  1522,  niederländischer  Coutrapunktist). 
Oanze  Figur.  Kupferst.  von  Gerard  Edelinck  nach  De  Troy. 
Fol.  K.  und  k.  FamUien-Fideicommiashihliothek, 

155.  Die  Lautenspielerin.  Lithogr.  von  Jos.  Bauer  nach 
Carl  Rahl  (1817—1865).  Roy.-Fol.  k.  h.  Hofbibliothek. 

156.  Luzzaschi,  Luzzato  (einer  der  bedeutendsten  Orgel- 
spieler und  Componisten  des  XVI.  Jhdt.).  Oelgem.  Lwd., 
h.  72,  br.  57.  Ah.  Hof. 

157.  Frescobaldi,  Girolamo  (siehe  Nr.  132).  Oelgem. 
Lwd.,  h.  72,  br.  57.  Derselbe. 


Baum  Xn.  Eonigliche  Sammlang  alterthümlicher 

Masikinstrumente  (zur  königlichen  akademischen 

Hochschule  für  Musik  gehörig)  zu  Berlin. 

In  der  hier  getroffenen  Auswahl  kommt  die  Entwicklung 
des  deutschen  Instrumentenbaues  zu  möglichst  geschlossener 
Darstellung.  Hiezu  war  es  nothwendig,  auch  die  von  aus- 
gewanderten deutschen  Verfertigern  herstammenden  Instrumente 
mit  aufeunehmen.  Eine  kleine  Anzahl  fremder  Instrumente  wurde 
zur  Erleichterung  des  Vergleiches  eingereiht;  dieselben  machen 
sich  hier  durch  den  cursiven  Druck  kenntlich.  Die  Ziffern  be- 
ziehen sich  auf  die  Niunerieniug  des  aufliegenden  Special- 
kataloges  des  Museums. 

Trompeten. 

2.  Gerade  Trompete  von  Joh.  Leonh.  Ehe,  Nürnberg. 

4.  Büchsentrompete  von  Adam  Puchschwinder.  Elwangen 
1721. 

11.  Nürnberger  Trompete  mit  Zug.  Ende  des  XVI.  Jhdt. 


166    Baam  Xu.  KOnigl.  Sammlung  alterthüml.  Mosikiiutnimeiite  etc. 

13.  Trompete   Ton  Friedr.  Ehe  in  Nürnberg.  XVII.  Jhdt. 

14,  15.  Zwei  Trompeten  Ton  Joh.  Leonh.  Ehe  in  Nürnberg. 

16.  Trompete    Ton    J.    W.    Haas    in    Nürnberg.     Anfang 
XVn.  Jhdt. 

17.  Trompete  von  Joh.  Müller  in  Alt-Dresden.   1730. 

18.  Trompete  Ton  V.  R.  in  München.  Ende  des  XMII.  Jhdt. 

22.  Trompete    von    C.  F.  Sattler  in  Leipzig.  Anfang    des 
XIX.  Jhdt. 

30.  Zngtrompete  von  C.  F.  Sattler  in  Leipzig. 

32.  Inventions-Zugtrompete   von  Christoph  Lausman  in 
Graslitz.  1823. 

33.  Aelteste  Klappentrompete  mit  Bügeln. 

34.  Ventil  trompete,  sog.  Mainzer  Trompete  von  C.  A.  Müller 
in  Mainz.  XIX.  Jhdt. 

36.  Ventiltrompete  (Mainzer  Trompete),  verfertigt  in  Mainz. 
XIX.  Jhdt. 

36.  Cornet    k  pistons    von  L.  A.  Schröder  in  Coln    und 
Coblenz.  XIX.  Jhdt. 

37.  Cornet  ä  pistons  von  Eschenbach  in  Dresden.  XIX.  Jhdt. 

Posaunen. 

50.  Quintposaune  von  Joh.  Wilh.  Haas  in  Nürnberg,   um 
1600. 

51.  Quintposaune    von  J.   C.  Penzel   in  Leipzig.    Anfang 
des  XIX.  Jhdt. 

55.  Quartposaune  von  Joh.  Simon  Schmied  in  Pfaffendorf. 
1799. 

60.  Tenorposaune  von  Rud.  Veit.  XVL  Jhdt. 

61.  Tenorposaune  von  Friedr.  Ehe  in  Nürnberg,  um  1600. 


Raam  Xu.  EOnigL  Sammlung  nlterthüml.  Masikinstrumente  etc.     1()7 

65.  Altposaune  von  Friedr.  Ehe  in  Nürnberg. 

66.  Altposaune  von  Joh.  Wilh.  Haas  in  Nürnberg.  1615. 

67.  Altposaune  von  Petrus  Goltbeck  in  Cotbus.  1637. 

68.  Altposaune  von  Joh.  Jos.  Schmied  in  PfaflFendorf.  1783. 

75.  Discantposaune  von  J.  H. Sterner.  Anfang  des  XVII.  Jhdt. 

76.  Discantposaune  von  Zielsdorf  in   Erfurt.    Anfang  des 
XIX.  Jhdt. 

Hörner. 

100.  Ziegenhörner,  primitivste  Form  des  Hornes. 

102,  Jüdisches  Schofar    des  Mittelalters  zu  liturgischem  Ge- 
brauche in  den  Synagogen  mit  alter  hebräischer  Inschrift, 

104 — 112.    Ein    Chor    russischer    Hörner    aus    Pegau    in 
Sachsen.  XIX.  Jhdt. 

122.  Hifthorn.  XVI.  Jhdt. 

123.  Bügelhorn  ^Signalhorn)  von  C.  F.  Sattler  in  Leipzig. 
1815. 

124.  Bügelhorn  ^Signalhorn)  von  J.  Gabler  in  Berlin.  Anfang 
des  XIX.  Jhat. 

125.  Posthorn  von  J.  G.  Kersten  in  Dresden. 

126.  Jagdhorn  von  Joh.  Christoph   Müller  in  Roda.  1713. 

127.  Waldhorn  (Naturhom)  von  Mich.  Schmied  in  Pfaflfen- 
dorf.  1726. 

128.  Waldhorn  (Naturhorn)  von  Joh.  G.  Leutholdt  in  Dresden. 
1782. 

129.  Waldhorn  (Naturhom)  von  Wilh.  Mart.  Müller  in  Stadt 
Roda.  1779. 

130.  Waldhorn    (Naturhom)    von    Friedr.  Wilh.   Jacobi    in 
Dresden.  1804. 


168    Baum  XII.  KOnlgl.  Sammlang  alterthüml.  Masikinstrumente  etc. 

131.  Inventionshorn  von  C.  F.  Reigel. 

132,  133.  Zwei  Inventionshörner  von  J.  G.  Roth  in  Adorf 
im  Voigtland.  1810. 

134.  Inventionshorn  von  J.  S.  in  Wien. 

137.  Krummbogen  zu  einem  Inventionshorn. 

151.  Klappenborn   von   Fischer   in   Leipzig.    Anfang    des 
XIX.  Jhdt. 

163.  Klappenborn   von   J.    G.    Moritz    in    Berlin.    Anfang 
des  XIX.  Jhdt. 

155.  Klappenhorn  von  H.  Oertel  in  Leipzig.  Mitte  des  XIX. 
Jhdt. 

170.  Basstuba  aus  Messing,  einst  dem  MOnchener  Landwehr- 
Jägerbataillon  gehörig. 

17X.  Ophicleide  von  J.  Graf. 

172.  Englisches  Basshorn  von  Adler  in  Paris. 

173.  Englisches  Basshorn  von  Finke  in  Dresden. 

174.  Englisches  Basshorn  von  Sattler  in  Leipzig. 

175.  Chromatisches  Basshorn  von  Streitwolf  in  Göttingen. 

Zinken. 

Die  Zinken   spielten    in   der   Musik,  besonders    der   deatschen 
„Stadtpfeifer",  eine  wichtige  Rolle. 

180.  Discantzink. 

181 — 184.  Vier  Tenor-  oder  Ohorzinken. 

185.  Basszink,  in  Form  eines  S  gewunden,  Vorgänger  des 
Serpents. 

186—188.  Drei  gerade  Zinken. 

190.  Serpent  ältester  Form. 

191,  194.  Serpente  späterer  Form,  wie  sie  in  der  deutschen 
Armeemusik  gebräuchlich  waren. 


Bamn  XII.  KOnigl.  Sammlung  alterthüml.  Mnsikinstramente  etc.     169 

Flöten. 

200.  Basset-Schnabelflöte,  gez.  K.  K. 

201.  Basset-Schnabelflöte,  von  Job.  Christoph  Denner  in 
Nürnberg  um  1700. 

202.  Basset-Schnabelflöte  von  N.  Pappe. 

204.  Tenor-Schnabelflöte    von    J.    Denner   in    Nürnberg. 
XVIII.  Jhdt. 

20B— 208.  Vier  Tenor-Schnabelflöten,  gez.  K.  K. 

209,  210.  Zwei  Alt-Schnabelflöten  aus  Elfenbein. 

211.  Grosse  Discant-Schnabelflöte    aus   Elfenbein,    von 
J.  G.  Zick  in  Nürnberg.  1690. 

214.  Doppel'Schnabelflöte  von  Bainbrigde  in  London  um  1816. 

215.  Doppelflageolet  von  G.  Hannieche  in  Oldenburg. 

216.  Doppelflageolet  von  Reichel. 

217.  Flageolet  von  Ebner  in  München. 

219.  Flageolet  von  G.  Streitwolf  in  Göttingen  (1779—1837). 
223.  Czakan  (ungarische  Stockflöte)  von  J.  Ziegler  in  Wien. 

242.  Querpfeife  mit  nur  einer  Klappe. 

243.  Querpfeife  von  J.  Poerschmann  in  Leipzig,   um  1725. 
245.  Querflöte  von  C.  W.  Funcke. 

247.  Querflöte  von  Eisenbrant  in  Göttingen. 

248 — 250.  Drei  Querflöten  aus  Elfenbein,  von  Scherer. 
251.  Querflöte  von  Kretschmar  in  Neukirchen. 
263.  Querflöte  von  Strohbach  in  Dresden. 

254.  Querflöte  von  Hamich. 

255.  Querflöte  von  H.  Grenser  in  Dresden,  um  1800. 


170     Raum  XU.  Eönigl.  Sammlnng  alterthtlml.  Musikinstrumente  etc. 

256.  Querflöte  aus  Ebenholz,  von  G.  A.  Kirst  in  Potsdam, 
um  1800. 

257.  Querflöte  aus  Ebenholz  von  F.  Boie. 

258.  Querflöte  von  Piering  in  Berlin. 

260.  Querflöte  at^s  Glas  von  Laurent  in  Paris.  1815. 

261.  Querflöte  mit  Silberbezug  von  J.  Ziegler  in  Wien. 

262.  Querflöte  aus  Elfenbein  von  J.  Ziegler  in  Wien,  um  1875. 

Schalmeien  und  Oboenaiien. 

280 — 289.  Pommern  (Bombardi),  in  allen  Grössen  für  Contra- 
bass  bis  Eleindiscant.  XVII.  Jhdt. 

301.  Oboe  von  C.  F.  Riedel. 

303.  Oboe  von  J.  C.  Denner  in  Nürnberg,  um  1700. 

306.  Oboe  aus  Elfenbein  von  Scherer,  um  1750. 

307.  Oboe  von  Grundmann  in  Dresden.  1777. 

308.  Oboe  von  Grundmann  in  Dresden,  1781. 

310,  311.  Zwei  Oboen  von  Grundmann  in  Dresden.  1793. 

312.  Oboe  von  J.  C.  Kretzsehmann  in  Neukirchen.  XVIII.  Jhdt. 

313.  Oboe  von  J.  F.  Engelhard   in  Nürnberg,    gegen    1800. 

314.  Oboe  von  C.  A.  Sattler  in  Leipzig. 

330.  Oboe  d'amore  von  J.  H.  Eichentopf. 

331.  Oboe  d'amore  von  C.  F.  Riedel. 

332.  Oboe  d'amore   von   J.    Werner   in  Dresden.  Mitte  des 
XVin.  Jhdt. 

336.  Oboe    da   caccia   von  Grundmann  in  Dresden.  Zweite 
H&lfte  des  XVffl.  Jhdt. 

340.  Englisch-Horn  ältester  Form  von  J.  G.  Bauer  in  Wien. 
XVm.  Jhdt. 


Raum  XII.  EOnigl.  Sammlung  altertliüml.  Musikinstrumente  etc.     171 

342.  Englisch-Horn  von  J.  Bauer  in  Wien. 

343.  Englisch-Horn  von  Rocko  Baur. 

345.  Englisch-Horn   von    C.  Kruspe  in  Erfurt.  XIX.  Jhdt. 

Fagottalien. 

350—358.  Dolcianen  für  Discant,  Alt,  Tenor  und  Bass» 
Vorfahr  des  Fagottes,  aus  Naumburg  a/S.  stammend- 
XVI.  Jhdt. 

360.  Fagott  von  moderner  Form  mit  nur  3  Klappen. 

363.  Fagott  von  Riedl  in  Wien.  XVHI.  Jhdt. 

365.  Fagott  von  Gtoeppert.  XVIH.  Jhdt. 

368.  Fagott  von  H.  Grenser  in  Leipzig. 

369,  370.  Zwei  Fagotte  von  J.  G.  Ileinze  in  Leipzig. 

385.  Stockfagott  (Bankett),    eine    Erfindung  J.  C.  Deuner's 
in  Nürnberg.  Ende  des  XVII.  Jhdt. 

390—394.  K ortholte   für  Tenor,  Alt  und  Discant,  eine  Art 
Schalmeien  mit  Mundkapseln. 

400 — 406.    Krummhörner    in    verchiedenen    Grössen,     eine 
deutsche  Art  von  Schalmeien. 

Clarinetten. 

410.  Clarinette  von  J.  Denner   in   Nürnberg,  XVIII.  Jhdt. 
dem  Sohne  des  Erfinders  der  Clarinette. 

411.  Clarinette  von  N.  Keime. 

412.  Clarinette  von  Gehring.  1788. 

413.  Clarinette  von  F.  Fischer. 

414 — 416.  Drei  Clarinetten   von   H.  Grenser   in  Dresden. 
Zweite  Hälfte  des  XVIII.  Jhdt. 

417.  Clarinette,  verfertigt  in  Dresden. 


172    Ramn  XII.  Eönigl.  Sammlung  alterthüml.  Musikinstrumente  etc. 

422.  Clarinette  von  G.  F.  Glier  in  Dresden. 

423.  Clarinette  aus  Elfenbein  von  Rorarius  in  Wien. 
420.  Clarinette  d'amour  von  J.  Kraus. 

441,  442.  Zwei  Clarinettes  d'amour  von  Gehring. 

443.  Clarinette  d'amour  von  Strohbach  in  Carlsbad. 

446.  Tenorclariuette  von  Bischof  in  Darmstadt. 

460.  Bassetthorn  ältester  Form  von  J.  Eoenigsberger. 

Das  Bassetthorn^  eigentlich  eine  Clarinette  fOr  Bassett,  ist,  wie 
die  Clarinette  überhaupt,  deutsche  Erfindung. 

451.  Dasselbe  von  G^org  Glezl. 

4ö3.  Dasselbe  von  Griesling  und  Schiott  in  Berlin. 

464.  Dasselbe  von  Piering  in  Berlin. 

455.  Dasselbe  von  Adler  in  Bamberg. 

456.  Dasselbe  von  Streitwolf  in  Göttingen,  um  1825. 

457.  Bassclarinette,  erfunden  und  verfertigt  von  StreitwoU 
in  Göttiogen,  um  1828. 

458.  Bathyphon  oder  Contra-Bassclarinette  aus  Messing,  er- 
funden und  verfertigt  von  C.  Kruspe  in  Erfurt.  XIX.  Jhdt. 

459.  Contra-Bassclarinette  von  C.  Kruspe  in  Erfurt. 
485.  Cornemuse,  eine  Art  Dudelsack  (polnischer  Bock). 

Harfen. 

500.  Einfache  Harfe,  deutsch.  XVI.  Jhdt. 

503.  Hakenharfe,  kleinster  Form. 

507.  Dieselbe  von  D.  Schweiger  in  München. 

510.  Pedalharfe    von    Renaidt    in    Paris,    gegen  Ende   des 
XVIIL  JhdL 


Banm  Xu.  EOnigl.  Sammlung  alterthüml.  Musikinstrumente  etc.    \  73 

511,  512.  Zwei  Pedalharfeo,  gebaut  nach  der  Erfindung 
des  Strassburgers  Erard.  Ende  des  XVIII.  Jhdt. 

530.  Doppelharfe,  deutsch.  XV.  Jhdt. 

531.  Dieselbe.  Nürnberger  Arbeit  des  XVII.  Jhdt. 

532.  Dieselbe  von  Job.  Mich.  Kindermann  in  Nürnberg.  1621. 
550.  Mittelalterliches  Psalter. 

554.  Hackebrett,   deutsch.    XVI.  Jhdt. 

Ans  dem  Cymbal  entwickelte  sich  dnrch  Ansatz  der  Clavcs  oder 
Tasten  das  Clavicymbal  (Clayier). 

Zithern  und  Guitarren. 

580.  Scheitholt,  ein  früh  eres  Volksiostr  unien  t  der  germanischen 
L&nder,  Vorfahr  der  bayerischen  Zither. 

590.  Pandora,  Zitherart  des  XVII.  Jhdt. 

592.  Quinterne  von  Joachim  Tielke  in  Hamburg,  um  1700. 

593.  Fünfchörige  Zither  (Cister)  von  Michael  Bochum  in 
Collen.  1729. 

597.  Siebenchörige  Zither  (Cister)  von  Job.  Georg  Ochster- 
mann  in  Gotha.  1797. 

599.  Zither  (Cister)  von  Job.  Wilh. Bindernagel  in  Gotha.  1804. 

613.  Basszither  (Theorbencister)  von  Andreas  Ernst  Kram 
in  Nürnberg.  1762. 

614.  Dieselbe  von  Andreas  Ernst  Kram  in  Nürnberg.  1783. 

623.  Bayerische  Zither  von  Ignaz  Simon  in  Haidhausen. 
XVIII.  Jhdt. 

625.  Dieselbe   von   Franz    Ereu    in   München.  XIX.  Jhdt. 

643,  Quitarre  (spanische  Vthaela),  italienisch,  XVILJhdt  Die 
Gruitarre  verdrängte  die  altdeutsche  Zither  (Cister)  erst 
gegen  Ende  des  XVIII,  Jhdty  aber  in  vervollkommneter 
Gestalt. 


174    Raum  Xn.  KCnigl.  Sammlang  altcrthüml.  Musikinstrumente  etc. 

649.  Guitarre  von  Mosaikarbeit. 

653.  Guitarre  von  J.  G.  Schree  in  Leipzig. 

654.  Guitarre  Karl  Maria's  von  Weber,    Geschenk    an    ihn 
von  seiner  Braut  Caroline  Brandt. 

655.  Guitarre  von  Koch  in  Rudolstadt.  1829. 

656.  Guitarre  von  Kaspar  Schlimbach  in  Königshofen. 
670,  Doppel iultarre,  französisch. 

680,  683.  Zwei  Lyraguitarren. 

Lautenarten: 

700.  Laute  des  XV.  Jhdt 

703.  Laute    von    Magnus   Dieffopruchar  (Tieffenbrucker)    in 
Venedig.  1620. 

704.  Laute  von  Mathaeus  Stautinger  in  Würzburg.  1775. 

711.  Archiliuto  von  Ernst  Hans  Conrad  Henz  in  Nürnberg. 
1672. 

716.  Theorbe  von  Martino  Kaiser.  1632. 

717.  Theorbe  von  Joh.  Christian  Hoffinann  in  Leipzig.  1717. 

718.  Theorbe  von  demselben.  1727. 

719.  Theorbe  von  Hannss  Andreas  Dörffler  in  Klingen thal. 
1736. 

7J21.  Chltarrono  von  G~iovanni  Bechardini  in  Venedig,  1609. 

722.  Chitarrone  von  Antonio  Siciliano.  1630. 

723.  Calasoione  von  Branjso  Francesco  Barbar o  in  Padua. 
1620. 

730.  Mandola  von  Magnus  Dieffenbruger.  1621. 

731.  Mandola  von  Magno  Stegher  in  Venedig. 


Banm  XTT.  König].  Sammlung  alterthüml.  Musikinstrumente  etc.    175 

733.  Maiidola  von  Job.  Christiau  Hoffmanu  in  Leipzig.  1717. 
740.  Mandoline  von  Michael  Fichtoldt  in  Ingolstadt.  1G50. 

Streichinstrumente. 
770,  773.  Zwei  Tnimscheite. 

Das  Trumscheit  ist  ein  durch  seinen  trompet^jnartigen  Plageolet- 
klang,  wie  durch  seine  primitive  Beschaffenheit  bemerkenswertes, 
in  Deutschland  sehr  altes  Instrument. 

780.  Mittelalterliche  Geige,  vielleicht  das  älteste  noch 
erhaltene  Instrument  dieser  Art. 

781.  Pochette,  Tanzmeistergeige,  von  Joh.  Adolf  Boller  in 
Frankfurt.  1670. 

790.  Brettlgeige  von  Joh.  Schom  in  Salzburg,  1695,  als 
Mozart's  Kiudergeige  überliefert. 

792.  Stockgeige,  in  geschlossenem  Zustande. 

793.  Stockgeige,  in  geöffnetem  Zustande. 

803.  Fünfsaitige  Viola  di  basso  von  Moritz  Hoffmann  in 
Klein-Schmalkalden.  1761. 

820.  Altes  Streichinstrument  (Lira  in  gamha)  von  Giovanni 
Baraldi.  1566.  Italienisch, 

821.  Viola  di  gamba  (Gambe)  von  Jacobus  Stainer  in 
Absam  bei  Inspruck.  1665.  Schönstes  bisher  bekanntes 
Instrument  Stainer's. 

822.  Gambe  von  Hans  Gottmannshausen  in  Erfurt.  1670. 

828,  Gambe  von  Vincenzo  Buger  detto    il  Per  in  Crcmona. 

1702.   Von  grosser  Schönheit. 

829.  Gambe  von  Joh.  Caspar  Weishaupt. 

831.  Gambe  von  Anton  Bachmann  in  Berlin.  1746. 

833.  Violoncell  von  Joh.  Valentin  Föllmer  in  Crawinkel. 
1784. 


176    Raum  XII.  KOnigl.  Sammlung  alterthüml.  Musikinstrumente  etc. 

835.  Kleines,  sogenanntes  Dreiviertel-Violoneell  von 
Franz  Schonger  in  Erfurt,  1776. 

836,  876,  904.  Violonoell,  Bratsche  und  Violine  von  Chanot 
in  Paris.   1818. 

837 — 840.  Das  Streichquartett  Beethoven's:  Violinen 
von  Nicolaus  Amati,  1690,  und  Jos.  Guarnerius  fil. 
Andreae  in  Cremona,  1718;  Viola  von  Vincenzo  Roger 
detto  il  Per  in  Cremona,  1690;  Violoncell  von  Andreas 
Guarneri  in  Cremona,  1675. 

841.  Violoncell  von  Hagspiel  in  Dresden. 

842.  Lira  da  Gamba  des  XVI.  Jhdt. 

843.  Viola  di  bordone  von  Daniel  Achatius  Stadimann  in 
Wien.  1736. 

861,  Viola  d'amore,  zur  Viola  da  braccio  umgewandelt, 
von  Mathias  Klotz  in  Mittenwaldt.  1717. 

862.  Viola  d'amore  von  Antoni  Pauli  in  Tachau.  1718. 
864.  Viola  d'amorevon  Maximilian  Zachar  in  Breslau.  1730. 

866.  Viola  d'amore  von  Michael  Andreas  Parti  in  Wien. 
1732. 

867.  Viola  d'amore  von    einem  Düsseldorfer  Meister,  1737. 

869.  Viola  d'amore  von  Joh.  Joseph  Stadimann  in  Wien. 
1756. 

871.  Altviole  von  J.  Wurffet. 

872.  Altviole  von  Christoph  Friedtstadt  in  Kassel.  1745. 

873.  Altviole  von  Joh  Christoph  Leidolff  in  Wien.  1719. 

874.  Altquinton  von  Anton  Zachar  in  Eichstatt.  1726. 

875.  Altquinton  von  Georg  Amma  in  Augsburg.  1729. 

876.  Siehe  Nr.  836. 

900.  Violetta,  vermuthlich  deutsch.  XVII.  Jhdt. 


Baam  XII.  KOnigl.  Sannulang  alterthüml.  Masikinstrumente  etc.    177 

901.  Discantquinton  von  Rudolph  Hoss  in  München.  1708. 

904.  Siehe  Nr.  836. 

906.  Violine  in  Guitarrenform  von  Joh.  Georg  Staufer  in 
Wien.  1827. 

910.  Violine  aus  Eisen. 

912.  Geige  kleinster  Form    von  C.  Otto  in  Leipzig.  1880. 

913.  Pochet te  (Tanzmeistergeige)  in  Violinform  von  Benedict 
Fieglmfiller.  1755. 

932.  Streichzither  in  Herzform  von  Schulz.  1877. 

935.  Nagel  harmonika  von  Josef  El  Iwanger. 

940 — 950.  Geigenbogen  alter  Form. 

1000.  Drehleier.  XVI.  Jhdt. 

1010.  Gebundenes  Clavichord.  XVI.  Jhdt. 

10l4.  Gebundenes    Clavichord    von    Chr.    Gottl.    Hubert 
(Anspach-Bayrenth).  1736. 

1017.  Gebundenes    Clavichord    von    H.  A.  Hass  in  Ham- 
burg. 1778. 

1032.  Italienisches  Spinett  von  Bugrjiano,  lOlS. 

1034.  Spinettino,  deutsch.  XVII.  Jhdt. 

1061.  Doppelmanualiges  Clavicymbel  von  Antonius  de  Migliais 
in  Florenz,  1696. 

1062.  Clavicymbel,  italienisch,  um  1700, 

1065.  Clavecln  brise,  das  Reiseciavier  Frieärio^s  des  Grossen,  von 
Marius  in  Paris,  XVIII,  Jhdt, 

1047.  Doppelmanualiges  Clavicymbel  von  J.  G.  Silber- 
mann in  Freiberg  i.  S.  Erste  Hälfte  des  XVllI.  Jhdt. 

1049.  Doppelmanualiges  Clavicymjbel    Joh.   Sel>.  Bach's, 
deutsch.  XVHI.  Jhdt. 

Befindet  sich  in  der  Abtheilung  für  Bach. 
I  \t 


178    Raum  XII.  Kuuigl.  Saiuuiluiig  alterthüml.  Masikinstrumcntc  etc. 

1050.  Harpsichord  von  Jacob  Kirckmaun  iu  London.  1761. 

1078.  Hanimerflugel    mit  Wiener  Mechanik,    durch  Malerei 
verziert. 

1079.  Hammerciavier  von  Georg  Friedrich  Stentzel  in  Wfiste- 
giersdorf.  1775. 

1080.  Hammerflugel  von  Jean  Henry  Silbermann  in  Strass- 
burg.  1776. 

1081.  Tafelclavier  von  H.  Ohr.  Heyne  in  Wien.  1777. 

1082.  Hammerflugel  von  Pascal  Tascin  in  Paris.  1787. 
1084.  Tafelclavier  von  Loyrenz  Handorffer. 

1086.  Tafelclavier  von  Philipp  Jacob  Warth.  1800. 

1087.  Hammerflugel  Carl  Maria's  von  Weber  von  Brodmann 
in  Wien. 

Steht  in  der  Abtheilnng  fttr  C.  M.  von  Weber. 
1090.  Nähtischciavier,  Wiener  Arbeit.  Anfang  des  XIX.  Jhdt. 

1092.  Tafelclavier  von  M.  A.  Krause  in  Querfurth.  1823. 

1093.  Flügel  von  Joh.  Fritz  in  Wien. 

1094.  Tafelclavier  von  J.  C.  Andree  in  Berlin. 

1095.  Flügel  Felix  Mendelssohn-Barth oldy's  von  Pierre 
Erard  (aus  Strassburg)  in  London,  1832,  mit  Autographen 
von  Erard  und  Moscheies. 

Steht  in  der  Abtheilung  für  Mendelssohn. 

1096.  Flügel  der  Sängerin  Josephine  Lang  von  Aloys  Biber 
in  München  (f  1858). 

1098.  Tafelclavier  Giacomo    Meyerbeer's  von  J.  Pleyel 
in  Paris. 
Steht  in  der  Abtheilung  für  Meyerbeer. 

1200.  Orphica,    erfunden    und    verfertigt    von  |C1.    Rollig    in 
[Wien.  1795. 

1202.  Harfenclavier,  erfunden  und  verfertigt  von  Joh.(>hristian 
Dietz  in  Paris.  1815. 


Raum  Xn.  E3nigl.  Saminluug  alterthüml.  Musiki nstnimente  etc.     179 

1210.  Glasharmonika   (nach    der  Erfindung   von   Benjamin 
Franklin),  deutsch.  Anfang  des  XIX.  Jhdt. 

1212.  Clavicy linder,  nach  der  Erfindung  Chladnis  von  Louis 
Ooncone  in  Turin.  1811. 

1214.  Adiaphon  von  Fischer  und  Fritzseh  in  Leipzig. 

1301.  Bibelregal,  deutsch.  XVII.  Jhdt. 

1303.  Kleine  Physharmonika,  deutsch.  Anfang  dosXIX.  Jhdt. 

1309.  Orgel    mit   Hammerelavier   von  Samuel    Kfihlewind 
in  Volckstedt.  1791. 

1311.  Schrank    mit  Pfeifenwerk    von    Eduard    Boehm    in 
Dresden.  Anfang  des  XIX.  Jhdt. 

1312.  Aristo n,  erfunden  und  verfertigt  von   Paul  Ehrlich   in 
Gohlis,  erstes  Instrument  dieser  Art. 

Bilder. 

1.  Heilige  Cäcilia.    Photogr.  nach  Raphael  Santi  (siehe 

III,  Nr.   158).  Photographische  Gesellschaft,  Berlin. 

2.  Orgel  der  neuen  Berliner  Garnisonskirche 
(50  Register,  3220  Pfeifen),  erbaut  von  Joachim  Wagner, 
1724—1725.  Kupferst.  von  G.  P.  Pnsch  nach  der 
Zeichnung  des  Organiston  Joh.  Friedr.  Walther.  Groß-Fol. 

Kgl.  Kupferst  ichcabinet,  Berlin. 
Die  Orgel  ist  noch  heute  in  der  gonannttMi  Kirche  im  Gobr.uiclie. 

3.  Große  Orgel  in  der  Kirche  S.  Petri  und  Pauli  zu 
Görlitz.  Kupferst.  von  Dornhoini  nach  Natlie.  Groli-Fol. 

Dasselbe. 

4.  Türkische  und  nubische  Instrumente.  Photogr.  aus 
Musical  Instnnnents  in  the  South  Kensington  Museum.  Fol. 

K,  k.  Oesterr eichisches  Museum  für  Kunst 
und  Lidustrie,   Wien, 

5  und  16.  Entwürfe  für  den  Kasten  eines  Flügels. 
Figuren  mit  Musikinstrumenten  (Hackbrett,  Laute  u.  s.  w.). 

Aquarelle.  Kgl.  Kunstgewerbemuseum,  Berlin. 

1:* 


180  Raum  XII.  Bilder. 

6 — 9.  13 — 14,  17.  Instrumente  zumeist  des  XVI.  und 
XVir.  Jhdts.  6.  Violine  mit  dem  Wappen  der  König:in 
Klisabeth  und  des  Earl  of  Leieester,  1570;  Harfe  der 
(Jsseten,  zwei  orientalische  Baghlama,  indischer  üjuk.  — 
7.  Drehleiern  von  1550  und  1580,  französisch;  Schlag- 
zither von  Franz  Lechner,  München:  Streichzither  von 
Max  Amberger.  München.  —  8.  Mandoline,  XVII.  Jhdt. 
italienisch;  eine  solche  von  1570.  französisch:  Viola  di 
Bordone  von  Joachim  Tielke.  Hamburg,  1686.  —  9.  Archi- 
liuto,  italienisch,  1700:  Guitarre,  italienisch,  XVI.  Jhdt: 
Theorbe,  italienisch,  XVI.  Jhdt.  —  13.  Serinett«  (Por- 
tativorgel), französisch,  XVII.  Jhdt.;  Virginal  (Spinett), 
deutsch,  1600.  —  14.  Italienisches  Spinett,  1555,  von 
Annihale  da  Milano:  Clavicvmbel  von  Antonio  Baffe, 
Venedig,  1523.  —  17.  Spinett  von  Annibale  deRossi, 
Mailand,  1577:  Harfe,  angeblich  von  der  Königin  Marie 
Antoinette.  Photogr.  aus  Musical  Instruments  in  the  South 
Konsington  Museum  (siehe  Nr.  4).  Fol. 

A'.  k.  Oe st err eichisches  Museum  für  Kunst 
und  Inffustrie,  Wien, 

10.  Die  grosse  und  kleine  Orphica.  Zwei  Radiennigen 
von  Adam  v.  Bartsch  (1757—1821).  Klein-Fol. 

Fürst  Johann  von  und  zu  Liechtenstein,  Wien, 

11.  Vierzehn  Musiker  auf  einem  Balcon  den  N^o- 
jahrsgruss  blasend.  (Schalmeien,  Posaunen,  Querpfei.e, 
Trommeln.)  Lithogr.  von  G.  Eberlein  nach  Albrecht 
Dürer  (1471 — 1528).  Herausgegeben  vom  (lermanischen 
Museum,  Nürnberg.  Gro(S-Quer-Fol. 

Heir  Heinrich  Lern  per  tz  men.^  Cöln, 

12.  Viola  da  (ianiba  von  Joachim  Tielke,  Hamburg.  1697. 
Kgl.  Bayerisches  Nationalmuseum,  München.  Photogr.  Fol. 

7\'.  /;.  Oesterreichisches  Museum  fürJKunst 
und  Industrie,   Wien. 

13.  14.  Siehe  Nr.  6. 

15.  Harfe,  XV.— XVI.  Jhdt.  Kleine  Harfe,  XVIII.  Jhdt., 
ebendort.  Photogr.  Fol.  Dasselbe, 

16.  Siehe  Nr.  5. 


Raum  Xill.  Sammlung  Barun  Xathaiiiel  vuu  nothsclnld.  181 

17.  Siehe  Nr.  (3. 

18.  Mosler,  Michael,  Organist  in  Nürnberg.  1686.  Halb- 
figur, Kupferst.  Qnart.  —  Rosenkron,  Nicolaiis, 
Fagottist,  geb.  in  Lappland,  und  dessen  zwölQähriger 
Sohn  Johann  Daniel,  beide  in  Nürnberg.  1679.  Ganze 

Figuren.   Kupferst.   Quart.  StaHUbliotheh  Nürnberg, 

19.  Schmid,  Melchior  (Lautenspieler,  geb.  160S  in  Nürn- 
berg). Halbfigur  (mit  Laute).  Kupferst.  von  H.  J.  Schellen- 
berger.  Quart.  —  Schmelzer,  Johann  Heinrich  (geb. 
1630,  gest.  um  1700).  Schabblatt  von  Job.  Gabriel 
Majer.  Quart.  Dieselbe. 

20.  Das  Solo  (Gambenspieler).  Phutof2:r.  Victor  Angerer 
nach  Dirk  Hals  (1600—1656),  Gemäldegallerie  der 
k.  k.  Akademie  der  bildenden  Künste.  \Vi(»n.  Fol. 

K.  k.  Akademie  der  bil  lenden  Künste,   Wien. 

21.  Der  Parnass.  Kupferst.  von  Oswald  Ufer,  1873,  nach 
Raphael  Santi  (siehe  H.,  Nr.  98).  Groß-Quer-Fol. 

Artaria  dt  Cie.^  Wien. 

22.  Der  Lauteuspieler.  Kupferst.  nach  Antoine  Watteau 
(1684—1721).  Fol. 

Fürst  Johann  von  und  zu  Liechtenstein,  Wiefi. 


Baum  Xm.  Sammlung  Baron  Nathaniel  von 

Rothschild. 

I.  Musikalische  Instrumente. 

A.  Saiteninstrumente. 

1.  Taschengeige.  XVII.  Jhdt. 

2.  Tasehengeige.  XVII.  Jhdt. 

3.  Taschengeige.  XVIL  Jhdt, 

4.  Taschengeige.  XVII.  Jdth. 


182  Kaum  XIII.  Summlang  fiaion  Nathaniel  von  Eothschild. 

f\  Duppelgeige. 

6.  Kleine  Viola  d'amore    mit  schmalem  Resonauzboden 
imd  ohne  Zargen:  „D.  A.  S.",  Wende  des  XVIII.  Jhdt. 

7.  Stumme     Geige     (zum    Üben),     italienische     Arbeit. 
XVIII.  Jhdt. 

8.  Viola  da  Gamba.  XVII.  Jhdt. 


9.  Mandoline.  XVIII.  Jhdt. 

10.  Mandoline  aus  Elfenbein  und  Schildkrot,  mit  den-bour- 
bonischen  Lilien.  XVIII.  Jhdt. 

11.  Grosse  Mandoline.  türkisch. 

12.  Sitar,  indisch.  XVIII.  Jhdt. 

13.  Tambourah,  indisch.  Wende  des  XVIII.  Jhdt. 

14.  Cister:  „Franciscus  Citared(us)  Urb(inas)".  Auf  der 
Decke  gemaltes,  auf  dem  Boden  geschnitztes  Wappen 
mit  „G.  A."  Italienische  Arbeit.  XVI.  Jhdt. 

15.  Kleine  Cister,  italienische  Arbeit.  XVI.  Jhdt. 

16.  Tastencister,  englische  Arbeit.  XVIII.  Jhdt. 

17.  Guitarre  aus  Elfenbein.  XVII.  Jhdt. 

18.  Guitarre:  ^Jean  frere,  Rue  St.  Martin  ä  Paris,  1667." 

19.  Theorbierte  Laute.  XVU.  Jhdt. 

20.  Theorbierte  Laute.  XVII.  Jhdt. 

21.  Theorbe  aus  Elfenbein  und  Schildkrot.  XVII.  Jhdt 

22.  Harfe  mit  incrustiertem  Wappen.  Italienische  Arbeit.  Erste 
Hälfte  des  XVI.  Jhdt. 

23.  Kinderharfe.  XVIU.  Jhdt. 

24.  Harfe  in  Vemis  Martin:  „Cusineau,  Lnthier  de  la  Reine*'. 
Französische  Arbeit.  XVIII.  Jhdt. 


Raam  XIIL  Sammlung  Baron  Natbaniel  von  Rotbschikl.  183 

25.  Hackbrett,  italienische  Arbeit.  XVIII.  Jhdt. 

26.  Hackbrett,  italienische  Arbeit.  XVIII.  Jlidt. 

27.  Bauernleier:  „P"  Louvet  ä  Paris".  XVUI.  Jhdt. 

28.  Spinettbez.:  Venetiis  —  Ricchoson  doro  —  et  Ricchoson 
di  siiono  —  Non  mi  sonar  si  tu  noil  ha  del  buono  — 
MDXL.  (1540).  Italienische  Arbeit. 

29.  Futteral  zu  Spinett  Nr.  28. 

B.  Blasinstrumente. 

30.  Krummer  Zinken  aus  Elfenbein.  XVII.  Jhdt. 

31.  Hifthorn  (Oliphant)  aus  Elfenbein;  Wappen  von  Portugal 
und  von  Brasilien.  Neger- Arbeit  nach  europäischen 
Motiven.  Mitte  des  XVI.  Jhdt. 

32.  Hifthorn  (Oliphant),  ähnlich  wie  Nr.  31;  etwas  ältere 
Arbeit. 

33.  Hi fthorn  ausBronze, vergoldet  und  emailliert;  italienische 
Arbeit.  XVI.  Jhdt. 

34.  Kleines  Jagdhorn  aus  Silber:  „Michael  Leicham, 
Schneider  in  Wien  1713." 

35.  Jagdhorn  aus  Silber:  „J.  W.  Haas,  Nürnberg."  .\nfang 
des  XVII.  Jhdt. 

36.  Jagdhorn  aus  Glas,  veuetianischen  Ursprungs. 

37.  Cavallerie-Trompete,  bez.  „Macht  Philipp  SchöUer, 
München."  XVHI.  Jhdt. 

38.  Buccin,  bez.  „Tabard  ä  Lyon".  Eine  Posaune,  auslaufend 
in  die  Form  eines  Schlangenkopfes. 

39.  Querflöte  aus  Meissener  Porzellan.  XVIII.  Jhdt. 

40.  Querflöte  aus  Schildkrot  und  Elfenbein.  XVHI.  Jhdt. 

41.  Block-  oder  Schnabelflöte  aus  Elfenbein.  XVII.  Jhdt. 


184  Rauui  XIII.  Sammlung  Baron  Nathaniel  von  Rothschild. 

42.  Block-  oder  SchuabolflOte  aus  Sehildkrot  und  Elfeu- 
beiu,  bez.  „J.  Heitz."  XVIII.  Jhdt. 

43.  Croatische  Doppelflöte.    Wende    des  XVIII.  Jhdt. 

44.  Croatische  Doppelflöte.    Wende    des  XVIII.  Jhdt. 

45.  Discaut-Schnabelflöte   aus  Elfenbehi.  XVII.  Jhdt. 

46.  Diminutiv-Schnabelflöte  (\''ogelpfeifte)  aus  Elfenbein. 
XVIII.  Jhdt. 

47.  Musette  aus  Elfenbein.  XVIII.  Jhdt. 

48.  Oboe-artiges  Instrumeiit,  Wappenschild  mit  „J.  V.^ 
und  Krone.  XVIII.  Jhdt. 

49.  Jagdruf  aus  Holz,  mit  Silber  montiert.  XVIII.  Jhdt. 

50.  Jagdruf  aus  Elfenbein,  mit  Silber  montiert.  XVll.  Jhdt. 

51.  Jagdruf  aus  Elfenbein.  XVII.  Jhdt. 

52.  Jagdpfeife  aus  einer  Eberwaffe,  mit  Silberbeschlägen. 
XVII.  Jhdt. 

0.  Schlaginstrumente. 

53.  Tambourin  de  Provence    (Heerpauke)    mit  Schlägel 
und  Galoubet;  französische  Arbeit.  XVII.  Jhdt. 

64.  Tambourin  de  Provence  wie  Nr.  52. 

55.  Tambourin.  XVIII.  Jhdt. 

56.  Päuklein,  orientalisch. 

I).  Varia. 

57.  Taktstock  aus  Sehildkrot  mit  Silberbeschlägen;  Wappen 
Ludwig  XVI.  XVIII.  Jhdt. 

58.  Taktstock  ausHolz,  mitPerlmutter  eingelegt.  XVIII.  Jhdt. 

59.  Trommelschlägel.  XVII.  Jhdt. 

60.  Musette  (Sackpfeife),  französische  Arbeit.  XVIII.  Jhdt. 


Raum  XIII.  Öammluuj;  Baron  Nathaniel  von  Kothschild.  185 

61.  Musette  (Sackpfeife),  frauzusisc-he  Arbeit.  XVIII.  Jhdt. 

62,  63.  (ilockeu  aus  Bronze,  italienische  Arbeit.  XVI.  Jhdt. 

64.  Modell  einer  Geige  in  Veniis  Martin.  XVIII.  Jhdt. 

65,  66.  Modelle  von  Mandolinen.  XVIII.  Jhdt. 

67.  Modell  einer  ßnitarre  ans  Schildkrot  und  Elfenbein. 
XVIII.  Jhdt. 

68.  Reibeisen  in  einem  Gehäuse  von  der  Form  einer 
Guitarre,  aus  rothgefarbtem  Elfenbein.  XVIII.  Jhdt. 

69.  Fächerhalter  in  Form  einer  Lvra-Guitarre.  XVIII. 
Jhdt. 

70.  Sesehesch  (Sistrum)  aus  Holz,  gefunden  in  einem 
altegyptischen  Sarge  l)ei  einer  weiblichen  Mumie. 

71.  Hochrelief    aus    Silber,    getriebene    Arbeit    aus    dem 
[Anfang  des  XVII.  Jhdt.  von  Paul  vanVianen:  „P.  V.". 

Minerva,    umgeben    von   den  Musen,   welche  auf  verschiedenen 
Instrumenten  spielen. 

II.  Musikalische  Werke. 

72.  Handschriftliche  Sammlung  von  Meuuets  aus  der 
Zeit  HaendeVs,  mit  Radierungen  verziert. 

73.  .jCatalogue  de  musique  vocale"  de  M.  le  Comte 
d'Ogny. 

74.  Handschriftliche  Sammlung  von  Arien  aus  der 
ersten  Hälfte  des  XVIII.  Jhdt.,  mit  radierten  Vignetten. 

75.  Handschriftliche  Sammlung  von  Arien  aus  der 
ersten  Hälfte  des  XVIII.  Jhdt.,     mit  verzierten  Initialen. 

76.  Gesänge  mit  Ciavierbegleitung  von  Christian  An- 
Tdreas  Krause    aus  Kursachsen;    mit    einer  Widmung  an 

die  Konigin  Maria  Antoinette. 

77.  Auswahl  von  bekannten  Liedern  für  Harfe  mit  Be- 
gleitung, arrangiert  von  Fran<;ois  Petrini.  Aus  dem  Be- 
sitze der  Prinzessin  von  Lamballe.  Ende  des  XVIII.  Jhdt. 


186  Baum  XIII.  Sammlung  Baron  Nathaniel  von  Kothscbild. 

78.  •,Ballet  du  teinple  de  la  paix",  danse  devant 
Sa  Majeste  ä  Fontainebleau,  1685:  par  Monsieur  de 
Lully.  Mit  Stichen  verzierte  Abschrift. 

79.  „Musica  theorica*^  vonLudovicus  Folianus  Mutinensis, 
gedruckt  in  Venedig  1529. 

80.  Sammlung  von  populären  englischen  Liedern  aus 
der  Zeit  Haendel's. 

81.  „Les  galanteries  amüsantes."  Sonates  ä  deux 
musettes,  vielle,  flute  traversi^re  et  violon,  dedit*e  h 
Monsieur  le  Duc  d'Aumont  par  Mr.  Chedeville  le  cadet, 
haut-bois  de  la  chambre  du  Rov. 

82.  „Nobilta  di  Dame"  von  Sr.  Fabritio  Caroso  da  Ser- 
moiieta.  Mit  Stichen  und  Tanzmusik  in  Tabulaturen.  Ge- 
druckt in  Venedig  1600. 

83.  Handschriftliche  Sammlung  von  franzosischen 
i^iedern,  Kopfe  und  Fiiruren  in  Federzeichnungen  auf 
Pgmt.  XVII.  Jhdt. 

84.  „Romances  mises  en  niusiquo^  par  S.  M.  la  Reine 
Ilortense. 

85.  „Douze  romances  mises  en  musique"  et  dediees  au 
Prince  Eugene  par  sa  soeur,  la  Reine  Hort<3nse. 

86.  Text  zur  Gluck'scheu  Oper    „Echo  und  Narciss". 

87.  Sammlung  von  franzosischen  Liedern  mit  Stichen, 
in  Taschenformat.  XVIII.  Jhdt. 

IM.  Bilder,  Kupferstiche,  Photographien  etc. 

88.  Musikalische  Instrumente  von  Sebastiano  Lazzari: 
„Sebastiano  Lazzari,  i)ittor'^,  Venezia  1757'*. 

89.  Musikalische  Instriimente  von  demselben  Meister. 


90.  Alb  recht  Dürer  „Der  Dudelsackbläser". 

91.  Ch.  Coypel  „Daphnis".  L.  Surrugue  sculps. 


Baum  XIII.  Saromlung  Baron  Xathaniel  von  Rothschild.  187 

92.  De  la  Hyre.   „I^e  clianue    de    la   rausiqiie^'.    Chevillet 
seulps. 

93.  Ch.  Coypel.  Mann  im  Schäfercostum,  auf  einer  Bauem- 
leier  spielend.  F.  Botet  seulps. 

94.  Derselbe.  Dame,  Guitarre  spielend.  F.  Botet  seulps. 

95.  Detroy.    „L'aimable    aecord".  Elis.  Cath.    lo  Tournay 
seulps. 

96.  „The  prospect  before  us",  Ballet-Scene  im  Pantheon- 
Theater  in  London  1791. 

97.  Rowlandson.   „A  French  family". 

98.  Derselbe.  „An  Italian  family*^. 

99.  Derselbe.  „Vaux  Hall". 

100.  Van    Dyck.     „Fran^ois    Langlois    dit    de    Chartres**. 
.1.  Pesne  seulps. 


101.  Johann  Strauss. 

102.  Manuscript:  Skizze  des  „Adelen -Walzer'* 

103.  Ch.  Gounod. 

104.  A.  Boito. 

105.  J.  Massenet. 

106.  Leo  Delibes. 

107.  Camille  Saint-Saens. 

108.  G.  Verdi. 

109.  P.  Maseagni. 

110.  George  Bizet. 

111.  Albert  Franehetti. 


188  Raum  XIV.  Volkslied. 

112.  P.  Barbiers,  1774.    „De  Kerker".    C.  Bouwer  sculps. 
1794. 

113.  Derselbe.  „De  oaderwetsehe  Burgerkamer".  C.  Buuwer 
sculps. 

114.  J.  G.  Waldorp,  1785.    „Het  Gothisch   Palels*^.    J.  de 
Wit  &  F.  H.  Jüuxis  sculps. 

115.  J.  V.  Drecht,  1775.    „De    moderne   Zaal."   C.  Brouwer 
sculps. 

116.  Futteral  zu  einer  Guitarre  aus  Holz,  mit  eingelegten 
farbigen  Ornamenten.  Französische  Arbeit.    XVIII.  Jhdt. 

117.  Futteral  zu  einer  Violine    aus  Leder,  mit  Messing- 
nägeln beschlagen.  XVIII.  Jhdt. 


Raum  XIV. 

Pult  I  und  II:  Das  moderne  Volkslied. 

In  dieser  Abtheilong  befinden  sich  nar  einige  wenige  markante 
Volksliedersammlnngen  mit  besonderer  Rücksicht  auf  die  Nationali- 
täten in  Oesterreich. 

1.  Weltliche    und    geistliehe    volksthumliche    Lieder. 
Handschr.  Sammlung  aus  dem  Ende  des  XVII.  Jhdt. 

K.  l\  Hof  bibliothek. 

2.  Üesterreichische  Volkslieder.  Handschr.  Sammlung 
aus  dem  Anfang  des  XIX.  Jhdt.  Dieselbe. 

3.  Deutsche  Volkslieder.    Gesammelt  von   Ludwig  Erk 
(1807—1883).  Ein  Band  seiner  Sammlung. 

Kgl.  Hochschule  für  Musik,  Berlin. 

4.  Geistliche  Volkslieder.    Gesammelt    in  der   Diöeese 
St.  Polten  von  Jos.  Gabler.  Regensburg  1890. 

Pfarrer  Gabler,  Waidhof en. 

5.  Volkslieder  aus   Steiermark.    Gesammelt    und    be- 
arbeitet von  P.  K.  Rosegger  imd  R.  Ileuberger.  Pest  1872 

Joannetim,  Graz. 


Raum  XIV.  Volkslied.  189 

6.  Volkslieder  aus  Steiermark.    Gesammelt  von  J.  6. 

Schmi^lzer.  Joanneum,  Graz. 

7,  8.  Ileiderich  &  Peterstamm.    25    steirisehe    Volks- 
lieder. Gesammelt  von  V.  Zack. 

A'.  Je,   ümversität^hibliothek  Graz. 

9.  Oesterreichische  Volksweisen.    Gesammelt  von  A. 
R.  V.  Spann.  1882.  A'.  k.  HoßibUothek. 

10,  11.  Böhmische  Volkslieder.  Sbirka  ceskych  närod- 
nich  pisni.  Prag  1845. 

Prämon^tratenserstifl  Strahotc,  Prag, 
K.  k.  Hof  bibliothek. 

12.  Mährische    Volkslieder.    Moravske    närodni    pisnfe 
Heransgeg.  von  Fr.  Susil.  Brunn  1860. 

Prof.  Koller,  Kretnsier. 

13.  Södslavische  Volkslieder.    JuXnoslavljanske    puike 
päsme.  Heransgeg.  von  Katineli,  Wien. 

K.  k.  Hofbiblioihek. 

14.  Südslavische  Volkslieder.  Juznoslovjenske  narodne 
popievke.  Heransgeg.  von  J.  Knhac.  Agram  1880. 

Herr  Arnold,  Agram. 

16.  Knhac,  J.  Einleitung  zur  Sammlung  südslavischer  Volks- 
lieder. Agram  1872.  Derselbe. 

16.  KuhaC,  J.  Opis i  poviest  narodnih  glasbala  jugoslovjena. 

Agram  1877.  Derselbe. 

17.  Volkslieder  der  Wenden  in  der  Ober-  und  Nieder- 
lansitz.  Gesammelt  von  Haupt  &  Schmaler.  Grimma  1841. 

A:  k.  Hoßibliothek. 

18.  Russische    Volkslieder.    Sobranje   narodnjih    niskih 
pjesen  s  jih   golosami  etc.  Gesammelt  von  J.  Pratsch. 

1790.  Fürst  Salm,  Blansko. 

19.  Polnische  Volkslieder.  Öpiewy  historjczne,  przydane 
krotki  zbior  historyi  polskie  o.  J. 

Cmxservatorium  Lemberg. 


190  Baum  XIV.  Volksliea. 

Ladinische  Lieder 

20.  Collecziuu  de  Cauzaus  per  Chor  viril.    Coria  1885. 

Herr  Cavieeel  von  RotJ^enbrunneti^  Chur. 

21.  15  Chansans  ladiuas  per  coros  virus.  1889. 

Derselbe. 

22.  Barbian.  Vaschs  della  patria.  Frauenfeld  1886. 

Derselbe. 

23.  Irisches  Volkslied.  Euth.  in  Parodies  on  ])üpnlar 
songs;  the  music  composed  and  arranged  by  Sir.  Jo. 
Stevenson.  London  1826.        E,  HirscMer  iSt  Cie.,  Wien, 

24.  Französische  Lieder.  Lamusement  des  dames,  ou 
recueil  d'airs  choisies,  menuets,  contredanses. .  .  lesqiiels 
se  jouent  pur  la  flute,  violon,  musette  et  basse. 

K.  k,  Universitätsbibliothek  Wien. 

25.  a)  b).  Ungarische  Volkslieder.  Gesammelt  von 
Gabriel  Matray.  Ofen  1852.  K  k.  Hoßibliothek. 

26.  a)  b).  Rouget  de  Flsle,  Claude  Joseph  (1760—1836, 
der  Compouist  der  Marseillaise).  Denkmünze,  Gypsabguss, 
Revers  und  Avers. 

Kunsthistorische  Sammlungen  des  Ah.  Kaiserhauses. 

Bilder. 

27.  Die  Loreley.  Autogr.  von  Friedrich  Silcher  (1789  bis 

1860).  Dr.  Sucher,  Stuttgart. 

28.  Silcher,  Dr.  Friedrich,  Brustbild.  Gypsmedaillon, 
bronziert.  Derselbe. 

29.  Fest  der  Madonna  del  Arco  in  Neapel  (Gesang  und 
Tanz  zu  Tambourin,  Mandoline,  Castagnetten  und  einem 
Klapperiustnimente).  Kupferst.  von  L.  Prevost  nach 
Leopold    Robert    (1794—1835),     Louvre,   Paris.    Quer- 

Imp.-Fol.  K.  h  Hof  bibliothek. 

30.  Die  Schnitter  in  den  Pontinischen  Sümpfen  (Tanz 
zum  Dudelsack).  Kupferst.  von  L.  Prevost  nach  dem- 
sell>en,  Louvre,  Paris.  Quer— Imp. Fol.  Dieselbe. 


Kaum  XIV.  Volkslied.  191 

31.  Die  Hüziileuhochzeit  vor  Seiner  Majestilt  dem 
Kaiser  (Musik:  Trompeten  von  Bast).  Heliogr.  nach 
Th.  Rybkowski.  Quer-Fol. 

Gesellschaft  für  vercielfältigende  Kunst,  Wien. 

32.  Tanzende  hannakische  Braut  (Tanz  zu  Hackbrett, 
Viola    und    Bass).    Kupferst.   von    J.    Freundt,    Olmütz 

(ca.   1780).  Quer-Fol.  Prof  Oswald  Koller,  Kreihsier. 

33.  Villa  d'Este  in  Tivoli  mit  tanzenden  Landleuten 
(Tanz  zu  Mandoline  und  Tambourin).  Kupferst.  von 
Carl  Frommel  (1789—1863).  Quer-Roy-Fol.' 

K.  k.  HofbihlUthek, 

34.  Bauerntanz  (zum  Dudelsack).  Photogr.  Ad.  Braun 
&  Cie.  imch  David  Teniers  dem  Jungeren  (1610 — 1690), 
Prado,  Madrid.  Groü-Quer-Fol.  Dieselbe. 

35.  Das  Fest  im  Dorfe  (Tanz  zur  Geige).  Photogr.  Ad. 
Braun  &  Cie.  nach  demselben,  Ermitage,  St.  Petersburg. 
GrolS-Quer-Fol.  Dieselbe. 

36.  The  rural  Italians  Ball.  (Tanz  zu  Schalmei  und 
Tambourin).  Kupferst.  von  F.  Vivares  und  Fr.  Bartolozzi 
nach  Francesco  Zuccarelli  (1702  oder  1710—1788). 
KoY.-Fol.  Dieselbe. 

37.  Orientalischer  Schleiertanz  (zu  Tambourin,  Harfe 
und  Pauke).  Oelgem.  von  Ernst  Berger  1890.  Lwd.,  h.  63, 

br.  98.|  Maier  Ernst  Berger.,  München. 

38.  Gartenconcert  im  St.  James-Park,  London  (Gesang, 
im  Orchester  Geigen,  Violoncell,  Oboen  oder  Clarinetten, 
Trompeten,  Fagott,  Pauken).  Aquatintablatt  von  F.  Juk(»s 
und  Hob.  Pollard  nach  Thomas  Rowlandson  (1756— 1827). 
Quer-Imp.-Fol. 

Fürst  Johann  von  und  zu  Liechtenstein,   Wien. 

39.  Der  Tanz  um  den  Baum.  Photogr.  Ad.  Braun  &  Cie. 
nach  Nicolas  Laueret  (16^)0—1743  oder  1747),  kgl. 
Gemäldegallerie,  Dresden.  Groß-Quer-Fol. 

K.  k,  Ilofbibliothek. 


192  Raum  XIV.  Volkslied. 

40.  Der  Tanz  im  Freien  (nach  der  Drehleier).  Photogr. 
Ad.  Braun  &  Cie.  nach  demselben,  ebendort.  Groli-Quer- 

Fol.  .    K.  l-,  Hofbihliothek. 

41.  Pit'ferari  aus  der  römischen  Campagna  (Diidelsaek. 
Schalmei).  Chromolithogr.  von  Josef  Selleny  (1824  bis 
1875).  Wien,  Keiffenstehi  &  Rösch.  Groü-Fol. 

K  k.  Akademie  der  bildenden  Künste,  llVen. 

42.  Kirmess.  (Tanzende  Bauern.  Musik:  Dudelsack  mit 
ungewöhnlich  laugen  Begleitpfeifeu.)  Photogr.  J.  Löwy 
nach  Pieter  Brueghel  (ca.  1520 — 1569),  kais.  Gemälde- 

gallerie.Wien.  Quer-Fol.     K.  k.  ünicer^itätshibUothek,  Wien. 

43.  Tanz-  und  Musik  gesell  sc  ha  ft.  (Instniment:  Gambe  ) 
Photogr.  Victor  Angerer  nach  Pieter  Codde  (1599  oder 
1600 — 1678).  Gemäldegallerie  der  k.  k.  Akademie  der 
bildenden  Künste,  Wien.  Quer-Fol. 

K.  k.  Akademie  der  bildenden  Künste,   Wien. 

44.  Die  Kinder  des  Karls  of  Gower  (Kinderreigen  zum 
Tambourin).  Schabblatt  von  J.  K.  Smith  nach  George 
Komney  (1734—1802).  Quer-Roy.-Fol. 

A".  k.  Hofbibliothek. 

45.  Neapolitanische  Fischerfamilie  (Mandolaspieler). 
Lithogr.  von  G.  Bodmer  nach  August  Riedel  (1799—1883). 
Kgl.  Pinakothek,  München.  Quer-Roy.-Fol.       Dieselbe. 

46.  Kirmess  (siehe  Nr.  42.  Instrument:  Dudelsack).  Radie- 
rung von  C.  Rauscher  nach  David  Teniers  dem  Jüngeren 
(siehe  Nr.  34  und  35).  Gro(S-Quer-Fol. 

Oeftel/schaft  für  rercielfältigende  Kunst,   Wien, 

47.  Ländliches  Fest  mit  Musik  und  Tanz  (Laute. 
Ciavier,  Querflöte).  Kupierst,  von  Nicolaus  de  Bniyn  nach 
David  Vinckebooiis  (Vinckebooms),  (1578—1629),  1601. 
Quer-Roy.-Fol.  A:  k.  Hofbibliothek. 

48.  Savoyarde  mit  dem  Leierkasten  und  dem  Murmel- 
thier.  Photogr.  Ad.  Braun  &  Cie.  nach  Antoine  Watteau 
(1684—1721),  Krmitaire.  St.  Petersburg.  Groß-Fol.| 

Dieselbe. 


Raum  XiV.  Instramente.  193 

49.  Der  Tanz  im  Schlosspark  (zur  Maudoline).  Photogr. 
Ad.  Braun  &  Cie.  nach  Nicolas  Laueret  (siehe  Nr.  39 
uud  40j.  Kgl.  Gemäldegallerie,  Dresden.  Groß-Fol. 

K,  k.  Hofbibliothek. 

Instrumente. 

50.  Portativorgel,  aus  Italien  stammend,  Mitte  des  vorigen 
Jhdt.  Drei  Registerzüge  vorhanden,  umfang  4  Octaven. 

Herr  Paul  de  Wit,  Leipzig, 

Derartige  Instrumente  wurden  vielfach  bei  Processionen  im 
katholischen  Cultus  getragen  und  dienten  zur  Begleitung  des  Ge- 
sanges. Mit  zwei  Tragstangen. 

51.  VirginaL  verbunden  mit  Regal-  und  Pfeifenwerk. 
XVII.  Jhdt.  Das  Virginal  ist  sowohl  einzeln,  wie  auch  in 
Verbindungmit  dem  Regalwerk  zu  spielen.  Den  Deckel  bilden 
die  Blasebälge.  Der  Kasten  und  die  Bälge  bemalt.    .4/*.  Hof, 

52.  Clavichord,  italienisch.  Mit  19  zweichörigen  Saiten,  die 
sich  auf  45  Tasten  vertheilen.  Verm.  XVII.  Jhdt. 

Herr  Paul  de  Wit,  Leipzig, 

53.  Spinett,  verm.  aus  der  Mitte  des  XVII.  Jhdt.  Der  An- 
schlag der  Saiten  geschieht  mittelst  Lederstückchen. 

Derselbe. 

54.  Maultrommeln,  verf.  von  Carl  Eulenstein.  Anfang  des 
XiX.  Jhdt. 

Frau  Fanny  Heinz  Edle  von  Boddenfels,  Wien, 

Das  Instrument  (eigentlich  mehr  Spielzeug)  nennt  man  auch  Juden- 
harfe und  beim  Anblasen  wird  das  breite  Ende  desselben  in  den  Mund 
genommen.  Die  Sammlung  ist  auf  einem  Gestell  in  Lyrafonn  befestigt. 

55.  Kleine  tragbare  Orgel,  verm.  XV.  Jhdt.  Pfeifen  und 

Gebläse  fehlen.  Stadtmuseum  Begensburg. 

56.  Vogelorgel,    (Drehorgel)  mit  10  Pfeifen.  XVIII.  Jhdt. 

Museum  CaroUno-Augusteum,  Salzburg, 

57.  Octavspinett,  verm.  aus  dem  Anfange  des  XVII.  Jhdt. 
In  Form  eines  Trapezes,    mit  Malereien  auf  Goldgnind. 

Herr  Paul  de  Wit,  Leipzig. 

Octavspinett  heisst  es  deshalb,  weil  es  um  eine  Octave  höher 
steht  als  die  großen  Spinette.  Der  Anschlag  der  Saiten  geschieht 
mittelst  Federkielchen. 

I  13 


194  Kaum  XIV.  Instrumente. 

58.  Hammerclaviercheu  in  Spiuettfonn.  Verm.  Ende  des 
vorigen  Jhdt.  und  schweizerischen  Ursprungs. 

Herr  Faul  de  Wit  Leipzig. 

59.  Tischharfe  mit  liegendem  Resonanzkörper.  XIX.  Jhdt. 

28  Metallsaiten.  Derselbe. 

60.  Hammerclavierchen  in  Form  eines  Nähkästchens  von 
Johann  Schiele  in  Wien.  Ende  des  vorigen  oder  Anfang 
dieses  Jhdt.  Derselbe. 

61.  Flöten  werk  im  Empirestil  mit  Bronzebeschlägeu  und 
zwei  thurmartigen  Aufsätzen.  Drei  Originalwalzen. 

Derselbe. 

62.  Flöteuschrank,  in  Verbindung  mit  Olavier  und  Orgel, 
aus  dem  Endo  des  vorigen  Jhdt.  Der  Kasten  reich 
verziert.  Das  Flötenwerk  spielt  ganz  unabhängig  vom 
Ciavier  und  von  der  Orgel  mittelst  Gewichtes;  das 
Ciavier,  welches  deutsche  Mechanik  hat,  ist  sowohl 
allein,  wie  auch  in  Verbindung  mit  der  Orgel  spielbar. 

Herr  Gustav  BraunmüUer,  Wien. 

Dieser  Musikschrank  soll  im    Besitze    des    Kaisers   Napoleon  I. 
gewesen  sein. 

63.  Spielwerk  mit  Uhr,  das  Ganze  in  Form  eines  Rococo- 
schränkchens  aus  der  ersten  Hälfte  des  vorigen  Jhdt. 
Mit  Stahlsaiten  und  Metallplatten,  die  durch  Stiftwalze 
zum  Klingen  gebracht  werden. 

Herr  Paul  de  Wit.  Leipzig. 

64.  C  e  ra  b  a  1  o.  Auf  vergoldetem  Holzgestell.  Der  Resonanzboden 
bemalt.  Zweisaitig,  die  Saiten  werden  mittelst  Lederstück- 
chen angerissen.  Mit  Rosette,  darstellend  einen  Engel  in 
kniender  Stellung,  welcher  die  Harfe  spielt,  zu  beiden 
Seiten  die  Initialen  y^A.  JK."  (Andreas  Ruckers  in  Ant- 
werpen?) darüber  1633.  Derselbe. 

65.  Kleine  Hakenharfe  (Tannhäuser-Harfe).  XVH.  Jhdt. 
26  Saiten  und  7  Haken.  Derselbe. 

66.  Cembalo  in  Rocoeo  auf  fünffüßigem  Gestell.  Reich 
verziert    und    bemalt,    auch    die    vordere    und    hintere 


Raum  XIV.  Instrumente.  19b 

Seite.  Zweisaitig,  der  Anschlag   mittelst    Fedcrkielcheu. 
Verm.  aus  der  Mitte  des  XVIII.  Jhdt. 

Hfrr  Paul  du  Wit,  Leipzig. 

67.  Flügel  mit  Hammenuechauik ,  bez.  ^^Christian 
Gottlob.  Hubert,  Hochfürstlich  Anspachischer 
Hof-Instrumentenbaucr  fecit  1785".  Mit  Arabesken. 
Den  Deckel  kann  man  sowohl  von  vorne  als  von  hinten 
heraufklappen,  um  den  Ton  besser  zur  Geltung  kommen 
zu  lassen.  Primitive  Hammermechanik.  Derselbe. 

68.  Hammerciavier  in  Trapezform.  Der  äußere  Kasten 
aus  Eichenholz,  am  Vorderbrett  befinden  sich  vergoldete 
Rococoschnitzereien.  Das  Instrument  hat  deutsche  Me- 
chanik, verm.  aus  der  zweiten  Hälfte  des  vorigen  Jhdt. 

Derselbe. 

Zithern-Collection  an  der  Wand. 

69.  Reisezither,  5  Spiel-  und  27  Begleitsaiten. 

Herr  Karl  Kirchner,  Wien. 

70.  Streichzither  aus  der  Mitte  unseres  Jhdt.,   viersaitig. 

Herr  Hans  liuderer,  Wien. 

71.  Concurrenzzither,  5  Spiel-  und  29  Begleitsaiten. 

Herr  Karl  Kirchner,  Wieti. 

72.  Zither  mit  Metallrahmen.  5  Spiel-  und  31  Begleit- 
saiten. Gehrüder  Gunzelmann,  Nürnberg. 

73.  Streichzither.  Gehrüder  Kirchner,  Wien. 

74.  Strahlenzither  (große),  5  Spiel-  und  oO  Begleit- 
saiten. Herr  Otto  Mayer,  Wien. 

75.  Zither    in  Lyraform.     3    Spiel-    und    8    Begleitsaiten 

(Darm).  Herr  Fram  Fritsch,  Wien. 

76.  Zither   (Vereins-)    mit    5  Spiel-  und  27  Begleitsäiten. 

Gib  rüder  Kirchner,  Wieti. 

77.  Pedalzither  mit  2  F-lOcheru.  5  Spiel-  und  32  Begleit- 
saiten. Herr  Wilcek,  Wien. 

13* 


196  ßaum  XIV.  Instramente. 

78.  Zither  (alte),    mit   3  Spiel-  und  10  Begleitsaiten  aus 

Dann.  Herr  Karl  Fromm,  Wim. 

79.  Kien  dl  Zither  (alte),  mit  5  Spiel-  und  18  Begleit- 
saiten.   Die  Spielsaiten  liegen  rechts,  die  Begleitsaiten 

links.  Herr  Ignnz  Bucher,  Wien. 

80.  Cordophon  von  Schlittenbauer,  München.' 

Herr  Kalhfuss,  München. 

81.  Zither  (Bass-),  mit  5  Spiel-  und  29  Begleitsaiten. 

Herr  Karl  Fromm,  Wien. 

82.  Zither  (alte),  aus  dem  bayerischen  Kloster  Ettal. 
3  Spiel-  und  7  Begleitsaiten  aus  Darm. 

Herr  Flacidtis  Lang,  Augsburg, 

83.  Zither  (Doppel-),  bestehend  aus  einer  Discant-  und 
einer  Elegiezither.    Mit  je  3  Spiel-  und  8  Begleitsaiten 

aus  Metall.  Herr  Hermann  Lindner,  Wien. 

84.  Piccolozither  mit  5  Spiel-  und  29  Begleitsaiten. 

Herr  Wil^ek,  Wien. 

85.  Zither  (alte  siebenbürgische)  mit  aufgeklebten  Figuren 
auf  der  Decke  und  2  vergoläeten  Rosetten,  2  doppelte 
Spiel-    und    10   Begleitsaiten,    sämmtlich    aus    Metall. 

XVIII.  Jhdt.  Herr  Franz  Zelenka,  Kronstadt 

86.  Zither  (alte),  mit  3  Spiel-  und  17  Begleitsaiten. 

Herr  Kiendl,  Wien. 

87.  Zither  (alte),  mit  3  Spiel-  und  14  Begleitsaiten  aus 
Darm. 

Frau  Theresc  Meidlinger,  Leopoldsdorf  am  Marchfeld, 

88.  Zither  (Eureka-),  in  Harfenform.  Mit  5  Spiel-  und 
37  Begleitsaiten.  Verfertiger  Kiendl,  Wien. 

Herr  Fritsch,  Meidling  (Wien). 

89.  Zither  in  Guitarrenform  mit  6  Spiel-  und  16  Begleit- 
saiten. Herr  Ed.  Lang,  Ca^sel. 

90.  Halb-Elegiezither  mit  5  Spiel-  und  29  Begleitsaiten. 

Gebr.  Kirchner,  Wien. 


Raam  XIV.  Instrumente.  197 

91.  Zither  (Maschinen-),  mit  5  Spiel-  und  29  Begleitsaiten, 

von   Kirchner,  Wien.  Erster  Wiener  Zitherclub. 

92.  Zither  (alte),    mit   4  Spiel-   und  12  Begleitsaiten  aus 

Darm.  Herr  Franz  Schmied.   Wien. 

93.  Concertzither  mit  Maschine,  7  Spiel- und  36  Begleit- 
saiten,   lieber  dem  Stimmstock  eine  kunstvoll  gravierte 

Metallplatte.  Herr  Placidus  Lang,  Augsburg. 

94.  Accordzither.  Herr  Müller,  Greiz. 

95.  Volkszither  (verbesserte). 

Herr  H  Lindemann,  KlingefithaL 

96.  Metronom  (altes)  mit  Gewicht. 

Herr  Paul  de  Wit,  Leipzig. 

In  separatem  Glasschränkchen. 

97.  Zwei  Geigen  von  Jacobus  Staiuer,  beide  von  wunder- 
barer Erhaltung.  Die  eine  trägt  die  Inschrift:  Jacobus 
Stainer  Absom  prope  Oenipontum  fecit  Cremona  A.  1645. 
Die  andere  Geige  ist  bezeichnet:  Jacobus  Stainer  Absom 

prope  Oenipontum  A.   1671.  Herr  Hämmerle,    Wien. 

Glasschrank  VI. 

98.  Violoncell  von  Joannes  Christophorus   Leidolflf,    fecit 

Viennae   1746.  Graf  Harrach,   Wieyi. 

99.  Violine  mit  der  Inschrift:  Antonius  Stradiuarius  Oremo- 
nensis  Faciebat  Anno  1755. 

Prof.  Dr.  Heinrich  v.  Streintz,  Graz. 

Sie  rührt  jedoch   nicht  Ton  obigem  Meister  her,    ist  vielmehr 
eine  geschickte  Imitation  von  J.  B.  Yuillaume,  Paris. 

100.  Violine  aus  versilbertem  Messing.  Mitte  des  vorigen  Jhdt. 

Museum  Carölino- August eum,  Salzburg. 

101.  Violine  (polnisch)  von  Martin  Groblicz,  Warschau  1710. 
Mit  geschnitztem  Löwenköpfcheu. 

Major-Auditor  Hajdecki,  Mostar. 


198  Raum  XIV.  Instrumente. 

102.  Doppelmandoline  von  Luigi  Amici,  Roma  (modern). 
Die  eine  hat  6   zweichörige,  die   andere  4  zweichörige 

Metallsaiten.  XIX.  Jhdt.  Herr  Paul  de  Wit,  Leipzig. 

103.  Viola   d'amore.     Alte   Wiener   Arbeit.    7    Spiel-    und 

10  Aliquot-Saiteu.   XVIII.  Jhdt.        Graf  Harrach,  Wien. 

104.  Mandoline  (italienisch).  XVIII.  Jhdt.  Mit  verkehrtem 
Bezug,  d.  h.    die    übersponnenen  Saiten   liegen    rechter 

Hand.  Städtisches  Museum,  Budweis, 

105.  Theorbe  von  Jakob  Langenwalder  in  Fiessen  1616. 
Der  Boden  aus  Jaccaranda  und  Elfenbein,  Hals  reich 
mit  Elfenbein  ausgelegt.  6  Paar  Sang-  und  7  Bassaiten. 

Museum  Francisco-Carolinum,  Linz. 

106.  Viola  von  Veith  Syller  Feiger,  Bollingen.  Anno  1678. 

Dasselbe. 

107.  Violine  von  Tier.  (Schüler  von  Geissenhof.) 

Herr  Winarski  (Firma  Brichta),  Prag. 

108.  Viola  von  Franciscus Geissenhof,  fecitViennae.  Anno  1806. 

Dr.  Albert  Blumenzweig,  OlmütJ. 

109.  Violine  von  Cristoph  Leidolff,  Wienn  17.. 

Graf  Harrach,  Wien. 

110.  Barytou  (Viola  di  Bordone).  Verfertiger  unbekannt. 
XVIII.  Jhdt.  Mit  6  Spiel-  und  9  Zupfsaiten.   Derselbe. 

111.  G uitarre  von  M.  Schuster  jun.,  Markneukirchen. (Modem.) 
Prachtvoll  gearbeitet  und  reich  mit  Perlmutter,  Fisch- 
bein und  Elfenbein  ausgelegt. 

Se.  Maj.  König  Albert  von  Sachsen. 

112.  Grabstein  (Original)  des  Jacobus  Stainer  aus  Absam. 

Derselbe  hat  nachstehenden  Wortlaut: 

Hie  ligt  begraben 
der  fürnembe  und  kunstreiche  Geigenmacher 
Jakob  Stainer  so  am  14.  Tag  Juli  1621  zu 
Absom  gebohren  u.  am  Freitag  nach  A'gidi  1683 
Yar  vor  Suüen  Aufgang,  seeliglich  starbe, 
er  war  von  weyland  Erzherzog  Ferdinand 


Raum  XIV.  Instraniento.  199 

Carl  bestellter  Hofmusici  im  Yar  1658  zuernant, 
und  von  Ihro  May:  Kayser  Leopold  II  als 
solicher  bestÄttiget.  G.  G.  d.  S. 

Weiteres  ligt  hie  begraben  die  tugenthaft  Fraw  Mar- 
gareta  Holzhamer  so  des  Jakob  Stainer  Eliche 
Haiissfraw  gewesst,  gestorben  im  Yar  1689. 

R.  I.  P. 

Pfarramt  Ahsam  hei  Hall. 

113.  Englischhorn  (gebogenes)  mit  Lederüberzug.  2  Klappen. 

XvIII.  Jhdt.  Museum  Francisco 'Carolinum,  Linz. 

114.  Zinken  (krummer)  aus  Holz  mit  Lederiiberzug.  XVII.  Jhdt. 

Dasselbe. 

115.  Blockflöte  mit  Schutzkapsel  über  der  Klappe. XVII.  Jhdt. 

Graf  Harrach,  Wien, 

116.  Fagott  mit  zwei     Klappen.  XVIL  Jhdt. 

Museum  Francisco*Carolinum,  Linz. 

in.  Fagott,    mit  zwei  Klappen.    Anfang    des  XVIII.  Jhdt. 

Dasselbe. 

118.  Chitarrone  (oder  römische  Theorbe)  von  Peter  KhöpflF, 
Laut^nmacher,  München  1637.  6  Spiel-  und  8  Begleit- 
saiteu.  Dasselbe. 

119.  Schnabelflöte,  bez.  H.  Schell.  XVIL  Jhdt. 

Dasselbe. 

120.  Schnabelflöte,  bez.   Plaikuer.  XVIL  Jhdt.    Dasselbe. 

121.  Oboe  da  Caccia  (Jagdoboe)  mit  drei  Klappen  (von 
den  beiden  kleineren  die  eine  zum  Rechts-,  die  andere 
zum  Linksblasen).  XVIII.  Jhdt.  Dasselbe. 

Das    Instmnient    kommt    vielfach    in    den    Bach'schen    Parti- 
tnren  tot. 

122.  Blockflöte  mit  Schutzkapsel  über  der  Klappe.  XVI.  bis 

XVIL  Jhdt.  Dasselbe. 

123.  Blockflöte,  bez.  H.  Schell.  XVIL  Jhdt.        Dasselbe. 

124.  Fagott  mit  einer  Klappe.  XVIL  Jhdt.  Dasselbe. 


200  Raum  XIV.  Inätrument«. 

125.  Theorbeu-Cister  mit  2  doppelchörigeu  und  2  drei- 
fachen Spiel-  nebst  8  Begleitsaiten.  XVII.  Jhdt. 

H^r  Paul  de  Wit,  Leipzig. 

126.  Fagott  mit  einer  Klappe.  XVII.  Jhdt. 

Museum  Francisco-CaroUnum,  Lim. 

127.  Blockflöte  mit  1  Klappe,  bez.:  II.  Schell.  XVII.  Jhdt. 

Dasselbe, 

128.  Blockflöte  in  D,  gez.  J.  C.  Denner.  XVIII.  Jhdt. 

Dasselbe. 
Deaner  ist  der  Erfinder  der  Clarinette. 

129.  Schnabelflöte  aus  einem  Stück.   XVII.  Jhdt. 

Dasselbe. 

130.  Schnabelflöte,  gez.  Plaikner.  XVII.  Jhdt     Dasselbe. 

131.  Archi-Laute  (oder  röm.  Theorbe)  mit  der  Jahres- 
zahl 1627.  12  Spiel-  und  4  Paar  Begleitsaiten. 

Graf  Harr  ach.  Wien. 

132.  Fagott  mit  4  Klappen.  XVIII.  Jhdt. 

Museum  Francisco-Carolinum^  Linz. 

133.  Fagott,  ganz  mit  Leder  überzogen,  2  Klappen  unter 
Kapseln.  XVII.  Jhdt.  Dasselbe. 

134.  Bass-Querflöte  mit  5  Klappen.  XVIII.  Jhdt.  Der 
untere  Theil  ist  umgebogen.  Dasselbe. 

135.  Zinken  (knimmer)  aus  Holz.  XVII.  Jhdt.       Dasselbe. 

136.  Krummhorn  (Alt-)  mit  1  Klappe  unter  Kapsel.  Das 
Röhrchen  wird  durch  eine  (hier  fehlende)  Kapsel  an- 
geblasen. Dasselbe. 

137.  Guitarre  (altitalien.),  mit  ursprünglich  5  doppelchörigeu 
Saiten.  Der  gewölbte  Boden  aus  Jaecaranda  mit  Elfen- 
beiuadern.  Hals,  Griffbrett  und  Rosette  reich  mit  Intarsia 

verziert.  XVII.  Jhdt.       Kgl.  Kunstgewerbemuseum y  Berlin. 

138.  Orphica,  von  dem  Erfinder  Clem.  Röllig.  Das  Instrument 


Raam  XIV'.  lostramente.  201 

war  als  Ersatz  für  die  Giiitarre  zu  Ständchen  bestimmt. 
Anfiang  des  XIX.  Jhdt. 

Herr  Paul  de  Wit,  Leipzig. 

139.  VioloncelK  bez.  Francesco  Ruggeri  detto  il  Per,  Cremona 

1694.  Herr  Armiv  Friedmannv,  Wien. 

140.  Violoncell,   bez.  Andreas    Quarnerius    fecit   Cremona 

Anno   1679.  Frau  Coeleatine  v.  OppoUer,  Wteyi. 

141.  Pochette  (oder  Tauzmeistergeige).  XVII.  Jhdt. 

Benedictiner Stift  St.  Marfforeth,  (Brewnow)  Prag. 

142.  Viola,  bez.  Francesco  Mantegazza.  Milano  Anno  1747. 

Prof.  Dr.  Heinrich  v.  Strciutz.  Graz. 

143.  Violine,    bez.    Antonius    &    Hieronymus    Fra.    Amati 
Cremonen.  Andreae  fil.  F.  16.  .   (unleserlich). 

Dr.  Alfred  Berger.  Wiefi. 

144.  Violine,  bez. Petrus Guarnerius  Filius  Joseph  Cremonensis 
fecit  Venotus.  Anno  1735. 

Frau  Coelestine  v.  Oppolzer,  Wieti. 

145.  Violine,    bez.  Antonius  &  Hieronymus  Fr.  Amati  Cre- 
monen. Andreae  til.  F.  1675. 

Fürst  Moritz  Lohkoicitz.  Raudnitz. 

146.  Violine,     bez.     Antonius    &    Hieronymus     Fr.    Amati 
Cremonenses  Andreae  fil.  F.  1643. 

Herr  Antoiney  Wien. 

147.  Violine,    bez.    ,,Nicolaus  Amatus  Cremonens.  Hierony. 

Fill.   ac.   Antonii   Nepos    1625."       Herr  Winarshi,  Prag. 

148.  Viola  von  Gio.  Paolo  Maggini  in  Brescia.      Derselbe. 

149.  Pochette    (Tanzmeistergeige)  von  Fran^ois  Saraillac  k 

Lyon   1679.  Rudolfinum  Laibach. 

150.  Violoncell,    bez.   „Francesco  Ruggeri  detto  il  Per    in 

Cremona   1681.-  Dr.  E.  Hönigsberg,  Wien. 

151.  Violine,    bez.    „Andreas  Guarnerius  Cremonensis  Fecit 
sub  titulo  S.  Theresiae  1690." 

Fürst  Moritz  Lobkotvitz,  Raudnitz. 


tOJ  Raum  XIV.  iDstrumciite. 

152.  Violine,  bez.  „Giovanni  Grancino  in  Contrada  Larga 
di  Milano  al  Segno  della  Corona  1657." 

Fürst  Moritz  Lohkowitz,  Baudnitz. 

153.  Violine,  bez.  „Gasparo  da  Salö,  In  Brescia  15  .  .^ 

Derselbe. 

154.  Violine,  bez.  .David  Techler,  fecit  Romae  1684." 

Derselbe. 

155.  Violine,  bez.  ^Vicenzo  Riiger  (Ruggeri)  detto  il  Per  in 

Cremona  1647."  Herr  C.  Kässmayer,  Witn. 

156.  Pochette    (Tanzmeistergeige),    bez.:     ?. Georg    Amann 

167  .  ."   Corpus  aus  Schildpatt.         Herr  Kratzer,  Wien. 

167.  Guitarre  (altitalienisch),  mit  kunstvoller  Intarsia  in 
Elfenbein  und  Ebenholz. 

Baronin  Willy  v.  Rothschild,  Frankfurt  a.  3f. 

168.  Pochette  (Tan^meistergeige),    bez.  „Joachim  Tielke  in 

Hamburg  1690".  Städtisches  Museum,  JBudweis. 

159.  Violine,  bez.  „Jacobus  Stainer  in  Absom  prope 
Oenipontum  A.  1659."  Tadellos  gehaltenes  Exemplar  mit 
Löwenköpfcheu.  Sie  soll  eine  der  wenigen  noch  vor- 
handenen Kurfurstengeigen  sein. 

Herr  A.  D.  Siegert,  üadebeul- Dresden. 

160.  Violoucell,  bez.  „Andreas  Guarnerius  alumnus  Nicolai 
Amati  fecit  Cremona  sub  titulo  Sanctae  Teresiae  1682". 

Fürst  Moritz  Lobkoicitz,  Baudnitz. 

161.  Viola,  bez.  ,,M.  Deconet  fecit  Veuetijs  Anno  1712". 

Herr  Schrolh  Triest. 

162.  Violoncell,  angeblich  von  Joseph  Guarnerius  filius 
Andreae  fecit  Cremonae  sub  titulo  Sanctae  Teresiae  1637. 

Herr  Stembergj  Budapest. 

163.  Violine,  bez.  . Francesco  Ruger,  detto  il  Per.  Cremona 
1669".  Derselbe. 

164.  Violine,  bez.  „Jacob  Stainer  prope  Oenipontum".  Jahres- 
zahl unleserlich.  Fürst  Moritz  Lobkowitz,  Baudnitz. 


Raum  XIV.  Instrumente.  203 

165 — 168.  Streichquartett  Schuh,  bestehend  aus: 

165.  Violine  von  Antonius  &  Hieronvmus  Amati  Cremonens. 
1677. 

166.  Violine,  handschr.  bez.  Jacobus  Stainer  in  Absom  prope 
Oenipontum  1674. 

167.  Viola,    bez.  Franciscus  Geissenhof  fecit  Viennae  1845. 

168.  Violoncell  von  Sebastian  Dölinger  Viennae.  Anno  1808. 

Frau  V.  Gilewska,  Wien. 

Dr.  Franz  Schuh,  Professor  äcr  chirurgischen  Klinik  in  Wien 
4804—1865,  war  Meister  der  Violine  und  benützte  mit  seinen 
ständigen  Genossen  dieses  Quarte. t  von  1835  (resp.  1845)  bis  zu 
seinem  Tode. 

169.  Violine,  bez.  „Andreas  Guarnerius  fecit  Cremone  sub 

titulo  Sanctae  Te^esiae   1655".       Herr  HämmerU,  Wien. 

170.  Violine,  bez.   ^Joseph  Guarnerius  fecit  Cremone  anno 

1704".  Derselbe. 

171.  Violoncell,  bez.  ^Andreas  Guarnerius  fecit  Cremone 
Sub  titulo  Sanctae  Teresiae  1657".  Derselbe. 

172.  Viola,  bez.  ^Gio.Paolo  Albani  fece  inBolzanol728**.  Sehr 
schönes  Instrument,  nach  Stainer's  Art  gebaut.     Derselbe. 

173.  Violoncell,  angeblich  von  Nicolaus  Amatus  Cremon. 
Hieronymi  Fil.  Antonij  Nepos  Fecit  1653.  (Scheint  in- 
dessen von  Franciscus  Ruggeri  zu  sein.) 

Fraa  Coehstine  v.  Oppolzcr,   Wien. 

174.  Eigenartiges  Streichinstrument,  mit  4  Darmsaiten 
und  3  Aliquotsaiten  von  Johann  Tielke  in  Hamburg  1035. 

Herr  Liersch^  Cottbus. 

175.  Viola  da  Gamba,  bez.  „Hanns  Khoegl  Wienn  1674". 

Mit  6  Saiten.  Museum  FranciscO'Carolinun*,  Lim. 

176.  Archiliuto,  bez.  «Magno  Tieffoprucar  a  Venetia  1607". 
Mit    19    Spiel-    npd    4   Begleitsaiten    auf   dem  Ansatz. 

Fürst  Moritz  Lobkouitz,  Ttaudnitz. 


204  Kaum  XI V.  InstnimeDte. 

177.  Nagelvioliue.  XVIII.   Jhdt.    Mit  Bogeu.    Interessantes 

Stück.   Schiffartig  gebaut.  Hofrath  v.  Stefan,  Wiefi, 

178.  Theorbe,  bez.  „Magno  Tieffoprucar  a  Venetia  1610". 
14  Spiel-  und  10  Begleitsaiten  auf  dem  zweiten  Hals. 

Se.  Majestät  König  Albert  von  Sachsen. 

179.  Laute,  bez.  „Stephanus  Pratter,  Lauteninacher  in  Prag 
1675".  Prachtvolles  Instrument  mit  Corpus  aus  Ebenholz 
und  Elfenbein,  Hals  aufs  reichste  eingelegt,  auf  dem 
Griffbrett  2  gravierte  Medaillons.  Mit  19  Spiel-  und 
2  doppelchörigen  Begleitsaiten  auf  einem  kleinen  Ansatz. 

Ah.  Hof, 

180.  Streichzither  in  Violaform  („Breitoline^  genannt).  Erf. 
von  Leop.  Breit,  Brunn,  verfertigt  von  Jakob  Kliment, 

Brunn   1855.  5  Metallsaiten.  Zitherclub.  Brunn. 

181.  Mandoline  f italienisch).    XVIII.  Jhdt.    4  Paar  Saiten. 

Graf  Harrach,  Wien. 

182.  Theorbe  von  Giorgio  Sella,  alla  Stella  in  Venetia  1626. 
14  Spiel-  und  10  Begleitsaiten  auf  dem  zweiten  Hals. 

Se.  Maj,  Känifj  Albert  von  Sachsen. 

183.  Archilaute  von  Johann  Joseph  Henschel.  Brunn  1737. 
20  Spiel-  und  2  Paar  Begleitsaiteii. 

Herr  J.  Hellich,  Podebrad. 

184.  Viola  da  Gamba  (als  Cello  eingerichtet),  von  Jacobus 
Stainer  in  Absom  prope  Oenipontum  1665. 

Bitter  V.  Kronenfds,  Baden  bei  Wien. 

185.  Violine  mit  eingebrannten  und  aufgemalten  Verzierungen 

(modernes  Erzeugniss).  Kapellmeister  Bayer,  Wien. 

186.  Guitarre,    ähnlich  wie  Nr.   185.     Mit   der  Jahreszahl 

1889.  Derselbe. 

187.  Alto,   bez.   „Hanns  Khoegl  in  Wieuu  1676".  6  Saiten. 

Museum  Francisco-Carolinum,  Lim. 

188.  Viola  d'amore,  bez.  „Joan  üdalricus  Eberll,  fecit 
Pragae  1731".  Sehr  sauber  gearbeitet. 

Herr  David  Bubin,  Prag. 


Raom  XIV.  Instrumente.  205 

189.  Bary  ton  (Viola  di  Bordone^  von  Iwan  Joseph  Stadimann. 
Wieun    1750.    Mit    6    Spiel-    und    10   Zupfsaiten.    Mit 

charakteristischem  Kopf.         Fürst  Esterhdzy,  Eisenstadt 

190.  Viola  d'amore.  Verfertiger  unbekannt.  Mit  6  Spiel-  und 
6  Aliquot-Saiten.  XVIII.  Jhdt. 

Museum  Francisco-Caroiinum,  Line. 

191.  Viola  d'amore  von  Thomas  Andreas  Hulinsky,  fecit 
Pragae  Anno  1769.  Mit  7  Spiel-  und  7  Aliquotsaiten. 
Boden  abwechselnd  aus  Ahorn-  und  Pflaumenholzstreifeu. 
Hübsches  vergoldetes  Engelsköpfchen. 

Benedict in^r Stift  St.  Margareth,  (Bfewnotc)  Prag. 

192.  Lira  da  braccio  (Arm-Lyra)  von  Gaspard  Duiffo- 
pruggar  Bononiensis  anno  1515.  Siebensaitig.  Sehr  inter- 
essantes und  seltenes  Instrument. 

Maj.'Aud.  Hajdecki,  Mostar. 

193.  Barvton  (Viola  di  Bordone)  von  Joan  Seelos  in  Linz. 
XVII.  Jhdt.  Mit  grob  geschnitztem  Bauernkopf.  7  Spiel- 

nnd  15  Zupfsaiten.      Museum  Francisco-CaroUnum,  Linz. 

194.  Galizische  Geige  (Volksinstrument).  Mit  sehr  hoher 
Wölbung.  GriflFbrett  und  Saitenhalter  eingelegt.  Mit 
4  Spiel-  und  3  Aliquotsaiten.  Mit  Bogen. 

Graf  Lanckoronski,  Wien. 

195.  Viola  d'amore  (große)  von  Joannes  Blasius  Weigert. 
Lintz  Anno  1717.  Mit  7  Spiel-  und  14  Aliquotsaiten. 
Mit  schön  geschnitztem  Engelskopf. 

Museum  Francisco-CaroUnum,  Lim, 

196.  Viola  d'amore  von  Joann  Seelos.  Linz  1712.  Mit 
6  Spiel-  imd  6  Aliquotsaiten.  Dasselbe. 

197.  Bary  ton  (Viola  di  Bordone)  vou  Jacobus  Stainer  in 
Absom,  prope  Oenipontuni  1660.  Mit  7  Spiel-  und 
10  Zupfsaiten.  Mit  2  geschnitzten  Köpfen  nebeneinander, 
und  zwar  dem  eines  älteren  Mannes  und  daneben  dem 
eines  Jünglings.  Fürst  EsterMzy,  Eisenstadt. 

198.  Viola  d'amore  von  Jacob  Weiß  in  Saltzburg  1739.  Mit 
6  Spiel-  und  6  Aliquotsaiten.     Ferdinandeum,  Linsbruck. 


206    Raum  XIV.  Componidten  aud  fürstlichen  und  adeligen  Häusern. 

199.  Viola  d'aiuore  von  Joann  Udalricus  Eberll,  fecit  Pragao 
1740.  Mit  7  Spiel-  und  7  Aliquotsaiten.  Mit  dem  Kopf 

einer  Dame.  Br.  A.  Blumenzweig,  Olmüts. 

Pult  III,  IV  und  V:    Componisten    aus   fürstlichen    und 
adeligen  Häusern. 

200.  Friedrich  der  Grolle  (1712—1786).  Autogr.  vou 
drei  Flötensoli  eigener  Composition. 

Kgl.  Hausbibliothek,  Berlin. 

201.  Derselbe.  Solo  für  Flöte  mit  autogr.  Hinzufüguugen 
von  Friedrich  dem  Großen.  Dieselbe. 

202.  Derselbe.  Zwei  Ooucerte  u  5,  für  FJauto  Traversiero, 
Violino  I  und  11,  Violetta  und  Basso.  Ilandschr. 

Dieselbe. 

203.  Derselbe.  Zwei  thematische  Verzeichnisse  zu  300  Oon- 
certen  und  361  Soli  pour  le  nouveau  Palais^  darunter 
auch  die  Friedrich'«  des  Großen.  Handschr.     Dieselbe. 

204.  Friedrich  der  Große,  Arie  aus  der  Oleofide  von 
Hasse  ^Digli  ch'io  son  fedele",  mit  der  Art  sie  zu  singen 
und  zu  verändern,  eigenhändig  für  den  Sänger  Porporino 
aufgesetzt.  Autogr.  Nebst  anderen  Autogr.  von  der 
Prinzessin  Amalie  von  Preussen.   Kgl.  Bibliothek,  Berlin. 

205 — 207.  Prinzessin  Anna  Amalia  von  Preussen, 
Schwester  Friedrich's  des  Großen,  (1723—1787) 
Musik-Studienhefte  vom  Jahre  1737. 

Joachimsthaler  Gymnasium,  Berlin. 

208.  Quantz,  Job.  Joachim  (1697— 1773).  1.  Drei  Concerte 
ii  5,  für  Flauto  Travei'so,  due  Violini,  Violetta  e  Basso  und 
drei  Sonaten  für  Querflöte.  Haudsclir.  2.  Eingabe  an  Fried- 
rich August  von  Sachsen,  Bitte  um  Gleichsetzung  in  der 
Besoldung  mit  dem  Kammcrmusicus  Buflfardin,  da  er  die 
unter  des  Königs  Vater  genossene  polnische  Pension  von 
216  Thaler  verliere  und  nur  noch  das  Gehalt  von 
300  Thaler  behalten  habe.      Kgl.  Hausbibliothek,  Berlin. 

Lehrer  Friedrichs  des  Grossen,    zum  Vergleich  der  Handschrift 
desselben  hier  eingereiht. 


Raam  XIY.  Componisten  aus  fürstlichen  und  adeligen  Häusern.    207 

209.  Priuz  Louis  Ferdinand  von  Preussen  (1772—1806). 
Rondo  für  Piano-Forte  op.  13.  Autogr. 

Kffl.  Bibliothek,  Berlin. 

210.  Derselbe.  Larghetto  varie  pour  le  Piano-Forte  avec 
aceompagnement  de  Violon,  Alto  et  Basso  obligö,  Autogr., 
neun  Monate  vor  seinem  Heldoutode  bei  Saalfeld  nieder- 
geschrieben. Kgl  Bibliothek,  Berlin. 

211.  Anton  Ulrich,  Herzog  von  Braunschweig  und 
Lüneburg  (1704 — 1714).  Denkmünze.  Gypsabguss. 

Kufisthistorische  Sammlungen  des  Ah.  Kaiserhauses. 

212.  Amalia,  Herzogin  zu  Sachsen  (17^—1870).  Pastell- 
porträt. Kgl.  Musikaliensammlung y  Dresden, 

213.  MariaAutouia,  Kurfurstin  zu  Sachsen  (1724 — 1780, 
mitdem  Schäfernamen  Ermelinda  Talea  PastorellaArcada). 
l\  trionfo  della  fedeltä.  Dresden  1754.  Textbuch  mit 
Porträt.  Dieselbe. 

214—216.    Dieselbe.    II    trionfo    della    fedeltä.    Handschr. 

Partitur.  Dieselbe. 

217.  Max  Josef  III.,  Kurfürst  von  Baiern  (1727—1777). 
Stabat  mater.  Haudschr.  Partitur.      K.  k.  Hofbibliothek. 

218.  Derselbe.  Sinfonia  a  due  chori.  Handschr.  Partitur. 

Kgl.  Hof'  und  Staatsbibliothek,  Manchen. 

219.  Gallenberg,  Wenzel  Robert  Graf  von  (1783—1839). 
Samson.  Ballet  de  Mr.  L.  Henry.  Handschr.  Partitur. 

K.  k,  Hof  bibliothek. 

220.  Johann  Georg  IL,  Kurfürst  von  Sachsen  (1656 
bis  1680).  Psalm  Laudate  dominum,  in  Form  einer 
Ciaconna  componiert  zur  Feier  des  Nymweger  Friedeas- 
festes  am  2.  November  1679. 

Kgl.  Musikaliensammlung,  Dresden. 

221.  Anna  Amalia,  verwitwete  Herzogin  zu  Sachsen- 
Weimar  (Mutter  Karl  Augusfs).  Erwin  und  Elmire  von 

.  Goethe.  Handschr.  Partitur.  K  k.  HofbibliotJiek. 


208    Raum  XIY.  Componistcn  ans  fürstlichen  und  adeligen  Häusern. 

222.  Dietrichsteiu,  Moriz  Graf  (1775—1864).  Notturoo. 

Haudsclir.  Fürst  Schwarzenberg,  Wien. 

223.  Schwarzenberg,  Ernst  Fürst  (Bischof  von  Raab 
1773—1821).  12  Menuette  und  Trios.  Handschr. 

Derselbe, 

224.  Lobkowitz,  Joseph  Fürst  (1772—1816).  Schluss- 
gesang aus  der  komischen  Oper  ^Fünf  sind  zwey".  1813. 

K.  k.  Hofbihliothek. 

225.  Heinrich  XXIV.,  Prinz  zu  Reuss  (geb.  1855).  Photogr. 

9  Prinz  JReuss,  Ilsetiburg. 

226.  Derselbe.  Octett.  Autogr.  Derselbe. 

227.  115.  Georg  V.,  König  von  Hannover  (1819—1878). 
Oesammtausgabe  seiner  Compositiooen. 

Herzog  von  Cumberland,  Ptming. 

228.  Eugen  Herzog  von  Württemberg  (1788—1837). 
Die  Geisterbraut.  Romantische  Oper  in  4  Aufzügen. 
Handschr.    Part,    mit    autographen    Anmerkungen    des 

Oomponisten.  Herzog  Wilhelm  von  Württemberg. 

Die  Oper  wurde  am  28.  Februar  1848  zum  erstenmal  in  Breslau 
aufgeführt. 

229.  Maxmilian,  Herzog  in  Baiern  (1808—1890).  Klänge 
aus  den  bayerischen  Hochlanden.  Handschr. 

Herr  A.  Könnemann,  Mähr.-Ostrau. 

230.  Alexander  Friedrich,  Landgraf  von  Hessen. 
Phantasiestück  für  Ciavier,  Herrn  Dr.  Johannes  Brahms 
in  Verehrung  gewidmet  Handschr. 

Landgraf  Alex.  Friedrich  von  Hessen. 

Bilder. 

231.  Ballfest  im  Haag,  December  1686,  zur  Feier  der  Ge- 
burt des  Prinzen  von  Oranien  (zahlreiches  Orchester). 
Original-Radierung  von  Daniel  Marot  (1650  oder  1655 
bis  1718),  Amsterdam,  J.  Gole.  Roy  .-Fol. 

Fürst  Johann  von  und  zu  Liechtenstein,  Wien. 


Baum  XIY.  Componisten  aus  füistlichen  und  adeligen  Häusern.    209 

232.  Markgr&fili  Carolina  Friederike,  die  Tlieorbe 
spielend.  Ganze  Figur.  Oelgem.,  Lwd.,  h.  45,  br.  33. 

Fürst  OettingefhOcttingen  und  Üettingtu-Wallerstein, 

Maihingen, 

233.  Maria-Antonia,  Kurfürstin  von  Sachsen  (s.  Nr.  213). 
Kniestuck.  Oelgem.,  Lwd.,  h.  93,  br.  75. 

KgL  PrivatmusikcUiensantmlung,  Uresden. 

234.  Ernst  Fürst  zu  Schwarzenberg  (s.  Nr.  223).  Halb- 
figur (oval).  Pastellbild.  GroU-Fol. 

Fürst  Schuarzenhtrg,  Wien. 

235.  Friedrich  Eugen  Herzog  von  Württemberg  (1788 
bis  1857).    Oelgem.  v.  Hertha  v.  Bayer.    Lwd.,   h.  68, 

br.  51.  Wilhelm  Herzog  vofi  Württemberg,  Wiefi. 

236.  Maximilian,  Herzog  in  Bayern  (s.  Nr.  229).  Brust- 
bild (oval).  Photogr.  Fol.  mit  Autogr. 

Herr  A.  Könnemann.  Mährisch-Ostrau. 

237.  König  Georg  V.  von  Hannover  (s.  Nr.  227).  Halbfigur, 
Oelgem.  von  Siegmund  L'Allemand.  LM'd.,  h.  92,  br.  41. 

Herzog  von  Cumberland,  Wieti, 

238.  Ferdinand  Graf  Palffy  (1774—1840,  Mitglied  des 
Musikvereines,  Eigenthümer  eines  lithographischen  In- 
stitutes und  des  k.  k.  priv.  Theaters  an  der  Wien,  Gründer 
des  Pensionsinstitutes  des  genannten  Theaters).  Brustbild 
(oval).  Lithogr.  von  Lauzedelly,  1818.  Fol. 

Herr  Eti.anuil  Kann,  Wieti. 

239.  Friedrich  der  Große  (1712—1786)  als  Kronprinz 
die  Querflöte  spielend.  Brustbild.  Oelgem.  von  Anton 
Raphael  Mengs  (1728—1779).  Lwd.,  h.  60,  br.  46. 

Kgl.  Universität,  Würzburg. 

240.  Louis  Ferdinand  Prinz  von  Preussen  (1772 — 1806). 
Schabblatt  von  A.  Geiger  nach  Grassy.  Fol. 

Gesellschaft  der  Musikfreunde,  Wien. 

241.  Elimar,  Herzog  von  Oldenburg.  Halbfigur.  Oelgem. 

Lwd.,  h.   78,   br.  62.  OfJ^curscasino»  Hannover. 

I  U 


810   Raum  XIV.  Compooisten  a.  füntl.  a.  adel.  Häusern.  —  Ranm  XV.  Oper. 

242.  Maria  Antonia  Ferdinanda  Gräfin  Questenberg 
(Tochter  des  Grafen  Johann  Adam,  1678—1752).  Knio- 
stück  (links  ein  Ciavier).  Knpferst.  von  Andreas  und 
Joseph  Schmutzer  nach  J.  G.  Auerbach  (1697 — 1753). 

Groß-Fol.         K.  k.  General-Intendanz  der  k.  k.  Hoftheatcr. 

243.  Friedrich  der  Große.  Kniestöck.  Oelgem.,  von  0. 
Francke,  1765.  Lwd.,  h.  138,  br.  98. 

KgL  Commandantur,  Berlin. 

244.  Flotenconcert  Friedrich's  des  Großen.  Photos^r. 
nach  Ad.  Menzel.  Quer-Imp.-Fol. 

Photographische  Gesellschaft,  Berlin. 

245.  Elise  Gräfin  Schlick  (Componistin  und  Musikfreundin, 
1790—1355).  Halbfigur.  Lithogr.  von  Zum  Sande,  1854. 

Fol.  A".  k.  Uofbibliothek. 

246.  Reisekoffer  der  Prinzessin  Amalie  von  Preussen 
mit  Notenschreibgeräthen  (s.  Nr.  204). 

Kfjh  JoachimsthaVsches  Gymnasium,  Berlin. 


Raum  XV.  Die  Oper  in  München,  Wien,  Dresden, 

Hamburg  und  Salzburg  während  des  XYII.  und 

eines  Theiles  des  XVIII.  Jahrhunderts. 

Pult  I.— IV:  München  Hofoper. 
Pult  I. 

1.  Sammelband  von  meist  gedruckten  und  mit  zahlnnehen 
Abbildungen  versehenen  Beschreibungen  von  TurnienMi 
und  anderen  Festlichkeiten  am  bayerischen  Hofe  des 
XVII.  Jhdt.,  darunter:  Ninfa  ritrosa,  d.  i.  Ein  Pastoral- 
od.  Poetisch  Hirten-Gedicht.  12.  Febr.  1654.  München. 
Erste  in  München  aufgeführte  Oper. 

KgL  Hof'  und  Staatsbibliothek,  München, 

2.  Bissari,  Pietro  Paolo.  Fedra  incoronata,  Drama  regio 
nnisicale  .  .  .  München  1662,  gedr.  Üperntext  nebst  zahl- 
reichen Kupfern,  einzelne  Scenen    der    l^per  darstellend. 

Dieselbe. 


Raum  XV.  Oper  in  München.  211 

3.  Derselbe.  Antiopa giustifieata,  Drama  guerriero,  Muueheii 
1662.  Gedr.  Operntext  mit  zahlreichen  Kupfern. 

Kgl.  Hof'  und  Staatsbibliothek,  München. 

4.  Sammelband  von  Operutextdrucken,  enth.  außer 
den  beiden  vorangehenden  noch:  Bissari,  Medea  vendi- 
cata,  Drama  di  foco.  München  1662,  ebenfalls  mit 
zahlreichen  Kupfeni.  Dieselbe. 

5—12.  Siehe  Bilder. 

13.  Churfurstlich  Bayrisches  Frewden-Fest  d.  i. 
Aigentliche  FQrbildung  in  .schönen    Kupfferstucken  der 

Comedi,  genannt  die  nngecrönte  Fedra München 

1662.  Sammlung  von  Scenendarstellungen,  zumeist  ent- 
nommen aus  der  Antiopa  giustifieata  (vergl.  Nr.  3)  und 
nicht,  wie  der  Titel  besagt,  der  Fedra  incorouata  (vergl. 
Nr.  2).  Dieselbe. 

13  a.  Aehnliche  Kupferstichsammlung  ohne  Titel,  mit 
Bildern  zumeist  aus  den  .Bissari'schen  Opern.  Dieselbe. 

14,  15.  Siehe  Bilder. 

16.  Document  unterzeichnet:  Johan  Caspar  Kerll  (Oapell- 
meister  am  Munchener  Hofe).  Ersuchen  an  den  Kurfürsten 
um    den    bei    den  Capellmeistern   bisher  gebräuchlichen 

Raths-Titel.  Kgl.  Kreisarchic,  München. 

17.  (Alcaini,  Giorgio  Gacope).  L'Oronte,  Drama  musicale, 
München  1657.  Operntextdruck. 

Kgl.  Hof-  tmd  Staatsbibliothek,  München. 

18.  Bissari,  Pietro  Paolo.  L'Flrinto,  Drama  regio  musicale, 
München  1661.  Operntextdruck  mit  zahlreichen  Kupfern. 

Dieselbe. 

19.  Le  pretensioni  del  sole,  Introduttione  musicale, 
München,  6.  Nov.  1667,  nebst  Programmen  zu  dieser 
Geburtstagsfeier.  Dieselbe. 

20.  Todteu-Büechlein  (Todtenregister)  vom  Jahre  1600 
bis  1798  für  die  Augustinerkirche  in  München,  darin  fol.  20 
zum  Jahre  1693:  Begralni issangaben  über  den  Capellmstr. 

Joh.   Casp.   Kerll.  Dieselbe. 

14* 


212  Raum  XV.  Oper  in  München. 

21.  Siehe  Bilder. 

22.  Ducument,  uiiterzeicbii,  Dachau,  30.  6. 1674,  Ferdiuandt 
Maria,  Churförst.  Anzeige  des  neiiaugestellteu  Capell- 
meisters  Hercule  Beraabei  bei  den  Mitgliedern  der  Capelle. 

K(jl.  Kreisarchic,  München. 

Pult  II  (Fortsetzung  von  Pult  I). 

23.  Terzago,  Ventura.  II  litigio  del  cielü  e  della  terra. 
Textbucli.  München  1680. 

Kgl.'Hof'  und  Siaatshihliothek,  München. 

Frstoper  zur  Vermählung  der  bayerischen  Prin2e8^in  Marianne 
Christine  mit  dem  Dauphin  von  Frankreich.  Musik  von  Ercole 
Bernabei  (s.  Nr.  21). 

24.  Derselbe.  Erote  ed  Anterote.  Textbuch.  München  1686. 

Dieselbe. 

F^'Stoper  zur  Vermählung  des  Kurfürsten  Max  £manuel  von 
Bayern  mit  der  Erzherzogin  Maria  Antonia  von  Oesterreich.  Das 
Textbuch  enthält  auch  die  Wappen  derjenigen  Cavaliere,  welche 
sich  an  der  in  der  Oper  vorkommenden  „Squadriglia^  betheiligten. 
Musik  von  Bernabei  (s.  Nr.  21  und  23). 

25.  Siehe  Bilder. 

26.  Steffani,  Agostino  (s.  Nr.  25).  Bittgesuch  um  Gehalts- 
erhöhung. Autogr.  0.  D.  (Erledigt  7.  Juli  1674.) 

Kgl.  Kreisarchiv,  München. 

27.  Terzago,  V(*ntura.  Marco  Aurelio.  Textbuch.  München. 

Kgl.  Hof'  und  Staatsbibliothek,  München. 
Cuiiievalsoper  1681.  Musik  von  Steifani. 

28.  Derselbe.  Audacia  e  rispetto.  Textbuch.  München  1685. 

Dieselbe. 
Tomeo  (Carroussel)  zum  Garne val  1685.  Musik  von  Steffani. 

29.  Derselbe.  Servio  Tullio.  Textbuch.  München  1685.  Mit 

Decorationsstichen.  Dieselbe. 

Festoppr  zur  Vennählung  des  Kurfürsten  Max  Emanuel  (wie 
Nr.  24).  Musik  von  Steffani. 

30.  (Derselbe.)Solone.  Textbuch.  München  1685.  Dieselbe. 

Canievalsoper  1685.  Musik  von  Steffani. 


Raum  XV.  Oper  in  München.  213 

31.  Orlaudi,  Luigi.  Alarico  il  Baltha,  cioe  TAudace,  Ri  di 
Gothi.  Textbuch.  München  1687. 

Kgl.  Hof"  und  Staatsbibliothek,  München, 

Festoper   zum  Gebnrtstag   der  Karfurstin   Maria  Antonia  1687. 
Musik  von  Steffani. 

32.  Derselbe.  Niobe,  regina  di  Tebe.  Textbuch.  München 

1688.  Dieselbe. 

Musik  von  StefTani. 

33.  Steffani,  Agostino.    La  Lotta  d'Alcide  con  Acheloo. 
Drama  per  il  teatro  di  Hannover  Tanno  1689.  Handschr. 

Part.  Dieselbe. 

34.  Bernabei,    Giuseppe  Antonio  (Sohn  von  Ercole  B. 
1659 — 1732).  Autogr.  Brief  an  den  Kurfürsten  von  Bayern 

1695.  Kgl.  Kreisarchiv,  München. 

35.  Terzago, Ventura.  Alvilda  in  Abo,  Melodrama.  Textbuch 

München   1678.    Kgl.  Hof-  und  Staatsbibliothek,  Manchen. 
Musik  von  G.  A.  Bemabei. 

36.  Derselbe.  Giulio  Cesare  ricovrato.  Textbuch,  München. 

Dieselbe. 

Festoper  zum  Geburtstage  des  Kurfürsten  ^Fax  Emanuel   1680. 
Musik  von  G.  A.  Bemabei. 

36a.  (Bemabei,    Giuseppe    Antonio).    Venere  Pronuba. 
Serenata  1688.  Handschr.  Partitur.    K  k.  HofbiUiothek. 

37.  L'Eraclio.  Drama  per  musica.  Textbuch,  München  1690. 

Kgl.  Hof-  und  Staatsbibliothek,  Manchen. 
Musik  von  Bemubei. 

38.  Gli  Oracoli  di  Pallade  e  di  Nemesi.     Introduzione 
a  torniamenti  (Caroussel).    München  1690.       Dieselbe. 

Musik  von  Torri. 

Pult  III.  (Fortsetzung.) 

39.  Torri,  Pietro  (f  um  1722).  Lhomme  endormi.  Prologue. 
Part.  Autogr.  1712. 

Kgl  Hof'  und  Staatsbibliothek,  Manchen. 


214  Raum  XV.  Oper  in  München. 

40.  Griselda.  Textbuch  zu  Nr.  41.  München  1723. 

KgL  Hof'  und  Staatsbibliothek,  München. 

41.  Torri  Pietro.  Griselda.  Part.  Autogr.  1723.  Dieselbe. 

42.  (Lalli).  Nicomede.  Textbuch  zu  Nr.  43.  München  1728. 

Dieselbe. 

Feßtoper  zur  Feier  des  Besuches  des  Kurfürsten  Franz  Ludwig, 
Erzbischofs  von  Trier.  Musik  von  Torri. 

43.  (Torri,  Pietro).  Nicomede.  Part.  Autogr.  1728. 

Dieselbe. 

44.  Derselbe.  Bittschrift  um  eine  seinem  Titel  als  kurfürst- 
licher Rath  entsprechende  Besoldung.  Autogr.  1733. 

KgL  Kreisarchic,  München. 

45.  Siehe  Bilder. 

46.  Ferrandini,  Giovanni.  Bitte  an  den  Kurfüi-steu,  „das 
ihm    zuerkannte  Tractament   in  Italien    consumiereu    zu 

dürfen".  Autogr.   1754.  Kgl   Kreisarchiv,  München. 

47.  Metastasio,  Pietro.  Cato  in  Utica.  Textbuch.  München 

1753.  Kgl.  Hof'  und  Staatsbibliothek,  München. 

Festoper   zur  Erüffnung   des  neuen    Hoftheaters  am  Namenstag 
des  Kurfürsten  Mai  Josef,    12.  Oct.  1753.  Mnsik  von  Ferrandini. 

48.  Diana   placata.    Texibuch,    München    1758. 

Dieselbe. 

Serenade    zum    Geburtstage    des    Kurfürsten    Clemens    August. 
Musik  von  Ferrandini. 

49.  Ferrandini.  Joh.  Talestri.  regina  delle  amazoni.  Hand- 
schrift. Part.  Dieselbe. 

50.  Maria  Antunia  (Kurfürstin  von  Sachsen,  geb.  Herzogin 
von  Bayern,  siehe  XIV.  Nr.  213).  Talestri,  regina  delle 
amazoni.  Leipzig,  Breitkopf  1765.  Dieselbe. 

51.  Dieselbe.  Textbuch  zu  derselben  Oper.  München  1760. 

Dieselbe. 

52.  Boccardi,  Adelaide.  Textbuch.  1730.  Dieselbe. 

Gewidmet  dem  Kurfürsten  Karl  Albert.  Musik  von  G.  F.  „Hendell". 


ßaum  XV.  Oper  in  München.  215 

53.  Siehe  Bilder. 

54.  Ordonauz  des  Kurfürsten  au  das  Hofzahlamt,  betreffend 
die  Besoldung  des  Capellmeisters  Job.  Bapt.  Porta. 
Handschr.  30.  Juni  1752.       jüy.  Kreisarchiv,  München. 

55.  (Zeno,  Apostolo)  Iphigeuia  in  Aulide.  Textbuch,  1738. 

Kgl.  Hof-  und  Staatsbibliothek,  München, 
CarneTaisoper  1738.  Musik  von  Porta.^ 

56.  Perozzo  de'  Perozzi.  Apollo  trä  le  Muse  in  Pamasso. 

Textbuch,  Mönchen  1737.  [Dieselbe, 

Festoper  zum  Geburtstage  des  Kurfürsten  Karl  Albert,  aufgeführt 
in  Nymphenburg  1737.  Musik  von  Alibrandi. 

Pult  IV.  (Fortsetzung.) 

57.  Bernasconi,  Andreas  (1712 — 1784,  Hofcapellmeister). 
Bittgesuch  um  die  seinem  Kange  als  Hofcapellmeister 
gebtihrende  Besoldung,  1755,    mit   autogr.  Unterschrift. 

Kffl.  Kreisarchiv,  München. 

58.  Metastasio,  Temistocle.  Textbuch  zu  Nr.  59,  München 

1754.  Kgl,  Hof-  und  Staatsbibliothek,  München. 

Camevalsoper  1754.  Musik  von  Bernasconi. 

59.  Bernasconi,  Andrea,  Temistocle.  Handschr.  Part. 

Dieselbe. 

60.  Siehe  Bilder. 

61.  Trajetta,  Tomaso  (1727—1779).  Siroe  (comp,  für 
München  1767).  Handschr.  Part.  Dieselbe. 

62.  Sacchini.  Antonio  (1734 — 1786).  Scipione  in  Cartagena 
(comp,  für  München  1770).  Handschr.  Part.    Dieselbe. 

63.  Giunti,  Eugen.  Scipione  in  Cartagena.  Textbuch  zu  Nr.  62. 
München  1770.  Dieselbe. 

64.  Calzabigi,  Raniero  de.  Orfeo  ed  Euridice.  Eine 
theatralische  Abhandlung.  Textbuch  zur  Gluck'scheu 
Oper.  München  1773.  Dieselbe. 

65.  Varesco,  Giambattista.  Idomeneo.  Textbuch  zur 
Mozart'schen  Oper.  München  1781.  Dieselbe. 


816  Ranm  XV.  Oper  in  München  und  Wien. 

66.  Siehe  Bilder. 

67.  Münchner  Staats-,  gelehrte  und  vermischte  Nach- 
richten vom  1.  Honmng  1781.  Enthaltend  die  Anzeige 
der  ersten  Aufführung  von  Mozart's  Idomeneo. 

Dieselbe. 

68.  Siehe  Bilder. 

69.  Seeau,  Joseph  Graf.  Gesuch  an  den  Magistrat  der 
Stadt  Augsburg,  daselbst  einige  Opern  aufführen  zu  dürfen. 

Stadt arcUio  Augsburg. 

70—75.  Siehe  Bilder. 

76.  Vogler,  Abbö  (1749—1814).  Castor  und  Pollux.  Text- 
biu-h.  München  1787. 

Kgl.  Hof'  und  Staatsbibliothek^  Manchen. 
Text  und  Mnsik  von  Abb^  Vopler. 

77.  Winter,  Peter  von  (1754 — 1825).  Das  unterbrochene 
Opferfest.  Olavierauszug.  Braunschweig,  Meyer. 

Dieselbe, 

78.  Derselbe.  Autogr.  Bittschrift  und  Entschuldigung  an 
den  Kurfürsten,  dat.  Wien,  2.  Juni  1790. 

Kgl.  Kreisarchio,  München. 

79.  Derselbe.    Jnes  de  Castro.  Ballet  heroique.  Handschr. 

Part.  Kgl.  Hof'  und  Staatsbibliothek^  München. 

80.  Siehe  Bilder. 

81.  Stuntz,  Jos.  Hartmann.  Das  Donauweibchen.  Part. 
Handschr.   1825.  Dieselbe. 

Pult  V — VII:    Musik   am    kaiserlichen  Hofe  zu  Wien  im 
XVli.  und  XVIII.  Jahrhundert. 

Pult  V. 

82.  Ferrari,  Benedetto.  L'Inganno  d'amore.  Drama  per 
musica.  1653.  Textbuch.  K.  k.  Hof  bibliothek. 

Gewidmet  Kaiser  Ferdinand  III.  In  Musik  gesetzt  vom  kais.  Hof- 
capellmeister  Antonio  Bertali.  Aufgeführt  am  Reichstasr  zu  Regens- 
burg 1653. 


Raum  XV.  Oper  in  Wien.  217 

83.  (Noris,  Mat.)  La  Zeuobia  di  Radamisto.  Draraa  per 
ransica  o.  J.  Wien,  Cosraerovius.  Mit  großen  Kupfern 
nach  Burnacini.  Textbuch.       Graf  Enocin  NoHiz,  Frag, 

Comp.  v»n  G.  A.  Boretti.  Aufgeführt  zur  Geburtstagsfeier  der 
Kaiserin  Eleonore  1662. 

84.  Bertali,  Antonio  (1605 — 1669,  kais.  Hofcapellraeister). 
Operetta  per  la  nascita  delF  imp.  Eleonora.  (1664). 
Handsehr.  Part.  k.  k.  Hof  bibliothek. 

85.  (Federici,  Domenico.)  L'Elice  per  musica.  Introd.  ad 

un  Ballo.  1666.  Textbuch.  Dieselbe. 

Comp.  V.  M.  A.  Zianl.  Aufgeführt  zum  Geburtsfest  der  Kaiserin 
Witwe  Eleonore. 

86.  Sbarra,  Francesco.  La  Coutesa  delF  Aria  e  deli' aqua. 
Festa  a  Cavallo.  Wien,  Cosmerovius  1667.  Mit  Kupfern 
von  Nie.  V.  Hoy.  Textbuch.  Dieselbe. 

Am  21.  Jänner  1^67  zur  Vermahlung  des  Kaisers  Leopold  I.  mit 
der  Infantin  Margarethe  von  Spanien  auf  dem  Burgplatz  im  Freien 
mit  grossem  Pomp  aufgeführt.  Musik  von  Ant.  Bertall,  die  Trom- 
petentanfaren  von  J.  H.  Schmelzer. 

87.  Schmelzer,  Johann  Heinrich  (1630—1680,  Hofcapell- 
meister).  Arie  per  il  balleto  di  cavallo.  Wien,  Cos- 
merovius 1667.  Dieselbe. 

Trompetenfanfaren  zu  dem  vorigen  Werke 

88.  89.  Sbarra,  Francesco.  11  pomo  d'oro.  Festa  teatrale. 
Wien,  Cosmerovius.  1668.  Mit  Stichen  von  Melchior 
Küsel  nach  Burnacini.        k.  k.  Hofbibliothek. 

K.  k.  Studienbibliothek,  Olmütz. 

Aufgeführt  zur  Hochzeitsfeier  des  Kaisers  Leopold  I.  (vgl.  Nr.  86). 
Musik  von  M.  A.  Ccsti. 

90.  Derselbe.  II  pomo  d'oro.  Textbuch  ohne  Kupfer.  Wien, 

Cosmerovius   1667.  Fürst  Georg  LobkomtZy  Prag. 

91—93.  Cesti,  Marc  Antonio  (1620—1669,  Vice-Hof- 
capellmeister).  Le  disgrazie  d'amore.  Poesia  del  Francesco 
Sbarra.  Handsehr.    Part.  Nel  carnevale  deF  anno  1667. 

K.  k.  Hof  bibliothek. 


218  Kaum  XV.  Oper  in  Wien. 

Pult  VI.  (Fortsetzung.) 

94.  Teofilo.   II  Giro  veudicatore    di  se  siesso.  Wien,    Cos- 

merovins  1668.  Fürst  Moritz  Lohkowitz,  Baudnitz. 

Zum  Geburtstage  der  Kai  serin -Witwe  Eleonore. 

95.  Minato,    Nicolo.     Ipliido   greca.    Wien,   Cosmerovins 

1670.  Textbuch.  K.  k.  Studienbibliothek,  Ohnütz. 

Musik  von  Ant.  Drighi.  Aufgeführt  zum  Geburtsfeste  der  Kaiserin 
l^Iargarethe. 

96.  Derselbe.  Leonida  in  Tegea.  Wien,  Cosmerovius.  Text- 
buch. Fürst  Moritz  Lobkowitz,  Baudnitz. 

Musik  von  Ant.  Draghi.  Aufgeführt  zum  Geburtstag  des  Kaisers 
Leopold  1670. 

97.  Derselbe.    Gratomi    di    Epicuro.    Wien,    Cosmerovius. 
Texibuch.  Derselbe. 

Musik  von  Ant.  Droghi.  Aufgeführt  zum  Geburtstag  des  Kaisers 
Leopold  1072. 

98.  Derselbe.    Gundeberga.  Wien,  Cosmerovius.   Textbuch. 

Derselbe. 

Musik  von  Ant.  Draghi.  Aufgeführt  zum  Geburtstac:  der  Kaiserin 
Margarethe  1672. 

99.  Cyrus.  Graz  1673.  Textbuch.  Graf  Kostiz,  Prag. 

Zur  Hochzeitsfeier  des  Kaisers  Leopold  mit  Claudia  Felicitas  vnn 
Tirol,  in  Graz  aufgeführt  von  den  Schülern  des  Grazer  Jesuiten- 
coUegiums. 

100,  101.  Minato,  Nicolo.  II  Katto  delle  Sabine.  Wien, 
Cosmerovius.  Textbuch.  Mit  Stichen  nach  Bumacini. 

Grnf  E rwein  Kostiz,  Prag. 

Fürst  Moritz  Lobkowitz,  Paudnitz. 

Musik  von  Ant.  Draghi.  Zum  Geburtsfeste  des  Kaisers  Leopold  L 
1674. 

102.  Schmelzer,  Joh.  Heiur.  Stärcke  der  Lieb  bey  dem 
h.  Grab.  Oratorium,  gesungen  in  der  Hofcapelle  der 
Konigin  Maria  Theresia  von  Spanien.  Handschr.  Part.  1677. 

A'.  k.  Ilofbibliothek. 


Raum  XV.  Oper  in  Wien.  Ji9 

103.  Minato  Nie.  Creso.  Wien,  Cosmerovius  1678.  Text- 
buch. Fürst  Georg  Lobkowitz,  Prag. 

Musik  von  Ant.  Dragbi.  Zum  Geburtstage  der  Kaiserin  Eleonore 
1678. 

104.  Derselbe.  La  monarchia  latina  trionfante.  Wien,  Cos- 
merovius. Textbuch.  Mit  Stichen  nach  Burnacini. 

K.  k,  Hofbibliothek. 

Musik  von  Ant.  Draghi.  „Zur  Befrohlockung  der  beglücktesten 
Geburt  Ihrer  erzh.  Durchlaucht  Josef^  (nachmals  Kaiser  Josef  I.) 
1678. 

105.  Derselbe.  Baldracca.  Wien,  Cosmerovius.  Textbuch. 

Fürst  Moritz  Lobkowitz,  Baudnitz. 
Musik  von  Ant.  Draghi.  Zum  Geburtstage  der  Kaiserin  Eleonore. 

106.  Schmelzer,  Andreas  Anton.  Arien  zu  denen  Balletten, 
welche  an  Sr.  k.  k.  May.  Leopoldi  1.  Hof  1680—1685 
gehalten  worden.  Handschr.  Part.     K.  k.  Hofbibliothek, 

107.  Minato,  Nicolo.  La  Chioma  di  Berenice.  Wien,  Cos- 
merovius. 1695.  Dieselbe. 

Musik  von  Ant.  Draghi.  Aufgeführt  zum  Feste  der  heil  Magda- 
lena 1695. 


Pult  VII.  (Fortsetzung.) 

108.  Draghi,  Antonio  (1642—1700,  kais.  Hofcapellmeister). 
Gli  amori  di  Cefalo  e  Procri.  Handschr. 

K.  k.  Hofbibliothek. 

Text    von    Pietro   Bonareili.    Aufgeführt    zum    Geburtstag    des 
Kaisers  Leopold  1668. 

109.  Minato,  Nie.  II  delicioso  ritiro  di  Lucullo.  Textbuch. 
Wien,  Cosmerovius  1698. 

Fürst  Moritz  Löbkoicitz,  Baudnitz. 

Musik  von  Draghi.    Aufgeführt   zum   Namenstag   der  Kaiserin 
Eleonore  Mag<1alena. 

110.  Derselbe.  Temistocle  in  Persia.  Textbuch.   Wien,  Cos- 
merovius. Derselbe. 

Musik  von  Draghi.  Zum  Geburtstag  des  Kaisers  Leopold  I.  1681. 


220  Raum  XV.  Oper  in  Wien. 

111.  Cupeda,  Donato.    Alceste.    Wien,  Cosmerovius   1699. 

Textbuch.  Fürst  Moritz  Lohkowitz,  Eaudnitz, 

Musik  von  Draglii.  Zur  Feier  der  Geburt  der  Erzherzogin  Marie, 
Tochter  des  röm.  Königs  Josef  I. 

112.  Ziani,  Marc  Antonio.  Chilonida.  Handschr.  Part. 

K.  k,  Hofbibliothek. 

Text  von  Minat*>.    Zum  Geburtstage  d^r  Kaiserin  Amalie  Wil- 
helmine 1709. 

113.  Minato,  Nie.  Chilonida.  Textbuch  zu  Nr.  112. 

Fürst  Lobkoioitz,  Eaudnitz, 

114.  Fux,  Johann  Josef  (1660 — 1741,  Ilofcapellmeister). 
Elisa.  Part.  Amsterdam,  Roger  1719. 

Benedict  inerst  ift  Gott  weig. 

Zum  erstenmal  aufgefülirt  am  25.  August  1719  zum  Geburtstag 
der  Kaiserin  Elizabeth  Christina. 

115—117.  Gassmann,  Florian  (1729—1774,  kais.  Hot- 
capellmeister).  II  viaggiatore  ridicolo.    Handschr.    Part. 

Fürst  Schtcarzcnberg,  Wien. 

118.  Reutter,  Georg  (1729—1772,  kais.  Hofcapellmeist^^r). 
Mitridate  re  di  Pento.  Serenada  cantata  Tanno  1734. 
La  Poesia  del  Sig.  Abbate  Pasquini.  Antogr. 

Ctstercienserstift  Heiligenkreuz. 

119.  Derselbe.  Ln  Betulia  liberata.  Azione  sacra  per  musica 
cantala  lanno  1734.  La  Poesia  del  Sig.  Abbate  Me- 
tastasio.  Autogr.  Dasselbe. 

120.  Zeno.  Apostolo.  Euristeo,  dramaper  musica.  La  musica 
e  di  Ant.  Caldara.  1724.  Wien,  Ghelen  1724.  Text- 
buch. Fürst  Moritz  Lobkowitz,  Baudnitz. 

121.  Weidner,  Andreas.  Bajazeth  und  Tamerlan.  In  einer 
sogenainiten  Musica  bernesca  vorgestellt.  Wien,  Ghelen 
1732.  Textbuch.  Stadtbibliothek  Wien. 

122.  Arsaces.  In  einer  musikalischen  Opera  aufgeführt  auf 
dem  k.  k.  Theater  in  Wien  1746.  Wien,  Ghelen.  Text- 
buch. Dieselbe. 


Baum  XY.  Oper  in  Wien,  Salzburg,  Dresden,  Hamburg.  tli 

123.  L'amore  in  musica.  Dramma  giocoso  da  rappresentarsi 
neir  teatro  privigiato  vicino  alle  corte  Tanno  1764. 
Wien,  Ghelen.  Textbuch. 

Fürst  Moritz  Lohkowitz,  JRandnitz. 

124.  II  Demetriü.  Wien,  Ghelen  1748.  Textbuch. 

Fürst  Esterhdzy,  Eiseiistadt, 

Musik  vermuthlich  von  6alu}*pi.  Aufgeführt  zum  Namenstag  der 
Kaiserin  Maria  Theresia  1748. 

125.  L'Olimpiado.  Wien,  Ghelen  1749.  Textbuch.     Derselbe, 

Musik  wahrscheinlich  von  Wagenseil.  Aufgeführt  zum  Namenstag 
der  Kaiserin  Maria  Theresia  1149. 

Pult  VIII:  Oper  in  Salzburg,  Dresden,  Hamburg. 

126.  Biber,  Heinrich  Franz  (1638—1698).  Chi  la  dura, 
la  vince.  Handschr.  Part. 

Museum  Carolhw-Augusteum,  Salzburg. 

127.  Dafne.  Drama  oder  musikalisches  Schauspiel.  Handschr. 

Textbuch.  Kgl,  Privatmusikaliensammlung,  Dresden, 

128.  129.  Paride.  Ein  Gedicht  zur  Musica.  Textbuch.  Dresden. 
Melch.  Berger  1662. 

Kgl.  Privatmusikaliensammlung,  Dnsden. 
K.  k.  Hofbibliothek, 

Musik  von  Joh.  Andr.  Bontempo.  Festoper  zur  Vennählung  der 
Prinzesj^in  Erdmuthe  Sophie  von  Sachsen  mit  dem  Markgrafen 
Christian  Ernst  von  Brandenburg. 

130.  Peranda,  Joseph  und  Bontempi,  Joh.  Andrea. 
Daphne.  In  die  Musik  versetzt  von  J.  Ch.  D.  geweseneu 
zweien  Capellmeistern.  Handschr.  Part. 

Kgl,  Privatmusikaliensammlang,  Dresden. 

131.  Pallavicini,  Carlo  (f  1688,  sächs.  Uapellraeister).  La 
Gerusalenime  liberata.  Dresden  1687.  Moderne  l^irtitur 
von  der  Hand  Moriz  Fürstenaus.  Dieselbe. 

132.  Pallavicini,  Stephano  (Sohn  Carlo  P.'s).  L'Antiope. 
Drama  per  musica.  Textbuch.  Dresden  1689.   Dieselbe. 

Die  Musik  zum  Theil  von  Carlo  Pallavicini.  zum  Theil  von 
Strunck. 


222  Raum  XV.  Oper  in  Dresden  und  Hamburg.  Instrumente. 

133.  Musen  fest,  welches  über  die  hocherwünschte  Rück- 
kunft des  .  .  .  Churfürsten  Friedrich  August  nach  hinter- 
legter  Campagne  in  Ungarn  ...  in  Dresden  ist  gefeiert 
worden.  1696.  Textbuch. 

KgL  Pricatmusikalietisammlunj,  Dresden. 

134,  135.    Ristori.  Pigmaleone  (um  1750).  Handschr.  Part. 

Dieselbe. 

136.  Schürer,  J.  G.  Cantaten.  Handschr.  Part.       Dieselbe. 

137.  Hannibal.     Textbuch.     Hamburg    1681.     (Musik    von 

Francke.)  Stadtbibliothek  Hamburg. 

138.  Don  Pedro,  oder  der  bestrafte  Eifersüchtige.  Textbuch. 
Hamburg  1679.  Dieselbe. 

139.  Bajazeth  und  Tamerlan  in  einem  Singspiel  vorge- 
stellt. Textbuch.  Hamburg  1690.  (Componiert  von  Förtsch.) 

Dieselbe. 

Instrumente. 

140.  Violoue  (großer)  füufsaitig,  das  Griffbrett  mit  losen 
Bünden,  bez.  „Michael  Ignatius  Stadimann,  Kaiserl. 
Konigl.  Lauten-  und  Geigenmacher  in  Wienn  1798". 

Ferdinandeum,  Innsbruck. 

141.  (^ntrabass,  viersaitig,  bez.  ^Jacobus  Stainer  in  Absom 
prope  Oenipontum  Anno  1677".  Mit  Bogen. 

Fürst  Moritz  Lobkowitz,  Baudnitz. 

142.  Guitarre  (alte  französische),  bez.  „Voboam  a  Paris  1697". 
Boden  und  Zargen  aus  Schildpatt,  mit  Elfenbein  ausge- 
legt. Vertieft  liegende  Rosette.  Sechssaitig,  ursprüng- 
lich zehusaitig.  Herr  Karl  Zach,  Wien. 

143.  Tafelciavier,  Henricus  van  Casteel  fecit  Bruxellis  1784. 
Umfang  5  Octaven  {F—f). 

K,  k.  Technologisches  Gewerbemuseum^  Wien. 

11:4.  Flügel,    bez.  „Johan  Schantz,    Bürgerlicher  Orgel  und 

Instniment-Macher  in  Wien".  Untertasten  von  Buchsbaum. 

5  Octaven  {F—f).  Erbaut  um  1780—90.        Dasselbe. 

Das  Instrument  ist  deshalb  bemerkenswert,  weil  die  Aus- 
schweifung des  Kastens  anstatt  im  Discant,  im  Bass  liegt.  Die 
Saitenlage  ist  dadurch  auch  eine  schräge  geworden. 


Raum  XV.  Bilder.  243 

145.  Tafelclavier    (altes    Wiener).    Verfertiger    unbekannt, 

6  Octaven  (F—f),  Herr  M.  Blum,   Wien. 

Bilder. 

5 — 12.  Deeorationen  zu  den  1662  am  Müuchener  Hofe 
aufgeführten  Opern:  Fedra  incoronata,  Antiopa  giustiti- 
cata,  Medea  vendicativa.  Kupferst.  von  Matthäus  und 
Melchior  Küsel  nach  Francesco  Santurini.  Quer-Fol. 

Kgl  Hof'  uml  Staatsbibliothek,  Mütichcn, 

14.  Kerll,  Johann  Caspar  von  (1625 — 1690,  Orgelspieler, 
Componist  und  Theoretiker,  kurfflrstl.  bayerischer  Hof- 
capellraeister).  Brustbild  (oval).  Kupferst.  von  C.  G. 
Amling.  Quart. 

K,  und  k.  Familien-Fideicommissbibliothek. 

15.  Derselbe.  Brustbild  (oval).  Tuschzeichnung.  Klein-Fol. 

Gesellschaft  der  Musikfreunde,  Wien. 

21.  Bernabei,  Hercules  von  (1620—1687,  kurfurstl. 
bayerischer  Hofcapellmeister).  Brustbild  (oval).  Lithogr. 
voll  H.  E.  V.  Wintter.  Fol. 

Kgl.  Kupferstichcabinet,  München. 

25.  Steffani,  Agostino  (1655— 1730,  kurfurstl.  bayerischer 
Hofcoraponist).  Brustbild  (oval).  Lithogr.  von  H.  E. 
V.  Wintter,  1816.  Fol.  Dasselbe. 

45.  Ferrandini,  Joh.  von  (f  1793  als  bayerischer  Musik- 
director).  Brustbild  (oval).  Lithogr.  von  H.  R.  v.  Wintter, 

1815.  Fol.  Dasselbe. 

53.  Porta,  Johann  (1690 — 1755,  kurfurstl.  bayerischer 
Hofcapellmeister).    Brustbild  (oval).    Lithogr.  von  H.  E. 

V.   W^intter,   1816.   Fol.      Sammlung  MailHnger,  München. 

66.  Raaf,  Anton  (1714—1797,  Sänger).  Brustbild  (oval). 
Kupferst.  von  6.  F.  Toucbemolin.  Fol. 

Kgl.  Kupferstichcabinet,  München. 

60.  Max  Joseph  JH.,  Kurfürst  von  Bayern  (1745  bis 
1777,  Componist  und  Förderer  der  Musik).  Brustbild, 
Pastell.  Fol.  Kgl  Gemäldegallerie,  Schleißheim. 


tu       Raum  XV.  Bilder.  —  Raum  XVI.  Musik  des  XVUl.  Jahrb. 

68.  Haus  in  München,  in  dem  Mozart  den  Idumeueü 
vollendete.  Aquarell  von  Kuhn,  1874.  Quer-Fol. 

Samuhtug  Maillinger,  Mnnchefi. 

70 — 73.  Farbige  Decorationsentwürfe  von  Giovanni 
Maria  Quaglio  (1772—1813),  Hoftheatermaler  in  München, 
zu  den  am  Münehener  Hofe  aufgeführten  Opern.  Gouache. 
4  Blatt.  Fol.  und  Quer-Fol. 

Kgl.  Kupfer 8t ichcahinet^  München. 

74  und  75.  Farbige  Decorationsentwürfe  von  Lorenzo 
Quaglio  (1730 — 1804,  Architekt),  zu  den  am  Münehener 
Hofe  aufgeführten  Opern.  Gouache.  2  Kahmen  a  6  Blatt, 

Oct.  Dasselbe. 

80.  Danzi,  Franz  (1763—1826,  kurfürstlich  bayerischer 
Orchesterdirector).  Brustbild  (oval).  Lithogr.  von  H.  E. 
Wintter,  1827.  Fol.  Dasselbe. 


Raum  XVI.  Musik  des  XVIII.  Jahrhunderts. 

Pult  I.  Instrumentalmusik. 

1.  Pisendel,  Joh.  Georg  (geb.  1687).  (Joncerto  a  Viol. 
conc.  con  2  Viol.  Viula  e  Basso.  Autogr. 

KgL  Frivat'Musikdliensaminlung,  Dresden, 

2.  Scarlatti,      Domenico     (1683—1757),     Claviercom- 
positionen,  herausgeg.  von  C.  Czeray,  Wien,  T.  Haslinger. 

A'.  k.  Hofbibliothek. 

3.  Boccherini,  Luigi  (1743—1805).  Sei  Trii  di  Cembalo 
e  Violino  obligato,  Vienne  bey  huberty  s.  a. 

Graf  Hans  Wilczeky  Wien. 

4.  Hessen,  Ernst  Ludwig,  Landgraf  von,  Partition  de 
12  Suites  et  Symphonies.  Darmstadt  1718. 

Ständische  Landesbibliothek,  Cassel 

5.  Kozeluch,    Leopold  (1754 — 1811).    Sonata    pour   le 
Olavecin  ou  Fortepiauo  (zu  vier  Händen). 

Fürst  Schvcarzenberg,  Wien. 


Raum  XVI.  Musik  des  XVIII.  Jahrhanderts.  J26 

6.  Pelzold,  Christian  (1677—1733).  Rmieil  des  XXV 
Concerts  poiir  le  Claveein. 

Kgl.  Privat-MusücaliehsammluHg,  Dresden, 

7.  Caldara  Antonio  (1678—1763).  Suonate  a  2  violini 
con  Tioloncello,  Venezia  1700.  K.  k.  Hofbibliothek. 

8.  Veracini,  Franc.  Maria  (1685 — 1750).  Sonate  acca- 
demiche  a  Violino  solo  e  Basso.  A  Londra  e  a  Firenze. 
Mit  dem  Bildnis  des  Componisten  nach  Franz  Ferd.  Richter 
von  J.  June  in  Kupfer  gestochen. 

KffL  Privat-Musikaliensaminlung,  Dresden, 

9.  Seeger  Josef  (1716— 1782).  Acht  Toccaten  und  Fugen 
für  die  Orgel.  I-,eipzig,  Breitkopf  &  Härtel. 

Fürst  Schwär zenberg,  Wien, 

10.  Neefe,    Christian  Gottlob    (1748—1798).     Fantasia 
per  il  Clavieerabalo.  A  Bonna.  N.  Simrock.     Derselbe. 

11.  Blumenlese  für  Clavierliebhaber,  herausgeg.  von 
H.  P.  Bossler,  Speier  1782.  K.  k.  Hofbibliothek, 

Pult  II:  Instrumentalmusik  (Fortsetzung). 

12.  Muffat,  Gottlieb  (1690—1770).  72  Versetl  sammt  12 
Toccaten.  Wien  1726.  Dieselbe. 

13.  Tartini,  Giuseppe  (1692—1770).  XII  Sonate  et  un 
Pastorale  a  Viol.  e  Violoncello.  Amsterdam,  J.  J.  Hummel. 

Dieselbe. 

14.  Quantz,  Jos.  Joachim  (1697 — 1773).  Concerte  und 
Sonaten.  Autogr. 

Kgl.  Privat-Musikaliensammlungy  Dresden. 

15.  Eberlin,  Joh.  Ernst  (1702-1762).  9  Toccaten  und 
Fugen  für  die  Orgel.  Augsburg,  Druck  von  Jacob  Lotter. 

Benedictinerstift  Göttweig. 

16.  Wagenseil,  Christoph  (1717— 1779).  Due  Divertimenti 
da  Cimbalo  accompagnati  da  un  Violino  e  Basso  etc. 
Vienna,  Bernardi  1770.  Graf  Hans  Wilczek,  Wien. 

I  15 


tt6  Kaum  XVI.  Musik  des  XVIII.  Jahrhunderts. 

17.  Caiinabich,  Christian  (1731—1798).  Syiuph.  a  12 
Strom.  1794.  Orig.  A".  l\  lioßihUothek. 

18.  Steffan,  Josef  Auton  (1726—1797).  Sei  Souate  da 
Cimbalo  dedicate  aF  Arcidnca  Giuseppe  d'  Austria. 
Vienna,  Bernardi.  Graf  Hans  WUczek,  Wien. 

19.  Albrechtsberger,  Georg  (1736—1809).  Sei  fiighe  o 
Preludie  per  il  Clavieembalo  o  Organo.  Öp.  6.  Vienna. 
Artaria.  K.  Je,  Hofbihliothelc. 

20.  Wanhal  (van  Hall),  Johann  (1739—1813).  Menuett 
für  Streichtrio.  Autogr.  Dieselbe. 

21.  Wranitzky,  Paul(1756— 1808).  Sechs  Streichquartette. 

Autogr.   1787.  Gesellschaft  der  Musikfreunde,  Wien. 

22.  Derselbe.  Tre  Sonate  per  violino  e  viola.  1789.  Orig.- 

Part.  A'.  k.  Hofbibliothek. 

23.  Clementi,  Muzio  (1752—1832).  Sonaten  für  Pianoforte. 
Wien,  P.  Mechetti  sei.  Witwe.  Dieselbe. 

Pult  III:  Vocalmusik  (geistlich). 

24.  Reutter  Georg  (1656—1738).  Salve  Regina  per  TAlto 
solo  con  organo.  Orig.-Part.  Dieselbe. 

25.  Telemann.GeorgPhilipp (1681— 1767).  Musikalisches 
Lob  Gottes  etc.  Nürnberg,  Balth.  Schmid. 

Kgl.  Pricat-Musikaliensammlung,  Dresden. 

26.  Ristori,  Alberto  (1692— 1753).  Litanie  di  S.  Francesco. 

Dieselbe, 

27.  Hasse,  Job.  Adolf  (1699—1783).  Litanie  della  Bea- 
tissima  Vergine.  Dieselbe. 

28.  Derselbe.  Credo  con  strora.  Autogr.  Dieselbe. 

29.  Tuma,  Franz  (1704—1774).  „Cum  invocarem",  vier- 
stimmig. K  k.  Hofbibliothek. 

30.  Gassmann,  Florian  Leop.  (1723—1774).  ^Domine  ad 
adiuvandum"  a  4  concert.  c.  strum.  Oriij:.-Part.  Dieselbe. 


R«um  XVI.  Musik  des  XVIII.  Jahrhunderts.  ttl 

31.  Dittersdorf,  Karl  Ditters  v.  (1739—1799).  Messe  zu 
4  Stimmen  mit  Instnimeiiten.  Orig.-Part.  Dieselbe. 

32.  Naumann,    Joh.    Gottlieb    (1741—1801).     Miserere. 

AutOgr.  Aichio  der  kgl  kafh.  Hofkirche,  Dresden. 

33.  Stadler,  Maximilian  Abhe  (1748—1833).  Der 
50.  Psalm.  Miserere  für  4  Singstimmen.  Wien,S.  A.  Steiner. 

K,  k.  Hofbibliothek. 

34.  Schürer,  Joh.  Georg  (t  1786).  Requiem  N.  III.  Autogr. 

Archiv  der  kgl.  kath.  Hof  kirche,  Dresden, 

35.  Knecht,  Justinus  Heinr.  (1752 — 1817).  Ilvmnus 
„Te  Deum*^.  Dnplici  choro  et  XVI  instr.  mus.  canendus, 
1801.   Orig.-Part,  A'.  k.  Hofbibliothek, 


Pult  IV:  Vocalmusik  (geistlich  und  weltlich). 

36.  Fux,  Joh.  Josef  (1660—1741).  Missa  brevis  solenui- 

tatis,   4  VOC.  Autogr.  Dieselbe. 

37.  Lotti,    Antonio    (1667—1740).    Credo  a  4  voci  eon 
Strom.  Orig.-Part. 

Kgl.  Privat- Musikali eiisanimhuuj,  Dresden. 

38.  Zelenka,  Joh.  Dismas  (1681 — 1745).  Responsoria  pro 
Hebdomade  Sancta.  Orig.-Part.  Dieselbe. 

39.  Metastasio    Pietro    Abbate    (1698—1782).    Canoni. 
Vienna,  Artaria  1782.  7v.  k.  Hofbibliothek. 

40.  Lotti  Antonio.    Dnetti,  Terzetti  e  Madrigali,  Venezia 
1705.  Antonio  Bortoli.  Dieselbe. 

41.  Kinaldi  da  Capua  (geb.  1715).  XI  Arie. 

Kgl.  Privat- Mitsikalienstinuhhnig^  Dresden. 

42.  Hoffmann,  Joh.  Lorenz.  Arienbuch.  1720. 

Prof.  Ph.  Spitta,  Berlin. 

43.  Hafner,  Philipp  (1731—1764).  Seherz  und  Ernst  in 
Liedern.  Wien  bey  Josef  K\irzbocken  1763. 

Graf  Hans  Wilczek,  Wien. 


228  Raum  XVI.  Musik  des  XVIII.  Jahrhunderts. 

44.  Albrechtsberger,  Georg  (s.  Nr.  19).  Siuggedichte  bei 
der  Durchreise  der  k.  k.  Majestäten  etc.  Abgesiingeu  in 
dem  Kloster  zu  Molk  den  21.  Jänner  1765. 

K.  k.  Hofbibliothek. 

45.  Sperontes.  Singende  Muse  an  der  Pleisse.  Leipzig  1736. 

Prof.  Ph.  Sputa,  Berlin. 

46.  Derselbe.  Singende  Muse  an  der  Pleisse  1747  (mit 
handschriftlich  hinzugefügter  Lautenübertragung). 

Derselbe. 

47.  Reichardt,    J.  Fr.  (1752—1814)  Lied     „Der  befreite 

Sclave".  AutOgr.      Kgl  Hof-  und StaatahibUothek,  München, 

48.  Süssmayer,  Franz  (1766—1803).  Quartette  a  4  voci 

SOli.  K.  Ar.  Hoßibliothek. 

Pult  V:  Oper  und  Singspiel  (Deutsche  Componisten). 

49.  Kaiser  Reinhard  (1673—1739).  „Croesus." 

Kgl.  Bibliothek,  Berlin. 

50.  Scarlatti,  Alessandro  (1659 — 1725),  Telemacco. 
Melodrama,  1717/78.  Part.  Autogr.     K.k.HofbibUothek. 

51.  Hiller,  Johann  Adam  (1728—1804).  „Lisuart  und 
Dariolelte",  eine  romantisch -komische  Oper.  Leipzig, 
Breitkopf  u.  Sohn.  Dieselbe. 

52.  Pasterwitz,  Georg  v.  (0.  S.  B.  geb.  1730).  „Samson.*^ 

Oper  Autogr.   1775.  Benedictinerstift  Kremsmünstcr. 

53.  Dittersdorf,  Karl  Ditters  v.  (s.  Nr.  31).  „Der 
Apotheker  und  der  Doetor."  Komisches  Singspiel. 

Ä'  Ä:.  Hofbibliothek. 

54.  Benda,  Friedrich  Lud w.  (1746— 1792).  ^ Der  Barbier 
von  Sevilla."  Komische  Oper  in  4  Acten.  Ciavierauszug. 
Leipzig,  Schwickert  1779.  Dieselbe. 

55.  Xeefe,  Christian  Gottlob  (s.  Nr.  10).  „Die  Einsprüche.^ 
Komische  Oper  in  2  Aufzügen.  Leipzig,  Schwickert  1773. 

Benedictinerstift  Göttweig, 


Kaum  XVI.  Musik  des  XVIIL  Jahrhunderts.  229 

56.  Schenk,  Johann  (1753 — 1836).  „Das  Singspiel  ohne 
Titel. ^  1790.  Orig.-Part.  A'.  k.  HoßibUothek. 

57.  Gallus  de  Mederitsch,  Johann  (geb.  um  1765). 
Terzett  aus  der  Oper  „Babylons  Pyramiden."  Autogr. 

Dieselbe, 

58.  Weigl.  Josef   (1766—1846).    „Die  Schweizerfamilie." 

Autogr.   1809.  Dieselbe, 

59.  Derselbe.  „II  Ritorno  d'Astrea."  Milano  1816. 

Benedictiner Stift  Göttiveig. 

60.  Müller,  Wenzel  (1767—1835).  Lied  aus  dem  Zauber- 
spiele „Der  lustige  Fritz",  Duetto  aus  dem  Singspiel 
„Die  f^ntfuhnmg  der  Prinzessin  Europa"  und  Schluss 
eines  Terzetts  aus  der  Oper  „Der  Schatten  von  Faust's 
Weib".  Wien,  S.  A.  Steiner  u.  Cie. 

Fürst  Schwär zenberg,  Wien. 


Pult  VI:  Oper  und  Cantate  (deutsch,  italienisch). 

61.  Fux,  Joh.  Josef  (s.  Nr.  36).  „Elisa."  Festa  teatrale  per 

Musiea.  K.  k.  HofbibUothek. 

62.  Conti,  Francesco  Bartolomeo  (1682—1732).  „II  David 
perseguitato."  Oratorio  1723.  Dieselbe. 

63.  Heinichen,  Joh.  David  (1683— 1729).  Opera  di  Mario. 

Kgl.  Privat-Musikaliensammhing,  Dresden. 

64.  Reutter,  Georg  (1708—1772).   „II  ritorno  di  Tobia." 

Cistercienserstift  Heiligenkreuz. 

65.  Wagenseil,  Christoph  (s.  Nr.  16).  „Arniida  placata." 
Drama  per  musiea  1750.  A'.  k.  Hof  bibliothek. 

66.  Benda,  Georg  (1721—1795).  „Ariadne  auf  Naxos." 

Kgl.  Bibliothek,  Berlin. 

67.  Gassmann,  Flor.  Leop.  (s.  NY  30).  „Olympiade."  Oper. 

Autogr.  Gesellschaft  der  3Iusikfreunde,  Wien. 


230  Kaum  XVI.  Musik  des  XYIII.  Jahrhunderts. 

68.  Maria  Antonia  Kurfürstin  von  Sachsen    (s.   XIV, 
Nr.  213).  .^Talestri,  Regina  delle  Amazoni."  Dresda  1763. 

(Textbuch).  Kgl,  PrivcU-JfusikcUiensammlung,  Dresden. 

69.  Schweitzer,  Anton  (1737—1787).  „AIceste."  Oper. 

K  k.  HofhihliotheJc. 

70.  Misliweczek    (Myslivecek),     Josef    (1737—1781). 
„Demofoonte",  Opera  seria  1775.  Orig.-Part.    Dieselbe, 

71.  Naumann,  Joh.  Gottlieb  (s.  Nr.  32).  „La  Didone  abban- 
donata."    Cantata.    Gedicht    von    der   Kurfürstiu    Marie 

Antonie.  AutOgr.  K(jl,  Privat-Musikaliensammlung,  Dresden, 

Pult  VII:  Oper  und  Cantate  (italienisch). 

72.  Caldara,    Antonio    (s.  Nr.  7).    10    (nachcomponierte) 
Nummern  zur  Oper  „Sanzio  Pansa,  Governatore".  Autogr, 

K.  k,  Hofhihliothck. 

73.  Porta,  Giovanni  (f  1740).  „II  sogno  di  Scipione". 

Kgl,  Universitätsbibliothek,   Würzburg. 

74.  Jomelli,  Nicolo  (17X4—1774).  „Didone  abbandonata". 
Drama  per  nmsica.  1749.  K  k,  Hoflibliothek. 

75.  Fiorillo,  Ignazio  (1715—1787).    „Endimione".  1763. 

Ständische  Landesbibliothek,  Cassel 

76.  Martines,  Marianne  v.  (1744 — 1812).  „La  tempesta". 
Cantate.  Orig.-Part.  a;  Ar.  Hofbibliothek. 

77.  Bertoni,  Ferdinando  Giuseppe(1725— 1813).„Orfeo*^. 
Venezia,  Aless.  e  Pietro  Scattaglia.    Kgl,  Hof theater,  Cassel. 

78.  Salieri,  Antonio  (1750—1825).  „LaGrotta  di  Trofonio". 
Opera  comica.  Vienna,  Artaria  1785.    A'.  k.  Hofbibliothek. 

Pult  VIII:  Oper,  Oratorium  und  Cantate  (italienisch). 

79.  Badia,    Carlo    (1672—1738).     II    trionfo    di    Davide. 
Oratorio  con  stromenti.  K.  k.  Hoflibliothek, 

BO.  Derselbe.  Cantata  a  3  voci.  Dieselbe, 


Kaum  XVI.  Musik  des  XVIII.  Jahrhunderts.  231 

81.  Oaldara,  Antonio.  Euristoo,  Oper  1724. 

A'.  k.  Hofbibliothek, 

82.  Ziani  M.  A.  (um  1680—1710),  Ant.  Negri, 
A.  Caldara,  Franc.  Conti  (1681—1732).  L'Atenaide, 
Drama  per  musica.  Dieselbe. 

83.  Porpora,  Nicolo  Ant.  (1686—1766).  Themistokles. 
Musikalisches  Drama.  2.  und  3.  Act  autogr.    Dieselbe. 

84.  St.  Martiuo  Giov.  Batta  (Giov.  Batt.  Martini?  S.Nr.  110) 

Memet.  Tragedia.  1732.        Cistercienstrstift  Heiligenkreuz. 

85.  Pergolesi,  Giov.  Batt.  (1710 — 1736).  La  serva  padrona. 
Intermezzo.  K.  k.  Hofbibliothek. 

86.  Bonno,  Giuseppe  (1710 — 1788).  La  generosa  Spartana. 
Serenata  per  Musica  da  cantarsi  . . .  a  Laxenburg  1740. 

Dieselbe. 

87.  Scarlatti,  Giuseppe  (geb.  1718).  Armida,  Festa  teatrale. 

Fürst  Schicarzenberg,   Wien. 

88.  Schuster,  Josef  (1748— 1812).  Amor  e  Psiche,  Dramma 
per  musica.  Autogr.  Napoli  1780. 

K(/l.  Pricat-Musikalietisammlnng,  Dresden. 

Bilder. 

89.  Salomon,  Joh.  Peter  (1745—1815,  Violinvirtuose,  auf 
dessen  Veranlassung  Haydn  seine  beiden  englischen  Reisen 
unternahm).  Brustbild  (am  Tische  eine  Geige).  Kupfer- 
stich (Tunct.-Man.)  von  Facius  nach  llardv.  Fol. 

K.  und  k.  Famliin-Fideicomniissbibliothek. 

90.  Das  Duett  von  Lisette  und  Crispin  (Guitarre). 
Schabblatt    von  J.  Gole,  Amsterdam.  XVilL  Jhdt.    Fol. 

Fürst  Johann  von  und  zu  Liechtenstein,  Wien. 

91.  Der  Schäfer  Corydon,  die  Drehleier  spielend. 
Kupferst.  von  Jerem.  Woliflf,  Augsburg.  XVIIL  Jhdt. 

Derselbe. 

92.  Cimarosa,  Domenico  (1749 — 1801,  Componist  des 
^Matrimonio  segreto").  Kniestück  (vorne  Querflöte,  Violine, 
Violoncello,  Trompete).  Oelgem.  von  Pietro  Longhi 
(1702—1762).  Lwd.,  h.  144,  br.  102.  Derselbe. 


232  Kaum  XVI.  Musik  des  XVIII.  Jahrhunderts. 

93.  Marinari  am  Meeresstrande  bei  Neapel  (llandola, 
Mandoliiie,  Tambourin).  Lithogr.  vou  L.  Zöllner  nach 
Dietrich   Wilhelm    Lindau    (geb.  1799).    Quer-Imp.-Fol. 

K.  k.  Hofbibliothek. 

94.  Chladni,  E.  G.  F.  (1756—1827,  Akustiker,  Entdecker  der 
Klangfiguren).   Brustbild.   Lithogr.   von  L.  v.  Mouilleron 

nach   der  Natur.  Fol.     Herr  Heinrich  Lempertz  sen.,  Cöhu 

95.  Die  Clavicvmbelspielerin.  Kupferst.  von  Abraham 
Bosse  (1610— 1678),  aus  einer  Folge:  Die  fünf  Sinne.  Fol 

Fürst  Johann  von  und  zu  Liechtenstein,  Wien, 

96.  Die   Guitarrespielerin.    Kupferst.   von  Jerem.  Wolff, 
Augsburg.  XVIIl.  Jlldt.   Fol.  Derselbe, 

97.  Geminiani,  Francesco  (1680 — 1762,  Violinvirtuose). 
Halbfigur.  Schabblatt  von  James  Mac  Ardeil  nach  Th. 

Tomkins.   Fol.        K,  u.  k.  FamiUen-Fideicommissbibliothck. 

98.  Broschi,  Carlo,  genannt  Farinelli  (1705—1782, 
berühmter  Sänger).    Brustbild.   Kupferst.  nach  Amiconi, 

1735.   Quart.  Dieselbe. 

99.  Ländliches  Concert  (Gambe  und  Theorbe).  Kupferst. 
von  Benoit  Audran  nach  Antoine  Watteau  (1684 — 1721). 

t  ol.  A'.  k.  Akademie  der  bildenden  Künste,   Wien. 

100.  Cimarosa,  Domenico,  am  Ciavier  (componierend,  siehe 
Nr.  92).  Halbfigur.  Kupferst.  (gem.  Man.)  von  L.  Rados 
nach  K.  Focosi.  Fol. 

A'.  u.  k.  Familien-Fideicommissbibliothek. 

101.  Tamburini,  Antonio  (1800— 1876,  Sänger).  Kniestück. 
Lithogr.  von  A.  Deveria,  Paris.  Fol.  Dieselbe. 

102.  Nardini,  Paolo  (1722—1793,  Violinspieler).  Brustbild 
(oval).  Kupferst.  von  Giov.  Batt.  Cecchi  nach  Marco 
Vestri.  Quart.  Dieselbe, 

• 

103.  Tamburini,  Maria  (Gemalin  Antonio  T.'s).  Brustbild. 
Lithogr.  von  Kriehuber.  1828.  Fol.  Dieselbe, 


Kaum  XVI.  Musik  des  XVIII.  Jahrhunderts.  S^33 

104.  Paisiello.  Giovanni,  am  Ciavier  singeud  (1771 — 1839, 
Componist  komischer  Opern).  Kniestück.  Kupferst.  von 
Vincenzo  Aloja.  Fol. 

K.  M.  k.  Familien-Fideicommisshihliothek. 

105.  SSacchini,  Antonio  (1734 — 1786,  Operncomponist). 
Brustbild  (Medaillon).  Kupferst.  von  J.  L.  Cathelin  nach 

L.  Jav.   Fol.  Dieselbe. 

106.  Viotti,  Giovanni  Battista  (1753  —  1824.  Violin- 
virtuose, Begründer  der  Schule  des  modernen  Violin- 
spiels). Oelgem.,  Lwd.,  h.  70,  br.  57. 

Herr  Theodor  Pontzen,  Wien. 

107.  Porpora,  Nicolo  Antonio  (1686—1766,  Componist 
und  Gesangsmeister).  Brustbild  (oval).  Kupferst.  von  C. 
Biondi.  Quart.  A'.  Je.  Hof  bibliothek. 

108.  Durazzo,  Jac.  Graf  (1762—1793  k.  k.  Hof-  und 
Kammennusikdirector).  Brustbild  (oval).  Kupferst.  von 
Vitalba.  Fol.  Dieselbe. 

109.  Mingotti,  Katharina  Regina  (1728—1807,  Sängerin). 
Brustbild.  Photogr.  Ad.  Braun  &  Cie.  nach  Anton 
Raphael  Mengs.  Groß-Fol.  Dieselbe. 

110.  Martini,  Giovanni  Battista  (1706—1784,  Musik- 
historiker).  Brustbild  (oval).  Kupferst.  Quart. 

K.  u.  k.  Faniilien-Fideicommissbibliothek. 

111.  Tamburini,  Antonio  (s.  Nr.  101).  Brustbild.  Lithogr. 
von  Kriehuber,   1^28.  Fol.  Dieselbe. 

112.  Ariosti.  Attilio  (1660  bis  nach  1728).  Kniestück. 
Schabblatt  von  F.  Simon  nach  E.  Seemann  jun.    1719. 

Fol.  Dieselbe. 

113.  Vivaldi,  Antonio  (f  1743,  Violinvirtuose).  Brustbild. 
Kupferst.  von  La  Cave  1725.  Quart.  Dieselbe. 

114.  Jomelli,  Nicolo  (1714 — 1774),  Operncomponist.  Brust- 
bild (Medaillon).  Radierung  von  A.  L.  De  la  Live.  Oet. 

Dieselbe, 


234  Kaum  XVI.  Musik  des  XVIII.  Jahrhunderts. 

115.  Fiorillo,  Iguaz  (1715 — 1787,  OperDCompouist).  Halb- 
tigiir.  Schabblatt  von  Valentin  Dan.  Preisler  nach  N. 
N.  Colomba,  Nürnberg  1750.  Fol. 

K.  u.  k.  Familien-Fideicommissbibliothek, 

116.  Marcello,  Benedetto  (1686—1739).  Brustbild.  Kupfer- 
stich (gemischte  Man.)  von  C.  T.  Riedel.  Oct.      Dieselbe. 

117.  Cimarosa,  Domenico  (s.  Nr.  92  und  100).  Brustbild 
(oval).  Kupferst.  von  J.  Neidl  nach  Steinhauser  von 
Treuberg.  Fol.  A^  k.  Uofbibliothek, 

118.  Tuma,  Franz  (1704—1774,  Componist  und  Viola  da 
Gamba- Virtuose).  Brustbild.  Oelgem.  Lwd.,  h.  54,  br.  42. 

Gesellschaft  der  Musikfreunde,  Wien. 

119.  Cervetto,  Giacomojun.  (f  1837).  Brustbild.  Schabblatt 
von  M.  A.  Picot  nach  J.  Zoffany,  1771.  Fol. 

'  Ä".  u.  k.  FamHien-Fideicommissbibliothek. 

120.  Wranitzky,  Paul  (1756 — 1808,  Componist  von  Kirchen- 
musik). Brustbild.  Oelgem.  Lwd.,  h.  54,  br.  42. 

Gesellschaft  der  Musikfreunde^  Wien. 

121.  Tuma,  Franz  (siehe  Nr.  118).  Brustbild  (oval).  Kupferst. 
von  Job.  Balzer  nach  Ant.  Ilickel.  Oct. 

A'.  u.  k.  Fannlicn-Fideicommissbibliothek, 

122.  Bonno,  J.  (1710 — 1788.  kais.  Hofcapellmeister).  Brust- 
bild. Oelgem.  Lwd.,  h.  54,  br.  42. 

Gesellschaft  der  Musikfreunde,  Wien. 

123.  Umlauf,  J.  (1756 — 1796,  Operncomponist  und  Capell- 
meister).  Bnistbild.  Oelgem.  Lwd.,  h.  54,  br.  42. 

Dieselbe. 

124.  Milller,  Wenzel  (1767—1835,  Componist  komischer 
Opern).  Brustbild.  Lithogr.  von  F.  Wolf  nach  Georg 
Decker,  1835.  Fol.  K.  k.  Hofhibliothek. 

125.  Kirnberger,  Johann  Philipp  (1721 — 1783,  berühmter 
liusiktheoreliker  und  Contrapunktist).  Halbfigur.  Oelgem. 
von  Chr.  Fr.  Keinh.  Lisiewski.  Lwd.,  h.  94.  br.  78. 

Kgl.  Joachim  st  hat' sches  Gf/mnasiunt,  Berlin. 


Raum  XVI.  Musik  des  XVIII.  Jabrliamlertö.  235 

126.  Weigl,  Jos«^ph  (1766—1820,  k.  k.  Hofcapellineister). 
Brustbild,  (»elgrem.,  Joseph  Willibrord  Mähler.  Lwd., 
ll.  57,  br.   44.  Josef  WeigeVs  Enkel  Wiefh 

127.  Müller,  Wenzel  (siehe  Nr.  124j.  Brustbild  (oval). 
Lithogr.  vou  Jos.  Laves.  Fol.  K.  k.  HofhibUotftek, 

128.  Eberl,  A.  (1766—1807.  Pianist  und  Compouist).  Brust- 
bild. Oelgeiu.  LM'd.,  h.  54,  br.  42. 

Gesellschaft  der  Musikfreunde,  Wien. 

129.  Gassmann,  Florian  Leopold  (1723—1774,  k.  k.  Hof- 
capellmeister).  Brustbild.  Oelgeni.,  h.  54,  br.  42.  Dieselbe. 

130.  Benda,  Georg  (1721 — 1795,  der  Componist  der 
-Ariadne  auf  Naxos^j.  Bnistbild.  Üelgem.,  h.  54,  br.  42. 

Dieselbe. 

131.  Derselbe.  Brustbild  (oval).  Kupierst.  Oct. 

K.  n.  k.  Familien-Fideicommisshibliothek. 

132.  Müller  Wenzel  (siehe  Nr.  124  und  127).  Brustbild. 
Oelgem.  von  Job.  Pet.  Krafft,  1820.  Lwd.,  h.  54,  br.  42. 

Gesellschaft  der  Musikfreunde^  Wien. 

133.  Reutter,  Georg  Carl  Edler  von  (1708—1772). 
Brustbild  (ovaP.  Tuschzeichnung.  Quart. 

K,  II.  k,  Familie n-Fideicommissbibliothek. 

134.  Andre,  Joliann  (1741 — 17^9,  Begründer  des  Andre- 
schen  Musikverlagesl.  Brustbild  (Medaillon).  Kupferst.  von 
D.  Berger  nach  J.  C.  Frisch,  17fcO.  Oct.         Dieselbe. 

135.  ..Apollini".  20  Medaillons  benihmter  Musiker  (Mozart, 
Haydn,  Gramer,  Field.  Clementi,  Dusseck,  u.  s.  w.). 
Kupferst.  nach  Loutherbourg,  18Ö1.  Groli-Fol. 

Ariaria  (t  Cie.,   Wien. 

136.  Wanhal,  Johann  (s.  Nr.  20,  lustumentaleomponist). 
Brustbild  (oval).  Kupferst.  (Punct.-Man.)  von  C.  H.  Pfeiffer 
nach  J.  Adamek.  Fol. 

A".  M.  k,  Familien-Fideicommissbibliothek. 

137.  Hiller,  Johann  Adam  (1728 — 1804,  Opemcomponist). 
Brustbild  (Medaillon).  Kupferst.  von  Liebe  nach  Füger. 

Fol.  Dieselbe. 


236  Raum  XVI.  Musik  des  XVIII.  Jahrhunderts. 

138.  Artaria,  Dominik  (1775—1842,  seit  1808  Chef  des 
Kunst-  und  Musikverlages  Artaria  &  Cie.).  Brustbild. 
Geigern,  von  Schlesinger.  Lwd.,  h.  77,  br.  60. 

Herr  C.  A.  Artaria  se7i.,  Wien. 

139.  Leisewitz.  Johann  Anton  (1752 — 1806,  als  Dichter 
bekannt).     Brustbild    (oval).     Geigern,    nach    Schweder. 

Lwd.,  h.   26,   br.   31.      Städtisches  Museum,  Brannschiceig. 

140.  Cannabich,  Christian  (1731—1798,  Mu'sikdirector  in 
Mannheim).  Brustbild.  Kupierst,  von  Verhelst.  Fol. 

AJterthums verein,  Man nheim. 

141.  Ditters  von  Dittersdorf,  Carl  (1789—1799,  der 
Componist  von  „Doctor  und  Apotheker^).  Brustbild 
(oval).  Kupferst.  (gem.  Man.)  von  Löschenkohl,  Wien.  Gct. 

A'.  t/.  Ä:.  FamiUen-Fidiicommisshihliothek. 

142.  Woelffl,  Joseph  (1772 — 1812,  Instrumentalcomponist 
und  Ciaviervirtuose).  Brustbild  (oval).  Kupferst.  (Punct.- 
Man.)  von  Scheffner.  Quart.  Dieselbe. 

143.  Cramer,  Wilhelm  (1745—1799,  Violinspieler).  Halb- 
figiir.  Kupferst.  (Punet.-Man.)  von  T.  Hardy.  1794.  Fol. 

Dieselbe. 

144.  Salieri,  Antonio  (1750 — 1825,  k.  k.  Hofcapellmeister). 
Brustbild.  Lithogr.  von  Fr.  Rehberg,  1821.  Fol. 

K.  k.  Hof  bibliothek. 

145.  Fux,  Johann  Joseph  (1660—1741,  k.  k.  Hofcapell- 
meister). Brustbild.  Gelgem.  Lwd.,  h.  63,  br.  50. 

Joanneum,  Graz. 

146.  Albrechtsberger,  F.  G.  (1736—1809,  Theoretiker). 
Brustbild.  Gelgem.   Lwd.,  h.  54,  br.  42. 

Gesellschaft  uVr  Musikfreunde,  Wien. 

147.  Hasse,  Faustina  (geb.  1700,  eine  der  berühmtesten 
Sängerinnen  des  XVIII.  *  Jhdt.).  Brustbild.  Zeitungsaus- 
schnitt. Quart.      Kfjl.  Prirat'Musikdliensammlung,  Dresden. 

148.  DieCapellmeistorNaumann(1741— 1801),  Schuster 


Kaum  XVI.  Musik  des-  XVIII.  Jahrhunderts.  i37 

(1748—1812),    Seideliuanii   und  Weiiilig  (1743  bis 

1816).   Schattenrisse.  Prof.  Eml  Naumann,  Dresden. 

149.  Hasse.  Johann  Adolph  (1699 — 1783,  Operncomponist). 
Brustbild.  Keprodnction  des  Knpferst.  von  Kanxe  (?)  nach 
Rotari.  Zeitungsausschnitt.  Quart. 

Kgl.  Privat-MusikaUensaminIunf/,  Dresden, 

150.  Clementi,  lluzio  (1752 — 1832),  Verfasser  des  „Gradus 
ad  Parnassunr.  Halbfigur.  Kupierst.  (Punct.-Man.)  von 
T.  Hardv,  1794.  Fol. 

A'.  u.  k.  FamUien-FideicommisshihUothek, 

151.  Kozeluch,  Leopold  (1738  — 1814,  Componist  von 
Kirchenmusik).  Brustbild.  Kupferst.  (Punct.-Man.)  von 
Ridley.  Fol.  K.  k.  HoßihUothek, 

152.  Kirnberger.  J.  P.  (siehe  Nr.  125).  Brustbild  (oval). 
Kupferst.  (Punct.-Man.  i  von  J.  \V.  BoUinger,  Berlin.  Oct. 

K.  u.  k.  Familien-Fidnewntnisshibliothek. 

153.  Martin  y  Solar,  Vincenz,  gen.  Martini  oder  lo 
Spagniuolo.  Brustbild  (Medaillon).  Kupferst.  von  Jac. 
Adam  nach  Jos.  Kreutzinger,  1787.  Oct.  Dieselbe. 

154.  Piccini,  Nicolo  (Operncomponist).  Brustbild  (oval). 
Kupferst.  von  Cathelin  nach  Robineau.  Fol.     Dieselbe. 

155.  Artaria,  Carlo  (siehe  Xr.  138,  1770  Gründer  des 
Kunst-  und  Musikverlags.  Artaria  &  Cie.),  Oelgem.,  LM'd., 

h.   70,   br.  57.  Herr  C.  A.  Artaria  sen.,    Wien. 

156.  Artaria,Francesco  (1744 — 1808,  Neffe  und  Compagnon 
des  Carlo  Artaria,  siehe  Nr.  138,  155)  Brustbild  (oval). 
Pastell  von  Scott,  London.  Quart.  Derselbe. 

157.  Zeidler,  Maximilian  (1680 — 1745,  Capellmeister  zu 
Nürnberg).  Brustl)ihl  (oval).  Kupferst.  von  Heumann.  Fol. 

K.  H.  k.  FamiUen-Fideicommissbibliothek. 

158.  Danicant,  gen.  Philidor.  Fran^ois- Andre  (1726 
bis  1795,  Compcuiist  komischer  Opern).  Brustbild  (Me- 
daillon). Kupferst.  von  Augiistin  de  St.  Anbin  nach  Cli. 
N.  Cochin,  1772.  Oct.  Dieselbe. 


iZS  Raum  XVI.  Instrumente.  Saniiuluuij  Karl  Zach. 

159.  Beaumeiiil.  Henriette- Adelaide  (1738—1813. 
Sängerin).  Brustbild  (oval).  Farbiger  Stich  von  Vidal 
nach  Püjos.  Fol. 

K.  u.  k.  Familien-Fideicommisshibliothek. 

160.  Morgenandacht  bei  Sebastian  Bach.  Photogr.  nach 
Toby  Rosenthal.  Quer-Imp.-Fol. 

Ph  biographische  Gesellschaft^  Berlin. 

161.  Die  Mnsik.  Gypsrelief  von  Ernst  Julius  Hähnel,  Dresden. 

Gebrüder  Weschke,  Dresden. 

162a.  Carneval  im  Dogenpalaste.  Oelgem.  von  Carl  Becker, 

1873.  Lwd.,  h.  189,  br.  220.     Kgl  Nationalgallerie,  Berlin. 

162b.  Zumsteg.  Joh.  Rud.  (1760—1802).  Bnisthild  (oval) 
Kupferst.  von  C.  F.  Stölzl  nach  Hiemer  1799.  Fol. 

K.  u.  k.  Familien-Fideicommisshihliofhek. 

Glaskasten  IX:  Instrumente.  Sammlung  Karl  Zach. 

163a.  Guitarre  (6saitig),  bez.  ^Philippus  Gnarmandi  Bono- 
niensis  feeit  anno  1814". 

163b.  Theorbe  (russisch).  Volksinstrumeut. 

164.  Cister  (6saitig).  XIX.  Jhdt. 

165.  Viola  (4saitig),  bez.  „Joannes  Sehorn  H.  F.  Musikus 
und  Lautenmacher,  Salisburgi  1715". 

166.  Trumscheit  von  schmalem  Corpus  mit  Bogen. 

167.  Serpent  ohne  Klappe.  XVIII.  Jhdt. 

169.  Trumscheit  mit  Halbbünden  von  Messing.  XVII.  Jhdt. 

170.  Viola  in  Guitarrenform.  Verfertiger  unbekannt.  XIX.  Jhdt. 

171.  Theorbe  (russisch).  Volksinstrumeut. 

172.  Guitarre  (6saitig)  von  Marchai  a  Mirecourt.  XVIII.  Jhdt. 

173.  Guitarre  (6saitig)  von  ganz  eigenartiger  Bauart  des 
Körpers  von  Peter  Schulz,  Regeusburg. 

174.  Violoncell,  bez.  „AlexanderGaglianus  fecit  Neap.  1725". 

175.  Viola  d'amore,    bez.  „Antonius  Pelizon   fecit   Goritiae 


Kaum  XVI.  Instrumente.  Satnmlung  Karl  Zach.  839 

1791",    mit    eingelegtem    Griffbrett     und    Saitenhalter, 
7  Spiel-  und  7  Aliquotsaiteu. 

176.  Viola  da  gamba  (italienisch),  als  Cello  eingerichtet, 
mit  eingelegtem  Griffbrett.  Verfertiger  unbekannt. 

177.  Mandolino  (4  Paar  Saiten,  neapolitanisch).  XVIII.  Jhdt. 

178.  Zither  mit  einer  auf  der  Decke  aufgeklebten  Figur. 
2  doppelchOrige  Spiel-  und  12  Begleitsaiten.  XVIII.  Jhdt. 

179.  Viola  damore,  bez.  „Andreas  Nicolaus  Bartl,  Viennae 
1738".  7  Spiel-  und  7  Aliquotsaiten,  eingelegtes  Griff- 
brett und  Saitenhalter. 

180.  Mandoline  (4  Paar  Saiten,  italienisch),  bez.  ^Donatus 
Filano  fecit  anno  D.  1771.  Noap.  alla  Rua  de  Taffellanari". 
Griffbrett  und  Saitenhalter  eingelegt. 

181.  Viola  damore,  zur  Viola  umgearbeitet.  Verfertiger  un- 
bekannt. XVIII.  Jhdt. 

182.  Viola  da  gamba.  bez.  „Kaspar  de  Salo  fecit  Brescia 
1684".  Als  Violoncello  eingi^richtet.  Alte  Wiener  Arbeit.  In 
der  Rosette  ein  geschnitztes  Wappen  (Adler). 

183.  Viola  d'amore,  bez.  ^Joannes  Ilavelka  Lincii  1756^. 
7  Spiel-  und  7  Aliquotsaiten. 

184.  Viola  d'amore.  Verfertiger  unbekannt.  XVIII.  Jhdt. 
7  Spiel-  und  14  Aliquotsaiten.  Bemaltes  Engelsköpfchon 
am  Wirbelbrett,  geschnitzter  und  vergoldeter  Saitenhalter. 

185.  Violine,  bez.  „Jacobus  Stainer  in  Absam  prope  Oeni- 
pontum  1685*^  (zweifellos  unecht,  da  Stainer  1683  starb). 

186.  Violine,  bez.  „Joseph  Guarnerius  fecit  Cremonae  anno 
1743.  t  JUS". 

187.  Violine,  bez.  „Antonius  Hveronimus  Amati  Cremonae 
Andreae  F.  fecit  anno  1695".  (Concertgeige  von  Henri 
Wieniawski.) 

188.  Violine,  bez.  „Antonius  Stradivarius  Cremonensis 
faeiebat  Anno  1622". 


24()  Kaum  XVI.  Instrumente.  Sammlung  Karl  Zach. 

189.  Violine,  bez.  ^Joseph  Guarnerius  Filius  Andreae  fecit 
Croiuonae  sub  titiilo  S.  Teresie  1671". 

190.  Violine,    bez.    ^Antonius   &  Hieronymus    Fr.    Amati. 
Cremouen.  Andreae  fil.  F.  1671". 

191.  Violine,  bez.  „Thomas  Balestrieri  Cremon.  fecit  Mantuae 
anno  17  .  .". 

192.  Violine,  bez.  ^Joannes  Baptista  filius  Laurentii  Guada- 
gnini  fecit  Placentiae  1746". 

193.  Violine,    bez.  ^Joseph  Guadagniui  fecit  Parmae  anno 
1793". 

194.  Violine,  bez.  ^Gofredus  Cappa  in  Saluzzio  fecit.  Anno 
1640". 


Glaskasten  X. 

195.  Violoncell,  bez.  „Pietro  Guarnerius  Cremonae  fecit 
anno  1743",  mit  doppelter  Einlage. 

197.  Zither  mit  Schwanenhals,  4  Spiel-  und  19  Begleitsaiten. 
Auf  der  Decke  eine  Landschaft  eingebrannt.  Anfang 
des  XIX.  Jhdt. 

198.  Mandoline,  bez.  „Giuseppe  Filauo  ao.  17.5". 

199.  Guitarre,  bez.  „Gaetano  Santagiuliona  fece  in  Vicenza 
1800". 

200.  Mandoline,  bez.  „Gaspar  Ferrari  fecit  Roraae  anno 
1763". 

201.  Viola  d'amore,  bez.  „Joanu  Joseph  Stadimann  Wienn 
1745",  mit  7  Spiel-  und  7  Aliquutsaiten. 

202.  Viola  da  gamba,  bez.  ,, Joachim  Tielke  in  Hamburg 
1695",  als  Violoncello  eimrerichtet. 

203.  Viola  damore.  Verfertiger  unbekannt.  7SpieI-,  7Aliquot- 
saiten.  XVIII.  Jhdt. 

204.  Mandoline  von  Donatus  Filauo. 


Raum  XVI.  Instramente.  Sammlung  Karl  Zach.  241 

205.  Mandoline,  bez.  y,Gio.  Battista  NapoU  1796". 

206.  Giiitarre  (italienisch)  mit  gewölbtem  Boden.  Verf. 
unbekannt.  XVIII.  Jhdt. 

207.  Cister,  bez.  „Josephe  Kwiatkowski  a  Varsovie  1804", 
mit  gewölbter  Decke  und  Boden.  Fries  aus  Perlmutter 
eingelegt. 

208.  Laute,  kleine,  bez.  „Joannes  Vinaccio.  Neapoli  1768". 

209.  Violine,  bez.  „Joseph  Guarnerius  Filius  Andreae  fecit 
Cremonae  sub  titulo  S.  Teresiae  1675". 

210.  Violine,  bez.  „Joannes  Baptista  Guadagnini  Placentinus 
fecit  Mediolani  1752". 

211.  Violine,  bez.  „Joannes  de  Tononis  fecit  Bononiae  anno 
1710". 

212.  Violine,  bez.  „Caspar  da  Salö  in  Brescia  1515". 

213.  Violine,  bez.  „Nicola  Galiano  Neapel  1751". 

214.  Violine,  bez.  ^Carlo  Giuseppe  Testore,  Milano  1695". 

215.  Violine,  bez.  „Ferdinantus  Caliano  Neapoli  1756". 

216.  Violine,  bez.  „Ferdinantus  Caliano  Neapoli  1762". 

217.  Mandoline,    bez.  „Gaietanus  Vinaccia,  Neapel  1779". 

218.  Guitarre,  Verfertiger  unbekannt.  XIX.  Jhdt. 

219.  Mandoline,  Verfertiger  unbekannt.  XIX.  Jhdt. 

220.  Viola,  bez.  „Giouanni  Grancino,  Milauu  1651". 

221.  Guitarre,  Verfertiger  unbekannt.  XIX.  Jhdt. 

222.  Theorbe  (russisch).  Volksinstrunient. 

223.  Guitarre,  Verfertiger  unbekannt,  XIX  Jhdt.,  mit  6  Znpf- 
und  6  Aliquotsaiten. 

224.  Violine  von  eigenthQmlicher  Bauart,  unten  am  Boden 
„k.  k.  priv Liharzik". 

1  16 


242  Raum  XYI.  Instrumente.  Sammlung  Karl  Zach. 

225.  Mandoline,  Verfertiger  unbekaDnt.  XIX.  Jbdt. 

226.  Ouitarre  von  Geunaro,  Napoli  1808. 

227.  Maudoline  von  Gennaro,  Napoli  1790. 

228.  VioÜDe,  von  Joseph  Guamerhis,  Cremonael735.(Coucort- 
geige  des  Virtuosen  Remenyi.) 

229.  Violine,  bez.  „Antonius  Stradiuarius  Cremoneusis  1726-. 

230.  Pochette,  Verfert:ger  unbekannt.  Der  Bogen  im  Coq)us 
eiDgesteckt.  XVIII.  Jhdt. 

231.  Pochette  in  Ganibenform.  Verfertiger  unbekannt.  XVII. 
Jhdt. 

232.  Pochette,  bez.  „Carolus  Borromaeus. .  .fecit  Pragae.  .  .^ 
Schön  gearbeitetes  Instrument  mit  kunstreicher  Schnitzerei 
am  Boden  und  am  Hals. 

233.  Pochette  in  Gambenform.  4  Spiel-  und  4  Aliquotsaiteu. 
XVIII.  Jhdt. 

234.  Miniaturgeige. 

•  Clavi-Organum  (Ciavier  mit  Orgel),  5  Octaveu  (F—f), 
aus  der  Älitte  des  XVIII.  Jhdt.,  vielleicht  von  dem  be- 
rühmten sächsischen  Hoforgelbauer  Gottfr.  Silberniann, 
auf  den  die  Tradition  hinweist. 

Se.  Maj.  König  Albert  ton  Sachsen. 

Die  Art  des  Saitenanschlages  ist  primitiv,  indem  eine  Stoß- 
ivLii^e  uegen  die  Saiten  geschnellt  wird.  Im  unteren  Gestell  idt 
ein  FlOtenregister  angebmcht;  das  Gebläse  hiezu  mass  durch  eine 
zweite  Person  bedient  werden,  da  sich  die  Bälge  durch  eine  um 
Spitzende  des  Flügels  angebrachte  Schnur  auf  und  nieder  bewegen. 


Saum  XVn.  Musik  des  XYIII.  Jahrhunderts  S43 


Bamn  XVIL  Musik  des  XYIIL  Jahrhunderts. 

(Fartsetzung.)! 

Pult  I :  Oratorium  und  Oper  (haupsflchlich  norddeutsch). 

1.  Ziani  Marc  Ant.  (».  XVI,  Nr.  82).  II  Saciifizio  d'Isacco 

Oratorio.   1707.  A:  k\  Hofbibliothek. 

2.  Hasse,  Job.  Adolf  (s.  XVI,  Nr.  149).  Laviuia,  Opera 

seria.  AutOgr.  Kgl  Privat-Musikcdunsammlung,  Dresden. 

3.  Graun,  Karl  Heinrich  (1701—1759).  Der  Tod  Jesu. 

AutOjrr.  A'.  h  Hofbibliothek. 

4.  Derselbe.  Artaserse.  Autogr.       Kgl  Bibliothek,  Berlin. 

5.  Scheibe,  Joh.  Adolf  (1708—1776).  Der  wundervolle 
Tod  des  Welterlösers.  Autogr.  Dieselbe. 

6.  Rolle,  Joh.  Heinrich  (1718—1785).  Der  Tod  AbeFs. 
Eine  Cantate.  Orig.-Part.  A'.  k.  HofliUiothek. 

7.  Agrieola,  Joh.  Friedr.  (1720—1774).  Die  Hirten  bei 
der  Krippe  zu  Betlehem.  Autogr.    KgH.  Bibliothek^  Berlin. 

8.  Vorspiel  auf  die  erfreuliche  Geburt  eines  kursächsischen 
Prinzen.  Textbuch.  Hamburg,  sei.  Peter  Heussen  Witwe 

1730.  Kgl.  Privat-Mimkdliensammlung,  Dresden. 

9.  Schulz,  Joh.  Abr.  Peter  (1747—1800).  Heduipgernes 
Preise  of  Evald.  Pass*ionsoratorium.  Autogr. 

Kgl.  Bibliothek,  Berlin. 

10.  Der  Tod  Jesu,  ein  Fassionsoratorium.  Textbuch.  Mar- 
burg 1783.  KgL  Staatsarchiv,  Marburg. 

11.  Dasselbe.  Marburg  1794.  Dasselbe. 

Pult  11:  Oper,  Melodram,  Cantate,  Oratorium. 

12.  Bonoucini,   Giov.    Maria  (1660  bis    ca.    1750j.    La 
Oonversione  di  Maddalena.  Oratorio  sacro  1701. 

A'.  k.  Hofbibliothek. 
IG* 


244  Kaum  XVII.  Masik  des  XVIII.  Jahrhunderts. 

13.  Rameau,  Phil.  (1683—1764).  Les  Festes  de  THymen 
et  de  VAraoiir.  Paris,  chez  FAiiteiir,  Vve.  Boivin,  Leclair. 

Kgl.  Hoftheatei\  Cassel. 

14.  Marcello,  Benedetto  (1686—1739).  Cantata  di  Basso 
coli  striimenti.  Autogr.  k.  k.  HofhibWjthek. 

15.  Diiui  (Duny)  Egidio  Romoaldo  (1709—1775).    Us 
deux  Chasseurs  et  la  Laitifere.  Interm&de.  Orig.-Part. 

Dieselbe. 

16.  Pfccini  Nicolo  (1728—1800).  Atys,  Tragedie  lyrique 

Paris,  chez  rAllteiir.  Herr  Fritz  Donehauer,  Frag. 

17.  Giove  in  Argo.  Melodrama  pastorale.  Textbuch.  Dresda, 

Giovan  Riedel.     Kgl.  Pricat-Musikalienfiamtnlung,  Dresden. 

18.  Cimarosa,    Domeuico    (1749 — 1801).    II    Matriinonio 
Segreto.  Dramma  giocoso  ia  2  Atti.  Paris,  Imbault. 

K  k.  Hofbibhothek. 

19.  Martin   y  Solar,    Vicente  (1754 — 1810).    Una   cosa 
rara.  Drama  giocoso  1786.  Dieselbe. 

Pult  III:  Verschiedene  Autographe  (hauptsächlich  Kirchen- 
musik). 

20.  Ziani,  Marc.  Ant.  (s.  XVI,  Nr.  82).  Missa.  Autogr. 

K.  k.  Hofbibhothek. 

21.  Predieri,  Luccant.    (1688—1769).  Kyrie  e   Gloria   a 
4  voci  con  striimenti.  Autogr.  Diesel  he. 

22.  Segert    (Seeger),    Josef   Ferd.    N.    (s.  XVI,   Nr.  9). 
Bezifferte    Orgelstimme.  Autogr.  Dieselbe. 

23.  Martini,  Giambatt.  (Padre,  1706—1784).  Copie  zweier 
Motetten  des  Feiice  Anerio  für  4  Stimmen.      Dieselbe. 

24.  Benda,  Georg  (s.  XVI,  Nr.  66).  Philou   und  Theone. 
Melodrama.  Wien  1779.  Autogr.  Dieselbe. 

25.  Brixi,    Franz    (1732 — 1771).    Singstimme    aus    einer 
seiner  Messen.  Autogr.  Dieselbe. 


Raum  XVII.  Musik  des  XVIll.  Jabihunderts.  245 

26.  Koieluch,     Joh.     Auton     (1738—1814).    Fragment 
(Benedictus)  Autogr.  K.  k,  HoßiUiothek, 

27.  Seydelmanii.    Franz   (1748— 18C6).    Fragment  mer 
Messe  zu  4  Stimmen  mit  Instr.  1798.  Autogr. 

Dieselbe. 

28.  Winter,  Peter  v.  fl754 — 1825).  Benedictus  für  Sopran 
mit  Begleitung  des  Orchesters.  Autogr. 

Kgh  Hof-  und  Staat slibliothek,  München. 

29.  Brandl  Johann  (176C— 1837).  Sanctus.  Autogr. 

K.  k.  Hofhib.iothek. 

30.  Weigl  Josef  (s.  XVI,  Nr.  51).  Rollas  Tod.   Ballet. 

1799.   Autogr.  Diesdhe. 


Pult  IV:  Musiktheorie. 

31.  Bonanui,  Filippo  (1638—1725).    Cabiueto  armonico. 

Roma   1723.  Graf  Hahs  Wilczek,  Wün, 

32.  Tosi.  P.  Fr.  (ca.  1650—1730).  Opiuioni  de'  autori 
antichi  sopra  il  canto  figurato.  Bologna,  Lelio  dalla 
Volpe  1723.  ä;  it.  Hofbihliothek. 

33.  Fux,  Johann  Josef  (1660— 1741).  Gradus  ad  Paruas- 
siini  sive  Manuductio  ad  Compositiouem  Musicae  .... 
Wien,  Peter  von  Ghelen  1725.  Dieselbe. 

34.  Brossard,  Seb.  de  (1660 — 1730).  Dictionnaire  de 
musique.  Amsterdam,  Elienne  Roger. 

Füist  Fürstenberg,  Lanna, 

35.  Mattheson  Johann  (1681— 1764).  Grosse  Geueral-bass- 
schule  oder:  Der  exemplarischen  Organisten-Probe  zweite 
Anfinge.  Hamburg,  Kissner  1731. 

Benedictinerstift  zu  den  Schotten,  Wien. 

36.  Derselbe.  Der  vollkommene  Capellmeister.  Hamburg, 
Christ.  Herold  1739.  K,  k.  Hoßibliothek. 

37.  Heinichen,  Joh.  David  (s.  XVI,  Nr.  63).  Neu  erfundene 
Anweisung,  wie  ein  Musikliebender.,  zu  vollkommener 


246  Raum  XVII.  Masik  des  XVIII.  Jahrhunderts. 

Erlernuug   des   Generalbasses   gelange.    Hamburg  Benj. 

Spiller  1711.       Kgl,  Pricat-MimkcUiensammlung,  Dresden. 

38.  Walther,  Joh.  Gottfried  (1684—1748).  Musik-  und 
(yompositionslehre  1708.  Autogr. 

Prof.  Philipp  Spitta,  Berlin. 

39.  Baron,  Erust  Gottlieb  (1696—1760).  Untersuchungen 
über  die  Laute.    Nfimberg,  Jos.  Friedr.  Rudiger   1727. 

K.  k.  HofbibUothek. 

40.  Samber,  Joh.  Bapt.  (erste  Hälfte  des  XVHI.  Jhdt.). 
Gi*ündliehe  und  sichere  Handleitung  durch  die  höchst 
nr>thwendige    Solmisation    zu    der    edlen    Schlagkunst. 

Salzburg  1704.  Benedictinerstift  Gnttweifj. 

41.  Martini,  Giov.  Batt  (s.  XVI,  Nr.  84,  110).  Storia  della 

musica.   Bologna  1757.  K.  k.  Universitätsbibliothek,  Wien. 

42.  Marpurg,  Friedrich  Wilhelm  (1718—1795).  An- 
leitung zur  Singcomposition.  Mit  dem  Bildnis  des  Verfassers. 
Berlin,  G.  Aug.  Lange  1758.  K.  k.  HofHbliothek. 

43.  Kirnbergor,  J.  Ph.  (1721— 1783).  Die  Kunst  des  reinen 
Satzes  in  der  Musik.  Berlin,  H.  A.  Rottmann. 

Kgl,  Privat'Musikalien Sammlung,  Dresden. 

44.  Albrechtsberger,  Georg  (s.  XVI,  Nr.  44).  Kurz- 
gefasste  Methode,    den  Generalbass    zu  erlernen.    Wien 

und   Mainz,   Artaria.        Pfarre  Kefermarkt,  Oberösterreich. 

45.  Kinniger,  Josef  Franz.  Cithara  David  Excitans.  Ab- 
handlung   über    den   Choralgesang.    Linz.   Joh.   Michael 

Feich tinger   1745.  Bmedictinerstift  Kremsmünsler. 

46.  Bartl,  Franz  Konrad  (1750— 1810).  Abhandlung  von 
der  Tastenharmonika.  Brfmn,  Leop.  Haller  1798. 

K.  k.  Hofbibliothek. 

47.  Gugl,  Matthäus  (erste  Hälfte  des  XVIII.  Jhdt.).  Fnnda- 
menta  Partiturae    in  compendio  data.    Augspurg  et  Ins- 

prugg,  Josef  Wolff  1757.       Fürst  Esterhdzy,  Eisenstadt. 

48.  Ohladni.  Ernst  Fl.  Friedrich  (1756—1827).  Beiträge 
zur  praktischen  Musik.  Leipzig,  Breitkopf  &  Härtel 
1821.  K.  k.  HofbiblioiheL 


Raum  XVII.  Mnnk  des  XVm.  Jahrhunderts.  Ul 

Pulk  V:  Briefe  und  Documente. 

49,  50.  Hofrescript   an   Marc  Antonio   Ziani   wegen    der 
Vermögenssteuer.  Dess(;n  Antwort  und  Bitte.  Juni  1712. 

K,  u,  ^^  Hau9',  Hof-  und  StcMtsare/dv. 

51.  Kirnberger,   Phil.  (s.  XVI,  Nr.  125).  Autogr.  Noten- 
fragment. Kgl  Hof-  und  Staatsbibliothek,  München, 

52.  Ziani,  Francesco.  Eingabe   an  den  Kaiser  anlässlich 
des  Todes  seines  Bniders  Marc  Antonio. 

K.  u  k.  Haus-,  Hof-  und  Staatsarchiv. 

53.  Rousseau,  J.  J.  (1712—1778).  Autogr.  Brief  an  Scheyb 

15.  Juli   1776.  Herr  Max  Kalbeck,  Wien. 

54.  Wranitzky,    Anton  (s.  XVI,  Nr.  21).    Autogr.  Brief. 

Fürst  Moriz  Lobkowitz,  Raudnitz. 

55.  Musikerlehrbrief    für    Joh.    Kasp.    Steinhäuser, 
Capellmeistcr  in  Bayreuth,  vom  Jahre  1746. 

Bildhauer  Karl  Costenoble,  Wien. 

56.  Vogler  Georg  Jos.  (1749—1814),  Abbe.  Autogr.  Brief 
an  einen  Würzburg'schen  Staatsrath  (Wagner?) 

Kgl.  KreisarcJiio  Wurzburg. 

57.  Scarlatti,  Giuseppe  (s.  XVI,  Nr.  87).  Quittung  über 
ein    Honorar    als    Gesangslehrer    der    Fürstin    Therese 

Schwarzenberg.  Fürst  Schwarzenberg,  Wien. 

53.  Schulz,  J.  P.  A.  (s.  Nr.  9).  Autogr.  Lied. 

Dr.  Max  Friedländer,  Berlin. 

59.  Salieri,     Autonio     (s.    XVI,    Nr.    6).    Autogr.    Brief, 

August  1814.  Fürst  Moriz  Lobkowitz,  Raudnitz. 

60.  Caldara,  Ant.  (s.  XVI,  Nr.  3).  Gesuch  um  die  kaiser- 
liche Capellmeisterstelle.  1715. 

K.  u.  k.  Haus-,  Hof-  und  Staatsarchiv. 

61.  Porsili»,  Giuseppe  (1672  —  1750).  Desgleichen. 

Dasselbe. 

62.  Scarlatti,  Francesco.  Desgleichen.  Dasselbe. 


«48  Kaum  XVII.  Musik  des  XVni.  Jahrhunderts. 

63.  Majestätsgesuch  (vom  17.  März  1728)  der  kaiserlichen 
Musiker  mit  dem  Concept  des  Vorlageberichtes  von  Joh. 

Jos.  Faxens  Hand.  A:  m.  k.  Beichs-Finamarchiv. 

64.  Wanhal,  Joh.  (s.  XVI,  Nr.  20).  Eigenhändige  Quittung 

vom  28.  Jänner  1792.  Fürst  Schtcarzenherg,  Wim. 

65.  Jomelli,  Nicolo  (s.  XVI,  Nr.  114).  Brief  an  Phil. 
Karl  Graf  zu  Wallerstein. 

Fürst  Oettingen-Oettingen  ujid  Oettingen-Wallerstein. 

Maihingen. 

66.  Gerbert  v.  Hornau,  Martin  (1720—1793),  Abt.  Brief 
ddo.  St.  Blasien,  15.  September  1791. 

KgJ.   Hof-  nnd  Staatshibliothcl'^  München. 

Pult  VI:  Varia. 

67.  68.  Weigl,  Josef  und  Weigl.  Elise,  geb.  Berthier. 
Miniaturen  aus  ihrer  Jugendzeit. 

J.  WeigVs  Enkel,  Wien. 

69.  Ei.  bemalt  von  Kaiserin  Maria  Theresia  (zweiter  Gemahlin, 
Franz  II.)  und  Josef  Weigl  gespendet.  Dieselben. 

70.  Allegorisches  Blatt,  geraalt  von  Kaiserin  Maria  Theresia 
und  Josef  Weigl  gewidmet  zur  Erinneruug  an  die  Auf- 
führung seiner  Oper:  L'Uniforme  1780,  wobei  die  Kaiserin 
die  Hauptrolle  sang.  Dieselben. 

71.  Zwei  Blätter  desgleichen,  dem  Componisten  und 
meiner  Braut  Elise  Berthier  auf  einer  Redoute  gespendet. 

Dieselben. 

72.  Schriftlicher  N  e  u  j  a  h  r  s  w  u  n  s  c  h  der  Kaiserin 
„A  Madame  Madame  Elisabette  Weigl".         Dieselben. 

73.  Verse  mit  Zeichnung  von  Kaiserin  Maria  Theresia  an 

Josef  Weigl.  Dieselben. 

74.  Haydn.  Josef.  Brief  vom  11.  Janner  1794  an  Josef 
Weigl,  worin  er  sein  ehcmal'ges  Palhenkind  zur  0]»er 
La  Principessa  d'Amalfi  beglückwünscht.  Beigeklebt  ein 
Brief  von  van  Swieten  an  WeigVs  Sohn.        Dieselben. 


Baum  XVII.  Musik  des  XYIII.  Jahrhunderts.  S49 

75.  Weigl,  Josef.  Autogr.  Brief. 

Fürst  Moriz  LobkouiU,  Üaudnitz 

76-  Dittersdorf,    Karl    Ditjters    v.    (s.    XVI,    Nr.    141), 
Doppel-Medaillonbild  (Revers  zeigt  dessen  Gattin). 

Herr  Josef  Kastner,  Freiwaldau. 

77.  Salieri,  Antonio.  Notenautogr.  sammt  Feder. 

Fürstin  Dietrichstein,  Nikolsburt;. 

78.  Medaillonabdrücke: 

1.  Faustina  Bordoni  —  una  avis  in  terris. 

2.  Eques  Carolus  Broschi  Farinelli  —  semper  rectus 
semper  idem. 

3.  Giosejjpe  Scalmany  —  in  omnibus. 

4.  Petrus  Metastasius  Romanus. 

5.  Bernardus  Pasquilimis  —  ut  se  in  utroque  perficiat. 

6.  Petrus  Metastasius. 

7.  Alovsius  Marchesius  Mediol.    Cantor  Exini.  (1755 
bis  '1829). 

Kutisthistorische  SammlupgeH  des  Ah.  Kaiserhauses, 

ilder  und  Instrumente. 

79.  Knecht,  Justin  Heinrich  (1752—1817,  Coiuponist 
und  Theoretiker).  Brustbild  (Medaillon).  Kupferst.  (ge- 
mischte Man.).  Oct. 

K.  H.  k.  FamiUen-Fideicomfidsshibliothek. 

80.  La  Mandoline.  Photogravure  Goupil  &  Cie.  nach 
Mariano  Fortuny  (1839—1874).  Fol. 

K.  k.  Äkadende  der  bildenden  Künste^  Wien. 

81.  Ilomilius,  Gottfried  August  (1714-1785,  Kirchen- 
componist).  Brustbild.  Lithogr.  von  Krätzschmer.  Fol. 

A".  M.  k.  Familien-Fideicontmissbibliothek. 

82.  Le  Concert.  Kupferst.  von  A.  J.  Duclos  nach  Augusün 
de  St.  Aubin  (1736-1807).  Quer-Fol. 

A'.  /.*.  Aladeime  der  bildenden  Künste,  Witn. 

83.  Ein  Lautenspieler.  Porträt.  Oelgem.  Lwd.,  h.  88,  br.  68. 

Historischer  Verein^  Axuisburg. 


250  Raum  XVII.  Mosik  des  XVni.  Jahrhunderts. 

84.  Graun,  Carl  Heinrich  (1701—1759,  Oratoriencora- 
ponist).  Brustbild.  Oelgem.  Lwd.,  h.  39,  br.  31. 

Singakademie,  Berlin, 

85.  Tafelmusik  des  Fürsten  Kraft  Ernst  zu  Oettingen 
(zwei  Oboen,  zwei  Clarinetten,  zwei  Waldhörner,  zwei 
Flöten,  oin  Fagott,  ein  Contrabass).  Silhouette  auf  Gold- 
grund, ca.  1791.  Quart. 

Fürst  Oettingen-Oettingen  und  Oettingen-WallersteinfJlaihtngen. 

86.  Marpurg,  Friedrich  Wilhelm  (1718—1795,  Miisik- 
theoretiker).  Halbfigur.  Knpferst.  ron  Friedr.  Hauke, 
Berlin  1758.  Oct. 

K.  u,  k.  FamiUen-FideicommissbibUothek. 

87.  Le  bal  pare.  Kupferst.  von  A.  J.  Diclos  nach  Aug  istin 
de  St.  Auhin  (siehe  Nr.  82).  Quer-Fol. 

A".  k.  Akademie  der  hillenden  Künste,  Wt<m. 

8S.  Fleischer,  Friedrich  Gottlob  (1722-13%).  Brust- 
bild (ovaD.    Schabblutt  von  C.  Schrocder    nach   J.   H. 

Schroeder.   Fol.  Städtisches  Mmchu,  Braunschweig. 


89.  Gretry,  Andre-Erneste-Modeste(1741  -1813.0pi*r:i- 
compouistX  Brustbild.  Lithogr.  von  Belliard  nach  Rob. 

Letevre.  Fol.  JC  u.  k,  FumilienFideicommisnbibUothfk. 


90.  Sterkel.  Joh.  (1750-1S17,  Abtl  Brustbild  (oval). 
Knpferst.  ( Punct.-Man.l  Quart.  Dieselbe, 

91.  Quantz,  Johann  Joachim  (1697 — 1773,  Flötenmeister 
FriedricVs  des  GrolSenl  Brustbild  (ovaD.  Kupferst.  von 
SchleutMi.  Oet.  Dieselbe. 

92.  Schwanberg,  Joh.  Gottfr.  (17S7— IS'H,  Compouist 
und  Hofcapellmeister  in  BraunschweigV  Brustbild.  Oel- 
ireniältle,  h.  69,  br.  52. 

Städtisches  Mtisfum,  Brauns chtceig, 

93.  Benda,  Franz  «1709 -1786,  Violinvirtuose).  BrustbilJ 
(Medaillon  .  Radierung  von  Ickert,  1783.  Oct, 

K.  H.  k.  Fa^ilien-Fideicommissbifdiothek. 


Kaum  XVII.  Mueik  des  XVIII.  Jahrhunderts.  tö\ 

94.  Reiche,  Gottfried  (geb.  1667,  Trompeteiivirtiiose).  Halb- 
figur. Oelgem.  Lwd.,  h.  83,  br.  62. 

Stadthihliothek  Leipzig. 

95.  Mara,  Gertrud  Elisabeth  (1749—1833,  berühmte 
Sängerin).  Brustbild.  Oelgem.  Lwd.,  h.  61,  br.  48. 

Kgl,  Ober'Hofmars'^halUimt,  Berlin. 

96.  Naumann,  Johann  Gottlieb  (1741—1801,  sächs. 
Hofcapellmeister).  Brustbild.  Oelgem.  Lwd.,  h.  62,  br.  51. 

Kgl.  Hnftheatir,  Dresden. 

97.  Graun,  Carl  Heinrich  (s.  Nr.  84).  Brustbild,  Schab- 
blatt von  Val.  Dan.  Preisler  nach  A.  Möller.   Nürnberg 

1752.   Fol.  K.  u.  l'.  Familien-FideicommisshihHolhek. 

98.  Telemann,  Georg  Philipp  (1681—1767,  Organist 
und  Orgelcomponist).  Halbfigur.  Schabblatt  von  Val. 
Dan.  Preisler  nach  L.  M.  Schneider.  Fol.        Dieselbe. 

99.  Mattheson,  Johannes  (1681—1764,  Musikschrift- 
steller). Brustbild  (oval).   Kupferst.  von  C.  Fritsch  nach 

Wahll.   Quart.  Dieselbe. 

100.  Runder  Tisch,  Tischplatte  (Soleuhofer  Stein)  mit  ein- 
geätzten Wappen,    Inschriften  und  Mensuralnoten.  XVI. 

Jhdt.  Stadtmagistrat  Amberg. 

101.  Octogonbass  von  Vuillaume  in  Paris,  seinerzeit  für  die 
kaiserUche  Oper  in  Moskau  erbaut. 

Herr  Karl  Zach,  Wien. 

102.  Pedalharfe  im  Empirestil,   bez.  Cousineau  pere  et  fils 
ii  Paris.  Ende  des  vorigen  Jhdt.  Derselbe. 


iol  Georg  Friedrich  Händel. 

Georg  Friedrich  Händel, 

geb.  23.  Febr.  1685  zu  Halle  a.  S.,  gest.  13.  April  1759 

in  London. 

1.  Händel,  G.  F.  Suites  de  Pieces  poiir  le  Clavecin.  I  vol. 
London,  beim  Autor.  Siich,  veröflfentlieht  1720. 

Stadthihliothek  Harn b urg, 

2.  Derselbe.  Oratorium  Esther  (componiert  1720).  Rein- 
schrift von  Handelns  Schüler  Smith.  Händel's  Hand- 
exemplar, in  dem  sich  mehrfach  Bleistiftnotizen  von  eigener 
Hand  finden.  Eine  Partie  von  Händel  selbst  geschrieben. 

Dieselbe. 

3.  Derselbe.  Die  Oper  Kadamisto  (1720?).  Handexemplar 
Händeis  in  Reinschrift  von  seinem  Amanuensis  Smith,  mit 
eigenhändigen  Bleistiftvermerken  HändeFs,  3  vol.  (3  Acte). 

Dieselbe. 

4.  Derselbe.  Parnasso  in  Festa  per  gli  Sponsali  di  Teii 
e  Peleo,  Serenata  (vollendet  1734),  Reinschrift  von  HändeFs 
Schüler  Smith  mit  eigenhändigen  Bleisliftvermerken  von 
Händel.  Dieselbe. 

5.  Derselbe.  Händeis  Handexemplar  des  Oratorium  Saiil 
Tcomponiert  1738).  Reinschrift  von  Smith,  mit  mehrerei» 
Verbesserungen  und  Vermerken  von  Händeis  Hand. 

Dit  selbe. 

6.  Derselbe.  Oratorium  Messias  (componiert  1741),  nach 
W.  A.  Mozarts  Bearbeitung.  Partiturdruck.  Leipzig. 
Breitkopf  &  Härtel. 

Fürbt  Schwarze^iberg,  Wien. 

7.  Vier  Blatt  Facsimile  aus  diMu  Aatograph  des 
Messias  von  Händel,  welche  beweisen,  dass  dieses  Ora- 
torium in  den  23  Tagen  vom  22.  August  bis  September  1741 
componiert  ist,  und  zwar:  1.  Anfang  und  2.  Schluss  des 
ersten  Theiles;  3.  Schluss  des  Halleluja  und  damit  des 
zweiten  Theiles:  4.  Ende  des  ganzen  Werkes.    Aus  Fr. 


Georg  Friedrich  Händel.  353 

I  Chrysanders  soeben  erscheinendem  vollständigen  Facsimile- 
ansgabe  des  Messias. 

Dr.  Chrysander,  Bergedorf  hei  Hamburg. 

8.  Händel,    G.  F.    Oratorium    (componiert    1743).    Stich. 
Mit  Händeis  Medaillonbild  (vergl.  Nr.  18  a). 

Gesellschaft  der  Musikfreunde,  Wien. 

9.  Händel.  Arie:  „Fly  from  false  man,  Dorinda."  Aiitogr. 

K.  k.  Hofbibliothek. 

10.  Derselbe.  „Salve  Regina.  Autogr." 

Kgl.  Bibliothek,  Berlin. 

Bilder. 

11.  Händel,    Georg   Friedrich,    als    Knabe    (Familien- 
grnppe).  Oelgem.  von  Joh.  Zoffany  (1733 — 1810).  Lwd., 

h.  68,  br.  81.  Graf  Karl  Lanckoronski,  Wien. 

12.  Derselbe.  Brustbild  (oval).  Sepiazeichnungvon G.A.Wolf- 
gang.  London  1737.  Quart.     Herr  C.  F.  Peters,  Leipzig. 

Vom  Maler  Joh.  Heinrich  Schröder  (1757—1812)  aus  Enorland 
mitgebracht,  yon  einem  seiner  Verwandten  1866  in  den  Besitz  des 
Postdirectors  Dreyssigacker  in  Meiningen,  von  diesem  188^1  an 
den  gegenwärtigen  Besitzer  übergegangen. 

13.  Derselbe.  Kniestöck.  Oelgem.  Lwd.,  h.  120,  br.  98. 

Stadtbibliothek  Hamburg. 

Von  Händel  ans  London  an  seine  Familie  nach  Deutschland 
geschickt. 

14.  Derselbe.  Brustbild  (oval).  Kupferst.  von  Jos.  Kowatsch 

(1799  - 1843).  Fol.  Artaria  d:  Cie.,  Wien 

15.  Derselbe.  Brustbild  (oval).  Kupferst.  von  J.  Honbrakon 
(nach  F.  Kyto,  1742).  Fol. 

K.  u.  k.  Familien-Fideiconimisshihliothek. 

16.  Derselbe.  Brustbild  (Medaillon).  Kuj)ferst.  von  F.  Barto- 
lozzi  nach  ß.  B.  Cipriani  (1726  od.  1727—1785).  Fol. 

Dieselbe. 

17.  Derselbe.    Statue  von  Louis  Franfois  Roubillae  (Rou- 


254    Georg  Friedrich  Hfindel.  —  Job.  Seba«t.  Bach  a.  seine  Familie. 

billiac,    1703—1762),    Denkmal  üäuMs  id  der  West- 
minstcr  Abtei,    London.  Radiernng  Ton  S.  Henne.    Fol. 

Herr  Ludwig  PoUak,  Wien. 

18.  Derselbe.  Blatt  wie  Nr.  17.  K  k.  So/bibliothek. 

18a.  Derselbe.  Statoe  in  Vauxhall  von  Roubillac,  1738 
(siehe  Nr.  17).  Kupferst.  (gem.  Man.)  von  F.  Bartolozzi 
nach  der  Zeichnung  von  B.  Rebecca.  Titelblatt  zu 
Amold's  Ausgabe  der  Werke  Händeis.  Fol.      Dieselbe. 

19.  Derselbe.  Brustbild  (oval).  Kupferst.  (Punct.-Man.)  vi^u 

Bollinger.   Oct.        K.  u.  k.  FamiUen-FideicomnisabihUüfhek. 

20.  Derselbe.  Ganze  Figur  („Apotheose  Händeis").  Kupferst. 
von  F.  Bartolozzi  nach  G.  B.  Cipriaui  (siebe  Nr.   16). 

Quart.  Artaria  d'  Cie.,  Wie^t. 

21.  Derselbe.  Brustbild.  Kupferst.  von  L.  6.  Sichling  nach 
Th.  Hudson  (1701—1779).  Fol. 

K.  u.  k.  Familien^Fideicomimsshibliothek. 

22.  Derselbe.  Brustbild.  Radierung  von  0.  Becker  nach 
Hudson  (siehe  Nr.  21).  Fol. 

Muaikv erlag  C.  Simon,  Berlin. 


Johann  Sebastian  Bach  nnd  seine  Familie. 

Pult  I. 

1.  J.  S.  Bach  (gob.  21.  März  1685  zu  Eisenacli.  gest. 
28.  Jnli  17ÖÜ  in  Leipzig).  Das  wohlteraperirte  Ciavier 
oder  Praludia  und  Fugen  durch  alle  Tone  und  Semi- 
tonia  II.  s.   w.    1722.    Autogr.    (Aiu    Ende   das    Datum 

Mai   1722j.  Kgl.  Bibliothek,  Berlin. 

2.  Derselbe.  Beschwerdeschrift  an  Friedrich  August  von 
Sachsen  über  Entziehung  eines  Theiles  des  ihm  zu- 
kommenden Gehaltes  seitens  der  Universität  Leipzig, 
datiert  Leipzig,  den  14.  September  1725.  Autogr. 

Kffl.  Sachs.  Haupt.staatsarchir,  Dresden. 


Johann  Sebastian  Bach  und  seine  Familie.  255 

3.  Derselbe.  Kyrie  und  Gloria  der  H-moU-Messe  (der 
hohen),  Termnthlich  too  Bachs  Gattin  geschrieben. 
Handschr.  mit  dem  Titel :  G^en  Sr.  Königl.  Hoheit  und 
ChorfSrstl.  Durchl.  zn  Sachsen  bezeigte  mit  inliegender 
Missa  seine  nnterthänigstc  Devotion  der  Autor  J.  S.  Bach. 
Das  Dedicationssehreiben  dazu  s.  Nr.  4. 

Kj^L  Pricai'MusikaliensaMmlung,  Dresden, 

4.  Derselbe.  Begleitschreiben  an  Friedrich  August  von 
Sachsen  zur  hohen  Messe  (siehe  Nr.  3).  Autogr.  Dat. 
Dresden  ?7.  JoH  1733.  Dieselbe. 

5.  Derselbe.  Fönfstimmige  (hohe)  Messe  mit  vollem 
Orchester.  Part.-Ausgabe  nach  einem  Autogr.  aus  Ph.  E. 
Baeh's  Besitze  von  H.  G.  Nägeli. 

Benedictinerstift  Götttceig, 

Gedruckt  ist  nur  Kyrie  und  Gloria,  welche  zum  Tbeil  von  dem 
riginal  Nr.  Z   stark   al 
wiuberer  Reinschrift  vor. 


Original  Nr.  Z  stark   abweiclien.   Der  Rest  der  Hease  liegt   in 
,be 


(>.  Derselbe.  Cantate  zum  Michaelisfest:  ^Herr  Gott  Dich 
loben  Alle  wir^.  Autogr.  Prof,  Barrel,  Berlin. 

7.  Derselbe.  Pfingstmusik  „0  ewiges  Feuer."  Autogr. 

Kgl,  JoachiiiisthaVscI^s  Gymnasium,  Berlin. 

8.  Derselbe.  Concerto  da  ehiesa  auf  den  Sonntag  Quasi- 
modogeniti.  Autogr.  mit  dem  Namen  Kirnberger  auf  der 
ersten  Seite.  Dasselbe 

9.  Derselbe.  Fantasia  per  il  Cembalo  ohne  Fuge.  Ein 
Blatt.  Autogr.  Vgl.  folgende  Nummer. 

Dr.  Max  Friedländer,  Berlin, 

10.  Dieselbe  Fantasia  mit  Fuge,  3  Blätter.  Autogr. 

Kgl.  Privat'Musikaliensanimlung,  Dresden. 

her  Uauptunterschied  zwischen  diesem  Antogr.  und  dem  Nr.  9 
ist.  dass  lür  das  obere  Liniensysteni  in  letzterem  der  Sopran-,  in 
Torliegeiider  Handschr.  aber  der  Violinschlüssel  auf  zweiter  Linie 
angewendet  worden  ist.  („Monatshefte  f.  Mus.-Gesch.**  1876,  S.  liü.) 

11.  J.  S.  Bach.    Musicalisehes    Opfer.    Sr.  kgl.  Majestät  in 
Preussen  gewidmet.  Druck  1747. 

Kgl.  JocchimbthaVsches  Gi/mnasium,  Berlin. 


256  Johann  Sebastian  Bach  und  seine  Familie. 

12.  Derselbe.  Matthäuspassion,  Passio  Domini  nostri  J.  C. 
secundum  Evangelistam  Matthaeiim.  Poesia  per  Dominum 
Henrici  alias  Picander  dictus.  2  Theile.  Autogr.  Die 
Recitativ-  u.  a.  Stellen  mit  rother  Tinte  geschrieben. 

Kgl.  Bibliothek,  Berlin. 

13 — 15.  Drei  Bände  Acten  der  Thomassehule  zu  Lieipzig 
aus  Bachs  Zeit,  darin  u.  a.  die  Vermerke  über  die 
Besoldung  des  Thomaskantors.      Stadibibliothek  Leipzig. 

16.  J.  S.  Bach.  Stichprobe  zu  dem  Unternehmen:  ^Sämmt- 
liche  Werke  von  J.  S.  Bach",  AVien,  Tob.  Haslinger. 

Benedictinerstift  Göttweig. 

17.  Derselbe.  Musikalische  Kunstwerke  im  strengen  Style, 
Zürich,  H.  G.  Nägeli,  Stich  des  wohltemperierten  Claviers. 

K,  k.  Hof  bibliothek. 

18.  Derselbe.  Das  wohltemperierte  Ciavier,  Prag,  M.  Berra. 
Stich.  Dieselbe. 

19.  Bach,  Wilh.  Friedem»fiu  (1710—1784,  ältester  Sohn 
Joh.  Seb.  Bach's).  Sinfonia  in  D  für  2  Homer,  2  Oboen. 
2  Violinen,  Viola,  Fagotto  obligato  und  Violone.  Autogr. 

Kgl.  Bibliothek,  Berlin. 

20.  Derselbe.  Acht  seltene  KirchentOne  in  eigenhändiger 
Part.  Autogr.  Dieselbe. 

21.  Derselbe.  Drei  Concerte:  1.  für  Cembalo  con  Violini, 
Viola  e  Basso;  2.  u.  3.  a  due  Cembali.  Handschr.,  zum 
Theil  GeneralbassbeziflFerung  mit  Bleistift  vermerkt.  Dedi- 
cationsschreiben  dazu  siehe  folgende  Nummer. 

Kgl.  Prioat'Musikaliensammlung,  Dresden. 

22.  Derselbe.  Begleitschreiben  zu  einem  Concert  an  den 
Landgrafen  zu  Hessen-Darmstadt  (als  dessen  „ohnlängst 
berufener  Capellmcister"),  datiert  Halle  in  Sachsen,  den 
29.  Juli  1767.  Gehilrt  zu  Nr.  21.  Dieselbe. 

23.  Derselbe.  Ricercata  a  5  stromenti  und  Sinfonie  in 
D:^  fürs  ganze  Orchester  componiert.  Aus  der  Sammlung 
des  Aloys  Fuchs,  von  Letztcrem  aus  der  eigenhändigen 

Partitur  Bachs  COpiert.  Benedictinerstift  Göttweig. 


Johann  Sebastian  Buch  und  seine  Familie.  257 

24.  Bach,  Phil.  Em.  (der  zweite  der  überlebenden  Söhne 
J.  S.  Bach's,  geb.  14.  März  1714  zu  Weimar,  gest. 
14.  September  1788  in  Hamburg).  Sei  Sonate  per  Cem- 
balo ....  Op.  II.  Nürnberg  Ulr.  Haflfner.  Stich.  Dem 
Herzog  Eugen  v.  Württemberg  gewidmet. 

K.  k.  Hof  bibliothek. 

25.  Derselbe.  Sechs  leichte  Clayiersonaten,  Leipzig,  Chr, 
Breitkopf  &  Sohn  1766.  Druck.  Graf  Hans  Wikzek,  Wien. 

26.  Derselbe.  Em.  Deutsche  Lieder  für  eine  Singstimme 
mit  Ciavier,  nebst  Brief  vom  Componisten  an  den  Ver- 
leger J.  H.  Voss  als  den  Herausgeber  des  Qöttinger 
Musenalmanachs,  für  welchen  Bach  die  Lieder  1774  bis 
1776  schrieb.  Der  Band  enthält  des  weiteren  deutsche 
Lieder  von  J.  A.  P.  Schulz  und  D.  Weiss,  aus  dem 
Nachlasse  von  Joh.  Heinr.  Voss. 

K,  h,  Hof'  und  Staatsbibliothek^  München. 

27.  Derselbe.  »Heilig."  Part.  Autogr.     K  k.  Hofbibliothek. 

28.  Derselbe.  Heilig  mit  zwey  Chören  und  einer  Ariette. 
Hamburg  (Autor)  1779.  Part.  Druck  in  GroO-Fol. 

Fürst  Esterhäzy,  Eisenstadt. 

29.  Derselbe.  Sechs  Ciaviersonaten  für  Kenner  und  Lieb- 
haber ....  1.,  3.  u.  4.  Sammlung,  Leii>zig  (Autor)  1779, 

1781,  1783.  Benedictinerstift  Götttceig. 

30.  Derselbe.  Magnificat  in  D#  ä  4  Voci  con  stromenti.  Part. 
Handschr.   aus  der  Sammlung   de^  Aloys  Fuchs,  1837. 

Dasselbe. 

31.  Derselbe.  12  Clavier-Concerte  mit  Begleitung  von 
2  Violinen,  Bratsche  und  Bass.  Part.  Autogr. 

Kgl.  Bibliothek,  Berlin. 

32.  Bach,  Joh.  Christoph  Friedrich  (1732—1795, 
neunter  Sohn  Joh.  Seb.  Bach's,  genannt  der  Bückeburger 
Bach).  Die  Auferstehung  Lazarus'.  Oratorium  (von  Herder). 

Autogr.  Bitselbe. 

I  17 


258  Johann  Sebastian  Bach  und  seine  Familie. 

Bilder. 

33.  Bach,  Johann  Ambrosius  (f  1695,  Stadtmusicus  in 
Eisenach,  Vater  Joh.  Seb.  Bach's).  Brustbild.  Oelgem. 
Lwd.,  h.  90,  br.  77.  KgL  Bibliothek,  Berlin. 

34.  Bach,  Johann  Sebastian.    Brustbild.    Oelgem.  Lwd., 

h.   48,   br.  38.  Herr  C.  F,  Peters,  Leipzig. 

Bis  in  die  zwanziger  Jahre  unseres  Jahrhunderts  im  Besitze  der 
Bach' sehen  Familie,  um  1828  von  einer  £nkelin  Bach's  an  den 
Flötenvirtaosen  und  Inspector  des  Conservatoriams  zu  Leipzig, 
Carl  Grenser  (179: — 1864)  verkauft,  in  dessen  Familie  es  bis  in 
die  neueste  Zeit  geblieben  ist. 

35.  Derselbe,  (mit  einem  sechsstimmigen  Canon  in  der 
Hand).  Brustbild.  Oelgem.  von  E.  6.  Haußmaun,   1746. 

Lwd.,  h.   78,  br.   72.  Thomasschule,  Leipzig. 

36.  Derselbe.  Brustbild.  Oelgem.  von  Christ.  Friedr. 
Reinh.  Lisiewski,  1777.  Lwd.,  h.  93,  br.  76. 

KgL  JoachimsthaVsches  Gymnasium,  Berlin. 

37.  Derselbe  (lesend).  Kupferst.  von  Grielimann.  Oct. 

K.  u.  k.  Farnüien-Fideicommisshihliothek. 

38.  Derselbe.    Brustbild.  Radierung  von  Carl  Becker.  Fol. 

Musikverlag  Carl  Sitnon,  Berlin. 

39.  Derselbe.  Gypsbüste. 

Großherzog  Carl  Alexander  von  Weifnar, 

40.  Derselbe.    Statuette.    Entwurf    für    das  Denkmal  in 

Eisenach.  Prof.  Adolf  Donndorf,  Stuttgart. 

41.  Bach,  Johann  Christian  (der  englische  Bach,  1735 
bis  1782).  Apotheose.  Kupferst.  Fol. 

A'.  u.  k.  Familien-Ftdeiconnuissbibliothek. 

42.  Bach,  Carl  Philipp  Emanuel  (1714—1788).  Brust- 
bild.  Pastell.  Quart.  KgL  Bibliothek,  Berlin. 

Das  beste  3ild,  gest.  von  Lips  in  Lavatefs  Phy»iognoraik. 

43.  Derselbe.  Gypsmedaillon.  Dieselbe. 

44.  Derselbe.  Gypsbüste.  Bez.  1827.  Dieselbe. 


Joh.  Sebaat.  Bach  a.  seine  Familie.  —  Christoph  Willib.  von  Gluck.     259 

45.  Bach,  Johann  Christoph  Friedrich  (s.  Nr.  32). 
Brustbild.  Oelgem.  nach  Matthieu,  1774.  Lwd.,  h.  45, 
br.  36.  Kgl  Bibliothek,  Berlin, 

46.  Bach,  Johann  Ludwig  (1677—1741,  Capelldirector 
in  Meiningen).  Brustbild.  Pastell.  Quart.  Dieselbe, 

47.  Bach,  Wilhelm  (1756—1846,  Sohn  des  Johann 
Christoph  und  Enkel  des  Johann  Sebastian  Bach,  Capell- 
meister  der  Königin  Louise).  Oelgem.,  angeblich  von 
Eduard  Magnus  (1799—1872).    Pappe,    h.  25,    br.  20. 

Singakademie,  Berlin. 
Von  seiner  Tochter  der  Berliner  Singakademie  gewidmet. 

48.  Bachflugel  (s.  XII,  Nr.  1049). 


Christoph  Willibald  von  Gluck, 

3b.    zu  Weidenwang   am    2.    Juli  1714,    ge.st.    zu  Wien    am 

15.  November  1787. 

1.  Orfeo  ed  Euridice.  Finale  des  zweiten  Actes  „Trionfi 
amore  e  il  mondo  intiero  serva  all  impero  della  beltä^. 

Part.   AutOgr.    7  Bl.  Grofiherzogl  Bibliothek,  Weimar. 

Componiert  1762  nnd  am  5.  October  dieses  Jahres  im  Theater 
nächst  der  Hol  borg  zum  ersten  male  aufgeführt. 

2.  Scene  aus  der  Oper  „Antigono^.  Recitativ  „Berenice 
ove  sei?"  und  Arie  „Ombra  che  pallida".  Ciavierauszug. 

AutOgr.  Kgl.  Bibliothek,  Berlin. 

Diese  Oper  wurde  von  Glack  im  Jahre  1754  nebst  der  Oper 
.11  Trionfo  di  Camillo**  für  Kom  componiert.  Beigeheitet  sind  eine 
handschr.  Arie  aus  der  Oper  „Die  Pilgrime  von  Mekka^  (1*64), 
„Schönste  dein  Reiz^  im  Clavierausznge,  für  Elopstock's  Nichte  be- 
stimmt und  eine  aus  dem  Nachlasse  Klopstock's  stammende  Ab- 
schrift der  Arie  aus  der  Oper  „Ezio"  —  „Ecco  alle  mie  catene". 
(1763.) 

3.  Chor  aus  „L'Atto  d'Aristeo^,  Autogr.  Facsimile. 

Herr  Karl  Sinum,  Berlin. 

Componiert  anliisslich  der  Vermählung  des  Infanten  Don  Ferdinand 
mit  der  Erzherzogin  Maria  Amalia  in  Parma  1769. 

17* 


860  Christoph  Willibald  von  Gluck. 

4.  „De  profundis  clamavi",  der  130.  Psalm  für  Chor 
und  Orchester.  Abschrift.  K,  k.  HofbMiothek. 

Diese  einzig  erhaltene  kirchliche  Composition  6lack*8  wurde  bei 
der  von  Antonio  Salieri  geleiteten  Todtenfeier  Glack's  zur  Auf- 
führung gebracht. 

5.  Brief  Gluck's  an  Klopstock.  Wien,  24.  Juni  1775. 

Kgl  Bibliothek,  Berlin. 

Gluck  lernte  Klopstock  1775  in  Strassburg  kennen  und  verblieb 
mit  ihm  in  freundschaftlichem  Verkehr. 

6.  Brief  Gluck's  an  P.  Martini  in  Bologna.  Wien,  26.0ctober 
1773.  K.  k.  Hofbibliothek. 

7.  Calzabigi,  Raniero  di.  Brief  an  den  Fürsten  Kaunitz 
sammt  Couvert.  Wien,  17.  Juni  1771. 

Herr  Max  Kalbeck,  Wien, 

Calzabigi  schrieb  für  Gluck  die  Texte  zu  den  Opern  „Orfeo  ed 
Euridice**  und  „Alceste". 

8.  Alcoste,  Tragedia  messa  in  musica  dal  Signore  Cavaliere 
Christoforo  Gluck.  Part.  Orig.-Ausgabe.  Wien,  Thomas 
E.  V.  Trattnern  1769. 

Philhartnonische  Gesellschaft,  Laibach. 

Die  erste  Aufführung  dieses  Meisterwerkes  fand  am  16.  December 
1767  in  Wien  statt. 

Die  Partitur  erschien  mit  einer  Zueignung  an  den  Erzherzog 
Peter  Leopold,  Grossherzog  von  Toscana,  in  welcher  Gluck  seine- 
Grundsätze  über  die  Reform  der  Oper  ausführlich  entwickelt. 

9.  Klopstock's  Oden  und  Lieder  beyra  Ciavier  zu 
Singen,  in  Musik  gesetzt  von  Herrn  Ritter  Gluck. 
Wien,  Ärtaria  &  Cio. 

Gesellschaß  der  Musikfreunde,  Wien. 

10.  La  Rencontre  imprevüe,  ou  lesPelerines  de  laMecque. 
Opera  comique  ])ar  Mr.  Dancourt.  La  musique  est  de 
Mr.  lo  Chevalier  Gluck.  (Componiert  1764.)  Textbuch  für 
das  Theater  in  Cassel.  Th.  0.  Harape,  1780. 

Staatsarchiv,  Marburg, 

11.  Gluck  Chr.  W.  Elfenbeinminiatur. 

Herr  Meyer-Cohn,  Berlin. 


Christoph  Willibald  von  Gluck.  261 

•12.  Porträt -Medaillon    von     Gluck's    Grabdenkmal     am 
Matzleinsdorfer  Friedhofe  in  Wien. 

Historisches  Museum  der  Stadt  Wien. 

Das  Grabdenkmal   wnrde   im  Jahre  1846   renoviert,   wobei   das 
vorliegende  Medaillon  durch  ein  Bronzeraedaillon  ersetzt  wurde. 

13.  Medaille  auf  Gluck  von  Carl  Friedr.  Voigt  (1800  bis 
1874).  Gypsabdnick. 

KunstUstarische  Sammlungen  des  Äh,  Kaiserhauses. 

tiider  und  Büsten. 

14.  Gluck,  Chr.  W.  Brustbild.  Oelgem.  Copie  nach  Josephe- 
Sifrfede  Duplessis  (1725—1802),  kaiserl.  Geraäldegallerie 

Wien.  Fräulein  Minna  Högel,  Wien. 

15.  Derselbe.     Colossalbüste    von   Jean-Antoine    Houdon 
(1740—1828),  Oper,  Paris.  Gypsabguss. 

Gesellschaft  der  Musikfrexmde^  Wien. 

16.  Derselbe.  Bnistbild  (Medaillon).  Kupferst.  von  Augustin 
de  St.  Aubin,  1781.  Oct. 

K.  u.  k.  FamUien-Fideiconimissbibliotliek. 

17.  Derselbe.  Brustbild  (oval).  Schabblatt  von  Quenedey. 

Fol.  Artaria  rf*  Cie.,  Wien. 

18.  Derselbe.  Bnistbild  (oval).  Kupferst.  (Punct.-Man.)  Quart. 

K.  u.  k.  Familien-Fideicommisshihliothek. 

19.  Derselbe.    Brustbild  (oval).    Kupferst.  von  Liebe.  Oct. 

Herr  Ludwig  Pollak,  Wien. 

20.  Derselbe.  Lithogr.  von  Maurin  aine.  Fol. 

K.  u.  k.  Familien-Fideicommisshibliothek. 

21.  Derselbe.  Brustbild.  Mit  Facsimile  seiner  Notenschrift. 
Lithogr.  von  Pet.  Joh.  Nep.  Geiger.  Fol. 

K.  k.  HoßiUiothek. 

22.  Derselbe.    Brustbild.   Kupferst.  von  G.  Goldberg  nach 

C.  Jäger.   Fol.        K.  u.  k.  FamiUen-Fideicommisshihliothek. 

23.  Derselbe.  Brustbild.  Gypsmedaillon  von  Prof.  Otto  König. 

Prof.  Otto  König,  Wien. 


86«  Christoph  Willibald  von  Gluck.  —  Josef  Haydn. 

24.  Derselbe.  Sein  Monument  auf  dem  Matzleinsdorfer  Fried- 
hofe in  Wien.  Lithogr.  Fol. 

Historisches  Museum  d^i'  Stadt  Wien, 

25.  Mara,  Elisabeth,  peb.  Seh meling  (siehe  XVII,  Nr.  95). 
Bnistbild  (oval).    Kupferst.  (Punct.-Man.)  von  Nettling, 

1803.  Quart.  Herr  Ludwig  PoUak,  Wien. 

26.  Dieselbe    als  Armida.    Kniestück    (oval).    Colorierter 
Kupferstich  von  Joh.  Conr.  Sasemihl.  Oct.       Bemelhe. 


Josef  Haydn, 

geb.  am  31.  März  1732  in  Rohran  (Niederösterreich), 
gest.  am  31.  Mai  1809  in  Wien. 

Pult  I:  Autographe  Josef  Haydn's. 

1.  Divertimento  in   G,    Für    Barj'ton,  Viola    und    Bass. 

Partitur   1767.  Fürst  Esterhdzy,  Eisenstadt. 

Eines  der  zahlreichen  Stücke,    welche  Haydn  für  das   Barjton. 
das  Lieblings]  nstrnment  des  Fürsten  Esterhazy,  schrieb. 

2.  Symphonie  in  Fis-moll   (Abschiedssymphonie).    Part. 

1772.  "  Derselbe. 

3.  Symphonie  in  H-dtir,  Part.  1772. 

Derselbe. 

4.  Madrigal   für  Chor  und  Orchester.    Part.    London 
1791.  Derselbe. 
Erste  Composition  Haydn's  auf  einen  englischen  Text. 

5.  Symphonie  in  Ä-dur.  Part.  1765. 

Herr  August  Artaria,  Wien. 

6.  Quartett  für  Streichinstrumente  in  G-moll.   Part. 

1793.  Derselbe. 

7.  Desgleichen  in  Es.  Part.  1793.  Derselbe. 

8.  Desgleichen  in  C-dur,  Part.  1793.  Derselbe. 


Josef  Haydn.  263 

9.  Symphonie  in  D-dur.  Part.  1777. 

Herr  August  Ärtaria,  Wien. 

10.  Elementarbnch  der  verschiedenen  Gattungen 
des  Contrapunkts.  Aus  den  größeren  Werken 
des  Kapellm.  Fux  von  Josef  Haydn  zusammengezogen. 
Esterhaz,  22.  Spt.  1789.  Abschrift. 

Fürst  Esterhdzy,  Eisenstadt, 


Pult  II: 


11.  „Die  ganze  Welt  will  glucklieh  seyn".    Lied  mit 

Clavierbegleitung.   Autogr.      Herr  August  Artaria,  Wien. 

12.  Missa  Sti.  Nicolai  in  G.  (Sechsvierteltact-Messe). 
Part.   1772.  Autogr.  Derselbe. 

13.  Messe  in  B-dur.  (Theresienmesse).  Part.  17.^9.  Autogr. 

K.  k.  Hofhibliotheh, 

14.  ^Der   Greis."    Gedicht    von    Geliert    in    der  Abschrift 

Haydn's.  Fürst  Fsterhdzy,  Eisenstadt. 

15.  Brief  Haydn's,  Esterhaz,  21.  Juli  1801,  ^en  Verlag 
des  Oratoriums  ;,Die  Jahreszeiten"  betreflfend. 

Herr  Julius  v.  Herz,  Wien. 

16.  Brief  Haydn's,    vom  6.  November  1805    (Fragment). 

Dr.  Max  Friedländer,  Berlin. 

17.  Brief  Haydn's  an  Freiherrn  v.  Müller,  fürstlich 
Oettingen- Wallerstein' sehen  Agenten  in  Wien,  Esterhaz, 
29.  November  1789. 

Fürst  Oetiingen-Oettingen  und  Oettingen-Wallerstein, 

Maihingen. 

18.  ;,Verzeichniss  aller  derjenigen  Compositionen, 
welche  ich  (Josef  Haydn)  mich  beiläufig  erinnere,  von 
meinem  18ten  bis  in  das  73ste  Jahr  verfertiget  zu  haben." 
Abschrift,  vermuthlich  von  seinem  Famulus  Elssler. 

Fürst  Esterhdzy,  Eisenstadt. 

Haydn  setzte    in   diesem  Verzeichnisse  (1805)    die  Anfangstacte 
derjenigen  Compositionen  auf,  deren  er  sich  noch  erinnerte. 


264  Joeef  Haydn. 

19.  Textbuch  der  „Schöpfang^  mit  Randbemerkungen 
van  Swieten's,  als  Compositionsvorlage  für  Haydn. 

Fürst  Eaterhdzy,  Eisewttadi. 

20.  ^Das  jüngste  Gericht^,  Oratorium  von  Ignaz  Scheiger 
(als  ein  Gegenstück  zur  ;,Schöpfung^  yon  Haydn  zur 
Composition  bestimmt,  aber  nicht  ausgeführt). 

Derselbe. 

21.  Cassenausweis  über  den  Beitrag  des  Fürsten  Josef 
Schwarzenberg  zur  ersten  Aufführung  der  „Schöpfung^, 
welche  im  Palais  Schwarzenberg  am  29.  April  1798 
unter  Leitung  Haydn's  auf  Kosten  einer  Anzahl  öster- 
reichischer Cavaliere  stattfand. 

Fürst  Schwarzenberg,  Witn. 

22 — 23.  Zwei  Cassenbelege  über  den  Beitrag  des  Fürsten 
Schwarzenberg  zur  ersten  Aufführung  der  „Jahreszeiten^ 
im  Palais  Schwarzenberg  am  24.  April  1801.  Vgl.  21. 

Derselbe, 

Pult  IIJ: 

24.  Ehrendiplom  der  „Maatschappy  der  Verdiensten" 
in  Amsterdam  (1801),  fiir  Josef  Haydn. 

Fürst  Esterhdzy,  Eisenstadt, 

25.  Haydn's  Ehrenbürgerdiplom  der  Stadt  Wien,  vom 
1.  April  1804.  Derselbe, 

26.  Goldene  Ehrenmedaille  von  N.  Gatteauz,  welche 
Haydn  von  den  vereinigten  Tonkünstlem  der  großen 
Oper  in  Paris  aus  Aulass  der  ersten  Aufführung  der 
„Schöpfung"  in  Paris  (1800)  erhielt.  Derselbe, 

Beiliegend  der  Gypsabdrack  des  Avers  der  Medaille. 

27.  Silberne  Ehrenmedaille  für  Haydn  als  Mitglied  des 
„Institut  National  des  Sciences  et  des  Arts"  in  Paris,  1802. 

Derselbe, 

28.  Silberne  Ehrenmedaille,  welche  Haydn  als  Mitglied 
des  „Conservatoire  de  Musique"  in  Paris  erhielt. 

Derselbe. 


Josef  Haydn.  t65 

29.  Schnupftabakdose  aus  Haydns  Besitze,  mit  eingra- 
vierter   Dedication  „A  tokeu  of  respect    regard    for  — 

Haydn".  Graf  Albert  Amadei,  Wien, 

SO,  Tabakdose  aus  Schildkrot,  mit  Gold  eingelegt,  von 
Haydn  bis  in  seine  letzten  Lebenstage  benutzt. 

Herr  Alfons  Czihulka,  Wien. 

31.  Bronzeraedaille    auf  Josef  Haydn  von  Durand,  1818. 

(In  Holzrahmen.)  Frau  Karoline  von  SchuheHh,  Graz. 

32.  Medaille  zur  Feier  des  hundertsten  Jahrestages  der 
Geburt  Haydn's  (1832).  Signiert  ST.  Gypsabdruck. 

Kunsthistorische  Sammlungen  des  Ah.  Kaiserhauses. 

32  a.  Spech,    Johann    (1764—1836),     Schüler    Haydn's. 

Brustbild.  Aquarell.    Frau  Karoline  von  Schuherth,  Graz. 

32b.  Eigenhändiges  Zeugnis  Josef  Haydn's  für  Johann 
Specn,  Eisenstadt,  28.  August  1800.  Dieselbe. 

^uli  IV: 

33.  Symphonie  in  D.  Part.  London  1793.  Autogr.;  mit 
der  Bemerkung  Haydn's  auf  dem  Titelblatte  „The  12 th, 
which  y  have  composed  in  England". 

Kgl.  Bibliothek,  Berlin. 

34.  Symphonie  in  C.  Part.  1774.  Autogr.  Dieselbe. 

35.  Symphonie  in  Es.  Part.  1774.  Autogr.         Dieselbe. 

36.  Die    zehn    Gebote   Gottes,    in    Canonform.    London 

1791.  Herr  Karl  Simofi,  Berlin. 

Facsimile  nach  dem  Autographe. 

37.  Haydn,  Josef.  Aquarell-Medaillon,  nicht  signiert. 

Herr  E.  Volkmanny  Leipzig. 

38.  Collection  Complette  des  Quatuors  d'Haydn. 
Dediei  au  Premier  Consul  Bonaparte.  A  Paris  chez 
Pleyel.  Prachtausgabe  in  Stimmen.  Groß-Fol. 

Benedict inerstift  Seilenstätten. 


266  Josef  Haydi). 

39.  Die  Schöpfung.  Erste  Ausgabe  der  Partitur  in  deut- 
scher und  englischer  Sprache.  Wien  1800. 

Herr  Max  Kalbeck,  Wien. 

40.  Drey  und  vierstimmige  Gesaenge,  mit  Begleitung 
des  Pianoforte.  Leipzig.  Breitkopf  und  Härtel. 

Dr.  A.  M.  Nüchtern,  Wien. 

41.  Ganons  (42)  für  drey  und  mehrere  Singstimmen. 
Originalausgabe.  Leipzig,  Breitkopf  und  Härtel. 

Derselbe. 

42.  Oeuvres  complettes  de  Joseph  Haydn.  Leipzig, 
Breitkopf  und  Härtel.  Derselbe. 

GesaTPintausgabe.  Bd.  I  mit  dem  Portrilt  Haydirs,  gestochen 
von  C.  Pfeiffer  nach  V.  G.  Kininger. 

'43.  Philemon  und  Baucis.  Ein  Originalsingspiel  in  einem 
Aufzuge.  Dnlck.  (Wien  1773.)       SiadtbibUothek,  Wien. 

Haydn  schrieb  hiezn  die  Musik;  das  Singspiel  wurde  im  Jahre 
1773  anlässlich  eines  Besuches  der  Kaiserin  Maria  Theresia  in 
Esterhaz  auf  der  fürstlichen  Marionettenbtihne  zum  erstenmale  auf- 
geführt. 

44.  Die  Schöpfung.  Textbuch.  Wien,  Mathias  Andreas 
Schmidt  1799.  Di-selbe. 

44  a.  Symphonie  in  Es-dur.  Part.  1786.  Autogr. 

Gräflich  StoUberg'sclic  Bibliothek,  Wernigerode. 

Pult  V. 

45.  Otter,  J.  Canone  a  7  voci  (auf  den  Text:  „Wolthun, 
edler  Freund,  erwirkt  dir  Segen  ..."),  Herrn  J.  Haydn 
bei   Gelegenheit  seines  Namensfestes  gewidmet.  Autogr. 

Fürst  Esterhdzy,  Eisenstadt. 

46.  Neukomm,  Siegmund  Ritter  von  (1778 — 1858. 
Schüler  Josef  Haydn's).  Neujahrswunsch  für  Josef  Haydn: 
„Töne  Lied!  auf  sanften  Schwingen,  hebe  dich  mit  Seelen- 
flug." Für  4  St.  Autogr.  1798.  Derselbe. 

47.  Albrechtsberger,  Georg.  Canons  auf  den  Text  „Sola- 
tium  miseris,  socios  habuisse  dolorum":  Haydn  gewidmet. 

1806.  Autogr.  Derselbe. 


Josef  Ilaydn.  867 

48.  Worte  eines  Freundes  der  Musen  und  der  Musik  an 
Herrn  Joseph  Haydn,  Doctor  der  Tonkunst,  gesprochen 
als  dieser  das  Haus  des  Herrn  Karl  v.  Schenk,  Med.- 
Dr.,  mit  seiner  Gegenwart  beehrte  am  19.  März  1800. 

Fürst  Eaterhdzy,  Eisenstadt. 

49.  Stadler,  Maximilian.  Andante  für  Streichquartett  „dem 
unerschöpflichen  Herrn  Capellmeister  und  Doctor  der 
Musik  Joseph  Haydn  gewidmet".  Autogr.        Derselbe. 

Als   Oberstimme   der  Anfang   des  Liedes    „Hin   ist  alle  meine 
Kraft"  von  Haydn. 

50.  Tessel,  Franz.  Variationen  für  das  Forte-piano,  dem 
Herrn  Joseph  Haydn  an  seinem  Namenstage  gewidmet. 
1800.  Autogr.  Derselbe. 

51.  Gaal,  Georg  von.  Gedicht:  „Dem  unsterblichen  Sänger 
der  Schöpfung."  1806.  Derselbe. 

52.  Baumberg,  Gabriele  von.  „An  den  grossen  unsterb- 
lichen Haydn,"  Gedicht  aus  Anlass  der  Auffuhrung  der 
Schöpfung  im  k.  k.  Nationaltheater  am  19.  März  1799. 

Derselbe. 

53.  Eybler,  Josef.  Die  obige  Dichtung  (52)  „in  Musik 
gesetzt  von  seinem  Schätzer. ..."  Autogr.       Derselbe. 

54.  Ihirney,  Charles  (1726—1814,  Musikschriflsteller). 
Verses  on  the  Arrival  in  England  of  the  great  Musician 
Haydn.  (January  1791).  London  1791.  Derselbe. 

Dieses  Exemplar  wurde  Haydn  von  dem  Autor  überreicht. 

55.  Calegari,  Antonio  (1758 — 1828,  Componist  und  Capell- 
meister an  der  Basilica  di  S.  Antonio  di  Padova).  Alla 
tomba  deir  immortale  Giuseppe  Haydn.  (Für  Chor  und 
Orchester).  1810.  Part.  Handschr.  Derselbe. 

56.  Werner,  Gregorius,  (geb.  1601,  f  1766  zu  Eisenstadt, 
Vorgänger  Haydn's  als  fQrstl.  Esterhazy'scher  Hofcapell- 
meister).  „Amen".  Fuga  a  4  voci,  2  viol.  org.;  Autogr. 

K.  k.  Hofbibliothek. 

57.  Elssler,  Johann,  (f  1843,  Copist  Haydn's,  Vater  der 
berühmten   Tänzerin    Fanny    Elssler.)     Brief   an    A.  v. 


26S  Josef  Haydn. 

Griesinger,  30.  Juni  1809,    die  letzten   Tage  and  dea 
Tod  Haydn's  betreflfend.         Br,  A.  M,  Nüchtern,  Wien, 

58.  Streicher,  Andreas.  Brief  an  A.  v.  Griesinger,  2.  Juli 
1809.  Die  letzten  Lebenstage  Haydn's  und  die  Todten- 
feier  in  der  Schottenkirche  am  15.  Juni  1809  betreffend. 

Derseibe, 

59.  Porpora,  Nicolo    (1688—1766).    Aquarell-Medaillon. 

Prof,  Dr.  A.  Poüitzer,   Wien, 

Haydn  besorgte  einiee  Zeit  die  Clavierbegleitung  bei  Porpora*s 
Gesangsstunden  und  erhielt  dabei  mannigfacuo  Anregung,  bez.  der 
künstlerischen  Behandlung  der  Sin^timmen. 

Pult  VI.  Michael  Haydn,  geb.  zu  Bohrau  in  Nieder- 
österreich am  14.  September  1737,  gest.  Salzburg 
am  10.  August  1806.  (Bruder  Josef  H.) 

60.  Missa  Sti.  Francisci  Seraphici  in  C.  Part.  Autogr. 

K.  k.  Hofbihliothek, 

61.  Missa  sub  titulo    Sanctae   Theresiae.  Part.    1801. 

Autogr.  Fürst  Schwär zenberg,  Wien, 

62.  Bcquiem  in  B,  Wie  W.  Mozart  wurde  auch  Mich. 
Haydn  vor  der  Vollendung  des  Bequiems  vom  Tode 
überrascht;  das  Werk  wurde  dann  vollendet  (vom  Judex 
ergo"  angefangen)  von  Günther  Kronecker.  1839.  Part. 
Verm.  Autogr.  Benedictineratift  Krems münster, 

63.  Die  Hochzeit  auf  der  Alm.  Dramatisches  Schäfer- 
gedicht  von   Florian   Eeichssiegel  (1735 — 1793).  Part. 

Autogr.  Kgl  Hof-  und  Staatsbibliothek,  München, 

64.  Divertimento  a  2  Violini,  Viola  e  Contrab.  Part.  Autogr. 

Dieselbe, 

65.  ^Surgite  Sancti  Dei",  Motetto  a  4  voci.  Part.  Autogr. 

Dieselbe, 

66.  Deutsches  Hochamt.  („Hier  liegt  vor  deiner  Majest&t") 
Wien,  Sauer.  K,  k,  Hofbibliothek, 

67.  Der  Tactstock  Michael  Haydn's. 

Herr  J,  Biet  zacher,  Hannover, 


Josef  Hajdn.  S69 

68.  Brief   Mich.    Haydn's    an    Artaria  &  Cie.,  Sa1:&burg, 

9.  Nov.   1786.  Herr  August  Artaria,  Wien, 

69.  „An  den  Hain  in  Aigen",  vierst.  Gesang.  Part.  Autogr., 
datirt  „16.  April  1804".  Derselbe. 

iUder. 

70.  Haydn's  Geburtshaus  in  Rohrau.  Aquarell.  Quer-Fol. 

Graf  Johann  EHarr.ach,  Wien. 

71.  Haydn's  Geburtshaus  in  Ro,hrau.  Aquatintablatt  von 

T.  Hegi.  Quart.  Historiaclvts  Museum  der  Stadt  Wien. 

72.  Haydn,  Josef  in  der  Uniform  als  fürstlich  Ester- 
häzy'scher  Hofbeamter.  Brustbild.  Oelgem.,  wahr- 
scheinlich Ton  Grundmann,  fürstlich  Esterhdzy'schem 
Hofmaler  (Ende    der  Sechzigerjahre   des  vorigen  Jhdt.). 

Lwd.,   h.  52,  br.  36.  Fürst  Esterhdzy,  Eisenstadt. 

73.  Derselbe.  Bnistbild.  Oelgem.  von  Lorenz  Gutenbrunn, 
ca.  1770.  Lwd.,  h.  24,  br.  18. 

Prof.  Max  bitter  v.  Karajan,  Graz. 

74.  Derselbe.  Kniestück.  Oelgem.  vonNeiigass,  1801  (bez. 
unten  rechts).  Lwd.,  h.  210,  br.  175. 

Fürst  Esterhdzy,  Eisenstadt. 

75.  Derselbe.  Brustbild.  Pastell.  Fol.  Derselbe. 

76.  Derselbe.  Wachsböste  (Haare  und  Kleider  von  Haydn 

selbst).  Dr.  Heinrich  Steger,  WUn. 

Aas  dem  Besitze  Haydn's. 

77.  Derselbe.  Büste,  BleigUSS.  Graf  Johann  Harrach,  Wien. 

78.  Derselbe.  Brustbild  (der  Meister  am  Tische  componierend). 

Kupferst.    (Punct.-Man.),    London,    H.  Humphrey  1791. 

Fol.  K.  u.  k.  FamUien-Fideicommissbibliotheh. 

79.  Derselbe.     Halbfigur.     Kupferst.     (Punct.-Man.)     von 

T.  Hardy,  London  17^-2.  Fol.  K.  k.  Hofbibliothek. 

80.  Derselbe.  Brustbild  (Medaillon).  Kupferst.  von  J.  E.Mans- 

feld.  Oct.  K,  u.  k.  Familien-Fideicommissbibliothek. 


270  [Josef  Haydu. 

81.  Derselbe.  Brustbild  (oval).  Kupferst.  (Punet-Mao.)  voa 
Dav.  Weiss  nach  ihrwachs'  Medaillon.  Wien  1810.  Quart 

(xrof  Johann  Harrach,  Wien. 

82.  Derselbe.  Brustbild  (oval).  Kupferst.  (Punet.-Man.)  von 
Darcis  nach  Pierre-Narcisse  üuerin  (1774 — 1833).    Fol. 

K,  u.  k,  Familien-Fideicommissbibliothek, 

83.  Derselbe.  Büste  (oval).  Kupferst.  (Punct.-Man.)  Wien, 
Artaria.  Fol.  Dieselbe. 

84.  Derselbe.  Brustbild  (oval).  Kupferst.  (Punct.-Man.)  von 
Laurens  nach  Chaponnier  1803.  Quart,   k.  k,  Hofbibliothek. 

85.  Derselbe  (Medaillon).  Kupferst.  Quart.  Dieselbe. 

86.  Derselbe,    (iypsbüste  vx)n  Heinrieh  Natter   (1844    bis 

1892).  '  Frau  OUilie  Natter,  Wien. 

87.  Derselbe.    Brustbild.    Gypsmedaillon    von    Prof.    Otto 

König,   Wien.  Prof.  Otto  Konig,  Wien. 

88.  Derselbe.  Pastellbild  von  Ludwig  Michalek,  Groü-FoL 

Herr  Ludwig  MichaUk,  Wien. 

89.  Derselbe.  Photogr.  nach  Nr.  88. 

Kunsthandlung  V.  A.  Heck,  Wien, 

90.  Derselbe.  Lichtdruck  von  J.  Löwy  nach  Franz  Woska- 

Fol.  K  u.  k.  Familien-Fiäeicommissbibliothek. 

91.  Esterhäzy,  Fürst  Paul  Anton.  (1711—1762).  Halb- 
figur. Oelgem.,  Lwd.,  h.  89,  br.  73. 

Fürst  Esterhdzy,  Eisenstadt. 
1761  trat  Josef  Haydn  als  Vicecapellmeister  m  sein  Orchester  ein. 

92.  Esterhäzy,  Fürstin  MariaAnna Louise, geb.Marchesa 
Lunati- Visconti,  Gemahlin  des  vorigen,  (gest.  1782). 
Halbfigur.  Oelgem.,  Lwd.,  h.  91,  br.  72.         Derselbe. 

93.  Esterhäzy,  Fürst  Nicolaus  Joseph,  Feldmarschall. 
(1714—1790).  Halbfigur.  Oelgem.,  Lwd.,  h.  95,  br.  74. 

Derselbe. 

Unter   ihm  wirkte  Josef  Haydn  als  filrstlicher  Hofcapellmeister 
in  Eisenstadt. 


Josef  Haydn.  271 

9i.  Schmidt,  Therese  (1774— 1806,  fürstl.  EsterhAzy'sche 
Kaminersängerio,  wirkte  noch  unter  Haydn  in  Eisen- 
stadt). Brustbild.  Oelgem.  Lwd.,  h.  44,  br.  35. 

Architekt  Emil  Bitter  v,  Förster,  Wien, 

95.  Dieselbe.  Miniaturbild.  Derselbe, 

96.  Schwarzenberg,  Joseph  Fürst  von  (1769—1833). 
Brustbild.    Oelgem.  von  Jos.   Karl  Stieler,   1819.  Lwd., 

h.  92,  br.  80.  Fürst  Schwarzenberg,  Wien, 

Im  Palais  des  Fürsten  Joseph  Schwarzenberg  am  Neuen  Markt 
in  Wien  wurden  am  29.  April  1798  Uaydu's  „Schöpfung'*  und  am 
24.  April  1801  dessen  „Vier  Jahreszeiten"*  zum  erstenmale  auf- 
geführt. 

97.  Griesinger,  Georg  August  Ritter  v.  (Legationsrath 
der  kgl.  sächsischen  Gesandtschaft  in  Wien,  f  1828). 
Brustbild,  Oelgem.  v.  Leopold  Kupelwieser  (1796 — 1862). 

Lwd.,  h.  61,  br.  50.      Frau  Anna  Edle  v.  Lagusius,  Wien, 

Mit  Haydn  innig  befreundet,  Verfasser  der  ersten  unter 
dem  Titel:  „Biographische  Notizen  über  Joseph  Haydn"  1810  er- 
schienenen Haydn-Biographie. 

98.  Das  Ochsenmenuett.  Aquatintablatt  von  F.  Hegi. 
Quer-Oct.  Historisches  Museum  der  Stadt  Wien, 

Wie  erzählt  wird,  componierte  Haydn  auf  die  Bitte  eines  aus 
Rohran  gebürtigen  Fleischers  für  den  Hochzeitstag  von  dessen 
Tochter  ein  Menuett.  In  einer  Nacht  weckten  ihn  die  Klange 
desselben.  Er  sieht  unter  seinem  Feubter  inmitten  der  Spielieute 
olnen  bekränzten  Ochsen,  das  vom  Fleischer  gebrachte  Honorar 
für  die  Composition,  die  seither  unter  dem  Namen  „Ochsenmenuett*^ 
bekannt  ist 

39  und  100.  Canons  von  Haydn,  mit  deutschem,  italienischem 
und  lateinischem  Text,  welche  in  Haydn's  Schlafzimmer 
unter  Glas  und  Rahmen  hiengen. 

Fürst  EiiterhiUy,  Eisenstadt, 

Haydn  sagte  einst  über  diese  Canons:  „Ich  war  nicht  reich 
genug,  um  mir  schOne  Gemälde  zu  kaufen;  ich  machte  mir  daher 
selbst  eine  Tapete,  die  nicht  Jedermann  haben  kann." 

101.  Haydu's  Sterbehaus,  Nr.  8i  in  der  kleinen  Steingasse, 
jetzt  Haydngasse,  „auJF  der  Windmühle"  (VL  Bezirk). 
Coiorierter  Holzschnitt.    Ausschnitt    aus    dem    ;, Wiener 

Extrablatt^.  K,  u,  k.  Intendanz  der  k,  k.  Hoftheater. 

Gegenwärtig  „zum  Haydn"  genannt. 


272  Josef  Haydii. 

102.  Grabmal  desselben,  auf  dem  Giimpeodorfer  (Hunds- 
thurmer)  Friedhofe.  Lithogr.  Quart. 

Historisches  Museum  der  Stadt  Wien. 

Haydn  wurde  auf  diesem  Friedhofe  bestattet,  18^0  jedoch  ex- 
hamiert  and  in  seine  gegenwärtige  Rnhest&tte  nach  fiisenstadt 
überführt.  Der  Grabstein.  1842  renoviert,  befindet  sich  noch  auf 
dem  obgenannten  Friedhofe. 

103.  Gedenkblatt  zur  feierliehen  üeberfuhruug  der  üeber- 
reste  Joseph  Haydn's  in  die  vom  Fürsten  Nicolaus  Ester- 
häzy  in  Eisenstadt  für  ihn  erbaute  Gruft,  1820.  Quart. 

Frau  Louise  v.  Ghika,  Bad  Buzids  bei  Tetnesüär^  Ungarn. 

104.  Haydn,  Michael.  Brustbild  (oval).  Kupferst.  (Punct- 
Man.)  von  J.  F.  Schröter  (1770—1836).  Oct. 

K.  u,  l\  Farnüien-Fideicomnussbibliothek. 

105.  Derselbe.  Brustbild.  Lithogr.  von  Eybl,  Wien.  Fol. 

K.  k.  Hof  bibliothek. 

Im  Glasschranke. 

106.  Violine,  bez.  „Jacobus  Stainer  in  Absam,  prope  Oeui- 

pontum  1697".  Herr  Lenk,  Grieskirchen  (Salzburg). 

Als  Stainer-Geige  nicht  nur  wegen  des  gedruckten  Zettels, 
sondern  auch  wegen  ihrer  ganz  abweichenden  Bauart  sehr  zweifel- 
haft. Wurde  von  Mozart  benützt. 

107.  Virginal  mit  selbstspielendem  Musikwerk,  Verferti- 
ger unbekannt,  wahrscheinlich  Anfang  des  XVIII.  Jhdt. 

Fürst  Esterhdzt/,  Eisenstadt. 

Einst  im  Besitze  der  Fürstin  Maria  Anna  Louise  £.Hterhüzy 
(siehe  Nr.  98),  mit  welcher  Haydn  oft  niusicierte.  Aenßere  Be- 
kleidung getriebenes  Silber,  auf  dem  Resonanzboden  gen):ilte 
ßlumenarabesken.  Die  Stifte  der  Walze,  die  durch  ein  Lhrweik 
bewegt  wird,  wirken  auf  die  Docken  und  bringen  dadurch  die 
Saiten  zum  Erklingen. 

108.  Violine  aus  Schildpatt,  mit  eingelegtem  Hals  und 
einem  Löwenköpfchen  an  Stolle  der  Schnecke.  Verfertiger 
unbekannt,  vermuthlich  Anlang  des  XVIII.  Jhdt. 

DerstUhe. 

Einst  Haydn's  Eig^mthuin. 


Wolfgang  Amadcus  Mozart.  273 


Wolfgang  Amadeus  Mozart, 

geb.    zu  Salzburg   am    27.    Jänuer    1756,    gest.    zu  Wien    am 

4.  December  1791. 

Pult  I. 

1.  Arie  für  Sopran:  ^Conservate  fedele^  „di  Wolf- 
gango  Mozart  compositore  di  9  anni  a  la  Haye  1766 
uel  janaro^.  Part.  Handschr. 

Kgl.  Hof'  und  Staatsbibliothek,  München. 

Componiert  fftr  die  Prinzessin  von  Weilburg.  Die  Worte  „di 
Wolfgango**  sind  von  Mozart's  Hand,  die  übrigen  Worte  der  üeber- 
scbrift  von  Mozart's  Vater,  Leopold  Mozart.  Die  Partitur  ist  eine 
Abschrift,  vielleicht  von  Mozart  selbst.  (Küchel.  Thematisches 
Verzeichniss  t'S). 

2.  Arie  für  Sopran:  ^Fra  cento  affanni-  „di  Amadeo 
Wolfgango  Mozart  1770  ä  Milano-.  Part.  Autogr., 
die  Ueberschrift  wahrscheinlich  aus  späterer  Zeit 
(KuchoL   88).  Dieselbe. 

3.  Scene  und  Arie  für  Sopran:  „Misera,  dove  son?* 
„Ah  non  so  io,  che  parlo-.  (Kochol,  369).  Autogr. 

Hieselbe. 

Ueberschrift:  „Scena  7.  Di  Wolgango  (!)  Amadeo  Mozart.  Monaco 
li  8  di  marzo  1781**.  Von  fremder  Haud  die  Worte:  „A  la  conitesse 
de  Paamgarten  Veuve".  Der  Text  der  Arie  aus  Metastasio's  ^Ezio". 

4.  Müzart's  Unterricht  in  der  Composition,  zumTheile 
von  Schülerhand,  zum  Theile  von  ihm  selbst  geschrieben. 
Dat.   1784.  K.  k.  Hofbibliothek. 

5.  Autographe  Skizzen  Mozarts. 

A'.  k.  Universitätsbibliothek,  Praff. 

C.  Cadenzen  (5)  zu  Clavierconcerten.  Autogr. 

Herr  August  Artaria,  Wien. 

Mozart  schrieb  zahlreiche  Cadenzen  zu  seinen  Clavierconcerten, 
zumeist    für    Productionen    von    Schülern    oder    Freunden.    (Vgl 
Küchel  62  V). 

7.  Allegro  für  eine  Spieluhr  (F-woH).  10  Bl. 

Derselbe. 
I  IS 


274  Wolfgang  Amadeas  Mozart. 

8.  Arie  der  Vitellia  aus  der  Oper   „La  Cleineuza  di 
Tito":  jjDeh,  se  piacer  mi  viioi".  Part.  Autogr. 

Herr  August  Artaria,  Wien, 

.  Coinpomert  zur  KrOnaogsfeier  Leopolds  IL  in  Prag  und  daselbst 
am  6.  September  1791  zum  erstenmale  aufgeführt;  der  Text  nach 
Metastasio  von  Caterino  Mazzola.  (KOchel,  bSl). 

9.  Sonate  für  Ciavier  (F-dur).  Autogr.  als  „Sonata  III." 
bezeichnet,  4  Blätter,  nicht  vollständig.  (Köchel,  332). 

Philharmonische  Gesellschaft^  Laibach. 

Componiert  1779  und  gleichzeitig  mit  den  Sonaten  in  C  (Köchel, 
330)  und  in  Ä  (Köchel,  331)  als  op.  VI.  erschienen. 

10.  Symphonie  in  G-moll,  Part.  Autogr. 

Dr,  Johannen  Brahma^  Wien, 

Datiert  25.  Juli  1788.  (Köchel,  550).  Beiliegend  auf  besonderen 
Blättern  eine  Partitur  für  die  t  Oboen  und  2  Clarlnetten,  welch 
letztere  von  Mozart  erst  später  hinzugesetzt  wurden  und  eine 
Modification  der  Oboestimnien  nothwendig  machten. 


Pult  II. 

11.  Requiem.  Part.  K.  k.  Hofbibliothek, 

Autograph  des  Requiems  und  Kyrie  (1)  mit  der  Aufschrift:  „Requiem 
di  rae  W.  A.  Mozart  79J  (sie).  9  foliierte  Blätter;  daran  geheftet 
die  übrigen  Theile  des  Requiems  vollständig  instrumentiert  und 
jreschrieben  von  Süssmayer.  Dieses  Autograph  schickte  die  Witwe 
Mozart's  nach  dessen  Tode  dem  Besteller  des  Requiems,  Graf 
Wjüsegg. 

12.  Dasselbe.    Autogr.  Part. -Entwurf   des   Dies   irae   (die 

Stucke  2—9).  Dieselbe, 

Enthält  die  Singstimmen,  die  Orgel  und  Andeutungen  der  Be- 
gleitung. Ursprünglich  von  Mozart  (von  11 — 45).  später  von 
anderer  Hand  foliiert.  mit  Blatt  65  beginnend,  bis  Blatt  99  Die 
von  Blatt  65—86  eingeschriebenen  Begleitungsstellen  sind  von 
fremder  Hand  und  wurden  nachträglich,  wahrscheinlich  von  dem 
Besitzer  des  Autographes,  Abb^  Stadler,  mit  einer  Bleistiftlinie 
umfangen  (Köchel,  626). 

13.  Motette:  „Ave  verum  corpus",    für  4  Singstimmen, 
2  Violinen,  Viola,  Orgel  und  Bass.  Part.  Autogr. 

Dieseihe, 

Componiert  am  17.  Juni  1791  in  Baden  bei  Wien  (Köchel,  618). 


Wolfgang  Amadeus  Mozart.  tili 

14.  Offert orium  de  Venerabili  Saeramento.  r.Venite, 
populi,  veuite",  für  8  Singstimmen  in  2  Chore  getheilt, 
2  Violinen  (ad  lib.),  Bass  und  Orgel.  Part.  Autogr. 
(Küchel,  260).  K.  Je.  Hofbibliothek. 

Componiert  177()  in  Salzburg;  beigeheftet  „Dixit  et  Magnificat", 
fQr  4  SiDgstiminen,  t  Violinen,  t  Trompeten,  Pauken,  Orgel  und 
Bässe,  componiert  1774  in  Salzburg  (EOchel,  193);  Missa  brevis  in 
2),  für  4  Singstimmen,  t  Violinen,  Bass.  Orgel,  componiert  8.  Au- 
gust 1774  in  Salzburg  (Köchel,  194)  und  „Minuett"  für  «Violinen, 
Bass,  2  Oboen,  8  Homer,  componiert  1771  in  Italien  (Köchel,  122); 
sämmtlich  Autogr. 

15.  Missa  solemnis  (C-dur).  Part.  Autogr.         Dieselbe. 

Componiert  im  März  1780  in  Salzburg  (KCchel,  337). 
'Ult   III. 

16.  Die  Zauberflöte.  Deutsche  Oper  in  2  Acten.  Text  von 
Em.  Schikaneder.  Part.  Autogr.     Kgl.  Bibliothek,  Berlin. 

Componiert  1791  in  Wien  und  daselbst  unter  Mozart's  Leitung 
am  30.  September  1791  zum  erstenr.iale  aufgeffthrt.  (Köchel,  620). 

17.  Symphonie  (C-dur)  mit  der  Schlussfuge,  sog.  Jupitei- 
Symphouie.  Part.  Autogr.  Componiert  1788  in  Wien 
(Köcliei  551).  Dieselbe. 

18.  Concert  für  Ciavier  (C-moll).  Part.  Autogr. 

Dieselbe, 

Mit  der  Ueberschrift  „di  Wolfgango  Amadeo  Mozart  per  la 
Sgra  Barbara  de  Ployer  Vienna  li  9.  di  Febii!  1784**  (Köchel,  449). 
Beigebunden  Clavierconcert  (D-dur),  componiert  1784  (Köchel,  451) 
und  Clavierconcert  (G-durJ,  componiert  1"84  (Köchel  453). 

19.  Quintett  für  zwei  Violinen,  zwei  Violen  und  Violoncell 
(G-moll).  Part.  Autogr.  Dieselbe. 

Mit  der  Ueberschrift  „di  Wolfgango  Amadeo  Mozart.  Vienna  li 
16.  di  Maggio  1787.  Landstrasse". 

20.  Mozart,  Wolfgaug  Amadeus.  Wachsbüste  (Medaillon), 
h.  12,  br.  10. 

K.  n.  k.  Generalintendanz  der  k.  k.  Ilofthcater,  Wien. 

21.  Derselbe.  Brustbild  (Silhouette). 

Herr  Julius  Moser,   Wien. 

18* 


S76  Wolfgang  Amadeas  Mozart. 

22.  Derselbe.  Silbermedaille  (eingerahmt). 

Herr  Julius  Moser,  Wien. 

23.  Derselbe.  Miniaturporträt  in  Bronzerahmen. 

Frau  Marie  v.  Ämerling,  Wien. 

24.  Derselbe.  Medaillon.  Büste  aus  Wachs  und  Gyps  bossiert. 
Gürtelspange,  nach  der  Bestätigung  Carl  Mozart's  ehe- 
mals im  Besitze  der  Witwe  Mozarf  s,  Constanze  v.  Nissen. 

Frau  Natalie  von  Grünhof,  Berlin. 

25.  Derselbe.  Kleine  Porzellanbusto.  Mozart  in  den  jüngeren 
Jahren  darstellend,  ehemals  im  Besitze  der  Witwe  Mozart's, 
Constanze  v.  Nissen.  Frau  Ella  von  Lang,  Wi^i. 

26.  Kalenderchen    (Etrennes    mignonnes).    Lüttich    1764, 

Everard  Kiuts.  Victor  Graf  Wimpffen,  Wien. 

In  (T^ldgesticktem  Einbände,  mit  handschriftlicher  Bemerkung 
vermuthlich  Leopold  Mozart^s  auf  dem  Titelblatte  ^l^iGses  Calen- 
derl  hat  der  Wolfgangl  d.  26.  Januarij  abends  von  d.  Gräfin  v.  Van 
Eyck  bekomme . . .  ^  Auf  der  Rückseite  des  Titelblattes  vermuthlich 
von  der  Hand  der  Spenderin  die  Bemerkung  „Ich  verblaibe  wie 
allzeit  ihre  getreue  Preindin". 

27.  Medaille:  Zur  Säkularfeier  der  Geburt  Mozarts  die  Stadt 
Wien,  1856.  Von  C.  Radnitzky.  Gypsabguss. 

Kunsthistorische  Sammlungen  des  Ah.  Kaiserhauses. 

28.  Medaille:  Zum  Andenken  des  hundertjährigen  Mozart- 
Geburtsfestes  in  Salzburg.  Von  0.  Steinbock.  Gypsabguss. 

Dieselben, 

29.  Mozart,  W.  A.  Medaille  von  A.  Guillemard  und  F. 
Stuckgart.  Gypsabguss.  Dieselben. 

30.  Derselbe.  Medaille  von  Baerend.  Gypsabguss. 

Dieselben. 

31.  Colloredo,  Hieronymus  Graf,  Erzbischof  von  Salz- 
burg 1772—1812.  Goldmedaille  1772. 

Cardinal  Fürstenberg,  Fürsterzbischof  von  Olmütz. 

Unter  seiner  Regierung  wirkte  Mozart  als  Hof-  und  Domorganist 
in  Salzburg. 

32.  Derselbe.  Silbermedaille.   1782.  Derselbe. 


Wolfgang  Amadeas  Mozart.  277 

Pult  IV. 

33.  Gesuch  Mozart's  an  den  Erzbischof  vou  Salzburg, 
Hieronymns  Graf  CoUoredo,  um  seine  Dienstesentlassung 
mit  dem  Bescheide  vom  28.  August  1777:  „Auf  die 
Hofkammer  mit  dem,  dass  Vater  und  Sohn  nach  dem 
Evangelio    die  Erlaubniss   haben    ihr  Glück    weiter   zu 

suchen".  Ä.  k.  Landesregierung,  Salzburg. 

34.  Brief  Mozarfs  aus  dem  Jahre  1769. 

Herr  Atigelo  Saullicl*,  Salzburg. 

35.  Mozart,  Leopold.  Gratulationsschreiben  an  Lorenz 
Jlagenauer  in  Salzburg,  Bologna  28.  Juli  1770,  mit 
einem  Postscriptum  \\'olfgang  Mozarfs,  in  welchem  er 
sich  den  Wünschen  dos  Vaters  anschließt. 

Kgl.  Bibliothek,  Berlin. 

36.  Derselbe.  Brief  an  seinen  Sohn  „Wolfgang  Amade 
Mozart  niaitre  deMusique  äMunie".  Salzburg,  4.  Jänner 

1781.  K.  k.  Universitätsbibliothek,  Prag. 

37.  Derselbe.  Brief,  Salzburg,  24.  November  1755. 

Stadtarchiv  Augsburg. 

38.  Derselbe.  Brief  an  Artaria  &  Cie.  Salzburg,  21.  März 

1786.  Herr  August  Artaria,  Wien. 

39.  Mozart,  Marianne  fgeb.  Pertlin,  Wolfgang  Mozart's 
Mutter,  gest.  3.  Juli  1778).  Brief  an  ihren  Gatten  Leopold 
Mozart,    vom    13.    November    1777;    die    Adresse    von 

Wolfgang  Mozart.  K.  k.  Universitätsbibliothek,  Prag. 

40.  Mozart,  W.  A.  Brief  an  seinen  Vater  Leopold  Mozart. 
Paris,  20.  Juli  1778.  Dieselbe. 

Die  auf  die  damaligen  Kriegsunruhen  bezüglichen  Stellen  des 
Briefes  sind  mit  einer  zwischen  Vater  und  Sohn  vereinbarten 
Chiffrenschrift  geschrieben.  Diese  Stellen  sind  von  Nissen  (vgl.  42) 
entziffert. 

41.  Mozart,  Constanze,  verehel.  Nissen  (vgl.  103).  Eigen- 
händiger Brief.  Dieselbe. 

42.  Nissen,  Georg  Nieolaus  von  (1765—1826,  kgl.  däni- 


278  Wulfgang  Amadeus  Mozart. 

scher  Staatsrath,  der  Gatte  Constanze  Mozart's).  Brief  an 
Franz  Sales  Kandier,  Salzburg,  31.  December  1825. 

K  k.  Hof  bibliothek. 

43.  Mozart,  Karl  (geb.  zu  Wien  1783,  gest.  zu  Mailand  1858, 
älterer  Sohn  W.  A.  Mozart's,  kgl.  Buchhaltungsbeamter 
in  Mailand).  Eigenh.  Brief,  nicht  datiert.  Dieselbe, 

Pult  V. 

44.  Mozart,  \V.  A.  Hymne:  ,,Preis  Dir  Gottheit".  (Splen- 
dente  te  Deus).  Für  Chor  und  Orchester.  Part.  Breit- 
kopf u.  Härtel,  Leipzig. 

Philharmonische  Gesellschaft,  Laibach. 

Nach  dem  Cbore  aus  König  Thnmos  „Schon  weichet  die  Sonne", 
1780.  (Köchel,  345).  Auf  dem  Titelblatte  Mozart's  Brustbild,  lithogr. 
von  Kunike. 

45.  II  dissoluto  punito  ossia  il  Don  Giovanni.  Dramma 
giocoso  in  due  atti,  p'^  in  musica  da  W.  A.  Mozart. 
Part.  I.Ausgabe  in  zwei  Bänden,  Typendruck.  Leipzig. 
Breitkopf  u.  Härt(*l.  (Kf»chel,  527). 

Breitkopf  u.  Härtel,  Leipzig. 

Coinponiert  1787,  zum  erstenmal  in  Prag  am  29.  October  1787 
aufgeführt. 

46.  Ein  musikalischer  Spass  für  zwei  Violinen,  Bratsche, 
zwei  Hörner  und  Bass,  geschrieben  in  Wien,  den  14.  Juni 
1787  von  \V.  A.  Mozart.  Op.  93.  Stimmen.    Oflfenbach, 

J.   Andre.  Dr.  A.  M.  Nüchtern,  Wien. 

Das  Titelblatt  zeigt  die  Aufführung  dieses  auch  unter  dem 
Titel:  „Bauemsymphonie'*  und  „Die  Dorfmusikanten ^  bekannten 
Werkes  in  humoristischer  Darstelloiig. 

47.  Thematisches  Verzeichniss  sammtlicher  Compo- 
sitionen  von  W.  A.  Mozart,  so  wie  er  ein  solches  vom 
9.  Februar  1784  an  bis  zum  15.  November  1791  eigen- 
händig niedergeschrieben  hat.  Nach  dem  Orig.-Manu- 
scripte  herausgegeben  von  A.  Andre  1803.  Offenbach, 
Joh.   Andre.  Herr  Emanuel  Kann,  Wien. 

48.  Dasselbe.  Neue  Ausgabe.  1828.  Offenbach,  Joh.  Andre. 

A'.  k.  Universitätsbibliothek,  Prag. 
Vor  dem  Titelblatte  das  Porträt  Mozart's,  lithogr.  von  A.  H. 


Wolfgang  Amadeas  Mozart.  279 

49.  Die  Entführung  ans  dem  Serail.  Ein  Singspiel  in 
drey  Aufzügen  nach  Bretznem  frey  bearbeitet  und  für  das 
k.  k.  National-Hoftheater  eingerichtet.  In  Musik  gesetzt 
von  Herrn  Mozart.  Wien,  zu  finden  beym  Logenmeister, 

1782.   Orig.-Textbuch.  Herr  Max  Kaiheck,  Wie^h, 

Componiert  1781/82  und  zum  erstenmale  am  12.  Juli  1788  auf- 
geführt. 

50.  Dasselbe.  Prag,  Josef  Emmanuel  Dresbach  1783. 

Fürst  Georg  Lobkoioitz,  Prag. 

61.  Die  Zauberflöte.  Eine  grosse  Oper  in  zwey  Aufzügen 
von  Emanuel  Sehikaneder.  Die  Musik  ist  von  Herrn 
Wolfgang  Amade  Mozart,  Capellmeister,  wirklicher 
k.  k.  Kammer-Compositeur.  Wien.  Gedruckt  bey  Ignaz 
Alberti  1791.  Orig.-Textbuch.  (Vergl.  16.) 

Herr  Max  Kalbeck,  Wien. 

52.  Dasselbe.   Aufgeschlagen  die  Abbildung  Schikaneder's 

als  Papageno.  Btiiedictinerstift  Kremsmünster. 

53.  Cosi  fan  tutte  osia  la  scuola  degli  amanti.  Dramma 
giocoso  in  due  atti.  Prag,  Elsenwanger  (1791). 

Fürst  Georg  Lohkowitz,  Prag. 

Textbuch  für  die  Aufführungen  in  Prag  1791.  Der  Text  von 
Lorenzo  da  Ponte;  componiert  1790/91  und  am  ?6.  Jänner  1791 
zum  erstenmale  in  Wien  aufgeführt. 

54.  Der  Schauspieldirector.  Ein  Gelegenheitsstück  in 
einem    Aufzuge.    Wien,    Josef    E.    v.    Kurzbeck    1786. 

Orig.-Textbuch.  ifen-  Max  Kalbeck,  Wien. 

Von  Mozart  componiert  1786  und  anlässlich  eines  „Lustfestes^, 
welches  Josef  II.  den  Generalgouvemenren  der  k.  k.  Niederlande 
gah,  zuerst  in  SchOnhrunn  am  7.  Februar  1786  aufgeführt. 

56.  Don  Juan.  Nach  dem  Italienischen  des  Abb.  da  Ponte, 
frei  bearbeitet  von  Friedrich  Rochlitz.  Leipzig,  Breitkopf 
U.  Härtel  lÖOl.  Derselbe. 

56.  Nissen,  Georg  Nikolaus  von.  (Vergl.  42.)  Biographie 
W.  A.  Mozart's.  Nach  Originalbriefen  ....  von  .  .  . 
Nach  dessen  Tode  herausgegeben  von  Constanze,  Witwe 


■280  Wolfgjxng  Ainadous  Mozart. 

von  Nissen,  früher  Witwe  vou  Mozart.  Leipzig,  Breitkoi)f 

und   Ilart^'l   1828.  K.  k.  UnicersitätsbibUothek,  Prag. 

Pult  VI. 

57.  Fuchs,  Alois  (1799—1853,  Mitglied  der  k.  k.  Hof- 
capelle,  Autographensammler).  Verzeichniss  aller  Ab- 
bildungen Wolfg.  Amad.  Mozart's,  in:  ,. Wiener  AUg. 
Musikzeitung"  Nr.  146. 

K.  k.  Universitätsbibliothek^  Prag, 

58.  Theaterzettel  der  ersten  Auffuhrung  von  Mozart's 
,,ZauberflOte"  in  Augsburg  am  21.  Jänner  1793. 

Stadtanhiv  Augsburg. 

59.  Theaterzettel  (auf  Seide)  der  Aufführung  von  Mozart's 
„Titus,  der  Gütige"  auf  dem  hochfürstl.  Schlosstheater  in 
Teplitz  am  30.  August  1821.      Herr  Max  Blum,  Wie». 

60.  Mozart,  Leopold  (geb.  14.  November  1719  in  Augsburg, 
gest.  28.  Mai  1787,  Salzburg,  Vater  Wolfgang  Amadeus 
Mozart* s).  Versuch  einer  gründlichen  Violinschule.  Augs- 
burg, Joh.  Jac.  Lotter  1756.  1.  Ausgabe.  Mit  dem  Portrat 
desselben  vor  dem  Titelblatte.  Stich  von  Cornelis  van 
Noorde.  Mozarteum.  Salzburg. 

61.  Derselbe.  Der  Morgen  und  der  Abend,  den  Innwohneni 
der  hochfürstlichen  Residenzstadt  Salzburg  melodisch  und 
harmonisch  angekündigt,  oder  12  Musikstücke  für  das 
Ciavier  .  .  .  Augsburg,  Joh.  Jac.  Lotter  s  sei.  Erben  1759. 

Museum  CaroHno-Augusteum,  Sahburg. 

62.  Mozart,  Wolfgang  (geb.  zu  Wien,  26.  Juli  1791, 
gest.  zu  Karlsbad,  29.  Juli  1>^44,  jüngerer  Sohn  Wolfgang 
Amadeus  Mozart's).    Brustbild.  Lithi  gr.  von  Kriehuber, 

1844.  A'.  A:.  Unicersitäisbibliothek^  Prag. 

63.  Derselbe.  Abbildung  seines  Grabdenkmales  in  Karlsbad. 
In:  ,,Wr.  Allgem.  Mnsikzeitung^,  1845.  Nr.  107. 

Dieselbe. 

64.  Derselbe.    Allegretto    per    il    Cembalo.    Autogr.    Dat. 

12.   August   1841.  A:  k.  Universitätsbibliothek,  Prag. 


Wolfgang  Amadcus  Mozart.  281 

.    65.  Derselbe.  Variationen  für  das  Pianolorte.  Antogr. 

K.  k.  Hofbibliothck, 

66.  Mozart's  (des  Sohnes)  Vermächtniss  an  das 
Mozarteum  zu  Salzburg.  Mitgetheilt  von  Alois  Fuchs 
in  „Wr.  Allgem.  Musikzeitung",  1845,  Nr.  60  und  61. 

K.  k.  Unicersitätsbibiiothek,  Prag, 

Bilder. 

67.  Mozart,  Anton.  Augsburg  (XVI.  Jhdt.)  Speisung  der 
Fünftausend.  Oelgera.  Kupfer,  h.  26,  br.  30. 

Kgl.  GemäldegaUene^  Augsburg, 

Die  Familie  Mozart  stammt  aus  Augsburg.  Eine  directe  Ver- 
wandtschaft zwischen  ihr  und  dem  Maler  dieses  Bildes  aber  konnte 
bisher  nicht  nachgewiesen  werden. 

68.  Mozart  der  Vater.  Wolfgaug  Amadeus  Mozart  und 
dessen  Schwester  Marianne  musiciereud.  Im  Hinter- 
gründe das  Poitrat  der  Mutter.  Stahlst,  von  Blasius 
Höfel,  1856  nach  dem  Gemälde  von  De  la  Croce, 
Salzburg    1779    (gegenwärtig  im  Mozarteum,  Salzl)urg). 

GroI.>-Quer-Fol.  Gilhofcr  d;  Rauschburg,   Wien. 

69.  Dieselben  musiciereud.  Kupferst.  von  Delafossc  1764, 
nach  L.  0.  De  Carmontelle.  Fol. 

A'.  u.  k.  FamiHen-FidetcoiHmissbibliothek. 

70.  Dasselbe  Bild.  Seideuapplieaiiou  und  Malerei  nach 
dem  Kupferst.  von  Delafossc.  Bez.  ,5Jean  Baptiste  Walch 

fecit   1773."  Museum  Franctsco-Carolinum,  Linz. 

71.  Mozart  als  Knabe  am  Hofe  Maria  Theresias. 
Aquatiutablatt  von  Jazet,  1860.  Quer-Roy.-Fol. 

Artarid  u.  Cic,  Wien. 

72.  Mozart  am  Hofe  der  Kaiserin  Maria  Theresia. 
Oelgem.  von  Eduard  Ender,  1863.  Lwd.,  h.  80,  br.  108. 

Frau  Rosa  GiAdrciiih  Edle  von  Bronneck,   Wien. 

73.  Mozart  und  seine  Schwester  am  Hofe  Maria 
Theresias.    Photogr.    nach    Aug.    Borckmann.    Quer- 

Rov.-Fol.  Photographische  Gesellschaft,  Perlin. 


582  Wolfgang  Amadous  Mozart. 

74.  Mozart  als  Knabe.  Oelgem.  von  van  der  Smisseu  (?). 

Lwd.,  h.  59,  br.  50.  Landesjenchtsräthin  Homer.  Stuttgart, 

75.  Derselbe.  Bnistbild.  Kupferst.  von  L.  Sichling.  Quart. 

K,  k.  HofbihUothek. 

76.  Mozart  als  vierzehnjälirigör  Knabe.  Kupferst.  vo» 
H.  Adlard  nach  Pompeo  Battoni  1770.  Quart. 

Dieselbe, 

77.  Derselbe.  Sepiaco])ie  des  von  J.  H.  Tischbein  in  Mann- 
heim gemalten,  1849  von  der  Firma  C.  A.  Andre,  Frankfurt 
a.  M.  erworbenen  Bildes.  Brustbild  (oval).  Fol. 

Frau  Emih'e  r.  Gilewslca.   Wien. 

78.  Derselbe.  Brustbild.  Oelgem.  Lwd.,  h.  54.  br.  42. 

Gesellschaft  der  Musikfreunde,  IVi^i. 

79.  Derselbe.  Brustbild  (oval).  Kupferst.  Quart. 

K.  k.  Hofbibliothek. 

80.  Derselbe.  Brustbild  (oval).  Kupferst.  von  J.  Neidl  nach 
Posch.  Wien,  Artaria.  Quart.  Dieselbe. 

81.  Derselbe.  Brustbild  (oval).  Photogr.  nach  Pierre-Nar- 
cisse  Guerin  (1774—1833).  Fol. 

Prof.  Victor  Tilgner.   Wien. 

82.  Derselbe.  Brustbild.  Lithogr.  von  Belliard.  Fol. 

K.  und  k.  Familien-Fideicommissbibliothek. 

83.  Derselbe.  Halbfigur.  Lithogr.  v.  G.  Decker.  Fol. 

K.  k.  Hofbibliothek. 

84.  Derselbe.  Ganze  Figur.  Photogr.  von  Bisson  freres, 
Paris  nach  Ed.  Hamann,  1856.  Fol. 

K.  V.  k.  Familien-Fideicommissbihliothek. 


85.  Derselbe.    Gypsstatue.    Keductiou  des  Standbildes  von 

[lal.  Salzburg. 

Paul  Freiherr  r.  Hock.  Wien. 


Sehwanthaler.  Mozartdenkmal.  Salzburg. 


86.  Derselbe.  Ganze  Figur.    Standbild  am  Mozartdenkmal, 
Salzburg.  Lithogr.  viMi  N.  C.  Liebe.  Groü-Fol. 

K.  und  k.  Familien-Fideicommisshibliothek. 


Wolfgang  Amadeus  Mozart.  283 

87.  Entwurf  zu  einem  Mozartdenkmal  von  Prof.  Otto 
König.   Wien.  Prof.  Otto  König,  Wien. 

88.  Mozart.  W.  A.  Bnistluld.  Gvpsmedaillon  von  Prof.  Otto 
König,  Wien.  Derselbe. 

89.  Derselbe.  Brustbild.  Galvanoplastisches  Medaillon. 

K.  k.  Hof-  und  Staat süntcker ei. 

90.  Derselbe.  Brustbild.  Pastell  von  Ludwig  Michalek.  Roy.- 

Fol.  Herr  Ludicig  Micluilek,   Wien. 

91.  Derselbe.  Radierung  von  Lud\vig  Michalek  nach  Nr.  90. 

Groß-Fol.  Kunsthandlung  V.  A.  H.'ch   Wien. 

92.  Derselbe.  Polychrome  Stataette. 

ar 

Bildhauer  linhert  Weigl,  Wien. 

93.  Theaterzettel  zur  ersten  Auffuhrung  des  ^Don  Juan" 
am  gräflich  Xostitz'schen  Nationaltheater  in  Prag, 
29.  October  1787.  Facsimile.  Quart. 

Prof.  Guido  Adler.  Prag. 

94.  Diner  zu  Ehren  Mozart's  bei  Schikaneder.  Oelgem. 
von  Aug.  Borckmann,  Berlin.  Lwd.,  h.  83,  br.  120. 

Kgl,  Oler-Hofmarschallamt^  Berlin. 

95.  Ein  Moment  aus  den  letzten  Tagen  Mozart's. 
Lithogr.  von  Friedrich  Levbold  nach  Franz  Schams, 
1857.  Groß-Quer-Fol. 

K.  l\  Akademie  der  hildenden  Künste^  Wien. 

96.  Mozart,  sein  Requiem  singend.  Photopr.  von  Goupil 
&  Cie.  nach  Thom.   W.  Shields.   1885.    Quor-Rov.-Fol. 

Artaria  &  Cie.,  Wien. 

97.  Mozart  lässt  sich  am  Tage  vor  seinem  Hin- 
scheiden sein  Requiem  aufführen.  Oelgem.  von 
Michael  Munkacsv.  Lwd..  h.  106.  br.  149. 

fr 

Herr  J.  Lohmei/r^  Wien. 

98.  Mozarfs  Zimmer  auf  dem  Kahlenberge.  Lithogr. 
von  Rudolf  Alt.  Groß-Quer-Fol. 

Gilhofer  und  Ranschhurg,  Wien. 


J84  Wolf^ang  Amadeus  Mozart. 


s«"e 


99.  Mozarfs    Sterbehaus    in    der    Rauhensteiugasse. 
Aquarell  von  Emil  Hütter,  1847.  Fol. 

Historisches  Museum  der  Stadt  Wien. 
1847  in  den  jetzigen  „Mozarthof*'  umgebaut. 

100.  Mozart.    Brustbild.    Bronzemedaillon  von  Hans  Gasser. 

Dasselbe, 

Von  dessen  Grabmal  am  St.  Marxer  Friedhofe,  errichtet  vom 
Gemeindcrathe  der  Stadt  Wien  1859.  Wurde  entwendet  und  dabei 
durch  das  gewaltsame  Loslösen  arg  beschädigt,  später  wieder  zu- 
stande gebracht. 

101.  Derselbe.  Erinnerungsblatt  an  die  Säcularfeier  seiner 
Geburt.  Kupferst.  von  Leopold  Schmidt  nach  Pet.  Joh. 
Nep.  Geiger,  1856.  Roy.-Fol. 

Herr  Emanuel  Kann^   Wien, 

102.  Mozart,  Marianne  (geb.  30.  Juli  1751,  gest.  Salzburg, 
29.  Oct.  1829,  Schwester  W.  A.  Mozart's).  Kreide- 
zeichnung nach  dem  Orig.-Gem.  von  Nie.  Miguard  1770, 
Dr.  Hodfsches  Conservatorium,  Frankfurt  a.  M.    Quart. 

Dr.  Johannes  Brahms,  Wien, 

103.  Mozart,  Constanze  (geb.  Weber,  gest.  1842,  Gattin 
Mozarfs,  in  zweiter  Ehe  vermählt  mit  dem  kgl.  dänischen 
Staatsrath  Nissen).  Brustlild.  Lithogr.  Oct. 

A'.  u.  k.  General-Intendanz  der  k.  k.  Ifoftheater. 

104.  Nissen,  Georg  Nicolaus  von  (s.  Nr.  42),  Brustbild. 
Lithogr.  Quart.  Dieselbe. 

105.  Metastasio,  Pietro  (16ü8— 1782).  Brustbild.  Kupferst. 
von  J.  G.  Mansfeld  nach  Joh.  Steiner.  Fol. 

Ariaria  dt  Cie.,  Wien. 

Als  Dichter  von  grol3em  Einfltiss  auf  Mozart's  künstlerisches 
Schaffen.  Mozart  coniponierte  insbesondere  in  seiner  Jugend  eine 
Keihe  von  Dichtungen  Metastasio's;  der  Text  zur  letzten  Oper 
„Titus"  ist  ebenfalls  von  ihm. 

lOG.  Derselbe.  Brustbild.  Galvanuplastisches  Medaillon. 

Dieselben. 

107.  Clavichord,  gebundenes.  Verfertiger  Joh.  Andr.  Stein, 

Augsburg  1762.  Herr  Joh.  Nep.  Hummel,  Budapest. 

Angeblich  Mozart's  Reisec'avi.r. 


Wölfgaog  Amadeu3  Mozart.  —  Ludwi^j  van  Beethoven.  880 

108.  Flügel,  bez.  „S.  A.  Vogel,  priv.  Möbelfabrik  in  Pest". 

Herr  Carl  Bach^  Wien, 

Etwa  um  1800  erbaut.  Als  Beethoven's  Ciavier  bezeichnet;  auf 
der  Zierleiste  oberhalb  der  Firma  eine  Büste  mit  der  Unterschrift: 
Loois  van  Beethoven.  Möglicherweise  eine  Huldigung,  welche  der 
Erzeuger  dem  Genie  Beethoven's  darbrachte.  Wegen  Raummangels 
im  Beethoven-Interieur  hier  aufgestellt. 

Rechte  und  linke  Oberwand  des  Westtranseptes. 

109.  Schwind,  Moriz  von.  Zweiundzwanzig  Orig.-Cartons 
zu  Mozart's  „Zauberflöte"  (ausgeführt  im  k.  k.  Opern- 
hause. Wien).  Papier.  2  Stück,  h.  150,  br.  303;  9  Stück, 
h.  102.  br.  115:  5  Stück,  h.  100,  br.  100;  1  Stück, 
h.  116.  br.  100:  4  Stück,  h.  6S,  br.  68:  1  Stück, 
h.  59.  br.  09. 

Herr  Gotthard  t\  CapeUen^  Wien. 


Ludwig  van  Beethoven, 


geb.    zu    Bonn    am    16.  December    1770,    gest.    zu    Wien    am 

26.  März  1827. 

Pult  I:  Autographe  Ludwig  van  Beethoven's  (Sammlung 
Artaria). 

1.  Eine  zweistimmige  Fuge  in  D-dur  für  Orgel. 

Kevidierte  Abschrift;  vielleicht  eine  von  Beethoven  selbst 
kalligraphisch   ausgeführte  Reinschrift.    Die  Bemerkung   auf  dem 

IMtelblatte:  „Verfertiget   von     im    alter   von  11  jähren**  ist 

jcdesfalls  von  seiner  Hand. 

2.  Drei  Quartette  für  Pianoforte,  Violine,  Bratsche 
und  Violoncello  (C-dur,  Es-dur,  D-dur).  Part.  1785. 

Auf  dem  Titelblatt  die  Bemerkung  „Compose  par  Luis  van  Beethoven, 
ag^  13  ans.  Beethoven  pflegte  das  Jahr  1772  als  das  Jahr  seiner 
Geburt  anzugeben,  daher  der  Widerspruch  der  Datierung  der  Com- 
position  und  des  auf  demselben  angegebenen  Alters  Beethoven^s. 

3.  Arie:  ;,Mit  Mädeln  sich  vertragen."  Für  eine  Bass- 
stimme und  Orchester.  Part. 

Aus  der  Bonner  Zeit,  vermuthlich  1790.  Text  aus  Goethe^s 
«Claudine  von  Villa-Bella'^. 


186  LuJwiff  van  Beethoven. 


o 


4.  Ritterballet.  Part. 

Aus  der  Bonner  Zeit,  am  6.  März  1791  im  Redoutensaale  des 
kurtürstlichen  Palaid  in  Bonn  aufgeführt. 

5.  Lieder  und  Zwischeuacte  ZU  Goethe's  Trauerspiel 
„Egmont",  op.  84.  Compouiert  1810.  Part. 

6.  Punschlied:  „Wer  nicht,  wenn  warm  etc",  für  eine 
Singstimme  und  Chor,  mit  Begleitung  des  Pianoforte. 
Aus  der  Bonner  Zeit. 

7.  Skizzenbuch.  Enthaltend  Skizzen  zur  Sonate  op.  111, 
zur  Missa  solemnis,  zur  neunten  Symphonie  u.  a.  m. 

8.  Sonate  für  Pianoforte,  in  As-dur,  op.  110.  Mit  dem 
Datum:  „am  25.  Deeember  182P. 

9.  Aus  den  „Ruinen  von  Athen"  (Ein  Nachspiel  von 
A.  V.  Kotzebue),  op.  113.  Die  Stücke:  Chor  „Tochter 
des  mächtigen  Zeus",  Duett:  „Ohne  Verschulden",  Marcia 
alla  turca,  Schlusschor.  Part. 

Componiert  im  Jahre  1811  zur  Eröffnung  des  neuen  deutschen 
Theaters  in  Pest  und  daselbst  «im  9.  Februar  1818  zum  erstenmale 
aufgeführt. 

Pult  II:  Autographe  Ludwig  van  Beethoven's  (Sammlung 
Artaria). 

10.  Missa  Solemnis,  für  vier  Solostimmen,  Chor  und 
Orchester.  D-dur,  op.  123.  Die  Sätze:  1.  Credo  (57 Blätter), 
2.  Sanctus  und  Benedictus  (34  Blätter),  3.  Agnus  Dei 
(49  Blätter).  Part. 

Componiert  von  1818  bis  Jänner  1823  und  dem  Cardinal 
Erzherzog  Rudolf  gewidmet.  Das  Kyrie  befindet  sich  in  der  kgL 
Bibliothek  in  Berlin,  das  Gloria  fehlt. 

11.  Contrapunktische  Uebungen  und  Studien. 

12.  Skizzenbuch.  Enthaltend  Skizzen  zur  Sonate  op.  109, 
zur  Missa  solemnis  op.  123  u.  a.  m. 

13.  Quartett  für  Streichinstrumente  (Cis-moU)  op.  131. 
Part.  (1826). 

Unvollständig;  es  fehlt  der  ganze  letzte  Satz. 


Ludwig  van  Beethoven.  287 

14.  Ouvertiire  „die  Weihe  des  Hauses",  op.  124.  Part. 

Cumponieit   zur  Eröffnung   des  Josefstädter  Theaters   in  Wien, 
Ende  September  18J2. 

15.  Terzett:  ^Eiich  werde  Lohu"^  aus  der  Oper  „Fidelio". 
Part.  Fragment  (8  Seiten). 

16.  Große  Fuge  für  zwei  Violinen,  Viola  und  Violoncello. 
(B'diir)  Op.  133.  Part. 

Mit  der  Ueberschrift  „Overtura".    Componiert  1845    und   dem 
Cardinal  Erzherzog  Rudolf  gewidmet. 

17.  Drei  Lieder  (Text  von  Reis:sig).  1.  Der  Liebende. 
2.  Der  Zufriedene.  3.  An  den  fernen  Geliebten. 
Für  eine  Singstimnie  mit  Ciavierbegleitung.  Componiert 
1810. 


18.  Romanze  (G-dur).  op.  40.  Für  Violine  mit  Begleitung 
des  Orchesters.  1803.  Herr  C.  F.  Peters,  Leipzig 

19.  Brief  Beethovens  an  Vinceuz  Hanschka  (Compo- 
nist,  geb.  zu  Mies  1766,  gest.  zu  Wien  1840). 

Herr  Franz  Ferd.  Poeachl^  Wien, 

Nicht  datiert;  bemerkenswert  durch  einige,  die  Gesellschaft  der 
Musikfreunde  und  die  Gründung  eines  Conservatoriums  in  Wien 
betreffende  Bemerkungen. 

Pult  III. 

20.  Sonate    (A-dur)    für   Pianoforte   und    Violoneell. 
Op.  69.  Erster  Satz.  Autogr.  (1807-1808.) 

Dr.  Heinrich  Sieger^  Wien. 

21.  Blatt  aus  einem  Skizzenbuche. 

Dr.  Otto  Devrient^  Jena. 

22.  Streichquartett  (B-durj.  Op.  130.  Vierter  Satz,  „Alla 
danza  todesca"  überschrieben.  Part.  Autogr. 

Hofcapellmeistei'  Josef  Hellmesbtrger,  Wien. 

23.  Skizzenbuch  aus  den  Jahren  1801 — 1802,  enthaltend 
Skizzen  zur  2.  Symphonie,  zu  den  Violinsonaten  op.  30 

Nr.   2,   op.  47   U.  a.  m.  Graf  Albert  Amadei,  Wieji. 


2ß8  Ludwiij  Vau  Beetiioveu. 

24.  „Neue    Bagatellen^    f.  Piauoforte,    op.   119,   Nr.   10 

und   11,  AutOgr.   1.  Bl.  Frau  Isa  Raab,   Wiefi. 

25.  Brief  Beethoven's  an  Christine  Gerhardi-Frank.  Nicht 
datiert:  aus  der  ersten  Wiener  Zeit. 

Hm-  Max  Kalbecl%  Wien. 

26.  Notenblatt,  die  ersten  Tacte  des  Andante  ans  dem 
Quartette  op.  131  in  der  Violinstimme,  und  Bleistift- 
skizzen enthaltend.  Derselbe, 

27.  Brief    Beethoven's    an    Poldrini,    Gesellschafter    der 

Firma  Artaria,  20  Dec.  1820.    Herr  Julius  r.  Herz,  Wien, 

28.  Beethoven's  Testament,    Heiligenstadt  6.  Oct.  1802. 

Stadtbibliothek  Hamburg. 

An  seine  Brüder  Karl  und  —  (Johann)  Beethoven  gerichtet  In 
ergreifenden  Worten  kommt  darin  die  tieftraurige  Geraütha- 
stimmung  Beethoven  s  zum  Ausdruck,  hervorgeruten  durch  seine 
zunehmende  Schwerhörigkeit;  nur  der  Gedanke  an  die  Kunst  hält 
ihn  aufrecht. 

29.  Brief  des   Verlegers  Peters  an  Beethoven,  Leipzig, 

12.  Jnli    1822.  Herr  Nikolaus  Dumba,  Wien. 

30.  Brief  des  Verlegers  Simrock  an  Beethoven.  Berlin, 

13.  Mai  1812.  Derselbe. 

31.  Brief  Augnst  v.  Griesinger's  an  Beethoven,  Wien, 
17.  Juni  1822.  Derselbe 

32.  Brief  des  Verlegers  Schlesinger  an  Beethoven, 
Berlin,  2.  Jnli  1822.  Derselbe. 

Pult  IV. 

33.  Brief  Beethovens  an  den  Erzherzog  Rudolf,  Frühjahr 
1811.  K.  k.  Hofb  ibliothek, 

34.  Brief   Beethovens    au    Zmeskall,    14.  Febr.   1812. 

Dieselbe. 

Nikolaus  Zmeskall  von  Domauovecz,  Official  der  kOnigl.  ung. 
Hofkanzlei,  Compouist  und  Violoncellist,  war  einer  der  ältesten 
und  aufrichtigsten  Freunde  Beethoven's  in  Wien:  zwischen  Beiden 
bestand  ein  reger,  von  Beethoven  oft  mit  übermüthiger  Laune 
geführter  Briefwechsel. 


Ludwig  vaa  Beethoven.  S89 

35.  Musikalischer  ScJierz  Beethoveu's,  eingefügt  einem 

Briefe  an  Zmeskall,  auf  die  Worte  „Graf,  liebster,  bester 

Graf  —  Schaf!"  (Herbst  1802.)       K.  k.  HofbibUothek, 

Beethoven  pflegte  Zmeskall  in  seinen  Briefen  scherzweise  mit 
Baron,  Graf,  Masikgraf  etc.  za  bezeichnen. 

36.  Urkunde  vom  1.  März  1809,  worin  Erzherzog  Rudolf, 
Fürst  Josef  Lobkowitz  und  Fürst  Ferd.  Kinsky  Beethoven 
anlässlich   seiner   Berufung   nach   Cassel    für   den  Fall 
seines  Verbleibens   in   Gestenreich    eine  jährliche  Rente* 
von  4000  fl.  aussetzen. 

Historisches  Museum  der  Stadt  Wien. 

37.  Brief  Beethoven's    an   Dr.  Johann  Kanka    in    Prag. 

Wien,   14.  Jänner  1815.        Herr  Fritz  Donebauer,  Prag. 

Einer  der  nmfangreichsten  Briefe  Beethoven's,  betreffend  den 
Process  mit  der  fflrstl.  Kinsky 'sehen  Verlassenschaftsmasse  wegen 
Auszahlung  der  von  dem  Fürsten  Ferd.  Kinsky  (1809)  zugesicherten 
Rente.  (Vgl.  36.) 

38.  Brief  Beethoven's  an  Dr.  Kanka.  Wien,  14.  Jänner  1815. 

Dersdbe. 

An  den  vorigen  anschließend  and  dieselbe  Angelegenheit  be- 
treffend. 

39.  Zwei  Blätter  aus  Beethovens  Küchenbuche. 

Dr.  Max  Friedländer,  Berlin. 

Die  Eintragungen  mit  Tinte  sind  von  Beethoven's  Köchin,  die 
mit  Bleistift  von  ihm  selbst. 

40.  Quittung  Beethoven's  vom  23.  Dec.  1798,  über 
den  Empfang  des  Betrages  von  225  fl.  für  die  an  den 
Verleger  Johann  Traeg  in  Wien  verkauften  Trio's  op.  9. 

Frau  Isa  Baab,  Wien. 

41.  Brief  Beethovens  an  seinen  Bruder  Johann  Beethoven. 
Wien,  19.  Juni   1824  (?).      Herr  Fritz  Donebauer,  Prag. 

42.  Blatt  aus  einem  Conversationsbuche,  mit  Bleistift- 
notizen Beethoven's.  Graf  Albert  Amadei,  Wien. 

43.  Beethoven,  die  Missa  solemnis  componierend. 
Große  Miniatur  auf  Elfenbein  von  Stieler. 

Herr  Meyer-Cohn^  Berlin. 

I  19 


290  Ludwig  Vau  Beethoven. 

44.  Beethoveu,  Ludwig  vau.  Medaillon  aus  Gyps,  Yoa 
Jos.  .Daniel  Böhm.  Flachrelief. 

Dt,  Theodor  v.  Frimmel^  Wien. 

45.  Haupthaare  Beethovens,  mit  Bestätigung  Anton 
Halm's,  dieselben  am  25.  April  1826  von  Beethoven 
persönlich  erhalten  zu  haben. 

K.  k.  Hauptmann  Hugo  Halm^  Wien. 

46.  Haupthaare  Beethovens,  von  der  Leiche  abgenommen. 

Frau  Ella  v.  Lang,  Wien. 

47.  Tabak  dose  Beethoven's,  welche  derselbe  laut  Be- 
stätigung der  Baronesse  M.  Jenner  in  seinem  Quiartiere 
auf  der  Landstrasse,  Hauptstrasse  248,  zurückgelassen 
hatte. .  Herr  Alphons  Czibulka,  Wien. 

48.  Silbermedaille  von  C.  Radnitzky  auf  die  Beethoven- 
feier in  Wien,  16.  bis  19.  Dec.  1870. 

l)r.  A.  B.  V.  Weilen,  Wien. 
Beiliegend  der  Gypsabdruck  des  Avera  der  Medaille. 

49.  Medaille  (vergoldet)  auf  Ludwig  van  Beethoven,  gest. 

1827,  von  L.  Heuberger.         Herr  Ludwig  Pollak,  Wien. 
Beiliegend  der  Gypsabdruck  des  Avers  der  Medaille. 

50.  Medaille  auf  den  Tod  Beethoven's,  von  J.  Lang.  Gyps- 
abdruck. 

Kunsthistorische  Sammlungen  des  Ali,  Kaiserhauses. 

51.  Medaille  „Zu  Deutschlands  Säcularfeier  von  Beethoven*s 
Geburtstage  1870".  Gypsabdruck.  Dieselben. 

52.  Medaille  zur,  Enthüllung  des  Beethoven-Denkmales  in 
Wien  1880,  von  A.  Scharff.  Gypsabdruck.     Dieselben. 

53.  Ries,  Ferdinand,  Brief  an  Beethoven,  London,  19.März 
1826,    mit    der  üeberschrift:    „Mein  lieber  Beethoven*'. 

Hetr  August  Artaria,  Wien. 

Pult  V:  Autographe  Ludwig  van  Beethoven's. 

54.  IX.  Symphonie  (D-moll).  Op.  125.  Mit  Schlusschor 
über  Schiller's  Ode   „An  die  Freude^.    Part.    Die  Sätze 


Ludwig  van  Beethoveu.  ^91 

1 — 3,  uud  vom  letzteu  Satze  das  „Allegro  assai  vivace" 
(Froh  wie  seiue  Sounen)    bis  zum  „Andante  maestoso*^. 

JS^gl.  Bibliothek^  Berlin. 

55.  IX.  Symphonie.  Op.  125.  Part.  Aus  dem  letzten  Satze, 
der  Anfang,  überschrieben:  „Presto,  Vivace,  Tempo  L®" 
11.  s.  w.  (23  BI.),  dann  das  „AUegro  assai"  •  mit  dem 
Eintritt  des  Chores".  (10  Bl.) 

Das  hierauf  folgende  „AUegro  assai  vivace"  ist  in 
der  Berliner  Handschr.  enthalten.  (Vgl.  Nr.  54).  Die  weiteren 
Stücke  bis  zum  Schlüsse,  und  zwar:  „Andante  maestoso", 
„Allegro  energico"  (15  Bl.),  „Allegro  ma  nou  tanto"  und 
„Prestissimo"  (19  Bl.)  sind  wieder  vorhanden.  Beiliegend 
eine  Contrafagottstimme.         Herr  Aüguöt  ArtaHa,  Wien, 

Die  Symphonie  wurde  vor  1817  begonneu  und  war  zu  Anfang 
18S4  drucklertig.  Die  erste  AoffQhrnng  fand  in  Wien  am  7.  Mai 
1H24  statt.  Die  ifymphonie  ist  dem  KOuig  Friedrich  Wilhelm  in. 
\o\\  Preuäseii  gewidmet. 

56.  „Fidelio"    (Leonore).    Oper  in  zwei  Acten.    Op.  72. 

Part.  AutOgr.  Kgl  BibUoÜ^k,  Berlin. 

Der  vorliegende  Band  enthält  zum  Theile  Autograpbe,  zum  Theile 
revidierte  Abschriftei^  einzelner  StQcke  der  Oper  (Part.).  Aufge- 
schlagen das  Terzett  (Nr.  5)  ^^^t,  Sohnchen,  gut,  hab  immer 
Muth".  (Autogr.) 

57.  Sonate  (As-dur)  für  Pia^oforte.  Op.  26. 

Dieselbe. 
Componiert  1801  und  dem  Fürsten  Lichnowsky  gewidmet.. 

58.  Conversationsbuch  Bcethoven's  vom  11.  März  1820. 

Dieselbe. 

5Q,  Blatt  an  Zmeskall,  mit  grossen  Bleistiftbuchstaben: 
„Der  Musikgraf  ist  seit  heute  infam  cassirt." 

K.  k.  Uofbibliothek. 

60.  Fidelio.  Eine  Oper  in  zwey  Aufzügen.  Frei  nach  dem 
Französischen  bearbeitet  von  Joseph  Sonnleithner.  Die 
Musik  ist  von  Ludwig  van  Beethoven.  Für  das  k.  k.  Theater 
au  der  Wien.  Textbuch.  Wien,  Anton  Pichler  1805. 

Herr  Richard  Robert^  Wien. 

Die  erste  Aufführun«:  fand  im  Theater  an  der  Wien  am  20.  Nov. 
1805  statt. 


292  Ludwig  vin  Beethoven. 

Pull  VI. 

61.  Castelli,  J.  F.  Bei  Ludwig  van  Beethovens  Leichen- 
begängnisse am  29.  März  1827. 

Baron  Arthur  Löwentluü,  Wien, 

\  ! 

62.  Sehlechta.  Am  Grabe  Beethoveu's.  Den  20.  März  1827. 

Wien.  J.  P.  Sollinger.  Derselbe. 

Diese  beiden  Gedichte  (Xr.  61,  62)  wurden  bei  der  Bestattung 
Beethoven's  auf  dem  Friedliofe  vertheilt. 

63.  Kanne,  Friedrich  August.  Dichtung  auf  „Ludwig 
van  Beethoven's  Tod".  Wien,  bei  Tendier  und  v.  Manstein. 

Herr  August  Artaria^  Wien, 

6i.  Einla(lung  zum  Leichenbegängnisse  Beethovens. 

\Frau  Louise  v,  Ghika^  Buzius. 

65.  Trauerklänge  bei  Beethoven's  Grabe.  Vierstimmiger 
Männerchor  nach  einer  Original-Melodie  des  Verewigten. 
Die  Worte  von  Franz  Grillparzer.  Wien,  Haslinger  (o.  J.). 

K,k.  Hofbibliothek, 

66.  Actenmässige  Darstellung  der  Ausgrabung  und 
Wiederbeisetzung  der  irdischen  Reste  von  Beethoven 
und  Schubert,  veranlasst  durch  die  Direction  der  Gesell- 
schaft der  Musikfreunde  des  österreichischen  Kaiserstaates 
im  Oct.  1863.  Wien,  Carl  Gerold's  Sohn  1863. 

Herr  August  Artaria,  Wien, 

67.  Einladung  der  Gesellschaft  der  Musikfreunde  zur 
Wiederbestattung  der  irdischen  ResteBeethoven's 
auf  dem  Central-Friedhofe  am  22.  Juni  1888.    Derselbe, 

68.  Drei  Sonaten  fürs  Klavier,  dem  Hochwürdigsten 
Erzbischofe  und  Kurfürsten  zu  Köln,  Maximilian  Friedrich, 
meinem  gnädigsten  Herrn  gewidmet  und  verfertiget  von 
Ludwig  van  Beethoven,  alt  eilf  Jahr.    Speier    in   Rath 

Bossler's  Verlage.  Benedictinerstift  Göttweig, 

Dieses  Jugendwerk  Beethoven's  erschien  im  Jahre  1783  mit  einer 
Widmung  an  den  Kurfürsten  zu  Köln,  Maximilian  Friedrich. 

69.  Dieselben.  Abschrift  der  Orig.-Ansgabe  mit  einer  iu 
schöner  Handzeichnung  ausgeführten  Copie  des  Titelblattes. 

Dr.  A.  M,  Nüchtern^  Wien, 


Ladwig  ran  Beethoren.  293 

70.  Noltarno  pour  Fortepiauo  et  Alto    par  Louis  van 

Beethoven,  op.  42.  Dr.  A.  M.  Nüchtern,  Wien, 

Von  Beethoven  arrangiert  nach  der  Serenade  in  i),  op.  8.  Fftr 
Violine,  Bratsche  und  Violoncell.  1804.  Ltfipzig,  Hotfmeister  und 
Eahnel. 

71.  An  die  ferne  Geliebte.  Ein  Ldederkreis  von  AI.  Jeitteles. 
Für  eine  Singstimme  mit  Begleitung  des  Pianoforte,  dem 
Fürsten  Lobkowitz  gewidmet.  Op.  98.  Orig.-Ausgabe, 
Wien,  S.  A.  Steiner  &  Cie.  (1816).  Derselbe. 

72.  Gruße  Sonate  für  das  Hammerelavier  r^B-dt<r>,  op. 
106,  dem  Erzherzog  Rudolf  gewidmet.  Orig.-Ausgabe,  am 
15.  Sept.  1819  bei  Artaria  &  Cie.  erschienen  mit 
einem  Verzeichnisse  der  Werke  Beethoven's  von  op.  1 
bis  106.  Derselbe. 

73.  Missa  soleninis,  7)-(/Mr,  op.  123.  Dem  Erzherzog  Rudolf 

gewidmet.  HofcapeUmeister  Pius  Eiehter,  Wien. 

Original- Ausgabe  der  Partitur,  im  April  1827  bei  B.  Schott's 
Söhne  in  Mainz  erschienen;  das  vorliec^ende  Exemplar  wurde  bei 
der  im  Jahre  183»  unter  Leitung  des  Lehrers  Joh.  Vinc.  Richter 
stattgehabten  Anffühmn?  des  Werkes  in  Wamsdorf  benützt.  Nebst 
Beilagen  Über  die  Aufführung  der  Messe. 

74.  Sonate  (G-dur)  för  Pianoforte  und  Violine,  op.  96. 
dem  Erzherzog  Rudolf  gewidmet.  Original-Ausgabe  im 
Juli  1816  bei  S.  A.  Steiner  &  Cie.  in  Wien  erschienen. 

Dr.  A.  M.  Nüchtern^  Wien. 

75.  Vaterländischer  Künstlervorein.  Veränderungen  für 

das  Pianoforte  über  ein  vorgelegtes  Thema  (von  A.Diabelli), 

componiert  von  den  vorzüglichsten  Tonsetzern  und  Virtuosen 

Wiens    und    der   k.  k.  österreichischen  Staaten.    Wien, 

A.  Diabelli  &  Cie.  Derselbe. 

Die  Sammlung  enthält  50  Variationen   (über   ein  Walzerthema 

von  A.  Diabelli)  von  50  Osterreichischen  Tonsetzem,  darunter  auch 

'    W.  A.  Mozart  (Sohn),  dem  eUijährigen  Fr.  Liszt  und  Franz  Schubert. 

Beethoven,  aufgefordert  sich  an  dem  Unternehmen  zu  betheiligen, 

schrieb  über  denselben  Walzer  die  33  Variationen  op.  120,  vgl.  76. 

76.  Beethoven,  Ludwig  van.  33  Verändernngen  über 
einen  Walzer,  für  das  Pianoforte  componiert  und  der 
Frau  Autunia  v.  Brentano,  gebornen  Edlen  v.  Birkenstock, 


294  Ludwig  van  Beethoven. 

hochachtungsvoll  zugeeignet,  op.  120.  Wien,  Cappi  und 
Diabelli  (1823).  Dr.  A.  M,  Nachtern,  Wim, 

77.  Sechter,  Simon,  i  Vier  Fugen,  für  das  Pianoforte  ver- 
fasst  und  dem  Wohlgebornen  Herrn  Ludw.  van  Beethoven 
hochachtungsvoll  gewidmet.  Wien,  Johann  Cappi. 

Gesellschaft  der  Musikfreunde,  Wien. 

78.  Halm,  Anton.  Grande  Sonate  pour  le  Piano-Forte, 
composee  et  dediee  a  Monsieur  Louis  van  Beethoven. 
Wien,  im  Selbstverlage  des  Autors. 

Dr,  Ä.  M,  Nüchtern,  Wien. 

Bilder. 

79.  Joseph   Clemens   Herzog    von  Bayern,    Knrfürsl 

von    Köln    (1689 — 1724).    Bnistbild.    Zeitgenössischer 

Kupferst,  Fol.  K.  k.  Hofbibliothek. 

Musikfreand  und  selbst  Componist.  Erwarb  sich  grosse  Ver- 
dienste um  die  Gestaltung:  der  musikalischen  Verhältnisse  in 
Bonn,  insbesonders  um  die  Organisation  der  kurfürstlichen  Capelle, 
in  welche  Beethoven^s  Großvater,  Ludwig  van  Beethoven,  1733 
als  Hofmusicus  aufgenommen  wurde. 

80.  Max  Friedrich  zu  Königsegg-Rothenfels,  Kur- 
fürst von  Köln  (1761—1784).  Brustbild.  Kapferst,  von 
Joh.  Mich.  Söckler  nach  A.  Stradtmann.  Fol. 

Dieselbe. 

Unter  seiner  Regierung  ward  Beethoven  geboren,  ihm  widmete 
er  1783  seine  ersten  drei  Ciaviersonaten  (s.  Nr.  68,  60). 

81.  Maximilian  Friedrich  Erzherzog  von  Oesterreich 
(geb.  1756,  Kurfürst  von  Köln  1784).  Brustbild  (Me- 
daillon). Kupferst.  von  J.  E.  Mansfeld,  1780.  Fol. 

Dieselbe. 

Unter  seiner  Regierung  wirkte  Beethoven  als  kurfürstlicher  Hof- 
musicus in  Bonn. 

82.  Beethoven.  Brustbild.  Oelgem.  1806.  Lwd.,  h.  46,  br.  52. 

Fürst  Karl  Lichnowski,  Grätz  bei  Troppau. 

83.  Derselbe.  Brustbild  (oval).  Lithogr.  von  J.  Baaer  nach 
Ludwig  Schnorr  von  Carolsfeld,  Wien  1807.  Quart. 

Artaria  A  Cie.,  Wien. 


Ludwij:  van  Beethoven.  293 


»n 


84.  Derselbe.  Brustbild  (oval).  Knpferst.  von  Blasius  Höfel 
nach  Louis  Letronne,  1814.  Fol.   Artaria  d-  Cic,  Wien, 

85.  Derselbe.    Brustbild.    Oelgem.  von    Willibrord  Joseph 
Mähler,  gemalt  27.  Mai  1815.  Lwd.,  h.  64,  br.  46. 

Prof,  Dr.  Max  Ritter  von  Karajan,  Ghraz 

Laut  Mittheilun^]^  des  Herrn  Ausstellers  von  Franz  Grillparzer 
und  Eduard  von  Bauemfeld  als  das  einzig  ähnliche  Bild  Beet- 
hoven's  anerkannt.  —  W.  J.  Mähler,  zu  Ehrenbreitstein  geboren, 
Hofsecretär  der  k.  k.  Geheimen  Hof-  und  Staatskanzlei,,  gestorben 
in  Wien  am  20.  Juni  1860  im  82.  Lebensjahre,  war  ein  Schüler 
Anton  GraCs  (1736—1813).  Das  Bild  gieng  von  der  Erbin  Mähler's, 
Louise  Gnadflieg,  durch  Kauf  in  den  Besitz  des  Costos  der  k.  k. 
Hofbibliothek.  Dr.  Theodor  Ritter  von  Karajan,  Vaters  des  gegen- 
wärtigen Besitzers  über. 

86.  Derselbe.  Brustbild.  Lithogr.  von  Th.  Neu  nach  A.  v. 
Kloebefs  Zeichnung,  Mödling  1817.  Groß-Fol. 

K.  k,  Hof  bibliothek. 

87.  Derselbe.     Lithogr.    von    Faustin    Herr    nach    Anton 
Dietrich  (1799—1872).  Fol. 

K.  u.  k.  Familien-Fideicommissbibliothek. 

88.  Derselbe,   in  seinem  achtundzwanzigsten  Lebensjahre. 
Lithogr.  von  Kriehuber.  Fol.  K.  k.  Hofbibliothek 

89.  Derselbe.     Kniestück.     Oelgem.     von    W.    J.    Mähler 
(s.  Nr.  85).  Lwd.,  h.  115,  br.  88. 

Frau  Gabriele  Heiirüer,  Wien. 

90.  Derselbe.  Brustbild. Oelgem. vonHeckel.Lwd.,h. 03, br. 49. 

JTerr  Ferd.  Heckef,  Mannheim. 

91.  Derselbe.    Brustbild.    Oelgem.  von  Ferdinand  Schimon 
(1797—1852).  Lwd.,  h.  60,  br.  48. 

Kfjl.  Bibliothek,  Berlin. 

92.  Derselbe.    Brustbild.    Oelgem.    von    Ferdinand    Geurg 
Waldmüller  (1793—1865).  Lwd.,  h.  69,  br.  56. 

Breitkopf  und  Härtel^  Leipzig. 

93.  Derselbe.    Brustbild.    Kreidezeichnung    von    J.    Steph. 
Decker  (1784—1844)  nach  d.  Natur. 

Maler  Georg  Decker,  Wien. 


t^  Ludwig  Tan  Beethoven. 

94.  Derselbe.  Brustbild  von  H.  Lindner  nach  C.  Jäger.  Fol. 

K,  u.  k,  Fcnmlien-Fideieommisshibliothek, 

95.  Derselbe.  Brustbild.  Lithogr.  von  Kriehuber.  Quart 

K.  k,  Hofbibliothek. 

96.  Beethoven's  Gesichtsmaske.  Gypsabguss  nach  dem 
Leben,  gemacht  1812  auf  Veranlassung  Andreas  Streichers 
von  Franz  Klein  (1779  bis  nach  1836),  ftlschlich  Dan- 
hauser  zugeschrieben. 

Historisches  Museum  der  Stadt  Wien. 

97.  Holzschnitt  nach  einem  Stich  von  Buchhorn.  Ganze 
Figur.  Zeitungsausschnitt.    Herr  Louis  Bohne,  Omabrück, 

Dieses  Bild  wurde  eine  Zeit  lang  als  echter  Beethoven  ange' 
sehen,  stellt  jedoch  den  Kunsthändler  Wittich  dar.  Auf  der  Rück- 
seite die  Notiz:  ,, Vorstehendes  Bild  ist  von  einem  Beethoven  sehr 
befreundeten  Maler  nach  der  Natur  gezeichnet  worden.  Das  Original 
befindet  sich  im  Künstler^erein  zu  Bremen  und  sollen  davon  nur 
sehr  wenige  Abdrücke  existieren." 

98.  Beethoven.  Bleistiftzeichnung  von  Josef  Danhauser. 
Quart.  (Docuraentarisch  nicht  beglaubigt.) 

Maler  Ludtoig  MiehaJek^  Wien. 

99.  Beethoven  am  Spaziergange.  Kupferst.  von  E.  Mandel 
nach  Lyser.  Berlin,  E.  Schrödter.  Quart. 

Artaria  dt  Cie.,  Wien, 

100.  Beethoven  am  Spaziergange.  Ganze  Figur.  Lithogr. 
von  Teyöek,  Prag  1841.  Fol.  Dieselben, 

101.  Concertanzeige  Beethoven's  in  dem  Intelligenzblatte 
der  „Wiener  Zeitung"  vom  26.  Februar  1814  (Nr.  571 
worin  Beethoven  die  Aufführung  von  „Lord  Wellington  s 
Sieg  in  der  Schlacht  bey  Vittoria"  und  „einer  neuen 
noch  nie  gehurten  Symphonie"  (Nr.  8,  F-dur^  op.  93) 
für  Sonntag  den  27.  Febr.  1814  ankündigt. 

Dr.  Julius  Völser,  Wien. 

102.  Beethoven's  Dankschreiben  an  die  Philharmonische 
Gesellschaft  in  Laibach  für  seine  Ernennung  znm  Ehren- 

mitgliede  1819.         Philhannonische  Gesellschaft,  Laibach, 


Lodwig  Tan  Beethoven.  297 

103  und  104.  Beethoven's  Todtenmaske.  2  Oelskizzen,  nach 
der  Leiche   Beethoven's   gemacht  von  Josef  Daahauser. 

Quart.  Heir  C,  Ä.  Artenria  sen,,  Wien. 

105.  Beethoveifs  Hände.  Oelskizze  von  Josef  Danhauser 
(siehe  103  und  104).  Derselbe. 

106.  Beethoven's  Studier-  und  Sterbezimmer  im 
Schwarzspanierhause  (Aisergrund  Nr.  200),  1827.  Tusch- 
zeichnung. Quart.       Historisches  Museum  der  Stadt  Wien. 

Angefertigt  nach  dem  Leichenbegängnisse  BeethoTen^s,  30.  März 
1SJ7. 

107.  Beethüven's  Hörrohr. 

Fhysikalibches  Cabinet  der  k.  k.  Universität,  Wie^i 

108  und  109.  Beethoven-Denkmal  in  Bonn  von  Ernst  Julius 
Hähnel,  1844.  Gesammtansicht  und  zwei  Basreliefe:  „Die 
Phantasie"  und  „Die  dramatische  Musik".    Zwei    Blatt. 

Groß-Fol.  Artaria  (t  Cie.y  Wien. 

110.  Hauptfigur  von  Zumbusch'  Beethoven-Denkmal  in 
Wien.  Copie  in  kleinem  Maßstab.  Bronzeguss. 

NationcUmuseum,  Budapest. 
Vom  Denkmal- Comitd  Franz  Liszt  gewidmet. { 

111.  Beethoven.  Marmorbüste  von  Gustav  Landgrebe,  Berlin. 

Herr  Frans  Grurlitt,  Berlin. 

112.  Derselbe.  Gypsstatuette. 

Bildhauer  Robert  Weigl,  Wien. 

113.  Derselbe.  Brustbild.  Radierung  von  L.  Dake.  Groß-Fol. 

Artaria  <t  Cie.,  Wien. 

114.  Derselbe.    Brustbild.    Pastell    von    Ludwig    Michalek. 

Groß-Fol.  Prof.  Dr.  Adolf  Exner,  Wien. 

115.  Beethoven-Legende.  Photogr.  Goupil  &  Cie.  nach 
Leyendecker.  Quer-Roy.-Fol.  Artaria  <&  Cie.,  Wien. 

Heethoven  sitzt  componierend  am  Kande  eines  Waldes  in  der 
^ähe  seiner  Vaterstadt  Bonn.  Ein  Leichenzug  kommt  des  Weges 
daher.  Der  Priester  gebietet  den  Sängern  Schweigen,  um  den 
greOen  Kfinstler  nicht  zu  stOren. 


ä98  Ludwig  van  Beethoven. 

116.  Beethoven.  Brustbild.  Lithogr.  von  Reiffeusteiu  &  Rösch. 

Fol.  K,  u.  k.  FamiUen-Fideicom'nissbibUothik. 

Erinnerangsblatt  an  die  Aufföhrun}^  der  großen  Messe  in  D, 
op.  183  im  k.  k.  großen  Redoutensaale,  Wien.  Viertes  Gesell- 
schaftsconcert,  17.  M&rz  1861.. 

117.  Beethoven-Symphonie.  Kupferst.  von  Julius  Ernst 
nach  Moriz  von  Schwind.  Roy  .-Fol. 

Gilhofer  rC'  Ranschburg^  Wien. 

118.  Beethoven  in  seinem  Studierzimmer.  Photogr. 
Goupil  &  Cie.  nach  C.  Schloesser,  1884.  Groß-Fol. 

Artaria  &  Cie.,  Wien. 

119.  Vision    Beethovens.    Kupfertst.    von    A.    de    Lemud. 

Qner-Roy.-Fol.  Dieselbe. 

120.  Erzherzog  Rudolph  (siehe  Seite  7,  Nr.  58).  Halhfigur. 
Kupferst.  (Punct.-Man.)  von  M.  Benedetti  nach  J.  B.  Ritter 
von  Lampi.  Fol.  K.  k.  HofbibUotliek. 

121.  Lobkowitz,  Fürst  Franz  Josef  (1772-1809).  Brust- 
bild. Oelgem.  Lwd.,  h.  72,  br.  59. 

Fürst  Georg  Lobkotoitz,  Prag. 

Freund  und  Gönner  Bcethoven's.  Beethoven  widmete  ihm  u.  A. 
die  dritte  Symphonie,  op.  55  (Eroica),  welche  in  dem  Palais  des 
Fürsten  1804  zum  ersten  Male  aufgeführt  wurde.  Siehe  auch  Nr.  36. 

122.  Brunswick,  Gräfin  Therese  (1778—1810).  Radierung 
von  William  Unger  nach  J.  B.  Ritter  von  Lampi.  6roß- 

Quart.  Artaria  d;  Cie.,  Wie^i. 

Beethoven's  Briefe  „an  die  unsterbliche  Geliebte'*  waren  nach 
neuerlich  veröffentlichen  An^i^abon  an  die  Gräfin  Brunswick  und 
nicht  an  die  Gräfin  Gnicciardi  gerichtet.  Diese  in  leidenschaftlichem 
Tone  gehaltenen  Briefe  sind  mit  Bleistift  geschrieben  und  datiert 
^am  V).  Juli  Morgens",  „Abends,  Montigs  am  26.  Juli"  und  „Guten 
Morgen,  57.  Juli"  ohne  Jahreszahl.  Beethoven  widmete  der  Gräfin 
die  ^Sonate  op.  78  und  die  Variationen  über  das  Lied  ^Ich  denke  Dein". 

123.  Gnicciardi,  Gräfin  Julie,  verehelichte  Gräfin  Gallen- 
berg. Marmorbüste  von  Konrad  Heinrich  Schwickle 
(1779—1833). 

K.  u.  k.  Major  Graf  Alexander  Gdlletiberg,  Wien. 

Geboren  am  24.  Nov.  1784.  Sie  heiratete  am  3.  Nov.  1813 
den   Grafen    Gallenberg   und  starb  am  22.  März  185o.  Beethoyen 


Ludwig  van  Beethoven.  599 

widmete  ihr  die  „Sonata  quasi  fantasia"  (Cis-moll,  op.  27,  Nr.  Ü), 
veröffentlicht  im  M&rz  180Ä.  Die  Gräfin  war  Beethoven's  Schülerin 
und  von  ihm  geliebt.  Beethoven  wähnte  diese  seine  Liebe  erwidert. 

12i.  Dieselbe.  Brustbild.  Oelgein.  Lwd.,  h.  60,  br.  45 

K.  u.  l\  Major  Graf  Alexander  Gallenberg,  Wiefi. 

125.  Galleuberg,  Wenzel  Robert  Graf  (1783—1839,  Gatte 
der  Vorigen).  Brustbild.  Oelgem.  Lwd.,  li.  60,    br.  45. 

Derselbe. 

War  als  Ballet componist  beliebt  und  abemahm  1829  dieDirection 
des  Hofopemtheaters  in  Wien.  Stand  mit  Beethoven  im  Verkehr. 

126.  Guiceiardi,  Julie,  verehelichte  Gräfin  Gallenberg. 
Brustbild  (oval).  Bleistiftzeichnung.  Üct.  Derselbe, 

127.  Gallenberg,  Wenzel  Robert  jGraf.  Brustbild  (oval). 
Bleistiftzeichnung.  Oct.  Derselbe. 

128.  Beethnven's  Flügel,  verfertigt    von  John  Broadwood 

and  Sons  in  London.  Nationälmuseum,  Budapest 

Mit  dem  eingelegten  Namen  „Beethoven"  und  der  Inschrift  auf 
dem  Stimmstock  „Hoc  Instrumentum  est  Thomae  Broadwood  (Lundini) 
donum  propter  Ingenium  illustrissimi  Beethoven''.  Daneben  dieTinten- 
autographe  von  Ferd.  Ries,  J.  B.  Gramer,  G.  G.  Fe  .ai  (?)  und 
C.  Knyvett.  Dreichörig;  Umfang  sechs  Octaven  (C — c),  zwei  Pedale 
(Aufhebung  der  Dämpfung  und  Verschiebung).  Ohne  Eisenrahmen. 
Aus  dem  Besitze  Franz  Liszt's. 

129.  Flügel  von  Erard  (Erard  freres)  in  Paris  1803.  Drei- 
chOrig;  Umfang  fünf  Octaven  und  Quinte  (F — c).  Vier 
Pedale  und  Kniehebel  links  (zum  Andnlcken  einer  Papier- 
rolle an  die  Basssaiten).  Mit  Malerei  und  Bronzeeinlagen 
schön  ausgestattet. 

Fürst  Karl  Lichnowski,  Grätz  bei  Troppau. 

Auf  diesem  Flügel  pflegte  Beethoven  bei  dem  Fürsten  Lichnowski 
zu  spielen. 

Rückseite  der  Wand  rechts. 

130.  Euterpe.  Kgl.  Museum,  Berlin.  Gypsabguss. 

K.  k,  Akademie  der  bildenden  Künste,  Wien. 

131.  Geistliche  und  weltliche  Musik.  Radierung  und 
HeliograN-üre  nach  G.  Dubufe  fis.  Quer-Imp.-Fol. 

Artaria  d'  Cie,  Wien. 


300  Ludwig  van  BcethoTcn.  —  Franz  Schubert. 

133 — 135,  Max,  Gabriel.  Cüinpositioneu  zu  Tonstücken. 
Beethoven:  Grand  Sonate  {Si-h  maj.  B-dur),  Sonate 
(G-dur)  Oeuvre  14,  Sonate  path6tique  {Ut  min.  C-Moll). 
Aquarelle.  Quer-Fol.  Graf  Victor  Wimpffen,  Wien 


Franz  Schubert 

geb.  am  31.  Jänner  1797  zu  Wien,  gest.  am  19.  November  1828 

ebendaselbst. 

Pult  I :  Autographe  Franz  Schubert's  (Sammlung  Nikolaus 
Dumba). 

1.  „Entra  Tuomo",    viermal  componiert:  als  Arie,  Duett, 
Terzett  und  Quartett.  Part.  Sept.  1812. 

Compositionsstadie,   bezeichnend   fdr   die  Art  des  Unterrichtes, 
den  Schnbert  bei  Sah'eri  genoss. 

2.  Serbate  Dei  custodi".  Italienische  Arie  für  Tenor  mit 
Clavierbegleitung,  10.  Dec.  1812. 

Eine  Compositionsstudie  bei  Salieri. 

3.  Ländler.  Für  Ciavier:  ganz  flüchtig  entworfen.    Jänner 
1816. 

4.  „Ertöne  Leyer",    Cantate  für  zwei  Tenore  und  Bass. 
Part. 

Zur  Namensfeier  des  Vaters  gedichtet  und  mit  Guitarrebegleitung 
(omponiert  von  F.  Schubert  am  27.  Sept.  1813. 

5.  Des  Teufels  Lustschloss.    Oper  in  drei  Acten.  Part 
30.  Oct.  1813. 

Schubert's  erste  Oper,  nach  einem  Texte  von  Kotzebue. 

6.  Messe  in  F.  Part.  17.  Mai  1814. 

Schuberts  erste  Messe,  geschrieben  zur  Feier  des  hondertj&hrigeu 
Jubiläums  der  Lichtenthaler  Pfarrkirche  in  Wien. 

7.  Des  Mädchens  Klage.  Gedicht  von  Friedrich  Schiller. 
Lied  mit  Clavierbegleitung.  15.  Mai  1815. 


Franz  Schubert.  301 

8.  Des  Schäfers  Klagelied.    Gedicht  von  Goethe.    Lied 
mit  Clavierbegleitiing. 

Erste  Fassung,  abweichend  von  der  später  gedruckten. 

9.  Der  Vatermörder.  Lied  mit  Clavierbegleitung.  26.  Dec. 
1811. 

Eines  der  fHibesten  Lieder  Schuberts,  im  Convicte  componieit. 

10.  „Synfonia«  (in  D).  Part.  28.  Oct.  1813. 

Schubert*s  erste  Symphonie. 

11.  Wiener  Deutsche.  Für  Ciavier. 

12.  Gesang  der  Geister  über  den  Wassern.  Gedicht 
von  Goethe.  Lied  mit  Clavierbegleitung.  Sept.  1816. 
Fragment. 

13.  Menuette  für  Ciavier. 

14.  Die  Augengläser  Frartz  Schuberts. 

Pult  II:  Autographe  Franz  Schubert's  (Sammlung  Nikolaus 
Dumba). 

15.  Skizzen  zu  den  Liedern  ausGoethe's „Wilhelm Meister". 
Op.  62. 

16.  Die  Advocaten  von  Rustenfeld.  Komisches  Terzett  för 
Jzwei  Tenore  und  Bass  mit  Clavierbegleitung. 

Eigentlich  componiert  von  Fischer,  Ton  Schubert  jedoch  in  der 
Begleitimg  and  den  Stimmen  wesentlich  amgearbeitet.  Das 
Fischer'sche  Original   ist   im  Stich  bei  Eder  in  Wien  erschienen. 

17.  Lazarus.  Ostercantate  nach  einer  Dichtung  von  August 
Hermann  Niemeyer.  Zweite  Handlung.  Part.  Febr.  1820. 

In  Wien  zum  erstenmale  am  27.  März  1863  aufgeführt. 

18.  Die  ersten  Tacte  der  vierten  Symphonie  von 
Beethoven. 

Sorgfältige  Abschrift  der  Partitur  von  Schubert's  Hand. 

19.  Arie  aus  der  Oper  „Echo  et  Narcisse"  von  Gluck. 
Im  Clavierauszuge  von  Franz  Schubert.  März  1816. 


302  Fraiiz  Schobert. 

20.  UiivollcMidote  Symphonie  in  H-molL  Part.  30.  Oct. 
1822. 

21.  Skizzen  zum  dritten  Satze  der  JJ-wiöK-Svmphonie 

(1822).  •  , 

22.  Im  Freien.  Gedieht  von  J.  G.  Seidl.  Lied  mit  Ciavier- 
Legleitung. 

23.  Ouvertüre  in  E-moll  Part.  Febr.  1819. 

24.  Antiphonen  zur  Palmenweihe,  für  gemischten  Chor. 

Part.  1820. 

In  der  Eile  mit  Kreide  auf  Lösclipapier  geschrieben;  compouiert 
für  seinen  Bmder  Ferdinand,  welcher  in  der  Charwoche  (1810) 
seinen  Dien)^t  als  Regenschori  in  der  Altlerclienf eider  Kirche  an- 
getreten hatte. 

25.  Variationen  über  ein  Thema  von  Anselm  Hütteubrenner 
für  Chivier.  Aug.  1817. 

26.  Pax  vobiscum.  Gedieht  von  Schober.  Lied  mit  Chivier- 
begleitung.  April  1817. 

27.  Muhanied's  Gesang.   Gedicht    von   Goethe.    Lied    mit 
Ciavierbegleitung.  März  1817. 

28.  Gretchen   am  Spinnrade,  aus  Goethe's  Faust.    Lied 
mit  Clavierbegleitung.  14.  Öct.  1814. 

29.  Die  zürnende  Diana.    Gedicht    von  Mayrhofer.    Lied 

mit  Clavierbegleitung.  Dec.  1820. 

Schöne  Reinschrift  Schabert's  fOr  den  Baron  Carl  y.  SchOnstein, 
neben Vogl  der  hervorragendste  Interpret  der  Scliubert'schen  Gesänge. 

30.  Todtengräber's  Heimweh.  Gedicht  von  Craigfer.  Lied 
mit  Clavierbegleitung.  April  1828. 

31.  Impromptu,  op.  90.  Nr.  1  (C-moll)  für  Ciavier. 

Mit  Bl«»i8tift  rasch  hingeworfen;  eines  der  schönsten  Cla vier- 
stücke Schuberts. 

32.  Drei  Ciavierstücke  (in  Es-moll,  Es-dur  und  C-dw). 
Mai  1828. 


Franz  Schubert.  303 

33.  Fierrabras.  Große  horoisch-romantische  Oper  iuf  drei 
Acten.  Part.  2.  Oet.  1823. 

Schubert's  grösstes  dramatisches  Werk  nach  einem  Texte  von 
Jusef  Kupel wieser;  von  Schubert  innerhalb  eines  Zeitraumes  von 
\ier  Monaten  componiert. 

Pult  III:  Autographe  Franz  Schuberts  (Sammlung  Niko- 
laus Dumba). 

34.  Unvollendete  Messe  in  A-moU,  „Für  meinen  Bruder 
Ferdinand."  Mai  1822.  Part. 

35.  Skizze  zur  Cantate  „Mirjam's  Siegesgesang". 

Die  Dichtung  von  Franz  Grillparzer;  für  Sopransolo  und  gemischten 
Chor  mit  Clavierbegleitung  1 828  componiert.  Zum  erstenmale  auf- 
geführt in  dem  am  30.  Jänner  1829  zur  Errichtung  eines  Grab- 
denkmales für  Schubert  veranstalteten  Concerte. 

36.  Octett  in  F.  Für  zwei  Violinen,  Viola,  Violoncell, 
Contrabass,  Clarinette,  Fagott  und  Hom.  Part.  Febr. 
1824. 

37.  Bleistiftskizze  zum  23.  Psalm. 

38.  Der  23.  Psalm.  Für  Frauenstimmen  mit  Ciavierbeglei- 
tung. Part.  Dec.  1820. 

39.  Ständchen  „Zögernd  leise"  von  Franz  Grillparzer. 
Für  Altsolo  und  Mänuorchor  mit  Clavierbegleitung.  Part. 
Juli  1827. 

In  Schubert *s  einzigem  Concerte  am  2G.  März  1828  zur  Auf- 
führung gebracht. 

40.  Nacht  helle.  Gedicht  von  Seidl.  Für  Männerchor  mit 
Ciavierbegleitung.  Part.  Sept.  1826. 

41.  Deutsche  Messe.  Für  gemischteu  Chor  und  Blasinstru- 
mente. Part. 

Im  Jahre  1827  fär  die  Hörer  der  polytechnischen  Schule  in 
Wien  geschrieben;  Keiuschrift  ftlr  Prof.  Joh.  Philipp  Neumann, 
der  den  Text  verfasst  und  die  Messe  bei  Schubert  bestellt  hatte. 

42.  Skizzen  zur  Oper  „Der  Graf  von  Gleichen". 
14.  Juni  1827. 


304  Franz  Schubert 

43.  Textbuch  zur  Oper  „Der  Graf  vou  Gleichen**  von 
Bauernfeld,  wie  es  Schubert  zur  Composition  vorlag.  1827. 

Pult  IV. 

44.  Entwurf  zu  dem  „Gesang  der  Geister  über  den 
Wassern^  von  Goethe.  Für  achtstimmigen  Mänuerchor 
mit  Begleitimg  vou  Streichinstrumenten.  Dec.  1820. 
Autogr.  Graf  Albert  Amadei,  Wien. 

45.  46.  Des  Teufels  Lustschloss.  Eine  natürliche  Zauber- 
oper in  drei  Acten  von  Kotzebue.  Autogr.  Part.  I.  und 
in.  Act.  2.  Bearbeitung  (1814)  Schuberts  mit  hand- 
schriftlicher Bemerkung  Josef  Huttenbrenner's  über  den 
Ankauf  des  Werkes  von  Schubert.  Derselbe. 

47.  Inhaltsverzeichniss  zum  ersten  und  dritten  Act 
der  Oper  „Des  Teufels  Lustschloss"  von  Schubert, 
mit  Bleistift  geschrieben.  Derselbe, 

48.  „Grablied  auf  einen  Soldaten."  Lied  mit  Clavier- 
begleituug.  Juli  1816.  Autogr. 

Dr.  Max  Friedländer,  Berlin. 

Vom  früheren  Besitzer  als  Schreibaaterlage  und  als  Versnchs- 
papier  für  eine  Rastrierfeder  benützt. 

49.  Der  Tod  und  das  Mädchen.  Lied  mit  Ciavierbegleitung. 
Fragment  von  3  Tacten  des  Autogr.,  datiert  Febr.  1817. 

Graf  Victor  Wimpffen,  Wien, 

50.  Dasselbe.  Fragment,  einen  Tact  des  Autogr.  enthaltend. 

Dr,  Max  Friedländer,  Berlin. 

Diese  beiden  Fragmente  (49 — 50)  sind  bezeichnend  für  die  Art 
and  Weise,  wie  frühere  Besitzer  Schnbert'scher  Handsciiriften  mit 
denselben  umgiengeu. 

51.  Tagebuch  Franz  Schubert's  vom  Juni  1810. 

Graf  Victor  Wimpffen,  Wien. 

52.  Brief  Schuberts  vom  10.  April  1823,  den  Verlag 
seiner  Werke  betreffend.      Herr  Nikolaus  Dumba,  Wien. 

53.  Brief  Schubert's  an  Anselm  Hfittenbrenner  vom 
19.  Mär/  1818. 

Dr.  Ferd.  von  Mixich^  Ladberg  bei  Kopreinitz. 


Franz  Schubert.  305 

54.  Schwind,    Moriz.    Brief   an  Franz  Schubert  in  Steyr 
bei  Herrn  Vogl,  vom  1.  Aug.  1825. 

Dr.  Max  Friedländer^  Berlin. 

55.  Schubert,  Ignaz.    Brief  an  seinen  Bruder  Franz  nach 
Zelecz  vom  12.  Oct.   1818.  Derselbe. 

56.  Zeugnis   für  Franz  Schubert  vom  16.  Jänner  1821, 
ausgestellt  von  Ignaz  Franz  Edlen  von  Mosel. 

Derselbe. 

57.  Desgleichen,    vom   24.  Jänner  1821,    ausgestellt  vom 
k.  k.  Hofmusikgrafen  Moriz  Grafen  Dietrichstein. 

Derselbe. 

58.  Desgleichen,    vom    27.  Jänner  1821,    unterfertigt  von 

Josef  Weigl  und  Antonio  Salieri.  Derselbe, 

In  diesen  Zeugnissen  (56—58)  werden  insbcsonders  Schubert's 
Verdienste  um  das  k.  k.  Hofoperntheater  und  seine  hervorragende 
musikalische  Thätigkeit  und  Tüchtigkeit  in  warmen  Worten  aner- 
kannt; Schubert  dürfte  dieselben  bei  seinem  Ansuchen  um  die 
Verleihung  d^^r  k.  k.  Hofcapellnieisterstelle  (1826)  benützt  haben. 
Die  Stelle  erhielt  jedoch  Josef  Weigl. 

59.  Einladung   zu    Schuberts    Leichenbegängnis    am 
21.  Nov.  1828,  von  dessen  Vater  Franz  Schubert. 

Herr  Nikolaus  Dutnba,  Wien, 

Pult  V:  Autographe  Franz  Schubert's. 

60.  Die  verfehlte  Stunde.  Gedicht  von  Schlegel.  Lied  mit 
Clavierbegleitung.  April  1816. 

Herr  C.  A.  Artaria  sen.,  Wien. 

61.  Abends  unter  den  Linden.    Gedicht  von  Kosegarten. 
Lied  mit  Clavierbegleitung.  24.  Juli  1815.       Derselbe. 

62.  Salve  Regina,  für  Männerchor.  Part.  April  1824. 

Derselbe, 

63.  Rondo    fürs    Pianoforte    zu    vier   Händen.    (Grand- 
Rondeau  Op.  107.)  Juni  1828.  Derselbe, 

Componiert  für  Herrn  Domenico  Artaria. 

64.  Ouvertüre  in  Z>.  Part.  Fragment.  Derselbe* 

I  20 


306  Franz  Schubert. 

65.  Der  Gondelfahrer.  Gedicht  von  Mayerhofer.  Lied  mit 
Ciavierbegleitung.  März  1824. 

Herr  August  Artaria  sen.,  Wien. 

66.  „Deutsche".    Für   das  Pianoforte.    Autogr.  Blatt,    dat. 

1824.  Frau  Isa  Raab,  Wien. 

67.  Coutrapunktische  Studie  bei  Salieri.  Mit  der  eigen- 
händigen Bemerkung  Schubert's:  „den  18.  Juni  1812  den 
Contrapunkt  angefangen.  1.  Gattung". 

Dr.  Max  Friedländer,  Berlin. 

Der   Cantus   firmus  von  Salieri 's  Hand,   der  Contrapunkt  hiezu 
von  Schubert. 

68.  Der  Erlkönig.  Ballade  von  Goethe.  Op.  1.  Facsimile- 
ausgabe  nach  der  Orig.-Handschr.  in  der  königlichen 
Bibliothek  zu  Berlin.  Berlin,  Willielm  Muller  186S. 

K.  k.  HofbibliotheJc. 

Pult  VI. 

()9.  Schubert,  Franz,  f  zu  Wien  1830,  Schullehrer,  Vater 
des  Tondichters.  Oelgem.  n.  s.  Lwd.,  h.  25,  br.  21. 

Historisches  Museum  der  Stadt  Wien. 

70.  Schubert,  Ijrnaz,  geb.  1784,  f  1844  in  Wien.  Der 
älteste  Bruder  dos  Tondichters,  Schullehrer  in  der  Rossau. 
Franz  Schubert  erhielt  von  ihm  den  ersten  Ciavierunter- 
richt. Oelgem.  n.  s.  Lwd.,  h.  26,  br.  21.        Basselbe. 

71.  Schubert,  Karl,  geb.  1796,  f  1855  in  Wien.  Aelterer 
Bruder  Franz  Schuberts.  Landschaftsmaler  und  Schreib- 
lehrer. Oelgem.  von  Ferd.  Schubert.  Holz,  h.  27,  br.  22. 

Dasselbe. 

72.  Schubert,  Therese,  verehel.  Schneider,  die  Schwester 
des  Tondichters.  Oelgem.,  Pappe,  h.  26,  br.  2l. 

Dasseibe, 

73.  Medaille  zur  Enthüllung  des  Schubert-Denkmales 
in  Wien,  am  15.  Mai  1872,  von  J.  Tautenhayn.  Gyps- 
abdruck. 

Kuw^thistorische  Sammlungen  des  Ah.  Kaiserhauses. 

74.  Medaille  auf  Franz  Schubert.  Von  J.  E.  Boehm. 
Gypsabdruck.  Dieselben. 


Fmnz  Schubert.  307 

75.  Die  schöne  Müllerin.  Liedercycliis  von  Wilhelm  Maller 
1823.  Illustrierte  Prachtausgabe  von  E.  Hallberger,  Stutt- 
gart. Herr  E.  HaUberger,  Stuttgart, 

indor. 

76.  Schubert,  Franz.  Bildnis  aus  seineu  Jugendjahren. 
Brustbild.    Oelgem.,  wahrsch.  v.  Eugen  Hummel.  Lwd., 

h.  35,  br.  28.  Herr  Johann  Schrammelf  Wi^n. 

Bocumentariscb  nicht  beglaubigt. 

77.  Derselbe  „im  16.  Lebensjahre  gezeichnet  1813  von 
seinem  Freunde  Leopold  Kupelwieser".  Brustbild.  Kreide- 
zeichnung. Quart.  Br.  Carl  Kupelwieaer,  Wien. 

Auf  der  Rückseite  obige  Bezcicbnan?  von  der  Hand  Andreas 
Schnbert's,  Rechnnngsrathes  im  k.  k.  FinanzrainiBteriom,  Bruders 
von  Franz  Schubert,  geschrieben  und  mit  des  Schreibers  eigener 
Unterschrift  sowie  der  des  P.  Hermann  Schubert,  Curat  und 
Prediger  bei  den  Schotten,  beglaubigt. 

78.  Derselbe.  Kniestück.  Oelgem.  von  Wilhelm  Aug.  Rieder 
(1796—1825).  Lwd.,  h.  »4,  br.  78. 

Herr  Nicolaus  Damha,  Wien, 

79.  Derselbe.  Brustbild.  Radierung  von  Ludwig  Michalek. 

Groß-Fol.  Kunsthandlung  V.  A.  H3ck,  Wien. 

80.  Derselbe.  Halbfigur.  Lithogr.  v.  R.  HoflFmauu.  Fol. 

K.  k.  Hofbibliothek. 

81.  Derselbe.  Silhouette.  Brustbild  (Medaillon).  Oct. 

Herr  Nicolaus  Dumba,  Wien. 

82.  Das  Schubert-Denkmal  im  Wiener  Stadeparke 
von  Carl  Kundmann.  HeliogravQre  nach  dem  Gemälde 
von  Andreas  Groll.  Fol. 

Gesellschaft  für  veroielfälligende  Kunst,  Wien, 

83.  Schubert,  Franz.    Brustbild  (Medaillon).    Relief   von 

Prof.  Otto  König,  Wien.  Frof  Otto  König,  Wien. 

84.  Derselbe.  GypsbQste.  Herr  Nicolaus  Bumba,  Wien. 

85.  Schubert,  Ferdinand  (1794—1859,  Zweitältester 
Bruder   Franz   Schuberts,   Director   der   k.  k.  Normal- 

20* 


308  Franz  Schubert. 

Haupt-    und   Unterrealschule  bei  St.   Anna).    Brustbild. 
Lithogr.  Fol.  K.  k,  Hoßihliothtk. 

86.  Castelli,  Ignaz  Franz  (1781-1862,Dicliter).  Brustbild. 
Kupferst.  von  Franz  Stöber  nach  Carl  v.Saar(1771— 1853). 

K.  k.  Bofbibliothek, 

Schubert  setzte  dessen  einactige  Oper  „Die  Verschworenen**  oder 
„Der  hänsliche  Krieg**  in  Musik. 

87.  Hüttenbrenner,  Joseph.  Brustbild.  Aquarell.  Oct. 

Herr  Nicolaus  Dumba,  Wien. 

War  mit  Schubert  innig  befreundet  und  stets  eifrig  bemüht,  dessen 
Werke  zu  verbreiten  und  denselben  Anerkennung  zu  verschaffen. 

88.  Huttenbrenner,    Anselni    (1794—1868,    Componist). 
Brustbild.    Lithogr.  von  Joseph  Teltscher  (f  um  1838). 

Groß-Fol.  K  k.  Hof  bibliothek. 

Stand  mit  Schubert  in  freundschaftlichem  Verkehre  und  war  ihm 
mit  seltener  Treue  ergeben. 

89.  Leidesdorf,    Max  Joseph    (f   1839,   Ciaviervirtuose, 

Componist  und  Musikverleger).    Brustbild.    Lithogr.  von 

Georg  Decker.  Fol.  Dieselbe. 

In  seinem  Musikalien verlage  erschien  eine  Anzahl  Schubert'scher 
Compositionen. 

90.  Vogl,  Johann  Michael  (1768—1840,  k.  k.  Hofopern- 
sänger). Bleistiftskizze  von  Moriz  von  Schwind. 

Frau  Ida  Schweitzer,  Lengefeld  bei  Krems. 

Vogl  brachte  die  Schubert'schen  Lieder  zuerst  vor  die  Oeffent- 
lichkeit  und  verschaffte  dem  jungen  Tondichter  die  ersten  großen 
Erfolge.  Der  Verkehr  mit  Vogl  war  für  Schubert  von  großem 
Einflüsse. 

91.  Schubert  und  Vogl.  Bleistiftskizze  von  Moriz  v.  Schwind. 
Quart.  Dieselbe. 

92.  Schubert  mit  seinen  Freunden  bei  einem  Gesellig- 
keitsspiele, 1820.  Aquarell  von  Leopold  Kupelwieser. 

Quer-Fol.  Herr  Nicolaus  Dumba,  Wien. 

Links  im  Vordergrunde,  eine  Taste  anschlagend,  Schubert,  hinter 
ihm  Vogl;  Kupelwieser,  die  Hände  emporhebend,  auf  seine  Schulter 
gelehnt  Schober,  neben  ihm  länger;  das  Mädchen  mit  dem  Wimpel 
i<'rl.  Brison,  rechts  (im  blauen  Rocke)  ihr  Bräutigam  Baron  Anton 
Doblhoif,  vor  diesem  sitzend  Hofrath  Spann. 


Franz  Schubert:  309 

93.  Schubert  mit  Freunden  auf  einer  Landpartie  bei 
Atzenbruck,  1821.  Aquarell  von  Leopold  Kupelwies^ 

(siehe  Nr.   77).    Quer-Fol.    Herr  Nicolaus  Dumba,  Wien, 
Dieselben  Personen  wie  auf  Nr.  92. 

94.  Sehubertabend.  Photographie  nach  einer  Zeichnung  von 
Mor.  V.  Schwind.  Quer-Fol. 

Frau  Josephine  v.  Wertheitnstein,  Heran. 

95.  Schubertiade  bei  lütter  von  Spann.  Heliogravüre 
nach  Haus  Teinple.  Quer-Roy.-Fol. 

Kulthandlung  V,  A.  Heck,  Wien. 

Zugegen:  Bauemfeld,  Beethoven,  Grillparzer,  die  drei  Schwestern 
Fröhlich,  Kupelwieser,  Mayerhofer,  Schubert,  Schwind,  Spaun. 

96.  Schubert  mit  seinen  Freunden  Anselm  Hütten- 
brenner und  Jänger,  Gruppe.  Brustbilder.  Aquarell 
von  Jos.  Teltscher  (siehe  Nr.  88).  Quer-Fol. 

Frau  Idn  Schweitzer,  Lengefetd  bei  Krems. 

97.  „Gränzen  der  Menschheit."  Gedicht  von  Goethe.  Für 
eine  Basstimme  mit  Ciavier.  Autogr. 

Dr.  Max  Friedl-änder,  Berlin. 

Durch  den  Verleger,  der  die  Singstimnie  in  den  .Violinschlüssel 
setze,  verunstaltet. 

98.  „Der  Wanderer."  Lied,  op.  4.  Componiert  1816.  Licht- 
druck nach  dem  Autogr.  3  Blatt.  Quart. 

Musikverlag  Carl  Simon,  Berlin. 

99.  „Die  Forelle.^  Lied  mit  Pianoforte.  Componiert  21.  Febr. 
1818,  12  Uhr.  Photogravüre  nach  dem  Autogr.  Quart. 

Derselbe. 

100.  Franz  Schuberts  Schreibsecretar. 

Frau  Caroline  Sederl,  geb.  Schubert  (Nichte  Franz  Schubert' a) . 

H.  210,  br.  99,  t.  45.  Nussholz  mit  Gold  Verzierung;  im  Innern 
Säulchen  und  Bogen,  Spiegel,  Fächer  und  Lädeu.*j 

101.  Mozartmedaille  von  Guillemard,  Erinnerungs- 
medaillen an  die  Enthüllung  des  Schubert-Denkmals 
und  des  Beethoven-Denkmals  in  Wien  1872 — 1880. 

Philharmonische  Gesellschaft,  Laibach. 


310  Raum  XVIII.  Musik  dcä  XIX.  Jahrhunderts. 

Baum  XVni.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts.  Ver- 
storheue  Gompouisten  und  Virtuosen  Oesterreichs. 

Pult  I— IV. 

1.  Cherubini,*)  Maria  Luigi  Zenobio  Carlo  Salvatore 
(geb.  1760,  gest.  1842.  Componist.)  „Les  deax  joum^es,*' 
opira  en  3  actes.  Part.  Autogr.  Kgl  Bibliothek,  BerUn, 

2.  Derselbe.  „Missa  pro  defiinctis."  C-nwll,  Paris  1816. 
Part.  Autogr.  Dieselbe. 

3.  Derselbe.  Bleistiftskizzen.  Autogr.    K.  k.  Hof  bibliothek. 

4.  Derselbe.  Brief  an  Dauprat,  Paris.  Autogr. 

Kgl.  Hof'  u.  Staatsbibliothek,  München. 

5.  Haare  Cherubini's,  Spontini's  und  Beethoven's  in 
eine  Messing-Lyra  gefasst. 

Fürstin  Pauline  Mettemich,  Wien. 

6.  Derselbe.  Brief  Tom  6.  Oet.  1834.  Autogr. 

Heir  Max  Kalbeck,  Wien. 

7.  Derselbe.  Brief  an  Mosel,  Wien,  5.  Juli  1803.  Autogr. 

K.  k.  Hofbibliothek. 

8.  Derselbe.  Brief  an  den  General  Witzleben  vom  2.  Mai 

1821.  Autogr.  Herr  Frits  Donebauir,  Prag. 

9.  Derselbe.  Brief  an  den  Fürsten  Lobkowitz  vom  29.  April 

1808.  Autogr.  Fürst  Moritz  Lobkowitz,  Raudnitz. 

10.  Tayber,  Anton  (geb.  1754,  gest.  1822,  erzherzogl. 
Kammervirtuose  und  Componist).  „Fuge  für  3  Stimmen", 
Sopran,  Alt  und  Bass.  G-dtir.  Autogr. 

K.  k.  Hof  bibliothek. 

11.  Krommer,  Franz  (geb.  1760,  gest  1831,  Violinist  und 
Componist).  „Quatuor  für  Flöte,  Violine,  Viola  und  Cello." 
Flötenstimme.  Autogr.  Dieselbe. 


*)  Chernbini  ist  wegen  seines  mächtigen  Einflusses  in  Wien  und 
seines  temporären  Wirkens  daselbst  in  diese  Gruppe  aufgenommen. 


Baam  XVIII.  Musik  des  XIX.  Jahrhanderti.  311 

12.  Gyrowetz,  Adalbert  (geb.  1763,  gest.  1850,  Com- 
ponist).  Duett  „Ch'io  nou  possa  .  .  .  ."  aus  der  Oper 
„II  finto  Stanislao".  Part.  Autogr.       k.  k.  HofhihUothek. 

13.  Derselbe.    Brief  voin  15.  Febr.  1850,  an  den  Fürsten 

Lobkowitz.  Autogr.       FürH  Moritz  Lobkoicitz,  Raudnitz, 

14.  Derselbe.  „Der  Augenarzt."  Singspiel  in  2  Aufzögen. 
Ciavierauszug.  A'.  k.  Hofbibliothek, 

15.  Eybler,  Josef  (geb.  1765,  gest.  1846,  Dirigent  und 
Componist).  „Die  vier  letzten  Dinge."  Oratorium.  Part. 
Autogr.  Dieselbe, 

16.  Eberl,  Anton  (geb.  1766,  gest.  1807,  Pianist  und  Com- 
ponist). jjCaprice  et  Rondo",  für  Ciavier.  Es-dur,  Autogr. 

Dieselbe, 

17.  Seyfried,  Ignaz  Xaver,  R.  v.  (geb.  1776,  gest.  1841, 
Theoretiker  und  Componisi).  „Festchor  (Hymne)  für  vier 
Singstimmen  mit  Orchesterbegleitung."  Part.  Autogr. 

Dieselbe. 

18.  Hummel,  Johann  Nepomuk  (geb.  1778,  gest.  1837, 
Pianist  und  Componist).  Variationen  für  Ciavier.  Es-dur, 

Autogr.  Dieselbe, 

19.  Derselbe.  Brief  in  Dedicationsangelegenheiten.  Autogr. 

Herr  Fritz  Donebauer,  Prag. 

20.  Derselbe.  Eigenhändige  Namensfertiguug.' 

Dr.  Alexander  v,  Weilen,  Wien. 

21.  Schiedermayer,  Joh.  Baptista(geb.  1779,  gest.  1840, 
Organist  und  Componist).  „Die  Praefationen  für  Sonn- 
und  Feiertage  nach  dem  römischen  Missale." 

K.  k,  Hofbibliothek. 

22.  Clement,  Franz  (geb.  1784,  gest.  1842,  Violinist  und 
Componist).  Schuldschein  an  Tichatschek  vom  16.  Jänner 

1834.  Autogr.  Frau  Josephinc  Rudolph,  Wien, 

23.  Pixis,  Joh.  Peter  (geb.  1788,  gest.  1874,  Pianist  und 
Componist).  „Grosses  Quintuor  für   Pianoforte,  Violine, 


3 12  Baum  XVIII.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts. 

Viola,  Violoncell  und  Coutrabass."  (Sigm.  Thalberg  ge- 
widmet). AiitOgr.  A:  ^^  HofbibUolhek. 

24.  Assinayer,  Ignaz  (geb.  1790,  gest.  1862,  Kirchencom- 
.  pouist).  „Variationen  über  ein  Thema  von  Anton  Diabelli." 

C-dur.  Autogr.  Dieselbe, 

25.  Derselbe.  „Hymne"  für  gemischten  Chor  zur  Jubiläums- 
feier Sr.  k.  k.  Hoheit  des  Erzherzogs  Carl.  Es-dur,  Autogr. 

Geseih ohaft  der  Musikfreunde,  Wien,  " 

20.  Pfeiffer,  Josef  Anton  (wirkte  um  1840  als  Organist 
nnd  Componist).  „Erste  Messe."   Autogr.  5  Hefte. 

Benedictinerstift  SeitensteUen, 

27.  Worschischek,  Joh.  Hugo  (geb.  1791,  gest.  1825, 
Componist).  Symphonie  in  D-dur,  Part.  Autogr.  mit 
dem  Porträt  (Lithogr.)  des  Com})onisten. 

K.  k.  HofhihlifAhek, 

28.  Jansa,  Leopold  (geb.  1795,  gest.  1875,  Violinist  und 
Componist).  Variationen  für  Ciavier  und  Violine.  A-dur. 
Violiu-Part.   Autogr.  Dieselbe, 

29.  Dussok,  Franz  Seraphin  Joseph  (wirkte  zu  Ende 
des  vorigen  und  in  der  ersten  Hälfte  des  XIX.  Jhdt. 
als  Componist).  Sonate  für  Ciavier  und  VioHne.  B-dur, 
Autogr.  Dieselbe. 

30.  Führer,  Robert  (geb.  1809,  gest.  1878,  Kirchen- 
componist).  Brief  an  seinen  Verleger  vom  5.  Sept.  1860. 

Autogr.  Herr  J.  Taussig,  Prag. 

31.  Proch,  Heinrich  (geb.  1807,  gest.  1861,  Dirigent  und 
Componist).  Theil  des  Liedes  „Wohin  mit  der  Freud'". 

Autogr.  Herr  Julius  von  Herz,  Wien, 

32.  Esser,  Heinrich  (geb  1818,  gest.  1872,  Dirigent  und 
Componist).  Brief  an  Ed.  Ilanslick  vom  26.  April  1868. 

Autogr.  Prof.  Dr.  Eduard  Hanslick,  Wien, 

33.  Derselbe.    „Mahomets  Gesang",    für  Männerchor    und 

Orchester.  Part.  Autogr.  Männergesangverein,  Wien. 


Kaum  XVllI.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts.  313 

34.  Dreysehock,  Alexander  (geb.  1818,  gest.  1869, 
Pianist  und  Coiuponist).  Albunibhitt.  Es-dur,  Aiitogr. 

Hi^r  Julius  von  Herz,  Wien. 

35.  Derselbe.    Brief    an  Ed.   Ilanslick    vom    7.  Oct.   o.  J. 

Autogr.  Froj.  Dr.  Eduard  Hamlick,  Wifin. 

36.  Seidler-Wranitzky,  Caroline  (wirkte  von  1816  bis 
1838  als  Opernsangerin).  Ikief  an  Ed.  Hanslick  vom 
20.  Oct.  1845.  Autogr.  Dirsdhc. 

37.  Staudigl,  Joseph  (geb.  1807,  gest.  1861,  Sänger). 
Urlaubsgesuch,  gerichtet  an  das  k.  k.  llofmusikgrafen- 

amt.   Autogr.  Frau  Isa  üjab,  Wien. 

38.  Ander,  Alois  (geb.  1824,  gest.  1864,  Sanger).  Brief 
vom  31.  Dec.  1861.  Autogr.  Dieselbe. 

39.  I),erselbo.  Briet'  an  Ed.  Ilanslick.  Autogr. 

Prof.  Dr.  Eduard  Hanslick,  Wien. 

Bilder. 

41.  Stadler,  Maximilian  Abbe  (geb.  1748,  gest.  1833, 
Oomponist,  Theoretiker  und  Musikhistoriker).  Brustbild. 
Oelgem.  Lwd.,  h.  54,  br.   42. 

Gesellschaft   der  Musikfreunde,   Wien. 

42.  Förster,  Emanuol  Alois  (geb.  1748,  gest.  1823, 
Kammermusikconiponist  und  Musiktheoretiker).  Brustbild. 
Oelgem.  Lwd.,  h.  54,  br.  42.  Dieselbe. 

43.  Salieri,  Antonio  (geb.  1750,  gest.  1825,  Compouist 
und  Theoretiker.  Lehrer  Schuberts  und  Beethovens). 
Brustbild    Oelgem.  Lwd.,  h.  54,  br.  42.  Dieselbe. 

44.  Preindl,  Jos.  (geb.  1756,  gest.  1823,  Oomponist,  Dirigent, 
Theoretiker).  Brustbild.  Lithogr.  von  Jos.  Bauer.  V\A, 

K.  k.  Ho/biblioihek. 

45.  Cherubini,  Maria  Luigi  (siehe  Nr.  1). Kniestuck. Lithogr. 
von  P.  Sudre,  1843  nach  Jean-Aug.-Dom.  Ingres,  1843. 
Groß-Fol.  Dieselbe, 

46.  Derselbe.  Brustbild  (oval).  Kupferst.  (Punct.-Man.)  von 
J.  Neidl  nach  Hilaire  La  Dru.  Fol.  Dieselbe, 


314  Raum  XYÜI.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts. 

47.  Triebensee,    Josef   (geb.    1760,    Oboenvirtuose    und 
Componist).  Brustbild  (oval).  Lithogr.  von  A.  Gareis.  Prag. 

Fol.  K,  u.  k,  Familien-Fideicommissbibliothek. 

48.  Eberl,  Anton  (s.  Nr.  16).  Brustbild  (oval).  Radierung 
von  C.  H.  Rahl  nach  Ferd.  Jagemann.  Fol. 

K  k,  Hofbihlioihek. 

49.  Gyrowetz,  Adalbert  (s.  Nr.  12).   Brustbild.  Oelgem. 
Lwd.,  h.  54,  br.  42. 

Gesellschaft  der  Musikfreunde,  Wien, 

50.  Eybler,    Josef  Edler   von    (s.    Nr.  15).    Brustbild. 
Geigern.  Lwd.,  h.  54,  br.  42.  Dieselbe. 

51.  Seyfried,  Ign.  Ritt,  von  (s.  Nr.  17).  Brustbild.  Oelgem. 
Lwd.,  h.  54,  br.  42.  Dieselbe. 

52.  Kanne,  Friedr.  Aug.  (geb.  1778,  gest.  1833,  Dichter 
und  Componist).  Brustbild.  Lithogr.   K  k,  Hofbiblioihek. 

53.  Tomaschek,  Johann  Wenzel  (geb.  1774,  gest.  1850, 
Componist,  Ciavierspieler  und  Lehrer).  Brustbild.  Oelgem. 

Lwd.,  h.  54,  br.   42.     Gesellschaft  der  Musikfreunde,  Wien, 

54.  Hummel,  J.  N.  (siehe  Nr.  18).  Brustbild.  Lithogr.  von 
Vigneron.  Fol.  K  k.  Hofbibliothek. 

55.  Derselbe.     Brustbild.     Schabblatt    von    Wrenk    nach 
Katharina  Eschericli.  Fol. 

K.  u,  k.  Intendanz  der  k.  Ar.  Hoftheater. 

56.  Derselbe.  Brustbild.  Oelgem.  Lwd.,  h.  54,  br.  42. 

Gesellschaft  der  Musikfreunde,  Wien, 

57.  Derselbe.  Todtenmaske.  Radierung.  Quart. 

K,  k.  Hofbibliothek. 

58.  Clement,  J.  F.    (achtjährig,    siehe  Nr.  22).    Brustbild. 
Aquatintablatt  von  Heinr.  Hesselt  1789.  Fol.  Dieselbe, 

59.  Pixis,    J.  P.    (siehe  Nr.  23).    Brustbild.    Lithogr.    von 
Vigneron.  Fol.      K.  u.  k.  Familien-Fideieommissbibliotbek. 


Raum  XVIII.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts.  315 

60.  Assmayer,  Ignaz  (siehe  Nr.  24).  Kniestöck.  Lithogr. 
Ton  Kriehuber,  1829.  Fol.  K.  k.  Hofbibliothek, 

61.  Czerny  Carl  (geb.  1791,  gest.  1857,  Pianist  und  Com- 
ponisl).    Halbfignr.    Lithogr.  von  Kriehuber,  1845.  Fol. 

Historisches  Museum  der  Stadt  Wien, 

62.  Derselbe.  Brustbild.  Oelgem.  Lwd.,  h.  54,  br.  42. 

Gesellschaft  der  Musikfreunde,  Wien. 

63.  Derselbe.  Brustbild  (oval).  Kupferst.  (Punct.-Man.)  von 
Bl.  Höfel  nach  J.  Lanzedellv.  Quart. 

A'.  k.  Hof  bibliothek, 

64.  Jansa,  Leop.  (s.  Nr.  28).  Brustbild.  Lithogr.  von 
0.  F.  Inninger,  1847.  Fol.  Dieselbe. 

66.  Schoberlechner,  Franz  (geb.  1797,  gest.  1843,  Pianist 
und  Componist).  Brustbild.  Lithogr.  von  Staub.  Fol. 

Dieselbe. 

66.  P  r  o  c  h,  H  e  i  n  r.  (s.  Nr.  31).  Kniestück.  Lithogr. 
von  Dauthage,  1857.  (Mit  eigenhändiger  Widmung  an 
A.  S.  Sestan.)  Wien,  1858.  Fol.  Dieselbe. 

67.  Karajan,  Th.  Ritter  v.  (geb.  1810,  gest.  1873,  Musik- 
schriftsteller). Brustbild.  Lithogr.  von  Kriehuber,  1844.  Fol. 

^Dieselbe. 

68.  Müller,  Adolph  (geb.  1802,  gest.  1886,  Componistl 
Halbfigur.  Lithogr.  von  Eybl,  1829.  Fol. 

K.  u.  k.  Familien-Fideicommissbibliothek. 

69.  Dreyschock,  Alex.  (s.  Nr.  34).  Kniestück.  Lithogr. 
von  kriehuber,  1839.  Fol. 

Historisches  Museum  der  Stadt  Wien. 

70.  Evers,  Karl  (geb.  1819,  gest.  1875,  Pianist  und  Com- 
ponist).   Kniestück.  Lithogr.  von  Kiiehuber,  1853.  Fol. 

K.  k.  Hofbibliothek. 

71.  Leonhart,  Andreas  (geb.  1810,  gest.  1866,  Militär- 
capellmeister  und  Componist).  Knieslück  (oval).  Photogr. 
von  J.  Gertinger.       Dr.  Hugo  Ritter  v.  Leonhardt,  Wien. 


316  Raum  XVIII.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts. 

72.  Tomaselli,  Josef  (geb.  1758,  gest.  1836,  Sänger). 
Brustbild.  Oelgem.  Lwd.,  h.  78,  br.  54. 

Herr  J.  TomaseUt,  Salzburg» 

73.  Tomaselli,  Katharina  (Tochter  des  Vorigen,  Sän- 
gerin). Brustbild.  Oelgem.  Lwd.,  h.  54,  br.  43.     Derselbe. 

74.  Schuppanzigh,  Ignaz  (geb.  1776,  gest.  1830,  Violin- 
virtuose, Mitglied  der  k.  k.  Ilofeapelle,  stand  an  der 
Spitze  des  berühmten  Rasumoffsky-Quartetts).  Brustbild. 
Lithogr.  von  B.  Scliröttor.  Fol. 

Museum  Carolino-Augusteum,  Salzburg, 

75.  Sessi,  Marianne  (geb.  1776,  gest.  1847,  Sängerin). 
Brustbild  (oval).  Kupferst.  (Punct.-Man.),  von  J.  Maina. 

Fol.  K.  u.  k.  Fanilien-Fideicommisbibliothek. 

76.  Mayseder,  Josef  (geb.  1789,  gest.  1863,  Violinvirtuose 
und  Coraponist).  Brustbild.  Lithogr.  von  Kriehuber, 
1838.   Fol.  X.  k.  Hofbibliothek. 

77.  Schechner,  Anna  (geb.l80o,  ß:est.l860,  OpernsängeTin). 
Ilalbfigur.  Lithogr.  von  Ilanfstängl  nach  Fr.  Halm.  Fol. 

K.  u.  k.  Familien-Fideicommisshibliothek. 

78.  Stand igl,  Josef  (s.  Nr.  37).  Brustbild.  Lithogr.  von 
A.  Bockol,  1831  (1837?).  Fol.  K,  k.  Hofbibliothek. 

79.  Grünbaum,  Caroline  (geb.  1820,  gest.  1367,  Sängerin). 
Brustbild.  Lithogr.  von  Kriehuber,  1829.  Fol.     Dieselbe. 

80.  Marra,  Marie  von  (geb.  1822,  Sängerin).  Halbfigur. 
Lithogr.  von  Kriehuber,  1846.  Fol. 

K  u.  k.  Fatnilien-Fideicommiisbibliothek. 

8L  Doppler,  Albert  Franz  (geb.  1822,  gest.  1883,  Flöten- 
virtuose und  Componist).  Kniestück.  Lithogr.  von  Canzi. 
Pest  1853.  Fol.  A:  k.  Hof  bibliothek. 

82.  Ander,  Alois.  Brustbild,  (siehe  Nr.  38)  Oelgem.  Lwd., 

h.   68,   br.  54.  Herr  Nikolaus  Dumba,  Wien. 

83.  Derselbe.  Kniestück.  Lithogr.  von  Kriehuber,  1849.  Fol. 

K.  k.  Hofbibliothek. 


Raum  XIX.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts.  317 

84.  Derselbe    in  der  Oper  „Der  Prophet"  von  Meyerbeer. 
Ganze  Figur.  Lithogr.  von  Ed.  Kaiser,  1850.  Fol. 

K.  k.  HofbihUothek. 

85.  Derselbe  als  Edgard  in  „Liicia  von  Lammermoor".  Ganze 
Figur.  Lithogr.  von  Ed.  Kaiser,  1852.  Dieselbe, 


Raum  XIX  (Fortsetzung  von  XVIII). 

Pult  I— IV. 

1.  Gänsbaeher,  Johann  (geb.  1778,  gest.  1844,  Dirigent 
und  Componist).    „Huldigungscan täte."  Recit.  u.  Rondo. 

A'dur.  Part.   Autogr.  Fürst  Schwarzenberg,  Wien. 

2.  Neukomm,  Sigismund  (geb.  1778,  gest.  1858,  Com- 
ponist). „Psalm  V."  Vierstimmige  Part.  Autogr. 

K.  k.  Hofbibliothek. 

3.  Sechter,  Simon  (geb.  1788,  gest.  1867,  Theoretiker  und 
Componist).  „Mehisine."  Oper  (Diclitung  von  Grillparzer). 

Part.  Autogr.  Gesellschaft  der  Musikfreunde^  Wien. 

4.  Halm,  Anton  (geb.  1789,  gest.  1872,  Pianist  und 
Componist).  „Grand  Sextuor".  Für  Ciavier,  2  Violinen, 
Viola,  Cello  und  Contrabass,  E-dur.  Clavier-Part.  Autogr. 

K.  u.  k.  Hauptmann  Hugo  Halm,  Wien. 

5.  Derselbe.  Silhouetten  in  einem  Album,  darstellend  Anton 
Halm,  seine  Gattin  und  seine  Lehrer.  Derselbe. 

6.  Sulzer,  Salomon  (geb.  1804,  gest.  1890,  Obereantor  der 
israelitischen  Cultusgemeinde  in  Wien).  Brief  an  Ed.  Hans- 

lick.  Autogr.  Prof.  Dr.  Eduard  Hanslick,  Wien. 

7.  Kerschbanm,  Maximilian  (geb.  1805,  gest.  1874, 
Componist).  „Requiem."  Part.  Druck. 

Benedictinerstift  Kremsmünster. 

8.  Mettenleiter,  Joh.  Georg  (geb.  1812,  gest.  1868, 
Organist  und  Componist).  „Psalm  95."  Sechsstimmig. 
Part.  Autogr.  Gesangverein,  Troppau. 


318  Raum  XIX.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts. 

9.  Fächer,    Josef  Adalbert   (geb.    1816,    gest.    1871, 
Pianist  uud  CompoDist).  Brief  an  Ant.  Halm.  Autogr. 

K,  u.  k,  Hauptmann  Hugo  Halm,  Wien. 

10.  Derselbe.  Brief  an  Aut.  Halm.  Autogr.  Der$e1be. 

11.  Flotow,  Friedrich  Freih.   v.  (geb.  1812,  gest.  1883, 
Componist).  „Martha".  Part.  Autogr. 

Herr  Nicolaus  Dumba,  Wien. 

12.  Derselbe.  ^Martha".  Part.  Antogr. 

Frau  Rosine  Swoboda,  verw.  v.  Flotow,  Wien. 

Auf  dem  Titelblatte  folgende  eigenhändige  Bemerkung  des 
Componisten:  „Dass  diese  Partitur  von  mir  eigenhändig  ge- 
schrieben wurde  in  allen  ihren  Thcilen,  best&tige  ich  hiedurch  mit 
meiner  Namens-Unterschrift  und  erkläre  sie  als  die  einzig  richtige.** 

1.^.  Derselbe.  „Lady  Henriette."  Part.  Autogr.     Dieselbe. 

14.  Derselbe.  Theaterzettel    zur  Erstaufführung    der    Oper 
„Alessandro  Stradelia".  30.  Dec.  1844.  Dieselbe. 

15.  Derselbe.  Brief  vom  31.  Jänner  1864.  Autogr. 

Dieselbe. 

16.  Derselbe.  „Erinnerungen  an  Offenbach."  Autogr. 

Dieselbe, 

17.  Derselbe.  „Erinnerungen  aus  meinem  Leben."   Autogr. 

Dieselbe. 

18.  Derselbe.  Textbuch  zur  Oper  „Naida".  Haudschr. 

Dieselbe. 

19.  Derselbe.  Biographie,  herausgegeben  von  seiner  Witwe. 
Mit  Porträt.  Breitkopf  &  Ilärteh  Leipzig  1392. 

Dieselbe. 

20.  Ilerbeck,  Johann  R.  v.  (geb.  1831,  gest.  1877,  k.  k. 
Hofcapellmeister).  Messe.  E-moll.  Part.  Autogr. 

Herr  Wolftjanj  R.  tr.  Herbeek,  Wien. 

21.  Derselbe.   „Zum  Walde."    Mäuuerchor   mit  Begleitung 
eines  Hornquartettes.  Part.  Autogr.  Derselbe. 


Baum  XIX.  ilusik  des  XIX.  Jahrhandeits.  319 

22.  Derselbe.  „0  lieber  Ilerre  Gott."  Cantate  für  2  ge- 
mischte Chöre  componiert,  1858.  Part.  Autogr. 

Herr  Wolf  gang  R.  v.  Herbeck,  Wien. 

23.  Derselbe.  Biographie,  vou  seinem  Sohne  Ludwig.  Wien. 
Albert  J.  Glittmann,  1885.  Derselbe, 

24.  Derselbe.  Adresse  anlässlich  der  Errichtung  eines  durch 
ihn  angeregten  Pensionsinstitutes,  überreicht  von  den 
Mitgliedern  des  k.  k.  Hofopernorchesters.         Derselbe, 

25.  Derselbe.  Adresse,  überreicht  von  der  Gesellschaft  der 
Musikfreunde  anlässiich  seines  Scheidens  aus  dem  Amte 
als  Director  der  Gesellschaft.  Derselbe. 

26.  Derselbe.  Adresse,  überreicht  vom  Singverein  anlässlich 
seines  Röcktrittes  von  der  Leitung  des  Vereines. 

Derselbe. 

27.  Derselbe.  Tactstock.  Ebenholz  und  Elfenbein. 

iDerselbe. 

28.  Derselbe.  Tactstock.  Ebenholz  und  Gold,  mit  Rubinen, 
Brillanten  und  Rauten  besetzt.  Derselbe. 

29.  Derselbe.  Tactstock.  Ebenholz  und  Silber.    Derselbe. 

30.  Derselbe.  Tactstock.  Elfenbein,  Gold  und  Lapislazuli. 

Derselbe. 

3L  Derselbe.  Lorbeerkranz  mit  Lyra.  Silber.  Von  den 
Mitgliedern  des  Hofoperorchesters  fiberreicht.   Derselbe. 

Böhmische  Componisten. 

32.  Weber,  Friedrich  Dionys  (geb.  1771,  gest.  1842, 
Theoretiker  und  Componist).  „Variazione  di  Bravura" 
für   Ciavier.  Autogr.  K  k.  Hofbibliothek. 

33.  Tomaschek,  Joh.  Wenzel  (geb.  1774,  gest.  1850,  Com- 
ponist). „Polonaise",  C-dur,  für  Ciavier.  Autogr. 

Dieselbe. 

34.  Derselbe.  Brief  an  den  Verleger  Peters  in  Angelegenheiten 

»einer  Eklogen.  Autogr.  Herr  FrUz  Danebautr,  Prag. 


3i6  ßauiii  XIX.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts. 

35.  Derselbe.  „Hymnen".  Orig.-Dnick.    Bei    Marco    Berra, 

Prag.  K,  k,  Universitätsbibliothek  Prag. 

36.  Derselbe.  Gedichte  von  Goethe  ffir  den  Gesang  mit 
Begleitnng  des  Pianoforte.  Orig.-Druck.  Dieselbe. 

37.  Dieselbe.    Titelknpfer   zur  ersten  Ansgabe  der  Ballade 

„Leonore".  Funft  Schvarzenberg,  Wien. 

38.  Veit,  Wenzel  Heinrich  (geb.  1806,  gest.  1864,  Com. 
ponist).    H.   Quartett    (F.  W.  Pixis   gewidmet).    E'dui\ 

Violinpart.  AutOgr.     Fräulein  Henriette  r.  Portheim,  Prag. 

39.  Dessauer,  Josef  (geb.  1798,  gest.  1876,  Componist) 
Brief  an  Ed.  Hanslick  vom  16.  Mai  1860.  Antogr. 

fProf.  Dr.  Eduard  Hanslick,  Wien. 

40  Skraup,  Franz  (geb.  1801,  gest.  1862,  Componist). 
Bruchstück    a.     d.    Oper    „Oldfich    a    Bo?.ena".    Part. 

AutOgr.  K.  k.  Hofbibliothek. 

41.  Labitzky,  Joseph  (geb.  1802,  gest.  1881,  Componist). 
„LeonoreuAvalzer",  der  Fürstin  Leonore  Schwarzenberg 
gewidmet.    C-dur.  Handschr.    Fürst  Schtcarzcnberg,  Wien. 

42.  Kittl,  Johann  Friedrich  (geb.  1809,  gest.  1868,  Com- 
ponist). Brief  an  Ed.  Hanslick  vom  12.  März  1846. 
Autogr.  Prof.  Dr.  Eduard  Hanslick,  Wi^. 

43.  Smetana,  Friedrich  (geb.  1824,  gest.  1884,  Componist). 
„Aus  Böhmens    Flur    und    Hain".    Symphon.    Gedicht. 

Part.  Autogr.  Verein  Zerotin,  Olmüts. 

44.  Derselbe.  Trombastimme  a.  d.  Symphonischen  Dichtung 

„Richard  III."   Autogr.  Herr  Fritz  Donebaner,  Prag. 

45.  Derselbe.  Brief  an  den  Verleger  bezüglich  zweier  dem 
Grafen  Taxis  gewidmeten  Duette.  Autogr.         Derselbe. 

46.  „Prager  musikalisches  Album",  enthaltend  eine 
Anzahl  Compositionen  böhmischerTondichter  (Tomaschek, 
Dionys  Weber,  Dreyschock,  Kittl,  Dessauer  u.  a.). 
Redigiert  und  herausgegeben  von  Ludw.  Ritter  v.  Ritters- 
berg. Druck.  K.  k.  Hofbibliothek. 


Raaxn  XIX.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts.  3S1 

Pult  V  und  VI.  Wiener  Tanzmusik.  Sammlung  Alexander 
Posonyi. 

47.  Lanner,  Josef  (geb.  1802,  gest.  1843).  „Terzetto, 
Preghiera  et  Aria"  ans  „Beatrice  di  Tenda.**  Bearbeitung. 
Part.  Antogr. 

48.  Derselbe.  „Gitana-Galopp"  nach  Anber.  Part.  Antogr. 

49.  Derselbe.  „Terpsichoren- Walzer."  Part.  Antogr. 

50.  Derselbe.  „Grosses  Potpourri."  Part.  Antogr. 

51.  Derselbe.  „Die  Mozartisten  (nicht  zum  Tanzen,  sondern 
den  Verehrern  des  unsterblichen  Mozart  gewidmet)."  Part. 
Antogr. 

52.  Derselbe.    „Alpenländler,  Steyrischer".    Part.    Antogr. 

53.  Derselbe.  „Die  Braut  des  Banditen",  Ouvertüre.  Part. 
Antogr. 

54.  Derselbe.  „Wilhelm  Teil"  von  Rossini.  Ouvertüre. 
Bearbeitung.  Part.  Autogr. 

55.  Derselbe.  „Oberon"  von  Weber.  Ouvertüre.  Bearbeitung. 
Part.  Autogr. 

56.  Derselbe.  „Anklänge  an  Raimund  v.  F.  Edl.  v.  Mari- 
nelli."  Bearbeitung.  Part.  Autogr. 

57.  Strauss,  Johann  (Vater,  geb  1804,  gest.  1849).  Porträt. 
58    und  59.    Derselbe.    „Künstlerblattänze."  Part.  Autogr. 

60.  Derselbe.  Ankündignngszettel  einer  humoristischen  Abend- 
nnterhaltung  vom  21.  Sept.  1836. 

61.  Derselbe.  „Krapfenwaldl- Walzer."  Part.  Autogr. 

62.  Derselbe.  „Es  ist  nur  ein  Wien"  (später  „Es  gibt  nur 
ein  Wien"  genannt).  Walzer.  Part.  Autogr. 

63.  Derselbe.  „Hietzinger  Reunion",  Walzer.  Part.  Antogr. 

64.  Derselbe.  „Pariser  Carneval",  Galopp.  Part.  Antogr. 

65.  Derselbe.  „Lnst-Lager- Walzer."  Part.  Autogr. 

I  Sl 


32S  Kaum  XIX.  Musik  des  XIX.  Jahrhanderts. 

66.  Derselbe.  Brief  aus  dem  Jahre  1837,  betreflfeiid  die 
Abhaltung  eiues  Redouteballcs  iu  Stuttgart.  Autogr. 

67.  Derselbe.  Marsch.  Letzte  Composition.  C-dur.  Part. 
Autogr. 

„Während  der  iDstrumentation  dieses  Marsches",  schreibt  Carl 
Haslinger,  „ist  Vater  Strauss  von  Scharlach  befallen  worden  und 
nach  drei  Tagen  gestorben." 

Pult  VI  (Fortsetzung  von  Pult  V). 

68.  Ben  dl,  Carl  (thätig  um  die  Mitte  des  XIX.  Jhdt). 
Zwei  Märsche  für  Orchester.  Part.  Autogr. 

69.  Binder,  Carl  (geb.  1816,  gest.  1860).  Ouvertüre  zu  dem 
Singspiele  „Landparthie  nach  Kaltenleutgeben".  Part. 
Autogr. 

70.  Guugl,  Josef  (geb.  1810,  gest.  1884).  ^Soldaten-Lieder«, 
Walzer.  Part.  Autogr. 

71.  Derselbe.   „Wiener-Sperl-Lust-Xlänge",  Walzer.    Part. 

Autogr. 

72.  Hopp,  Friedrich  (geb.  1789).  „Der  Billeteur  und 
sein  Kiud",  Ouvertüre.  Part.  Autogr. 

73.  Fuchs,  Josef.  „Kobolden-Galopp."  Part.  Autogr. 

74.  Schwarz,  Mathias.  Sechs  Menuetten.  Part.  Autogr. 

75.  Schröder,  Franz.  „Sternbilder",  Walzer.  Part.  Autogr. 

76.  Derselbe    „Die    Sieveriuger'*',    Walzer.    Part.    Autogr. 

77.  Haag.  Josef.  „Der  Gamsjäger",  Polka  Mazurka.  Part. 

Autogr. 

78.  Derselbe.  „Wiener  Carnevalklänge",  Polka  fraufaise. 
Part.  Autogr. 

79.  Derselbe.   „üossmann-Klänge",  Walzer.    Part.  .Autogr. 

80.  Derselbe.  „Priessnitzthaler- Walzer",  Part.  Autogr. 

81.  Derselbe.  „Ein  Blick  nach  Westen",  Polka  Mazurka. 
Part.  Autogr. 


Raum  XIX.  Masik  des  XIX.  Jahrhunderts.  3t3 

82.  Derselbe.  „Nar  Leben".  Walzer.  Part.  Autogr. 

83.  Derselbe.  „Ach,  wie  herzig".  Polka  frauyaise.  Part. 
Autogr. 

84.  Derselbe.  „Wieuer  Spassvögel",  Walzer.  Part.  Autogr. 

85.  Derselbe.  „Brühler-Sommer-Souveuir",  Polka  sehuell. 
Part.  Autogr. 

86.  Derselbe.  „Wiener  Strassenleben",  Polka  schnell.  Part. 
Autogr. 

87.  Morelly,  L.  „Fruhlingslust- Walzer",  Part.  Autogr. 

88.  Müller,  Josef.  „Sechs  Galoppe."  Part.  Autor. 

89.  Fahrbach,  Philipp  (Vater,  geb.  1815,  gest.  1885). 
„Rigoletto-Quadrille."  Part.  Autogr. 

90.  Derselbe.  „Millionär-Quadrille."  Part.  Autogr. 

91.  Derselbe.    „Deutsche  Weisen",   Walzer.   Part.  Autogr. 

92.  Derselbe.    „Die  Demokraten",    Walzer.    Part.    Autogr. 

93.  Derselbe.  „Luftfahrt-Polka."  Part.  Autogr. 

Bilder. 

94.  Weber,  Friedrich  Dionysius  (geb.  1771,  gest.  1842, 
Theoretiker  und  Componist).  Brustbild  (oval).  Lithogr. 
von  A.  Gareis.  Prag.  Fol. 

K.  u.  k,  FamlUen-Fideicommisshibliothek. 

95.  Tomasch ek,  W.  J.  (s.  Nr.  33).  Brustbild  (oval). 
Lithogr.  von  Gareis,  Prag.  Fol.  Dieatlbe. 

96.  Pfeiffer,  Josef  Anton  (thätig  um  1840  als  Organist 
und  Componist).  Kniestück.  Photogr.  mit  Autogr.  Fol. 

Benedict inerstift  Seitenstetten. 

97.  Neukomm,  Sigismund  (s.  Nr.  2).  Brustbild.  Lithogr. 
von  Ch.  Meder  nach  E.  B.  Kietz.  Ful. 

A'.  k.  Hofbibliothek. 

98.  Pitsch,  C.  J.  (geb.  1786,  gest.  1858,  Cumponisi;. 
Brustbild.  Lithogr.  von  Zum  Sande.  Fol.  Dieselbe. 


324  Raum  XIX.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts. 

99.  Halm,   Anton   (s.  Nr.  4).    Brustbild    (oval).    Photogr. 

Quart.  K,  u.  k.  Hauptmann  Hugo  Halm,  Wien. 

100.  Stranss  Josef  (geb.  1793,  gest.  1866,  Violinist  nnd 
Coraponist).  Brustbild  (oval).  Photolithogr.  von  Reiffen- 
stein  &  Risch  nach  einer  Photogr.  Fol. 

Artaria  dt  Cie.,  Wien. 

101.  Merk  Josef  (geb.  1795,  gest.  1852,  Cellovirtuose). 
Brustbild.  Lithogr.  von  Kriehuber,  1829.  Fol. 

K  k,  Hofbibliothek. 

102.  Kalliwoda,  Johann  Wenzel  (geb.  1800,  gest.  1860, 
Componist).  Brustbild.  Lithogi*.  von  6.  Schlick,  Leipzig. 

Fol.  K,  u.  k.  Familien-Fideicommissbibliothek. 

103.  Müller,  Adolf  (geb.  1802,  gest.  J886,  Componist). 
Brustbild.  Lithogr.  von  St.  Decker,  1813.  Fol. 

K.  k.  Hofbibliothek, 

104.  Labitzky,    Josef  (s.  Nr.  41).  Brustbild.  Lithogr.  von 

6.  Schlick.  Fol.  K.  u.  k,  Familien-Fideicommisabibliothek. 

105.  Strauss,  Johann  (Vater)  (s.  Nr.  57).  Brustbild. 
Lithogr.  von  Kriehuber,  1829.  Fol.  Dieselbe. 

106.  Schuh,  Franz  Dr.  (^eb.  1804,  gest.  1865,  Professor 
der  Chirurgie,    vorzüglicher  Geiger).  Brustbild.  Lithogr. 

von  Kriehuber,  1843.  Fol.    FrauEmiUe  v,  Gilewska,  Wien. 

107.  Derselbe.  Bronzestatuette.  Dieselbe. 

108.  Theilnehraer  am  Quartette  Schuh  (1838—1865): 
Hofrath  Kleindl,  Fabrikant  Winter,  Rechnungsrath  No- 
wak, Professor  Schuh,  Rechnungsrath  Neuwirth,  Josef 
DerffI,  Professor  Dachs,  Dr.  Weissei.  Dieselbe. 

109.  Sulzer,    Salomon    (siehe  Nr.  6).    Halbfigur.    Geigern. 

Lwd.,  h.   110,  br.  74.  Frau  Fanny  Koenigsberger,  Wien. 

110.  Storch,  A.  M.  (1815—1887),  Heinrich  Proch  (1809 
bis  1878),  Karl  Binder  (1816—1860),  Anton  Emil 
Titl    (1809—1882),    Franz    v.    Suppe    (geb.    1820). 


Raum  XIX.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts.  3*5 

Grappenbild,  Kuiestücke.  Lithogr.  vuu  Kriehuber,  1852. 
Fol.  K.  k.  Hoßihliothek, 

111.  Netzer,  Joseph  B.  (geb.  1808,  gest.  1864,  Componist). 
Brustbild.  Kupferst.  (gem.  Mau.)  von  Auguste  Hüsseuer. 

Fol.  Dieselbe, 

112.  Singer,  Peter,  0.  S.  Fr.  (geb.  1810,  gest.  1882,  Musik- 
schriftsteller und  Erfinder  des  Pansymphonikons).  Brust- 
bild. Gypsmedaillon  von  Prof.  Otto  König,  Wien  1883. 

Prof.  Otto  König,  Wien. 

113.  Flotow,  Friedrieli  Freih.  v.  (siehe  Nr.  11).  Knie- 
stück. Photogr.  h.  94,  br.  68. 

Frau  Bosine  Stcoboda,  verwitwete  v.  Flotow,  Wien. 

114.  Mildner,  Moriz  (geb.  1813,  gest.  1865,  Musikpädagog 
und  Componist).  Brustbild.  Lithogr.  von  A.  Volkmer. 
Fol.  K  k.  Hof  bibliothek. 

115.  Baumaun,  Alexander  (geb.  1814,  Dialectdichter  und 
Liedercomponist).  Kniestück.  Lithogr.  von  Eybl,  1842. 
Fol.  Dieselbe. 

116.  Fächer,  J.  A.  (siehe  Nr.  9).  Brustbild.  Lithogr.  von 
Kriehuber,  1846.  Fol.  Dieselbe. 

117.  Engelsberg,  E.  S.  (geb.  1825,  gest.  1879,  Componist). 
Brustbild.  Oelgem.  Lwd.,  h.  05,  br.  52. 

Schlesisches  Landesmuieum,  Troppau. 

118.  Herbeck,  Johann  Ritter  v.  (siehe  Nr.  20).  Brustbild 
(oval).  Oelgem.  von  J.  M.  Aigner.  Lwd.,  h.  97,  br.  86. 

Herr  Wolf  gang  Bitter  v.  Herbeck,  Wien. 

119.  Derselbe.  Arbeitszimmer.  Aquarell  von  Rudolf  Alt, 
1883.  Quer-Imp.-Fol.  Derselbe. 

119a.  Derselbe.  Gypsbüste,  bronziert.  Derselbe.  7 

120.  Milder-Hauptmann,  Anna  Pauline  (geb.  1785,  gest. 
1838,  Sängerin).  Brustbild  (oval).  Kupierst.  (Punct.-Man.) 
von  S.  V.  Perger  nach  D.  Weiss.  Fol. 

A'.  k.  Hofbibliothek. 


326  Raum  XIX.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts. 

121.  Binder,   Josef  Sebastian   (geb.    1792,   gest.    1845, 
Sänger,  Tenor).  Brustbild.  Lithogr.  von  Kriehuber.  Quart. 

K.  k.  Hofhihliothtk,^ 

122.  Haizinger,  Anton  (geb.  1796,  Böhnensänger).  Brust- 
bild. Oelgem.  Lwd.,  h.  62,  br.  50. 

Historisches  Museum  der  Siadt  Wien. 

123.  Seid  1er,    Caroline  (geb.   1790,    Sängerin).    Brustbild. 
Lithogr.  von  G.  Lüderitz  nach  E.  Daege.  Fol. 

K.  u.  k,  Familien-Fideicommistbibliothek. 

124.  Erl,  Josef,  als  Lyonel  in  der  Oper  „Martha"  (geb. 
1811,  Sänger).  Ganze  Figur.  Lithogr.  von  Eduard  Kaiser, 

1851.  Fol.  ÄHaria  dt  Cie.,  Wien. 

125.  Uugher,  Caroline  (verehelichte  Sabatier  geb.  1803,  gest. 
1877,  Bilhnensängerin).  Kniestück.  Lithogr.  von  Kriehuber. 

Fol.  K.  u.  k.  Familicn-Fideiconiniissbibliothek. 

126.  Schechner,    Anna  (geb.  1806,  gest.  1860,  Sängerin). 
Halbfigur.  Lithogr.  von  Laiizedelly.  Fol.  Dieselbe. 

127.  Schoberlechner,    Sophie,    geb.  dalF  Occa  (1807  bis 
1864,  Sängerin).  Halbfigur.  Lithogr.  von  Kriehuber,  1838. 

Fol.  K.  k.  Hofbibliothek. 

128.  Schmid,    Carl    (geb.  zu  Aarau,    gest.  1873   zu  Wien, 
Sänger).    Brustbild  (oval).    Lithogr.  von  Eduard  Kaiser, 

1837.   Fol.  Dieselbe. 

129.  Steger,  Franz  (wirkte  um  die  Mitte  unseres  Jahrhunderts 
als  Sänger).  Brustbild.  Lithogr.  von  Kriehuber,  1857.  Fol. 

Dieselbe. 

130.  Lutzer,    Jenny    (verehelichte    Dingelstodt,  geb.    1816, 
gest.  1877,  Sängerin).  Brustbild.  Lithogr.  von  A.  Ciarot, 

1837.   Fol.  K.  u.  k.  Familien-Fideicommisibibliothek. 

131.  Hasselt-Barth,  Anna  Marie  Wilhelmine  (geb.  1813, 
Sängerin).  Kniestück.  Lithogr.  von  Eybl,  1851.  Fol. 

Ärtaria  d:  Cie.,  Wien, 


Raum  XIX.  —  Raum  XX.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts.         327 

132.  Tit. Jens,  Thcrese  (geb.  1833,  gest.  1877,  SäDgerin). 
Halbfigur  (oval).  Lithogr.  tou  Eduard  Kaiser.  Fol. 

K.  k,  Ho/bibliothet. 

133.  Wilt,  Marie  (geb.1835,  gest.  1891,  Sängerin).  Gypsbüste. 

Gesellschaft  der  Musikfrevnde,  Wien, 

134.  Ander,  Alois  (geb.  1824,  gest.  1864,  Sänger),  Brustbild. 
Oelgem.  Lwd.,  h.  62,  br.  48. 

135.  Das  große  Musikfest,  in  der  k.  k.  Winterreit- 
schule. (Aufführung  des  „Belsazar"  von  Haendel  1834). 

Lithogr.  Groß  Quer-Fol.  Graf  Hans  Wilczek,  Wien. 

136.  „Wiener  Walzer."  Gruppe  aus  Elfenbeinmasse,  poly- 
chrom. Auf  dem  Sockel  die  Reliefl>üste  von  Johann 
Stranss  (Vater)  und  Joseph  Lanner. 

Bildhauer  Robert  Weigl,  Wien. 

137.  „Wiener  Walzer."  Aquarell  von  Th.  Zasche,  Wien.  Fol. 

Herr  Johann  Schramtnel,  Wien. 

Brustbilder  von  Joseph  Lanner,  Johann  Stranss  (Vater),  Joseph 
Stranss,  Johann  Slrauss  (Sohn),  Eduard  Stranss,  C.  M.  Ziehrer, 
Philipp  Fahrbach  jun.,  Carl  Millöcker,  Joseph  Bayer  und  Johann 
Schrammel.  Unter  den  Porträts  die  Anfänge  der  Compositionen : 
^Die  Schönbrunner",  ^Loreley-Rheinklänge**,  „Mein  Lebenslauf  ist 
Lieb  und  Lust",  „An  der  schonen  blauen  Donau",  „Fesche 
Geister",  „Wiener  Mad'ln",  „Erinnerung  an  Joseph  Strauss", 
„Laura- Walzer",  „Puppenfee",  „'s  Herz  von  an  echten  Weana"* 


Raum  XX.  Musik  des  XIX,  Jahrhunderts.  Ver- 
storbene Gomponisten  und  Virtuosen  Deutschlands. 

Pult  I— IV. 

1.  Vogler,  Georg  Joseph  (geb.  1749,  gest.  1814,  Theo- 
retiker und  Componist).  Sammlung  von  KireheDgesängen. 

Autogr.  K.  k.  Hofbibliothek. 

2.  Hoffmeister,  Franz  Anton  (geb.  1754,  gest.  1812, 
Componist).  Cassation.  F-dur,  für  Violine,  Viola,  Oboe, 
Fagott  und  Hörn.  Part.  Autogr.  Dieselbe. 


328  Raum  XX.  Musik  des  XIX.  Julirliiinderts. 

3.  Zelter,  Carl  Friedrich  (geb.  1758,  gest.  1832, 
Componist).    „Kennst   du    das    Land  ..."    Lied,    dat. 

24.  Mai   1817.  Alltogr.  Kgl  Bibliothek,  Berlin. 

4.  Himmel,  Friedr.  Heinrich-  (geb.  1765,  gest.  1814, 
Cumponist).  Brief  vom  8.  Febr.  1812.  Autogr. 

Herr  Fritz  Donebuucr,  Prag. 

5.  Derselbe.  Titelkupfer    zur  ersten  Ausgabe  der  Trauer- 
cantate  auf  den  Tod  Friedrich  Wilhehn's  H. 

LandesbibliütJiek  (fasseh 

6.  Rungenhagen,  Carl  Friedr.  (geb.  1778,  gest.  1851, 
Componist).  „Lebensfreude."   Männerchor.  Part.  Autogr. 

A'.  k.  Hofbibliothek. 

7.  Aiblinger,  Joh.  Caspar  (geb.  1779,  gest.  1867,  Dirigent 
und    Componist).    Cantate,    für  Pianoforte    eingerichtet. 

Autogr.  Kgl  Hof'  und  Staatsbibliothek,  München. 

8.  Kreutzer,  Conradin  (geb.  1780,  gest.  1849,  Componist). 
Theil  des  Liedes  „Ein  Schütz  bin  ich"  aus  der  Oper 
„Das  Nachtlager    von   Granada",    dat.    25.  Mai    1847. 

Autogr.  Htrr  Julius  v.  Herz,  Wien. 

9.  Derselbe.  Bestätigung  und  Unterfertiguug  eines  Billets, 
in  welchem  Tichatschek  durch  den  Chordirector  Joh. 
Michael    Weinkopf    als    Chorsänger     empfohlen    wird. 

Handschr.  Frau  Josefine  Rudolph,  Wien. 

10.  Derselbe.  Brief  an  Bäuerle,  Redacteur  der  „Theater- 
zeitung". Autogr.  Herr  Max  Kalbeck,  Wien. 

11.  Dotzauer,  Julius  Joh.  Friedr.  (geb.  1783,  gest.  1860, 
Cellist  und  Componist).    Quintett,  F-dur.    Part.  Autogr. 

Stift  Seitenstetten. 

12.  Schneider,  Joh.  Christian  Friedrich  (geb.  1786, 
gest.  1853,  Componist).  „Um  Gnade",  vierstimmiger 
Chorgesang.  Part.  Autogr.  K.  k.  Hofbibliothek. 

13.  Ett,  Caspar  (geb.  1788,  gest.  1847,  Kircheucomponist). 
„Litaniae  solennes."  Part.  Autogr. 

Stadtmagisirat  München. 


Raum  XX.  Masik  des  XIX.  Jahrhunderts.  329 

14.  Liiidpaiutncr,  Peter  Josef  (geb.  1791,  gest.  1856, 
Coinpoiiist).    „Die  Bürgschaft."     Oper    in   3    Aufzögen. 

Part.   AutOgr.       K(jl.  Prioat-MusikaUensamnUung,  Dresdm. 

15.  Derselbe.  Brief  vom  24.  April  1854.  Autogr. 

Herr  Max  Kaiheck,  Wi^n. 

16.  Moscheies,  Ignaz  (geb.  1794,  gest.  1870,  Pianist  und 
Componist).  Rhapsodie  für  Ciavier,  H-nioU,  Autogr.  und 
Porträt(Kupferstich).  Seite  52  des  I.Baod.  d.  Autographen- 

sainmhing.  Graf  Victor  Wimpffen,  Wien. 

17.  Derselbe.     Prelude     und    Fuge,    für    Ciavier.  F-molL 

Autogr.  ä:  k.  HofbihUothek, 

18.  Derselbe.  Brief  an  Anton  Halm.  Autogr. 

K,  M.  k.  Hauptmann  Hugo  Halm,  Wien. 

19.  Reissiger,  Carl  Gottlieb  (geb.  1798,  gest.  1859,  Com- 
ponist).  „Die  Felsenmühle  bei  Estalieres."   Oper.   Part. 

Autogr.  KgU  Fricatmusikalioisainndung,  Dresden. 

20.  Derselbe.   Brief.   Autogr.    Frau  Josefine  liudoJph,  Wien. 

21.  Grell,  Eduard  August  (geb.  1800,  p:est.  1886,  Com- 
ponist). „Von  zarter  Lieb'",  Duett  für  2  Tenorstimmen  mit 
Begleitung  des  Pianoforte.  Datiert  9.  Nov.  1836.  Autogr. 

Kgl.  Bibliothek,  Berlin. 

22.  Lortzing,  Albert  Gustav  (geb.  1803,  gest.  1851,  Com- 
ponist komischer  Opern).    „Mozart",    Oper,  unvollendet. 

Part.   Autogr.  j  Dir.  Angelo  Neumann,  Prag. 

23.  Derselbe.  Brief  an  Pasque  in  Darmstadt.  Autogr. 

Kgl.  Hof-  und  Staatsbibliothek^  München.   '• 

24.  Derselbe.  Brief  an  die  Ilofiheater-Rendantur  in  Weimar. 

Autogr.  Professor  Joseph  Kürschner,  Stuttgart» 

25.  Derselbe.  Brief  an  Aug.  Pichler  in  Lippe-Detmold 
vom  Jahre  1834.  Autogr. 

Herr  Louis  Bohne^  Osnabrück. 

26.  Derselbe.  Brief  an  Aug.  Pichler  vom  Jahre  1840.  Autogr. 

Derselbe. 


330  Kaum  XX.  Masik  des  XIX.  Jahrhunderts. 

27.  Lachner  Franz  (geb.  1803,  gest.  1891,  Componist). 
„Katharina  Cornaro."  Oper.  Part.  Autogr. 

Kgh  Privatmusilcaliensammlung,  Dresden. 

28.  Derselbe.  „Cauone  a  (lue  in  Octava  et  in  Thesi,"  dat. 
15.  Febr.  1856.  Autogr. 

Kgl.  Hof'  und  StaatsbihliotJiek,  München, 

29.  Derselbe.    Brief  mit  Couvert  an  Jos.  AI.  Tichatschek. 

Frau  Josephine  Rudolph,  Wien. 

30.  Derselbe.  Suite  für  Orchester.  D-moll.  Part.  Autogr. 

Kgl.  Hof'  und  Staatsbibliothek,  München. 

31.  Ililler,  Ferdinand  (geb.  1811,  gest.  1885,  Componist). 
.Ghasel".  E-dur,  dat^Köhi,  19.  März  1878.  Fragment. 

Autogr.  Herr  Julius  von  Herz,  Wien. 

32a.  Taubert,  Carl  Gottfried  Wilhelm  (geb.  1811,  gest. 
1891,  Componist).  Thema  aus  der  Symphonie  H-moll^ 
dat.  7.  Dec.  1850.  Autogr. 

Herr  Julius  v.  Herz,  Wien. 

32b.  Derselbe.  Chore  zur  «Medea"  des  Euripides.  (Op.  57. 
König  Friedrich  Wilhelm  IV.  von  Prcussen  zugeeignet.) 
Mit  Clavierbcgleitung.  Autogr. 

Kgl.  Musikbibliothek,  Dresden. 

33.  Volkmann,  Friedrich  Robert  (geb.  1815,  gest.  1883, 
Componist).  ^.An  die  Nacht",  Phantasiestück  für  Altsolo 
und  Orchester.  Part.  Autogr.         Kgl  Bibliothek,  Berlin. 

34.  Derselbe.  Brief  an  Ilofrath  Parmeutier.  Autogr. 

Herr  Fritz  Donebauer,  l^rag. 

35.  Kullak,  Theodor  (geb.  1818,  gest.  1882,  Pianist  und 
Componist).  „Largo"  für  Ciavier.  G-diir.  Autogr.  und 
Porträt  (Lithogr.)  des  Componisten  (S.  35  der  Autographen- 
sammlung, Band  II).  Graf  Victor  Wimpffen,  Wien. 

36.  Abt,  Franz  (geb.  1819,  gest.  1885,  Componist).  „Des 
Sängers  letzter  Wunsch"  (letzte  Chorcomposition  Abfs). 

Part.   Autogr.  Herr  Anton  August  Naaff,  Wien. 


Kaum  XX.  Masik  des  XIX.  Jahrhunderts.  331 

37.  Derselbe.  „Der  Storch  und  der  Abt."  Gedieht.  Autogr. 

Herr  Anion  August  Naaff,  Wien, 

38.  Derselbe.  Brief  vom  4.  Febr.  1858.  Autogr. 

Frau  Josephine  Rudolph,  Wien. 

39.  Derselbe.  Photographie  mit  eigenhändiger  Unterschrift. 

Herr  Anton  August  Naaff,  Wien. 

40.  Kiel,  Friedrich  (geb.  1821,  gest.  1886,  Kirchen- 
componist).  „Christus",  Oratorium.  Part.  Autogr. 

2)/*.  Erich  Rieger,  Bonn. 

41.  Raff.  Jos.  Joachim  Tgeb.  1822,  gest.  1882,  Componist). 
Symphonie.  G-woU.  Part.  Autogr. 

Frau  Director  Raff,  München. 

42.  Nessler,  Victor  Ernst  (geb.  1841,  gest.  1890,  Com- 
ponist). Brief  an  Eduard  Hanslick.  Autogr. 

[Prof.  Dr.  Eduard  Hanslick,  Wien. 

43.  Schröder-Devrient,  Wilhelmine  (geb.   1804,   gest. 
[1860,  dramatische  Sängerin).  Brief  vom  14.  Febr.  1847. 

Autogr.  Kgl.  Hof'  und  Staatsbibliothek,  München. 

44.  Dieselbe.  Gypsabguss  ihres  Mundes. 

Kgl.  Sculpturensammlung,  Dresden. 

45.  Tichatschek,  Jos.  Alois  (geb.  1807,  gest.  1886, 
Opernsänger).  Visitkarte  mit  einem  Schreiben  an  Eduard 

Hanslick.   Autogr.  Prof  Dr.  Eduard  Hanslick,  Wien. 

46.  Kostor,  Louise  (geb.  1832,  Opernsängerin).  Silber- 
medaille in  Sammtetui.  Dr.  Hans  Köster,  Celle. 

47.  Tausig,  Carl  (geb.  1841,  gest.  1871,  Ciaviervirtuose). 
Eigenhändige  Abschrift  des  zweiton  Satzes  aus  der  Faust- 
symphonie Liszt's.      Gesellschaft  der  Musikfreunde,  Wien. 

Bilder. 

r 

51.  Kreutzer,  Conradin  (s.  ;Nr.  8).  Brustbild.  Kupferstich 
von  Weyer  &  Singer,  Leipzig.  Fol. 

Prof.  Jos.  Kürschner,  Stuttgart. 


332  Raum  XX.  Muäik  des  XIX.  Jahrhunderts. 

52.  Derselbe.  Brief  an  Ferd.  Raimuud,  Wien  12.  Dec.  1831. 

Autügr.  Herr  Leopold  Fointmr,  \Wien. 

53.  Methfessel,  Albert  (geb.  1785,  gest.  1869,  herzogl. 
Brauuschweigischer  Hofeapellmeisterj.  Brustbild.  Lithogr. 
von  George  Plato.  Fol. 

Städtisdiea  Museum,  Braunschtoeig. 

54.  Schneider,  Johann  Christian  Friedrieh  (s.  Nr.  12). 
Brustbild.  Lithogr.  Fol. 

'.K.  u.  k,  Fainüien-Fideicommissbibliothek. 

55.  Ett,  Caspar  (s.  Nr.  13).  Gypsstatuette  von  C.  Geiger. 

^Städtischss  Museum,  München. 

56.  Kalkbrenner,FriedriehWilhelmMiehael(geb.l788, 
gest.  1849,  Pianist  und  Componist).  Brustbild.  Kupfer- 
stich, Wien,  Artaria.  Fol.  [Artaria  &  Cic,  Wien, 

57.  Liudpaintner,  Peter  Josef  (s.  Nr.  14).  Brustbild. 
Lithogr.  von  Kriehuber,  1837.  Fol. 

K.  tt.  k.  Familien-Fideicoinminisbibhothek.^ 

58.  Derselbe.  Brustbild.  Üelgem.  von  Franz  Stirnbrand. 
(1796—1880).  Lwd.,  h.  22,  br.  18. 

Kgl.  Staatsgallerie,  Stuttgart. 

59.  Leidesdorf,  M.  J.  (gest.  1839,  Ciaviervirtuose  und 
Componist).  Brustbild.  Lithogr.  von  Kriehuber,  1829.  Fol. 

\K.  u.  k.  Familien-Fideicommissbibliothek. 

60.  Moscheies,  Ignaz  (s.  Nr.  16).  Brustbild.  Kupferstich. 
(Punct.-Man.)  von  L.  Beyer  nach  Rieder.  Fol. 

K.  k.  Uofbibliothek. 

61.  Reissiger,    Carl   Gottlieb.    Brustbild.    Lithogr.  von 

Krisch.   Fol.  Gesellschuft  der  Musikfreunie,  Wien, 

62.  Mayer,  Charles  (geb.  1799,  gest.  1862,  Pianist  und 
Componist).  Brustbild.  Lithogr.  von  Schlick,  1854.  Fol. 

K.  u.  k.  Familien-Fideicommissbibliothek. 

63.  Lortzing,  Albert  Gustav  (s.  Nr.  22).  Halbfigur, 
Lithogr.  von  Prinzhofer,  1846.  Fol. 

K.  u.  k,  Familien-Fideicommisibibliothek. 


Raarn  XX.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts.  333 

64.  Freiidenthal,  Julius  (geb.  1805,  Compositeur  zahl- 
reicher Stücke  humoristischen  Genres,  Musikdirector  in 
Braunschweig).  Bleistiftzeichnung.  Brustbild.  Fol. 

Städtisches  Museum,  Braunschweig, 

65.  Hesse,  Adolf  Friedrich  (geb.  1809,  gest.  1863, 
Orgelvirtuose  und  Componist).  Brustbild.  Lithogr.  von 
Kriehuber,  1831.  Fol. 

K.  u.  k,  Familien-Fideicommissb.bliothek. 

66.  Taubert,  C.  G.  Wilhelm  (s.  Nr.  32  a).  Oelgem.  von 
Eduard  Magnus.  Lwd.,  h.  67,  br.  54. 

Kgl.  Nationalgallerie,  Berlin. 

67.  Rietz,  Julius  (geb.  1812,  gest.  1877,  Dirigent  und 
Componist).  Halbfigur.  Lithogr.  von  Schlick,  1859.  Fol. 

K.  u.  k.  Famüien-FideicommisfibibliotlUk, 

68.  Volkmann,  Robert  Friedrich  (s.  Nr.  33).  Marmorbuste 
von  A.  Huszar,  1886. 

Kgl,  Akademie  der  Tonkunst,  Budapest, 

69.  Kiel,  Friedrich  (s.  Nr.  40).  Brustbild.  Lithogr.  von 
Fr.  Hecht,   1878.  Fol.  mit  eigenhändiger  Widmung. 

Herr^H.  Bock,  Berlin, 

70.  Derselbe.  Büste  von  F.  Schaper,  1888. 

Prof.  F,  Schaper,  Berlin. 

71.  Raff,  Joachim  (s.  Nr.  41).    Bnistbild.    Photogr.    Fol. 

Frau  Director  Baff,  München. 

72.  Derselbe.  Gypsbüste. 

Uoch'schcs  Conservatorium,  Frankfurt  a.  M. 

73.  Pauer,  Ernst  (geb.  1826,  Pianist  und  Componist). 
Brustbild  (oval).  Kupferst.  (Punct.-Man.)  von  F.  Bolt, 
1803  nach  Liauer.  Fol. 

K,  u,  k.  Familien-Fideicommisshibliothek. 

74.  Derselbe.  Brustbild.  Lithogr.  von  Staub,  1831.  Fol. 

K.  k.  Hofbibliothek, 

75.  Ritter,  Peter  (geb.  1760,  gest.  1846,  Violoncellist, 
17ft7 — 1823  Capellmeister  in  Mannheim).    Lithogr.  von 

Heckel.   Fol.  AUerthumsverein  Mannhevnt. 


33 i  Raum  XX.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts. 

'76.  Fürstenau,  Anton  Bernhard  (geb.  1792,  gest.  1852, 
Flötenvirtuosc  und  Componist  für  dieses  Instrument). 
Brustbild.  Lithogr.  von  Kriehuber.  Fol. 

K.  u.  l\  Familien-Fideicommissbibliothek, 

77.  Böhm,  Joseph  (geb.  1795,  gest.  1876,  Violinist  und 
Pädagoge).  Halbfigur.  Lithogr.  von  Kriehuber,  1839.  Fol. 

Dieselbe. 

78  a.  Derselbe.  Brustbild.  Lithogr.  von  Kriehuber,  1830.  FuL 

K.  k.  Ilofhibliothek. 

78b.  Derselbe.  Brustbild.  Lithogr.  von  Kriehuber,  1839.  Fol. 

Dieselbe. 

79.  Sehruder-Devrient,  Wilhelmine  (siehe  Nr.  43). 
Kniestück.  Lithogr.  von  Fr.  Hanfstängl,  nach  Kietz,  1840. 
Groß-Fol.  Dieselbe. 

80.  Dieselbe.  Halbfigur.  Lithogr.  von  Vigoeron.  Paris  1840. 

Fol.  Dieselbe. 

81.  Dieselbe.  Gypsbüste  nach  llietschel. 

Gebrüder  Weschkej  Dresden. 

82.  Soutag,  Henriette  Gertrude  Walpurgis  (geb.  1806 
(1800Vj,  gest.  1851,  Säugerin)  als  Aschenbrödel.  Brust- 
bild. Lithogr.  von  Maurin.  Paris.  Fol. 

A'.  u.  k.  Familien' Fideicommissbibliothck. 

83.  Tichatschek,  Josef  Alois  (s.  Nr.  45).  Büste. 
Apotheose  zum  25jährigeu  Jubiläum  1863.  Photogr.  Fol. 

Frau  Jos.  Rudolph,  Wien. 

84.  Derselbe.  Kniestuck.   Üelgem.  LAvd.,    h.    112,    br.  SS. 

Kg  f.  Hoftheater,  Dresden. 

85.  Fischer,  Beatrix  (geb.  180.^,  gest.  1883  badische  Hof- 
sängorin,  Ilalbiigur.  Oelgem.  LAvd.,  h.  92,  br.  67. 

Herr  Ludwig  Schwarz,  Wien. 

86.  Schobest,  Agnes  (geb.  1813,  gest.  1869,  Sängerin). 
Ganze  Figur.  Oelgem.  Lwd.,  h.  'i9,  br.  58. 

Herr  D.  Strauss,  Stuttgart. 


Raum  XX.  —  Raam  XXI.  Musik  des  XIX.  Jahrhanderts.  335 

87.  Pischek,  Johann  Baptista  (geb.  1814,  gest.  1873) 
als  Don  Juan.  Kniestück.  Oelgem.  Lwd.,  h.  162,  br.  121. 

A'.  k.  Hof  bibliothek. 

88.  Lind,  Jenny  (verehelichte  Goldschmidt,  geb.  1820, 
gest.  1890,  Sängerin).  Kniestuck.  Oelgem.  von  Eduard 
Magnus.  Lwd.,  h.  115,  br.  93. 

Kgl,  NationalgaUerie,  Berlin. 

89.  Bürde-Ney,  Jenny  (geb.  1826,  gest.  1886,  Sängerin). 
Kniestück,  Oelgem.  Lwd.,  h.  128,  br.  100. 

Kgl.  Hoftheater,  Dresden. 

90.  Laub,  Ferdinand  (geb.  1832,  gest.  1875,  Violin- 
virtuose). Halbfigur.  Lithogr.  von  Kriehuber.  Fol. 

K.  k.  Hof  bibliothek. 


Baum  XXI.  Verstorbene  Gomponisten  und  Virtuosen 

des  XIX.  Jahrhunderts. 

Hier  sind  besonders  diejenigen  Künstler  eingereiht,  welche  auf  die  Musik 
in  Deutschland  und  Oesterreich  Eintluss  genommen,  oder  daselbst  gewirkt 
haben,  oder  von  denen  Denkwürdigkeiten  in  den  beiden  genannten  Keichen 

erhalten  sind. 

Pult  I— VII. 

1.  Zingarelli,  Nicolo  Antonio  (geb.  1752,  gest.  1837, 
Componist).  „Salve  Regina",  für  2  Stimmen,  mit  Orchester- 
begleitung.  Part.  AlltOgr.  A:  k.  Hofbibliothek. 

2.  Derselbe.  „Gott  erhalte  Franz  den  Kaiser",  G-dur. 
Violinpart.  Druck.  Dieselbe. 

3.  Pleyel,  Iij:naz  Jos.  (geb.  1757,  gest.  1831,  Comj)onist). 
Trio,  für  Violine,  Viola  und  Cello.  F-dur.  Autogr. 

Dieselbe. 

4.  Derselbe.     Brief    an     den    Fürsten     Lobkowitz     vom 

10.  Febr.   1813.  Fürst  Moriz  Lohkowitz,  Bawlnitz. 

5.  Le  Sueur,  Jean  Frau^ois  (geb.  1760,  gest.  1837. 
Componist).  „Zwei  kleine  Musikstücke."  „La  priere". 
für  Orchester,  Chor  und  Tenorsulo.  Part.  Autogr. 

K.  k.  Hüfbibliothek. 


336  Kaum  XXI.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts. 

6.  Derselbe.  Tanzlied  aus  der  Oper  „Die  Barden".  Dnick. 

Fürst  Schvcarzenherg,  Wien. 

7.  Mehul,    Etienne    Nicolas    (geb.    1763,    gest.    1817, 
Componist).  Symphonie.  A-dur.  Part.  Antogr. 

K.  k.  Hoßiblioihek. 

8.  Paer,  Ferdinand  (geb.  1771,  gest.  1839,  Componist). 
„L'Agnese",  dramma  semiserio.    Part.  Aiitogr.  2  Bände. 

Fürst  Moriz  Lohkotcitz,  Baudnitz. 

9.  Derselbe.  Brief  an  den  Fürsten  Moriz  Lobkowitz  vom 
!l8.  Febr.   1808.  Autogr.  Derselbe, 

10.  Derselbe.  „L'Absence",  Romanee  fran^aise,  für  eine 
Singstimme  mit  Ciavierbegleitung.  Es-dur.  Autogr. 

Fürst  Schtcarzenberg,  Wieft. 

11.  Boieldieu,  Fran^ois  Adrian  (geb.  1775,  gest.  1834, 
Componist).  Chor  der  jungen  Gallierinnen  aus  der  Oper 
.jPharamond".  Part.  Autogr.  K.  k,  HofbibUothek. 

12.  Derselbe.  Brief  an  Prof.  Gasse  in  Paris.  Autogr. 

Herr  Max  Kal>ecky  Wien, 

13.  Spontini,  Gasp.  Luigi  Pacifico  (geb.  1774,  gest.1851, 
Componist).  „Olympie."  Oper.  Part.  Autogr.  mit  des 
Com})onisten  eigenhändiger  Bestätigung    ihrer  Echtheit. 

Kgl.  Hof'  und  Staatsbibliothek,  Münclun, 

14.  Derselbe.  Brief  mit  Couvert  und  Siegel  vom  22.  Nov. 

1831.  Autogr.  Prof,  Joseph  Kürschner,  Stuttgart, 

15.  Derselbe.  Brief  an  C.  Fr.  Zelter  vom  18.  Nov.  1820. 

Autogr.  Singakademie,  Berlifu 

16.  Derselbe.  Brief  an  den  Fürsten  Lobkovritz  vom  6.  Febr. 

1813.  Autogr.  Fürst  Moriz  Lobkowitz,  Haudnifz. 

17.  Derselbe.  „Ferdinand  Cortez."  Oper.  Ciavierauszug  mit 
Text.  Erste  Ausgabe.  K.  k.  Hof  bibliothek. 

18.  Derselbe.  Widmung  an  J.  A.  Tichatschek  nach  der 
Aufführung  der  „Vestalin",  unter  Glas.  Autogr. 

Frau  Josefine  Hudolph,  Wien. 


Raum  XXI.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts.  337 

19.  Derselbe.  Deiikmüuze,  Bronze. 

Frau  Josefine  Rudolph,  Wien. 

20.  Derselbe.  Brustbild.  Elfenbein-Medaillon. 

Herr  Meyer-Cohn,  Berlin. 

21.  Auber,  Daniel  Franvois  Esprit  (geb.  1782,  gest.  1871, 
Componist).  Brief  an  Eduard  Hanslick. 

Prof.  Dr.  Eduard  Hanslick,  Wien. 

22.  Rossini,  Gioacchino  Antonio  (geb.  1792,  gest.  1868, 
Componist).  Brustbild  (oval,  Bleistiftzeichnung).  Fol. 

Comit^  f.  d.  Betheil.  poln.  Kunst  a.  d.  Ausstellung. 

23.  Derselbe.  „Semiramis."  Oper.  Ciavierauszug  mit  Text. 
Erste  Ausgabe.  K.  l\  HofbihUothek. 

24.  Derselbe.  Brief  vom  17.  Mai  1841.  Autogr. 

Herr  Max  Kaiheck,  Wien. 

25.  Derselbe.  Karte  an  Ed.  Hanslick,  mit  Motiv,  As-dur^ 
vom  4.  Sept.  1860.  Autogr. 

Prof.  Dr.  Eduard  Hanslick,  Wien. 

26.  Derselbe.  Biographie  von  M.  de  Stendhal,  mit  Porträt 
(Stich)  des  Componisten.  K.  k.  Hof  bibliothek. 

27.  Donizetti,  Gaetano  (geb.  1797,  gest.  1848,  Componist). 
Briet  an  den  Fürsten  Esterhäzy. 

Fümt  Esterhdzy,  Eisenstadt. 

28.  Derselbe.  „Alina  Regina  di  Golconda",  Oper.  Part. 
Autogr.  Derselbe. 

29.  Derselbe.  Brief  an  Mechetti.  Autogr. 

K(jl.  Hof-*  und  Staatsbibliothek,  München. 

30.  Derselbe.  „Linda  von  Chamounix",  Oper.  Ciavierauszug. 
Widmungsexemplar  au  Ihre  Majestät  die  Kaiserin  Maria 
Anna  von  Oesterreich.  JETf-rr  Fritz  Donebauer,  Prag. 

31.  Lwoff,  Alexis  von  (geb.  1799,  gest.  1870,  Componist). 

Billet  mit  Unterschrift.      Dr.  Alexander  v.   Weilen,  Wien. 
1  ti 


338  Raum  XXI.  Masik  des  XIX.  Jahrhunderts. 

32.  Berlioz,  Hector  (geb.  1803,  gest.  1869,  Componist). 
Thema  der  Liebesscene  aus  der  Symphonie  „Romeo 
und  Julie",  dat.  17.  April  1846.  Autogr. 

Herr  Julius  v,  Herz,  Wien. 

33.  Derselbe.  Brief  au  Herrn  Schlesinger,  Paris.  Autogr. 

Herr  Max  Kalbeck,  Wien, 

34.  Derselbe.    Brief  mit   Couvert    an  Herrn  „Jean  Kral", 

dat.   24.  Juli  1855.  Autogr.  Herr  Joh.  Kral,  Wien. 

35.  Heller,  Stepheu  (geb.  1814,  gest.  1888,  Pianist  und 
Componist).   Brief  mit  Couvert  au  seinen  Lehrer  Anton 

Halm.  K.  u.  k,  Hauptmann  Hugo  Halm,  Wien. 

36.  Derselbe.    Zwei    Visitkarten    an    A.    Halm    gerichtet. 

Autogr.  Derselbe. 

37.  Derselbe.  Brief  an  Ed.  Hanslick  aus  Paris,  dat. 
1.  Febr.  1879.  Autogr. 

Prof.  Dr.  Eduard  Hanslick,  Wien. 

38.  Offenbach,  Jacques  (geb.  1819,  gest.  1880,  Com- 
ponist). Brief  an  Ed.  Hanslick,  dat.  6.  Febr.  1865.  Autogr. 

Dtrselbe. 

39.  Derselbe.  Brief  vom  9.  Nov.  1863.  Autogr. 

Herr  Max  Kalbeck,  Wien. 

40.  Litolff,  Heury  (geb.  1818,  gest.  1890,  Componist). 
Andante,    D-moll^    aus    der    Oper    „Die    Girondisten", 

dat.   1851.   Autogr.  Herr  Julius  i\  Herz,  Wien. 

41.  Cramer,  Joh.  Bapt.  (geb.  1771,  gest.  1858,  Pianist 
und  Componist).  Große  Sonate  für  Ciavier,  op.  b3. 
(Joh.  Nep.  Hummel  gewidmet).  Autogr. 

K.  k.  Hof  bibliothek. 

42.  Catalani,  Angelica  (geb.  1779,  gest.  1849,  Sängerin). 
Medaille.  Gypsabguss. 

Kunsthistorische  Sammlungen  des  AJi.  Kaiserhauses. 

43.  Paganini,  Nicolo  (geb.  1784,  gest.  1840, Violinvirtuose). 
Brustbild,  Kupferst.  in  Rahmen  v.  F.  Bahmann. 

Herr  Friedrich  üuzicka,  Wien. 


Raum  XXI.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts.  339 

44.  Derselbe.  Brustbild  (oval).  KohleozeichnuDg  von 
Gierymski.  Fol. 

ComiU  f.  d.  Betheil.  poln.  Kumt  a.  d,  AusateUung. 

45.  Derselbe.  Entwurf  eines  Coucertprogrammes.  Autogr. 

Herr  Moriz  M.  Edlir  v,  Weittnhiller,  Wieti, 

46.  Derselbe.  Entwurf  eines  Concertprogrammes  vom  16.  Mai 

1828.  Autogr.  Herr  Julius  v,  Herz,  Wien. 

47.  Derselbe.  Capriccio  für  Violine  allein.  G-dur  (dem 
Fürsten  Moriz  Dietrichstein  gewidmet).  Autogr. 

K.  k.  Hof  bibliothek, 

48.  Derselbe.  Brief  an  einen  Freund.  Autogr. 

Herr  Max  Kalbeck,  Wien, 

49.  Derselbe.  Brief.  Wien,  19.  Juli  1828.  Autogr. 

Herr  Moriz  M.  Edler  v.  Weitetüiiller,  Wien, 

50.  Derselbe.  Widmungsblatt  an  Gräfin  Wimpffen  mit 
Porträt  (Lithogr.)  des  Componisten  (S.  11.  der  Auto- 
grapheusammlung,  III.  Band). 

Graf  Victor  Wimpffen,  Wien. 

51.  Fodor,  Josefine  (geb.  1793,  Sängerin).  Medaille. 
Gypsabguss. 

Kwnsthistorische  Sammlungen  des  AJi.  Kaiserhauses. 

52.  Lablache,  Aloisio  (geb.  1794,  gest.  1848,  Säuger). 
Medaille.  Gypsabguss.  Dieselben 

53.  Beriot,  Charles  Auguste  de  (geb.  1802,  gest.  1870, 
Violonist    und    Componist).     Albumblatt     für    Madame 

Holz.   C'dnr.  Autogr.  Herr  Max  Kalbick,  Witn. 

54.  Molique,  Wilhelm  Bernhard  fgeb.  1803,  gest.  1869, 
Violinist    und    Componist).    Violincadenz.    B-dur.    Dat. 

5.    April   1845.  Autogr.  Herr  Julius  v.  Herz,  Wien. 

55.  Herz,  Henri  (geb.  1806,  Pianist  und  Componist). 
Impromptu  filr  das  Pianoforte.  G-dur.  Dat.  Febr. 
1828.  Autogr.  A:  it.  Hof  bibliothek. 

56.  Derselbe.  Brief  an  Eduard  Hanslick  vom  22.  Mai  1867. 

Autogr.  Prof.  Dr.  Eduard  Hamlick,  Witn, 


340  Raum  XXI.  Masik  des  XIX.  Jahrhunderts. 

57.  Malibran,  Maria  Felicitä  (geb.  1808,  gest.  1836, 
Sängerin).  Biographie  von  Gaßtano  Barbieri  mit  Bildnis 
(Lithogr.)  der  Künstlerin.  k,  k,  Hofbibliothek. 

58.  David,  Felicien  Cesar  (geb.  1810,  gest.  1876, 
Componist).  Tlieil  eines  AUegrettos.  F-dur.  Autogr. 

Herr  Julius  c.  Her^,  Wien, 

59.  Bull,  Ole  Boruemann  (geb.  1810,  gest.  1880,  Violin- 
virtuose). Aquarellporträt  mit  eigenhändiger  ünterschr.  des 

Künstlers.  Groß-Quart.        Herr  E.  v.  Zelediowski,  Ltmherg 

60.  Derselbe.  Sentenz,  dat.  20.  Febr.  1841.  Autogr. 

Herr  Julius  v,  Herz,  Wien. 

61.  Thalberg,  Siegmund  (geb.  1812,  gest.  1871,  Pianist 
und  Componist).  Variationen  für  Ciavier,  A-dur,  op.  14. 
Autogr.  K  J:.  Hofbibliothek. 

62.  Derselbe.    Musiksatz,  C-dur,  mit  Unterschrift.  Autogr. 

Herr  Julius  v.  Herz,  Wien. 

63.  Derselbe.  Aquarellporträt  von  Kriehuber,  1838,  in  Gold- 
ralunen  mit  eigenhändiger  Unterschrift  des  Componisten. 

Fürst  Richard  Mettcrnich,  Wien. 

64.  Derselbe.  Medaille,  Gypsabguss. 

Kunsthistorische  Sammlungen  des  Ah.  Kaiserhauses. 

65.  Ernst,  Heinrich  Wilh.  (geb.  1814,  gest.  1865,  Violiu- 
virtuose  und  Componist).  Reliefmedaillon,  von  Amälie 
Ernst,  seiner  Witwe,  modelliert.  Bronze. 

Frau  Am^lie  Ernst,  Nizza. 

66.  Derselbe.  Gypsmodell  seiner  Hand.  Dieselbe. 

67.  Derselbe.  Concertkarte.  Gestempelt:  Ernst  27.  Oct. 

Frau  AiHc'iie  Ei^nst,  Nizza. 

68.  Derselbe.  Biographische  Skizze  von  Dr.  Leone. 

Dieselbe. 

69.  Derselbe.  „Tongeister",  Gedicht  auf  Ernst.  Juni  1845. 

Dieselbe. 


Raum  XX^.  Masik  des  XIX.  Jahrhundert«.  341 

70.  Derselbe.  Quatuor  für  2  Violinen,  Viola  und  Violoneell. 

A'dur,  Part.  Autogr.  Frau  Amme  Ernst,  Nizza, 

71.  Derselbe.  Cavatine.  D-dtir  für  Streichquartett.  Part. 
Autogr.  Bitseihe. 

72.  Derselbe.  Bleistiftskizzen.  Autogr.  Dieselbe, 

73.  Derselbe.  Cadenz  zum  Violin-Concert  Beethovens  in 
D-dur.  Autogr.  Dieselbe. 

74.  Derselbe.  Cadenz  für  Violine.  E-dtn\  Autogr. 

Dieselbe. 

75.  Derselbe.  Wedding  Marche.  C-dur,  für  Ciavier  und 
Violine.  Autogr.  Dieselbe. 

76.  Derselbe.  Notturno  für  Ciavier.  As-dur.  Autogr. 

Dieselbe. 

77.  Derselbe.  Concertino.  D-dur.  Part.  Autogr.    Dieselbe. 

78.  Derselbe.  Scherzo  für  Streichquartett.  Es-dur.  Part. 
Autogr.  Dieselbe. 

79.  Vieuxtemps,  Henri  (geb.  1820,  gest.  1881,  Violin- 
virtuose und  Coiuponist).  Thema  aus  einem  Andante. 
F-dnr.  Dat.  10.  Jänner  1846.  Autogr. 

Herr  Julius  v.  H:i'z,  Wien, 

80.  Lind,  Jenny  (geb.  1820,  gest.  1891,  Sängerin).  Brief 
an  Frau  Löffler.  Autogr.  Derselbe. 

81.  Dieselbe.  Brief  an  Herrn  Rudolph  vom  18.  Mai  1858. 

Autogr.  Frau  Josephin?  Budolph,  Wien. 

82.  Dieselbe.  Biographie  von  Dr.  A.  J.  Becher  mit  Bildnis 
(Lithogr.)  der  Künstlerin.  ä;  k.  Hoßibliothel'. 

83.  Dieselbe.  Gypsmedaillon  in  Holzrahmen  unter  Glas. 

Prof.  Jos.  Kürschner,  Stuttgart, 

84.  Dieselbe.  Medaille.  Gypsabguss. 

Kunsthistorische  Sammlungen  des  Ali.  Kaiserhauses. 

85.  Dieselbe.  Medaille.  Gypsabguss.  kl.  Form.   Dieselben. 


3ii  Kaum  XXI.  Musik  des  XIX.  Jahrimnderts. 

86.  Milanollo,  Therese  (geb.  1827,  Violinvirtiiosiu). 
„  Rhein weinlied,"  dat.  10.  Febr.  1874.  Autogr. 

Herr  Julius  r.  Herz,  Wien, 

87.  Steffens,  Julius  (geb.  1831,  gest.  1882,  Cellist). 
Cellosatz.  G-diir.  Dat.  Prag,  24.  Üet.  1864.  Autogi*. 

Derselbe. 

88.  Wieuiawski,  Henry  (geb.  1835,  gest.  1880,  Violinist 
und  Componist).  Passage  für  Ciavier.  Dcs-dur.  Dat. 
20.  Febr.  1855.  Autogr.  Derselbe. 

89.  Belgiojoso,  Prince  de  (berühmter  Tenorist,  welcher 
sich  auf  den  Bühnen  Italiens  1835 — 1845  hören  ließ). 
Porträt.  Aquarell  von  Daffinger  mit  Unterschrift,  in  Gold- 
rahmeu  unter  Glas.  Fol.  Fürst  üichard  Mettemich,  Wien. 

90.  Sammlung  von  Denkmünzen,  geprägt  auf  Beethoven 
(Gold  und  Silber),  Händel  (Gold),  Haydn  (Gold),  Cherubini 
(Gold),  Boieldieu  (Gold),  Rossini  (Guld),  Schubert  (Bronze) 
und  Liszt  (Silber).  Frau  Estella  Weiser,  Wien. 

Bilder. 

91a.  Pleyel,  Iguaz  Joseph  (s.  Nr.  3).  Brustbild  (oval). 
Kupferst.  (Punct.-Man.)  von  F.  W.  Xettling  nach  Guerin. 

Quart.  K.  k.  Hof  bibliothek. 

91b.  Derselbe.  Brustbild.  Kupferst.  (Pmiet.-Man.)  von  W. 
Nutter  nach  J.  Hardy,  1793.  Fol.  Dieselbe. 

92.  Lesueur,  Jean  Fran^ois  (s.  Nr.  5).  Brustbild.  Lithogr. 
von  Jules  Maillv,  1821.  Fol. 

K.  u.  k.  Familien-Fideicommissbibliotkek. 

93.  Mehul,  Etienne  Nicolas  (s.  Nr.  7).  Brustbild.  Lithogr. 
von  Belliard.  Fol.  Dieselbe. 

94.  Paer,  Ferdinand  (s.  Nr.  8).  Brustbild.  Lithogr.  von 
Maurin.  Fol.  Dieselbe. 

93.  Rode,  Jaques  Pierre  Joseph  (geb.  1774,  gest.  1830, 
Violinist  und  Componist).  Brustbild.  Lithogr.  von  H. 
Grevedon,  1827.  Fol.  a:  k.  Hofbibliothek. 


Kaum  XXI.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts.  343 

96.  Spontini,  Gasparo  Luigi  Pacifico  (s.  Nr.  13). 
Bnistbild.  Lithogr.  von  Mauriu.  Fol.     K,  k.  HoßihUothek, 

97.  Unslow,  George  (geb.  1784,  gest.  1852,  Componist). 
Brustbild.  Lithogr.  von  Vigneron.  Fol. 

K,  u.  k.  Familien-Fideicommisshihliothek, 

98.  Caraffa  von  Colobrano,  Michael  Prinz  (geb.  1787, 
pest.  1872,  Componist).  Brustbild.  Lithogr.  von  Maurin. 

Fol.  Dieselbe. 

99.  Rossini  (s.  Nr.  22).  Doppelporträt.  („Figaro  p;iii  Paris 
1860  d'aprfes  la  Photogr.  de  Numa  Bhinc,  Figaro  sü 
Naples  18H0  d' apres  le  peintre  viennois  Mayer.*')  Brust- 
bilder. Lithogr.  von  Aug.  I^emoine.  Quer-Foi.  Mit  eigen- 
händiger Widmung  an  den  Aussteller,  Passy  bei  Paris  1867. 

Prof.  Dr.  Eduard  Hanslick,  Wien. 

100.  Derselbe.  Marmorbüste. 

Grosshirzog  Carl  Alexander  von  Weimar. 

101.  Derselbe.  Marmorbuste.  Fürst  Richard  Mettemich. 

102.  Donizetti,  Gaßtano    (s.  Nr.  27).    Brustbild.  Lithogr. 
von  Kriehuber,  1842.  Fol.  K.  k.  Hof  bibliothek. 

103.  Derselbe.  Brustbild.  Lithogr.  Quart.  Dieselbe. 

104.  Ilalevy,  Jacques  Fromental  Elie  (geb.  1799,  gest. 
1862,  Componist).  Brustbild.  Lithogr.  von  Belliard.  Fol. 

K.  u.  k.  Fafnüien-Fideicomviissbibliothek. 

105.  Bellini,  Vincenzo  (geb.  1801,  gest.  1835,  Componist). 
Brustbild.    Lithogr.   von  Focosi  nach  Arienti.  Groß-Fol. 

A:  k.  Hofbibliothek. 

106.  Salvi,  Matteo  (geb.  1815,  Componist). Halbfigur.Lithogr. 
von  Kriehuber,  1859.  Fol.  Dieselbe. 

107.  Berlioz,  Hector  (siehe  Nr.  32).  Halbfigur  (oval).  Oel- 
gemälde    von   L.  Baucher,   1855.    Lwd.,  h.  80,  br.  60. 

Liszt'Museum,  Weimar. 

108.  Balfe,  Michael  William  (geb.  1808,  gest.  1870,  Com- 
ponist).   Ilalbfigur.    Lithogr.  von  Prinzhofer,  1846.  Fol. 

K.  u.  k.  Fatnilien-Fideicommissbibliothek. 


344  Raum  XXI.  Mnsik  des  XiX.  Jahrhunderts. 

109.  Litolff,  Heinrieh  (siehe  Nr.  40).  Bmstbild.  Lithogr. 
von  Kriehuber,  1848.  Fol. 

Histarisdus  Museum  der  Stadt  Wien. 

110.  Carpani,  Giuseppe  (geb.  1752,  gest.  1825,  Musikschrift- 
steller). Brustbild.  Lithogr.  Quart,     a;  it.  Hofbibliothek. 

111.  Coltellini,  Celeste  (geb.  1764,  gest.  1817,  S&ogerin). 
Brustbild.  Kupferet.  von  G.  Stuppi.  Quart.       Dieselbe. 

112.  Kreutzer,  Rodolphe  (geb.  1766,  gest.  1831,  Violinist). 
Brustbild  foval).  Kupferst.  (Punct.-Man.)  von  C.  F. 
Bredel  nach  A.  P.  Vincent,  1809.  Fol. 

K.  w.  Ic.  Familieii'Fideicommissbibliothek. 

113.  Cramor,  Johann  Baptista  (siehe  Nr.  41).  Brustbild. 
Kupierst.  (Roulette-Man.)  nach  J.  Thomson  nach  David 
Barber,  1826.  Fol.  Dieselbe. 

114.  Catalani,  Augelica  (siehe  Nr.  42).  Brustbild.  Kupferst. 
von  Dien  nach  Singry.  Fol.  K.  k.  Hoßibliothek. 

115.  Dieselbe.  Halbfigur,  Kupferst.  (Funct.-Man.)  von 
F.  Fleischmann.  Fol.  Dieselbe. 

116.  Dieselbe.  Ganze  Figur.  Kupferst.  (Punct.-Man.)  von 
Anthony  Cardon  nach  Clara  Maria  Pope,  1812.  Fol. 

K.  u,  /;.  Familien-Fideicommissbibliothek. 

117.  Borgondio,  Gentile  Mme.  (geb.  1780,  hervorragende 
Sängerin).  Brustbild.  Lithogr.  Fol.     K.  k.  Hofbibliothek. 

118.  Paganini,  Nicolo  (siehe  Nr.  43).  Brustbild.  Lithogr.  FoL 

Dieselbe. 

119.  Sandrini,  Luigia  (geb.  1782,  gest.  1869,  Sängerin). 
Halbfigur.  Oelgem.  Lwd.,  h.  88,  br.  73. 

Kffl.  Ho/thealer,  Dresdeti. 

120.  Gafforini,  Elisabetta  (geb.  1789,  Sängerin).  Brust- 
bild (oval).  Colorierter  Kupferst.  (Punct.-Man.)  von 
L.  Rados  nach  F.  Scotto.  Fol. 

K.  u.  k.  Familien-Fideicommissbibliothek. 


Raum  XXI.  Masilc  des  XIX.  Jahrhunderts.  345 

121.  Douzelli.  Domenico  (geb.  1790,  hervorrageoder 
Säuger).  Brustbild.  Lithogr.  von  Lieder,  1823.  Fol. 

ä:  k.  Hofbibliothek. 

122.  Rubini,  Giovanni  Battista  (geb.  1795,  gest.  1854, 
Sänger).  Bnistbild.  Kupferst.  von  Paolo  Caronni  nach 
P.  Lucchiui,  1833.  Fol.  Dieselbe. 

123.  Pasta,  Giuditta  (geb.  1798,  gest.  1865,  Sängerin),  als 
Anna  Boleyn.  Kniestück.  Kupferst.  (Aquatiuta-Punct.- 
Man.)  von  Henriquel-Dupont.  Fol. 

K.  u.  k.  Familien-Fideicommissbibliothek. 

124.  Dieselbe  als  Tanered.  Lithogr.  von  Maurin.  Fol. 

Dieselbe. 

125.  Noblet,  Mlle.(Säugerin).Brustbild.  Lithogr. vonGrevedon. 

Fol.  Herr  Emanuel  Kann. 

126.  Damoreau-Cinti,  Laura  Cynthie  (geb.  ISOl,  gest. 
1863,  dramatische  Sängerin).  Brustbild.  Lithogr.  von 
Cäcilie  Brand.  Quart.  Derselbe, 

127.  Brambilla,  Marietta  (hervorragende  Sängerin  des 
XIX.  Jhdt.).  Halbfigur.  Lithogr.  von  Kriehuber,  1839.  Fol. 

K.  k.  Hofbihliothek. 

128.  Canzi,  Katharina  (geb.  1805,  hervorragende  Säugerin). 
Brustbild.  Kupferst.  Mailand,  Artaria.  Fol.       Dieselbe. 

129.  Derivis.  Pros])er  (geb.  1806,  Sänger).  Brustbild.  Lithogr. 
von  Pierre-Louis  Vigneron.  Fol.  Dieselbe. 

130.  Malibran-Garcia,  Maria  Felicitä  (siehe  Nr.  57}. 
Halbfigur.  Lithogr.  von  Pierre  Louis  Vigneron.  Fol. 

A".  M.  k.  Familie n-Fideicommissbibliothek. 

131.  Dieselbe  (als  Desdemoua).  Aquatintablatt  von  Charles 
Turner  nach  Decaisue.  Fol.  Dieselbe. 

132.  Dieselbe.  Halbfigur.  Lithogr.  von  R.  Focosi.  Fol. 

A'.  k.  Hofbibliothek, 


346  Eaiim  XXT.  Musik  des  XJX.  Jahrhunderts. 

133.  Dieselbe   Brustbild.  Lithogr.  von  Grevedon  1829.  Fol. 

K.  k.  HofbihUothek, 

134.  Bull,  Ole  Bornemaun  (s.  Nr.  59).  Kniestück.  Lithogr. 
von  Kriehuber,  1839.  Fol. 

K.  it.  k.  Familim'FideicommisshihUothek. 

135.  Pleyel,   Marie  Felicitä   Denise    (geb.    1811,    gest. 
1875,  Pianistin).  Halbfigur.  Lithogr.    von   Alophe.    Fol. 

K.  k.  Hofbibliothek, 

136.  Thalberg,  Sigisniund  (s.  Nr.  61).  Halbfigur.  Oelgem. 
von  Carl  Agricola.  Lwd.,  h,  65,  br.  52. 

Grüßn'Clam-Gallas,  Wien. 

137.  Derselbe.  Brouzestatuette.  Dieselbe. 

138.  Ernst,   H.    W.    (s.    Nr.    65).  Brustbild.    Oelgem.    von 
Pollak,  1846.  Lwd.,  h.  35,  br.  28. 

Herr  Adolph  Ernst,  Brunn. 

139.  Briccialdi,  Giulio  (geb.    1818,    gest.    1882,   Flöten- 
virtuose). Brustbild.  Lithogr.  von  Kriehuber,  1842  (?).  Fol. 

K.  u.  k.  Familien-Fideicommisabibliothek. 

140.  Lind,  Jenny  (s.  Nr.  80).  Kniestüek.  Oelgem.  (oval)  von 
Eduard  Magnus.  Lwd.,  h.  80,  br.  63. 

Erzherzog  Carl  Ludwig. 

141.  Alboni,  Marietta  (Gräfin  Pepoli,  geb.  1824,  hervor- 
ragende   Sängerin).     Ilalbfigur.     Lithogr.    von    Antonio 

Berselli.  Fol.  K.  k.  Hofbibliothek. 

142.  Staudach,  Emma,  Freiin  v.  (geb.  1834,  gest.  1862, 
Pianistin).  Kniestüek.  Lithogr.  von  Prinzhofer,  1853.  Fol. 

Dieselbe. 

143.  Pianistes  celebres(jeune  ec ole).  Lithogr.  von  Maurin. 
Quer-Rov.-Fol.  Dieselbe. 

J.  Rosenhain,   L.   Wulff,   F.  Dohlor,    F.  Chopin,    A.  Henselt, 
F.  Liszt,  S.  Thalberg. 


Romantiker:  Carl  Maria  von  Weber.  347 

Carl  Maria  von  Weber, 

geb.   18.  Dec.  1786  zu  Entiu,  gest.  5.  Juni  1826  zu  London. 

1.  Weber,  Edmund  von  (1766—1828,  Schüler  von  Jos. 
Haydn),  des  Stiefbruders  von  C.  M.  von  Weber  Stamm- 
buch, darin  ein  Albnmblatt  von  C.  il.  von  Weber,  dat. 
Jlildburghausen  den  10.  Febr.  1797  mit  eigenhändiger 
Bleistiftskizze,  ferner  von  seinem  Vater  Franz  Anton  v. 
Weber,  dat.  Eutin  den  24.  Sept.  1788  u.  a. 

Herr  Emil  Hcckl,  Mannheim, 

2.  Weber,  C.  M.  von,  Brief  an  Artaria  in  Wien,  dat. 
Freyberg   i.    S.    den    9.   Dce.    1800.    Autogr.    Angebot 

einer  Composition.  Herr  C.  A,  Artaria  sen.,  Wien. 

3.  Derselbe.  j,Peter  Schmoll  und  seine  Nachbarn,  eine 
Ojjer  in  zwey  Aufzügen  nach  Gramer  bearbeitet  von 
Joseph  Türke,  in  Musik  gesetzt  von  — ."2  Bde.  Orchester- 
part.  Compon.  1801.  Die  Noten  autogr.,  Text  zumeist 
von  unbekannter  Hand. 

KfßL  Fricat'JIusikaliensammlung,  Dresden. 

4.  Derselbe.  Gran  Concerto  in  Fa-b  per  il  Clarinetto 
Principale  composto  per  uso  dell  suo  Amico  il  Signore 
Baennann  di  Carlo  Maria  de  Weber.  Monaco  il  17.  Majo 
1811.    (Op.    73.)    Für    Clarinette    in   F-moIl,    vollendet 

17.   Mai  1811.   Autogr.    Major  Frkr.  von  Weher,  Dresden. 

5.  Derselbe.  Gro(.>es  Concert  in  Es  Nr.  II.  fop.  32) 
Part,  für  Ciavier  mit  Orchester.  Autogr.  Am  Ende  der 
eigen  händige  Vermerk:  ^den  7.  November  1811  in  München 
vollendet*.  Derselbe. 

6.  Lobkowitz,  Adolph  Joseph,  Fürst.  Brief  an  Fürst 
Joseph  von  Schwarzenberg  hi  Wien  vom  23.  März  1813, 
C.  M.  von  Weber  betreffend.  Fürst  Schwarzenherg,  Wien. 

7.  Weber,  C.  M.  von.  „Sechs  Gedichte  aus  Leyer  und 
Schwert  von  Theodor  Könier.  Für  4  Männerstimmen 
in  Musik  gesetzt  von  .  .  .  op.  41.  Tenore  primo."  Die 
einzelnen  Lieder    tragen    das    Datum    ihrer  Vollendung, 


348  Romantiker:  Carl  Maria  von  Weber. 

z.  B.  „Lüzow's   vrWde  Jagd,    comp.    13.  Sept.  1814  in 

Tüima".  KgL  Bibliothek,  Berlin. 

8.  Derselbe,  Scena  ed  Aria  dell  Opera  lues  de  Castro 
coinposto  per  uso  della  Siguora  Harlas  da  Carlo  Maria 
di  Weber.  Monaco  17.— 22.  July  1815.  In  Quart.  obL 
Im  Text  und  Musik  ziemlich  genau  übereinstimmend 
mit  Nr.  9.  Autogr. 

Kgl,  Hof'  und  Staatsbibliothek,  München. 

9.  Derselbe.  Scena  ed  Aria  deir  Opera  Ines  de  Castro, 
composta  per  uso  della  Signora  Harlas  da  Carlo  Maria 
di  Weber,  Monaco  17—22  Julio  1815.  Part,  auf  Oct. 
obl.,    mit  dem  Text:    Non   paventar  mia  vita.  Antogr. 

Vgl.  vorige  Nummer.  Dr.  Otto  Derrient,  Jena. 

10.  Derselbe.  Jubelouvertnre  zur  Feier  des  fünfzigjährigen 
Regierungsantrittes  Sr.  Majestät  des  Königs  von  Sachsen, 
den  20.  September  1818.  Op.  59  (vom  2.  bis  11.  Sep- 
tember,  Dresden  1818).  Orchester-l^art.  Autogr. 

KfjJ.  Pricat'Musikaliensammlunj,  Dresden. 

11.  Derselbe.  Oflfertorium  a  4tro  concertato  coi  Violini,  Viola, 
Flauti,  Oboi,  Clarinetti,  Corni,  Trombe,  Timpani,  Fagotti, 
Organo  e  tutti  Bassi  di  Carolo  Maria  de  Weber,  zur  Missa 
sancta  No  II    in  G  gehörig  (componiert    1818).    Pari. 

Autogr.  Major  Freiherr  von  ^Veber,  Dresden. 

12.  Derselbe.  Missa  No  2,  a  4tro  concertato  coi  Violini, 
Viola,  Flauti,  Oboi,  Clarinetti,  Corni.  Trombe,  Timpani, 
Fagotti,  Organo  e  tutti  Bassi  di  Carolo  Maria  de  Weber. 
Messe  in  G-dw\  auch  Jubelmesse  genannt,  weil  sie  zur 
Feier  des  50jährigon  Jubelhochzeitsfestes  des  Königs  von 
Sachsen  am  17.  Jänner  1819  geschrieben  wurde.  Autogr. 

Derselbe. 

13.  Derselbe.  „Der  Froyschütze,  Romantische  Oper  in  drey 
Aufzügen.  Gedicht,  von  Fried.  Kind.  Musie  von  Carl 
Maria  von  Weber,  Dresden,  vollendet  d.  13.  May  1820." 

Part.  Autogr.  Kgl.  Bibliothek^  Berlin. 

Erste  Aufführung  in  Berlin  am  18.  Juni  1821. 


Romantiker:  Carl  Maria  von  Weber.  319 

14.  Kind,  Friedrich.  „Der  Freischütz".  Dritte  Aufl.,  Leipzig, 
G.  J.  Göschen  1823.  Gedr.  Üperntext. 

Herr  Rieh,  Robert,  Wien, 

15.  Weber,  C.  M.  von.  Preciosa,  voilständiRe  Part,  mit 
aatographem  Titel:  ^Preciosa,  Schauspiel  in  4  Abthei- 
lungen, mit  Gesang  und  Tanz  von  Wolf.  Ouvertüre  und 
zur  Handlung  gehörige  Musik  von  Carl  Maria  von  Weber. 
Dresden  im  Juny  1820."  Autogr. 

Major  Freiherr  ton  Weber,  Dresden. 

16.  Derselbe.  Hiuterlßssene  Entwürfe  zur  unvollendeten 
Oper  «Die  drei  Pintos",  zum  Thcil  mit  Bleistift  geschrieben. 
Eine  Seite  Orchester-Part,  zur  Introduction.  Darin  die 
Daten  vermerkt:  „31.  Juli  1821  (7*/,  Min.)  und  15.  August 
1821."  Autogr.  (13  lose  Blätter).  Derselbe. 

17.  Derselbe.  „Euryanthe",  Oper,  componiert  1823  (erste 
Aufführung  in  Wien  am  25.  Oct.  1823).  Orchester-Part 

Autogr.  Kgh  Privat- Mus ikaliensamnüung,  Dresden. 

18.  Derselbe.  Zwei  Walzer:  1.  „Max-Walzer"  in  Es-dur, 
comp.  Ems,  den  17.  August  1825  (nur  zwei  Theile),  bisher 
uugedruckt.  2.  Walzer  in  Es-dur,  derselbe,  welcher  bei 
Jahns  unter  Nr.   1 85  in  D-diir  angeführt  ist.  Für  Qlavier, 

Autogr.  in  Oct.   obl.  Kgl  Hausbibliothek,  Berlin, 

19.  Derselbe.  Planches  (englische)  Orig.-Handschr.  zum 
Oberontext  mit  Notizen  von  Weber's  Hand,  z.  B.  zu 
Anfang  des  2.  Actes:  Abgegeben  an  London,  d.  5.  Januar 
j825,  erhalten  Dresden,  d.  18.  eiusdem. 

Musikdirector  Riccius,  Dresden. 

20.  Derselbe.  Skizzen  zum  Oberon  mit  englischem  Texte. 
Entworfen  für  das  Coventgardentheater  in  London  1826, 
erste  Aufführuug  daselbst  am  12.  April  1826.  Autogr., 
zum  Theil  mit  Bleistift  geschrieben. 

Major  Freiherr  von  Weber,  Dresden. 

21.  Derselbe.  Medaille  von  C.  R.  Krüger  in  Paris  (1825)  auf 
den  Componisten.  Der  Revers  stellt  Arion  auf  dem  Del- 
phin dar.  Kunsthistorische  Sammlungen  des  Ali.  Kaiserhauses. 


350  liomantiktr;  Carl  Maria  von  Weber, 

22.  Derselbe.  Medaille,  eine  Lyra  darstellend  mit  rinp:s 
nmsehriebeneiu  Namen  des  Componisten.  Darunter  Blei- 
stiftnotiz: „3/..  Fuss.  Kleiu-Hosterwitz."  Photugr. 

Kgl.  Piivat-Musikaliensammlung,  Dresden. 

23.  Derselbe.  Photogr.  seiner  Büste. 

Kgl.  Pricat'Muiik'ilicnsammlung,  Dresden. 

24.  Weber,    Luise    von,    geb.  Spitzeder.   Kleines  Oelbild. 

Medaillon.  Ilm^  J?.  ron  Kozanjn-OkuUcz,  Wien. 

25.  Weber,  Carl  Maria  von.  Brustbild.  Oelgem.  von  Ferd. 

Schimon.  Lwd.,  h.  70,   br.  55.    Kgl.  Hoftheater,  Dresden. 

26.  Derselbe.  Brustbild  (oval).  Lithogr.  von  Piloty  nach 
Ferdinand  Schimon  (1797—1852).  Fol. 

K.  k.  Hofbihiothek, 

27 — 30.  Vier  Decorationsskizzen  zum  „Freischütz**'. 
Aquarelle  von  Jos.  Hoffmann,  1867.  Quer-Imp.-Fol. 

Prof.  Joseph  Hoffmann,  Wien. 

31.  Vogler,  Georg  Joseph,  Abt  (1749— 1814,  Theoretiker. 
Componist  und  Orgelspieler,  Lehrer  Weber  s,  ebenso  wie 
zum  Theil  gleichzeitig  Meyerbeers,  s.  d.  unter  Nr.  33). 
Brustbild  (m.  einer  Art  vmi  Hackebrett  in  der  Hand,  im 

•  Begriffe  die  Saitenlangen  ausziimessen).  Kupierst.  (Punet.- 
Man.)  von  F.  W.  Durmer.  Quart.      K.  k.  HofbihUothek, 

32.  Flügel  C.  M.  von  Webers,  von  Brodmaun  in  Wien, 
den  der  Componist  den  größten  Theil  seines  Lebens 
über  benützte,  besonders  als  er  den  Freischütz 
schrieb.  In  Rücksicht  auf  den  Erluig,  welchen  dieser  in 
Berlin  errang,  vermachte  sein  Sohn  den  Flügel  testamen- 
tarisch Sr.  Maj.  dem  Könige  von  Preussen.  Webers 
Guitarre,  Geschenk  seiner  Braut  Caroline  Brandt,  mit 
welcher  er  seit  1817  verheiratet  war,  siehe  in  der  Ab- 
theilung Xn,  Nr.  654. 

Kgl,  Musikinstrumentensammlung,  Berlin. 


Hon) antiker:  Giacomo  Me verbeer.  331 


Giacomo  Meyerbeer, 

geb.  5.  September  1791  zu  Berlin,  gest.  2.  Mai  1864  zu  Paris. 

1—5.  Meyerbeer,  6iac.  „Die  Afrikanerin"  (begonnen 
1838, aufgeführt  erst  1865  nach  seinem  Tode).  Vollständige 
Orchester-Part.  Autogr.  ohne  Titelblatt  und  Daten.  Fünf 

Acte  in  fünf  Bänden.  Met/erbeer'sche  Erben,  Berlin. 

6.  Brief  des  Abtes  Vogler  an  den  Vater  Giac.  Meyer- 
beer's.  Autogr.,  dat.  Hessen-Darmstadt,  5.  Juli  1811. 
Bericht  über  die  erstaunlichen  Fortschritte  dos  Sohnes, 
seines  Schulers.  ^Dieselben, 

7.  Brief  Zelter's  an  die  Mutter  Meyerbeers,  dat. 
Berlin,  den  9.  Mai  1811,  betreffend  die  Aufführung  einer 
Cantate  Meyerbeers.  Dieselben. 

8.  Brief  der  Wilhelmine  Schröder-Devrient  au  Meyer- 
beer nach  Paris,  dat.  Berlin,  den  25.  Dec.  1830, 
betreffend  Schritte  wegen  ihrer  etwaigen  üebersiedlung 
nach  Paris.  Dieselbefi. 

9.  Brief  von  Boieldieu  an  Meyerbeer  in  Paris,  dat. 
9.  Oct.  1832.  Mit  den  Ausdrücken  höchster  Ver- 
ehrung und  Bewunderung  seines  „Robert  der  Teufel" 
(aufgeführt  zuerst  im  Nov.  1831  in  Paris). 

Dieselben. 

10.  Meyerbeer,  Giac.  Albumblatt  mit  16  Tacten  aus 
der  Ouvertüre  zu  seines  Bruders  Michael  Beer  Trauer- 
sy^iel    „Strueusee"    (componiert    1846),    für  Harfe,    dat. 

Gastein,  21.  August  1849.      Frau  IsdbeUa  Arnstein,  Wien. 

11.  Derselbe.  Brief  an  seine  Mutter  über  die  erste  Auf- 
führung des  „Propheten"  in  Paris  (am  16.  April  1849  in 
Paris).  Ohne  Datum.  Meyerbeer* sehe  Erben,  Berlin. 

12.  Derselbe.  Brief  an  Franz  Liszt.  Dank  wegen  bevor- 
stehender Widmung  einer  Transscription  Liszt's  über  den 
„Propheten^,  dat.  Berlin,  8.  Febr.  1852. 

Lizst'Museum  Weimar. 


'^52  Bomantiker:  Giacomo  Meyerbeer. 

13.  Derselbe.  Brief  an  den  Opernsänger  Tichatschek,  dat. 
Berlin,  17.  Märzl855.  Uebersendung  zweier  MusikstQcke, 
die  Meyerbeer  ffir  Letzteren  bei  der  Aufführung  des 
„Nordstern"  in  Dresden  componierte.  Autogr. 

Frau  Josephine  Rudolph,  Wien. 

14.  Derselbe.  Billet  an  Ed.  Hanslick  in  Wien,  Zusendung 
von  Billets  für  die  AutYührung  des  „Nordstern".  Autogr. 

ohne  Namen.  Prof.  Dr,  Eduard  HansUck,  Wien. 

15.  Derselbe.  Brief  an  Prof.  Rungenhageu,  Zusendung  eines 
Billets  zur  Aufführung  der  „Hugenotten".  Autogr.  ohne 

Datum.  Singakademie  Berlin. 

16.  Derselbe.  Brief  ohne  Adresse  und  Datum.  Zusendung 
von  Billets.  Herr  Max  Kalbeck,  Wien. 

17.  Derselbe.  Album blatt  mit  vier  Tacten.  Noten  und 
Namenszug  ohne  Datum.      Herr  Julius  von  Herz,  Wien. 

18.  Derselbe.  Porträt  von  Vigneron,  Kupferst.  von  J.  Ax- 

mann.   1841.  Brustbild.     Frau  Josephine  Rudolph,  Wien. 

19.  Derselbe.  Medaille  von  Resek,  Gypsabguss. 

Kunsthistorische  Sammlungen  des  Ah.^  Kaiserhauses. 

20.  Derselbe.  Medaille  von  Carl  Radnitzky  in  Wien.  Gyps- 
abguss. Dieselben. 

21.  Meyerbeers  Schreibzeug  mit  zwei  Federhaltern, 
welche  er  bis  in  seine  letzten  Lebensjahre  benützte. 

Kgl.  Musikinstrumentensammlung,  Berlin. 

22.  Me v er be er's  Tact stock,  von  ihm  noch  in  seinen  letzten 
Lebensjaliren  gebraucht.  Dieselbe. 

23.  Meyerbeer's  Reiseciavier  von  Ignaz  Pleyel.  Die 
Fülie  lassen  sich  abschrauben,  so  dass  man  das  Ciavier 
leicht  in  der  Postkutsche  transportieren  kann.  Der  Klang  ist 
auch  jetzt  noch  von  grosser  Schönheit,  die  Spielart  leicht. 
Auffallend  ist  die  Schmalheit  der  Tasten. 

Dieselbe. 


Romantiker:  Giacoino  Meyerbeer.  353 

24.  Meyerbeer,  Giac.  Kleine  Bronzebüste  mit  marmoraem 
Postament  von  Dantan.  1832. 

Meiierbecfsche  Erben,  Berlin, 

25.  Derselbe  als  nennjähriger  Knabe,  die  Hand  auf  den 
Tasten  eines  Claviers.  Ganze  Figur.  Geigern,  von  F.  6. 
Weitsch,  1802.  Lwd.,  h.  145,  br.  111. 

Kgl.  Musik insirunientensammlung,  Berlin, 

26.  Derselbe.  Bnistbild.  Lithogr.  von  Vigneron,  Paris.  Fol. 

iL.  1*.  k.  Familien-FideicommisshibUothek. 

27.  Derselbe.    Brustbild.   Lithogr.  von  Manrin,  Paris.  Fol. 

Dieselbe. 

28.  Derselbe.  Brustbild.  Kupferst.  von  M.  Lämmel,  Leipzig. 

Quart.  Herr  Fritz  Bonebauer,  Prag. 

29.  Derselbe.  Kuiestück.  Lithogr.  von  Kriehuber,  1847. 
Fol. 

30.  Dersell)e.  Brustbild.  Lithogr.  von  E.  Meyer  nach 
Kruger,  Dresden.  Fol.  Artaria  &  Cie.,  Wioi, 

31.  Derselbe.  Brustbild.  Lithogr.  und  geätzt  von  C.  Sussnapp, 

Berlin.   Fol.  A'.  u.  k.  FnmiUen-FideicommissbibUothek. 

32.  Derselbe.  Ueberlebensgrofie  Gypsbüste,  bronziert,  von 
David  1864  (aus  dem  Todesjahre  des  Componisten). 

Kgl.  Miisikinstrumcntensammlung,  Berlin. 

33.  Vogler,  Georg  Jose])h,  Abt,  Meyerbeer's  Lehrer  in 
den  Jahren  1810—1812  in  Darmstadt  (siehe  auch 
Weber  Nr.  31).  Brustbild  (Medaillon).  Kupferst.  (gem. 
Man.)  von  .1.  M.  Schramm,  München.  Fol. 

Stadimagistrat  MüficJicn, 


23 


35i  Romantiker:  Louis  Spobr. 


Louis  Spohr, 


geb.  5.  April  1784  zu  Braunschweig,    gest.  22.   Oetober  1859 

zu  Cassel. 

15 — 17.  „Jessonda"  (componiert  1823).  Vollständige  Opern- 
Part.  3  Bande.  AutOgr.  Kgl  Hoftheater,  CasscL 

18.  Coucert    in    E-dur,    dat.    Juli    1814.    Orchester-Part. 

AutOgr.  Kgl.  Bibliothek,  Berlin. 

19.  Quartett  in  A,  componiert  1814.  Autogr. 

A'.  k.  Hofhihliothek. 

20.  Concert  für  Violine.  Part.  Autogr. 

Prof.  Dr.  Jos.  Joachim,  BerliHm 

21.  Viertes  Doppelquartett  für  4  Violinen,  2  Violen 
und  2  Violoncelli,  beendet  Cassel,  1.  Juni  1847.  Orchester- 
Part.   Autogr.        Kgl.  Privat'Musikaliensammlungf  Dresdcfi. 

22.  Brief  anBaermann  in  München,  dat.  Cassel,  2.  August 

1828.  Autogr.       Kgl.  Hof-  und  Staatsbibliothek,  München. 

23.  Brief  an  Franz  IIölzl  in  Wien,  dat.  Cassel,  16.  Mai 

1839.   Autogr.  Artaria  rf*  Cie.,   Wien. 

24.  Brief  an  Friedrich  Schmitt  in  München,  dat.  Cassel, 

28.  Mai  1854.   Autogr.  Herr  3fax  Kalbeck,  Wien. 

25.  Brief   an    Konopasek    in    Regensburg,     dat.    Cassel, 

18.   Jänner  1855.  Alltogr.         Herr  Julius  v.  Herz,  Wicti. 

26.  Brief  an  Franz  Liszt,  dat.  Cassel,  1.  Oetober  1856. 
Autogr.  Liszt' Museum,  Weimar. 

27.  Spohr,  Louis.  Brustbild  (oval).  Stahlst,  von  Carl  Mayer, 
Nürnberg,  nach  Photogr.  Quart. 

Städtisches  Museum,  Braunschiceig. 

28.  Derselbe.  Brustbild.  Kupferst.  von  Jos.  Axmann.  Quart. 

K.  k.  Hof  bibliothek. 


Romantiker:  Louia  Spohr.  —  Heinrich  Marsebner.  3oo 

29.  Derselbe.  Brustbild  (oval,  Büste  von  Scheffer).  Stahlst, 
von  Weger,  Leipzig.  Quart. 

Herr  Fritz  Donehauer,  Frag. 

30.  Spohr,    Rosalie.    Halbfigur.    Kupferst.    von    Auguste 

Hfissener.   Quart.  Städtisches  Museum,  Braunschweig. 

Rückwand. 

31.  Enterpe.  Marmorstatue,  Louvre,  Paris.  Gypsabguss. 

K.  k.  Akademie  der  bildetiden  Künste,  Wien. 

32.  Ruhmeshalle  der  deutschen  Musik  (1740—1867). 
Kupferst.    von   Ad.  Neumann    nach   W.   Lindenschmitt. 

Quer- Roy. -Fol.  Kunsthandlung  V.  A.  Heck,  Wien. 

33 — 35.  Max,  Gabriel.  Phantasien  zu  Tonstücken  (siehe 
Beethoven  Nr.  133 — 135,  Mendelssohn  Nr.  33, 34).  Aqua- 
relle. „Die  schönsten  Augen."  Lied  von  Stigelli,  pour  Piano 
par  Ch.  Voss,  op.  150,  Nr.  III.;  Leopold  Mayer,  Russische 
Originallieder,  Nr.  3;    Chorgesang  aus  dem  XIV.  Jhdt. 

Aquarelle.   Quer-Fol.  Graf  Victor  Wimpffen,  Wien. 


Heinrich  Marschner, 

geb.  16.  August  1796  zu   Zittau,    gest.  14.  December  1861  zu 

Hannover. 

1 — 3.  „Templer   und  Jüdin",    vollständige  Opern-Part.^ 
Autogr.,  3  Bände.  Dat.  Leipzig,  März  bis  Juli  1829. 

Kgl.  Hoftheater,  Hannover. 

4.  Spanisches  Liebeslied  (In  Liebe  erstorben  ist  süsser 
Tod.)  für  Singstimme  und  Ciavier.  Autogr.  Dat.  Hannover, 

10.  Juni   1833.  Herr  Franz  Eogge,  Wien. 

5,  6.    „Hans   Heiling",     vollständige    Opern-Part,    (erste 
Aufführung  24.  Mai  1833  in  Hannover).  Autogr.  2  Bände. 

Kgl.  Hoftheater,  Hannover. 

7.  Brief    an    Herlosssohn    in    Leipzig,    dat.    Hannover, 

9.  Juni  1836.  Autogr.  Herr  C.  A.  Artaria  sen.,  Wien. 

23* 


356     Romantiker:  Heinrich  Marschner.  —  Felix  Mendelssohn-Bartholdy. 

8.  Brief    an  Tichatschek   in   Dresden,    dat.    Hannover, 
23.  Dec.  1844.  Autogr. 

Frau  Josephine  Rudolph,  Wien. 

9.  Brief   an    Schütz    in    Braunschweig,    dat.    Hannover, 
18.  Juni  1846.  Autogr. 

Prof.  Joseph  Kürschner,  Stuttgart. 

10.  Albumblatt  von  Marschncr's  Hand  geschrieben,    dat. 
Hannover,  3.  Sept.  18fj2. 

Herr  Julius  r.  Herz,  Wien. 

11.  Brief  an    Franz    Schuselka,    dat.    Wien,    lö.    Juli 

1856.  Autogr.  Herr  Max  Kalbeck,  Wien. 

12.  Marschner,    Heinrich.     Brustbild.    Stahlst,    von    F. 
Blommers,  Haag,  nach  C.  C.  A.  Last.  Quart. 

Herr  Fritz  Donebauer,  Prag. 

13.  Derselbe.  Brustbild.    Litliogr.   von  Aug.  Kneisel   nach 
Cäcilia  Brand.  Quart.  Derselbe. 


Felix  Mendelssohn-Bartholdy, 

geb.  3.  Februar    1809   zu    Hamburg,    gest.  4.  November  1847 

zu  Leipzig. 

1.  Lied  „Frage"  (Ist  es  wahr?  von  J.  H.  Voss),  1  Blatt 
Autogr.  mit  eigeuhändigem  Namenszug  und  Datum:    Zu 

Pfingsten    1827.   Kgl.  Privat-Musikalicnsammlung,  Dresden. 

2.  üngedrucktes  Lied  ohne  Worte.  (Andante  espressivo, 
E-moU)^  2  Blatt.  Autogr.,  unterzeichnet  mit  Mendelssohn  s 
Namen,  dat.  18.  Oct.  1828.  Wurde  der  Frau  Therese 
(Eduard)  Devrient  in  Jena  zum  Geburtstage    geschenkt. 

Dr.  Otto  Dcvrünt,  Jena. 

3.  „Aus  der  Fremde,  ein  Liederspiel,  gedichtet  von  Klinge- 
mann, componiert  von  Felix  Mendelssohn-Bartholdy  zur 
Feyer  des  26.  December  1829."  Ciavierauszug.  Autogr., 
für  Frau  Therese  (Eduard)  Devrient  vom  Componisteu 
gesch  rieben .  Derselbe. 


Romantiker:  Felix  Mendelssohn-Bartholdj.  357 

4.  Lied  oll ue  Worte,  betitelt  „Auf  einer  Gondel''.  (Andante, 
G'inoU  %),  1  Blatt.  Autogr.,  mit  Namenszug  und  darunter 
der  Vermerk:  „Aufgeschrieben  Abends  Sorrento  den 
1»^*"   Juny  1831'-.  Dr.  Otto  Devrient,  Jena, 

5.  Lied  im  Clavierauszuge  aus  dem  Liederspiel  „Aus  der 
Fremde".  Handschr.  (nicht  Autogr.)  mit  des  Componisten 
eigenhändiger  Widmung  auf  dem  Titelblatte:  „Herrn 
Zschiesche  zu  freundlicher  Erinnerung  an  Felix  Mendels- 
sohn B.  Berlin  16.  Jänner  1833".  Derselbe, 

6.  Zettel  an  Immermann.  Autogr.,  dat.  Düsseldorf,  18.  März 

1834.  Herr  Alex.  Poaonyi,  Wieti. 

7.  Sammelband  kleinerer  Compositionen,  und  zwar: 
1.  The  Evening-bell  für  Harfe  und  Piano,  dat.  Nor- 
M'ood  Surrey,  Nov.  1829;  2.  Lied  ohne  Worte  (AUegro 
molto,  Fis-moll,  VJ,  dat.  Leipzig,  10.  Oct.  1836; 
3.  desgleichen  (Andante,  As-dur,  V«)?  dat.  Frankfurt, 
27.  Juni  1836;  4.  Skizzen  (Andante,  VJ,  dat.  München, 
13.  Juni  1830  und  Lied  ohne  Worte  (Con  moto, 
F-moll,  •/,),  unvollendet;  5.  Fuga  a  tempo  ordinario, 
vierstimmig  (für  Streichquartett,  Es-dur),  dat.  Berlin 
1.  Nov.  1827;  6.  Lied  „Bringet  des  treusten  Herzens 
Grüsse"  für  Singstimme  und  Ciavier  (Allegro  con  moto, 
E'dur,  yj,  dat.  Venedig,  10.  Oct.  1830,  und  Lied 
„Auf  einer  Gondel"  (Andante,  G-moll,  V^,  vergl.  Nr.  4), 
dat.  Venedig,  16.  Oct  1830  für  Delphine  Schauroth; 
7.  Lied  „Erinnerung"  (Was  will  die  einsame  Thräne, 
Adagio  non  troppo,  Cis-moll,  yj,  und  Lied  „Charlotte 
di  Werther"  (mit  einigen  Worten  in  englischer  Sprache, 
darüber  mit  Bleistift:  „Lang  ist  es  her,  dass  du  von 
mir  den  schweren  Abschied  nahmst".  Andante  con 
moto,  D'tnoll,  yj,  unvollendet;  8.  Lied  „Verschwunden" 
(Da  lieg  ich  unter  den  Bäumen,  Con  moto,  E-moll,  VJ, 
dat.  Düsseldorf  3.  Dec.  1831;  9.  Allerlei  Skizzen; 
10.  Fuga  (E-moH,  yj,  unvollendet;  11.  Marsch,  com- 
poniert  zur  Feyer  der  Anwesenheit  des  Malers  Cornelius 
in  Dresden,  April  1841,  Reinschrift  und  1  loses  Blatt; 
„0  beata. . .  Trinitas",  dreistimmig,  mit  Orgel,  beide  Rein- 


358  Romantiker:  Felii  Mendehsohn-Bartholdy. 

Schriften    vermuthlich    nicht    von    Mendelssohu's  Hand. 
Ausser  letzterer  Nummer  sämmtliche  Autogr. 

Kgl.  Bihliutliel',  Berlin. 

8.  Brief  an  Maler  E.  Steinbrück  in  Düsseldorf,  dat. 
Leipzig,  7.  März  1837.  Zusendung  der  verlangten  Männer- 

lieder.  Prof.  I)r,  Jos.  Joachnu,  Berlin. 

9.  Zwei  Stammbuchblätter.  1.  Canone  a  4.  „Herrn 
Musikdirector  A.  Hesse  (Organist  Adolph  Hesse)  zur 
freundlichen  Erinnerung  Felix  Mendelssohn  Barthuldy, 
Leipzig,  4.  December  1839"  und  2.  Canon  a  2  mit  eigen- 
händigem Namenszug  Mendelssohn  s.   Leipzig,   30.  Juni 

1846.  Autogr.  Herr  Alex.  Posonyi,  Wien. 

10.  Brief  an  Franz  Liszt  in  Paris,  dat.  Leipzig,  8.  April 

ISdiO.  Li8zt'3Iuseum,  Weimar. 

11.  Zwei  Briefe  an  Prof.  Jos.  Fischhof  in  Wien,  dat. 
Leipzig,  24.  Jänner  1841  und  Berlin,  28.  Jänner  1842. 

Herr  Alex,  Fosonyi,  Wien. 

12.  Zwei  Briefe.  Autogr.  1.  an  Prof.  Jos.  Fischhof  in  Wien, 
dat.  Berlin,  23.  Sept.  1841,'  betreifs  Ankauf  eines 
Böseudorfer'schen  Flügels;  2.  an  J.  N.  Vogl,  Heraus- 
geber der  „Liedertafel",  dat.  Berlin,  9.  Nov.  1844,  AntM'ort 
auf  Aufforderung  zur  Mitarbeir.  Dei-selbe. 

13.  Drei  Briefe.  Autogr.  1.  an  Prof  Jos.  Fischhof  in  Wien, 
dat.  Berlin,  12.  Oct.  1841:  2.  an  denselben,  dat. 
Leipzig,  23.  Oct.  1846;  3.  an  Dr.  S.  W.  Dehn  in  Berlin, 
dat.  Berlin,  21.  Jänner  1844.  Derselbe. 

14.  Symphonie  für  das  ganze  Orchester  in  A-moll  (Op.  n6, 
schottische).  Vollständige  Part.  Autogr.  Am  Ende  dat. 
Berlin,  20.  Jänner  1842.  Kgl.  Bibliotfwk,  Berlin. 

15.  Lied  ohne  Worte  in  E-moll  (op.  62,  Nr.  3).  Ein  Blatt, 
Autogr.,  unterzeichnet  Leipzig,  d.  19.  Januar  1843.  Auf 
der  Rückseite  unvollendetes  Lied  ohne  Worte  (AUegro  '*/•)• 

Dr.  Max  Friedländer,  Berlin. 


Romantiker:  Felix  Mendelssuhn-ßartboldy.  339 

16.  Brief  au  J.  Kistner,  dat.  Leipzig,  16.  Aug.  1843,  Jos. 
Joachim's  erstes  Auftreten  in  Leipzig  betreffend. 

Traf.  Dr.  Jos.  Joachim,  Berlin. 

17.  Brief  au  Artaria  &  Cie.  in  Wien,  dat.  Berlin, 
9.  April  1844,  ihm  für  seine  Londoner  AutTührungen 
überlassene  Beethoven'sche  Musikalien  betreffend. 

Iltrr  C.  A.  Artaria  seti.,  Wien. 

18.  Elias,  ein  Oratorium  nach  Worten  des  alten  Testa- 
ments. Vollständige  Part.,  Aiitogr.,  am  Ende  des 
Ganzen  das  Datum,  Leipzig  11.  Aug.  1846. 

Kffl.  Bibliothek^  Berlin. 

19.  Brief  an  Inspector  C.  Grenser.  dat.  Leipzig,  den 
9.  Jänner  1847,  Angaben  zur  Anfertigung  eines  Censuren- 
buehes  für  das  Conservatorinm  enthaltend. 

Herr  C.  A.  Artaria  sen.,  Wien. 

20.  Drei  Duetten  für  zwei  Sopranstimmen.  (Ich  wollt 
meine  Liebe.  Das  ist  der  Tag  des  Herrn.  Ich  stand 
gelehnet  an  den  Mast)  in  ursprünglicher  Fassung.  3  Blatt. 
AutOgr.  l)r.  Otto  Bevrient,  Jena. 

21.  .,Symphonie  des  Lobgesanges  für  das  Piano  zu  zwey 
Händen  eingerichtet".  8  Blatt.  Autogr. 

Kgl.  Hausbibliothek,  Berlin. 

22.  Meudelssohn-Bartholdy,  Felix,  als  Knabe  am  Ciavier, 
Photogr.  nach  einer  Bleistiftzeichnung.  Oct. 

Dr.  Joh.  Brahms,  Wien. 

23.  Derselbe.  Kniestück.  Lithogr.  von  Hanhart  nach  C.  F. 

Müller.   Quart.  Dr.  Otto  Devrient,  Jena. 

24.  Derselbe.  Galvanoplastisches  Medaillon  der  k.  k.  Hof- 
und  Staatsdruckerei  Wien,     a:  k.  Hof-  und  Staatsdruckerei. 

25.  Mendelssohn's  Flügel  von  Pierre  Erard  in  London 
1832.    Geschenk    des   Verfertigers  an  Mendelssohn  laut 

lintenautogr.      Kgl.  Musikinstmmentensammlung,  Berlin. 

26.  Derselbe.  Büste  von  Ernst  Julius  Ilähnel.  Gypsabguss. 

(rtbrüder  Weschke,  Dresden. 


360      Romantiker:  Felix  Mendclssohn-Barthohly.  —  Robert  Schamann. 

27.  Derselbe.    Halbfigur.    Stahlst,    von    A.  H.  Payne  uod 
W.  C.  Wrankmore  nach  Hildebrand.  Quart. 

K.  u.  k.  Faitnlien-FuIeicomnmshibUothck. 

28.  Derselbe.    Halbfigur.    Kupferst.    von    C.  Caspar   nach 
W.  Hensel.  Fol.  Dieselbe. 

29.  Derselbe.  Lithogr.  von  6.  Feckert  nach  Ed.  Magnus. 
Roy. -Fol.  K.  k,  Hofbibliothek. 

30.  Derselbe.  Brustbild.  Oelgem.  von  Steinbrück  in  Dussel- 
dorf, 1836.  Lwd.,  h.  21,  br.  21. 

Prof.  Dr.  Joseph  Joachim,  Berlin. 

31.  Derselbe.  Brustbild.  Radierung  von  L.  Michalek  nach 

Ed.  Magnus.  Groß-Fol.       Kunstverlag  V.  Ä.  Heck,  Wien. 

32.  Derselbe.  Bnistbild.  Medaillon  von  Schnauder,  Berlin. 

Gebrüder  Weschke,  Dresden. 

33 — 34.  Max,  Gabriel.  Phantasien  zu  Tonstücken. 
Aquarelle,  a)  Mendelssohn,  Christus-Oratorium,  op.  47; 
h)  Lieder  ohne  Worte,  Heft  III.  Nr.  5.  Quer-Fol. 

Graf  Victor  Wimpffen,  Wien. 


Robert  Schumann, 

geb.  8.  Juni  1810  zu  Zwickau,  gest.  29.  Juli  1858  zu  Endenich. 

1.  Robert  Schumann.  Brief,  Adressat  unbekannt,  1  Seite. 
Autogr.,  dat.  Wien,  1.  Dec.  1838.  Zusendung  einiger 
Nummern  der  N.  Ztschr.  f.  Mus. 

Htirr  Max  Kalbcck,  Wien. 

2.  Derselbe.  Lied  „Mondnacht"  nach  J.  v.  Eichendorff. 
(Es  war,  als  hätf  der  Himmel  die  Erde  still  geküsst.) 
2  Blatt.  Autogr.  Auf  blauen  Liniensystemen.  Am  Ende 
der  Vermerk:  „Der  lieben  Mutter  zum  15**°  Mai  1840. 

Robert  "  Prof  Woldemar  Bargiel,  Berlin. 

3.  Derselbe.  Vollständige  Orchester-Part.  Autogr.  mit  Titel- 
blatt: „Symphonie  (in  D-moU)  von  Robert  Schumann.** 


Romantiker:  Robert  Schumann.  361 

Auf  dem  ersten  Blatt  der  Part.  7.  Juni  1841.  Am  Schluss: 
„Beendigt  Leipzig,  den  9^°  September  1841." 

Dr.  Johannes  Brahnis,  Wiefi. 

4.  Derselbe.  Briefe:  1.  an  Dr.  Aug.  Schmidt  (Redacteur  der 
Wiener  Musikzeitiing),  3  Seiten  Autogr.,  dat.  Leipzig, 
23.  Aug.  1842.  Entschuldigung  wegen  eines  Irrthums 
in  seiner  Zeitung;  2.  an  die  Uoncertdireetion  in  Cöln, 
2  Seiten  Autogr.,  dat.  Düsseldorf,  8.  Feb.  1851. 
Schlägt  vor,  die  neueomponierte  C-dur-Symphonie  auf- 
zuführen statt  der  gewählten;  3.  Zettel  mit  seinem 
eigenen  Curriculum  vitae,    vermuthlich    für  ein  Lexikon. 

1  Seite  Autogr.,  ohne  Datum.     Herr  Ä.  Posonyi,  Wien. 

5.  Derselbe.  Brief  an  Franz  Liszt,  2  Seiten  Autogr., 
dat.  Leipzig,  2.  Jänner  1843.  Verabredung  zu  einem 
Zusammentreffen  in  Berlin.  Liast-Museum,  Weimar. 

6.  Derselbe.   2  Autogr.:  1.  Brief  an  Ilofrath  Sand,  Jena, 

2  Seiten,  dat.  Leipzig,  24.  Juni  1843.  Zusendung 
einer  Composition  zur  Bezeugung  seiner  Hochachtung; 
2.  Canon  für  den  PedalflOgel,  Albumblatt  für  Herrn 
Ketter,  dat.  Wien,  16.  Jänner  1847. 

Hci'r  A.  Fosoni/i,  Wien. 

7.  Derselbe.  Autogr.  mit  dorn  eigenhändigen  Titel:  „Sechs 
Fugen  über  den  Namen  BACH  für  Orgel  oder  Pianoforte 
mit  Pedal.  Robert  Schumann.  An  Woldemar  Bargiel  zur 
Erinnerung  an  seinen  Schwager  R.  Seh.  Dresden  d. 
26»»^"  Sept.  1848.«  Die  einzelnen  Theile  sind  am  Ende 
datiert,  und  zwar:  Nr.  L  7.  April  1845,  H.  19.  April 
1845,  HI.  21.  Sept.  1845,  IV.  28.  Sept.  1845,  V.  2.  Oct. 
1845,  VI.  Dresden,  28.  Nov.  1845. 

Prof.  WolJ^niar  Bargiel,\BerUn. 

8.  Derselbe.  Brief  an  Adolf  llenselt,  4  Seiten  Autogr., 
dat.  Dresden,  29.  Nov.  1846.  Kritik  über  eine  Com- 
position Henself  S.  mrr  C.  A.  Artaria  sen.,  Wien. 

9.  Derselbe.  Brief  an  Ed.  Hanslick  in  Prag,  1  Seite 
Autogr.,  dat.  Dresden,  im  Mai  1846. 

Eduard  Prof.  Dr.  Hanslick,  Wien, 


362  Romantiker:  Robert  Schumanu. 

10.  Derselbe.  Vollständige  Orchester-Part.  Antogr.  mit 
autographem  Titelblatt:  „Musik  zu  Lord  Byroii's  ilanfred. 
An  Franz  Liszt  zum  Andenken.  Robert  Schumann." 
Am  Ende:  „den  23«*^"  November  1848.  R.  Schumann." 

Herr  Adolf  Fürstner,  Berlin. 

11.  Derselbe.  Vollständige  Orchester- Part,  zu  „Der  Rose 
Pilgerfahrt,  Märchen  nach  einer  Dichtung  von  Moritz 
Iloru,  für  Solostimmen.  Chor  und  Orchester.  112.  Werk." 
Autogr.     Am    Va\(1q    das   Datum:    „Instnimentiert    vom 

7_27'*»*'"  Nov.    1851."  KgL  Bibliothtk,  Berlin. 

12.  Derselbe.  „Des  Sängers  Fluch",  nach  ühland  (op.  116). 
Vollständige  Orchester-Part,  ohne  Titelblatt.  Autogr.  Am 
Ende  eigenhändiger  Namenszug  und  Datum:  Düsseldorf, 
den  19.  Jänner  1852.  Revidirt  9.  October  1852. 

Prof.  Julius  Stockhausen,  Frankfurt  a.  M. 

13.  Derselbe.  Vollständige  Orchester-Part,  der  Symphonie 
D-inoll.  Autogr..  auf  dem  Titelblatt  die  Vermerke: 
«Skizziert  im  Jahre  1841,  neu  instrumentiert  im  Jahre 
1853.  Als  die  ersten  Klänge  dieser  Symphonie  entstanden, 
da  Avar  Joseph  Joachim  noch  ein  kleiner  Bursch;  seit- 
dem ist  die  Symphonie  und  noch  mehr  der  Bursch  großer 
gewachsen,  weshalb  ich  sie  ihm  auch,  wenn  auch  nur 
im  Stillen  —  widme.  Düsseldorf,  den  23«^«»  Dec.  1853. 
Robert  Schumann."  Prof.  Dr.  Josef  Joachim,  Berlin. 

14.  Derselbe.  Vollständige  Orchester-Part.  Autogr.  mit 
autographem  Titelblatt:  „Phantasie  für  die  Violine  mit 
Begleitung  des  Orchesters.  J.  Joachim  zugeeignet  von 
Robert  Schumann."  Am  Ende:  „Düsseldorf,  d.  7*®°  Sep- 
tember 1853.  R.  Schumann  (Revidiert)."  Derselbe. 

15.  Derselbe.  Simate  für  Violine  in  A-moH  mit  dem  Titelblatt 
J.F.  A.  E.  In  Erwartung  der  Ankunft  des  verehrten  und 
geliebten  Freundes  Jose|>h  Joachim  schrieben  diese  Sonate 
Robert  Schumann,  Albert  Dietrich  und  Joh.  Brahms." 
Der  autographe  Satz  Schumann's  ist  unterzeichnet:  „Joh. 
Kreisler,  Düsseldorf,  im  Oct.  1853."  Derselbe. 

Albert   Dietrich,    peb.  1829.  war  Schüler    Schumann's,  und  ist 
gegenwärtig  Capellmeister  in  Oldenburg. 


Romantiker:  Robert  Schumann.  303 

IG.  Derselbe.  Bruchstück  aus  den  Kreisleriana.    Ein  Blatt 

AutOgr.  Baron  Nathanid  Rothschild,  Wien. 

17.  Clara  Wieck  (Schumann),  Porträt  von  E.  Fechner 
1832.  Lithogr.  de  Lemercjier,  Kniestück,  auf  den  Knien 

ein   Notenblatt.  Kgl  Bibliothek,  Berlin. 

18.  Dieselbe.  Brief  an  Franz  Liszt  in  Weimar,  1  Seite, 
Aiitogr.,  dat.  Leipzig,  17.  Juni  1850.  Einladung  zur 
Aufführung  von  Schumann's  Oper. 

Liszt-Museuin,  Weimar. 

19.  Dieselbe.  Brief.  Adressat  unbekannt,  2  Seiten,  Autogr., 
dat.  Düsseldorf,  30.  Oct.  1852. 

Herr  Fritz  Dontbauer,  Prag. 

20.  Dieselbe.  Brief  an  B.  Scholz,  3  Seiten,  Autogr.  dat. 
Baden,  7.  Aug.  1865. 

Herr  Max  Kalbeck,  Wien. 

21.  Dieselbe.    Brief   an    einen  Concertagenteu  in  London, 

2  Seiten,  Autogr.  Frau  Josephine  BudoJph,  Wien. 

22.  Dieselbe.  Brief  an  Ed.  IJanslick,  7  Seiten,  Autogr., 
dat.  Frankfurt  a.  M.  6.  Juni  1881.  Aufklärung  eines 
Missverständnisses  bezüglich  der  Herausgabe  von  Schu- 

mann's  Nachhxss.  Prof.  Dr.  Eduard  Hamlick,  Wien. 

23.  Dieselbe.  Kuj)ferst.  von  Woger  in  Leipzig  nach  einer 
Photogr.  Kniestück.    Fol. 

24.  Schumann,  Robert.  Brustbild.  Oelgem.  Pappe,  h.  38, 

br.   31.  Htrr  C.  F.  Pders,  Leipzig. 

25.  Derselbe.  Kuiestück.  Lithogr.  von  Ed.  Kaiser.  Fol. 

K.  u.  k.  Familien-Fideicommissbibliothek. 

26.  Derselbe.    Brustbild.   Aquarell  von  Lauterbach.  Quart. 

Historisches  Museum  der  Stadt  Wien. 

27.  Derselbe.  Brustbild.  Retouchirte  Photogr.  nach  einem 
Daguerrotyp  von  Ganz,  Brüssel.  Quart. 

Dr.  Johannes  Brahms,  Wien. 


364  Hommtiker:  Robert  Schumann. 

28.  Derselbe.  Brustbild.  Kreidezeichnung  von  Eduard  Bende- 

mann,  1859.  Fol.    Frau  Clara  Schumann,  Frankfurt  a.  M. 

29.  Derselbe.  Radierung  von  C.  Otto  (nach  Nr.  28). 

K,  tt.  k.  Familien'Füleicammia^bi'Uothek. 

30.  Derselbe.    Brustbild.  Kupfcrst.  von  Auguste  Hüssener. 

Quart.  Herr  Fritz  Donehauer,  Prag. 

31.  Derselbe.    Brustbild.    Kupferst.    von    F.    Bauer    nach 

C.  Jäger.  Fol.       K.  «.  k.  FamiUen-Fideicommissbibliothek, 

32.  Derselbe.  Brustbild.  Lithogr.  von  Kriehuber,  1839.  Fol. 

Dieselbe. 

33.  Derselbe.  Radierung  von  L.  Michalek.  Groß-Fol. 

Kunsthandlung  F.  A.  Heck,  Wien. 

34.  Derselbe.  Brustbild.  Medaillon  von  Prof.  Adolf  Donndorf. 
Gypsabguss  von  Natter,  Wien. 

Prof.  Adolf  Donndorf,  Stuttgart. 

35.  Derselbe.  Brustbild.  Medaillon  von  Schnauder,  Berlin. 

Gypsabguss.  Gebrüder  Weschke,  Dresden. 

36.  Schumann,    Clara.     Brustbild.    Oelgera.   von  Richard 
Scholz,  1889.  Lwd.,  h.  81,  br.  52,  Groß-Fol. 

Frau  Clara  Schumann,  Frankfurt  a.  M. 

37.  Schumann,  Robert  und  Clara.  Brustbilder.  Medaillon 
von  Rietschel.  Gypsabguss.    Frau  Ottilie    Natter,  Wien. 

38.  Dieselben.    Radierung   von  F.  Schauer,  Berlin,    nach 
dem  Relief  von  Rietschel.  Fol. 

K.  u.  k.  Familien-Fideicommissbibliothek. 

39.  Schumann's  Geburtshaus.  Aquarell.  Quer-Fol. 

Frau  Clara  Schumann,  Frankfurt  a.  M. 


ßomautikcr.  365 


Romantiker  (Fortsetzung). 

1.  Hoffmann,  E.  T.  A.  (1776—1822).  „Uudine",  Zauber- 
oper, Part.  Autogr.,  2  Bände.       Kgl  Bibliothek,  Berlin, 

2.  La  Motte  Fouqiie,  Friedrieh  Baron  de.  Arien  und 
Gesänge  der  Zauberoper,  genannt  „Undine".  Musik  von 
HofiFmann.  Berlin  1816.  Libretto.  Druck.  Dieselbe, 

3.  Loewe.  Karl  (1796 — 1869).  Zwei  Briefe.  1.  an  seine 
Braut,  dat.  Dresden,  18.  Aug.  1821,  woriuu.  A.  von 
einem  Besuch  bei  Weber  die  Rede;  2.  an  Benedix, 
dat.  Stettin,  30.  Oct.  1847.  2  Seiten,  Autogr.,  inter- 
essant wegen  Angabe  der  Forderungen,  die  er  an  einen 

Opemtext  für  sich  stellt.  Herr  Jos,  Waldner,  Graz, 

i.  Derselbe.  Arie  des  Rudolf  von  Waldeck  aus  der  Oper 
„Rudolf,    der  deutsche  Herr",  componiert  1824 — 1825. 

Autogr.  Dr.  Max  Runge,  Berlin. 

5.  Derselbe.  Arie  der  Afan jah  aus  „Rudolf,  der  deutsche 
Herr",  Text  von  Loewe's  Studienfreund  Vocke  mit  Aende- 
rungen  von  Herklots,  die  von  Loewe  in  rother  Schrift 
angebracht  worden  sind.   Autogr.  Derselbe. 

6.  Derselbe.  Brief,  dat.  Stettin,  17.  Oct.  1827  an  seinen 
Verleger.  Geschäftliche  Auftrflge  betreffs  seiner  „Gesangs- 
lehre". Autogr.  Herr  Jos.  Waldner,  Graz. 

7.  Derselbe.  Brustbild  vom  Jänner  1830  von  Flach.  Lithogr. 
zu  op.  9.  Neuauflage.  Leipzig.  Derselbe, 

8.  Derselbe.  „Malekadhel",  vollständige  Opern-Part,  (com- 
poniert 1832).  Autogr.  Herr  Deinharler,  Berlin. 

9.  Derselbe.  Commentar  zum  zweiten  Theilc  des  Goetho- 
schen  „Faust".  Berlin  (Logier),  1834.  Druck. 

Herr  Jos.   Waldner,  Graz. 

10.  Derselbe.    Lied  aus  Chamisso's  „Frauenliebe"  (Traum 
der  eignen  Tage),  1  Bl.  Autogr.,  dat.  8.  Sept.  1836. 

Herr  DeinharUr,  Berlin, 


36G  Romantiker. 

11.  Derselbe.  Clavieraiiszug  zur  Oper  „Emmy".  Zum  Theil 

AutOgr.  Kgl  Bibliothek,  Berlin, 

12.  Derselbe.  Brief  an  Pianist  Rolle  in  Leipzig,  dat. 
Stettin,  22.  Aug.  1854.  1  Seite  Autogr.  Dank  für 
Zusendung  der  Dr.  Zille'schen  Ballade. 

Prof.  Albert  Bach,  Edinburgh. 

13.  Grün,  Anastasius.  Romanzenkranz  „Der  letzte  Ritter'*', 
vom  Verf.  an  Carl  Loewe  übersandt,  der  daraus  4  Balladen 
unter  einigen  textlichen  Aenderungen  componierte.  König 
Friedrich  Wilhelm  IV.  von  Preussen  ließ  sie  sieh  von 
Loewe  öfter  vorsingen,  wobei  die  Königin  Elisabeth  in 
dem  vorliegenden  Exemplare  nachlas. 

Prediger  Dr.  Runge,  Berlin. 

14.  Loewe,  Karl,  Brustbild  vom  Jahre  1857.  Photogr.  nach 
dem  Oiiginalgemälde  von  Hildebrandt,  befindlich  im 
Besitze  der  Familie  Loewe.  Visitformat. 

Herr  Josef  Waidner,  Graz. 

15.  Derselbe.  Brustbild  um  1864.  Photogr.  von  W.  Stolten- 
burg  in  Stettin.  Cabioetformat. 

Prediger  Dr.  Bunge,  Berlin. 

16.  Derselbe.  Brief  an  Capellmeister  Rietz  in  Dresden, 
dat.  Stettin,  27.  Nov.  1865.  Bitte  Loewe's  um  Nach- 
forschung über  den  Verbleib  des  Manuscripts  zu  seinem 
Oratorium   „Hnss".  Herr  Josef  Waldner,  Graz. 

17.  Derselbe.  Ballade  „Der  schnelle  Reiter"  (Meister  Oluf, 
der  Schmied  auf  Helgoland).  Autogr.  In  Schlesingers 
Edition  unter  dem  Titel   „Odins  Meeresritt"    erschienen. 

Prof.  Albert  Bach,  Edinburgh. 

18.  Derselbe.  Ballade  „Der  Reimer  Thomas  lag  am  Bach". 

Autogr.  Herr  Josef  Waldner,  Graz. 

19.  Derselbe.     Orig.-Part.     zu     der    Oper     „Neckereien". 

Autogr.  Kgl  Bibliothek,  Berlin. 

20.  Derselbe.  „Die  Apostel  zu  Philippi",  Oratorium  (com- 
poniert  1835    für    bloßen  Gesang).     Vollständige  Part. 

Autogr.  Hrr  Demharter,  Berlin. 


Romantiker.  367 

21.  Derselbe.  Praktisch-theoretische  Ciavier-  und  Genoral- 
bass-Schule  u.  s.  w.  Stettin  (1826).  Steindruck. 

Herr  Demharter^  Berlin. 

22.  Derselbe.  Zwei  aiitographierte  Werke,  und  zwar:  1. 
Praktisch-theoretische  Ciavier-  und  Generalbass-Schule 
für  Lehrer  und  Lernende  nach  älteren  und  neueren  Lehr- 
buchern und  Systemen  methodisch  geordnet,  zugleich 
für  Anlanger  und  Kinder  leicht  lasslich  dargestellt. 
Zweite  verbesserte  Auflage.  Stettin.  (Eine  dritte  Auflage 
erschien  1834.)  2.  Musikalischer  Gottesdienst  oder  km- 
weisung  für  Alles  das,  was  in  der  evangelischen  Kirche 
von  Cantoren  und  Organisten  verlangt  wird.  Zugleich  ein 
vollständiges  Choralbuch  mit  Vor-,  Nach-  und  Zwischen- 
spielen (1851,  erreichte  vier  Auflagen). 

Herr  Jos.  Waldner,  Graz. 

23.  Derselbe.  Sämmtliche  Lieder,  Gesängj,  Romanzen  und 
Balladen  für  eine  Singstimme  mit  Pianoforte-Begleitung. 
Berlin,  Laue.  Op.  9,  Heft  1.  Stich. 

Herr  IJefnharter,  Berlin. 

24.  Derselbe.  Trois  Quatuors  pour  2  Violons,  Viola  et 
Violoncelle.  Berlin.  Stich.  Derselbe. 

25.  Derselbe.  Geburtshaus  Loewe's  in  Löbejün  bei  Halle  a.  S. 
Bleistiftzeichnung  von  Julie  v.  Bothwell  in  Unkel  a.  Eh., 
Tochter  Loewe's.  Nebst  Gliche.  Quer-Fol. 

Frediger  Dr.  Runge,  Berlin. 

26.  Thurm  der  Stadtkirche  von  Löbejün,  welchem 
Loewe  zum  grossen  Theil  seine  ersten  Kiudheitseindrucke 
verdanken  soll.  Bleistiftzeichnung  von  Julie  von  Bothw^ell. 
Fol.  Derselbe. 

27.  Nicolai,  Otto  (1810— 1849).  Au tographe  Beschreibung 
des  Begräbnisses   von  Fried.  Zelter  am  15.  Mai  1832. 

Herr  Friedr.  LuckJtardt,  Berlin, 

28.  Derselbe.  Brief  an  Carl  von  Holz,  dat.  22.  Febr.  1847, 
auf  ein  zu  gebendes  Concert  bezüglich. 

Herr  Mux  Kalbccl',  WicJi. 


368  ßoinautikor. 

29.  Derselbe.  „Die  lustigen  Weiber  von  Windsor".  Komiseh- 
phantastische  Oper  in  drei  Acten  mit  Tanz  nach  Shake- 
speare's  gleichnamigem  Lustspiel,  gedichtet  von  H.  S. 
Mosenthal.  Componiert  1845  — 1848,  zum  crstenmale 
aufgeführt  in  Berlin  am  9.  März  1849.  Part.  Autogr. 

Kul  Bibliothek,  Berlir. 

30.  Derselbe.  Brief  an  Franz  Liszt,  dat.  Berlin,  6.  März 
1851.  Dank  für  Unterstützung.  Autogr. 

Liszt-Museum,  Weimar. 

31.  Gade,  Niels  W.  (1817—1891).  Brief  an  Fräulein 
Hahn,  dat.  Copenhagen,  8.  Juli  1876.  Concertangelegen- 
heit  betreffend.  Autogr.  Herr  Max  Kalbeck,  Wien, 

32.  Götz,  Hermann  (1820—1876).  Elf  Briefe  an  Director 
Herbeck  in  Wien  aus  der  Zeit  von  1874 — 1876,  dat. 
aus  Hottingeu  bei  Zürich.  Mit  einer  Bleistiftzeichnung. 
Autogr.  Herr  Wolfgang  Bitter  v.  Herbeck,  Wiet^. 

33.  Derselbe.  Brief  an  seineu  Freund  J.  V.  Widmann, 
dat.  Holtingen,  22.  Juni  1876. 

Herr  Max  Kalbeck,  Wieti, 

34.  Derselbe.    Brustbild.    Phutogr.  von  1876.  Visitformat. 

Herr  Woljgang  Bitter  v.  Herbeck,    Wien. 

35.  Iloffmann,  E.  T.  A.  Der  Capellmeister  Johannes  Kreisler 

in  Haustiacht,  nach  dem  Leben  gezeichnet  von  Erasmus 

Spinher.  Aquarell.  Quart.  Kgl  Bibliothek,  Bantberg, 

Granze   Figur,    die   Pfeife    rauchend.    Vor   ihm  auf  dem  Clavior 
aufgeschlagen  die  „Undine". 

36.  Nicolai,  Otto.  Halbfigur.  Lithogr.  von  Kriehuber  1842. 

Fol.  K.  u.  k.  Familicn-Fidticoinmissbibliothek. 

37.  Cornelius,  Peter  (1824—1874).  Brustbild.  Photogr. 
nach  einer  Zeichnung.  Oct 

Lr.  Adolf  Sandbtrger,  Mündien. 

38.  Gade,  Niels  W.  Brustbild.  Lithogr.  von  G.  Weinhold, 
Dresden  1845.  Fol. 

K.  u.  k.  Familien  Fidvicomniissbibliothek. 


Franz  Liszt.  369 


FraDZ  Liszt, 


geb.    22.    October   1811    zu    Raiding,    gest.  30.  Juli  1886   zu 

Bayreuth. 

1.  Grandes  Etudes  de  Paganini,  transcrites  pour  le 
Piano  et  dediees  ä  Madame  Clara  Schumann.  Druck- 
manuseript  fQr  Breitkopf  &  Härtel.  Autogr. 

Liszt'Museum,  Wtimar. 

2.  I)eux  Melodies  russes,  für  Ciavier.  Autogr. 

Dasselbe. 

3.  Veuezia  e  Napoli,  Canzone  e  Tarantella  für  Ciavier. 
Druckmanuscript,  Autogr.  Uasselbe. 

4.  ungarische  Rhapsodien,  Nr.  IV,  V,  IX  und  XL  Autogr. 

Dasselbe. 

5.  Malediction  für  Ciaviersolo  und  Orchester,  unge- 
druckte Part,  mit  autographen  Zusätzen  desComponisten. 

Dasselbe. 

6.  I.  Concert  symphonique.  is-dwr.  Orchesterpart.  Rein- 
schrift mit  autographen  Zusätzen.  Dasselbe. 

7.  II.  Concert  symphonique  für  Piano  und  Orchester. 
Part.,    theilweise  Autogr.,    dat.  Weymar,  6.  Mai  1847. 

Dasselbe. 

8.  Ce  qu'on  entend  sur  la  Montagne  (Bergsymphonie). 
Poeme  symplionique  (Symphonische  Dichtung  Nr  1). 
Orchesterpart.  Autogr.  Dasselbe. 

9.  Les  Preludes  (Symphonische  Dichtung  Nr.  3).  Orchester- 
part., theilweise  Autogr.  Dasselbe. 

10.  Orpheus  (Symphonische  Dichtung  Nr.  4,    mit  Orgel). 
Orchesterpart.  Autogr.  Dasselbe. 

11.  Mazeppa    (Symphonische    Dichtung   Nr.   (5).    Entwurf. 

Autogr.  Dasselbe. 

Am  Ende  der  Vermerk:   II  tombe  enfinl.    ..  et  se  reUve  Roi! 
(Victor  Hiijro). 

I  U 


370  Franz  Liszt. 

12.  Festklänge  (Symphonische  Dichtung  Nr.  7).  Orchester- 
part. AutOgr.  Liszt-Museum,  Weimar. 

13.  Hungaria  (Symphonische  Dichtung  Nr.  9).  Orchesterpart. 
Autugr.  BassMe. 

14.  Hamlet,  Vorspiel  zu  Shakespeare's  Drama  (Symphonische 
Dichtung  Nr.  lO).  Orchesterpart.,  Autogr.,  dat.  Juni  1858. 

Dasselbe. 

15.  Eine    Faust-Symphonie    (in    drei   Charakterbildern) 
für  zwei  Claviere.  Autogr.,  dat.  Weymar,  30.  Mai  1856. 

Basselbe. 

16.  Neun  Liedermanuscripte.  Autogr. 

1.  0  quand  je  dors  (0,  komm'  im  Traum). 

S.  S'il  est  an  charmant  gazon  (Ist  eia  Ort  den  lieblich  Gr&n). 

.3.  Comment  disaient-ils  avec  nos  pncelles.    (Die   Uebersetzan^ 

„Es  frog  der  Männer  Schaar*   hat  Comelios  gefertigt  nnd 

mit  Bleistift  dazageschrieben). 
.  4.  Dahin,  dahin!  (E^  raaschen  die  Winde  so  herbstlich  und  kalt). 

5.  Clärchens  Lied  aus  „Egmont**  (LeidvoU  und  freadvoU). 

6.  Die  Vätergruft,  von  Unland  (Es  schritt  wohl  über  die  Haide). 

7.  Kling   leise  mein  Lied,  dat.  Weimir,  30.  Mii  18 iS. 

8.  Ich  scheide  (Die  duftigen  Kräuter  auf  der  Au). 

9.  Die  drei  Zigeuner,  von  Lenau.  Mit  Dodicat:  „Fräulein  Emmy 
Genast,  ihr  ganz  devoter  Zigeuner    J.  Liszt. 

Basadbe. 

17.  Lied  der  Jeanne  d'Arc  am  Scheiterhaufen:    Mon    Dieu, 
j'etais  une  bergJ^re,  für  1  Singstimme  und  Ciavier.  Autogr. 

Basselbe. 

18.  Drei  Lieder  aus  Schillers^WiThelm  Teil."  Orchester- 
part. Autogr.  Bassrlbc, 

19.  Chor  der  Engel  aus  „Faust",  für  Frauenstimmen  mit 
Ciavier   oder   Harfebegleitung.    Autogr.,    dat.    Weymar, 

28.  Juli   1849.  Bassflbe. 

20.  Petrarca,  Sonett.  (Benedetto  sia  '1  giorno)  für  Sing- 
stimme mit  Ciavierbegleitung,  dat.  15.  Jänner  1854.  Autogr. 

Bas8e1be. 

21.  Notenmanuscript  (Agitato  rapido),  4  Blätter.  Autogr. 

Basselbe. 


Franz  Liszt.  371 

22.  Todtentanz.  Orchesterpart.,  Autogr. 

Liszt'Muaeum,  Weimar. 

23.  Festgesang  an  die  Künstler.  Gedicht  von  Schiller, 
für  Männerchor  nnd  4  Solostimmen  mit  Begleitung  für 
Ciavier.  Autogr.  nebst  Reinschrift  davon,  mit  Bleistift- 
Correcturen.  Dasselbe. 

24.  Drei  Quartette  für  Männerstimmen:  1.  Der  Gang 
um  Mitternacht,  2.  Hüttelein  still  und  klein,  3.  Soldaten- 
chor aus  „Faust"  (Burgen  mit  hohen  Mauern  und  Zinnen). 

dat.   6.   Juni    ....  Dasselbe. 

25.  Psalm  23.  (Mein  Gott  der  ist  mein  Hirt)  für  Tenor- 
solo, Piano,  Harfe  und  Orgel  (Harmonium).  Part.  Autogr. 

Dasselbe. 

26.  Les  Beatitudes  (die  acht  Seligkeiten,  Beati  pauperes 
spiritu,  Text  nach  der  Bergpredigt)  für  gemischten  Gesang- 
chor mit  Orgel.  Dedication:  Pour  Carolyne.  Elle  est 
rinspiration,  la  liberte  et  le  salut  de  ma  vie  et  je  prie 

•    Dieu  que  nous  fructifions  ensemble  pour  la  vie  eternelle. 
15.  Üct.  1857.  (59?).  Autogr.  Dasselbe. 

27.  A  la  Chapelle  Sixtine.  Orchester-Part.  Autogr.,  mit 
dem  Vermerk  am  Kopfe:  „Miserere  d'Allegri  et  Ave 
Verum  Corpus  de  Mozart.  Evocation.  Dasselbe. 

28.  Missa  solennis.  Kaiser  Franz  Josef  I.  gewidmet.  Wien 
1859.  Druck  in  größtem  Folioformat. 

K.  k.  Hof'  und  Staatsdruckerei. 
K.  k.  Hofbibliothek. 

29.  Gesammelte  Schriften,  7  Bände  in  Uebersetzung. 
Leipzig,  Breitkopf  &  Härtel  1880—1883. 

Liszt'Museum,  Weimar. 

30.  Ankündigungszettel  des  ersten  Auftretens  von  Franz 
Liszt  als  11  jähriger  Knabe.  Herr  M.  Blum,  Wien. 

31.  Brief  von  Liszt's  Vater  Adam  an  den  Großvater  Adam 
Liszt  in  Pottendorf,  dat.  Paris,  14.  Aug.  1825.  Bericht 
über  die  ungeheuren  Fortschritte  des  Knaben. 

Kgl.  Nationalmuseum,  Budapest. 

24* 


372  Franz  Liszt. 

32.  Diplum  als  Artis  musieae  doctor  houoris  causa  der 
Universität  Königsberg  i.  Pr.,  dat.  14.  März  1842. 
Druck.  LibZt'Museum,  Weimar, 

33.  Decret,  gez.  Carl  Friedrich,  Weimar,  2.  Nov.  1842, 
Ernennung  des  Virtuosen  Dr.  Franz  Liszt  zum  Capell- 
meister  des  Grossherzogs.  Dasselbe. 

34.  Passeport  de  Mr.  Franz  Liszt  etc.  vom  19.  Mai  1846, 
ausgestellt  von  Georg  Graf  Apponyi  mit  amtlichen 
Bescheinigungen  auf  den  einzelnen  Reisestationen  in 
Ungarn,  Russland,  Oesterreich  u.  s.  \v.  Dasselbe. 

35.  Brief  an  einen    Baron,    dat.  Weimar,    26.  Nov.  1848. 

Dasselbe. 

36.  Brief  an  H.W.  Ernst  in  London,  dat.  30.  Mai  1849, 
worin  von  dem  damals  steckbrieflich  verfolgten  W^agner, 
und  seiner  Oper  „Tannhäuser"  die  Rede  („le  drame  lyrique 
le  plus  remarquable,  le  plus  harmonique,  le  plus  com- 
plet,  le  plus  original  *et  selbständig  de  fonds  et  de  forme 
que  TAIlemagne  ait  produit  depuis  Weber"). 

Frau  Am^lie  Ernst,  Ktzza. 

37.  Brief  an  Baron  de  Mallitz,  franzosisch,  dat.  4.  Dec. 
1851.  Uebersendung  eines  Briefes.  Autogr. 

L i8£  t- Museum,  Weimar. 

38.  Album  (das  sogenannte  „Altenburger  Album"),  ein  Band 
Gelegenheitsgedichte  Hoffmann's  von  Fallersieben  für 
den  Weimaraner  Club  „Erholung"  auf  des  letzteren 
Mitglieder,  Gäste  ^und  Näherstehende,  in  den  Jahren 
1854  und  1855,  ii.  a.  auf  Rubinstein,  Raff,  Wagner, 
Cornelius.  Berlioz,-  Hiller  und  insbesondere  auf  Liszt. 

Dasselbe. 

39.  Brief  an  Tichatschek  in  Wien,  dat.  Weimar  10.  Nov. 

1855,  in  deutscher  Sprache.    Aufschub    eines  in  Wien 
geplanten  Concertes  betreffend. 

g     ^i,Frau  Josephine  Rudolph,  Wien. 

40.  Brief   an  'Ed.  Hansliek,    französisch,    dat.   31.  Jänner 

1856.  Dank  für  Concertkritiken  in  der  „Presse".  Autogr. 

Hivr  Mox  Kalbeck y  Wien. 


Franz  Liszt.  373 

41.  Schriftstück,  Bemerkuugen  über  musikalischen  Vor- 
trag, französisch,  dat.  Weymar,  März  1856,  vermuth- 
lich  Autogr.  von  Richard  Wagner. 

Lifizt'Museumy   Weimar. 

42.  Adelsdiplom,  unterzeichnet  von  Kaiser  Frauz  Joseph, 
,\Vien,  30.  Oct.  1859,  mit  dem  ihm  verliehenen 
Wappen  und  dem    grossen  Insiegel  in  goldener  Kapsel. 

Dctasdbe. 

43.  Diplom  über  die  Ernennung  des  Herrn  Hof-Capell- 
meisters  Ritter  etc.  D.  Franz  Liszt  zum  Ehrenbürger  der 
Großherzogl.  Haupt-  und  Residenzstadt  Weimar.  26.  Oc- 
tober  1860.  Mit  Insiegel  der  Stadt  in  einer  goldenen 
Kapsel  an  dicker  Schnur.  Dasselbe. 

44.  Brief  an  Fürstin  Eleonore  zu  Schwarzenberg.  Meldung 
seiner  Abreise  nach  Regensburg,  vom  Jahre  1869.   * 

Fürst  Schwarzenberg,  Wien. 

45.  Brief,  französisch,  undatiert,  au  einen  Redacteur. 

Liszt'Mwieum,  Weimar. 

46.  Briefe  an  Liszt  von  einer  grossen  Anzahl  geistig  be- 
deutender und  bemerkenswerter  Zeitgenossen,  in  Pult  V 

und  VI  aufgelegt.  Liszt-Museum,  Weimar. 

Von  F^tis,  Gutzkow,  Henselt,  Ed.  Hildebrandt,  Dehn,  P.  Drey- 
schock,  Raff,  Heyse,  Hebbel,  Herwegh,  Halevy,  Walter  und  Ottilie 
von  Goethe,  Grlllparzer,  Gounod,  Berlioz,  M.  Garcia,  Damrosch, 
Hans  V.  Bülow,  Cornelius,  M.  v.  Schwind,  J.  Schwanthaler,  Rubin- 
stein, Adolf  Jensen,  H.  Smetana,  W.  Eaulbach,  Spontini,  Vieux- 
temps,  Roh.  Volkmann,  C.  Tausig,  •Carl  Lipinski,  H.  Wieniawski, 
Tichatschek,  Henry  Litolff,  Otto  Ludwig,  Alfr.  Meissner,  Friedr. 
Preller,  Roquette. 

47.  Convolut  Briefe  an  Liszt  von  hervorragenden  Zeit- 
genossen. Dasselbe. 

A  W.  Ambros,  Andrassy,  Augier,  Bauemfeld,  Bazzini,  Ole  Bull, 
Carl  Czemy,  Ferd.  David,  Dawison,  Dingelstedt,  Dumas,  Pierre 
Erard,  Freytag,  Hackländer,  H.  Heine,  J.  Hellmesberjjer,  J.  Herbeck, 
F.  Hiller,  Hoffmanu  von  Fallersieben,  Jos:  Joachim,  L.  Köhler, 
Antoine  de  Kontski,  Th.  Kullak,  Lamartine,  Fanny  Tjewald,  Lich- 
nowsky,  J.  Moscheies,  Niemann-Seebach,  Emile  Ollivier,  Carl  v. 
Hagen,  Palleske,  Alfred  Piatti,  M.  Pleyel,  Rietz,  Julius  Levy  von 


374  Franz  Liszt 

lJos»nberg,  Gio.  Batt.  Rubini.  G.  Sand,  M.  S.  Saphir,  Jul.  Schul- 
lioif,  W,  'Jaubert,  Pauline  Viardot,  Johanna  Wagner,  C.  P.  Weih- 
mann u.  A. 

48.  Briefbeschwerer.  Granitplatte  mit  goldener  Lyra, 
:\u  welche  zwei  Bücher  gelehnt  sind.  Inschriften:  „Wien 
1839-  1840.  Abschiedsconcert  den  16.  Februar  1840*^, 
und  Verzeichnis  der  von  ihm  gespielten  Stücke. 

Liszt-Museum,  Weimar. 

49.  Ehreusäbel  in  goldener  Scheide  und  reich  mit  Eldel- 
steinen  besetzt.  Au  der  Schmalseite  der  Scheide  ungarische 
Inschrift,  der  zufolge  der  Säbel  Liszt  am  4.  Jänner  184C) 
von  seinen  Landsleuteu  gewidmet  wurde. 

Ktjl.  Notionahimsiuw,  Budapest. 

50.  Tactstock  mit  Silbereinlegeaibeit  und  den  Umschriften: 
„Weimar  1844.  —  Non  multa  sed  multum.  —  Dio 
Schöpiung,  I]>higeuie,  Don  Giovanni,  Fidelio,  Freischütz, 

C-moll  Symphonie".  Liszt-Muscum,  Weimar. 

51.  Tactstock  von  geschnitztem  Holz  mit  Elfenbeiuknöpfen 
und  der  Inschrift:  „Dem  Piloten  Franz  Liszt  zum  26.  Juni 
1855  von  Gillo."  JEin  von  Lorbeer  umschlungenes  Noten- 
bnch  zeigt  den  Anfang  der  </-W2o7/-Messe  (Kyrie). 

Dasselbe. 

52.  Tactstock  in  Ebenholz  mit  Silb^rbcschlägen  und  der 
Inschrift:  Zur  F^rinnerung  an  den  28.  September  1856 
in  Prag.  Dasselbe. 

53.  Silberkranz    mit  Inschrift:    9.  November  1823— 1873. 

Kgl.  Natianalmuscum,  Budapest. 

54.  Silberkranz,  innen  die  Umschrift:  „De  Kunst  door  hare 
vereerders  aan  hären  held  Doctor  Franz  Liszt,  Amsterdam, 
25.  April  1866".  Dasselbe. 

55.  Goldkranz  mit  der  ungarischen  Inschrift:  „Buda-Pest 
Liszt  Ferencz  50  eves  muveszi  palyaja  emlekeüL  tisz- 
telöi  1 873,  Geschenk  zur  Jubelfeier  von  der  Stadt  Buda- 

pesth".  DasFelbe. 

56.  Becher    in  Mattsilber,    innen  vergoldet,  mit  Umschrift: 


Franz  Liszt  375 

Souvenir  de  ton  ami  le  Comte    Leo  Festetics  et  de  son 
epouse  Christine  nee  de  Kubinyi  1873,  Novembre. 

Kgl.  Katiofialviuseum,  Budapest. 

57.  Silberkranz  mit  Inschrift:  „Franz  Liszt,    zum  SOjühr. 
Jubiläum  1873.    Der  allgemeine  deutsehe  Musik  verein." 

Dasselbe, 

58.  Bronze -Medaille,     Porträt    Liszt's    mit    Umschrift: 
Liszt  Ferencz  ötveneves  müv^szi  miiködes^nek  emlekere 


r 


\%T6,^  Röckseite  mit  ungarischer  Inschrift.     Dasselbe. 

59.  Silberkranz  mit  Goldschleife  und  ungarischer-Inschrift. 
Vom  10.  März  1877.  Dasselbe. 

60.  Klingel  (Doppel klingel)  von  Silber  mit  Leier  als  Griff", 
auf  dem  mit  Brillanten  der  Name  „Liszt  Ferencz  1885" 
ausgelegt  ist.  Auf  der  äusseren  Glocke  eine  ungarische 
Inschrift  Geschenk  von  Taborsky  in  Pesth. 

TAszt'Muscum,  Weiwax. 

61.  Teller  (ohne  Inschrift)  von  Silber.  Dasselbe. 

62.  Silberkranz  mit  langer  ungarischer  Inschrift.  Auf  der 
sehr  großen  goldenen  Schleife :  „Liszt  Ferencznek  Alhalha- 
tatlan  zeueköltOnek"  u.  s.  av. 

Kgl.  Nationalmuseum,  Budapest. 

63.  Medaille,  Porträlkopf  Liszt's  mit  der  Umschrift:  „Franc. 
Liszt  nostri  saeculi  clavichordii  Orpheus."    Gypsabguss. 

Kunsthistorische  Sammlungen  des  Ali.  Kaiserhaus  es. 

64.  Tactstock  von  Gold  mit  eingelegten  Edelsteinen  und 
Perlen.  Eingraviert  das  Adelswappen  Liszt's. 

Kgl.  Nationalmuscum,  Budapest. 

65.  Goldener  Becher  mit  ungarischer  Umschrift:  „A  ho 
hires  miiveszenek  a  hazanak  ezen  holgyet:"  und  deu 
16  Namen  der  Schenkenden,  sämmtlich  ungarischen 
Grafen.  Dasselbe. 

66.  Tintenfass  von  massivem  Silber,  prächtig  graviert  mit 
Liszf  s  Adelswappen  und  oben  bedeckt  von  einem  Lai)is 
lazuli  mit  türkischer  Inschrift.  Dasselbe. 


376  Franz  Liszt. 

67.  Trinkglas  in  goldenem  Untersatz  mit  Henkel,  nebst 
dazugehörigem  TheelöfiFel. 

KgL  NaHonalmuseum,  Budapest. 

68.  Liszt's  linke  Hand,  in  Marmor  nachgebildet,  auf  Unter- 
lage von  poliertem  Granit.  Dasselbe, 

68b.  Gypsabguss  der  rechten  Hand  Liszt's. 

Liszt'MfMeum,  Weimar, 

69.  Gehstock  v^on  Dattelpalme  mit  silbernem  GriflF,  auf 
welchem  in  bunter  Mosaik  das  Adelswappen  Liszt's 
ausgelegt  ist.  Geschenk  des  Papstes. 

Nationalmuseum  Budapest, 

70.  Silberkranz  mit  Liszt's  Monogramm  auf  der  vergoldeten 

Schleife.  Dasselbe. 

Der   Abtheilung    gegenüber    im    Olasschrank    der   Ab- 
theilung XXIV. 

71.  Notenpult-Aufsatz  mit  Liszt's  Medaillon,  ganz  in 
massivem  Silber,  kunstvoll  gegossen,  mit  den  zahlreichen 
eingravierten  Namen  der  (Wiener)  Sehenker. 

Dasselbe. 

72.  Rauchservice  von  Silber,  reich  graviert.       Dasselbe. 

73.  Schreibzeug  von  Silber,  mit  der  Inschrift:  „Liszt 
Ferencznek  müveszi  palyaja  felszazados  ünnepelyenek 
emlekeül.   1873.  B.  L.   M."  Dasselbe. 

74.  Schmuckgegenstand  in  Form  einer  kleinen  Capelle  mit 
dem  Bilde  des  heiligen  Franciscus  von  Assisi  (Namens- 
patron Liszt's)  in  Silber-Filigranarbeit.  Dasselbe. 

Bilder. 

75.  Liszt,  Franz.  Brustbild  (oval).  Miniatur  auf  Elfenbein 
von  de  la  Morinifere,  1832,  h.  14-5,  br.  11-5. 

Liszt-Museum,  Weimar, 

76.  Derselbe.  Halbfigur.  Oelgem.  von  Ary  ScheflFer.  Lwd., 
h.  83,  br.  58.  ^  Dasselbe. 


Franz  Liszt.  377 

77.  Derselbe.  Ganze  Figur.  Oelgem.  von  Wilh.  v.  Kanlbach. 
Lwd.,  h.  228,  br.  130. 

l  Kgl,  Lamlesnkademie  für  Musiku.  darstelletuleKutist,  Budapest. 

78.  Derselbe.  Brustbild.  Kupferst.  von  C.  Gonzenbaeh  nach 
Wilh.  V.  Kaulbach.  Quart.  Dieselbe. 

79.  Derselbe.    Halbfigur.    Lithogr.    von    Leon    Noel    nach 

An-  Scheffer.  Fol.    K.  u.  k.  FamilienFideicommisshiblioUiek. 

80.  Derselbe.    Ganze  Figur.    Lithogr.    von    Aug.    Deveria, 
18^2.  Groß-Fol.  K.  k.  Hofbibliothek. 

81.  Derselbe.  Halbfigur,  am  Ciavier  aufgeschlagen:  „Phan- 
tasie über  Don  Juan".  Aquarell  von  Carl  Hartmann,  1843. 

Mit  Liszfs  Autogr.  Groß-Quart.     Liszt-Museum,  Weimar. 

82.  Derselbe.  Ilalbfigur.  Lithogr.  von  Kriehuber,  1846.  Fol. 

Historisches  Museum  der  Stadt  Wien. 

83.  Derselbe.  Brustbild.  Lithogr.  von  Kriehuber,  1856.  Fol. 

K.  u.  k.  Familien-Fideicommissbibliothek. 

84.  Derselbe.  Brustbild  (oval).  Oelgem.  von  Carl  Rahl,  1858, 

h.   61,   br.   51.  Liszt- Museum,  Weimar. 

85.  Derselbe.  Brustbild.  Kupferst.  von  Alfred  Krausse,  Leip- 
zig. Groß-Fol.       K.  u.  k.  Familien-FideicommissbibUothek. 

86.  I)erselbe.  Brustbild. Kupferst.von  Alfred  Krausse, Leipzig. 

Fol.  Dieselbe. 

87.  Derselbe.  Brustbild.'Stahlst.  von  Richter.  Leipzig.  Quart. 

Dieselbe. 

88.  Derselbe.   Bnistbild.    Radierung  von   H.  Roemer.   Fol. 

Dieselbe. 

89.  Derselbe.  Ganze  Figur.  Photogravure  von  Gpupil  &  Cie. 

nach  LegranH,    1870.   Roy.-Fol.       Artaria  d:  Cie.,  Wien. 

90.  Derselbe.  Brustbild.  Zinkotypie  von  Angerer  &  Goeschl 
nach  A.  Schubert.  (Ans  der  Porträtsammlung  der  „Illu- 
strierten Frauen-Zeitung").  Fol. 

K.  u.  k.  Familien-Fideicommissbiblioth^k, 


378  Franz  Liszt. 

91.  Derselbe.  Kreidezeichnung  von  Franz  v.  Lenbach,  1881. 

Groß-Fol.    ViruaUvngtrolh  des  Bi:1minf(8tsj}ieh8,  Bayreuth, 

92.  Derselbe.    Ganze    Fignr.    Photogr.    Mit   eigenhändiger 
Widmung  Liszt 's  an  Capellmeister  Könnemann,  1 882.  Fol. 

Herr  Arthur  Können) ann,  Mährisch-Oatrau. 

93.  Derselbe.  Brustbild.    Oelgem.  von   Franz  v.  Lenbach. 
LAvd.,  h.  75,  br.  64. 

Kgl.  Landes- AI adiihie  für  Musik  und  darsidknde  Kunst, 

Budapest. 

94.  Derselbe.  Bnisibild.  Kiipferst.  von  F.  Schirnböck,  Wien. 

Quart.  KumihandUing  F.  A,  Heck,  Wien, 

95.  Derselbe.  Maimoibuste    von  Loreuzo   Bartoliui    (1777 

bis  1850).  Liszt-Muscum,  Weimar, 

96.  Derselbe.   Gypsbuste    von    Johann    Siibernagel,  Wien. 

K.  k.  öbtcr reichisches  Museum  für  Kunst  und  Industrie. 

97.  Derselbe.  Gypsbuste  von  P.  M.  F.  Hedley. 

Bildhauer  P.  M.  F.  Hedley,  Wien, 

Ö8.  Matinee  bei    Liszt.    Üelgem.    von    Jcisef   Danhauser» 
1840.  Holz,  h.  122,  br.  162. 

Har  Dr.  Bobat  Bitter  v.  ?^chaub,  Wien. 

Bez.  unten  links:  „im  Aultrage  (N-nr.  Grafs  zur  Erinnerung  an 
Liszt  geniahlt  v.  Danhauser  ISiO*^. 

Liszt  am  Ciavier,  zu  seinen  Füßen  mit  dem  Rücken  gegen  den 
Beschauer,  Gräfin  d'Agoult(alä  Schriftstellerin  unter  dem  Pseudonjin 
Daniel  Stern  bekannt.  jSlutter  der  Cosima  Wagner),  links  von 
dieser  auf  einem  Lchnstuhl  George  Sand  in  Mannerkleidern,  mit 
der  Cigarre  in  der  Hand,  neben  ihr  Alexander  Dumas,  hinter  den 
Beiden  Victor  Hugo.  Im  Hintergrunde  Bossini  und  Paganini.  Auf 
dem  Chi  viere  die  von  Danhauser  selbst  modellierte  iJüste  Beethoven*», 
an  der  "Wand  rück  will  ts  das  Selbst  port  rät  Dimhauser^s. 

99.  Concor t    desselben    in    Wien,    um    19.    Nov.    1839. 
Bleistiftzeiehnnng.  Qi:er-Ful. 

Hii'torischcs  Museum  dir  Stadt  Wien. 

100.  Matinee  bei  demselben.  Anwesend:  Kriehnber,  Berüuz, 
Czerny,  Liszt,  Ernst.  Lithdgr.  von  Kriehnber,  1846.  Gr.- 

Qi:er-Fol.  Hör  Eduard  Tourneur,  Wien. 


Friedrich  Chopin.  379 


Friedrich  Chopin,*) 


geb.  1.  März  1809  in  Zelazowa  Woda,  gest.  17.  October  1849 

zu  Paris. 

Glaskasten  an  der  Wand. 

(19)  Polonaise  pour  le  Piano  Forte,  Composee  et  dediee 
a  mr.  A.  Zywiiy  par  son  elfeve  Frederj^k  Chopin  k  Varsovie 
23.  Avril  1821.  Autogr. 

Hirr  Adam  Münchheittur,  Warschau. 

(21)  Skizze  zu  der  Phantasie  op.  13.  Autogr.       Derselbe. 

(20)  Variatioui  sopra  il  tcma  della  opera  Cenerentola 
per    flauto  eon  aceompagnemento  de  Piano.  Autogr.  ined. 

Derselbe. 

(23)  „Steh  auf,  steh  auf,  o  du  Schweitzer  Bub."  Yslyü 
pour  le  Pianoforte,  dedi6  ä  Mme.  Sowiiiska,  n^e  de 
Schröder.  Autogr.        Akademie  der  Wissenschafteti,  Krakau. 

(24)  Album  mit  Autogr.  polnischer  Componisten,  darunter  ein 
Autogr.  von  Chopin.  3Iusikv(rein,  Limberg. 

(34)  Methode,  nuuvelle  pour  apprendre  la  langue  latine. 
Warschau  1768.  Polnisch  und  französisch.  Einst  Chopin's 
Eigenthum  und  mit  seiner  Unterschrift  versehen. 

Herr  Adam  MüncJüieinier,  Warschau. 

(26)  Mendelssohn-Bartholdy,  Felix.  Brief  an  Chopin, 
Autogr.  Berlin,  3.  Nov.  1844.  Derselbe. 

(27)  Chopin.  Autographes  Blättchen   an  Johann  Matuszynski. 

Dirselbe. 

(22)  „Moja  pieszczotka."  Entwurf  einer  Composition.  Autogr. 

Musikverein  Krakau. 


*)  Dieser  Kaum  bildet  zugleich  den  Anfang  der  Specialabtheilung  des 
Comitäs  für  Betheiligung  polnischer  Kunst  an  der  Internationalen  Musik-  und 
Theaterausstellung,  über  welche  Gruppe  von  dem  genannten  Comit^  ein 
Specialkatalog  herausgegeben  wurde.  Die  Numerierung  wurde  vom  Comit^ 
erst  nachträglich  vorgenommen;  die  Zahlen  sind  oben  in  Parenthesen  bei- 
gesetzt. 


380  Friedrich  Chopin. 

(28)  Chopin.  Visitkarte  mit  Antogr. 

KtTT  Adam  Münchheimer,  Warschau 

(25)  Chopin.  21  Briefe  an  Albert  Grzymala. 

Fant  Ladislaus  Czartoryski,  Krakau. 

(39)  Nekrologe  und  Berichte  über  Chopin's  Tod.    Ausschnitte 
[ans    franzosischen    Journalen,    in    einen    Band    gebunden. 

Derselbe. 

Bildwerke  und  Reliquien. 

(3)  Chopin,  Fr.  Brustbild  (oval).  Copie  Ton  Stattler  nach  dem 
Üelgem.  von  Ary  Scheffer.  Holz,  h.  55,  br.  43. 

Filrst  Ladislaus  Czartoryski,  Krakau, 

(9)  Derselbe  am  Schreibtisch.    Photog;.  nach  einer  Ürig.- 
jZeichnung  von  George  Sand,  1846.  Quart.  Derselbe, 

(6)  Derselbe.  Brustbild  (oval).  Aquarell  von  T.  Kwiatkowski. 

Herr  Anton  J^drzejewicz,  Warschau. 

(7)  Derselbe.  Ganze  Figur.  Aquarellskizze  von  T.  Kwiatkowski. 
Quart.  Derselbe. 

(12)  Derselbe.  Ganze  Figur.  Aquarellskizze  von  T.  Kwiatkowski. 

Baron  Nathaniel  von  Rothschild,  Wien. 

(10)  Derselbe.  Brustbild  (oval).  Bleistiftzeichnung  von  T.  Kwiat- 
kowski. Quart. 

Polnisches  National museum,  Rapperswyl,  Schweiz. 

.Derselbe.  Brustbild.    Lithogr.  von  Kasprzykiewiez,  War- 
schau. Karoli  &  Busch,  Warsd^au. 

In  der  Abtheilung  IIT,  Nr.  44.  Componisten  und  Musiker. 

(2)  Derselbe  im  Salon  des  Fürsten  Radziwill'.    Oelgem. 
von  Heinrich  Siemiradzki,    1887.  Lwd.,  h.  103,    br.    173. 

\Fürst  Dominik  RadziwÜt,  Paris. 

(18)  Derselbe.  Bronzemedaillon,  bez.   „Frederic  Chopin  —  A. 
Bovy   f.   1837".  Fürst  Ladislaus  Czartoryski,  Krakau. 


Friedlich  Chopin.  381 

(15)  Derselbe.  Mannorbüste  von  Clesinger,  bez.  „Frederic 
Chopin  t  17.  Oetobre  1849  —  Cl(Jsinger  k  la  Prineesse 
Marcelline  Czartorj'ska" .    Fürst Ladislaus  Czartoryshi,  Krdkau. 

(17)  Derselbe.  Kleine  eiserne  Statuette. 

Herr  Adam  Münchheimtr,  Warschau. 

(37)  Linke  Hand  desselben.  Weißer  Marmor. 

Kgl.  Nationalmuseum^  Budapest. 

(38)  Linke  Hand  desselben.  Bronze.      Fürst  L.  Czartoryski, 
(1)  Derselbe.  Brustbild.  Medaillon  von  Thaddäus  Rybkowski. 

Polnisches  Nationalmuseum,  Bapperswyl,  Schweiz, 

(14)  Derselbe.  Lichtdruck  nach  einer  Büste  von  Wiiniowiecki. 

Dasselbe. 

(12)  Derselbe  auf  dem  Sterbebette.  Oelskizze  von  T.  Kwiat- 
kowski  nach  d.  Nat.,  1849.  Quart.  Dasselbe. 

(5)  Derselbe  auf  dem  Sterbebette.    Oelgem.  von  Theophil 
Kwiatkowski  nach  d.  Nat.  Holz,  h.  32,  br.  52. 

Gräfin  Cäcüia  Dziaiyüska,  Posefi. 

Bei  dem  Kranken  die  Fürstin  Marcelline  Czartoryska,  neben  dem 
'I  ischchen  im  Fauteuil  die  jüngste  Schwester  Chopin's,  Frau  Jqd- 
rzejewicz,  ihr  gegenüber  Graf  Grzymata,  hinter  diesem  der  Maler 
selbst. 

(4)  Derselbe,    auf  dem  Sterbebette,  von  seiner  Schwester 
gepflegt.  Oelgem,  von  J.  Kwiatkowski.  Holz,  h.  28,  br.  35. 

Herr  Anton  J^drzejewicz,  Warschau. 

(8)  Derselbe.  Kopf  im  Profil,    nach   seinem  Tode,   17.   Oct. 
1849  gez.  V.  T.  Kwiatkowski. 

Fürat  Ladislaus  Czartoryski,  Krakau. 

(16)  Derselbe.  Tudtenmaske  aus  G}ps.  ^Derselbe. 

(40)  Haare  von  Chopin,  mit  einer  Porträtskizze  (Federzeichnung) 
des  Künstlers  von  T.  Kwiatkowski. 

Polnisches  Nationalmuseum,  Bapperswyl,  Schweiz. 

(41)  Blumensträußchen  mit  Trauerflor  von  dem  Leichen- 
begängii is<e  Chupin's.       Füi  st  Ladislaus  Czartorysky, Krakau. 


38i     Friedrich  Chopin.  —  Raum  XXII.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts. 

(29)  Chopins  Ciavier  von  Ignaz  Pleyel.  Palisanderholz. 

Herr  Anton  Jfdrz^ewicz,  Warschau, 
Im  Besitze  Chopin's  1847-1849. 

(30)  Chopins  Claviersessel.  Derselbe. 

(31)  Chopin's  Schreibzeng. 

Kuns^istorisches  MiMeum,  Krakau. 
Geschenk  vom  Neffen  des  Componisten. 

(32,  33)  Zwei  Schränkchen  aus  Cliopiu's  Wohnung  in  Paris. 

Fürstin  MarceÜine  Czartoryska,  Krakau. 

(35)  Porzellanvase  mit  Deckel. 

Fürst  Ladislaus  Czartoryski,  Krakau. 

Geschenk    der   Königin   Marie   Amalie,  Gemahlin    des    Königs 
Louis-Philippe  an  FrtJdöric  Chopin. 

(36)  Pianino  von  Chopin,  im  Salon  der  Familie  Potocki  benützt. 

Graf  Eduard  Raczynski,  Bogalin. 

(11)  Entwurf  eines  Denkmals  für  Chopin.  Bleistiftzeichnung. 

Fol.  Fürst  Ladislaus  Czartoryski,  Krakau. 


Raum    XXII.    Masik    des    XIX.    Jahrhunderts. 
Lebende  Componisten  und  Virtuossn. 

Pult  I. 

1.  Brahms,  Dr.  Johannes  (geb.  1833  zu  Hamburg).  Ein 
deutsches  Requiem.  Part.  Autogr. 

Dr.  Joh.  Brahms,   Wien. 

2.  Derselbe.  „Sapphische  Ode."  Autogr." 

Herr  Max  Kalbeck,  Wien. 

3.  Derselbe.  „Mädchenlied."  Autogr." 

Prof.  Dr.  Eduard  Hanslick,  Wien. 
Pult  II. 

4.  Franz,  Robert  (geb.  1815  in  Halle).    Brief,  30.  April 
1862  an  Musiol.  Autogr.;  mit  Porträt  (Lithogr.). 

Herr  Fritz  Donebauer,  Prag. 


Banm  XXII.  Masik  des  XIX.  Jahrhundertd.  383 

5.  Derselbe.  Brief,  Halle,  1.  Mai  1851.  Autogr. 

Liszt'Museum,  Weimar. 

6  a.  Derselbe.  Brief,  ohne  Datum.  Autogr. 

Frau  Neuda-Bernstein,  Wien. 

üb.  Derselbe.  Brief  an  Eduard  Hanslick,  26.  Juni  1871. 

Autogr.  Prof.  Dr.  Eduard  Humlick,  Wien. 

7.  Brückner,  Dr.  Anton  (geb.  1824  zu  Ansfelden  in  Ober- 
Oesterreich).  Brief  22.  März  1877.  Autogr. 

Prof.  Dr.  Guido  Adler,  Prag. 

8.  Derselbe.    Brief  an  6.  Adler,    19.  Mai  1-^81.  Autogr. 

Derselbe. 

9-  Rubinstein,    Anton    (geb.    1830    zu    Wechwotynec). 
Medaille,  Gypsabguss. 

Kunsthistorviche  Sammlungen  des  Ah.  Kaiserhauses. 

10.  Derselbe.  Brief,  Baden-Baden,  15.  Jänner  1838.  Autogr. 

Graf  Amad€i,  Wien. 

11.  Derselbe. Musikautogr.  (Stauirabachblatt).  Wien, 30. April 

1872.  Herr  Julius  v.  Herz,  Wien. 

12.  Brüll,  Ignaz  (geb.  1846  zu   Prossnitz).    Photogr.  mit 

Autogr.  Herr  J.  BriiU,  Wien. 

13.  Rein  ecke,    Karl  (geb.  1824  zu  Altona,    Dirigent  |der 
Gewandhausconcerte).  Brief.  Autogr. 

'  Albert  Graf  Amadei,  Wien. 

14.  Derselbe.  Brief  an  Lüstner.  Autogr. 

Hrr  Max  Kalbeck,  Wien. 

15.  Derselbe.  Brief  an  Eduard  Hanslick.  Autogr. 

Prof.  Dr.  Eduard  Hm  dick,  Wifm. 

Pult  III. 

16.  Rheinberger,  Joseph  (geb.  1839  zu  Vaduz,  kgl.  Hof- 
capellmeister,  München).  „Montfort."  Cantate. Part.  Autogr. 

Herr  J.  Rheinberger,  München. 


384  Baum  XXII.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts. 

17.  Derselbe.  Brief  au  die  Luckhart'sche  BuchhandluBg. 
25.  Juni  1875.  AutOgr.  Herr  Max  Kalbecl;  Wien. 

18.  Bruch,  Max  (geb.  1838  zu  Köln,  Director  des  Orchester- 
vereines,  Breslau).  Musikautogr.  Stammbuchblatt  sammt 
Unterschrift,  Wien,  13.  März  1878. 

Herr  Julius  r.  Herz,  Wien. 

19.  Derselbe.  Brief  an  Hanslick  9.  April  1869.  Autogr. 

Prof.^Dr.  Eduard  Hanslick,  Wien. 

20.  Derselbe.  Scenen  aus  der  „Frithjofssage".  Autogr.  Part. 

Dr.  E.  Landau,  Bonn. 

21.  Drei  Brief-Autographe: 

a)  Bruch  Max.  Brief,  Breslau,  2.  Jänner  1886. 

h)  Goltermann,  Georg  (geb.  1825  in  Hannover)  Briet 

14.  Aug.  1884. 
c)  Genee.    Richard   (geb.    1823    in    Danzig),    Corre- 

spondeuzkarte,  Pressbaum,  18.  Febr.  1885. 

Herr  A.  Schmidl-Serra,  Triest. 

Pult  IV. 

22  a.  Strauss,  Johann  (geb.  1825  zu  Wien).  Medaille  aus 
Silber  „Zur  Feier  seines  40jährigen  Künstlerjubiläums 
15.  Oct.  1844—1884  das  k.k.  Theater  an  der  Wien«. 

Dr.  Alex.  v.  Weilen,  Wien. 

22  b.  Strauss,  Johann  sen.,  Musik-Autogr.  mit  eigen- 
händiger Bemerkung  von  Johann  Strauss  jun. 

Frau  ha  Baal),  Wien. 

22e.  Strauss,  Johann  jun.  Brief  an  Guido  Adler.  Autogr. 

Prof.  Dr.  Guido  AdUr,  Prag. 

23.  Dvorak,  Dr.  Anton  (geb.  1841  zu  Muhlhausen).  Brief, 

Autogr.  Herr  Fritz  Donebauer,  Prag. 

24  a.  Millöcker,  Karl  (geb.  1842  zu  Wien,  Operetten- 
componist).  „Der  arme  Jonathan."  Autogr.  Part. 

Herr  K.  Millöcker,  Wieti. 

24  b.  Derselbe.  „Der  Bettelstudent. ^  Autogr.  Part. 

Derselbe. 


Raum  XXII.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts.  385 

25.  Suppe-Demelli,    Franz  vou  (geb.  1820  zu  Spalato, 
Capellineister  am  Carltheater).  „Im  Keller",  Lied.  Autogr. 

K,  k,  nofbihliothck. 


Bilder  und  Büsten. 

2G.  Brahms,  Johannes,  Dr.  (siehe  Nr.  9).  Bronzierte  Gyps- 

böste  von  Victor  Tilgner.         Prof.  Victor  Tilgner,  Wien. 

27.  Derselbe.    Kniestück.  Oelgem.    Lwd.,    h.  113,  br.  78. 

Historisches  Museum  der  Stadt  Wien. 

28.  Derselbe.  Brustbild,  Pastell  von  Ludwig  Michalek.  Groß- 

Fol.  Herr  Victor  Miller  Ritter  v.  Aichholz,   Wien. 

29.  Goldmark,    Carl    (geb.   1832,  Componist).    Brustbild. 
Pastell  von  Ludwig  Michalek.  Roy.-Fol. 

Maler  Ludwig  Michalek,  Wiefi. 

30.  Derselbe.  Gypsbüste  von  Victor  Tilgner. 

Herr  Victor  Miller  Ritter  v.  Aichholz,  Wien. 

31.  Kubinstein,  Anton  (siehe  Nr.  15).  Pastell  von  Ludwig 

Michalek.  Roy.-Fol.  Maler  Ludwig  Michalek,  Wien. 

32.  Derselbe     als    Knabe.    Aquarell    vou    Zimmer    und 

A.   Decker.   Fol.  Graf  Victor  Wimpffen,  Wien. 

33.  Brückner,  Anton,  Dr.  (geb.  1824,  k.  k.  Hoforganist). 
Bronzierte  Halbfigur  aus  Gyps  von  Victor  Tilgner. 

Prof,  Victor  Tilgner,  Wi<'n. 

34.  Bülow,   Hans   v.  (geb.  1830).    Brustbild.    Pastell   von 
Ludwig  Michalek.  Roy.-Fol. 

Maler  Ludwig  Michalek,  Wien. 

30.  Verdi,   Giuseppe  (geb.  1813,  Componist).    Gy])sbuste 
von  P.  M.  F.  Hedley,  Wien. 

Badhauer  P.  M.  F.  Hedley,  Wien. 
37.  OndfiCek,  Franz  (geb.  1859,  Violinvirtuose).  Kniestuck. 

Photiigr.   Fol.  Herr  Franz  Ondncck,    Wien. 

I  35 


3Sr>  Raum  XXII.  Musik  des  XIX.  JahrhnndertB. 

3S.  Labor,  Joseph  (geb.  1842,  Ciavier-  und  Orgelvirtnose, 
Componist).  Photogr.  mit  Autogr.  Cabinetfonnat 

Herr  Joseph  Lahor,  Wien, 

39.  Schuch,  Ernst  (geb.  1848,  Hofcapellmeister  in  Dresden). 
Kniestück  (oval).  Photogr.  Fol. 

Kgl,  Hoftheater,  Dresden. 

40.  Franz,  Robert  (geb.  1815,  Componist).  Brustbild  (oval). 

Schlesische  Kunst-  und  VerlcigsanstaU 
(vormals  S,  Schottländer),  Breslau. 

41.  Dvorak,    Dr.  Anton.    Brustbild.  Pastell    von    Ludwig 
Michalek.  Groß-Fol.  Maler  Ludwig  Michaleh,  Wien. 

42.  Randhartinger,  Benedict  (siehe  XXIV.  Nr.  6).  Brust- 
bild. Lithogr.  von  Kriehuber,  1844.  Fol. 

K.  u.  k.  Tamilien-FideicommisshihHothelc, 

43.  Rheinberger,  Joseph    (siehe  Nr.  16).    Photogr.    mit 
Autogr.  Cabinetformat.  K.  k.  Hof  bibliothek. 

44.  S  trau  SS,    Johann    (siehe   Nr.  22  a).    Brustbild  (oval). 
Kreidezeichnung  von  Messerschmied.  Groß-Fol. 

Herr  Johann  Schrammel,  Wien. 

45.  Preyer,  Gottfried  (siehe  XXIV.  Nr.  1).  Brustbild  (oval). 
Oelgem.  von  Ant.  Einsle,    1861.    Lwd.,    h.  76,  br.  64. 

Domcapellmeister  G.  Preyer,  Wien. 

46.  Gounod,  Charles  (geb.  1818).  Gypsbüste  von  P.  M.  F 

lledley.  Bildhauer  P.  M.  F.  Hedley,  Wien 

47.  Bruch,    Max   (siehe  Nr.  18).    Brustbild.    Photogr.  mit 
Unterschr.  Prof  Max  ßmch,  Breslau. 

48.  Mottl,  Felix  (geb.  1856,  Hofcapellmeister  in  Karlsruhe). 

Photogr.  Hofcapellmeister  Felix  Mottl,  Karlsruhe. 

49.  Massenet,  J.    (geb.    1842).    Gypsbüste    von    P.  M.  F. 

lledley.  Bildhauer  P.  M.  F.  Hedley,  Wien. 

50.  Hermann,    Reinhold    (Professor    der   Musik    an    der 


Raum  XXII.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts.  387 

Hochschule    in    New- York).    Brustbild.  Oelgem.  von  M. 
Fischer.  Lwd.,  h.  59,  br.  56. 

Herr  Heinhold  L,  Hermann,  Berlin. 

51.  Genee,  Richard  (geb.  1823,  Componist).  Brustbild 
(oval).  Photogr.  von  „Lili",  1892.  Mit  Autogr.  des 
Componisten.  Fol.  Herr  R  Gen^e,  Berlin, 

52.  Beliczay,  Julius  von  (siehe  XXIV  Nr.  27).  Kniestüek. 
Photogr.  mit  eigenhändiger  Unterschrift. 

Herr  Julius  von  Bdiczay,  Budapest 

53.  Mascagni,  Pietro  (geb.  1863,  Componist).  Gypsbüste 

von   P.  M.  F.  Hedley.    Bildhauer  P.  M.  F.  Hedley,  Wien. 

54.  Sup])e,  Franz  von  (siehe  Nr.  25).  Kniestück.  Oelgem. 
von  J.  M.  Kupfer,  1892.  Lwd.,  h.  130,  br.  95. 

HistoriscJ^s  Museum  der  Stadt  Wien. 

55.  Derselbe  Brustbild.  Lithogr.  von  Gabriel  Decker,  1846. 

Fol.  K  k.  Hofbibliothek. 

56.  Richter,  Hans  (geb.  1843,  k.  k.  Hofcapellmeister). 
Brustbild.  Oelgem.  Lwd.,  h.  60,  br.  50. 

Hofcapellmeister  Hans  Richter,  Wien. 

57.  Levi,  Hermann  (geb.  1839,  General-Musikdirector  in 
München).  Maske.  Oelgem.  von  Franz  von  Lenbach, 
1832.  Lwd.,  h.  43,  br.  32. 

General-Musikdirector  H  Levi,  München. 

58.  Weingartner-Munzberg,  Felix  (geb.  1863,  Capell- 
meister  in  Hamburg).  Brustbild.  Photogr.,  h.  43,  br.  33. 

Capellmeister  F.  Weingarlner,  Berlin. 

59.  Bayer,  Joseph  (geb.  1852,  Balletmusikdirector  der 
k.  k.  Hofoper).  Federzeichnung  von  C.  Löffler,  Freyn- 
berg   1892.  Capellmeister  Joseph  Bayer,  Wif-n. 

00.  Grammann,  Karl  (geb.  1844,  Componist).  Halbfigur. 
Oelgem.  von  Robert  Krausse.  Lwd.,  h.  112,  br.  72. 

Herr  Karl  Grammann,  Berlin. 


S5* 


388  Tlaum  XXIII.  Muaik  des  XIX.  Jahrhunderts. 


Raum  XXIII  ( Fortsetzung  von  XXII). 

Pult  I. 

1.  Artüt-PadillaDesiree  (geb.  1839  zu  Brössei,  Sängerin). 
Brief  au  L.*Pietsch.  Aiitogr.        Herr  Max  Kalbeck,  men. 

2.  Dieselbe.  Brustbild.  Photogr.  Cabinetformat. 

Herr  Fritz  Donehauer,  Prag. 

3.  Viardüt,  Pauliue  (geb.  1821  zu  Paris,  Sängerin).  LieJ 
„L'ombre  et  le  jour."  Autogr.  Wien,  1.  Juli  1843. 

K  k.  Hof  bibliothek. 

4.  Patti,  Adeline  (geb.  1839  zu  Madrid,  Sängerin).  Brust- 
bild. Photogr.  mit  Unterschrift.  Visitformat. 

Herr  Fritz  Donebauer,  Prag. 

0.  Dieselbe.  Brief  an  Ed.  Hanslick,  28.  Mai  1863.  Autogr. 

Prof.  Dr.  Eduard  Hanslick,  Wien. 

().  Nilsson,  Christine  (geb.  1843  zu  Hussaby,  Sängerin). 
Brief  an  Ed.  Hanslick,  1.  Febr.  1877.  Autogr. 

DeraMe. 

7.  Lucca,  Paul  ine  (geb.  1842  zu  Wien,  Sängerin).  Brief 
an  Ed.  Hanslick,  20.  Febr.  1885.  Autogr.        Derselbe. 

5.  Dieselbe.  Brustbild.  Photogr.  mit  Autogr.  Cabinetformat. 

Herr  Fritz  Donebauer,  Praq. 

9.  Hauck,  Minnie    (geb.  1852  zu  New-York,    Sängerin). 
Bri(»f  an  Ed.  Hanslick,  5.  Oet.  1885.  Autogr. 

Prof.  Dr.  Fjduard  Hanslick,  Wien. 

10.  Marti uez,  M.  (Sängerin).  Brustbild.  Photogr.  mit  Autogr. 
Fol.  Herr  Fritz  Donebauer,  Prag. 

11.  Plasche8ky-Bauer,Katharina(Coneertsängerin).Ganze 

Figur.    Photogr.  Grolii-Fol.  Frau  Plnschesktf-Bauer,  Wien. 

1 2.  Heil b r 0 n n, Th e r ese  (Sängerin). Brustbild  (oval). Photogr. 
mit  Autogr.  Cabinetformat.     Herr  Fritz  Donebauer,  Prag. 


Kaum  XXIII.  Mnsik  des  XIX.  Jahrhundertä.  38!) 

13.  Leisinger,  Elisabeth  (Sängerin).  Photogr.  mit  Autogr. 

Frl,  Elisabeth  Leisinger,  Berlin. 

14.  Lehmann,  Lilli  (geb.   1848  zu  Würzburg,    Sängerin). 
Brief  an  Ed.  Hanslick,  4.  Mai  1885.  Autogr. 

Prof.  Dr.  Eduard  Hanslick,  Wien. 

15.  Ehrenstein-Koenigstein,  Louise  v.  (geb.  18()6,  k.  k. 
Hof  opernsängerin).  Brustbild.  Photogr.  mit  Autogr.  Fol. 

Frau  Louise  von  Ehrenstein,  Wien. 


Pult  II. 


17.  Capoul,  H.  (Sänger).  Ganze  Figur.  Photogr.  mit  Unter- 
schrift. Cabinetformat.  Herr  Fritz  Donehaucr,  Frag. 

18.  Sarasate,  Pablo  de,  (geb.  1844  zu  Pamplona,  Violin- 
virtuose).   Kniestuck.    Photogr.  mit  Autogr.  Visitformat. 

Gemeinderath  der  Stadt  Wien. 

19.  Door,  Anton  (geb.  1833  zu  Wien,  Pianist).  Brustbild. 
Photogr.  mit  Autogr.  Visitformat.  Derselbe. 

20.  Goldmark,  Karl  (geb.  1832  zu  Keszthely,  Componist). 
Brustbild.  Photogr.  mit  Autogr.  Visitformat.     Derselbr. 

21.  Walter,  Gustav  (geb.  1835  zu  Bilin,  k.  k.  Kammer- 
sänger). Brustbild.  Photogr.  mit  Autogr.  Visitformat. 

Derselbe. 

22.  Padilla  y  Ramos,  Marianno  de  (geb.  1842  in  Murcia, 
Sängerl  Bmstbild  (oval).  Photogr.  mit  Autogr.  Cabinet- 
format. He)r  Fritz  Dunehauer,  Prag. 

23.  Schulhoff,  Julius  (geb.  1825  zu  Prag,  Ciaviervirtuose 
und   Componist).    2'"*   Nocturne.    Op.    19.    DeS'dtu%    |J. 

Autogr.  Ä*.  k.  Hofbibliothik. 

24.  Derselbe.  Brief,  8.  Mai  1854.  Autogr. 

Herr  Fritz  Doticbauer,  Prag. 

25.  Stockhausen,  Julius  (geb.  1826  zu  Paris,  Sänger  und 
Gesangslehrer).  Brief  an  Ed.  Hanslick,  25.  Juli  1881. 
Autogr.  Prof.  Dr.  Eduard  Ha^uiUck,  Wien. 


390  Ranm  XXITI.  Musik  des  XIX.  JuhrhuDderts. 

26.  Derselbe.  Brief  an  Scholz,  27.  Nov.  1874.  Antogr. 

Herr  Max  Kalbeck,  Wien, 

27.  Derselbe.   Brief  O.   D.  Graf  Albert  Am adei,  Wien. 

Pult  III. 

28.  Schütky,     Franz     Josef     (kgl.     Württembergischer 
Kammersäuger).  „Gebrochenes  Ilerz",  Lied.  Autogr. 

Herr  J.  Schüttky,  Stuttgart. 

29.  Wachtel,  Theodor  (geb.  1824  zu  Hamburg,  S&nger). 
Brustbild.  Photogr.  Cabinetformat.  Herr  Viktor  Joss^  Prag. 

30.  Krolop,  Franz  (geb.  zu  Troja  1839,  Sänger).  Halbfigur. 
Photogr.  mit  Autogr.  Cabinetformat.  mrr  F.  Krolop,  Berlin. 

32.  Wilhelmj,    August   (geb.    1845    zu  Usingen,    Violin- 
virtuose). Brief,  Wiesbaden,  30.  Aug.  1871. 

Herr  Fritz  Donibaiter,  Prag. 

33.  Basch-Mahler,    Fanny    (Claviervirtuosin).     Brustbild 
(oval).  Photogr.  Cabinetformat. 

Frau  Fanny  Basch-Mahler,  Wien. 

34a.  Joachim,  Josef  (geb.  1831  zu  Kittsee,  Violinvirtuose 
und    Componist).     Ouvertüre    zu  Shakespeare's    „König 

Heinrich  IV."   Part.  Autogr.     Dr.  Johannes  Brahms,  Wien. 

34b.  Derselbe.  Brief  an  Eduard  Hanslick,  25.  Nov.  1884. 

Autogr.  Prof.  Dr.  Eduard  Hafislick,  Wien. 

34c.  Derselbe.  Fugenfragment.  Autogr.,  dat.  8.  Febr.  1852. 

Herr  Julius  v.  Htrz,  Wien. 

34d.  Derselbe.  Brief  an  Rietz,   nebst  Bild  (Stahlst.),  ohne 
Datum.   Autogr.  Hrr  Fritz  Donebauer,  Prag. 

34o.  Derselbe.  Brief  an  Eduard  Hanslick    1862.    Autogr. 

Prof.  Dr.  Eduard  Hanslick,  Wien. 

Pult  IV. 

35.  D'Albert,  Eugen    (geb.    1864    zu    Glasgow,    Ciavier- 
virtuose). Brief  au  Musiol  12.  Juli  1887.  Autogr. 

Herr  Fritz  Donebauer,  Prag. 

36.  Essipoff,  Annette  (geb.  1850  zu  Petersburg,  Clavier- 
virtuosin). Brief  in  russischer  Sprache.  Autogr.     Derselbe. 


Raum  XXni.  Masik  des  XIX.  Jahrhanderts.  391 

37.  Menter,  Sophie  (geb.  1846  zu  Mönchen,  Claviervirtuosin). 
Brief  an  Nawratü.  AutOgr.   Herr  Fritz  Donebauer,  Prag. 

38.  Oberthür,    Charles    (geb.  1819  zu  München,  Harfen- 
virtuose).  Brief  an  Robert  Musiol.  Autogr.       Derselbe, 

39.  Popper,    David    (geb.    1845    zu    Prag,    Cellovirtuose 
und  Componist).  Brief,  Frankfurt  a.  M.  4.  Dec.  1882. 

Derselbe. 

40.  OndHöek,    Franz   (siehe   XXII,    Nr.    42).    Brief    an 
seinen  Bnider  Karl,  15.  März  1882.  Autogr.   Derselbe. 

41a.  Bülow,  Hans  von  (siehe  XXII,  Nr.  40).  Stammbuch- 
blatt, 20.  Aug.  1854.  Autogr. 

Herr  Julius  v.  Herz,  Wien. 

41b.  Derselbe.    Brief  an  Eduard  Hanslick  1.  März  1880. 
Autogr.  Prof.  Dr.  Eduard  Hanslick,  Wien. 

41c.  Derselbe.  Brief,  9.  Oct.  1884.  Autogr. 

Herr  Max  Kalbeck,  Wien. 

41  d.    Derselbe.    Brief    vom   25.    Mai    1867    mit    Porträt 

(Stahlstich).  Herr  Fritz  Donebauer,  Prag. 

Bilder  und  Büsten. 

42.  Ehnn-Sand,  Bertha  (geb.  1848,  k.  k.  Kammersängerin). 
Brustbild,  Kupferst.  vou  Weyer  nach  Photogr.  Quart. 

Herr  C.  Ä.  Artaria,   Wien. 

43.  Beck,  Johann  Nep.  (geb.  1828,  k.  k.  Kammersänger). 
Ganze  Figur,  Stahlst,  von  A.  H.  Payne.  Fol. 

Historisches  Museum  der  Stadt  Wien, 

44.  Dustmann-Meyer,  Louise  (geb.  1831,  k.  k.  Kammer- 
sängerin). Ualbfigur  (oval),  Lithogr.  von  Eduard  Kaiser, 

1856.   Fol.  K.  u.  k.  Familien-Fideicommissbibliothek. 

45.  Dieselbe.  Halbfigur,  Lithogr.  von  Kriehuber,  1860.  Fol. 

Dieselbe. 

46.  Lucca,  Pauline  (geb.   1841,  k.   k.   Kammersängerin). 
Halbfigur,  Lithogr.  vou  Kriehuber,  1862.  Fol.   Dieselbe. 


'S9t  Raum  XXIII.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts. 

47.  Dieselbe.  Brustbild  (oyal).  Pastell  auf  Pergament  von 

Esebeck,   1878.  Frau  Pauline  Lucca,  Wien, 

48.  Materna,  Amalie  (geb.  1847,  k.  k.  Kammersängerin). 
Ganze  Figur  (Costümbild),  Photogr.  Quart. 

Frau  Amalie  Materna,  Wien. 

49.  Gomperz-Bettelheim,  Karoline  (geb.  1843,  k.  k. 
Kammersängerin).  Ganze  Figur  (als  Selica).  Photogr. 
h.   82,   br.  56.     Frau  Karoline  Gomperz-Bettelheim,  Wien. 

50.  Dieselbe.  Brustbild,  Pastell  von  Karl  Fröschl,  h.  62, 
br.  45.  Dieselbe, 

51.  Leithnor,  Eduard  (Sänger  in  Wien  Ende  der  Vierziger- 
Jahre).  Brustbild,  Lithogr.  von  Kriehuber,  1846.  Fol. 

Herr  C.  A,  Artaria,  Wien. 

52.  Reichmann,  Theodor  (geb.  1849,  k.  k.  Kammersänger), 
Kniestück.  Aquarell  von  W.  Frank,  1890.  Roy.-Fol. 

Herr  Theodor  Beichmann,  Eschenbadi. 

53.  Papier-Paumgartner,  Rosa  (geb.  1858,  k.k.  Kammer- 
sängerin). Brustbild.  Oelgem.  von  K.  Lafite.  Lwd.,  h.  64, 

br.   49.  Dr.  Hans  Paumgartner,  Wien. 

54.  Dieselbe,  als  Orfeo  (Gluck).  Ganze  Figur,  Photogr. 
Quart.  Derselbe. 

55.  Forster-Brandt,  Ella  (geb.  1866,  k.  k.  Hofopern- 
sängerin). Ilalbfigur  (als  Santuzza).  Photogr.  von  Baron 

Alfred   Rothschild.    Fol.  Frau  Forster-Brandt,  Wien. 

56.  Epstein,  Marie  (Sängerin).  Brustbild.  Oelgemälde,  Lwd., 

h.   03,   br.   44.  E.  Hirschlei-  dt  de.,  Wien, 

57.  Renard,  Marie  (geb.  1864,  k.  k.  Hofopernsängerin). 
Brustbild.  Oelgem.,  Lwd.,  h.  56,  br.  47. 

Herr  John  Naschir,  Wien, 

58.  Beeth,  Lola  (geb.  1863,  k.  k.  Hofopersängerin).  Oel- 
gem. von  Ludwig  Lüderitz,  1886.  Halbfigur. 

Fräulein  Lola  Beeth,  Wien, 


Raum  XXIII.  Masik  des  XIX.  Jahrhunderts.  393 

59.  Dieselbe  (als   Eva    iu   „Die  Meistersinger**).    Photogr. 

Fol.  Eräulein  Lola  Beeth,  Wien, 

60.  Jahn,  Wilhelm  (geb.  1835,  Director  des  k.  k.  Hof- 
Operntheaters).  Brustbild.  Oelgem.  von  F.  Cihlarz,  1890. 
LM-d.,  h.  67,  br.  53. 

Hofoperndirector  Wilhelm  Jahn,  Wien. 

61.  Grossi,  Charlotte  (geb.  1849,  Sängerin).  Brustbild. 
Kup ferst,  von  Weger  nach  Photogr.  Quart. 

Herr  C,  A.  Artaria  sen.,  Wien, 

62.  Ebel-Förster,  Sophie  (geb.  1826,  Sängerin).  Knie- 
stöck.  Lithogr.  Quart,  mit  eigenhändiger  Widmung. 

Frof,  Dr.  Jodl,  Prag. 

63.  Bignio,  Louis  v.  (geb.  1839,  k.  k.  Kammersänger). 
Brustbild.  Oelgem.  von  A.  Cramoliui,  1866.  Lwd.,  h.  72, 

br.   57.  Herr  Louis  v.  Biynio,  Budapest. 

64.  Walter,  Gustav  (geb.  1839,  k.  k.  Kammersänger). 
Brustbild.    Oelgem.    von    Franz    Antoiue,    1892.    Lwd., 

h.   60,  br.   48.  Herr  Franz  Antoine,   Wien, 

65.  Derselbe.  Marmorbüste  von  Anton  Brenek. 

Bildhauer  Anton  Brenek,  Wien. 

66.  Rokitansky,  Hans  Freiherr  v.  (geb.  1835,  k.  k.  Hof- 
opern- und  Hofcapellsänger).   Brustbild.    Photogr.    Fol. 

Hans  Freiherr  v.  Bokitansky,   Wien, 

67.  Stockhausen,  Julius  (geb.  1826,  Säuger,  Dirigent  und 
Gesangsmeister).  Gypsbuste  von  Robert  Toberenz. 

Prof,  Julius  Stockhausen,  Frankfurt  a.  M, 

68.  Dessoff,  Otto  (geb.  1835,  Capellmeister  in  Frank- 
furt a.  M.).  Brustbild.  Photogr.  von  Ed.  Hanfstäugl,  h.  48, 

br.  37.  Intendant  Alfred  Claar,  Frankfurt  a,  M. 


394  Raum  XXIV.  Mnsik  des  XIX.  Jahihanderts. 

Raum  XXIV  (Fortsetzung  von  XXIII). 

Pult  I. 

1.  Preyer,  Gottfried  (geb.  1808  zu  Hansbrann,  k.  k. 
Vice-Hofcapellmeister).  Missa  solemnis  in  C-dur,  ge- 
widmet dem  Fursterzbischof  Cardinal  Rauscher.  Druck 
von  Grube,  Wien.  K  k.  Hof  bibliothek. 

2.  Derselbe.  Brief  ohneDatiim  anRichter.  Autogr.  Dieselbe. 

3.  Derselbe.  Symphonie  Nr.  II.  Part.  Autogr. 

Herr  G.  Preyer,  Wien. 

4.  Derselbe.  Tedeum.  Part.  Autogr.  Derselbe. 

5.  Derselbe.  Einlage  zum  Tedeum.  Part.  Autogr. 

Derselbe. 

6.  Randhartinger,  Benedikt  (geb.  1802  zu  Rupprechts- 
hofen,  k.  k.  Hofcapellmeister  a.  D.).  „MitgeföW,  Lied. 
Autogr.  K.  k.  Hofbibliothek. 

7.  Derselbe.  Harf  und  Psalter.  Wien.  1853.     Dieselbe. 

8.  -Derselbe.  „Sage  Dank",  Lied.  Autogr.  Dieselbe. 

10.  Eder,  Leopold  (geb.  1823, Capellmeisterzu St. Augustin). 
Brustbild,  Photogr.  Cabinetformat.     Herr  L.  Eder,  Wien. 

11.  Bibl,  Rudolf  (geb.  1832  zu  Wien,  k.  k.  Hoforganist). 
Brustbild,  Photogr.  mit  Autogr.  Cabinetformat. 

Herr  Bi^dolf  Bibl,  Wien. 
Pult  II. 

12.  Keudell,  Robert  v.  (geb.  1824,  Staatsmann,  Componist). 

Photogr.,  Fol.  R.  V.  Keudell,  Hohenlübbichow. 

18.  Amadei,  Albert  Graf  (geb.  1851    zu    Ofen,  k.  u.  k. 
Seetionsrath,  Componist).  „Morgensonne",  Lied.  Autogr. 

Albert  Graf  Amadei,  Wien. 

14.  Derselbe.  Brustbild,  Photogr.  mit  Autogr.  Cabinetformat. 

Derselbe. 

15.  Kosak,  Romeo.  Medicinermarsch  aus  dem  Jahre  1848. 

Hcn-  E.  Kosak,  Wien. 


Banm  XXIY.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts.  395 

16.  Hochberg,  Bolko  Graf  v.  (geb.  1843  auf  Schloss 
Furstenstein,  Generalintendant  der  kgl.  preussischen 
Hoftheater).  Streichquartett.  Autogr. 

KgL  Hoftheater.  Berlin. 

17.  Grammann,  Karl  (geb.  1844  zu  Lübeck,  Componist). 
Das  Andreasfest.  Part.  Autogr. 

Herr  K.  Ghrammimn,  Berlin. 
Pult  III. 

18.  Meyer-Olbersleben,  Max.  Symphonie  G-molh   Part. 

Autogr.  Herr  Max  Meyer-Olberaleben,  Würzburg, 

19.  Derselbe.  Brustbild.  Photogr.  mit  Autogr.  Cabinetformat. 

Derselbe, 

20.  Abert,  Johann  Joseph  (geb.  1832  zu  Kochowitz,  Hof- 
capellmeister  in  Stuttgart).  Jubelsymphonie  nach  der 
österreichischen  Volkshymne.  Part.  Handmehr. 

K.  k.  Hofbibliothek. 

21.  Derselbe.    Brief  an  Dr.  Landau.  Stuttgart,    29.    Nov. 

1868.  Autogr.  Herr  Fritz  Donebauer,^Prag, 

22.  Kretschmer,  Edmund  (geb.  1830 zu  Ostritz).  Brustbild. 
Photogr.  mit  Autogr.  Cabinetformat. 

Herr  E,  Kretschmer,  Dresden. 

23.  Kirchner,  Theodor  (geb.  1824  zu  Neukirchen,  Com- 
ponist). Brief  an  Ed.  Hanslick  vom  31.  Jänner  1868.  Autogr. 

Prof  Dr,  Eduard  Hanslick,  Wien. 

24.  Goldschmidt,  Adalbert  (geb.  1853  zu  Wien,  Com- 
ponist). Bnistbild.  Photogr.  Fol. 

Herr  Adalbert  Goldschmidt,  Wien, 

25.  Reinhold,    Hugo  (geb.    1854    zu  Wien,  Componist). 

Photogr.  mit  Unterschrift.         Herr  Hugo  Reinhold,  Wien. 

Pult  IV. 

27.  Beliczay,  Julius  v.  (geb.  1835  zu  Komorn,  Professor 
am  Conservatorium  in  Budapest).  Symphonie  in  D-nioll. 

Autogr.   Part.  Herr  Julius  v.  Beliczay,  Budapest, 


396  liaam  XXIV.  Musik  des  XIX.  Jabrbanderts: 

28.  Radecke,  Robert  (geb.  1830  zw  Dittmannsdorf,  Director 
der  kgl.  Hochschule  für  Musik  in  Berliu).  Brief,  20.  Oct. 

lh'62.  Berlin.  AutOgr.  Herr  Max  Kalbeck,  Wien, 

29.  Kretzschmar,  Hermann  (geb.  1848  zu  Olbernhan, 
üniversitatsprofessor  in  Leipzig).  Brief,  19.  Aug.  1889, 
an  Guido  Adler.  Prof.  Br.  Guido  Adler,  Prag. 

30.  Derselbe.  Brief,  Leipzig,  9.  Jänner  1890,  an  denselben. 

Derselbe. 

31.  Hummel,  Josef  Friedrich  (geb.  1841  zu  Innsbruck, 
Director  des  Mozarteums).  Brustbild.  Photogr.  mit  Autogr. 
Fol.  Herr  Josef  Hummel,  Salzburg. 

32.  Hellmesberger,  Josef  (geb.  1829  zu  Wien,  Director 
des  Wiener  Conservatoriums).  Brief,  8.  Juli  1847.  Autogr. 

K.  k.  Hofbibliotkek. 

33.  Zeller,  Karl,  Dr.  (geb.  1842  zu  St.  Peter  in  der  Au, 
k.  k.  Sectionsrath,  Componist).    Brustbild.  Photogr.  mit 

Autogr.  Fol.  Sectionsrath  Dr.  Karl  Zeller,  Wien. 

34.-Tschaikowsky,  Peter  (geb.  1840  zu  Wotkinsk). 
Brief,  25.  Dec.  1891,  an  C.  Nawatil. 

Herr  Fritz  Donebauer,  Prag. 

35.  Pembaur,  Josef  (geb.  1848  zu  Innsbruck,  Universitäts- 
musikdirector).  Brustbild.  Photogr.  mit  Autogr.  Fol. 

Herr  Josef  Pembaur,  Innsbruck. 

37.  Saint-Saens,  Camille  (geb.    1835    zu    Paris).    Brief, 

29.   Oct.   Autogr.  Herr  Max  Kalbeck,  Wien. 

38.  Tactstock,  Geschenk  der  Kaiserin  Augusta  von  Deutsch- 
land an  Capellmeister  A.  KOnuemann. 

Herr  A.  Könnemann,  Mähr.-Ostrau. 

39.  Verdi,  Giuseppe  (geb.  1813  zu  Roncole\  Brief, 
22.  Dec.  1872,  an  Luccardo,  nebst  Porträt.  Litnogr. 

Herr  Fritz  Donebauer,  Prag. 

40.  Derselbe.  Brief,22. Dec.  1851, an  Ronzi.  Derselbe. 

41.  Derselbe.  Medaille,  Gypsabguss. 

Kunsthistorische  Sammlungen  des  Ah,  Kaiserhauses. 


Raum  XXIV.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts.  397 

42.  Goiinod,    Charles    (geb.    1818    zu  Paris).     Brief    an 

Ed.   Hanslick.  Pro/.  Br.  Eduard  Hanslick,  Wien, 

43.  Derselbe.  Brief  an  Derffel,  21.  März  185B. 

Frau  Isa  Raab,  Wien. 

Bilder  und  Büsten. 

44.  Rappoldi,  Eduard  (geb.  1839,  Violinvirtuose).  Knie- 
stuck. Lithogr.  von  Eybl,  1856.  Fol. 

K,  k,  Hof  bibliothek. 

45.  Oesterreichisches  Damengesaug-Quartett:  Fanny 
Tschampa  (1.  Sopran),  Marie  Tsehanipa  (2.  Sopran), 
Frieda  Ferner  (1.  Alt)  und  Amalie  Tschampa  (2.  Alt). 
Brustbilder  foval).  Pastellzeichnung. 

FW.  Tschampa,  Graz. 

46.  Remenyi,  Eduard  (geb.  1830,  Violinvirtuose).  Knie- 
stuck. Lithogr.  von  Barabas,  1860.  Fol. 

K  k.  Hof  bibliothek. 

47.  Stoll,  Franz  (geb.  1807,  Guitarrenvirtuose).  Brustbild. 
Lithogr.  von  Kitzerow.  Fol.  Dieselbe. 

48.  Leschetitzky,  Theodor  (geb.  1840,  Pianist  und  Com- 
ponist).  Brustbild.  Photogr.  mit  Autogr.  Fol. 

Frau  von  Donimirska,  Wien. 

49.  Essipoff-Leschetitzky,  Annette  (geb.  1851,  Pianistin). 
Brustbild.  Photogr.  mit  eigenhändiger  Unterschrift.  Groß- 
Fol .  Dieselbe. 

50.  Bargiel,  Woldemar  (geb.  1828,  Comi)onist).  Brust- 
bild.  Photogr.  Groß-Fol.  Herr  W.  Bargiel,  Berlin. 

51.  Sachse-Hofmeister,  Anna  (geb.  1852,  kgl.  preuß. 
Hofopernsängerin).  Kniestiick.  Photogr.  Roval-Fol. 

Prof.  Fr.  Luckhardt,  Wiefi. 

52.  Patti,  Adelina  (geb.  1843,  Sängerin).  Ganze  Figur. 
Colorierte  Photogr.  Quart.  Derselbe. 

53.  Badiali,  Uesare  (geb.  1805,  Sänger).  Brustbild.  Lithogr. 
von  Kriehuber,  18.i9.  Fol.  a:  k.  Hof  bibliothek. 


398  Raam  XXIY.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts. 

55.  Neuda-BerDstein,  Rosa  (Sängerin),  als  Fricka.  Ganze 
Figur.  Photogr.  (oval).  Cabinetform. 

Br,  Max  Neuda,  Wien, 

57.  Joachim,  Josef  (geb.  1831,  Violinvirtuose).  Brustbild. 
Pastellgem.  von  Ludwig  Michalek. 

Maler  Ludwig  Michalek,  Wien, 

58.  Derselbe.  Quartett.  Photogr.  mit  den  Bildnissen  Josef 
Joachim's,  Robert  Hausmann's,  Emauuel  Wirth's,  Hein- 
rich de  Ahna's   und    den  eigenhändigen   Unterschriften 

der  Künstler.  Quer-Fol.      Prof,  Dr.  Hans  MüUer,  Berlin, 

59.  Derselbe.  Mit  seinen  Quartettgenossen,  1854.  Photogr. 
mit  Widmung  und  Unterschrift.  Quart. 

Stadtgemeinde  Brunn, 

60.  Derselbe.  Gypsbuste  von  Adolf  Donndorf. 

Prof.  Jos,  Joachim,  Berlin. 

61.  Derselbe.  Trio.  Photogr.  mit  den  Bildnissen  (ganzen 
Figuren)  Josef  Joachim's,  Cari  Reinecke's  und  Alfred 
Piatti's.  Quer-Fol.  Prof.  Dr.  Hans  MiUler,  BerUn, 

62.  Stockhausen,  Julius  (geb.  1826,  Sänger  und  Dirigent). 
Brustbild  (oval).  Kreidezeichnung.  Fol. 

Frau  H.  v.  HornbosteUMagnus,  Wien, 

63.  Hornbostel-Magnus,  Helene  v.  (Concertsängeriu). 
Brustbild.  Oelporträt.  Lwd.,  h.  52,  br.  45.       Dieselbe. 

64.  Niemann,  Albert  (geb.  1831,  Sänger).  Gypsböste  von 
Pohlmaun.  Herr  A,  Pohlmann,  Berlin. 

65.  Derselbe.    Brustbild.  Radierung  mit  Autogr.  Facs.-Fol. 

Schlesibche  Kunst-  und  VerlagsanstaU 
(vormals  S.  Schoitlaender),  Breslau, 

66.  Grunborger,  Ludwig  (geb.  1839,  Componist),  Rfifer, 
Philipp  B.  (geb.  1844,  Componist),  Tauwitz,  Eduard- 
(geb.  1812,  Componist  und  Dirigent).  Photogr.  mit  eigen- 
händigen Unterschriften  der  Componisten.  Cabinet-Fomiat. 

Herr  Victor  Joss,  Prctg. 


Raum  XXIY.  Musik  des  XIX.  Jahrhunderts.  399 

67.  Marcbesi-Graumanu,  Mathilde  (geb.  1831,  Oesang- 
lehrerin).  Halbfigur  (oval).  Lithogr.  von  Dautbage,  1858. 
Fol.  Historisches  Museum  der  Stadt   Wien. 

68.  Rossi,  Marcello  (Violinvirtuose).    KniestQck.  Photogr. 

mit  Unterschrift.  Fol.  H&rr  MarceUo  Bossi,  Wien. 

69.  OndHcek,  Franz  (siehe  XXII,  Nr.  37,  Violinvirtuose). 
Kniestück.  Photogr.  Cabinet-Format. 

Verein  ierotin,  Olmütz. 

70.  Weis,  Karl  (Componist).  Brustbild.  Photogr.  Cabinet- 
Format.  Derselbe, 

71.  Schüttky,  Franz  Josef  (kgl.  WQrttembergischer 
Kammersänger  und  Opernregisseur).  Brustbild  (oval). 
Kreidezeichnung.  Fol.  Herr  Fr.  Schüttky,  Stuttgart. 

72.  Wüllner,  Franz  (geb.  1832,  Componist  und  Dirigent). 
Brustbild.    Oelporträt  von  A.  Sprickmann,  1883.    Lwd., 

h.  62,  br.  51.  Prof .  Dr.  F.  WüUner,  Köln. 

73.  Heckmann-Quartett.  Photogr.  (oval).    Widmung  und 

Unterschriften.  Fol.  Dr.  Theodor  Helm,  Wien. 

Rob.  Heckmann,  Otto  Porber^,  Theodor  Allekotte,  R.  Bellmunn. 

74.  GrQnfeld,  Alfred  (geb.  1852,  Pianist^.  Brustbild.  Oel- 
porträt von  M.  Munkacsy,  1885.    Lwa.,  h.  64,  br.  52. 

Herr  Alfred  Grünfeld,  Wien. 

75.  Popper,  David  (geb.  1846,  Cellovirtuose  und  Componist). 
Kniestück.  Photogr.  Groß-Fol.       Herr  D.  Popper,  Wien, 

76.  Zaic,  Florian  (Violinist).  Kniestuck.  Photogr.  Cabinet- 

format.  Verein  ierotin,  Olmütz. 

77.  Neävera,  Josef  (geb.  1842,  Componist).  Brustbild. 
Photogr.  Cabinetformat.  Derselbe. 

78.  Hellmesberger,  Josef  (geb.  1829,  k.  k.  Hofcapell- 
meister  und  Violinvirtuose).  Koiestilck.  Lithogr.  von 
Jagemann,  1850.  Fol. 

K,  u.  k.  Familien-Fideicommissbibliothek,  Wien. 


400  Riinin  XXIV.  Mnsik  des  XTX.  Jahrhunderts. 

79.  Artöt-Padilla,  Desir^e  (geb.  1835,  Sängerin).   Brast- 
bild.    Lithogr.    von    Jos.  Marastoni,  1862.  Fol. 

K,  u.  Je.  Familien-Fideicommisbibliotheh 

80.  Radeeke,    Robert   (geb.    1830,    Dirigent).    Brustbild. 

Oelgem.  Lwd.,  h.  64,  br.  50.       Herr  R.  Radecke,  Breslau. 

82.  Krebs,  Mary  (geb.  1851,    Pianistin).    Brustbild  (oval). 
Photogr.  mit  eigenhändiger  Namensfertigung.  Fol. 

Frau  A.  Krebs,  Dresden. 

83.  Krebs-Michalesi,    Aloisia    (geb.    1826,    Sängerin). 
Kniestfick.    Lithogr.    von  J.   A.  Hornemann,   1850.  Fol. 

Dieselbe. 

84.  Sucher,    Joseph    (geb.     1843,     Dirigent).     Brustbild. 
Photogr.    ans  Ecksteines  Porträtverlag.  Fol. 

Kgl.  Hoftheater  in  Berlin. 

85.  Suchcr-Hasselbeck,     Rosa     (Sängerin).     BrnstbilJ. 
Photogr.  aus  Ecksteines  Porträtverlag.  Fol.         Dasselbe. 

Sf).  Krolop,  Franz  (geb.  1839,  kgl.  Kammersänger).  Knie- 
stfick.   Photogr.  Fol.        Herr  J.  C.  Schaarwächter,  Berlin. 

87.  Hellmesberger-Quartett.  Brustbilder.  Photogr.  (oval) 

der  Theilnehmer.  Frau  Sailler,  Prag. 

Josof  Hellmesberjrer  (Vater),  Josef  H»'llmesberger  (Sohn),  Prof. 
Köwcr,  Prof.  Bachrieh. 

88.  Rossi,  Marcello  (Violinvirtuose).  Gypsbfiste  von  Charle- 
niont.  Herr  M.  Rossi,  Wien. 

89.  Jäger,  Ferdinand   (Sänger).  Gypsbüste    von   Richard 

Tautenhayn.  Bildhauer  Richard  lautenJiayn,  Wien. 

Aniiierkunt^:  Der  im  Rjiuin  XXIV  befindliche  Ghiskaaten 
enthält  Silberjreriithschaften  ans  dem  Besitze  von  Franz  Liazt, 
welelie  im  Liszt-lJanm  verzrichm»!  sind. 


Ranm  XXY.  Historiker,  Theoretiker,  Kritiker,  Aesthetiker  etc.     401 


Raum   XXV.    Historiker,   Theoretiker,   Kritiker, 
Aesthetiker  und  Förderer  der  Tonkunst  im  XIX. 

Jahrhundert. 

Pult  I. 

1.  Mosel,  Ignaz  Franz  (geb.  1772,  gest.  1844,  Musik- 
schriftsteller). Ode  zur  Feier  der  heil.  Cäcilia,  aus 
dem  Englischen  des  Alex.  Pope,  mit  Beibehaltung  des 
Versmaßes  und  der  Reimstellen  des  Originales  übersetzt. 

Herr  Max  KM  eck,  Wien. 

2.  Kiosewetter,  Raphael  Georg  (geb.  1773,  gest.  1850, 
Musikschriftsteller).  Porträtmedaillon.  Elfenbein. 

Frau  Therese  v.  Ämbros,  Wien, 

3.  Ambros,  August  Wilhelm  (geb.  1816,  gest.  1876, 
Musikhistoriker).  „Geschichte  der  Musik. **  Autogr. 

Herr  Constantin  Sander,  Leipzig, 

4.  Sehubiger,  Anselra  P.  (geb.  1815,  gest.  1890,  Musik- 
forscher). Brief  an  Guido  Adler,  vom  30.  Mai  1884.  Autogr. 

Prof.  Br.  Guido  Adler,  Prag. 

5.  Maier,  Julius  Josef  (geb.  1825,  gest.  1889,  Musik- 
forscher).    Brief   an  Guido    Adler,    vom    2.  Dec.  1881. 

Autogr.  Derselbe. 

6.  Westphal,  Rudolf  Georg  Hermann  (geb.  1826, 
Musikhistoriker).  Brief  au  Guido  Adler  vom  21.  April  1884. 
Autogr.  Derselbe. 

7.  Lussy,  Mathis  (geb.  1828,  Musikschriftsteller).  Brief 
an  Guido  Adler  vom  9.  Juni  1885.  Autogr.    Derselbe. 

8.  Bellerraann,  J.  Gottfr.  Iloinr.  (geb.  1832,  Theoretiker 
und  Componist).  Brief  an  Guido  Adler  vom  9.  Juli  1886. 

Autogr.  Derselbe. 

9.  Pothier,  Dom  Josef  0.  S.  B.  (Restaurator  des  Gregoriani- 
schen Gesanges).  Brief  an  Guido  Adler  vom  20  Juni  1884. 

Autogr.  Derselbe. 

I  26 


402     Ranm  XXY.  Historiker,  Theoretiker,  Kritiker,  Aesthetiker  etc. 

10.  Kienle,  Ambrosiiis  0.  S.  B.  (Schüler  des  Vorigen, 
Musikhistoriker).  Brief  an  Guido  Adler  vom  5.  Oct. 
1890.  Autogr.  Traf.  Br.  Guido  Adler,  Prag. 

Pult  II. 

11.  Sulzer,  Johann  Georg  (geb.  1719,  gest.  1779,  Musik- 
schriftsteller).   Brief   vom    24.    Febr.  1777.  Autogr. 

Herr  Max  Kaiheck,  Wien, 

12.  Gerbert,  Martin  Abt  (geb.  1720,  gest.  1793,  Musik- 
historiker). Bronzemedaiile,  vergoldet. 

Cardinal  Fürstenberg,  FürsterzbiscJiof  von  Olmütz. 

13.  Albrechtsberger,  Joh.  Georg  (geb.  1736,  gest.  1809, 
Coraponist  und  Theoretiker).  Canon  „Surrexit  Christus". 

Autogr.  Frau  lea  Raab,  Wien. 

14.  Roehlitz,  Johann  Friedr.  (geb.  1769,  gest.  1842, 
Musikschriftsteller).    Brief  vom  25.  Oct.  1853.    Autogr. 

Herr  Max  Kalbeck,  Wien, 

15.  Thibaut,  Anton  Friedr.  Justus  (geb.  1772,  gest.  1840, 
Jurist  und  Musikästhetiker).  Brief  vom  25.  April  1798. 
Autogr.  Derselbe. 

16.  Weber,  Gottfried  (geb.  1779,  gest.  1839,  Theoretiker 
und  Musikschriftsteller).  Abhandlung  über  die  Fortbe- 
wegung der  Septime  und  Terz.  Autogr. 

K,  k.  HofbibUothek. 

17.  Sechter,  Simon  (geb.  1788,  gest.  1867,  Componist 
und  Theoretiker).  „Der  Graf  von  Habsburg. **  Ballade. 
Druck.  Dieselbe, 

18.  Köchel,  Ludwig  R.  v.  (geb.  1800,  gest.  1877,  Musik- 
historiker). Brief  vom  18.  Mai  1869.  Autogr. 

Dr.  Alexander  v.  Weilen,  Wien, 

19.  Vischer,  Friedr.  Theodor  (geb.  1807,  gest.  1887, 
Aesthetiker).  Brief.  Autogr.        Herr  Max  Kalbeck,  Wien. 

20.  Jahn,  Otto  (gob.  1813,  gest.  1869,  Philologe  und 
Musikhistoriker).  Brief  au  Ed.  Hanslick  vom  17.  Juni 
1855.  Autogr.  Prof.  Dr.  Eduard  Hanslick,  Wien. 


Ranm  XXV.  Historiker,  Theoretiker,  Kritiker,  Aesthetiker  etc.     403 

21.  Derselbe.  Brief  an  Benndorf  vom  21.  März  1869.  Autogr. 

Herr  Max  Kalbeck,  Wien, 

22.  Ambros,  August  Wilhelm  (siehe  Nr.  3).  Ouvertüre  zu 
Calderon  s  Schauspiel  „Der  wunderthätige  Magus".  Part. 

Autogr.  Frau  Therese  von  Ämbros,  Wien, 

23.  Derselbe.  Brief  an  Ed.  Hanslick  vom  5.  April  1846 
mit  einer  Nachschrift  von  Berlioz.  Autogr. 

Prof.  IJr,  Eduard  Hanslick,  Wien. 

24.  Jahns,  Friedr.  Wilhelm  (geb.  1809,  Musikhistoriker). 
Brief  an  Guido  Adler  vom  23.  April  1884.  Autogr. 

Prof.  Dr,  (ruido  Adler,  Prag, 

25.  Thayer,  Alexander  Wheloek  (geb.  1817  Musik- 
historiker). Brief  an  Guido  Adler  vom  14.  Oct,  1888. 
Autogr.  Derselbe. 

26.  Faisst,  Immanuel  Gottlob  Friedrieh  (geb.  1823, 
Organist  und  Theoretiker).  Brief  an  Guido  Adler  vom 
6.  März  1884.  Autogr.  Derselbe. 

27.  Hanslick,  Eduard  (geb.  1825,  Musikästhetiker  und 
Historiker).  Brief  an  Guido  Adler  vom  24  Mai  1884. 
Autogr.  Derselbe, 

28.  Derselbe.  Vorwort  zum  Buche  „Moderne  Oper".  Autogr. 

Derselbe, 

29.  Chrysander,  Friedrich  (geb.  1826,  Musikhistoriker). 
Brief  an  Guido  Adler  vom  28.  März  1884.  Autogr. 

Derselbe. 

30.  Gevaert,  Fran^ois  Auguste  (geb.  1828,  Componist 
und  Theoretiker).  Brief  an  Guido  Adler  vom  21.  März 
1882.  Autogr.  Derselbe, 

31.  Derselbe.  Brief  an  Guido  Adler  vom  30.  April  1884. 
Autogr.  Derselbe. 

32.  Spitta,  J.  Aug.  Philipp  (geb.  1841,  Philologe  und 
Musikhistoriker).  Brief  an  Guido  Adler  vom  5.  Dec. 
1881.  Autogr.  Derselbe. 

«6* 


404     Ranm  XXY.  Historiker,  Theoretiker,  Kritiker,  Aesthetikcr  etc. 

33.  Derselbe.  Brief  an  Guido  Adler  vom  27.   Aug.   1886. 

Autogr.  Prof.  Dr.  Guido  Adler,  Prag, 

34.  Stumpf  Carl  (geb.  1848,  Philosoph,  Begründer  der 
Toupsychologie).    Brief  an  Guido  Adler  vom  30.  April 

1884.    Autogr.  Derselbe. 

35.  Tappert,  Wilhelm  (geb.  1830,  Musikschriftsteller). 
Brief  an  Guido  Adler  vom  29.  Sept.  1883.  Autogr. 

Det  selbe. 

Bilder. 

36.  Ohladni,  Ernst  Florenz  Friedrich  (geb.  1756, 
gest.  1827,  Akustiker).  Brustbild  (oval).  Kupferst.  von 
\V.  H.  BoUinger.  Quart.  k.  k.  Hofbibliothel-. 

37.  Kochlitz,  Johann  Friedrieh  (geb.  1769,  gest.  1842, 
Musikschriftsteller).  Brustbild.  Lithogr.  von  Carl  Lauge, 
nach  Auguste  Böhme.  Groß-Fol. 

K.  u.  k.  Familien'FideicommiisbibUothek. 

38.  S echter,  Simon  (siehe  Nr.  17).  Brustbild.  Lithogr. 
von  Kriehuber,  1840.  Fol.  K.  k.  Hofbibliothek. 

39.  Mosel,  Ignaz  Franz  (siehe  Nr.  1).  Brustbild,  üel- 
gemälde.  Lwd.,  h.  56,  br.  45. 

Hfrr  Moria  Maria  Edler  v.  WeitenhiÜer,  Wien. 

40.  Hauptmann,  Moriz  (geb.  1792,  gest.  1868,  Theoretiker). 
Brustbild.  Lithogr.  nach  Bary.  Fol. 

K.  u.  k.  Familien-Fid^icommissbibliothek, 

41.  Proksch,  Josef  (geb.  1794,  gest.  1864,  hervorragender 
Musikpädagog).  Brustbild.  Oelgem.  Lwd.,  h.  101,  br.  80. 

Frau  Marie  Proksch,  Prag. 

42.  Bosoudorfer,  Ignaz  (geb.  1796,  gest.  1859,  Clavier- 
baiier).     Brustbild.    Lithogr.  von  Kriehuber,  1859.  Fol. 

Historisches  Museum  der  Stadt  Wien. 

43.  (iraff  (Grafj,  Conrad  (g<;b.  1782,  gest.  1851,  hervor- 
ragender Chiviorbauer).  Brustbild.  Lithogr.  Fol. 

Dasselbe. 

44.  Marx,  Adolf  Bernhard  (geb.  1799,  gest.  1866,  Musik- 


Raum  XXV.  Historiker,  Theoretiker,  Kritiker,  Aesthetiker  etc.     405 

theoretiker  und  Aesthetiker).  Brustbild.;Lithogr.  von  Engel- 

bach.  Fol.  JSr.  u.  k.  FamiUen-Fideicommissbibliothek. 

45.  Ambros,  August  Wilhelm  v.  (siehe  Nr.  3).  Brust- 
bild. Oelgem.  von  Gustav  Kratzmann,  1856.  Lwd.,  h.  72, 

br.  57.  Frau  Thereae  v.  Ambros,  Wien. 

46.  Derselbe.  Brustbild.  Bronziertes  Gypsmedaillon  von 
Gerne,  1876.  Dieselbe, 

47.  Karajan,  Theodor  Georg  Ritter  v.  (geb.  1810, 
gest.  1873,  Musikschriftsteller).  Brustbild.  Lithogr.  von 
A.  Dauthage,  1853.  Fol.  k.  k.  Hoßibliothek. 

48.  Pohl,  Carl  Friedrieh  (geb.  1819,  gest.  1887,  Musik- 
historiker). Brustbild  (oval).     Photogr.  Lwd.    Groß-Fol. 

Gesellschaft  der  Musikfreunde,  Wien, 

49.  Naumann,  Constantin  Friedrich  Emil  (geb.  1827, 
gest.  1888,  Musikhistoriker).  Brustbild.  Kreidezeichnung 
von  Wilh.  V.  Kaulbach.  Groß-Fol. 

Frau  Prof.  Emil  Naumann,  Dresden. 

50.  Hanslick,  Eduard  (siehe  Nr.  27).  Brustbild.  Radierung 
von  P.  Halm.  Fol.  Mit  eigenhändiger  Widmung  an  Prof. 
Guido  Adler.  Prof.  Dr.  Guido  Adler,  Prag. 

51.  Derselbe.  Bronzierte  Gypsbüste  von  Victor  Tilgner. 

Prof.  Victor  Tilgner,  Wien. 

52.  Chrysander,  Friedr.  (siehe  Nr.  29).  Kniestück.  Oel- 
gemälde  von  W.  Niels,  1892.  Lwd  ,  h.  108,  br.  76. 

Dr.  Rudolph  Chrysander. 

53.  Spitta,  Juh.  Aug.  Phil,  (siehe  Nr.  32).  Brustbild. 
Kohlenzeichnuug    von  J.  Schmerberg,  1890.    Groß-Fol. 

Kgl.  Nationalgallerie,  Berlin. 

5i.  Stumpf,  Carl  (siehe  Nr.  34).  Brustbild  (oval).  Photogr. 
von  A.  Marx,  München.  Groß-Fol. 

Prof.  Dr.  C.  Stumpf,  München. 

Diverse. 

55  -58.  Adagio,  Allegro  (Geständnis  der  Liebe).  Scherzo 
und  Finale  (der  Liebe  Schutz).  Gruppen  von  Otto  König. 
Gyps.  Prof  Otto  König,  Wien. 


406     Ranm  XXV.  Historiker,  Theoretiker,  Kritiker,  Aesthetiker  etc. 

59-62.  Instrumentalmusik,  Gesang,  Melpomene, 
Cäcilia.  Reductionen  der  Figuren  von  Ernst  Julius 
Hähnel,  Zwinger,  Dresden.  Gyps. 

Gebrüder  Weschke,  Dresden. 

63.  „Sappho".  Photogr.  nach  Alma  Tadema.  Quer-Roy-Fol. 

Photographische  Gesellschaft,  Berlin. 

64.  Scene  aus  „Die  lustigen  Weiber  von  Windsor**. 
Photogr.  nach  Margaretho  Löwe,  Düsseldorf.  Quer-Imp.- 

Fol.  Dieselbe. 

65.  Tanzstunde  unserer  Großmütter.  Radierimg  von 
Doris  Raab  nach  Toby  Rosenthal.  Quer-Imp.-Fol. 

K,  k.  Akademie  der  bildenden  Künste,  Wien. 

66.  Mozart's  letzte  Tage.  Photogr.  nach  Hermann  Kaul- 
bach. Quer-Imp.-Fol. 

Photographische  Gesellschaft,  Berlin. 

67.  Marcello  lässt  seine  Psalmen  dingen.  Kupferst. 
(gem.  Man.)  von  Baland  nach  Rubis,  1877.  Quer-Roy.-Fol. 

Artana  dt  Oie.,  Wien. 

68.  Die  Daphnephorie.  Photogr.  von  Goupil  &  Cie.  nach 
Sir  Frederick  Leighton.  Quer-Roy.-Fol.  Dieselben. 

69.  Mignoii  und  der  Ilarfner.  Kupferst.  von  P.  H.  Couweu- 
berg  und  Alph.  Fran^ois  nach  Aug.  Scheflfer.  Groß-Fol. 

Dieselben. 

70a.  Der  Musikunterricht.  Lithogr.  von  F.  Hanfstängl 
nach  P.  van  Sliugenlaud  (1640—1691),  kgl.  Gem&lde- 
gallerie,  Dresden.  Groß-Fol. 

K.  k.  Akademie  der  Inldenden  Künste,  Wien. 

70b.  Der  Improvisator.  Photogr.  von  Goupil  &  Cie.  nach 
Leopold  Robert.  Quer-Roy.-Fol.      Artaria  &  Cie.,  Wien. 

Instrumente. 

71.  Flügel  von  „Nanette  Streicher  nee  Stein"  in  Wien,  aus 
dem  Jahre  1819.  Umfang  6  Octaven.  (F—f).  Dreichörig. 

4  Pedale.         A'.  k.  Technologisches  Gewerbemuseum,  Wien. 


Raum  XXV.  Historiker,  Theoretiker,  Kritiker,  Aesthetiker  etc.      407 

72.  Aufrechter  Flügel  (Giraffe)  in  Pyramideiiform,  von 
Dieudonne  &  Schiedmayer  in  Stuttgart.  Umfang  6  Octaven 
(F—f),  Zweichörig.  3  Pedale,  mit  neuergänzter  blau- 
seidener Mittelfüllung.  Anfang  des  XIX.  Jhdt. 

Schiedmayer  d;  Söhne,  Stuttgart, 

73.  Aufrechter  Flüg«l  (Giraffe)  in  Pyramidenform.  Um- 
fang 5y,  Octaven  (F — c),  von  Josef  Wachtl  in  Wien. 
Ende  des  XVIII.  Jhdt.  In  der  Mittelfüllung  schön  ciselierte 
Bronzen.  Gekrönt  von  einer  Vase,  zu  beiden  Seiten  zwei 
Leuchter  im  Empirestil.  Herr  Paul  de  Wit,  Leipzig. 

74.  Clavicylinder  (nach  Chladni),  erbaut  von  Louis  Concone 

in  Turin,  zu  Anfang  des  XIX.  Jhdt.  Derselbe. 

Gebogene  Eisenkrampen,  die  an  einem  Ende  mit  Filz  überzogen 
sind,  werden  durch  Niederdruck  der  Taste  gegen  eine  in  Rotation 
versetzte  und  angefeuchtete  Glaswalze  gedrückt. 

75.  Glasharmonika  (Franklin'sche),  aus  der  ersten  Hälfte 

dieses  Jahrhunderts.  Glocken  theils  roth,  theils  schwarz 

mit  Goldrand  (letztere  für  die  chromatischen  Töne).  Die 

Scala  ist  unvollständig.  Derselbe. 

Die  auf  einer  Eisenstange  aufgereihten  Glasglocken  werden  durch 
Fußbetrieb  in  Rotation  versetzt;  der  Spieler  bestreicht  die  vor- 
her angefeuchteten  Gläser  mit  den  Fingerspitzen  und  entlockt  dem 
Instrumente  zarte,  orgelähnliche  Töne. 

76.  Glasharmonika,  ähnlich  wie  Nr.  75,  mit  dem  unter- 
schiede, dass  die  Glaswalze  mittelst  Kurbel  durch  eine 
zweite  Person  gedreht  werden  muss.  Umfang  3  Octaven 
(D  -d).  Anfang  des  XIX.  Jhdt. 

Herr  Edmund  Braun  jun.,  Wien. 

77.  Flügel  mit  Hammermechauik.  Bez.  „Jean  Andre 
Stein,  Faiseur  d'Orgues,  des  Clavecins  et  Orga- 
niste  k  TEglise  des  Minorittes  k  Augsbourg  1775." 
Umfang  5  Octaven  (F—f).  Doppelchörig.  Oberste  Octave 
dreichörig.  Ohne  Pedale  und  Kniedrucker.       Derselbe. 

Der  äussere  Kasten  ist  aus  Kirschbaumholz,  der  Deckel  ist  ganz 
nach  Silbermann' scher  Art  getäfelt.  Stein  ist  der  Erste  gewesen, 
welcher  nach  Silbermann  Claviere  mit  Hanimermechanik  gebaut  hat. 


408  Itanm  XXVI.  Varia  (Bilder). 

Raum  XXVI.  Varia  (Büder). 

1.  Die  Lautenspielerin.  Oelgem.  von  Karl  Sohn  (geb.  1805, 
gest.  1867).  Lwd.,  h.  87,  br.  64. 

KgL  NcUiancUgallerie,  Berlin. 

2.  Figur,  aus  Instrumenten  combiniert.  (Pauke, 
Trompeten,  Fagott,  Harfe,  baskische  Trommel,  Spinett, 
Geige,  Serpent,  Laute,  Clarinette,  Pochette,  Guitarre, 
Zinken,  Triangel,  Octav-FIöte  und  Trumscheit.)  Feder- 
zeichnung. Fol.  Ferdinandeum,  Innsbruck. 

3.  Concert  des  Paukenvirtuosen  Georg  Roth  in  Wien 
am  29.  April  1798.  Color.  Kupferst.  Quart. 

Historisches  Museum  der  Stadt  Wien. 

4.  Wandernde  Musikanten.  Kupferst.  von  J.  G.Wille  1764, 
nach  Dietericy  (Christ.  Wilh.  Ernst  Dietrich,  geb.  1712, 
gest.  1774).  Groß-Fol. 

K.  k.  Akademie  der  bildenden  Künste,  Wien. 

5.  Dieselben.  Colorierter  Kupferstich  von  Kiliau  Ponheimer 
(geb.  1757)  nach  G.  Oppitz.  Fol. 

Historisches  Museum  der  Stadt  Wien. 

6.  Dieselben.  Color.Kupferst.vonAndreasGeiger  (geb.  1773, 
gest.  1856)  nach  Hofmann.  (Beilage  zu  B&uerle's  Theater- 
zeitung). Fol.  Dasselbe. 

7.  Dieselben.  Lithogr.  von  Joseph  Lanzedelly  (geb.  1774, 
gest.  1832).  Wiener  Tagesbegebeuheiten.  Nr.  1.  Quer-Fol. 

DMselbe. 

8.  Die  Harfenisten  im  Prater.  Lithogr.  von  Demselben. 
Sceiien  aus  dem  Leben  Nr.  3.  Quer-Fol. 

K.  k.  Akademie  der  büdend^n  Künste,  Wien. 

9.  10  und  11.  Musikantencaricaturen.  Galerie  musicale 
von  H.  Hess.  Chromolithogr.  von  Caeppelin.  Zwölf  Blätter 
Quart  in  drei  Rahmen.    Gilhofer  und  Banschburg,  Wien. 

12  a.  Musikalische    Kinder-Bewahranstalt.    Caricatur. 

Lithogr.    Quer-Fol.     Historisches  Museum  der  Stadt  Wien. 


Riinm  XXVI.  Varia  (Bilder).  —  Kolossal^'ruppe  Paul  de  Wit.      409 

12  b.  Carnevalsbild  (^Das  ist  das  Loos  des  Schönen  auf 
der  Erde.").  Caricatur.  Lithogr.  s.  n.  &  a.  Quer-Fol. 

Historisches  Museum  der  Stadt  Wien. 

13.  Der  Musiker.  Colorierte  Lithogr.  von  C.  Kunz  nach 
Peter  Joh.  Nep.  Geiger  (aus  dessen  Cyclus:  „Der 
Mensch  und  sein  Beruf."    Des  Kunstlers  Selbstporti'&t). 

Quer-Fol.  Herr  Emanuel  Kann,  Wien, 

14.  Lanner,  Joseph,  die  „Hans  Jörgel-Polka"  executie- 
rend.  Colorierter  Kupferst.  Octav. 

K.  u,  k.  Generalintendanz  der  k,  k,  Hoftheater. 

15.  Capelle  Strauss  im  k.  k.  Volksgarten  in  Wien. 
Lithogr.  von  F.  Kaliwoda,  1853.  Quart. 

Historisches  Museum  der  Stadt  Wien. 

16.  Ein  heiterer  Abend  auf  der  „Grünen  Insel".  Feder- 
zeichnung von  Prof.  Ferdinand  Laufberger,  1858.  Quer-Fol. 

Dr.  Joseph  Scheiner,  Wien. 
iJeckmann,  Joseph  Wagner,  Snppd  n.  A.  ein  Concert  aufführend. 

17.  Text  der  Oper  „Cavalleria  rusticana"  (2143  Worte 
in  sechs  Farben)  auf  einer  Correspondenzkarte. 
Der  Fürstin  Pauline  Metternich  gewidmet.    Incl.  Rahmen 

h.   44,  br.   52.  Herr  Louis  Knorr,  Wien. 


Kolossalgruppe  Paul  de  Wit. 

Westportal. 

Die  Verherrlichung  der  Musik.   Reichverzierte  Kolossal- 
waud,  an  und  vor  derselben  Instrumente,  h.  10,  br.  8*5. 

Herr  Paul  de  Wit,  Leipzig. 

Nach  dem  Entwürfe  des  Architekten  Hans  Friedel  in  Leipzig 
von  dem  dortigen  Zimmerineister  Willy  von  Zimmermann  erbaut. 
Figuren,  Schnitzereien,  Wappen  etc.  antik  (Lindenholz),  zum 
größten  Theil  vom  Orgelprospect  der  alten  Stiftskirche  zu  Oeh- 
ringen  (Württemberg).  Draperie  in  den  Farben  der  Stadt  Leipzig 
(blau  und  gelb). 

In  der  Mittelfällung  dieser  Gruppe  hängen  76  alterthümlichc 
Blasinstrumente,  und  zwar:    17  Keitertrompeten   aus   dem  XYIL 


410  Kolossalgrappe  Paal  de  Wit. 

und  XVni  Jhdt..  mit  seideDen  Behängen;  diverse  Alt-,  Teuor- 
und  Quartbass-Posannen,  HOmer,  Serpents,  1  französisches  Serpent 
mit  Drachenkopf,  Schellenbäume,  Dndelsäcke,  Klappentrompeten  etc. 
In  der  Mitte  stehen  auf  einem  Gestell  11  Stück  aus  Kupfer  ge- 
triebene russische  HOmer  (aus  Weißenfels  a.  d.  Saale,  wo  sie  bis 
vor  Kurzem  sowohl  bei  Beerdigungen  wie  beim  ChorBilblasen  ge- 
braucht wurden).  Auf  einem  vorgebauten  Podium  stehen  weiter 
nachstehende  Instrumente: 

1.  Kleines  Hammerclavier  mit  Nähtischchen  im  Empire- 
stil aus  dem  Anfang  dieses  Jahrhunderts,  verm.  in  Wien 
angefertigt.  Umfang  4  Octaven  (F—f).  Untertasten  weiß. 
Doppelchörig. 

Die  Claviatur  ist  verschiebbar  eingerichtet.  Unterhalb  derselben 
liegen  drei  Schubfächer  mit  vollständiger  Nähtischchen-Einrichtung. 

2.  Cembalo,  Erbauer  unbekannt,  wahrsch.  aus  der  Mitte 
des  XVII.  Jhdt.  Umfang  5  Octaven,  weniger  Ganzton 
(G—f),  Untertasten  gelb.  Doppelchörig. 

Im  inneren  Deckel  befindet  sich  ein  Gemälde,  welches  eine 
Musikaufführung  aus  der  Mitte  des  XVII.  Jhdt.  darstellt  (Geige, 
Theorbe,  Mandoline,  Clavicjmbel).  Der  äußere  Kasten  ist  mit  Gold- 
iiialerei  verziert.  Der  Anschlag  geschieht  durch  Lederstdckchen. 

3.  Landsknecht-Trommel,  mitWappen bemalt. XVII. Jhdt. 

4.  Cembalo,  anscheinend  aus  dem  Anfang  des  XVIII.  Jhdt. 
Umfang  von  5  Octaven  weniger  Ganzton  (G—f,  aber 
das  tiefste  Gis  fehlt).  Doppelchörig.  Untertasten  schwarz. 

Der  Anschlag  geschieht  mittelst  Lederstückchen.  Der  Deckel 
ist  auf  der  Innenseite  mit  einer  Malerei  verziert,  eine  Musikauf- 
führung aus  dem  XVIII.  Jhdt.  vorstellend.  (Pltlgel  und  2  Violinen.) 
Der  äussere  Kasten  roth  mit  grüner  Ornamentik.  Die  Tasten  der 
Halbtöne  sind  aus  massivem  Elfenbein. 

5.  Clavichord,  ähnlich  wie  Nr.  4.  Umfang  3  Octaven 
und  Sexte  (JE — c),  Untertasten  gelb.  Doppelchörig. 

Auf  der  Innenseite  des  Deckels  ein  Gemälde,  di*»  von  einem 
Meerungeheuer  bewachte  Andromeda  vorstellend. 

6.  Gebundenes  Clavichord.  Das  geschlossene  Kästchen 
hat  die  Gestalt  einer  Bibel.  15  Saitenchöre  für  27  Tasten. 
Umfang  2  Octaven  und  kleine  Terz  (A — c),  wobei 
das  tiefste  A  uud  G  eine  einzige  gebrochene  Taste  bilden, 
Untertasten  schwarz.  L.  37,  br.  28,  h.  8, 


Kolossalgrnppe  Paul  de  Wit.  411 

7.  Clavichord  (gebundenes)  mit  Malerei  am  Inneren  des 
Deckels.  Links  die  heil.  Cäcilia  die  Orgel  spielend,  rechts 
ein  Chor  singender  und  tanzender  Engel.  Aus  dem 
XVIII.  Jhdt.  Umfang  3  Octaven  und  Sexte  (E—c),  Doppel- 
chörig.  Untertasten  gelb. 

8.  Clavichord  in  Rococo,  bez.  „Christian  Gottlob 
Hubert,  Hochfürstl.  Ansbachischer  Hofinstrumentenbauer. 
Anno  1768^. 

Das  Instrument  ist  bnndfrei,  hat  sonach  für  jede  Taste  einen 
eigenen  Saitenchor.  Umfang  5  Octaven  und  Terz  (F—a).  Die  ganze 
Claviatur  ist  kunstvoll  mit  Elfenbein  und  Perlmutter  eingelegt. 
Untertasten  schwarz.  DoppelchOrig.  Ausstattung  geschmackvoll, 
Bemalung  des  Kastens  weiß  mit  Gold.  Auf  der  Innenseite  des 
Deckels  ein  auf  Leinwand  gemaltes  Bild. 

9.  Gebundenes  Clavichord,  deutsch,  mit  28  Saiten 
und  45  Tasten. 

Auf  dem  Inneren  des  Deckels  Johannes  der  Täufer,  in  der  Mitte 
der  Heiland  am  Kreuz  mit  der  Umschrift:  „Ecce  Agnus  Dei,  Qui 
Tollis  Peccata  Mundi,  Miserere  Nobis",  rechts  die  Mutter  Gottes, 
links  das  Agnus  Dei.  Umfang  3  Octaven  und  Sexte  (E — c). 
Untertasten  schwarz.  DoppelchOrig. 

10.  Harfe  (Pedal-)  im  Empire-Styl,  bez.  „Challiot,  facteur 
de  harpes  ä  Paris".  Anfang  des  Jhdt,  7  Pedale,  43  Saiten. 
Hinten  durchbrochener  Resonanzkasten.  Mechanik  mit 
Drehscheiben. 

11.  Harfe  (Pedal-)  im  Stile  Louis  XVI.  aus  dem  Ende  des 
vorigen  Jhdt.  Resonanzboden  mit  Malereien  geschmückt. 
7  Pedale,  38  Saiten.  Mechanik  mit  Drehscheiben. 

12.  Kleineres  Cembalo. 

Das  Innere  des  Deckels  mit  Malerei  (vermuthlich  später  hinzu- 
gefügt) Musikaufführung  unter  MOnchen  darstellend.  Der  äussere 
Kasten  ist  roth  bemalt  und  mit  Amoretten,  die  ein  grünes  Band 
halten,  verziert.  Der  Anschlag  der  Saiten  gescliieht  mittelst  Leder- 
stückchen. Umfang  4  Octaven  (G—c).  Untertasten  gelb.  Doppel- 
chörig. 

13.  Lan dsknecht-Trommel, mit  Malorei(Reiter).XVn. Jhdt. 
Höhe  66,  Durchmesser  35. 

14.  Cembalo,  italienisch,  aus  der  ersten Hftlfte  desX VIII.  Jhdt 


41t  Eolossalgrappe  Paul  de  Wit.  —  Richard  Wagner. 

Umfang  4  Octaven  und  Quart  (C—f).  Untertasten  weiß. 
Doppelchörig. 

Im  inneren  Deckel  befindet  sich  eine  Ansicht  der  Stadt  Pisa 
und  des  Campo  Santo  nebst  Battisterio.  Die  Zier-  und  Schatz- 
leiste oberhalb  der  Docken  ist  kunstvoll  mit  Elfenbein,  Ebenholz 
und  Schildpatt  eingelegt. 

15.  Physharmonica. 

Jedenfalls  eines  der  ersten  Exemplare  der  Harmoniamgattong; 
drei  Octaven  Umfang  (C—c).  Dus  Kästchen  ist  aus  massivem 
Mahagoni.  Mit  Fusstrittbrett. 

16.  Kleine  Harfe  (Empire),  vergoldet,  mit  Schwan  als 
Aufsatz.  Mechanik  mit  Stellschrauben  und  Drehscheibchen. 
27  Saiten.  Resonanzboden  hinten  durchbrochen.  Anfang 
des  XIX.  Jhdt. 

17.  Psalterium  in  Kasten,  mit  innen  bemaltem  Deckel 
(Engel  psalWspielend).  Neun  paar  dreichörige  Saiten. 
Die  Wirbel  von  auffallender  Länge  stehen  an  der  Seite. 
Zwei  Rosetten. 


Richard  Wagner, 

geb.  am  22.  Mai  1813  in  Leipzig,  gest.  am  13.  Februar  1883 

in  Venedig. 

Separatausstellung  in  der  Gibichun  gen  halle.   Entworfen  und 

erbaut  von  Professor  Josef  Hoffmann, 

Deutsches  Fürstenhaus  in  den  ersten  Jahrhunderten  unserer 
Zeitrechnung.  An  der  Stirnseite  Ungethüme  mit  einem  Rehe  in 
den  Fängen,  das  Symbol  der  Gewalt  der  Starken  gegenüber  den 
Schwachen.  An  den  Ecken  des  Daches  Beile,  das  Zeichen  der 
Herrschaft,  umgeben  von  Wuotan's  Pferden.  An  den  beiden  Säulen 
der  Vorhalle  die  Hauszeichen  des  Besitzers,  mit  Zaubernägelu 
befestigt,  um  das  Unheil  vom  Hause  fernzuhalten. 

Das  lunere  in  den  Vor-  (Warte-)  Raum  und  in  den  Saal 
getheilt.  In  letzterem  unter  offenem  Dache  der  Herd,  zu  beiden 
Seiten  umgeben  von  den  Hauptstützen  des  Gebäudes,  die  an 
den  Schäften  mit  Runen-  (Wahl-  und  Zauber-)  Sprüchen,  an  den 
Würfeln    mit    erbeuteten   Waffen   verziert   sind,    die    Hochsitze 


Richard  Wagner.  413 

der  Aeltesten.  Links  der  Hochsitz  de^Hausherrn  und  der  Haus- 
frau, ebenso  montiert,  daneben  ein  Tischchen  mit  dem  Trink- 
horn  (Willkommsbecher),  in  der  Ecke  eine  Harfe.  Neben  den  Hoch- 
sitzen beiderseits  die  Sitze  der  Sippen,  mit  Thierfellen  belegt. 
An  den  Wänden  Waffen  und  Trophäen  der  Ahnen  und  des 
Hausherrn;  an  den  Gestellen  allerlei  Hausrath,  Gtehörn,  Geweihe 
und  Knochen,  darunter  die  Stoßzähne  des  Narwals  (des  sagen- 
haften Einhorns).  Sämmtliche  Ornamente  Gräberfunden  und 
anderen  Kunstdenkmaleu  des  frühesten  Mittelalters,  die  Ver- 
zierungen der  Vorhänge  und  Baldachine  den  friesischen  Miniaturen 
getreu  nachgebildet. 

An  der  Rückwand,  dem  Eingange  gegenüber,  die  „Welt- 
Esche^  Yggdrasil,  der  Baum  des  Schreckens,  der  seine  Aeste 
und  Zweige  durch  den  ganzen  Himmelsraum  ausbreitet,  nach 
dem  Verschwinden  Wuotan's  aus  der  Mitte  der  Götter  über  Tag 
und  Nacht  emporgewachsen.  Aus  seinen  Wurzeln  entsprang  die 
„Urdquelle";  aus  seiner  mächtigen  Frucht,  die  plötzlich  mit 
ungeheurem  Getöse  vom  Gipfel  herab  unter  die  Götter  fiel  und 
platzte,  erhob  sich  zum  Schrecken  der  Äsen  ein  geharnischter 
Mann,  das  Sinnbild  der  neuen  kampferfüllten  Zeit.  In  den  Gipfeln 
des  Baumes  Adler  und  Falke,  die  weltüberschauenden  Wächter 
Wuotan's,  die  beiden  Raben  Hugin  und  Munin  (Gedanke  und 
Erinnerung),  dessen  Boten;  an  dem  Schafte  das  auf-  und  nieder- 
schießende Eichhörnchen,  das  von  den  Beschädigungen,  die  der 
Wurm  Nidhöggr  an  den  Wurzeln  der  Esche  anrichtet,  sowie  von 
dessen  Flüchen  Kunde  bringt,  dem  Gotte  Thor  geweiht,  Symbol 
des  Blitzes.  An  den  Seitenwänden  vier  Hirsche,  die  an  den 
Zweigen  der  Welt-Esche  äsen,  deren  unbegrenztes  Wachsthum 
das  Weltall  sprengen  würde,  die  vier  Jahreszeiten,  welche  die 
Schöpfungskraft  der  Natur  begrenzen. 

An  der  Eingangsseite  rechts  oben  ein  äsender  Hirsch,  die 
Unbill  der  Zeit,  links  die  Ziege  Heidrun,  von  deren  Milch  sich 
nach  dem  Beschlüsse  der  Nornen  die  Götter  nähren  müssen.  An 
dem  Sperrbalken  die  Midgardschlange,  von  den  Göttern  in  das 
Meer  verwiesen,  die,  ausgewachsen,  die  Erde  umspannen  und 
erdrücken  wird.  Unter  dem  Hirsche  der  Wolf  Fenrir,  links  ein 
geflügeltes  Ungethüm,  die  Kinder  des  gefallenen  Gottes  Loki 
und  des  Riesenweibes  Angurboda  (Angstbotin),  von  den  Göttern 
an  die  Urdquelle  gebracht,  von  den  Nornen  erkannt  und,  wie 
Alles,  was  in  den  Bereich  der  Quelle  gelangt,  der  Vernichtung 


414  Richard  Wagner. 

entzogen,  die  dercinstigen  Mitkämpfer  Loki*s  im  Entscheidnngs- 
kampfe  um  die  Herrschaft  der  Welt. 

In  den  Seitenräiimen  sind  die  Autographe,  Bilder  und 
sonstigen  auf  Richard  Wagner  bezüglichen  Gegenstände^)  in 
folgender  Ordnung  ausgestellt. 

Pult  I. 

1.  „Der  fliegende  Holländer.*' RomantischeOper in  3Auf- 
zügen.  „Seinem  besten  Freunde  gewidmet  1853.**  Part. 
Zum  Theile  Autogr. 

Verwaltungaraih  der  Bühnenfeatspide,  Bayreuth, 

2.  Derselbe.  Autogr.  Partiturskizze  zur  Ouvertüre. 

Prof.  Dr.  Standhartner,  Wien. 


3.  „Loheugrin."  „Seinem  alter  Ego  1853."  Part.  Zum 
Theile  Autogr. 

Verwaltungarath  der  Bühnenfeatspiele,  Bayreuth. 

4.  „Die  Hochzeit."  Introduction,  Chor  und  Septett.  Frag- 
ment. Part.-Autogr.  Br.  Adolf  Sandherger,  München. 

Die  erste  (unvollendete)  dramatische  Arbeit  R.  Wagner's. 

5.  „Parsifal."  Handschr.  Ciavierauszug. 

Verwaltungarath  der  Bühnenfeatapiele,  Bayreuth. 

6.  „Die  Meistersinger  von  Nürnberg."  Schusterlied. 
Autogr.  „Die  Schuster  gratulieren  zum  Geburtstag. 
23.  Febr.  1863  Wien,  R.  Wagner  seinem  J.  Stand- 
hartner." Prof.  Br.  Standhartner,  Wien. 


Pult  II. 


1.  „Schmerzen."    Autogr.  mit  Widmung  an  Ihre  Durch- 
laucht Fürstin  Pauline  Metternich.  „Geschrieben  zu  Paris 

im  Juni   1860."  Fürstin  PauUne  Mettei-nich,  Wien, 


*)  Die  von  der  Vermögcns-Admiiiistration  Sr.  Majestät  des  Königs 
von  Bayern  gesendett^n  Objecte  sind  im  Interieur  der  München  er  Hof- 
theater-Intendanz exponiert. 


Richard  Wagner.  415 

2.  Tactstück    Richard    Wagners    aus    Elfenbein    mit 

Türkisen.     Verwdltungsrath  der  Buhnenfestspide,  Bayreuth, 

3.  „Oper  und  Drama."  Autogr.  mit  Widmung  an  Theodor 
Uhlig.  Zürich,  21.  Dec.  1861.  Derselbe. 

4.  „Ueber  das  Dirigiren."  Antogr. 

Liszt'Museum,  Weimar. 

5.  „Parsifal."  Orchester-Part.  Gedruckt  bei  Schott  in 
Mainz.     Einziges    in    dieser    Ausstattung    hergestelltes 

Exemplar.  Schott  und  Söhne,  Mainz. 

6.  „Tannhäuser."  Als  Manuscript  von  der  Handschrift 
des  Coraponisten  auf  Stein  gedruckt.  Dresden  1845.  Mit 
autogr.  Widmung:    „Seinem  treuen  Franz  Liszt  1853". 

Verwaltungsrath  der  Bühnenfestspiele,  Bai/reuth, 

7.  Wagner,   Richard.    Brief  an  Jos.  Hoffmann,  22.  Oct. 

1872.  Autogr.  Prof  Jos,  Hoffmann,  Wien. 


Pult  III. 


1.  Bühnenfestspielhaus  in  Bayreuth.  Seitenansicht. 
Photogr.  von  Otto  Weihrauch,  München. 

Verwaltungsrath  der  Bähnenfestspielef  Bai/reuth. 

2.  Dasselbe.  Totalansicht.  Photogr.  von  Demselben. 

Derselbe, 

3.  Dasselbe.  Vorderansicht.  Photogr.  von  Demselben. 

Derselbe. 

4.  „Parsifal."  Programm  zu  den  Bayrenther  Aufführungen 

1882.  Akademischer  Wagner-Verein,  Wien, 

5.  „Die  Meistersinger  von  Nürnberg."  Theaterzettel 
der  ersten  Aufführung  am  21.  Juni  1S68  im  kgl.  Hof- 
nnd  Nationaltheater  in  München. 

Kgl.  Hof-  und  Staatsbibliothek,  München. 

6.  „üeber  Schauspieler  und  Sänger."  Leipzig  1872. 
Mit  Widmung  an  Ileckel.  Mannheim,  19.  Nov.  1872. 
Autogr.  Herr  E.  Hechel,  Mannheim. 


416  Richard  Wagner. 

7.  Trauerfeier  für  R.  Wagner,  veranstaltet  vom  Wiener 
akademischen  Wagner- Verein  am  I.März  1883.  Programm. 

Akademischer  Wagner -Verein,   Wien. 

8.  „Lohengrin.^  Ciavierauszug  mit  autogr.  Widmung 
Ijiszt's  an  Ihre  Durchlaucht  Fürstin  Pauline  Mettemich. 

Fürstin  Pauline  Metternich,  Wieft. 

9.  „Tristan  und  Isolde."  Theaterzettel  der  ersten  Auf- 
fuhrung am  15.  Mai  1865  im  kgl.  Hof-  und  National- 
theater  in  München. 

Kgl  Hof'  und  Staatsbibliothek,  München, 

10.  Gesammelte  Schriften  und  Dichtungen.  Erster 
Band,  Leipzig  1872,  mit  autogr.  Widmung  an  Franz  Liszt 
„7.  Sept.  1872  am  zweiten  Ttig  der  allemeuesten  Hegira". 

KgL  ungarische  Musik-  und  Theatcrakademie,  Budapest. 

Pult  IV. 

1.  Schale  und  Teller  aus  Porzellan  mit  Malerei  (Sceneu 
aus  „Tannhäuser")  und  Goldornamentik. 

Verwaltungsrath  der  Bühnenfestspiele,  Bayreuth. 

2.  „Isolden's  Liebestod."  Bleistiftskizze.  (Autogr.?) 

Akademischer  Wagner-Verein,   Wien. 

i].  Schale  und  Teller  aus  Porzellan  mit  Malerei  (Sceneu 
aus  „Lohengrin")  und  Goldornamentik. 

Verwaltungsrath  der  Bühnenfestspiele,  Bayreuth. 

4.  Wagner,  Cosima.  Brief  au  Josef  Hoffmann,  ohne  Datum. 

Autogr.  Prof.  Josef  Hoffmann,  Wien. 

5.  Wagner,  Richard.  Brief  an  denselben.  Bayreuth, 
9.  Febr.  1874.  Autogr.  Derselbe. 

6.  Wagner,  Cosima.  Brief  an  Franz  v.  Lenbach.  Bayreuth, 
26.  Dec.   1873.  Autogr.  Derselbe. 

7.  Wagner,  Richard.  Brief  an  Josef  Hoffmann.  Bayreuth, 
28.  Juli  1872.  Autogr.  Derselbe. 

8.  Derselbe.  Brief  an  denselben.  Bayreuth,  19.  Dec. 
1873.  Autogr.  Derselbe. 


Riehard  Wagner.  417 

9.  Derselbe.  Brief  an  Ihre  Durchlaucht  die  Fürstin  Panline 
Metternich  über  die  „Tannhäuser^-Auffühning  in  Paris, 
Dienstag  Abends.  Autogr. 

Fürstin  Pcmline  Metternich,  Wien. 

10.  Derselbe.  Brief  an  Josef  Hoffmann.  Bayreuth,  9.Junil874. 

Autogr.  Prof.  Josef  Hoffmann,  Wien. 

11.  Derselbe.  Brief  an  denselben.  Bayreuth,  28.  J&nner  1874. 
Antogr.  Derselbe. 

12.  Derselbe.  Brief  an  denselben.  Bayreuth,  1.  April  1874. 
Autogr.  Derselbe. 

13—19.  Briefe  Richard  Wagner's  an  Ihre  Durchlaucht 
Fürstin  Pauline  Metternich  in  Paris  über  die  erste  Auf- 
fühniug  des  „Tannhäuser"  in  Paris.  Autogr.  Dat. 

Fürstin  PaiUine  Metternich,  Wien. 

\3.  Rae  d'Aamale.  14.  Paris,  18.  Dec.  1860.  15.  Dienstag, 
20.  Nov.  1860.  1«.  Paris,  IJ.  Nov.  1860.  17.  Paris,  to.  März  1861. 
18.  Paris,  15.  Dec.  1860.  19.  Paria,  8.  Jänner  1861. 


Pult  V. 


1.  Schnorr  v.  Karolsfeld,  Ludwig  (1836—1865,  der 
berühmteste  Wagners&nger).    Brief  an  Richard  Wagner, 

0.   D.  Autogr.  Frau  Josei  hine  Rudolph,  Wien. 

2.  Wagner,    Richard.    Brief  an    Frau    Amalie  Materna. 

2.    Febr.    1876.   Autogr.         Frau  Amalie  Materna,  Wien. 

3.  Derselbe.  Brief  an  dieselbe,  vom  9.  Sept.  1876. 
Autogr.  Dieselbe. 

4.  Derselbe.    Brief    an  dieselbe,  vom    18.   Febr.    1877. 

Autogr.  Dieselbe. 

5.  Flacon  aus  Jaspis.  Geschenk  von  Pariser  Künstlern 
an  Frau  Materna.  Mit  einer  Widmungsurkunde  vom 
16.  März  1890.  Dieselbe. 

6.  Wagner,  Richard.  Brief  an  Frau  Amalie  Materna,  vom 

13.   Nov.   1878.  Autogr.  Dieselbe. 

I  37 


418  Richard  Wagner. 

7.  Derselbe.  Brief  an  dieselbe,  Venedig, am  28.  Sept.  1882. 

Alitogr.  Frau  Ämalie  Materna,  Wim, 

8.  Derselbe.  Brief  au  dieselbe,  Venedig,  14.  Jänner  1883. 
Autogr.  (Vorietzter  Brief  von  der  Hand  Richard  Wagner's). 

Dieselbe. 

9.  Derselbe.  Brief  an  Tichatschek  (Josef  Alois,  1807  bis 
1872,  der  erste  Wagnersänger).  Dresden,  am  25.  Aug. 

1845.  Autogr.  Frau  Josephine  Mudolph,   Wien. 

11.  Bülow,  Hans  v.    Brief  an  Tichatschek,    vom  31.  Juli 
1868.  Autogr.  Dieselbe, 

12.  Wagner,  Cosima.  Brief  an  Frau  Amalie  Materna,  vom 

26.  Juli.  Autogr.  Frau  Amalie  Materna,  Wien. 

13.  Wagner,  Richard.  Brief,  Zürich,  28.  Sept.  1853. 
Autogr.  Herr  Max  Kalbeck,  Wien 

14.  Derselbe.  Brief  an  Tichatschek.    Paris,  8.  Dec.  1861. 

Autogr.  Frau  Josephine  Rudolph,  Wien. 

15.  Derselbe.  Anweisung  zur  Aufführung  des  „Rienzi*^. 
Autogr.  Herr  Ad.  Förstner,  Berlin, 

16.  Derselbe.    Brief   an    Eduard  Hanslick,  vom  1.  Jänner 

1847.  Autogr.  Prof.  Dr.  Eduard  Hanslick,  Wien. 

17.  Erinnerungsmedaille  aus  Bronze  an  die  Festspiele 
in  Bayreuth   1876.  Herr  Fritz  Donebauer,  Prag. 

18.  Goldene  Brustnadel  mii  dem  Wappen  der  Stadt 
Brüssel.    Geschenk  der  Stadt  an  Frau  Amalie  Materna, 

Jänner  1889.  Frau  Amalie  Materna,  Wien. 

19.  Silberner  Lorbeerkranz.  Geschenk  Richard  Wagner's 
an  Frau  Materna.  „Nach  dem  Festspiel  in  Bayreuth  am 
30.  August  1876  Meister  Richard  Wagner  der  Brünhilde 
Materna."  Dieselbe. 

20.  Bronzemedaille.  Avers:  Porträt  R.  Wagner's,  Revers: 
Poesie,  Musik,  Schauspielkunst. 

Herr  Fritz  Donebauer,  Prag, 


Richard  Wagner.  419 

21.  Wagner,  Richard.  Photogr.  mit  autogr.  Widmung 
R.  Wagner's:  „Chriemhilde  dort,  Kiindry  hier  —  Jederzeit 
des  Werkes  Zier.  23.  August  1882." 

Frau  Ätnalie  Materna,  Wien. 

22.  Derselbe.    Brief  an  Hofrath  Winkler  in  Dresden  vom 

7.  Mai  1841.  Autogr.        Frau  Josephine  Eudölph,  Wien. 

23.  Derselbe.  Brief  an  Fr.  Liszt  vom  Mai  1852.  Abschrift. 

Dr.  Heinrich  Steger,  Wien. 

24.  Steckbrief  auf  R.   Wagner.  Prof.  Dr.  v.  Str einte,  Graz. 

Vor  der  Halle. 

Kolossalbüste    Wotau's    von    Prof.    Anton    Brenek 

in  Wien.  Bildhauer  Anton  Brenek,  Wien. 

Bildwerke.  Linke  Seitengallerie. 

1.  Richard  Wagner.  Brustbild  (oval).  Photogr.  Groli-Fol. 
Mit  Widmung  an  Frau  Materna. 

Frau  Ämalie  Materna,  Wien. 

2.  Derselbe.    Kniestück  (oval).  Photogr.  Mit  Widmung  an 

Dr.  Standhartner.  Fol.  Prof.  Dr.  Standhartner,  Wien. 

3.  Derselbe.  Brustbild  (lebensgroß).  Photogr. 

Kgl.  Hof-Photograph  Albert,  Mäncl^en. 

4.  Derselbe.  Brustbild.  Radierung  nach  L.  Michalek.  Groß- 

Fol.  Kunsthandlung  V.  A.  Heck^  Wien. 

5.  Derselbe.  Bronzemedaillon  von  Anton  Brenek. 

BildJiauer  Anton  Brenek,  Wien. 

6.  Derselbe.  Pastell  von  L.  Michalek,  1890,  Groii-Fol. 

Maler  Ludwig  Michalek,   Wien. 

7.  Concertsaal  des  Gewandhauses  in  Leipzig.  Aqua- 
rell, Groß-Quer-Fol. 

Direction  des  Leipziger  Gewandhai^es. 

In  diesem  Saale  wurde  1833  Wagner's  einzige  Symphonie  in  G 
zam  ersten  Male  aufgeführt. 

27* 


420  Richard  WtLgner. 

8.  Riehard  Waguer.   Stahlst,    nach   einer  Photogr.  Fol. 
Mit  eigenhändiger  Widmnng  an  Herrn  Reichmann. 

Herr  Theodor  Beichmann,  Eachenbcidi. 

9.  Derselbe.  Brustbild,  Photogr.  nach  Franz  von  Lenbach. 
Fol.  Kunsthandlung  O.  Simon,  BerUn. 

10.  Derselbe.  Brustbild  (oval),  Photogr.  Fol. 

Verwaltungsrath  der  Bühnenfestspiele  in  Bayreuth. 

11.  Derselbe.  Kuiestück  (oval).  Photogr.  mit  Widmung 
an  Dr.  Standhartner.  Prof,  Dr.  Standhartner,  Wien. 

12 — 27.  Bilder  zum  „Ringe  des  Nibelungen"  im  Auf- 
trage und  nach  Angaben  Sr.  Majestät  des  Königs  Lud- 
wig U.  von  Bayern  gemalt  von  Josef  Hofl&nann.  17  Blatt. 
Photogr.  Fol.  "und  Quer-Fol.  Die  Orig.-Aquarelle  ver- 
schollen. 

Kgl.  Hof'Photograph  Albert^  München, 

\  t.  Alberich  und  die  BheintOchter  (Rheingold).  „Hehe!  ihr  Nicker, 
wie  seid  ihr  niedlich,  niedliches  Volk!^  13.  Wotan  und  Loge  in 
Nibdheim  (Kheingold).  „Zittre  und  zage,  gezähmtes  Heer!  Rasch 
gehorcht  des  Ringes  Herrn!''  14.  Siegmund  und  Sieglinde  (WalkQre). 
„Siegmund  den  Wälsung  siehst  du,  Weib!**  i5.  Siegmund's  Tod 
(Walküre).  „Zurück  von  dem  Speer,  in  Stücken  das  Schwert!** 
K).  Wotan's  Abschied  von  Brünhilde  (Walküre).  Wotan's  Auge 
weilt  auf  der  Gestalt  der  schlafenden  Brünhilde. 

Linke  Seitengallerie  (Fortsetzung). 

17.  Feuerzauber  (Walküre).  „Loge!  Loge!  Hieher!"  18.  Siegfried's 
Schwertprobe  (Siegfried).  „So  schneidet  Siegfhed's  Schwert*^ 
19.  Siegfried's  Kampf  mit  Fafner  (Siegfried).  „Da  lieg\  neidischer- 
Kerl,  Nothung  trägst  du  im  Herzen."  20.  Siegfried  und  Wotan 
(Siegfried).  „Zurück  vor  dem  Speer.''  21.  Brünhilde's  Erweckung 
(Siegfried).  „Erwache,  heiliges  Weib!"  22.  Siegfried's  Anknnft  bei 
Günther  (Götterdämmerung).  „Die  so  mit  dem  Blitz  den  Blick  du 
mir  Hengst,  was  senkst  du  dein  Auge  vor  mir?"  23.  Brünhilde's 
Bezwingung  (Götterdämmerung).  „Jetzt  bist  du  mein,  Brünhilde, 
Gunther's  Braut,  nun  gönne  mir  dein  Gemach!"  24.  Brünhilde's  Eid 
^'ogen  Si^'gfried  (Götterdämmerung).  „Brach  seine  Schwüre  er  alF, 
schwur  Meineid  jetzt  dieser  Mann."  20.  Siegfried'a  Tod  (Götter- 
dämmerung). „Süßes  Vergehen,  seliges  Grauen;  Brtlnhilde  bietet 
mir  GruÜ.**  26.  Brünhilde  sprengt  in  Siegfried^s  Scheiterhaufen 
(Götterdämmerung).  „Siegfried,  Siegfried,  sieh,  selig  grüsst  dich 
dein  Weib."  27.  Die  Kheintöchter  zielien  Hagen  mit  dem  Ringe  in 
die  Tirfe  (Götterdämmerung). 


Richard  Wagner.  4SI 

Linke  Seitengallerie. 

28 — 30  und  44 — 46.  Decorationsskizzeu  zu  Mozarfs 
^Zauberflöte",  für  das  k.  k.  Hofopemtheater  in  Wien 
entworfen  von  Josef  Hoffmann.  Groß-Qucr-Fol. 

McUer  Josef  Hoffmann,  Wieti, 

28.  Vorhalle  des  Prüfnngstempels,  II.  Act.  89.  Unterirdischer 
Tempel,  n.  Act.  30.  Halle  mit  einem  Ausblicke  in  die  oberen 
Tempelräume.  44.  Saal,  innerster  Tempel  mit  dem  Gotterbilde. 
45.  Die  Schreckenspforte.  46.  Aenßerste  Grenze  des  Tempel- 
bezirkes, Nillandschaft. 

31.  Einzug  der  Götter  in  Walhall.  Photogr.  von  Jaffö, 
nach  einem  Aquarell  von  Josef  Hoffmann,  Wien.  Quer-Fol. 

Derselbe. 

32.  Dasselbe  wie  Nr.  14.  Derselbe, 

33.  Dasselbe  wie  Nr.  17.  Derselbe. 
34—43.  Dasselbe  wie  Nr.  18—27.  Derselbe, 

47.  Richard  Wagner  in  Bayreuth.  Photogr.  nach  einem 
Originale  von  Georg  Papperitz.  Roy. -Fol. 

Herr  Hermann  Winkelmann,  Wien, 

48,  49,  58—62,  68,  69.  „Der  Ring  des  Nibelungen." 
Photogr.  von  Victor  Angerer  nach  Hans  Makart. 
9  Blatt.  Fol.  und  Quer-Fol. 

K.  k.  Hofphotograph  Victor  Angerer,  Wien. 

48.  Titelblatt.  49.  Loskaufung  Preya's  (Rheingold).  58.  Kampf 
Siegmund's  und  Hunding's  (Walküre).  59.  Siegmund  und  Sieglinde. 
60.  Brünhilde  bringt  Sieglinde  in  Sicherheit.  61.  Kampf  der  Riesen 
um  das  Gold.  6t,  Raub  des  Rheingoldes.  68.  Wiedererlangung 
des  Ringes.  69.  Brünhilde  verkündet  Siegmund  den  Tod. 

50 — 57.  Decorationsskizzen  der  Brüder  Brückner 
für  Bayreuth.  Oelgem.,  Lwd. 

Verwaltungsrath  der  Bähnenf est  spiele  in  Bayreuth. 

50.  Der  Wartburgsaal  aus  „Tannhäuaer",  IT.  Act.,  h.  34,  br.  45. 

51.  Schiffsdecoration  aus  „Tristan  und  Isolde",  I.  Act.,  h.  43,  br.  68. 

52.  Lager   der  Venus   aus  „Tannhäuser",   I.  Act.,  h.  81,   br.  110. 

53.  Venus-Grotte    aus    „Tannh&user",    I.    Act.,    h.    81,    br.    HO. 

54.  Waldgegend,  im  Hintergrunde  die  Wartburg  (Herbststimmung), 
aus  „Tannhftuser",  Hl.  Act.,  h.  81,  br.  HO.  55.  Waldgegend,  im 
Hintergrunde  die  Wartburg  (Frühlingsstimmung),  aus  „Tannhäuser", 
I.  Act.,  h.  81,  br.  110.  56.  Gartendecoration  aus  „Tristan  und 
Isolde",  IL  Act.,  h.  45,  br.  61.  57.  Burg  Kareol  aas  „Tristan 
und  Isolde",  IL  Act.,  h.  45,  br.  61. 


422  Richard  Wagner. 

63 — 67.  Figurinen  zum  „Ringe    des  Nibelungen^  von 

Josef  Hoffmann.  Fol.  Maler  Josef  Hoffmann,  Wien. 

63.    a)  Loge,    h)    Fafner,    c)    Froh,    d)  Wüotan,  e)   Fasolt  — 

64.  ä)  Alberich,  b)  Fricka,  c)  Donner,  d)  Freya,  e)  Woglindo.  — 

65.  a)  Hunding,  b)  Sieglinde,  c)  Siegmund,  d)  Hrünhilde  als  Wal- 
küre, e)  eine  Walküre.  —  66.  a)  Einer  der  Pfannen,  b)  Siegfried, 
c)  Brünliilde  im  Frauenkleid,  d)  Günther,  e)  Walküre,  f)  einer 
der  Mannen.  —  67.  a)  Mime,  b)  Gutrune,  c)  Lindwurm,  d)  Hagen, 
c)  Wala. 

70.  Wagner-Gallerie    von   Theodor    Pixis.    20    Photogr. 
Cabinetformat  (s.  Nr.  74).    Maler  Theodor  Pixis,  München. 

71.  Wuotan's  Abschied.  Photogr.  nach  dem  Originalgem. 
von  C.  Dielitz.  Roy.-Fol. 

Photographißche  OeseUachaft,  BerUn. 

Dasselbe  gehört  zu  dem  Cyclus  „Die  vier  Elemente**:  Luft 
(Walkürenritt),  Feuer  (Wuotan's  Abschied  von  Brünhilde),  Wasser 
(Das  Rheingold)  und  Erde  (Siegfried's  Drachenkaropf),  welcher 
im  Lichtraume  des  Dampfers  „Ems''  durchgeführt  ist. 

72.  Eröffnungs-Vorhang   (1868)    des   k.  k.  Hofopern- 
theaters in  Wien  von  Josef  HoflFmann.  Papier,  h.  98, 

br.  101.  Maler  Josef  Roffmann,  Wien. 

73.  Ferdinand  Jäger  als  Siegfried.  Ganze  Figur.  Photogr. 

Roy.-Fol.  K.  k.  Hofjuioelter  Th.  Köchert,  Wien. 

74.  Wagner-Gallerie    von    Theodor    Pixis    (s.    Nr.  67). 
20  Photogr.  Fortsetzung  von  Nr.  70. 

Maler  Theodor  Pixis,  München. 

75.  Wagner,  Richard.  Brustbild.  Radierung  nach Egusquiza. 
Roy.-Fol.       Gesellschaft  für  vervielfältigende  Kunst,  Wien. 

76.  Parsifal    und  Walther   v.  Stolzing.    Heliogr.    nach 
Statuetten  von  Prof.  v.  Zumbusch.  Dieselbe. 

11.  Ander,  Alois  als  Lohengrin.  Brustbild  (oval).  Kreide- 
zeichnung. Groß-Fol.      Herr  Hennann  Winkelmann,  Wien, 

78.  Winkelraann,  H.,  als  Walter  von  Stolzing.  Brust- 
bild. Photogr.  in  Lebensgröße.  Derselbe. 


Richard  Wagner.  4^3 

79.  Siegfried  und  dieRheintochtcr.  (^Götterdämmerung", 
3.  Act.)  Lithogr.  nach  einer  Kreidezeichnung  A.  M.  Prott\s 
von  H.  Fantin.  Fol.  "Prof,  Dr,  Adam  Politzer,  Wien. 

80.  Musikvereinssaal  anlässlich  der  Gedächtnisfeier 
Richard  Wagiier's.  Photogr.  Quer-Fol. 

Gesellschaft  der  Musikfreunde,  Wien. 

Mitielgallerie. 

1.  Richard    Wagner.     Gypsbüste    mit    Postament    von 

0.  Gradler.  Herr  0.  Gradier,  Charlottenburg. 

2.  Frau  Cosiraa  Wagner.  Gypsbüste  von  Gustav  Kietz. 

Frau  AmcUie  Materna,  Wien. 

3.  König  Ludwig  IL  von  Bayern.  Gypsbüste  von  Prof. 

A.  DüU.  Prof  Ä.  Dan,  Wien. 

4.  Frau  Amalie  Materna  als  Brünhilde.    Bronzebüste 

von  Godepsky.  Frau  AmcUie  Materna,  Wien. 

Am  Marinorsockel  in  Relief  eine  Darstellung  des  Walkürenrittes. 

5.  Parsifal-Statuette,  nach  einem  Originale  von  Prof. 
C.  V.  Zumbusch.  Gyps,  bronziert. 

Prof  C.  V.  Zumbusch,  Wieti. 

7.  22  Maquetten  zu  den  Musikdramen  Richard 
Wagner's  für  König  Ludwig  II.  von  Bayern  von  Quaglio, 
Jank  und  Doli  entworfen.  Stadt  Straßburg,  Elsass. 

a)  „Tannhftuser",  I.  Act,  Venusberg;  b)  „Tannhfinser",  I.  Act,  Venus- 
berg; c)  „Tannh&uscr",  I.Act.  Waldgegend  im  Hintergrunde  die  Wart- 
burg (Prühlingsstimmung) :  d)  „Tannhäuaer",  III.  Act,  Waldgegend, 
im  Hintergründe  die  Wartburg  (Herbststimmung);  e)  „Tannhäuser*^, 
in.  Act,  Waldgegend,  im  Hintergrunde  die  Wartburg  (Herbst- 
stimmung); /)  „TannbÄuser",  IH.  Act,  Waldgegend,  im  Hinter- 
grunde die  Wartburg  (Herbststimmung);  g)  „Meisterpinger",  I.  Act, 
das  Innere  der  Katharinenkirche:  h)  „Meistersinger",  111.  Act, 
Wiesenplan  an  der  Pegnitz;  i)  „Der  fliegende  Hollündor",  I.  Act, 
steiles  Felsufer,  Ausblick  auf  das  Meer;  j)  „Der  fliegende  Holländer", 
II.  Act,  groiJea  Zimmer  im  Hause  Daland's;  k)  „Der  fliegende 
Holländer",  III.  Act,  Seebucht  mit  felsigem  Gestade;  l)  „Tristan 
und  Isolde",  I.  Act,  zeltartiges  Gemach  auf  dem  Vorderdeck  eines 
Seeschiffes:  m)  „Tristan  und  Isolde",  II.  Act,  Garten  vor  d<'?n 
Gemach  Isolden's;  n)  „Tristan  und  Isolde",  III.  Act,  Burg  Kareol, 
Ausblick  auf  das  Meer;  o)  „Lohengrin",  I.  Act,  eine  Au  am  Ufer 


424  Richard  Wagner. 

der  Scheide  bei  Antwerpen;  jp)  „Lohengrin",  IL  Act,  Barghof  in 
Antwerpen;  q)  „Lohengrin",  II.  Act,  Burghof  in  Antwerpen; 
r)  „Lohengrin^,  III.  Act,  1.  Scene,  das  Brautgemach;  s)  ,Lohen- 
grin",  IV.  Act,  1.  Scene,  das  Brautgemach;  t)  „Tannhäuser",  IL 
Act,  die  Sängerhalle  auf  der  Wartburg;  u)  „Tannhäuser*',  IL  Act, 
die  Sängerhalle  auf  der  Wartburg;  v)  „Tannhäuser^,  11.  Act,  die 
Sängerhalle  auf  der  Wartburg. 

6  und  8.  Vier  Maquetten  zur  „Zauberflöte",  für  das 
k.  k.  Hofoperntheater  in  Wien  entworfen  von  Josef 
Hoffmanu.  Bild  I  und  II,  IV  und  VI. 

Maler  Josef  Hoffnumn,  Wien, 

9.  Walther  v.  Stolziug.  Bronzierte  Gypsstatuette  nach 
einem  Original  von  Prof.  C.  v.  Zumbusch. 

Prof  C.  V.  Zumbusch,  Wien. 

10.  Frau  Amalie  Materna  als  Brünhilde.  Gypsbüste 
von  Heinrich  Natter.  Frau  Amalie  Materna,  Wien, 

11.  Richard  Wagner.  Gypsbüste  von  Prof.  A,  DüU. 

Prof  A,  Dan,  Wien. 

12.  Derselbe.  Bronzebüste  von  Fritz  Schaper. 

Verwaltungsrath  der  Bühnenfestspieie  in  Bayreuth. 

13.  „Der  fliegende  Holländer".  Bronzierte  Gypsstatuette 
nach  einem  Originale  von  Prof.  C.  v.  Zumbusch. 

Prof.  C.  V.  Zumfmsch,  Wien. 

14.  Theaterzettel  einer  Aufführung  der  „Götter- 
dämmerung" in  St.  Petersburg  TMarientheater)  vom 
21.  März  1889  (russisch  und  deutscn). 

Deutsches  Landestheater,  Prag. 

15.  Theaterzettel  einer  Aufführung  der  „Walküre" 
in  St.  Petersburg  (Marientheater)  vom  18.  März  1889 
(russisch  und  deutsch).  Dasselbe. 

16 — 33.     Costümstudieu    zu    Richard  Wagner's  „Par- 

sifal"   von  Rudolf  Seitz.     Graf  Th.  Desfours-Walderode. 

16.  Parsifal,  I.  und  II.  Act.  17.  Kundry,  I.  Act.  18.  Gumemanz. 
19.  Gralsritter.  20.  Knappe.  21.  Titurel.  22.  Klingsor.  «8.  Kundry, 
II.  Act.  24.  Amfortas.  25.  Knappe.  26.  Knabe.  27.  Parsifal,  m.  Act. 
28—33.  Blumenmädchen. 


Richard  Wagner.  4So 

34.  Richard    Wagner.     Radierung    von    William    ünger. 

Quart.  GeseUschaft  für  vervielfältigende  Kunst^  Wien. 

35.  Derselbe.  Gypsmedaillon  von  Johannes  Benk. 

Akademischer  Wagner-Verein,  Wien. 

36.  Karte  der  Tourn(5e   der  Wagner-Truppe   Angelo 

Neumann^S.  Deutsches  Landestheater  Prag. 

37.  Riebard    Wagner.  Radierung  von  Hermann  Dröhmer. 

Quart.  Kunstverlag  C.  Simon,  Berlin. 

38.  Theaterzettel    einer    Rheingold-Aufführung    in 
Petersburg  vom  17.  März  1889. 

Deutsches  Landestheater,  Prag. 

39.  Theaterzettel    einer    Siegfried  -  Aufführung    in 

Bologna.  Dasselbe. 

40.  „Tannhäuser"  (Venusgrotte). Lithographie  von  H.  Fantin, 
nach    einer   Kreidezeichnung   von   A.  M.  Prott.    Groß- 

Quer-Fol.  Prof.  Dr.  Adam  Politzer,  Wien. 

41.  ^yRheingold**  (I.  Scene).  Dieselbe.  Fol.  Derselbe. 

42.  Dasselbe  (letzte  Scene).  Dieselbe.  Fol.  Derselbe. 

43.  Siegfried  (IE.  Aufzug,  I.  Scene).    Dieselbe.    Quer-Fol. 

Derselbe. 

Rechte  Seitengallerie. 

1.  Richard  Wagner.  Brustbild.  Oelgem.  von  Franz  v. 
Lenbach.  Holz,  h.  71,  br.  56. 

Verwaltungsrath  der  Bülmenfestspide  in  Bayreuth. 

2.  Frau  Amalie  Materna  als  Ortrud.  Halbfigur.  Oelgem. 
von  G.  Gaul.  Lwd.,  h.  125,  br.  80. 

Frau  Amalie  Materna,  Wien. 

3 — 6.  Wiederholung  der  14  Originalentwürfe  zum 
„Ring  des  Nibelungen",  ausgeführt  für  das  Bayreuther 
Festspiel  im  Jahre  1876  von  Josef  Hoffmann;  Oelbilder 
auf  Pappe,  h.  18,  br.  24.  Nr.  7.  Original-Entwurf  für 
Bayreuth  im  einstigen  Besitz  weiland  König  Ludwigs  H. 
Die  übrigen  13  Entwürfe  verschollen. 

Maler  Josef  Hoffmann,  Wien. 


426  Richard  Wagner. 

7.  „Siegmund  den  Wälsung  siehst  du,  Weib!"  Oel- 
i)ild  zu  Richard  Wagner's  „Wallküre",  1.  Act,  von 
Josef  Hoffmann.  Lwd.,  h.  82,  br.  106. 

Fräulein  Schembera,  Wien. 

8.  Beckmesser*s  Ständchen.  Oelbild  von  TTieodor  Riis, 
zu  Richard  Wagner's  „Die  Meistersinger  von  Nürnbei^", 

II.  Act,  1889.  Lwd.,  h.  90,  br.  68. 

Maler  Theodor  Pixia,  München. 

9.  Tristan  und  Isolde.  Oelbild  von  demselben,  zu  Richard 
Wagners  „Tristan  und  Isolde",  11.  Act.  Lwd.,  h.  90, 
br.  68.  Derselbe. 

10.  Grotte  der  Wala  (Siegfried,  IlL  Act).  Entwurf  von 
Josef  Hoffmann,  Richard  Wagner  zur  Wahl  vorgelegt 
Lwd.,  h.  82,  br.   106.  Dr.  S.  Federn.  Wien. 

11.  Tichatschek,  Josef  Alois.  Kniestuck.  Oelgem.  Lwd., 
h.  130,  br.  106. 

Freies  deutsches  Hochstift^  Frankfurt  am  Madn, 

12.  König  Ludwig  IL  von  Bayern.  Brustbild.  Oelgem. 
von  Theodor  Pixis.  Lwd.,  h.  57,  br.  40. 

Maler  Theodor  Piccis,  München. 

13.  Scenerie  aus  „Rheingold".  Eventual-Entwurf  von  Josef 
Hoffmaun,  Richard  Wagner  zur  Wahl  vorgelegt.  Oelgem. 

Lwd.,  h.   82,  br.   106.  Dr.  S.  Federn,  Wiefh 

14.  Gibichungenhalle  (Götterdämmerung,  I.  Act). 
Eventual-Eutwurf  von  Josef  Hoffmann,  Richard  Wagner 
zur  Wahl    vorgelegt.    Oelgem.  Lwd.,  h.  82,  br.  106. 

Maler  Josef  Hoffmann,  Wien. 

15.  üfergegeud  vor  der  Gibichungenhalle  (Götter- 
dämmerung). Eventual-Entwurf  von  Josef  Hoffmann, 
Richard  Wagner  zur  Wahl    vorgelegt.    U.  Act.  Oelgem. 

Lwd.,   h.   82,  br.    106.  Dr.  S.  Federn,  Wien. 

16.  Gesegnet  sei  du  Reiner  durch  das  Reine.  (Parsifal, 

III.  Act.)    Oelgem.    von    Theodor    Pixis.    Lwd.,  h.  168, 

br.   118.  Maler  Theodor  Pixis,  München. 


Richard  Wagner.  427 

17.  Tannhäuser  und  YeDus.  Oelgem.  von  Otto  Knille, 
1873.  Lwd.,  h.  265,  br.  277. 

Kgl.  NatümcUgäßerie,  Berlin. 

18.  Frau  Amalie  Materna  als  Brünhilde.  Halbfigur. 
Oelgem.  von  Hermann  Nigg,  1885.  Lwd.,  h.  151,  br.  88. 

Frau  Amalie  Materna,  Wien, 

19.  Alberich  und  die  Rheintöchter.  Oelgem.  von  Hermann 
Nigg,  1885.  Lwd.,  h.  162,  br.  98.        Herr  H.  Nigg,  Wien. 

20.  Hermann  Winkelmann  als  Siegfried.  Kniestück. 
Oelgem.  von  Franz  Antoine,  1892.  Lwd.,  h.  154,  br.  88. 

Herr  Frone  Antoine,  Wien, 

21.  Oralsbecher  aus  rothem  Glas  mit  Goldbeschlag 
auf  gothisch-omamentierter  Thonconsole. 

Herr  Hermann  Wirücehnann,  Wien, 

22.  Speer  aus  Holz  mit  versilberter  Gypsspitze.    Derselbe, 

23.  Ein  Theater,  das  absolute  Sicherheit  bieten  soll,  und 
in  welchem  jeder  Beschauer  den  möglichst  gleichen 
Blick  auf  die  Bühne  hat.  Project  des  Herrn  Josef  Hoff- 
mann (Aquarell).  Maler  Josef  Hoffmann,  Wien, 

a)    Grundrisse.    Fol.;   b)   Seitenansichten    und    Aufrisse.    Fol.; 
c)  ganze  Ansicht.  Qner-Fol. 


MUSIKVEREINE.  CONCERTWESEN 


UND 


UNTERRICHT. 


DEUTSCHLAND.    SCHWEIZ 


UND 


OESTERREICH-UNGARN. 


1 


Abtheilung  für  Musikrereins-,  Goncertwesen  und 
Unterricht 

Die  Bedeutung  des  miisikalischea  Vereins-  und  Goncert- 
wesens  sowie  des  rnnsikälischen  Unterrichtes  rechtfertigte  es, 
für  diese  Zweige  der  Ausstellung  eioe  abgesonderte  Abtheilung 
in  Aussicht  zu  nehmen.  UrsprQnglich  war  beabsichtigt,  die  beiden 
Gruppen  räumlich  zu  rereinigen,  eine  Anordnung,  die  sich 
namentlich  mit  RQcksicht  auf  die  in  Oesterreich  bestehenden 
Verhältnisse  empfahl,  zumal  in  Oesterreich  fast  sftmmtliche  be- 
deutenderen Musikschulen  von  Vereinen  erhalten  werden,  und 
daher  die  zwei  Gruppen  oft  in  einem  kaum  trennbaren  Zu- 
sammenhange stehen.  Räumliche  Rücksichten  veranlassten  jedouh 
die  Trennung  dieser  Gruppen,  und  es  möge  daher  nur  diesem 
Umstände  zugeschrieben  werden,  wenn,  wie  auch  bei  Be- 
sprechung der  einzelnen  Gruppen  selbst  hervorgehoben  wird, 
manches  auf  das  Vereinswesen  bezügliche  Mater iaie  sich  iu 
der  Unterrichtsabtheilung  vorfindet  und  umgekehrt. 

Die  Erwerbungsaction  für  diese  Äbtheilung  wurde  in  der 
Weise  eingeleitet,  dass  sämmtliche  Musik-,  Gesangs-  Cnncert- 
vereine  und  -Institute,  ferner  sämmtliche  Musikschulen  Oester- 
reieh-Utigarns,  Deutschlands  und  der  Schweiz  zur  Beseliiekung 
der  Ausstellung  eingeladen  wurden.  Dieser  Einladung  hut  leider 
nur  ein  verbal tnissmässig  kleiner  Bruchtheil  der  Aufgeforderten 
entsprochen;  auch  musste  später,  wegen  des  nur  in  beschränktem 
Ausmaße  zur  Verfügung  stehenden  Raumes,  manche  sonst  will- 
kommene Anmelditug  zurückgewiesen  werden. 


432       Abtheilnng  fftr  Mnsikvereins-,  Concertwesen  und  Unterricht. 

Für  die  Gruppe  „Musikvereins-  und  Concertwesen"  ergab 
sich  von  selbst  der  Grundsatz,  Alles,  was  die  Entwicklung  und 
die  Th&tigkeit  dieser  Vereine  und  Institute  zu  illustrieren  ge- 
eignet ist,  also  so  ziemlich  die  meisten  Gegenstände  aus  ihrem 
Besitze,  unter  diesem  entscheidenden  Gesichtspunkte  des  Indi- 
yidualbesitzes,  zur  Ausstellung  zuzulassen.  Deshalb  war  auch 
die  Wiederholung  gewisser  Gegenstände  in  den  Sonderaus- 
stellungen einiger  Vereine,  so  z.  B.  einiger  Gedenkmünzen,  nicht 
zu  vermeiden. 

Für  die  Gruppe  „Unterricht"  wurde,  was  die  Schulanstalten 
anbelangt,  in  erster  Linie  auf  die  Gewinnung  statistischen  Mate- 
rials Werth  gelegt;  betreffs  der  Erwerbung  von  Lehrmitteln 
wurde  an  dem  Grundsätze  festgehalten,  nur  solche  Lehrmittel 
zuzulassen,  welche  entweder  die  staatliche  Genehmigung  zum 
ünterrichtsgebrauche  besitzen  oder  an  Conservatorien  und  be- 
deutenderen Musikschulen  im  Lehrgebrauche  stehen ;  Manuscripte 
wurden  nur  unter  der  letzteren  Bedingung  zugelassen.  Außerdem 
sind  einige  Speeimina  älterer  Lehrmittel  und  Lehrbehelfe  zur 
Ausstellung  angenommen  worden,  und  wurde  auch  Gegenständen 
solcher  Disciplinen,  welche  mit  dem  eigentlichen  Musikunter- 
richte in  nur  entfernterer  Verbindung  stehen,  wie  Instrumentenbau, 
Akustik  und  reine  Stimmung,  Vereinfachung  und  Verbesserung 
der  Notenschi  ift,  in  dieser  Gruppe  Aufnahme  gewährt. 

In  der  Gruppe  für  Vereinswesen  haben  die  „Gesellschaft 
der  Musikfreunde"  in  Wien,  der  „Wiener  Männergesangverein" 
und  der  „Schubertbund",  sowie  die  „Wiener  Singakademie" 
die  Installation  ihrer  Ausstellungsobjecte  übernommen.  Die  In- 
stallation der  Ausstellung  des  k.  k.  Blinden-Erziehungsinstitutes 
in  Wien  in  der  Unterrichtsabtheilung  ist  von  diesem  Institute, 
unter  der  Leitung  des  Herrn  Directors  Alexander  Meli,  besorgt 
worden. 

An  der  Redaction  des  Katalogs  haben  sich  in  verdienst- 
lichster Weise  die  Herren  Prof.  Oswald  Koller  und  Josef  Man- 


Abtheilang  fiftr  Masikvereins-,  Concertwesen  nnd  Unterricht.       433 

tuaui,  sowie  Archivar  Eusebius  Maudyczewski  betheiligt,  welch 
Lietzterer  die  die  Gesellschaft  der  Musikfreunde  in  Wien  be- 
treffenden Materialien  beistellte.  Ich  statte  allen  deu  genauuten 
Herren  uud  Instituten  auch  an  dieser  Stelle  fQr  ihre  Mitwirkung 
meinen  verbindlichsten  und  herzlichsten  Dank  ab. 

Für  die  Collectionen  des  „Wiener  Mäiinergesangvereines" 
uud  des  Wiener  „Schnbertbund"  sind  zum  Theile  die  von  diesen 
Vereinen  herausgegebenen  Specialkataloge  benützt  worden. 

Wilhelm  Freiherr  v.  Weckbecker. 


tH 


434  Masikvereiue  und  Concertwesen.  Baum  I. 


Musikvereine  und  Concertwesen. 

(Im  RnudgaDge  der  Rotnnde,  zwischen  Ost-  nnd  Nord-Portal,  räumlich  an- 
schließend an  die  dramatische  Abtheilang.) 

Diese  Abtheilung  enthält  auf  Vereine,  Akademieen,  Gesell- 
schaften und  Concertinstitute  bezügliche  Gegenstände,  wieStatuten, 
Jahresberichte,  Programme,  Ankündigungen,  Vereinsabzeichen, 
bildliche  Darstelluugen  von  Concerthäuseru  und  Aehnliehes.  Doch 
ist  darauf  hinzuweisen,  dass  sich  einiges  auf  das  Vereins-  und 
Concertwesen  bezughabende  Materiale  auch  in  der  ünterrichts- 
abtheilung  vorfiudet,  sofern  dasselbe  nach  der  Person  des 
Ausstellers  oder  wegen  des  untrennbaren  Zusammenhanges  mit 
einem  Schul insti tute  dort  untergebracht  werden  musste. 

Dies  gilt  iusbesondere  von  den  Gurzenich  -  Concerten  in 
Cöln  (ausgestellt  beim  Cölner  Conse:vatorium),  von  den  Musik- 
vereinen in  Brunn,  Laibach  etc. 

Raum  I.*) 

1.  Wiener  Singakademie  (gegr.  1858).  Wand:  Tafel 
mit  den  in  der  Zeit  von  1858 — 1892  aufgeführten  Werken. 
Tisch  1:  Programme,  Texte,  Jahresberichte.  Glaspult  I 
enthält:  Abzeichen,  die  der  Akademie  verliehene  österr. 
goldene  Medaille  und  Autogr.  von  Stegmayer,  Brahms, 
R.  Franz,  F.  Hiller,  Hummel,  A.  v.  Dommer,  Marschner, 
Herbeck  und  B.  Ehnn. 

2.  Verein  zur  Beförderung  der  Tonkunst  in  Böhmen, 
Prag  (gegr.  1810).    Tisch  1:  Statuten  und  Protokolle. 

2ii.  Akademischer  Wagner-Verein  in  Wien  (gegr.  1872). 
Tisch  1:  Rechenschaftsberichte. 

3.  Mozarteum.  Internationale  Stiftung,  Salzburg  (gegr.  1870). 
Tisch  1:  Jahresberichte.  Katalog,  Statuten.  Freisauf,  R. 
v.,  Mozart's  „Don  Juan";  Engl,  J.  E.,  W.  A.  Mozart; 
Engl,    J.   E. ,    Festschrift   zur  Oentennarfeier;    Freisauf, 


*)  Säuimtliche  unter  einer  Nummer  angeführten  Gegenst&nde  sind 
von  einem  und  demselben  Aussteller  eingesendet.  Sofeme  nichts  Anderes 
bemerkt  ist,  ist  der  unter  dem  Schlagworte  ungegebene  Verein  oder  sonstige 
Aussteller  als  Einsender  der  Gegenstände  zu  betrachten. 


Musikvereine  und  Concertwesen.  Raum  I.  435 

R.  V.,  Das  I.  Salzburger  Musikfest;  Engl,  J.  E.,  Das 
II.  Salzburger  Musikfest;  Pirkmayer,  F.,  Zur  Lebens- 
geschichte Mozart^s. 

3a.  Tonkünstler-Verein  in  Wien  (gegr.  1885).  Tisch  1: 
Rechenschaftsberichte. 

4.  Verein  zur  Beförderung  der  Tonkunst  inOalizien, 
Lemberg  fgegr.  1838).  Tisch  1:  Prolog,  Programme, 
Statuten,  Jahresberichte  und  eine  Chronik  (Handschr.). 

4a.  Sieben  Medaillen  (Qypsabgüsse).  Wand  1:  Be- 
lagerungsmedaille Yon  Aire  (Avers  und  Revers,  89  und 
89  a);  Wien,  Sängerfest  1890  (Avers  und  Revers,  96 
und  96  a);  Prag,  Rudolfinum  (Avers  und  Revers,  95 
und  95a);  Lemberg,  Conservatorium  (94):  Laibach, 
Philharmonische  Gesellschaft  (93);  Budapest,  Conserva- 
torium (Avers  und  Revers,  90  und  90a);  Köln,  Sänger- 
fest 1846  (Avers  und  Revers,  92  und  92  a). 

Kunathiatorische  Sammlungen  des  Ah,  Kaiserhaufiea. 

5.  Pövecko-hudebnf  spolek  „/erotin**  (Gesang-  und 
Musikverein  in  Olmütz,  gegr.  1880).  Wand  1:  Statistik 
auf  Tabellen  (graphisch  dargestellt).  Tisch  2:  Statuten, 
Jahresberichte,  Handschr.  (Autogr.)  ßechischer  Com- 
ponisten  (Dvofäk,  Bendel,  Foerster  u.  A.).  Wand  vis-ä-vis: 
Photographie  alter  Musikinstrumente  des  mährischen 
Volkes. 

6.  Philharmonische  Gesellschaft  in  Laibach  (gegr. 
t702).  Wand  1:  Ansichten  und  Aufrisse  der  Tonhalle. 
Wand  3:  Grundriss  derselben,  Wand  3  und  4:  Photogr. 
Aufnahmen  derselben,  Tisch  2:  Statuten,  Jahresberichte. 
Glaspult  II:  Geschichte  des  Vereines  von  Dr.  Friedrich 
Keesbacher,  Concertzettel  1811—1820  und  1831—1840. 

7.  Berliner  Singakademie  (gegr.  1791).  Wand  1:  An- 
sichten des  Gebäudes;  Wand  2:  Ansichten  des  Gebäudes 
von  außen  und  innen,  Durchschnitt,  Grundriss;  Wand  3: 
Porträte:  Fasch,  C.  F.,  Begründer  und  erster  Director 
der  Singakademie,  Oelgem.;  Rungen hagen,  C.  F., 
Relief,  Gyps;  Zelter,  C.  F.,  Oelgem.;  Grell,  E.  A., 
Oelgem.;  Glaspult  II.  Grell,  E.  A.,  Messe,  16stimmig, 
Autogr.;     Blumner,    „Der    Fall   Jerusalems.^    Autogr. 

88* 


436  Musikvereine  und  Concertwesen.  Baam  I. 

Pult  111:  Zelter,  „Auferstehung  uud  Himmelfahrt  Jesu.^ 
Autogr.;  Rungenhagen,  Cäcilia,  Oratorium,  Autogr.; 
Fasch,  Missa  a  16  voci,  Autogr.;  Blumner,  Geschichte 
der  Berliner  Singakademie  1791 — 1891 ;  eine  geschriebene 
Sammlung  von  in  der  Akademie  gehaltenen  Reden;  Ver- 
zeichnis der  Mitglieder  der  Akademie  1790 — 1800 
(geschrieben);  dasselbe  1790;  dasselbe  1796;  Zelter, 
Carl  Fried.  Christ.  Fasch's  Biographie;  Blnmner,  Fest- 
cantate  zur  Feier  des  hundertjährigen  Bestandes  der 
Singakademie;  Radziwill,  Fürst,  Compositionen  zu 
Goethe's  „Faust"  (mit  Zeichnungen);  Die  Liedertafel, 
Sammlung  von  Gedichten;  Organisations-Entwürfe,  Ge- 
schichte, Festschriften  der  Akademie.  Portr&te  von 
Fasch  (Stich),  Zelter  (zwei  Stiche),  Blumner  (Photogr. 
mit  Autogr.  und  Photogravüre);  Fasch,  Medaille  (Bronze), 
Grabdenkmal  von  Fasch,  Photogr. 

8.  Universitäts-Sängervereiu  „St.Paulus"  in  Leipzig 
(gegr.  1822).  Tisch  1:  Kueipordnung,  Liederbuch  „Vivat 
Paulus",  Statuten. 

9.  Bohn,  Dr.  E.  Tisch  1:  Programme  der  von  ihm  in 
Breslau  veranstalteten  historischen  Concerte. 

Stadthibliothek  Breslau. 

10.  Kirchenmusik-Verein  der  l.-f.  Pfarrkirche  „zur  heil. 
Maria  vom  Siege"  in  Fünf  haus  (gegr.  1882).  Tisch  1: 
Statuten  und  Jahresberichte. 

11.  Hermannstädter  Musikverein.  (Gegr.  1839.)  Tisch  2: 
Programme,  Concertzettel,  Texte,  Eintrittskarten,  Berichte, 
Geschichte  des  Vereines  und  der  von  demselben  veran- 
stalteten Concerte,  Statuten. 

12.  Neue  Liedertafel  in  Osnabrück.  (Gegr.  1835.) Tisch  2: 
Gedenkblatt  zum  öOjähr.  Jubiläum,  ein  geschriebenes 
Verzeichnis  der  von  1769 — 1890  aufgeführten  Concerte, 
Geschichte    der    v(»reinigten    norddeutschen  Liedertafeln. 

Herr  Louis  Bohne,  Osnabrück, 

L-i.  Musikverein  in  Innsbruck.  Tisch  1:  Statuten. 


Musikvereine  und  Concertwcsen.  Kaum  I.  437 

14.  Zpövack^  spolek  „Hlahol"  v  Praze  (Gesangverein 
„Hlahol"  in  Prag.  Gegr.  1861.)  Tisch  1:  Gedenkschrift 
zum  25jähr.  Jubiläum  (Pamdtnik),  Statuten  (Stanovy), 
Jahresberichte  (Zprdvy),  zwei  Hefte  „Sbomik**  (Gesangs- 
hefte)   Tisch  2:  Programme,  Concerttexte. 

14a.  Hanslick,  Ed.  Tisch  2:  Geschichte  des  Concertwesens 

in  Wien.  Herr  BrawnüUer,  Wien. 

15.  „Concordia."Verein  zur  Pflege  und  Förderung  ästhetischer 
Zwecke  in  Kremsier.  (Gegr.  1864.)  Tisch  1:  Festschrift 
zum  25jähr.  Jubiläum,  Berichte,  Concerttexte  und 
Theaterzettel. 

16.  Verein  der  Musiklehrerinnen  in  Wien.  (Gegr.  1888 ) 
Tisch  2:  Statuten,  Jahresberichte,  Concertprogramme. 

17.  Musikverein  für  Kärnten  in  Klagenfurt.(Gegr.  1828.) 
Tisch  2:  Programme  und  Concertzettel. 

18.  Eiben,  Dr.  0.  Tisch  2:  Geschichte  und  Stellung  des 
deutschen  Männergesanges. 

19.  Steiermärkischer  Musikverein,  Graz  (gegr.  1815). 
Pult  II:  Lindpaintner  Festouvertiire,  Autogr.  Neukomm, 
Missa  solemnis.  Autogr.;  WorXischek,  Brief.  Autogr.; 
Basily,  Motette:  „Domine  salvum  me  fac."  Autogr.  (Alla 
Sacra  Maestä  di  Francesco  I.)  Tisch  2:  Chronik  des 
Vereines  und  Bericht  der  Direction  1891. 

20.  Musikverein  der  Stadt  Bozen  (gegr.  1856).  Wand 
3:  Statuten,  Skizze  der  Vereinsgeschichte,  Concertzettel. 

21.  Wissenschaftlicher  Club  in  Wien.  Wand  3:  Autogr. 
Briefe  von:  Beethoven,  Mendelssohn-Bartholdy,  Hiller 
Ferd.,  Esser,  Paganiui,  Liszt;  musikalische  Autogr.  von 
Marschner,  Schubert  und  Rubinstein. 

22.  Sängerverein  „Harmonie"  in  Zürich  (gegr.  1831). 
Wand  3:  Jahresberichte,  Mitgliederverzeichnisse  und 
Statuten.  (Daneben  eine  Placattafel  der  ausstellenden 
Musikvereine  aus  der  Schweiz.) 


438  Musikvercinc  und  Concertwcden.  Kaoni  I. 

22a.  Gemischter  Chor  in  Zürich  (gegr.  1856).  Pult  IV: 
Festschrift,  Jahresberichte,  Texthefte. 

22b.  Tonhalle-Gesellschaft  in  Zürich  (gegr.  1868).  Pult 
IV:  Geschäftsberichte,  ConcertprotokoUe  und  Register  zu 
denselben. 

22. c.  Männerchor  in  Zürich  (gegr.  1826).  Pult  IV:  Berichte 
und  Statuten. 

22d.  Allgemeine  Musikgesellschaft  in  Zürich  (gegr. 
i6i3).PultIV:  Musikalische  Neujahrsgedichte.  1713, 1716. 
Neujahrsgeschenk  ab  dem  Musiksaal.  1778.  Vätertugenden. 
Geschenk  an  die  Zürchersche  Jugend  von  der  Musik- 
gesellschaft an  der  deutschen  Schule.  1 805.  Die  Schweizer- 
reise. Erstes  Neujahrstück  der  allgemeinen  Musikgesell- 
schaft in  Zürich.  1813.  Fünfundfünfzigstes  Neujahrstück. 
1867.  Neujahrsgeschenk  für  die  vaterländische  Jugend. 
1783.  Gesänge  zur  Befördenmg  vaterländischer  Tugend. 
1790.  Achzigstes  Neujahrsblatt.   1892. 

23.  Gewandhaus  in  Leipzig  (Concerte  wurden  aufge- 
führt seit  1781).  Wand  3:  Ansichten  des  neuen  Ge- 
wandhauses in  Leipzig.  (Photogr.)  Pult  IV:  Dörffel  A. 
Geschichte?  der  Gewandhaiisconcerte  in  Leipzig,  1884, 
(Wand  vis-ä-vis  dem  Räume  I.)  Sechs  Pläne  und  Risse 
des  neuen  Gewandhauses. 

24.  Landshuter  Liedertafel  (gegr.  1841).  Pult  II:  Kiel, 
Requiem.  Autogr.  Gedenkblatt  zum  öÖjähr.  Jubiläum. 
Spenden:  Tactstock,  Ring.  Ehrendiplom  fü^  Kalcher. 
Sliber,  geätzt.  Chronik  der  Landshuter  Liedertafel.  (Wand 
gegenüber  dem  Räume  I.)  Ein  Barde,  Bronze.  Bauner- 
aufsatz. 

24a.  Plan  zu  Errichtung  musikalischer  Akademieen  voo 
Diletauten  in  Brunn.    1804.         Franzensmuseum,  Brütm. 

25.  Frankfurter  Lieder  kränz  (gegr.  1827).  Pult  IV: 
Festschrift,  Jahresberichte.  Statuten;  4  Stimmbücher  der 
Vereinschöre.  (Handschr.) 

26.  Mozart-Stiftung  in  Frankfurt  a.  M.  (gegr.  1838). 
Pult  IV:  Statuten. 


Wiener  Männergesangvercin.  Kaum  II.  439 

27.  Niederösterreichischer  SäDgerbuiid  feegr.  1863) 
GliiSiichrank  V:  Fahne  des  niederOsterreichischen  Sänger- 
bundes. Festbanner  des  deutschen  Sängerbundes  (seit 
dem  IV.  Feste  1890  in  Wien). 

INienev  MännergesangTerein. 

Raum  II  und  IM: 

Der  Wiener  Männergesangverein  wurde  am  6.  Oetober  1843 
von  Dr.  August  Schmidt  gegründet,  und  steht  mithin  gegenwärtig 
im  49.  Jahre  seines  ununterbrochenen  künstlerischen  Wirkens. 

Raum  II,  an  den  Wänden: 

1.  Barth,  Gustav.  Lithogr.  von  Kriehuber. 

2.  Derselbe.  Oelporträt  von  J.  Reiner,  1846. 

3.  Stegmayer,  Ferdinand.  Lithogr.  von  Josef  Bauer. 

4.  Programm  des  ersten  Concertes  des  Wiener  Männer- 
gesangvereines am  17.  Dec.  1843. 

5.  Programm  des  Concertes  vom  29.  Dec.  1844, 
auf  dem  bereits  der  Name  „Männergesangverein"  öffent- 
lich erschien. 

6.  Aquarell.  Erster  Standort  des  Wiener  Mäunergesang- 
vereines  im  Dornbacher  Park.  12.  Sept.  1847. 

7.  Empfang  des  Wiener  Männergesangvereines  am  bel- 
gischen Hofe  zii  Laeken  1880.  C.  Karger.  Heliogravüre. 

8.  Photographie  des  Hauses  „zum  goldenen  Löwen^, 
woselbst  der  Wiener  Männergesangverein  gegründet  wurde. 

9.  Dumba,  Nicolaus.  Oelgem.  von  G.  Oaul. 

10,  11.  Abbildungen  des  im  Besitze  der  „Ulmer-Lieder- 
tafel" befindlichen  alten  Meistersinger-Banners.  Zwei 
Kupferst. 

12.  Photographische  Aufnahme  des  in  Venedig  für  den 
Verein  eigens  erbauten  Sängersehiffes. 


440  Wu*ncr  MftnnergesaDgvcrein.  Raam  U. 

13.  Egger,  Dr.  Franz.  Oelportr&t  von  A.  Fink. 

14.  Wahlspruch  de«  Wiener  Männergesangvereines,  Manu- 
Script  des  Chormeisters  Johann  Herbeck,  1856. 

15.  Aquarell  (angeblich  von  Kaulbach).  Erinnerung  an  die 
„Münchner-Liedertafel". 

16.  Dankadresse  (Gedicht)  des  Dr.  E.  Fentsch.  Kand- 
raalerei  von  Th.  Guggenberger. 

17.  18.  Vereinsbanner  und  ein  Fahnenband. 

19.  Kaiserbanner,  Geschenk  Sr.  Majest&t  des  Kaisers  Franz 
Josef.  Mai  1868. 

20.  Beglaubigte  Abschrift  des  kaiserl.  Handschreibens, 
anlässlich  der  Huldigung,  die  Ihrer  kaiserl.  Hoheit  Erz- 
herzogin Stefanie  in  Brüssel  vom  Vereine  dargebracht 
wurde. 

21.  Handschreiben  Sr.  Durchlaucht  des  Prinzen  Constantin 
zu  Hohonlohe-Schillingsfürst,  betreffend  die  Widmung 
des  von  Sr.  Majestät  dem  Kaiser  Franz  Josef  gespendeten 
Banners. 

22.  Altdeutsches  Banner,  mit  einer  Ansicht  der  Stadt 
Graz. 

23.  Franziscischlossel  am  Kapuzinerberg  in  Salzburg. 

24.  Olschbaur,  Carl  Ritter  v.,  Büste  von  Schmidgrnber. 

25.  Schmidt,  Dr.  August.  Büste  von  Schmidgrnber. 

26.  Kremser,  Eduard.  Büste  von  Schmidgiiiber. 

Sechs  Kränze  aus  künstlichen  Blättern  mit  ver- 
schiedenen Emblemen.  Geschenke  von  Vereinen  in 
Brüssel,  Constantinopel  und  Budapest. 

27.  Schierer,  Franz.  Lithogr.  von  V.  Katzler. 

28.  Schmidt,  Dr.  August.  Oelporträt  von  Rahl. 

29.  Ander,  Alois.  Lithogr.  von  Kriehuber. 


Wieoer  Männcr^esangvcrein.  Eanni  11  und  III.  441 

30.  Esser,  Heinrich.  Zeichnung. 

31.  Mair,  Franz.  Photogr. 

32.  Schierer,  Franz.  Oelporträt  von  van  Trösch. 

33.  Feyerer,  Carl.  Photogr. 

34.  Grandjean,  A.  M.  Photogr. 

35.  Engelsberg,  E.  S.  (Dr.  Ed.  Schön).  Lithogr.  von  Aug. 
Schubert. 

36.  Schläger,  Hans.  Lithogr.  von  Eduard  Kaiser. 

37.  Storch,  A.  M.  Oelporträt  von  J.  Reiner. 

38.  Herbeck,  Joh.  Ritter  v.  Lithogr.  von  Eduard  Kaiser. 

39.  Wein  wurm,  Rudolf.  Lithogr.  von  Josef  Bauer. 

40.  Weinzierl,  Max  v.  Photogr. 

41.  Canal  grande  in  Venedig.  Kreidezeichnung. 

42.  Holzrelief  nach  einem  Defregger-Gemälde  von  Johann 
Graber. 

43.  Schiller-Feier  in  Wien  1859.  Photogr.  nach  Leh- 
mann's  Gem. 

4i.  Dirigentenpult  aus  Ebenholz  mit  Elfenbeineinlagen, 
Bronzefnss  und  ßronzefignren  von  Schönthaler. 

45.  Schubert,  Franz.  Statuette  von  Weisseuberger. 

46.  Lorbeerkränze  aus  kunstlichen  Blättern  auf  den  Kasten. 

Raum  IM. 

47.  Festzug  der  Sänger  in  Nürnberg  1861.  Lithogr. 

48.  Ansicht  des  Königsees  mit  den  Sängerschiffen,  an- 
lässlich der  Sängerfahrt  nach  Salzburg  1856.  Color. 
Lithogr. 

49.  Ansicht  der  „Rosenburg"  bei  Hörn.  Color.  Feder- 
zeichnung. 


442  Wiener  Männergesangverein,  lianm  III. 

50.  Der  erste  Narrenabend  des  Wiener  Mäuner- 
gesangvereines  1861.  Color.  Lithogr.  Yon  Vinc.  Katzler. 

51.  a)  Sängerp ass,  Vereiusdnicksorte  für  die  Vereins- 
mitglieder; b)  Passierschein,  zur  Passierung  der  Grenze 
bei  Berchtesgadcn  für  sämnitliche  Mitglieder. 

Autographe  (Briefe  und  Musikalien)  von: 

52.  Abt  Franz;  Anschütz  Heinrich;  Berlioz  Hector; 
Bruch   Max. 

53.  Faist  Dr.  Emanuel;  Ferstel  Heinrich  Freih.  v.; 
Forster  Dr.  August;  Fischhof  Josef;  Franz 
Robert;  Fischer  C.  L.;  Kunz  K.  M. 

54.  Mozart-Säcular-Festcomite  in  Salzburg;  Gemeinde- 
rath  der  Stadt  Wien;  Mozart-Festcomitö,  Wien; 
Ausschuss   des  Naturforscher-    und  Aerztetages. 

55.  Storch  A.  M.,  „'s  Nesterl",  Chor;  Manuscript,  Yom 
Coniponisteu  auf  Packpapier  mit  Pinsel  geschrieben. 

56.  Erste  Einzeichnungsliste  der  Mitglieder  bei  der 
Gründung  des  Vereines  (Orig.-Unterschriften),  1843. 

Bilder: 

57.  Das  Innere  der  Festhalle  in  Nürnberg  1861.  Stahlst. 

58.  Erinnerung  an  die  Sängerfahrt  nach  Freudenthal- 

Eiigelsberg,  1887.  Photogr. 

59.  Momentaufnahme  des  Engelsberg-Denkmales  (Dr.  Ed. 
Schon),  in  Eugelsberg. 

60.  Autographe  von:  Beust  Graf  Friedrich:  Ernst 
Herzog  von  Sachsen-Cohurg-Gotha;  Doppler 
Franz;  Dingelstedt  Fr.  Freiherr  v.;  Esser  Heinrich. 

61.  Handschreiben  Sr.  kaiserl.  Hoheit  des  Erzherzogs 
Ferdinand  Max;  Handschreiben  Sr.  kaiserl.  Hoheit 

des  Erzherzogs'Carl  Ludwig. 

62.  Gablenz,    Feldmarsihall-Lieutenant;    Glöggl,  Franz; 


Wiener  M&nnergesaDgyerein.  Kaum  IIL  443 

Grammont,    Herzog   you;    Gernsheim   Friedrich; 
Gaul,  Gustav. 

63.  Grandjean  M.  A.;  Herbeck  Johann;  Hermes  E.; 
Hiller  Ferdinand. 

64.  Konradin  C.  F.;  Kuntze  C.  F.;  Kücken  Franz; 
Lachner  Yincenz;  Lachner  Franz. 

Bildefi  Sculptur  und  Fahnen: 

65.  Narreuabend  im  Dianasaal,  Handzeichnung  von 
Prof.  Ferdinand  Laufberger. 

66.  67.  Ansichten  des  Kaiserbanners.  Photogr. 

68.  Mozart-Denkmal.  Copie  en  miniature  des  Mozart- 
Denkmales  in  Salzburg. 

69.  Grosse  Schiffsflagge,  angefertigt  in  den  Stimm- 
gattungsfarben  weiss,  grün,  roth  und  blau;  4  Stimm- 
fähnchen, weiss,  grün,  roth  und  blau  (die  Stimmgattungen 
des  Vereines  markierend). 

Pult  mit  Medaillen. 

71.  Tableau  A  (17  Medaillen): 

1.  Oesterreichische  goldene  Medaille  für  Kunst, 
dem  Vereine  verliehen  1861. 

2.  Goldene  Erinnerungsmedaille,  verliehen  vom 
Kaiser  Napoleon  HI.  1867. 

3.  Große  goldene  Salvator-Modaille  von  der  Com- 
mune Wien,  1868. 

4.  Schubert-Medaille  (in  Silber  und  Bronze). 

5.  Denkmünze  (Silber).  Anlässlich  der  Eröffiiung  des 
neuen  k.  k.  österreichischen  Museums  für  Kunst  und 
Industrie. 

6.  Erinnerungsmedaille  (Bronze).  S&ngerfest,  Zürich 
1858. 


444  Wiener  Männergesangrerein.  Raum  EI. 

7.  Erinnerungsmedaille  (Bronze).  S&ngerfest  Bam- 
berg, 1863. 

8.  Erinnerungsmedaille  (Bronze).  S&ngerfest  des 
Männergesangvereines  „Biedersinn*'.  Wien,  1862. 

9.  Erinnerungsmedaille  (Bronze).  Mozart-Feier,  1856. 

10.  Erinnerungsmedaille  (Bronze). Schiller-Feier,  1859. 

11.  Erinnerungsmedaille  (Bronze).  Meyerbeer-Feier, 
1847. 

12.  Erinnerungsmedaille  (Bronze).  Beethoven-Feier, 
1870. 

13.  14.  Erinnerungsmedaille  (Bronze).  Feier  der 
silbernen  Hochzeit  Ihrer  Majestäten  Kaiser  Franz 
Josef  und  Kaiserin  Elisabeth. 

15.  Erinnerungsmedaille(Bronze).IV. deutsches S&nger- 
bundesfest,  Wien,  1890. 

16.  Erinnerungsmedaille  (Bronze)  an  Joseph  Haydn. 

17.  Erinnerungsmedaille(Bronze).  Feier  des  25jährigen 
Jubiläums  des  Landstraßer  Männergesangvereines, 
1891. 

Tableau  B  (16  Medaillen): 

1.  Medaille.  Se.  Majestät  der  König  Leopold  von  Bel- 
gien (von  Silber,  vergoldet). 

2.  Medaille  mit  dem  belgischen  Staatswappen  (von 
Silber,  vergoldet). 

3.  Denkmünze  (Silber).  Vom  Festausschusse  der  Stadt 
Innsbruck,  1881. 

4.  Erinnerungsmedaille  (Silber)  an  die  Feier  des 
200.  Jahrestages  der  Befreiung  Wiens  von  den  Tür- 
ken, 1683.  Modelliert  von  Tautenhayn. 

5.  Erinnerungsmedaille  (Silber).  Eröffnung  des  Rath- 
hauses  Wien,  1883.  Modelliert  von  SchaÄ. 


Wiener  Männergesangverein.  Raum  HI.  445 

6.  Erinnerangsmedaille  (Silber).  25j&hrige8  Jubil&um 
des  Vereines  ^Die  Nasswalder*'. 

7.  Erinuerungsmedaille  (Silber).  Orillparzer-Denkmal- 
EnthülluDg.  Modelliert  von  Scharff. 

8.  Erinnerangsmedaille    (Bronze).    Beethoven-Denk- 
mal-EuthüUung.  Modeliiert  von  Seharff. 

9.  Erinnerungsmedaille    (Bronze).    25j&hriges    Jubi- 
läum des  Wiener  S&ngerbundes. 

10,  11.  Erinnerungsmedaille  (Bronze).  Verm&hluug 
des  Kronprinzen  Rudolf  und  der  Prinzessin  Stefanie. 
Modelliert  von  Scharff  und  Tantenhayn. 

12.  Erinnerungsmedaille  (Bronze).  25jähriges  Jubi- 
läum der  „Ottakringer  Liedertafel''. 

13.  Erinnerungsmedaille  (Bronze).  Enthüllung  des 
Kaiserin  Maria  Theresia-Monumentes.  Modelliert  von 
Scharff. 

14.  Erinnerungsmedaille  (Bronze).  25jähriges  Jubiläum 
des  „Schubert-Buudes**.  Modelliert  von  Schwerdiner. 

15.  Erinnerungsmedaille  (Bronze). Jubiläums-Gewerbe- 
Ausstellung  (zur  Feier  des  40jäbrigeu  Kegierungs- 
Jubiläums  Sr.  Majestät  Kaiser  Franz  Josef).  Modelliert 
von  Schwartz. 

16.  Erinnerungsmedaille  (Silber).  25jähriges  Jubiläum 
des  Kaufmännischen  Gesangvereines. 

Schreiben  des  k.  k.  Oberstkämmerers,  Herrn  Grafen  Lancko- 
ronski. 

Schreiben  des  Bürgermeisters  der  Stadt  Wien,    Dr.  Zelinka. 

Bilder  und  Drucksorten: 

72.  Kreissie,  Heinrich  v.  Hellborn.  (Schubertbiograph.) 
Lithogr. 

73.  Aufuahms-Diplom.  Drucksorte. 


446  Wiener  MännergesaDgyerein.  Raum  ITI. 

74.  BeethoYen,  L.  van.  Unfertiges  Oelporträt  von  einem 
unbekannten  Maler. 

75.  Diplom  für  die  Ehrenmitglieder. 

76.  Placat  vom  16.  August  1848. 

77.  Jugendbild  Franz  Schubert's.  Lithogr.  nach  Kupel- 
wieser's  Zeichnung. 

78.  Schubert-Denkmal  im  Stadtpark. 

79.  Schubert,  Franz.  Photogr.  nach  einer  Zeichnung 
von  Kupel  wieser. 

80.  Erinnerungsblatt   an    die  Sängerfahrt  nach  Venedig. 

81.  Altes  Grabdenkmal  Franz  Schubert's  am  Wäh- 
ringer  Ortsfriedhofe.  Photogr. 

82.  Neues  Grabdenkmal  Franz  Schubert's  am  Wiener 
Centralfriedhofe. 

83.  Autograph e,  Briefe  etc.  von:  Veit  W.  N.;  Vesque 
V.  Püttlingen  (Hoven);  Volkmann  Robert;  Wagner 
Richard;  Weber  Franz;  Stade  W. 

84.  Rahl  Carl;  Raff  Joachim;  Rechbauer  Dr.  Carl; 
Rettich  Julie;  Reinecke  Carl;  Reichardt  Gusta?. 

85.  Riedel  C;  Rheinberger  Jos.;  Rodenberg  Jul.; 
Rosegger  P.  K.;  La  Roche  Carl;  Rubinstein 
Anton;  Santuer  Carl;  Schachner  J.  R. 

86.  Mosenthal  Dr.  S.  H.  v.;  Nessler  V.  E.;  Hans 
Max;     Niels   W.  Gade;     Otto  Jul.;    Nicolai  Otto. 

87.  Stegmayer  Ferdinand;  Storch  A.  M.;  Strauss 
Johann,  Sohn;  Strauss  Josef;  Thomas  Ambroise: 
Tschirch  W. 

88.  Schöuthaler  F.;  Schober  Franz  v.;  Schuselka 
Dr.  Franz;  Silcher  Dr.  Friedrich;  Seidl  Johann 
Gabriel;  Schumann  Clara;  Schwind  Moriz. 

89.  Scheffel  Victor  J.;     Schmölzer  J.;     Schmidt  Dr. 


Wiener  Männergesangrereiii.  Baum  III,  ü.  447 

August;     Schön    Dr.  Eduard;    Engelsberg  E.  S.; 
Schläger  Hans. 

90.  Marschner  Dr.  H.;  Möhring  Ferd.;  Methfessel 
Ernst;  Methfessel  Albert;  Meyerbeer  Jacob; 
Müller  von  der  Werra. 

91.  Liszt  Franz;  Mendelssohn-Bartholdy  Felix. 

92.  Langer  Hermann;  LenzL.;  Langer  Anton;  Laube 
Heinrich;  Laufberger  Ferdinand. 

93.  Modell  zu  Franz  Schuberts  Denkmal. 


Raum  II.  Pult  I. 

Storch's  Porträt  und  Haare.  Spende  der  Familie  Storch 
1888.  Photogr. 

Urkunde   und  Dankadresse   betreffend    die  Uebernahme 
des  vom  Vereine  errichteten  Schubert-Denkmales. 

Huldiguugs-Gedicht  für  Prinzessin  Stefanie  als  Braut 
des  Kronprinzen  Rudolf. 

Aquarell.  Entwurf  zu  einem  Schubert-Denkmal  und  Sitna- 
tionsplau. 

18.  Psalm  von  Franz  Liszt.  Orig.-Part. 

Pult  II. 

48  Jahresberichte. 

„Der  Wiener   Männergesangverein.**    Geschichte    des- 
selben von  Dr.  A.  Schmidt. 

Festschrift  zur  FlnthüUung  des  Schubert-Denkmales. 

Satzungen  des  Vereines. 

Drucksorten  des  Vereines. 

Mitglieder -Verzeichnisse. 

Reichardt,  G.  Photogr. 


4^8  Wiener  Männergesangverein.  Baum  U. 

Zamara,  A.  Photogr. 

Sulzer,  Salom.  Mauuscript. 

Durst,  M.  Mauuscript. 

Liebe,  Ludwig.  Mauuscript. 

Laurencin  Graf,  Dr.  Mauuscript. 

Diez-Felwiuger,  Wilhelm.  Mauuscript. 

Meisl,  Carl.  Mauuscript. 

Germauisches  Museum  in  Nürnberg.  Dankschreiben. 

Auf  dem  Pult  II. 

Humpeu,  aus  Holz  geschnitzt. 
Becher,  aus  Holz  geschnitzt. 
Glaspokal  in  Holzumhöllung. 
Pokal,  aus  Holz  geschnitzt. 

Pult  III. 

Album,    groß,    aus    Ebenholz    mit    Elfenbein    eingelegt 
und  ciselierten  Silberschließen. 

Beethoven,  Ludwig  van.  Parte,  Orig. 

Beethoven,  Ludwig  van,  Haupthaar.  Am  26.  März  1827 
von  Herrn  Teltscher  abgenommen. 

Dose  aus  Olivenholz    und  Schildpatt.     Auf   dem   Deckel 
das  Porträt  von  W.  A.  Mozart,  mit  seinen  Haaren. 

Motto  von  Franz  Grillparzer.  Handschr. 

Ständchen,  Chor  von  Joh.  Herbeck.  Mannscript. 

Abschiedslied  von  E.  S.  Engelsberg.  Manuscript. 

Koirhardt,  Gustav.  Miiuuscripte. 

Not(Mi,  eine  zweite  Basstinime  von  Beethoven's  Oratorium 


Wiener  Männergesangverein.  Kaum  II.  449 

^Christus    am    Oelberg",    aus    dem   Schatte    des    Riug- 
thoaters. 

Weber,  Carl  Maria  vou.  Aiitogr. 

Glaskasten  IV. 

14  Fahuenbäiider. 

Glaskasten  V. 

iii  Fahnenbänder. 

Vitrine  VI. 

Silberner  Becher. 

Silberner  Becher  mit  Deckel. 

ölaspokal. 

Silberner  Pokal,  vergoldet. 

Silberner  Pokal  mit  Deckel  und  Postament. 

Altdeutscher  Humpen  aus  Zinn  mit  Glaseinsatz. 

Trink  ho  ru  mit  silbernem  Ständer. 

Silberner  Pokal  mit  der  Loreley. 

Silberner  Pokal   mit  Deckel. 

Pokal  aus  Krystallglas  mit  Silberfassung. 

Silberner  Becher  mit  Deckel. 

Silberner  Deckelkrug. 

Silberner  Becher. 

Silberner  Lorbeerkranz. 

Silberner  Lorbeerkranz. 

Cassette.  Enveloppe  zu  der  Salvator-Medaille. 

Einfacher  hölzerner  Tactstock. 

Tact stock  aus  Ebenholz  und  Silbermontierung. 
I  t9 


4Ö0  Gesellschaft  der  Masikfrcunde.  Raam  IV. 

Glaskasten  VII:  Schubert-Reliquien. 

Bronze-Büste  Franz  Sehubert's   von   der  Grabstfitte  am 
Währinger  Ortsfried hofe. 

Schlüssel  zum  Sarge  Franz  Schiibert's. 

Haarlocke  Franz  Schiiberfs. 

Schubert-Medaille.  Bronze,  modelliert  von  Tauteuhayn. 

Manuscrii)t  des  Liedes  „Der  Schiffer".  Von  Franz  Schubert. 

Nachbildung  en  miniature  des  Schubert-Denknmles. 

Anzeitre   über  das  Ableben   Franz    Schubert's    und   Ein- 
ladung  zur  Theilnahme  am  Leichenbegängnisse. 

Gesellschaft  der  Musikfreunde  in  TSTien.*) 

Raum  IV. 

Pult  I:  Beethoven. 

1.  Beethoven.  Ein  Medaillon  mit  Haaren  von  Beethoven. 

2.  Derselbe.  In  seinem  16.  Jahre.  Schattenbild. 

3.  Derselbe.   Denkmünze  zur  P]nthüllung  des  Beethoven- 
Denkmals  in  Wien.  Von  ScharflF.  Bronze. 

4.  Derselbe.  Bleistiftzeichnung  von  Lyser.  Beethoven,  wie 
IT  auf  der  (lasse  zu  gehen  i)flegte. 

4a.    Derselbe.     Denkmünze    von    Kadnitzkv^     Rückseite: 
.Beethovenfeier  in  Wien  XVI.  bis  XIX.  Dec.  MDCCCLXX-. 

Bronze. 

5.  Derselbe.  Brief  au  Erzherzog  Rudolf,  Mödling,  15.  Juli 
1819.  Autogr. 

6.  Derselbe.  Brief  an  Erzherzog  Rudolf,  Dobling,  18.  April 
1821.  Autoirr. 


*j  Bei  den  Gegenständen,  die    nicht    der  Gesellschaft    gehören,    ist 
der  Besitzer  hesondcrs  genannt. 


Gesellschaft  der  Masikfreunde.  Raam  IV.  451 

6a.  Derselbe.  Denkmünze  von  Gatteaux'.  Rückseite:  „Ne  le 
17  Decemb.  1770  a  Bonn  mort  le  26  Mars  1827."  Silber. 

7.  Derselbe.  Schöner,  inniger  Brief  an  Carl  Czerny,  Antogr. 

7a.  Derselbe.  Große  goldene  Medaille  von  Gayrard, 
Beethoven  verehrt  von  König  Ludwig  XVIII.  von  Frank- 
reich. Rückseite:  „Donnee  par  leRoi  iMonsieiirBeethoven**. 

8.  Derselbe.  Drei  Trios  für  Ciavier,  Violine  nnd  Violoncell, 
op.  1.  Orig.-Ausgabe. 

9.  Derselbe.  Skizze  zu  einer  Composition  von  Goethe's 
„Erlkönig".  Antogr. 

10.  Derselbe.  Ein  Studienheft,  überschrieben:  „Materialien 
zum  Coutrapunkt".  Autogr. 

11.  Derselbe.  Sonate  in  Es,  Titel:  „Lebewohl,  3L  Mai  1809 
bei  der  Abreise  Sr.  kais.  Hoheit  des  verehrten  Erzherzogs 
Rudolf".  Autogr. 

12.  Derselbe.  Violinconcert  in  C,  aus  Beethoven's  Knaben- 
zeit in  Bonn.  Autogr.  Part. 

13.  Derselbe.  Drei  Sonaten  für  Ciavier,  dem  Kurfürsten  von 
Or»ln  gewidmet.  Die  ersten  vom  jungen  Beethoven  ver- 
öffentlichten Sonaten.  Speier  1783  (Beethoven  war  damals 
13  Jahre  alt.)  Orig.-Ausgabe. 

14.  Derselbe,  „Morgengesang"  von  Ph.  Flm.  Bach  in  einer 
Abschrift  von  Beetlioven's  Vater.  Beethoven  schrieb 
darauf:  „von  meinem  theuren  Vater  geschrieben". 

15.  Derselbe.  Glückwunschcanon  au  Erzherzog  Rudolf.  Auf 
einem  Bogen  gewöhnlichen  Schreibpapiers,  von  Beethoven 
selbst  liniert.  Autogr. 

16.  Erzherzog  Rudolf.   Nekrolog   auf  Beethoven.   Autogr. 

17.  Derselbe.  Beethoven  s  Schüler  und  Protector.  Variationen 
für  Clarinette  und  Ciavier  über  eine  Oavatine  von  Rossini. 
Autogr.  Part,  mit  Correcturen  von  Beethoven. 

29* 


452  Gesellschaft  der  Musikfreando.  Raum  IV. 

Pult  II:  Beethoven  und  Schubert. 

18.  Beethoven.  Grosses  Skizzenbuch  zu  „Fidelio."  Autogr. 

19.  Derselbe.  Erste  Part.-Abschrift  der  „Eroica"  (3.  Sym- 
phonie). Das  ursprünglich  darauf  gesetzte  „intitalata 
Bonaparte"  radierte  Beethoven  später  so  heftig,  dass  ein 
Loch  im  Papier  entstand.  Mit  vielen  Correcturen  von 
Beethoven's  Hand. 

20.  Derselbe.  Abschrift  der  C-moll-Fnge  aus  dem  zweiten 
Theil  von  Bach's  „wohltemperiertem  Ciavier".  Studie, 
Autogr. 

21.  Derselbe.  Skizzen  zur  Egmont-Oaverture.  Autogr. 

22.  Derselbe.  Ankündigung  der  musikalischen  Akademie, 
die  Beethoven  am  23.  Mai  1824  gegeben  hat.  (Zweite 
Aufführung  der  IX.  Symphonie).  Orig. 

23.  Derselbe.  Ankündigung  der  ersten  Aufführung  von 
Beethoven's  Ballet  „Die  Geschöpfe  des  Prometheus", 
März  1801.  Orig. 

24.  Schubert,  Franz.  Symphonie  in  C-dur,  componiert 
März  1828.  Autogr.  Part. 

26.  Derselbe.  „Geist  der  Liebe",  Gedicht  von  Matthison. 
Männerchor.  Autogr.  Part. 

26.  Derselbe.  Einladung  zum  einzigen  Concert,  das  Schubert 
in  seinem  Leben  gegeben  hat.  Orig. 

27.  D(»rselbe.  Einladung  zur  Todtenfeier  für  ihn,  bei  welcher 
seines  Freundes  Hüttenbrenner  Kequiem  aufgeführt  wurde. 
An  Grillparzer  gerichtet.  Orig. 

28.  Zwei  Blätter,  jedes  auf  einer  Seite  von  Beethoven 
(Lied:  „Ich  liebe  Dich"),  auf  der  anderen  von  Schubert 
Andante  der  7'.5-rfwr-Sonate)  beschrieben. 

Dr.  Johannes  Brahms,  Wien. 

29.  Schubert,  Franz,  nach  Kieder  gemalt  von  Michael 
Stull.  Aquarell. 


Gesellschaft  der  Musikfreunde.  Raum  IV.  453 

Pult  III.  Haydn  und  Mozart. 

30.  Mozart,  W.  A.  Cantate  für  ein  Fest  iu  der  Freimaurer- 
loge, der  er  angehörte.  19  Tage  vor  seinem  Tode  com- 
poniert  und  von  ihm  selbst  noch  autgefülirt.  Autogr.  Part. 
„W.  A.  Mozart,  den  15.  November  1791". 

30  a.  Derselbe.  Denkmünze  von  Baerend.  Ruckseite:  „Auditns 
saxis  intellectusq.  ferar.  sensibus". 

31.  Haydn.  Joseph.  Die  zehn  Gebote,  als  Canons  com- 
pouiert.  Autogr.  Part.,  bez.  „Von  Jos.  Haydn  1808". 

32.  Metastasio,  Pietro.  Canoni.  Orig.-Ausgabe. 

33.  Haydn,  Joseph.  Einladungskarte  zu  dem  zwei  Wochen 
nach  seinem  Tode  veranstalteten  Seelenamt.  Orig. 

34.  Mozart,  W.  A.  und  Schikaneder.  Eine  kleine  lustige 
Broschüre  in  Knittelversen.  Wien  1801.   Orig.-Ausgabe. 

34  a.  Mozart,  W.  A.  Relief-Medaillon  aus  Gyps. 

35.  Haydn  Jose])h.  „Gott  erhalte  den  Kaiser!"  Die  oster- 
reichische  Volkshvmne.  Erster  Druck,  1797. 

36.  Mozart,  W.  A.  Brief  an  Hofmeister,  in  bedrängter 
Lage  geschrieben,  1785.  Autogr. 

37.  Havdn.  Joseph.  Brief  an  Salomon  in  London.  Wien 
1799.  Autogr. 

38.  Porpora,  Nicolo  Antonio.  „Alma  redemptoris"  für 
Alt  und  Streichinstrumente.  Autogr.  Part. 

39.  Haydn,  Joseph.  Visitkarte  vom  Jahre  1805;  Abdruck 
von  der  Orig.-Platte,  mit  den  ersten  Tacten  des  vier- 
stimmigen Liedes  „Der  Greis". 

40.  Haydn,    Joseph.    Sechs    Divertimenti    ä    4    (Streich- 

quartette\   1771.  Autogr.  Part. 

« 

40a.  Derselbe.  Denkmünze  von  Carl  Leberecht,  herausgeg. 
von  der  philharmonischen  Gesellschaft  in  St.  Petersburg 
1802.  Rückseite:  „Societas  philharmonica  Petropolitana 
Orpheo  redivivo".  Silber. 


454  Gesellschaft  der  Musikfreunde.  Kaum  IV. 

40b.  Derselbe.  Denkmünze  von  Gatteaux.  Gypsabdruck. 
40  c.  Derselbe.  Miniaturporträt  mit  einer  Haarlocke  Haydns. 

41.  Derselbe.  Schattenbild  im  Profil. 

42.  Haydn,  Michael.  Responsorien  für  gemischten  Chor. 
Autogr.  Part. 

43.  Mozart,  Leopold,  Vater  von  Wolfgang  Amadeas 
Mozart.  Arie  für  Tenor  und  Orchester.  Autogr.  Part. 

44.  Jahn,  Otto,  Mozart's  Biojraph,  Brief  an  Leopold 
V.  Sonnleithner.  Autogr. 

44a.  Derselbe.  Photogr. 

45.  Mozart,  W.  A.  „Sonates  poiir  le  clavecin".  Composition 
des  siebenjährigen  Mozart  ans  der  Zeit  seines  ersten 
Pariser  Aufenthaltes.  Paris  1763.  Orig.-Ausgabe. 

46.  Derselbe.  Clavierconcert  in  D-moll.  Autogr.  Part. 

47.  Derselbe.  Eine  Partie  verschiedener  Tänze.  Violin- 
stimme. Autogr.,  bez.  „Von  Wolfgang  Amadö  Mozart, 
Wienu  den  27ten  Juli  1786  unterm  Kegelscheiben''. 

48.  Derselbe.  Erstes  Textbuch  zur  „Zauberflöte",  mit  dem 
Stich:  Schikaneder  als  Papageiio.  Wien  1791.  Orig.- 
Ausgabe. 

Pult  IV:  Bach,  Händel,  Gluck. 

49.  Ein  Wiener  Concertzettel  aus  der  Mitte  des  vorigen 
Jhdt. 

50.  Gluck,  Chr.  Chor  aus  der  Oper  ..Aristeo".  Autogr.  Part. 

50a.  Derselbe.  Stich  von  Miger,  nach  dem  Gemälde  von 
Duplessis. 

50b.  Derselbe.  Denkmünze  von  Voigt.  Rückseite:  „Zur 
Heimath  der  Töne  d.  15.  Nov.  1787."  Bronze. 

50  c.  Derselbe.  Denkmünze  von  Gayrard.l818.Gypsabdnick. 


Gesellschaft  der  Musikfreunde.  Raum  IV.  455 

51.  Lotti,  AQtouio.  Dreistimmige  Messe  mit  Instrumeuten. 
Autogr.  Part. 

52.  Hasse,  Joh.  Ad.  Fragment  einer  Messe.  Autogr.  Part. 

53.  Forkel,    Joh.  Nicol.,    Musikschriftsteller.    Sonate   für 
Ciavier  in  C-dur.  Autogr. 

53a.  Derselbe.  Miniaturporträt. 

54.  Händel,  Georg  Fried.  Jagdcantate.  Autogr.  Part. 

55.  Telemanu,    Georg    Philipp.    Violinstimme   zu    einer 
Kirehencantate.  Autogr. 

56.  Derselbe.    Brief   an    den  Lexikographen  Walther  mit 
autobiographischen    Daten    für    das  Lexikon.    Hamburg 

1720.  Autugr. 

57.  Bach.  Ph.  Em.  (Sohn  Joh.  Seb.  Bach's).  Sonate  per  11 
elavicenibalo  solo  all'  uso  delle  donne.  Riga  1786. 

58.  Derselbe.  Stich  von  Stöttrup. 

59.  Bach,  Joh.  Seb.  Fragment  einer  ungediiickten  Kirehen- 
cantate.  Autogr.  Part.  Prof.  Jul.  Epstein,  Wien. 

60.  Derselbe.    Ciavierübung,    Partita  V.    1730.    Stich  und 
Vorlag  von  J.  S.  Bach.  Orig.- Ausgabe. 

Dr.  Johannes  Brahms,  Wien. 

61.  Derselbe.  Lithographie  von  Langlume. 

Nr.  62  ff.  s.  Seite  466. 

Instrunnente. 

237.  Kielflügel  von  Shudi  und  Broadwood  iu  London  1775, 
mit  2  Claviaturen  und  einer  Jalousie  zur  Schallverstärkung. 

238.  Kleines  Tafelclavier  von  Johann  Schantz  in  Wien, 
um  1780  verfertigt.  Haydu  besaß  es  bis  zu  seinem  Tode 
und  vermachte  es  der  fürstl.  Esterhiizy'schen  Kammer- 
jungfer Frl.  Kandier. 

239.  Flügel  von  Conrad  Graf  in  Wien,  von  diesem  1840 
Frl.  Clara  Wieck  bei    ihrer  Vermählung  zum  Geschenk 


456  Gesellschaft  der  Musikfreunde.  Raum  IV. 

gemacht.  Eob.  Schumann  hatte  es  stets  in  seinem  Zimmer 
und  benützte  es  bis  zn  seinem  Tode. 

239a.  Ankündignngen  der  ersten  Concerte  der  Clara  Wieck 
in  Wien  im  Winter  1837/38,  wo  sie  ungewöhnliches 
Aufsehen  erregte. 

Nr.  240  und  841  s.  Seitö  4G6. 

Bilder. 

242.  Sounleithner,  Christof,  jreb.  zu  Szegedin  1734,  gest. 
zu  Wien  1780.  Advocat  und  Liebling.<componist  Kaiser 
Josephs  II.  OeJgem. 

243.  Kiesewetter,  Raphael  Georg,  geb.  zu  IloUeschan 
1773,  gest.  zu  Baden  1850,  k.  k.  Hofrath,  berühmter 
Musiklüstoriker,  Mitbegründer  der  Gesellschaft  für  Musik- 
freunde. Oelgem. 

244.  Mayseder.  Josepli,  geb  zu  Wien  1789,  gest.  el)enda 
1863.  Violinvirtuose  und  Componist.  Oelgem. 

245.  Mosel,  Ign.  Franz  von,  geb.  zu  Wien  1772,  gest. 
ebenda  1844,  k.  k.  Ilofralh,  Componist  und  Dirigent 
der  ersten  Musikfeste  der  Gesellschaft  der  Musikfreunde 
1812—1816.  Oelgem. 

246.  W^anhall,  Joh.  Baptist,  geb.  zu  Nechanitz  in  Böhmen 
1739,  gest.  zu  Wien  1813,  Componist  und  Violinvirtuose. 
Oelgem. 

247.  Martini,  Padre  Giovanni  Battista.  geb.  zu  Bologna 
1706,  gest.  ebenda  1784.  Der  größte  italienische  Masik- 
gelehrtc  des  vorigen  Jhdt.  Oelgem. 

248.  Preyer,  Gottfried,  geb.  zu  Hausbrunn  1808,  Componist 
und  Capellmeistor,  Director  des  Conservatoriums  der 
Gesellschaft  1843—1846.  Oelgem. 

249.  Egger,  Dr.  Franz,  geb.  zu  Wien  1810,  gest.  ebenda 
1877,  Advocat  und  Mitglied  des  Staatsgerichtshofes, 
Präsident  der  Gesellschaft  der  Musikfreunde  1868 — 1877. 
Oelgem. 

250.  Erzherzog  Rudolf,    geb.    zu  Florenz   1788,    gest.    zu 


Gesellschaft  der  Musikfreunde.  Raum  IV,  Wand  V.  457 

Baden  1831.  Seit  1819  Cardinal  und  Erzbischof  von 
Olmütz,  Beethoven's  Schüler  in  der  musikalischen  Com- 
])osition.  Protector  der  G(»sellschaft  der  Musikfreunde 
1814—1831.  Oelgem. 

251.  Erzherzoir  Anton,  Erzherzog  Rudolfs  Bruder,  1804 
bis  1835  Hochmeister  des  deutschen  Ordens.  Protector 
der  Gesellschaft  der  Musikfreunde  1832 — 1835.  Oelgem. 

252.  Ilofmann,  Leopold  Freiherr  von,  gest.  zu  Wien  1885, 
General-Intendant  der  kaiserl.  Hoftheater,  Präsident 
der  Gesellcchaft  der  Musikfreunde  1877-1885.  Oelgem. 

253.  Schubert,  Franz,  im  Kreise  seiner  Freunde  auf  einer 
Landpartie  in  Atzenbruck.  Aquarell  von  Schwind  und 
Mohn. 

254.  Arnstein,  Fanny  von,  eine  kunstbegeisterte  Dilettantin, 
die  1811  den  ersten  Anstoß  gab  zur  Gründung  der 
Gesellschaft  der  Musikfreunde.   Aquarell  von  Kriehuber. 

255.  Beethoven.  Gesichtsmabke  von  Johanu  Klein  1812. 

Wand  V. 

256.  Beethoven,  Ludwig  van,  geb.  zu  Bonn  1770,  gest. 
zu  Wien  1827.  Oelgem. 

257.  Mozart,  W.  A..  geb.  zu  Salzburg  1756,  gest.  zu  Wien 
1791.  Oelgem. 

258.  Mozart,  Leopold,  Wolfgung s  V^ater,  geb.  zu  Augsburg 
1719,  gest.  zu  Salzburg  1787.  Oelgem. 

259.  Haydn,  Jos.,  geb.  zu  Rohrau  1732,  gest.  zu  Wien  1809. 
Oelgem. 

260.  Hauschka,  Vincenz,  gest.  zu  Wien  1840,  Violoncell- 
und  Barytonvirtuose,  Mitbegründer  der  Gesellschaft  der 
Musikfreunde  und  erster  Dirigent  der  Gesellschafts- 
concerte.  Oelgem. 

261.  Weiss,  Anna,  Shigeriu  im  Theater  au  der  Wien,  als 
„schone  Schusterin"  im  gleichnamigen  Singspiel  von 
Ig.  UmlauiF.  Oelgem.  um  1795. 


458  Gesellschaft  der  Musikfreunde.  Wand  V. 

262.  Fux,  Jüh.  Jos.,  geb.  zu  Ilirtenfeld  in  der  Steiermark  1660, 
gest.  zu  Wien  1741.  Compouist,  Capellmeister  und 
Theoretiker.  Oelgem. 

263.  Gedenkblatt  au  die  zur  Feier  des  25jährigon  Bestandes 
der  Gesellschaft  der  Musikfreunde  veranstaltete  Auf- 
führung von  Haydn's  „Sehöpfnng".  1S37. 

264.  265.  Das  Musikfest  der  Gesellschaft  am  6.  Nov. 
1834.  Auffuhrung  von  IländeFs  ^Belsazar",  zum  Namens- 
tag der  Kaiserin,  in  der  kaiserl.  Winterreitschule.  Zwei 
Liihogr. 

266.  Das  frühere  Gobände  der  Gesellschaft  (Musik- 
vereinsgebäude) unter  den  Tuchlauben  1830  -  1869.  Stich. 

266  a.  Das  jetzige  Gebäude  der  Gesellschaft,  wie  es 
ursprünglich  geplant  war.  Holzschn. 

267.  Die   jetzige  Direction  der  Gesellschaft.    Photogr. 

268.  Schenk,  Johann,  geb.  zu  Wiener-Neustadt  1753,  gest. 
zu  Wien  1836,  Opernconiponist,  Corapositions-  und 
Ciavierlehrer.  Oelgem. 

269.  Haydn,  Michael,  geb.  zu  Rohrau  1737,  gest.  zu 
Salzburg  1806,  Bruder  Joseph  Haydn's,  Kirchencomponist 
und  Corapositionslehrer.  Oelgem. 

270.  Rentier,  Georg  Karl,  treb.  zu  Wien  1708,  gest. 
ebenda  1772,  Compouist  und  Capellmeister  bei  St.Stephan. 
Oelgem. 

271.  Krommer,  Franz,  geb.  zu  Kamenitz  in  Mähren  1759, 
gest.  zu  Wien  1831,  Violinvirtuose,  kaiserl.  Kammer- 
capellmeister  und  Ilofcomponist,  Oelgem. 

272.  Spontini,  Gasparo,  geb.  zu  Maiolati  1774,  gest. 
ebenda  1851,  berühmter  Operncomponist.  Oelgem. 

273.  Caldara,  Antonio,  geb  zu  Venedig  1670,  gest.  zu 
Wien  1736,  berühmte;  Compouist  am  Hofe  Kaiser 
Karls  VI.  Oelgem. 

274.  Preindl,    Joseph,     geb.    zu  Marbach   1758,  gest.   zu 


Gesellschaft  der  Musikfreunde.  Wand  V.  439 

Wien  1828,  Componist  und  Capellmeister  bei  St.  Stephan. 
Oelgem. 

275.  Mosenthal,  Sal.  Herrn.,  geb.  zu  Cassel  1821,  gest. 
zu  Wien  1877,  Dichter  und  Schriftsteller;  heryor- 
ragendes  Mitglied  der  Gesellschaft  der  Musikfreunde. 
Oelgem. 

276.  Hellmesberger,  Georg,  geb.  zu  Wien  1800,  gest. 
in  Neuwaldegg  1873,  ausgezeichneter  Violinlehrer,  Prof. 
am  Wiener  Couservatorium.  Oelgem. 

277.  Hellmesberger,  Joseph,  geb.  zu  Wien  1829,  k.  k. 
Hofcapellmeister,  Director  des  Wiener  Conservatoriums 
seit  1851.  Oelgem. 

278.  Herbeck,  Johann,  geb.  zu  Wien  1831,  gest.  ebenda 
1877,  Componist  und  Dirigent,  Leiter  der  Gesellschafts- 
concerte  1859-1870  und  1876-1877.  Oelgem. 

279.  Komberg,  Bernhard,  geb.  zu  Münster  1742,  gest 
ebenda  1814,  Violoncellvirtuose  und  Componist.  Oelgem. 

280.  Graf,  Conrad,  geb.  zu  Rudiingen  (W^ürttemberg)  1782, 
gest.  zu  Wien  1851,  berühmter  Clavierfabrikant.  Aquarell 
von  Kriehuber. 

281.  Wagnor,  Richard.  Gypsbüste. 

282.  Liszt,  Franz,  Gypsbüste. 

Akademischer  Wagnerverein,  Wien. 

283.  Schub  ort,  Franz,  Gypsbüste. 

284.  Gluck  Christoph,  Gypsbüste. 

Frau  Jiosa  Paum gar tner- Papier,  Wien. 

285.  Mozart,  W.  A    Gypsbüste. 

286.  Beethoven,  Ludwig  van,  Gypsbüste. 

"^87.  Ihre  k.  u.  k.  Floheit  Frau  Kronprinzessin  Erz- 
herzogin Stephanie,  Proteetorin  der  Gesellschaft  der 
Musikfreunde  seit  1886.   Gypsbüste. 


460  Gesellschaft  der  Musikfreunde.  Raum  VI. 

288.  Die  Jahresberichte  der  Gesellschaft  der  Musik- 
freunde 1851—1891.  25  Bände. 

290.  Haydn,  Joseph,  Gypsbüste. 

291.  Haydn 's  Geburtshaus  in  Rohrau.  Oelgem.  von  Tröpsch, 
einem  Sehüler  des  Conservatoriuras  und  akademischem 
Künstler.  1829. 

Nr.  392,  siehe  S.  474. 

Raunn  VI.  (Instrumente.) 

Glasschrank  V. 

155,  156.  Zwei  Bassethörner.  älterer  Art,  gebogene  Form, 
mit  8  Grifflöchern  und  4  Klaj)pen.  Die  Röhre  mit  Leder 
überzogen,  der  Sturz  aus  Messingblech.  Bayerisches 
Wappen  auf  dem  Schallbeeher. 

157.  Plockflöte,  mit  8  Grifflöchern,  kleinere  Gattung,  bez. 
„W.  Oberlender". 

158.  Querflöte,  flauto  traverso,  mit  6  Grifflöchern  und  4  Klap- 
pen, bez.  „Potter,  Johnsons  Court,  Floet-Street,  London^. 

159.  160.  Zwei  Oboen  da  caccia  mit  3  Klappen,  4  einfachen 
und  2  doppelten  Grifflöchern,  bez.  „R.  Haka". 

161.  Gerader  Zinken  (conietto  diritto)  mit  6  Grifflöchern 
und  1  Octavioch.  Sehr  alt. 

162.  Plockflöte,  Schnabelflöte,  flute  a  bec.  flute  douce,  mit 
7  Grifflöchern  und  1   Octavioch,  bez.  „Castel".' 

163.  Orientalische  Mandoline,  Tamburek,  mit  4  Saiten. 
Erzeuger  unbekannt,  nm  1800. 

164.  Kleine  türkische  Laute,  Tambur  Kutschuk,  mit 
7  Saiten.  Erzeuger  unbekannt. 

165.  Guitarre,  russische,  mit  6  Darmsaiten,  einfache  Cou- 
struction.  Erzeuger  unbekannt. 

166.  Doppelflöte  mit  8  und  4  Grifflöchern,  im  Süden  der 
Steiermark  und  in  Oroatien  gebräuchlich.  Erzeuger  un- 
bvikannt. 


Gesellschaft  der  Musikfreunde.  Baum  VI.  461 

167.  Theorbierte  Laute,  Archiliiito,  mit  27  Wirbeln,  14  am 
oberen  Kragen.  Zu  einer  Bassguitarre  umgestaltet,  bez. 
„Bassiano  liuttaro  in  Roma  1668". 

168.  Viola  di  Bordone  mit  6  Darmsaiten  über,  13  Metall- 
saiten unter  dem  Griffbrette.  Verfertigt  von  Heinrich 
Krammer.  Lauten-  und  Geigenmacher  in  Wien  1714. 

169.  Violone,  Contrabass,  in  verjüngtem  Maßstabe.  Modell. 
Verfertigt  von  Georg  Skomal  in  Graz  1814. 

170.  Italienisches  Englisch-Horn,  corno  inglese.  Gebogene 
Form  mit  Leder  überzogen.  7  Klappen,  5  einfache  und 
1  doppeltes  Griffloch,  bez.  „J.  Baur  Wien". 

171.  Doppelflöte  mit  7  Paar  und  1  einfachen  Griffloch,  in 
Bayern  gebräuchlich.  Verfertigt  von  L.  Walch. 

172.  Große  Mandora  mit  20  Saiten  und  reicher  Elfenbein- und 
Perirautter-Arbeit,  bez.  „Antonio  Scoti,  Milano  1747". 

173.  Guitarre,  spanische  Guitarre  mit  ursprünglich  5  Paaren 
Darmsaiten  und  schöner  Elfenbein-  und  Perlmutter-Arbeit. 
Zu  einer  6  saitigen  Guitarre  umgestaltet,  bez.  „Pietro 
Reilich  fecit  in  Padua". 

174.  Große  türkische  Laute,  Tambur  buzurk,  mit  8  Saiten. 
Erzeuger  unbekannt. 

175.  Türkische  Geige,  Ajakli  Keman,  mit  3  Metallsaiten 
(ursprünglich  mit  Pferdehaaren)  bespannl.  Reiche  Perl- 
mutter-Arbeit. Erzeuger  unbekannt. 

176.  Bassethorn  in  I\  eckige  Form,  mit  6  Grifflöchern  und 
15  Klappen.  Erzeuger  unbekannt. 

177.  178.  Zwei  Clarinettes  d'amour,  mit  7  Grifflöchern 
und  3  Klappen,  bez.  ,,R.  Paur". 

179.  Querflöte,  mit  6  Grifflöchern  und  6  Klappen,  bez. 
„Potter,  Johuson's  Court,  Fleet-Street,  London". 

180.  Archiliuto,  mit  24  Saiten  (4  auf  dem  Nebenkragen),  der 
Körper  aus  Schildkrot,  der  Hals  mit  Elfenbein  eingelegt. 
Erzeuger  unbekannt. 


462  Gesellschaft  der  Musik  freunde.  Raum  VI. 

181.  Stahlgcige,  Nagelharmouika,  mit  40  gestimmten  Stahl- 
stäbchen im  Halbkreis.  Tonumfang  3/«  Oct.  Erzeuger 
unbekannt. 

182.  Krummer  Zinken,  Cürnetto  curvo,  mit  6  Griflflöcheni 
und  1  üctavloch.  Sehr  alt.  ErzcMiger  unbekannt. 

183.  Türkische  Schalmey,  Zurna,  kleinste  Gattung,  mit 
7  Gritnr>chern  und  Uctavlocli.  Erzeuger  unbekannt. 

184.  Strohfiedel.  Xyloi)hon,  auch  Holzharmonika,  oder  Holz- 
uud  Strohinstrument  genannt.  Für  die  Aufführnugen  von 
Saint-Saens'  „Danse  macabre"  bestimmt. 

185.  Rakettfagott.  auch  Wurst-  oder  Faustfagott  genannt, 
mit  10  (irifFlochern.  Am  unteren  Metallbeschlag 
ein  WappcMi  mit  einer  Infel  und  2  StOrehen,  bez. 
^M.  A.  Z.  L.  1709". 

186.  Ein  Paar  kleiner  türkischer  Heerpauken,  die 
Kessel  mit  Leder  überzogen  und  an  einem  Riemen 
zusammenhängend. 

187.  Grosse  ßassflöte,  RiesonflOte,  mit  6  Grifflöchern,  ein- 
fachste Construction,  bez.  „1501".    Erzeuger  unbekannt. 

188.  Oboe  d'amore,  mit  2  Klappen,  5  einfachen  und 
1  doppelten  Griffloch,  bez.  „J.  Fridrich,  Prag". 

189.  Archiliuto,  mit  24  Saiten,  wovon  4  auf  dem  Neben- 
kragen. Resonanzboden  aus  Elfenbein;  bez.  „In  Padova 
Wendelio  Venere  de  Leonardo  Tiefembrucker  1587". 
Repariert  1831  von  Martin  Stoss  in  Wien. 

An  der  Wand,  rechts  von  der  Vitrine: 

190.  Apollo-  oder  Lyra-Guitarre,  einst  im  Besitze  des 
Ilofopernsäugers  J.  Mich.  Vogl.  Erzeuger  unbekannt. 

191.  Trompete  in  Es,  mehrfach  gewundene  Form,  schönes 
Exemplar.  Verfertigt  von  Antoni  Schnitzer  in  Nürnberg 
1598. 

192.  Zwei  Waldhöruer,  corni  da  caccia,  in  Es,  bez.  ^Machts 
Johannes  Leicham  Schneider  in  Wien  1710". 


Gesellschaft  der  Musiktreunde.  Raum  VI.  463 

193.  Türkisches  Tambour  in,  Hand  pauke.  Erzeuger  unbe- 
kannt. 

194.  Alpenhorn,  rumänisch  Bucium,  aus  Birkenholz,  mit 
Lindenrinde  überzogen.  Holzblasinstrument  des  Hirten- 
volkes der  ostliehen  Karpathen.  Ans  der  Bukowina. 


An  der  Wand,  links  von  der  Vitrine: 

195.  Dnlcian,  dolce  suono,  mit  6  Grifflöchern  vorn  und 
2  hinten.  2  Klappen. 

196.  Alt- Po  saune  in  A  (unvollständig).  Verfertigt  von  Jacob 
Schmidt  in  Nürnberg. 

197.  Trumscheit,  Trompetengeige,  Marinetrompete,  mit 
1  Metallsaite.  Ende  des  vorigen  Jhdt. 

198.  Posaue  in  Es  (unvollständig),  aus  dem  XVI.  Jhdt, 
verm.  Nürnberger  Arbeit. 

199.  Grosse    Bassflöte,    flauto    dolce    basso,    mit  7  Griff- 
lochern und  1  Klapi)e,  bez.  „F.  G.^' 

Vitrine  VI. 

200.  Drei  Geigenbogen  älterer  Art,  kunstvoll  geschnitzt. 
Erzeuger  unbekannt. 

201.  Oboe  da  caccia  mit  2  Klappen,  5  einfachen  und  1 
doppelten  Griffloch,  bez.  „Lempp  in  Wienn". 

202.  Serpent,  Schlangenrohr,  mit  Leder  überzogen  und  mit 
dem  österreichischen  Wappen  „F.  H.^  bezeichnet.  Mono- 
gramm J.  S.  6  Gritriöcher.  Erz^^uger  unbekannt. 

203.  Viola  d'amore,  mit  7  Dannsaiten  über,  5  Metallsaiten 
unter  dem  Griffbrett.  Am  Wirbelkasten  ein  schön  ge- 
schnitzter Kopf  mit  verbundenen  Augen.  Verfertigt  von 
Johannes  Schorn,  Salzburg  1699. 

204.  Cister  aus  türkischem  Haselnussholz,  mit  11  Metall- 
saiten, bez.  „Antonius  Tirr,  fecit  Viennae  1795^. 


i  t 


46i  Gesellschaft  der  MusiktVcuude.  Raum  VI. 

205.  Erbeb,  marokkanische  Geige  mit  2  Darmsaiten,  das 
älteste  aller  in  Europa  vorkommenden  Saiten inslrumcnle. 
Erzeuger  nubekannt. 

206.  Polnische  Zither,  aus  türkischem  Haseluussholz,  mit 
10  Darmsaiten,  bez.  „Johannes  Schorn,  Salisburgo  1696". 

207.  Polnische  Zither  (polnisch  Kithara),  mit  24  Darm- 
saiten, theorbirt,  4  Paar  Wirbel  am  oberen  Kragen,  bez. 
„Wojciech  Pilichowski  zrobil   \v  Krakowie  R"-    1799". 

208.  Mandoline,  neapolitanisch,  aus  Rosenholz,  mit  Elfen- 
bein und  Perlmutter  reich  verziert,  mit  8  Darmsaiten. 
Erzeuger  unbekannt. 

209.  Romanische  Theorbe  (Chitarrone),  mit  14  Saiten. 
Verfertigt  von  Jacob  Langeuwalder  in  Füssen  (Tirol)  1625. 

210.  Taschengeige,  mit  Elfenbein  eingelegt,  in  der  Form 
eines  kleinen  Nachens.  Erzeuger  unbekannt. 

211.  Baryton,  Viola  Bardona,  mit  6  Darmsaiten  über,  13 
Metallsaiten  unter  dem  Griffbrett.  Verfertigt  von  Daniel 
Achatius  Stadlman,  Lauten-  und  Geigenmacher  in 
Wien  1732. 

212.  Taschengeige,  Tanzmeister-Geige, mit einemgeschuitzten 
Kopf  am  Wirbelkasten.  Ausgezeichnete  Arbeit.  Erzeuger 
unbekannt. 

213.  Romanische  Theorbe  (Chitarrone)  mit  14  Saiten.  Ver- 
fertigt von  Benn  Dellio  Wenere  (Wendelio  Venere)  in 
Padua  1622. 

214.  Polnische  Zither  aus  türkischem  Haseluussholz,  mit 
15  Darmseiten,  außergewöhnlich  breitem  Halse  und  drei- 
eckigem Saitenhalter  mit  Rose.  Am  Sattel  2  Metallhaken 
zur  Verkürzung  der  Saiten.  Erzeuger  unbekannt. 

215.  Alte  deutsche  Schalmei  (Schryari),  mit  14  Griff- 
löchern. Erzeuger  unbekannt. 

216.  Polnische  Zither,  mit  10  Metallsaiten  und  einem  ge- 
schnitzten Löweukopf  am  Wirbelkasten.  Exemplar  ge- 
wöhnlicher Art.  Erzeuger  unbekannt. 


Gesellschaft  der  Musikfreunde.  Raum  VI.  46o 

217.  Hirtenflöte,  Schalmei,  in  der  Schweiz  gebräuchlich, 
mit  6  Grifflöchero.  Am  oberen  Theil  eine  hohle,  viel- 
fach durchlöcherte  Kugel,  am  unteren  Theil  ein  glocken- 
förmiger Schallbecher.  Erzeuger  unbekannt. 

218.  Oboe,  alte,  mit  3  Klappen,  5  einfachen  und  1  doppelten 
Griffloch,  bez.  „M.  Deper". 

219.  Viola  d'amore  mit  7  Darmsaiten  über,  7  Metallsaiten 
unter  dem  Griffbrett.  Am  Wirbelkasten  ein  schön  ge- 
schnitzter und  bemalter  Kopf.  Verfertigt  von  Mathias 
Thir,  Wien  1779. 

220.  Viola  d'amore,  mit  6  Darm<;aiten  über,  6  Metallsaiten 
unter  dem  Griffbrett.  Verfertigt  von  Johannes  Blasius 
Weigert,  Lauten-  und  Geigenmacher  in  Linz  1722.  Mit 
Negerkopf  am  Wirbelkasien. 

221.  Mandoline  mit  4  Darmsaiten.  Einfache  Construction, 
bez.:  „Carolus  Hellmer  jun.  me  fecit  Pragae  1798". 

222.  Bauer nleyer,  gemeine  Leyer,  Lira  tedesca,  mit  5  Danu- 
saitcn.  die  durch  Reibung  an  einem  Rade  zum  Tönen 
gebracht  werden.   Erzeuger  unbekannt. 

223.  Spitzharfe,  auf  jeder  der  beiden  Seiten  mit  42  Metall- 
saiten bespannt.  Erzeuger  unbekannt. 

224.  Oboe  da  caccia,  mit  3  Klappen,  4  einfachen  und 
2  doppellen  Grifflöchern,  bez.  „M.  Deper". 

225.  Kleine  Querpfeife,  Schweizerflöte,  mit  6  Grifflöchern, 
bez.  „C.  Teich". 

226.  Kleine  Querpfeife,  Schweizerflöte,  mit  6  Grifflöchern. 
Erzeuger  unbekannt. 

227.  Dudelsack,  Sackpfeife,  mit  Elfenbeinarbeit  versehen. 
6  einfache  und  1  doppeltes  Griffloch,  bez.  „S.  0.  M.". 

An  der  Wand,  rechts  vom  Glasschrank. 

228.  Kleine  Bassflöte  (Bassetflöte),  mit  Aufsatz,  7  Griff- 
löchern und  1  Klappe,  bez.  „Ä.  A". 

I  30 


466  Gesellschaft  der  Musikfreunde.  Baum  VI.  VII. 

229.  Dulcian  mit  6  Grifflöchern  und  4  Klappeu,  bez.  ^A. 
A.  1".  —  Mit  zwei  Wappen,  welche  signiert  sind:  „S. 
F.  S.  —  C.  K.".  Der  Messingbeschlag  am  Rande  des 
Schallbechers  trägt  die  Inschrift: 

DER  .  DULCIN  .  BIN  ,  ICH  .  GENANT 

NIT  .  EINEM  .  lEDEM  .  WOL  .  PEKANT 

DER  .  MICH  .  WILL  .  RECHT  .  PFEIFEN 

DER  .  MUS  .  MICH  .  WOL  .  LERNEN  .  GREIFEN. 

230.  Quint-Posaune  in  Z).  Verfertigt  von  M.  Joh.  Leonh. 
Ehe  in  Nürnberg  1732.  Schrm  graviert  mit  Engelsköpfen. 

231.  Gerade  Trompete  in  B.  Verfertigt  von  Joh.  Wilh. 
Haas  in  Nilrnberg. 

232.  Trnmscheit.  Trompetengeige,  auch  Marinegeige  ge- 
nannt, mit  1  Darmsaite  bespannt.  Verfertigt  von  Joh. 
Ullrich  Fischer,  Lantenmachor  in  Landshnt  1722.  Mit 
Schrauben  -Wirbelmechanik. 

An  der  Wand,  links  vonn  Glasschrank. 

233.  Apollo-  oder  Lyra-Guitarre  mit  6  Darmsaiten,  bez. 
„Gio.  Battista  Fabrieatore  Napoli  Anno  1805.  J,  S.  M. 
deir  Ajuto." 

234.  Haken-Harfe,  sogenannte  kleine  Davidsharfe,  mit 
29  Dannsaiten  und  7  Haken.  Rohe  Bauart. 

235.  Türkisches  Tambourin  mit  gemaltem  Lederüberzug. 
Erzeuger  unbekannt. 

Nr.  236  s.  Seite  474,  Nr.  237—239  s.  Seite  45o. 

240.  Rossini,  Giac.  Gypsbüste.  (Auf  dem  Glasschrauk  V.j 

241.  Mehul,  Etienne.  Gypsbüste.  (Auf  dem  Glasschrank  VI.) 

Raunn  VII. 

Pult  VII.  Musikalische  Curiositäten. 

62.  Riotte.  Europens  Wonnetag,  die  Vermähluugsfeier  Marien 
Louisens  mit  Napoleon  I.  am  11.  März  1810.  Ein 
musikalisches  Gemälde  für  das  Piauoforte.  Orig. -Ausgabe. 


Gesellschaft  der  Musikfreunde.  Raum  VII.  467 

03.  Haslinger.  Der  Brand  in  Baden,  eine  musikalische 
Skizze  für  das  Pianoforte.  Orig.-Ansjrabe. 

64.  Schwanenberg,  Jos.  Franz  Ignaz.  Die  verspro- 
chenen rothen  und  blauen  Krebsen,  eine  Belohnung 
durch  Verwandhing,  dem  Talente  solcher  Zöglinge  zum 
Andenken.  Ciavierstuck  zu  vier  Händen,  roih  und  blau 
u:e(lruckt.  Orijr.-Ausirahe. 

65.  Kanne,  Fried.  August.  Die  Gondelfahrt  in  Venedig 
oder  die  Wonne  Italiens  bei  dem  feverlichen  Einzüge 
Sr.  Maj.  des  Kaisers  Franz  I.  Poetisch-musikalische 
Phantasie  für  das  Pianoforte.  Orig. -Ausgabe. 

66.  Derselbe.  Der  Prater  und  Lob  des  Weines.  Wien 
1807.  Ein  musikalisches  Büchleiii  für  Praterbesufeher. 
Urig.-Ausgabe. 

67.  Zapf,  J.  N.  Der  Feldzug  im  Norden  und  die  Schlacht 
an  der  Moskwa  unter  der  unmittelbaren  Leitung  Sr.  Maj. 
Napoleon.  Eine  musikalische  Darstellung  für  das  Piano- 
forle. Orig.-Ausgabe. 

68.  Derselbe.  Der  grosse  Sturm  in  Wien  im  Jahre  1807. 
Charakteristische  Schilderung  für  das  Pianoforte.  Orig.- 
Ausgabe  mit  einem  Titelkupfer. 

69.  Bohdanowicz,  Basilius.  Neuen  Fragen,  als  Ankündi- 
gung eines  Concertes,  das  er  1802  mit  seinen  Kindern 
in  Wien  gab. 

69  a.  Derselbe.  Das  Andenken  des  Vaters  an  seine  acht 
Kinder.  Reclameblatt  mit  den  Schattenrissen  der  Fa- 
milienmitglieder. Stich  von  Gareis. 

Pult  VIII.  Varia. 

70.  Rossini,  Gioachino.  Canzonette:  „Milaguero'''.  Autogr. 

71.  Mercadante.  Gius.  Sav.  Cantate  „Tiranno  amore". 
Autogr. 

72.  Pacini.  Giovanni.  Skizze  einer  Arie.  Autogr. 

30* 


468  Gesellschaft  der  Musikfreunde.  Raum  YEL 

73.  Astorga,  Em.  Cantate:  „Nou  piu  gaerra".  Autogr. 
Part,  um  1730. 

74.  Czeruy,  Carl.  Ooacept  eines  Briefes  au  Beethoven,  mit 
Bleistift  geschrieben.  Autogr. 

75.  Derselbe.  „Erinnerungen  aus  meinem  Leben**,  auf- 
gesehlagen, vro  er  von  seiner  ersten  Begegnung  mit 
Beethoven  spricht.  Autogr. 

76.  Hummel,  Job.  Nep.  Brief  an  Sonnleithner  mit  auto- 
biographischen Daten.  Weimar  1826.  Autogr. 

77.  Hoffmann,  E.  T.  A.  Tre  canzonette  italiane  für  Sopran, 
zwei  Tenore,  Bass  und  Pianoforte.  Autogr.  Part. 

78.  Matthesou,  Job.  12  Flötensonaten,  zu  Amsterdam  ge- 
gedruckt. Orig.-Ausgabe. 

79.  Derselbe.  Arie  aus    einer    Cantate.  Autogr.   um   1740. 

80.  Fax  J.  J.  Singfundament.  Eine  systematische  Gesang- 
schule.   Autogr.  um  1730. 

81.  Salieri,  Antonio.  An  die  Religion.  Einst  populäres 
Chorstück.  Autogr.  Part.  Um  1820. 

82.  Schenk.  Johann.  Der  Dorfbarbier,  komische  Oper 
1796.  Lange  Zeit  auf  allen  deutschen  Bühnen  bekannt. 
Autogr.  Part. 

83.  Sechter,  Simon.  Corapositionen  von  Prosatexten  aller 
Art,  wie  sie  Sechter  in  seinen  letzten  Lebensjahren  täglich 
zu  verfertigen  pflegte.   Ein  Band  aus   dem  Jahre  1866. 

Autogr. 

84.  Ernst,  Heinr.  Wilh.  Seine  Hand,  den  Geigenhals  hal- 
lend. Gypsabdruck.  Modelliert  von  seiner  Frau  Amelie  E. 

Pult  IX.  Altere  Werke. 

85.  Sammlung  griechischer  Kirchengesänge  in  den 
alten  byzantinischen  Noten.  Manuscrij)t-Codex  in  kleinem 
Format. 


Gesellachaft  der  Musikfreunde.  Baum  VII.  469 

86.  Römisches  Missale,  aus  dem  XV.  Jhdt.  Maniiscript. 
Pergament  in  kleinem,  zierlichem  Format. 

87.  Virdung,  Sebastian.  „Musicagetutscht".  Basel  1511. 
Eines  der  ältesten  Bucher  über  musikalische  Instrumente. 
Orig.-Ausgabe. 

88.  Radolt,  Freiherr  von.  Lautenbuch  (Tabulatur),  Wien 
1701. 

89.  Queren,  Simon  de.  „Opuscnlum  niusices.'*' Wien  1516. 

90.  Agricola,  Martin.  „Musica  instrumentalis  deudsch." 
Wittenberg  1529. 

91.  Scarlatti,  Domenico.  30 Sonaten  för  Ciavier.  Ausgabe 
aus  der  ersten  Hälfte  des  vorigen  Jhdt. 

Br.  Johannes  Brahms,  Wim, 

93.  Frescobaldi,  Girolamo.  II  secondo  libro  di  toccate, 
canzone,  versi  d'hinni,  magnificat,  gagliarde,  correnti  et 
altre  partite.  Kom  1637.  Orig.-Ausgabe. 

94.  Kremberg,  Jacob.  „Musikalische  Gemüthsergötzung." 
Eine  Sammlung  von  Arien  mit  Begleitung  verschiedener 
Instrumente  (Tabulaturen).  Dresden  1689.  Orig.-Ausgabe. 

95.  Tinctor,  Johannes,  „Terminonim  musicae  diffinitorimi", 
das  älteste  musikalische  Lexikon.  Neapel,  um  1475. 
Orig.-Ausgabe. 

96.  Judenkunig,  Hans.  Lautenbuch  „Ain  schone  kunstliche 
Unterweisung. ..."  etc.  Wien  1523.  Orig.-Ausgabe. 

Pult  X.  Zur  Geschichte  der  Gesellschaft. 

97.  Plan  der  Orchester-  und  Choraufstellung  bei  einer  Auf- 
führung der  Gesellschaft  im  Jahre  1826. 

98.  Ankündigung  eines  Balles  der  Gesellschaft  im  Jahre 
1837. 

99.  Ankündigung  der  Aufführungen  vouStadler's  Oratorium 
,.Die  Befreiung  von  Jerusalem"  im  Jahre  1816. 


470  Gesellschuft  der  Musikfreunde.  liaum  VII. 

100.  Ankündigung  der Aiiflulirung  von  HändeFs  •.Timotheus" 
im  Jahre  1812. 

101.  Mendelssohn,  Felix.  Brief  au  die  Gesellschaft  ausAn- 
lass  seiner  Ernennung  zum  Ehrenmitgliede.  1837.  Antogr. 

102.  Berlioz,  llector.  Brief  an  die  Gesellschaft  aus  Anlass 
seiner   Ernennung  zum  Ehrenmitgliede.    1846.    Autogr. 

103.  Spontini,  Gasparo.  Brief  an  die  Gesellschaft  aus  An- 
lass seiner  Ernennung  zum  Ehrenmitgliede  (an  den 
Präsidenten  der  Gesellscliaft  R.  Kiesewetter  gerichtet). 
Berlin  1844.  Autogr. 

104.  Schubert,  Franz.  Brief  an  die  Gesellschaft  aus  Anlass 
seiner  Ernennung  zum  Elirennülgliede.  Wien  12.  Juni 
1827.  Autogr. 

105.  Beethoven,  Ludwig  van.  Brief  an  die  Gesellschaft, 
das  bei  ihm  bestellte  Oratorium  betreffend.  Wien  1824. 
Autogr. 

106.  Cherub  in  i,  Luigi.  Brief  au  den  Präsidenten  der  Ge- 
sellschaft, Grafen  Goess,  als  Dank  für  die  Ernennung 
zum  Ehrenmitgliede.  Paris  1828.  Autogr. 

107.  Zelter,  Carl  Friedrich.  Brief  au  die  Gesellschaft  aus 
Anlass  seiner  Ernennung  zum  Ehrenmitgliede.  Berlin, 
Jänner  1828.  Autogr. 

108.  Gerber,  E.  L  ,  geb.  zu  Sondershausen  1746,  gest.  ebenda 
18111,  berfihmter  Miisikschrifisteller,  Begründer  der 
kunst  wissen  Schaf  ilichen  Sammlungen  der  Gesellschaft. 
Brief  an  die  Gesellschaft,  den  Uebergang  seiner  Samm- 
lungen in  den  Besitz  derselben  betreffend.  Sondershausen 
1815.  Autogr. 

108  a.  Derselbe.  Stich  von  A.  Brückner  nach  einer  Zeich- 
nung von  Bollinger  1797. 

109.  Die  Gesellschaft  der  Musikfreunde  in  Wien  und  ihr 
Conservatorium.  Von  C.  F.  Pohl,  Archivar  der  Gesell- 
schaft, Wien  1871. 


Gesellschaft  der  Musikfreunde.  Raum  VII.  471 

110.  Blätter  der  Erinnerung  an  den  Ban  und  die  Er- 
öffnung des  neuen  Hauses  der  Gesellschaft  der  Musik- 
freunde in  Wien  1870. 

111.  Die  Statuten  der  Gesellschaft.  Neueste  Auflage,  1877. 

112.  Die  Gesellschaft  der  Musikfreunde.  Historische 
Darstellung  des  Entstehens  und  Wirkens  derselben.  Von 
dem  Herausgeber    des  „österreichischen  Volksfreundes". 

113.  Monatsbericht  der  Gesellschaft  vom  Jahre  1829. 

114.  Programm  eines  Gesellschaftsconcertes  vom  Jahre  1815. 
114a.  Statuten  der  Gesellschaft.     Erste  Auflage.  1814. 

K.  k,  Universitätahibliothek,  Wien. 

115.  Entwurf  der  Statuten  der  Gesellschaft  der  Musik- 
freunde des  österreichischen  Kaiserstaates.  1813. 

116.  Plan  der  Aufstellung  des  Chors  und  des  Orchesters  bei 
der  grossen  Auffuhrung  von  Händel's  „Timotheus"  in 
der  k.  k.  Winterreitschule  im  November  1812.  Dieee 
Aufführung  gab  den  Anstoß  zur  Gründung  der  Ge- 
sellschaft. 

117.  Vorschlag  zur  Organisierung  des  Dilettantenvereines. 
Einer  der  ersten  Siatutenentwürfe  zur  Gründung  der 
Gesellschaft  der  Musikfreunde. 


Pult  XI:  Neuere  Meister. 

118.  Paganini,    Nicolo.     Haarlocke    in    einem    Medaillon, 
früher  im  Besitze  des  Dichters  Halm. 

118a.  Derselbe.  Denkmünze  von  J.  Lang,  Wien  1828.  Rück- 
seite: „Perituris  sonis  nou  peritura  gloria".  Bronze. 

119.  Mehul,  Etienne.  Brief,  Autogr. 

119a.  Derselbe.  Denkmünze  von  Fyrat.  1822.  Auf  der  Rück- 
seite die  Namen  aller  seiner  Opern.    Bronze. 

120.  Thalberg,  Sigmund.    Brief,  Autogr. 


472  Gesellschait  der  Musik freande  Raum  MI. 

121.  Meyerbeer,  Giacomo.  Brief  aus  früherer  Zeit,  Wieo 
1813.    Autogr. 

121a.  Derselbe.  Denkmünze  von  K.iJnitzky  in  Wien.  Rück- 
seite: Jhrem  Mitgliede  die  Concordia  MDCCCLXMI.« 
Bronze. 

122.  Kiesewetter,  Raphael  von.  Brief  aus  dein  Jahre 
1837,  seine  gelehrten  Arbeiten  betreffend.  Autogr. 

123.  Strauss,  Johann,  der  Sohn.  Parlitnrskizze  zu  „Ritter 
Päzuian",  mit  Bleistift  geschrieben.   Autogr. 

Br,  Johannes  Brahnis,  Wien, 

124.  Grillparzer,  Franz.  Brief  an  Leopold  von  Sonnleithner. 
Autogr. 

125.  Derselbe.  „Du  schönes  Fischermädchen",  Lied  fQr  eine 
Singstimme  mit  Klavierbegleitung.  Composition  von  Grill- 
parzer. Autogr.  Br.  Johannes  Brahma,  Wien.. 

126.  Derselbe.  Studien  im  Generalbass,  unter  S.  Sechter's 
Leitung  geschrieben.  Autogr. 

127.  Volkmann,  Robert.     Brief  an  Jul.  Epstein  iu   Wien. 

Autogr.  Prof.  Jul  Epstein,  Wiefi. 

128.  Spohr,  Louis.  Brief  an  Josef  von  Sonnleithner,  Wien 
1813,  aus  der  Zeit,  in  welcher  Spohr  Capellmeister  im 
Theater  a.  d.  Wien  war.    Autogr. 

129.  Cherubini,  L'uigi.  Brief  über  Bellini's  Tod.  Autogr. 

T)r.  Johannes  Brahms,  Wien. 

1^29a.  Derselbe.    Stich  von  F.  W.  Bollinger  in  Berlin  1803. 

130.  Liszt,  Franz.  Concertprogranim  vom  13.  April  1823, 
an  welchem  Tage  der  eilfjährige  Liszt  zum  dritten  Male 
iu  Wien  öffentlich  s[n'elte. 

131.  Derselbe.  Deutscher  Brief  an  Jul.  Epstein.  Autogr. 

Prof,  Jul.  Epstein,  Wien. 

132.  Derselbe.  Französischer  Brief  ohne  Datum.  Autogr. 


Gesellschaft  der  Musikfreunde.  Raum  VII.  473 

133.  Kubinstein,  Anton.  Ankiindiguug  des  Concertes  vom 
23.  Jänner  1842  in  Wien. 

134.  Derselbe.  Die  Kinder  der  Haide,  Oper,  im  Ciavierauszug 
mit  Text  vom  Compouisteu.  Autogr. 

135.  Abt  Vogler,  Georg,  Brief  an  Glöggl  in  Linz.  Wien  1813. 
Autogr. 

136.  Vieuxtemps,  Henri.  Brief  an  Leopold  von  Sonnleilhner. 
1854.  Autogr. 

137.  Joachim,  Joseph.  Rondo  für  Violine  und  Orchester, 
aus  dem  ungarischen  Violinconcert.  Autogr.  Part. 

7>r.  Johannes  Brahms,]Wien. 

Pult  XII.  Neuere  Meister. 

138.  Chopin,  Friedr.  Rondo  in  C-dur,  für  Ciavier.  Aus 
frühester  Zeit.  Autogr. 

139.  Mosch ele's,  Ignaz.    Brief  an  Leopold  v.  Sonnleilhner. 

Autogr. 

140.  Mendelssohn,  Felix.  Ouvertüre  zum  Märchen  von  der 
schönen  Melusine,  von  ihm  selbst  für  Ciavier  zu  vier 
Händen  gesetzt.  Autogr. 

141.  Brahms,  Johannes.  Canons  für  Frauen-  oder  Männer- 
stimmen. Autogr.  Part.  1890. 

142.  Derselbe.  Photogr.  einer  im  Jahre  1852  für  Rob. 
Schumann  gemachten  Zeichnung  von  Laurent. 

143.  Schumann,  Clara.  Andante  cou  sentimento  für  Ciavier. 
Componiert  in  Wien  im  April  1838.  Autogr. 

144.  Dieselbe  (Clara  Wieck).  Brief  an  Fürst  Lobkowitz, 
worin  sie  die  Absicht  ausspricht,  „in  Wien  zu  leben 
und  zu  wirken**'.  Leipzig  1838.  Autogr. 

145.  Dieselbe.  Photogr.  von  Adfele  in  Wien. 

146.  Schumann,  Robert.  Kleines  Skizzenblättchen,  mit 
Bleistift  geschrieben.  Dresden  1846.  Autogr. 

147.  Derselbe.  Scherzo  zu  einer  Sonate.  Autogr.  Skizze. 


474  GoBellschaft  der  Musikfreunde.  Kaum  VII. 

148.  Weber,  C.  M.  v.  Sechs  Ecossaiseu  für  Ciavier,  «dem 
schonen  Geschlecht  iu  Hamburg"  gewidmet,  1802. 
Orig.-Ausgabe. 

149.  Derselbe.  Nach  C.  Vogel  gestochen  von  C.  A.  Schwerdt- 
geburth    in  Weimar    18*23.    Mit    < 
Gott  will!  Carl  Maria  v.  Weber." 


geburth    in  Weimar    18*23.    Mit    dem  Facsimile:    ;5Wie 


150.  Derselbe.  Brief  an  Jos.  v.  Souuleithner  in  Wieu,  die 
Aufführung  der  Jubelcantate  in  den  GesellschaftscoDcerten 
betreffend.  Dresden  1822.  Autogr. 

151.  Derselbe.  Sechs  Lieder  für  eine  Singstimme  mit  Piano- 
fortebegleitung.  Autogr.         Dr.  Johannes  Brahms,  Wien. 

152.  Derselbe.  Partiturfragment  aus  der  Oper  ^Silvana". 
Autogr. 

153.  Derselbe.  Sechs  Fugetteu,  seinem  Bruder  in  Hessen- 
Cassel  gewidmet.  Erste  Veröffentlichung  Webers.  Orig.- 
ausgabe. 

154.  Derselbe.  Haarlocke. 

Nr.   loo  ff.  8.  Seite  260. 

BildePi  Büsten  und  Instrumente. 

236.  Terpodion.  Ein  Tasteninstrument,  das  die  Klangfarben 
der  Blasinstrumente  nachahmt.  Die  Tonerzeugung  ge- 
schieht durch  Reibung  eiserner  nnd  hölzerner  Stäbchen 
an  einer  Walze.  Erfunden  von  J.  D.  Buschmann  in 
Xordhausen  1816. 

Auf  dem  Terpodion:  i 

Ankünd  igung  eines  auf  diesem  Instrumente  vom  Erfinder 
nnd  dessen  Sohne  am  8.  Mai  1834  in  Wien  gegebenen 
Concertes. 

Nr.  ttl  ff.  8.  Seite  4o5. 

292.  Pasterwitz,  Georg  von,  geb.  zu  Buchhütten  1730, 
gest.  zu  Kremsmunster  1803.  Professor  der  Philosophie, 
Componist  und  Ohorregent  der  Abtei  zu  Kremsmünster. 
Oelgem. 

293.  Fischer,    Anton,    geb.    zu  Ried    iu    Schwaben  1777, 


Gesellschalt  der  Musikfreuude.  Raum  Vll.  475 

gest.  ZU  Wien  1808.  Operücomponist,  Sänger  und  Capell- 
meister  im  Theater  a.  d.  Wien.  Oelgem. 

294.  Glaser,  Franz,    geb.  zu  Ober-Georgenthal  in  Böhmen 
•      1798,  gest.  zu  Kopenhagen  1861.    Operncomponist  und 

von  1817 — 1830  Capellmeister    am   Josefstädter    Thea- 
ter. Oelgem. 

295.  Starzer,  Jos.,  geb.  zu  Wien  1727,  gest.  ebenda  1793, 
Violinsi)ioler  nnd  Balletcomponist,  Concertraeister  der 
kaiserl.  Hotcapelle.  Oelgem. 

296.  Farinelli,  Carlo  Broschi,  geb.  zu  Neapel  1705,  gest. 
zu  Bologna  1782.  p]iner  der  größten  Sänger  (Castraten), 
die  je  gelebt  haben.  Oelgem. 

297.  Wolfram,  Jos.  Maria,  geb.  zu  Dobrzan  in  Böhmen 
1789,  gest.  als  Burgermeister  zu  Teplitz  1830.  Opern- 
componist und  Dirigent.  Oelgem. 

298.  Pixis,  Jos.  Pet.,  geb.  zu  Mannheim  1788,  gest.  zu 
Baden-Baden  1874.ClavierTirtuose  nndComponist.  Oelgem. 

299.  Hensel,  Peter,  Wien  1770—1831.  Violinvirtuose  und 
Componist.  Oelgem. 

300.  Wölfl,  Jos.,  geb.  zu  Salzburg  1772,  gest.  um  1813  in 
England.  Einst  ein  gefeierter  Ciaviervirtuose  und  Com- 
l^ouist.  Oelgem. 

301.  Rossini,  Gioachino,  geb.  zu  Pesaro  1792,  gest.  zu 
Paris  1868.  Weltberühmter  Operncomponist.  Aquarell 
von  Daffinger  1822. 

302.  Crescentini,  Girolamo,  geb.  zu  Urbania  1766,  gest. 
1846.  Einer  der  letzten  großen  Castraten,  zugleich  Com- 
l>onist.  Oelgem. 

303.  Laub,  Ferdinand,  geb.  zu  Prag  1832,  gest.  zu  Gries 
bei  Bozen  1875.  Ausgezeichneter  Violinvirtuose.  Oelgem. 

304.  Müller,  Wenzel,    geb.    zu  Törnau    in  Mähren   1767, 


476  Gesellschaft  der  Musikfreunde.  Raum  VII. 

gest.  zu  Baden  bei  Wien  1835.  Capellmeister  und  Coni- 
ponist  volksthümlicher  Opern  und  Singspiele,  Oelgem. 

305.  Schuppanzigh,  Ignaz,  geb.  zu  Wien  1776,  gest.  ebenda 
1830.  Violinvirtuose.  Oelgem. 

306.  Die  Direetion  der  Gesellschaft  1862.  Photogr, 
Gruppenbild,    mit    eigenhändigen    Namensuuterschrifcen. 

307.  Nottebohra,  Gustav,  geb.  zu  Lüdenscheid  in  West- 
phalen  1817,  gest.  zu  Gmz  1882.  Musikschrifltsteller, 
Archivar  der  Gesellschaft  1865.  Photogr. 

308.  Ernst,  Heinrich  Wilhelm,  geb.  zu  Brunn  1814,  gest. 
zu  Nizza  1864.  Berühmter  Violinvirtuose.  Reliefmedaillou 
von  seiner  Frau  Amelie  Ernst. 

309.  Bach,  Joh.  Seb.  Photogr.  einer  vom  Singverein  der 
Gesellschaft  der  Musikfreunde  seinem  Dirigenten  Hans 
Richter  verehrten  Statuette  von  Benk.' 

310.  KoXeluch,    Joh.    Ant.,  geb.  zu  Welwarn  in  Böhmen 

1738,  gest.  zu  Prag  1814.  Componist  und  Musikdirector. 
Oelgem. 

311.  Pichl,  Wenzel,  p:eb.  zu  Boclivn  in  Böhmen  1740,  gest. 
zu  Wien  1805.    Componist  und  Musikdirector.    Oelgem. 

312.  Cartellieri,  Casimir.  Anton,  geb.  zu  Danzig  1772, 
ixest,  zu  Libkowoc  in  Böhmen  1807.  Componist  und 
ffirstl.  Lobkowitz'schor  Capellmeister.  Oelgem. 

313.  Aspelmayer,  geb.  zu  Wien  1728,  gest.  ebenda  1786, 
Ilofmusicus  und  Ralletcomponist.  Oelgem. 

314.  Drechsler,  Jos-.'f  geb.  zu  Wallisch-Birken  in  Böhmen 
1782,  gest.  zu  Wien  1852,  Musikpadagog,  Componist 
und  Capellmeister  am  Leopoldstädter  Theater  und  bei 
St.  Stephan.  Oelgem. 

315.  Sabbatini,    Peter  Luigi  Antonio,    geb.  zu  Albano 

1739,  gest.  zu  Padua  1809.  Franciskaner-Mönch.  Com- 
ponist und  Mnsiktheoretiker.  Oelgem. 


Gesellschaft  der  Musikfreunde.  Raum  VII.  477 

316.  Ulbrich,  Maximiliau,  geb.  zu  Wien  1752,  gest.  ebenda 
1814.  Regieningsbearater,  als  Componist  seinerzeit  sehr 
geschätzt.  Oelgeni. 

317.  Fischhof,  Joseph,  geb.  zu  Butscho\vitz  in  Mähren  1804, 
gest.  zu  Wien  1857.  Professor  für  Ciavierspiel  am  Wiener 
Conservatorium.  Oelgem. 

318.  Böhm,  Joseph,  geb.  zu  Pest  1795,  gest.  zu  Wien  1876. 
Berühmter  Violinspieler  und  Vioünlehrer.  Professor 
am  Wiener  Conservatorium  1820—1848.  Oelgem. 

31Ü.  Sounloithner,  Leopold  v.,  geb.  zu  Wien  1797.  gest. 
ebenda  1873.  Advocat,  hervorragender  und  verdienst- 
voller Musikfreund.  Oelgem. 

320.  Gänsbacher,  Joh.  ßapt.,  geb.  zu  Sterzing  in  Tirol 
1778,  gest.  zu  Wien  1844.  Componist  und  Capellmeister 
bei  St.  Stephan  in  Wien.  Oelgem. 

321.  Feierliche  Grundsteinlegung  zu  dem  früheren 
Gebäude  der  Gesellschaft  der  Musikfreunde  unter  den 
Tuchlauben,  1830.  Orig.-Bleistiftzeichnung  von  Franz 
Weigl. 

322.  Lobkowitz,  Fürst  Aug.  Longin  v.,  Präsident  der 
Gesellschaft  der  Musikfreunde  1833—1842.  Lithogr. 
nach  einem  Gemälde  von  Evbl. 

323.  Goess,  Peter  Graf  v.,  Präsident  der  Gesellschaft  der 
Musikfreunde  1825—1832.  Lithogr.  von  Kriehuber. 

324.  Pohl,  Carl  Ferdinand,  geb.  zu  Darmstadt  1819,  gest. 
zu  Wien  1887.  Musikschriftsteller,  Archivar  der  Gesell- 
schaft der  Musikfreunde  1866  —  1887.  Photogr.  von 
Winter. 

325.  Mozart,  \V.  A.  Kleine  Gypsbüste. 

326.  Beethoven,  Ludwig  van.  Bronzestaluette  von  Pre- 
leuthuer  (um  1835). 


478  M&nnergesangverein  „Schubertbiind^  in  Wien.  Baum  IX. 

Männergesangverein  ^Sch.ubertbund''  in 

'Wien  (gegr.  1863). 

Raum  IX: 

Pult  I:  FahiUMibänder. 

Pult  II:  Erinuorungsschriften  und  Kritiken  in  den  Tages- 
blättern. 

Pult  III:  Schreiben  an  den  Verein  bei  verschiedenen  Aulässen. 
theils  ganz  Autogr.,  Iheils  nur  mit  autogr.  Unterschriften. 
so  von  Abt,  Ilellniesberger,  Richter  H.,  Strauss  und 
Anderen. 

Pult  IV:  Textbucher,  Festschriften  und  Photogr.  von  Spenden. 

Pult  V:  Compositionen  (Autogr.)  von  Bobies,  K.  Schmid, 
Titl  und  Holzl. 

Pult  VI:  Compositionen  (Autogr.)  von  F.  Mair,  Storch  und 
Iluttenbrenner.  Storch's  Porträt.  Photogr. 

Pult  VII:  Sängerzeichen  des  ^Schubertbund^'.  Sängeralbum. 
Jahresberichte,  Chronik,  Aufzeichnungen.  Festschriften 
und  Festzeitung.  Biographij?ches  (iber  Beethoven  und 
Sduibert,  besonders  deren  Exhumierung  imd  Wieder- 
beisetzung Betreffendes. 

Pult  VIII:  Briefe  (Autogr.)  von  Mendelssohn-Bartholdy,  Cap- 
pilleri,  Becker,  Lachner,  Sehlogl,  Dr.  A.  Schmidt: 
2  Porträts  des  Letztern  (Lilhogr.).  Porträts  von  Kalli- 
woda.  Schmolzer,  Beethoven,  Grillparzer  und  Meyerbeer. 
Biographische  und  publicistische  Werke. 

Pult  IX:  Spenden,  Erinneningsschriften  und  Ehrendiplome. 

Pult  X:  Meisterbrief  für  Franz  Mair  und  mehrere  Fahnen- 
bänder. 

Glasschrank  XIII:  Fahnenbänder.  Oben  Autogr.  Lurtzing's 
und  Sauter's. 

Glasschrank  XIV:  Autograph e  von  Bauernfeld.  Schubert, 
Engelsberg,    Grillparzer    und    Sechter;    ferner    Frech tl 


Miinnergesangverein  „Schubertbund"  in  Wien.  Wand  VIII.  Raum  III.    470 

V.  Scheffel,  C.  M.  V.  Weber,  Kreissie,  Laube,  Möhring, 
Holtei,  Seidl.  2  Trinkhörner,  1  Silberpokal,  1  Pokal 
ans  Hulz  geschnitzt,  1  Pokal  ans  Majolika-Fayence, 
10  Medaillen  ans  Gold,  Silber  nnd  Bronze,  1  Silberkranz, 
Haarlocken  F.  Schuberts  und  Storch's,  Parte  Beethoven  s 
sammt  Kerzen  mit  Trauerflor  von  seinem  Sarge,  Parte 
Sehubert's,  Schulzeugnis  von  F.  Schubert's  Vater,  J.  N. 
Vogl  (Bleistiftzeichnung  mit  Gedicht).  Auf  dem  Sehranke: 
Büste  F.  Sehubert's  \on  Preleuthner. 


An  der  Wand  VIII:  Bilder  und  Büsten. 

1.  Medaillen  des  Vereines. 

2.  Gedeukblatt  zum  25jähr.  Jubiläum. 
8.  Medaillen  des  Vereines. 

4.  Ansicht    der    Sängerhalle   des    IV.  deutschen    Sänger- 
bundfestes. (Photogr.) 

5.  Ansicht    der    Sängerhalle    des    III.  deutschen    S&nger- 
bundfestes.  (Phutogr.) 

6.  und  7.  Der  Festwagen  des  IV.  deutschen  Sängerbund- 
festes.  (Photogr.) 

8.  Der  Festau sschuss    des  IV.  deutschen    Sängerbund- 
festes (Photogr.). 

9.  Gedenkblatt  zum  25jähr.  Jubiläum. 

10.  Gründer  des  Singvereines  (Photogr.). 

11,  12,  13.  Gedenkblätter  zum  25jähr.  Jubiläum. 

14.  Gesangvereine  von  Oesterreich-Ungarn,  nach  Ländern. 
Nationalität  etc.  (Uebersichtstafel  der  wichtigeren  Ge- 
sangverbindungen.) 

Im  Räume  III. 

15.  Erinnerungsbild  vom  Huldigungsfest  1879. 

16.  Ferdinand  Schubert.  Porträt.  Lithogr. 


480  Männergesangverein  „Schubertbund"  in  Wien.  Raum  III. 

17.  Franz  Schubert.  Porträt.  Oeldruck. 

18—20,  26 — 29.  Porträts  F.  Schuberts  nach  verschiedenen 
Zeichnungen  und  Reproductionen. 

21.  Die  ausübenden  Mitglieder  des  „Schubertbund." 

22.  Ernst  Schmid.  Porträt.  Kreidezeichnung. 

23.  Franz  Bobios.  Porträt.  Lithogr. 

24.  Franz  Mair.  Porträt.  Lithogr. 

25.  Ein  Schubortabend.  Heliogr. 

30.  Ein  Schnbertabend.  Oelskizze  von  M.  v.  Schwind. 

31.  Ein    Schubertabend.     Photogr.    nach    einer    Sepia- 
zeichnung von  M.  v.  Schwind. 

32.  Josef  Kleindl.  Porträt.  Photogr. 

33.  Franz  Bobies.  Porträt.  Lithogr. 

34.  Derselbe.  Porträt.  Photogr. 

35.  Franz  Mair.  Porträt.  Lithogr.  von  Fahrnbauer. 

36.  Franz  Mair.  Porträt.  Holzschnitt. 

37.  A.  M.  Storch.  Porträt.  Lithogr. 

38.  Widmungsblatt  an  A.  M.  Storch.  Aquarell,  mit  Unter- 
schriften. 

39.  E.  S.  Engelsberg.  Porträt.  Stich. 

40.  Der  niederosterr.  Sängerbundesrath.  Photogr. 

41.  Croquis    und    Porträtvorzeichnis    zu    M.    v.  Sch\rind's 
.,Schubertabend".  Bleistiftskizze. 

42.  Der  Sangrath  des  ., Schubertbund". 

43.  Der  deutsche  Sängertag  in  Coburg. 


Innsbrucker  Liedertafel.  481 

55.  F.  Grillparzer.  GypsbQste. 

56.  F.  Schubert.  GypsbQste. 

57.  F.  Mair.  Gypsbüste. 

Die  ganze  gegenüberliegende  Wand  wird  von  einem  Glas- 
schranke mit  Sängerzeichen  der  dem  „Schubertband"  be- 
freundeten Vereine  eingenommen. 

Innsbrucker  Liedertafel. 

Im  Glasschrank  XI: 

Oesterreichische  goldene  Medaille  für  Kunst  und 
Wissenschaft  sammt  der  Verleihungsnote.  Preisdiplom 
des  1.  Preises  beim  Sangerwettstreit  in  Köln.  Trink- 
glas W.  A.  Mozart's  mit  Document;  dem  Vereine  geschenkt 
von  Mozart's  Sohn  Karl.  Erinnerungspokale,  Trink- 
hörner,  Tactstöcke,  ein  Straußeu-Ei,  montiert;  Medaillen. 
Bauner  und  Fahne. 

An  den  Wänden. 

44.  Dr.  Leiter.  Porträt.  Oelgeni. 

45.  Pembauer.  Porträt.  Üelgem. 

46.  Teichner.  Porträt.  Oelgem 

47.  Graf  Belrupt.  Porträt.  Oelgem. 

48.  Graf  Wolkenstein.  Porträt.  Oelgem. 

40.  Graf  Thun-IIohenstein.  Porträt.  Oelgem. 

50.  Gcdenkblatt  an  die  Verleihung  der  goldenen  Medaille 
an  den  Verein. 

51.  Dr.  Hausotter.  Porträt.  Oelgem. 

52.  Preisdiplom  von  Köln  1880. 

53.  Komzak.  Porträt.  Oelgem. 

54.  Ritter  v.  Riederer.  Porträt.  Photogr. 

I  31 


482  Orchesterclub  „Haydn",  Wien. 

Orcliesterclub  ,,Haydn*S  ISTien, 

Pult  XII: 

58.  Schwarzer  und  gelber  Siegelabdruck  des  Vereines. 

59.  Haydn,  J.  „Die  Jahreszeiten.**  Part  Druck, 
64 — 68.  Derselbe.  Clavicisonaten.  Druck. 

69.  Derselbe.  Terzette  über  das  Gedicht:  „Daphne's  einziger 
Fehler".  Handschr. 

70.  Mozart,  W.  A.  Grand  Trio  (Violine,  Viola,  Basso).  Stich. 

71.  Derselbe.  „Oeuvres  corapli^tes.**  2  Hefte.  Druck. 

72.  Schubert  F.  „Gesänge  des  Harfners".  Stich. 

73.  Muzin,  Clementi.  Sieben  Sonaten  für  Ciavier,  Violine 
und  Cello.  Lithogr. 

74.  Daube,  J.  Generalbasslehre.  Leipzig,  1756. 

75.  Beethovens  Gesichtsmaske.  (Gypsabguss). 

76.  Programm  über  die  Aufführung  von  HändeFs  „Jephta". 

77.  Beglaubigungsschreiben  für  die  Part,  der  „Jahres- 
zeiten". 

78.  Dankschreiben  für  Mitwirkungen  von  „Die  Nasswalder" 
und  vom  Deutschen  Schulverein. 

An  den  Wänden. 

61.  Beethoven,  L.  v.  Statuette.  Gyps. 

62.  Händel,  G.  F.  Statuette.  Gyps. 

63.  Haydn,  J.  Büste.  Gyps. 

Neun  Programme  über  die  Vortragsabende  (in  Passe- 
partouts). Begrüßung  Sr.  Majestät,  des  Kaisers  Franz 
Josef  I.  Aquarell.  Begrüßung  des  Kaisers  Wilhelm  IL 
Aquarell.  Haydn's  Grabdenkmal.  Photogr. 


Untcrriclitsabtheilunc-.  483 


'O" 


Unterrichtsabtheilung. 

(Oät-Triinscpt;  räumüch  anschließend  an  die  österr.  gewerbliche  Abtheilung.) 

D'.e  ÜQterrichtsabtheilung  umfasst  statistisches  Materiale, 
Jahresberichte,  Programme  und  Lehrmittel  von  Musikschulen 
Oesterreich-Ünpariis,  Deutschlands  und  der  Schweiz,  ferner 
musikalische  Lehr-  und  Lernmittel  für  theoretische  und  praktische 
musikalische  Fächer  aus  älterer  und  neuerer  Zeit,  Lehr-  und 
Hilfsmittel  für  den  Musikunterricht  der  Blinden,  mehrere  Instru- 
mente mit  reiner  Stimmung,  Lehrmittel  für  Akustik  und  Gegen- 
stände, welche  sich  auf  letztere  Disciplin  beziehen,  und  Aehnliches. 

In  dieser  Abtheiluug  ist  auch  einiges  auf  das  musikalische 
Vereins-  und  das  Concertwesen  bezugliche  Materiale  unterge- 
bracht, sofern  dasselbe  von  den  Sehulinstituteu  zur  Ausstellung 
eingesendet  wurde  oder  mit  denselben  in  engerem  Zusammen- 
hange steht. 

Wand  und  Tisch  I. 

1.  Innsbruck,  Musikvereinsschule.  Statistische  Tabelle  für 

das   Schuljahr    l890/dl.        Die  Awistellungs-Commiasion. 

2,  3.  Dieselbe.    Jahresberichte  und  Schulvorschrifteu. 

Musikverein,  Innsbruck. 

4.  Salzburg,    Musikschule     „Mozarteum*'    des    Vereines 
„Internationale  Mozartstiftung".   Statistische  Tabelle  für 

das   Schuljahr    1890/91.         Die  Ausstellungs-Commission. 

5 — 7.  Dieselbe.  Concertprograrame,  Lehrstoffverzeichnis,  Pro- 
gramme der  öffentlichen  Schülerprüfuugen. 

Intemitionale  Mozartstiftung,  Salzburg. 

8.  Laibach,    Musikschule    der    Philharmonischen    Gesell- 
schaft.   Statistische  Tabelle  für  das  Schuljahr  1890/91. 

Die  Ausstellungs-Commission. 

9.  Laibach,  Musikschule  der  Glasbena  matica.  Statistische 
Tabelle  für  das  Jahr  1890/91.    Schulordnung. 

Diesülbs. 
31* 


484  UnteiriclitsabtheiluDg. 

10  —  12.  Dieselbe.  Graphische  Tabelle  über  die  Entwicklung  der 
Schule,  Schul-  und  Lehrordnung. 

Glasbena  matica,  Lailmch. 

13.  Förster.  Theoretisch-praktische  Clavierschule,  Laibach. 
Verlag  der  Glasbena  matica.  Dieselbe, 

13a.  Nedvöd.  Kranjska  deäele  und  Slava  Awarnikow. 
Herausgeg.  von  der  Glasbena  matica.  Dieselbe, 

14.  Lavorika,  Sammlung  von  Gesängen  für  gemischten 
Chor.  Herausgeg.  von  der  Glasbena  matica.        Dieselbe. 

15.  Lavorika,  Sammlung  von  Gesängen  für  Männer-Chor. 
Herausgeg.  von  der  Glasbena  matica.  Dieselbe. 

16.  Narodue  pesni  z  napevi.  Herausgeg.  von  Janko  Äirovnik. 
Verlag  der  Glasbena  matica.  Dieselbe. 

17.  Brunn,  Musikvereinsschule.  Ein  Carton,  enthaltend  Sta- 
tuten des  Brunner  Musikvereines,  Organisationsplan  vom 
Jahre  1890,  Rechenschaftsberichte,  Denkschrift  zum  Jubi- 
läum des  25jährigen  Bestandes  der  Musikvereinsschule, 
Programm  der  Schlussfeier  nebst  LehrstoflF  und  Lehrplan, 
Programm  des  Jubiläumseoncertes,  Ergänzungen  zur 
Denkschrift,  Darstelluug  der  Coneertthätigkeit  des  Miisik- 
vereiues,  endlich  die  I. -Violin -Stimme  zu  Beethoven's 
A-durSymphouie  aus   der  ersten   Ausgabe   vom  Jahre 

1812.  Musikverein  Brunn. 

18.  Dieselbe.  Statistische  Tabelle  für  das  Schuljahr  1890/9L 

Ute  Ausstellungs-  Commission. 

19.  Klagenfurt,  Musikvereinsschule.  Statistische  Tabelle 
für  das  Schuljahr  1890/91.  Dieselbe. 

20.  Linz,  Musikvereinsschule.  Statistische  Tabelle  für  das 
Schuljahr  1890/91.  Dieselbe. 

21.  Czernowitz.  Musik vereinsschule.  Statistische  Tabelle 
für  das  Schuljahr  1890/91.  Dieselbe. 

22.  23.  Cernowitz.    Musikvereiu.  Programme  1862—1892 


Unterrichtsabtheilung.  48o 

und  Geschichte   des  Vereines    zur  Förderung    der  Ton- 
kunst. 

Verein  zur  Förderung  der  Tonkunst  in  der  Bukowina, 

Czernoicitz. 

24.  Buchenthal,  Constantin  v.  Duraki  i  Kolomyjki  für 
Streichmusik.  Derselbe, 

25.  Worobkiewicz,  Isidor.  Cantari  liturgice  ortodoxe 
Orientale.  Wien  1890.  Derselbe. 

26.  Derselbe.  Rumänische  und  ruthenische  Gesänge  für 
Volksschulen.  Wien  1889.  9  Hefte.  Derselbe. 

27.  28.  Prag,  Conservatorium.  Statistische  Tabelle  für  das 
S-huljahr  1890/91.  Tabelle  über  die  seit  dem  Bestände 
des  Conservatoriums  an  demselben  ausgebildeten  Schüler. 

Die  AusstellungS'Commission. 

29.  Dasselbe.  Verzeichniss  hervorragender  Schüler. 

Verein  zur  Förderung  der  TonkunH  in  Böhmen,  Prag, 

30.  Ambros,  A.  W.  „Das  Conservatorium  in  Prag".  Denk- 
schrift zur.  fünfzigjährigen  Jubelfeier.  Prag  1858. 

Derselbe. 

31.  Krakau,  Musikvereinsschule.  Statistische  Tabelle  für 
das  Schuljahr  1890/91.        Die  Ausstenungs-Commission. 

32 — 34.  Dieselbe.  Lehrplan,  Organisationsstatut  und  Regu- 
lativ. Musikverein,  Krakau. 

« 

35.  Lemberg.  Conservatorium.  Statistische  Tabelle  für  das 

Schuljahr  1890/91.  Die  AussteUungs-Commissiofi. 

36—38.  Dasselbe.  Lehrplan  und  Regulativ. 

Musikverein  Leniberg. 

39.  Lehranstalt  für  Kirchenmusik  des  Ambrosiusvereines 
in  Wien.  Statistische  Tabelle  für  das  Schuljahr  1890/91. 

Die  Ausstellung s-Commission. 

40—42.  Dieselbe.  Gedenkblätter  der  Instructionscurse  1881, 

1883,   1891.  Ambrosiusverein  Wien. 


486  Unterrichtsabtheilung. 

43.  Böhm,  Josef.  Praktischer  Lehrgang  für  den  Gesang- 
unterricht. Wien,  Rörich.  Ämbrosiusverein,  Wien. 

44 — 46.  Derselbe.  Elementar-Gesangschule.  3  Hefte.  Wieu, 

Rörich.  Derselbe. 

47.  Derselbe.  Zweistimmige Gesangsubungen.Wieü,Wessely. 

Derselbe. 

48.  Ordinarium  missae,  Regensburg  1889.  Derselbe. 

49.  Hauber,  Ett  und  Witt.  Cantica  sacra,  christliche 
Gesänge  mit  Orgelbegleitung.    Regensburg  1890. 

Derselbe. 

50.  Haberl,  Fr.  X.  Magister  choralis.  Regensburg  1890. 

Derselbe. 

51.  Mettenleitner.     Die  Behandlung  der  Orgel.     Regeus- 

burg  1886.  Derselbe. 

52.  Fiel,  P.  Harmonielehre.  Dösseidorf  1890.       Derselbe. 

53.  Kothe,  Beruhard.     Orgelbaulehre.    Leobschütz  1890. 

Derselbe. 

54.  Pembaur,  Josef.  Ueber  das  Dirigieren.  Leipzig  1892. 

Derselbe. 

55.  Brosig,  Moriz.  Orgelbuch,  neu  herausgeg.  Ton  Th. 
Forchammer.  Leipzig,  Leuckart.  Derselbe. 

56.  Werra,  Fernst  von.  Orgelbuch.  20.  Vereinsgabe  der 
Cacilia  1807.  Dcrßelbe. 

57.  58.  Mattei,  S.  Dreistimmige  Uebungen  über  die  kurzen 
bezifferten  Bässe,  frei  bearbeitet  von  A.  Monici.  Wien, 
Rörich.  Derselbe. 

59.  Album  für  Kirchenmusik,  herausgeg.  vom  Präsidium  des 
allgemeinen  Kirchenmusikvereines  St.  Ambrosius  im  Wien. 

Derselbe. 

60.  Haller,  Michael.  Gesänge  zu  den  Processioneu  am 
Feste  Maria  Lichtmess.     Verlag  des  Ambrosiusvereiues. 

Derselbe. 


Unterrichtsabtheilang.  487 

61,  62.  Statuten  der  Lehranstalt  für  kirchliche  Tonkunst 
des  St.  Ambrosiusvereines.  Amhrosiusverein,  Wien. 

63.  Widmann,  Benedict.     Generalbassübungen.    Leipzig, 
Merseburger.  Derselbe. 

64.  Bertalotti,     Angelo.      50    zweistimmige    Solfeggien. 
Regensburg  1891.  Derselbe. 

65.  Ob  erhoffer,  II.  Die  Schule  des  katholischen  Organisten. 
Trier  1884.  Derselbe. 

66.  Statuten  des  Ambrosiusvereines.  Derselbe. 

67.  Sieber,  Ferd.  Katechismus  der  Gesangskunst.  Leipzig, 

Weber.  Derselbe. 

68.  Heinze,    Leopold.    Theoretisch-praktische   Harmonie- 
lehre. Breslau  1891.  Derselbe. 

69.  Kothe,  Bernhard.  Abriss  der  Musikgeschichte.  Leipzig 
1890.  Derselbe. 

70.  Schmetz,  Paul.  Die  Harmonisierung  des  gregorianischen 
Kirchengesanges.  Düsseldorf.  Derselbe. 

71.  Augsburg,  Musikschule.    Statistische  Tabelle  über  das 

Schuljahr  1890/91.  Die  Amstellungs-Commission. 

72.  Dieselbe.    Bericht  über  die  ersten  22  Semester  ihres 

Bestehens.  Kgl.  Mimkschule  Augsburg. 

73.  München,    Conservatorium.    Statistische   Tabelle   über 
das  Schuljahr  1890/91.        Die  Ausstellufigs-Commission. 

74.  Dasselbe.  Jahresberichte. 

Kgl.  Conservatorium  München. 

75.  Aschaffenburg,  Musikschule.  Statistische  Tabelle  über 

das  Schuljahr  1890/91.         Die  Ausstellungs-Commission. 

76.  77.  Würzburg,    Musikschule.    Statistische  Tabelle  für 
das  Schuljahr  1890/91.  Jahresbericht. 

Kgl.  Musikscfiule  Würeburg. 


488  Untomchtsabtheilung. 

78.  Ritter,  Hermann.  Schule  für  die  Viola  alta.   Leipzig, 

Kühle.  Kgl.  Musikschule,  Würzburg. 

79.  Eichstätt,  städt.  Musikschule.  Statistische  Tabelle  f&r 

das  Schuljahr  1890/91.  Die  Austellungs-Commisston. 

80.  Bamberg,  städt.  Musikschule.  Statistische  Tabelle  für 
das  Schuljahr  1890/91.  Dieselbe, 

81.  Dieselbe.  Jahresberichte.     Städf.  MusikscJiule  Bamberg. 

82.  München,    Musikschule.    Statistische    Tabelle    für  das 

Schuljahr  1890/91.  nie  Ausstellungs-Commission. 

83.  Dieselbe.   Statuten   1889.     Stadt  Musikschule  Mmichen, 

84.  Jahresberichte  der  kgl.  Lehrer-Bildungsanstalten  und 
Schullehrer-Semiiiarien  1891 :  Amberg,  Schwabach,  Frei- 
sing, Lauingen,  Unterfranken  und  Aschaffenburg,  Ober- 
franken,    Straubing,    Kaiserslautern,    Speyer,    Altdorf, 

Eichstätt.  Die  betreffenden  Institute, 

85.  Statistische  Tabellen  der  kgl.  Lehrer-Bildungs- 
anstalten und  Scluillehrer-Seminarien:  Amberg,  Lauingen, 
Freising,  Straubing,  Eichstätt,  Speyer,  Schwabach,  Alt- 
dorf, Würzburg.  Die  hetreffcndm  Institute, 

Wand  und  Tisch  II. 

86—91.  Cöln,  Conservatoriiim.  Pläne  und  Ansichten  des 
Gebäudes.  Graphische  Darstellung  der  Frequenz.  Modell 
der  neuen  Orchesterbühue.  Con^eivatorium  Cöln. 

92.  Jensen  6.  Bearbeitungen  für  Violine.  Dasselbe. 

93.  Eibenschütz,  Ilompesch,  Mertke  und  Seiss.  Com- 
positionen  und  Bearbeitungen.  Dasselbe. 

94.  Wüllner,  Franz.  Chorubungen  der  Münchner  Musik- 
schule. Mönchen  1892.  Dasselbe. 

95.  Mertke.  Compositionen  und  Bearbeitungen :  Technische 
Uebungen,  Octavenschule.  Dasselbe. 


Unterrichtsabtheilung.  480 

96.  Derselbe.     Improvisationen     über     berühmte    Lieder: 
Czerny,  Knust  der  Fingerfertigkeit.     Conservatorium  Cöln, 

97.  Klauwell,  Dr.  Otto.  Der  Fingersatz  des  Clavierspiels. 
Leipzig  1885.  Basselbe. 

98.  Jahresberichte    des    Conservatoriums    in    Cohi    1885 

bis  1891.  Dasselbe. 

99.  ünterrichtsstatistik  des  Conservatoriums  in  Coln. 

Dasselbe. 

100.  Mertke.  Compositionen  und  Bearbeitungen :  Paraphrasen 
über  R.  Wagners  „Ring  der  Nibehmgen"  und  „Parsifal": 
Mendelssohn,  Lieder  ohne  Worte:  Mendelssohn,  Ciavier- 
werke. Dasselbe. 

101.  Derselbe.  Chopin,  Concerte  E-moll  und  F-moll, 
Hummel,  Concerte  A-moll  und  Il-moU;  Mendelssohn, 
Capriccio,  G-moll-  und  D-moZZ-Concert;  Weber,  Concert- 
stfick.  Dassdbe. 

102.  Derselbe.  Impromptus  über  Walzer  von  Schubert: 
Chopin,  Ciavierwerke.  Dasselbe. 

103.  Verfassung  und  Schulgesetz  des  Conservatoriums  in 
Coln.  Dasselbe. 

104.  Jahresbericht  des  Conservatoriums  in  Colu  1891. 

Dasselbe. 

105 — 107.  Concert-Gesellschaft  in  Cöln.  Programme  der 
Gürzenich-Concerte  1849  —  1891.  Dasselbe. 

108.  SchOnbach,  k.  k.  Fachschule  für  Mnsikinstrumenten- 
Erzeuger.  Statistische  Tabelle  für  das  Schuljahr  1891/92. 

Die  AuistellungS'Commission. 

109.  Grasslitz,  k.  k.  Fachschule  für  Musikinstrumenten- 
Erzeuger.  Statistische  Tabelle  für  das  Schuljahr  1891/92. 

Dieselbe. 

Wand  III. 

110.  Petschau,  staatlich  subventionierte  Musikfachschule. 
Statistische  Tabelle  für  das  Schuljahr  1891/92. 

Dieselbe. 


490  ünterrichtsabtheilung. 

111.  Gra^,  Musikschule.  Statistische  Tabelle  für  das  Schul- 
jahr 1891/92.  Die  ÄussteUungS'Commission. 

112—114.  Dieselbe.  Pläne  des  Schulgebaudes.  Grundzöge 
des  zu  erweiternden  Lehrplaues. 

Steiermärkischer  Muaikverein,  Gr<u, 

115.  Wandkarte  der  im  österreichischen  Reichsrathe  rer- 
treteneu  Königreiche  und  Länder.  Darstellung  der 
behördlich  genehmigten  Lehraustalten  für  Musik. 

Die  ÄussteUungS'Commisaion. 

1 1 6 — 1 19.  Budapest,  Conservatorium.  Frequenztabelle,Stunden- 
plan.  Photogr.  eines  Lehrsaales  und  der  Hausbühne. 

Kgl,  Landesakademie  für  Musik  und  darstellende  Kunst, 

Budapest. 

Pult  III. 

120.  Fischhof  (Prof.  am  Conservatorium  1833—1856).  Ver- 
such einer  Geschichte  des  Ciavierbaues.  Wien  1853. 

Gesellschaft  der  Musikfreunde^  Wien. 

121.  Altenburg,  Joh.  E.  Versuch  einer  Anleitung  zur  heroisch- 
musikalischen Trompeter-  und  Paukerkunst.  Halle  1795. 

Stadtbibliothek  Leipzig. 

122.  Hotteterre  le  Romain,  Principes  de  la  flute  trarersifere, 
de  la  flute  a  bec  et  du  hautbois.  1741. 

K  k.  Hof  bibliothek. 

123.  Muzyka  do  piesni  j)olskih  i  ruskih  ludu  galicyjskego. 
Gesammelt  von  W.  v.  Oleski,  Lemberg  1833. 

Conservatorium  Lemberg. 

124.  Quantz,  Johann  Joach.  Versuch  einer  Anweisung,  die 
Flöte  traversiere  zu  spielen.  Breslau  1780. 

Gesellschaft  der  Musikfreunde,  Wien. 

125.  Seilner,  Jos.  (Prof.  am  Conservatorium  1821—1838). 
Theoretisch-praktische  Oboöschule.  Wien,  Leidesdorf. 

Dieselbe. 

126.  Bochsa,  N.  Chr.  fils,  petite  methode  pour  la  harpe. 
Paris,  Bochsa.  Dieselbe. 


Unterrichtsabt  heilun«?.  491 


o 


127.  Kral,  J.  Anleitung  zum  Spiel  der  Viole  d'araour.  Wien 

18b9.  Hep'  Johann  Kral,  Wien, 

128.  Slama,  Anton  (Prof.  am  Conservatorium  1833— 1869). 
Contrabasschule.  Wien,  Haslinger. 

Gesellschaft  der  Musikfreunde,  Wien. 

129.  Gyrowetz,  Adalbert.  Alpengesang  für  2  Discant-  und 
2  Altstimmen  zum  Gebrauche  der  Singjugend  des  grossen 
Musikvereines  in  Wien.  Ilandschr.  Dieselbe. 

130—135.  Zorn,  Friedrich  Albert.  Grammatik  der  Tanz- 
kunst. Leipzig,  Weber,  nebst  Notenheft  und  Atlas. 

Ilen  F.  A.  Zorn,  Odessa. 

136.  Derselbe.  Gruppen  und  Tabellen  zu  Balleten  in  Er- 
ziehungsanstalten. Handzeichnung  1892.  Derselbe. 

137.  Derselbe.  Russischer  Volkstanz  für  2  Personen.  Odessa. 

1887.  Derselbe. 

Versuche  einfacherer  Notenschriften. 

138.  Schulz,  J.  A.  P.  Entwurf  einer  neuen  und  leicht  ver- 
ständlichen Tablatur.  Berlin  1786. 

Gesellschaft  der  Musilfreunde,  Wien. 

139.  Ileinroth,  J.  A.  G.  Volksnote  oder  vereinfachte  Ton- 
schrift.  Göttingen  1828.  Dieselbe. 

140.  Kless,  M.  C.  A.  Beiträge  zur  Volksnote  oder  Beschrei- 
bung einer  weniger  bekannten  Musikschrift.  Stuttgart  1827. 

[Dieselbe. 

141.  Baumgartner,  August.  Kur/gefasste  Anleitung  zur 
musikaiischenStenographieoderTonzeicheukunst.  München 

1853.  Dieselbe. 

142 — 144.  Romano,  Gasparo.  Rudimeuto  musicale,  nuovis- 
simo  sistema  stenografico.  Mailand  1843.         Dieselbe. 

145.  Gambale,    Emanuel.     La  riforma  musicale.    Mailand 

1840.  Dieselbe. 


492  Unterrichtsabtheilung. 

146.  Deeher,  Adolph.  Chromogr.  Darstellung  der  Tod- 
dichtungen.  Muuclien,  Th.  Ackermann.  (Chromogr.  Dar- 
stellung des  zweiten  Satzes  der  V.  Symphonie   von  L. 

V.  Beethoven.)  Gesellschaft  der  Musikfreunde,   Wien, 

147.  Garabale,  Emanuel.  Joie  et  douleur  pour  Piano  par 
Rod.  Willmers,  traduit  d'apres  la  reforme  masicale. 
Mailand  1846.  niesdbe. 

148.  Huth,  Ch.  A.  B.  Erklärung  des  farbigen  Notensystems. 
Hamburg  1888.  Dieselbe. 

149.  Sacher,  Hans.  Entwurf  einer  Vereinfachung  der  Noten- 
schrift. Wien  1889.  Dieselbe. 

150.  Aillcr,  Johann.  Noten-  und  Lioiensystem  (angeregt 
durch  den  Sacherschen  Entwurf).  Handschr.  1890. 

Dieselbe. 

151.  Schmitt,  Hans.    Eine  neue  Notenschrift.  Brüun  1892. 

Dieselbe. 

152.  Latte,  Ludwig.  Neues  gesetzlich  geschütztes  Tonsystem. 

1892.   Prospcct.  Herr  Wühelm  Latte,  Berlin. 

153.  154.  Jubiläumsmedaille  des  Nationalconservatoriums 
in  Budapest.  YAn  P^xemplar  in  Silber  (Avers),  ein  E^cemplar 
in  Bronze  (Revers). 

Kgl.  Landesdkademie  für  Musik  und  darstellende  Kunst, 

Budapest. 

Tisch  IV. 

155.  Wagner,  Hans.  Musikstenographie  nebst  einem  neaen 
Notendrucke.  Wien,  Reisser  &  Werthner. 

Prof.  Hans   Wagner,  Wien. 

156.  Derselbe.  Neues  Musik-Lehrsystera  zur  Erleichterung 
des  Ciavierunterrichtes.  Wien,  Reisser  &  Werthner. 

Derselbe, 

157 — 169.  Budapest,  Conservatorium.  Jahresberichte, 
Geschichte,  Festschrift,  Concertprogramme  und  Sehul- 
drucksorten. 

Kgl.  Landesakademie  für  Musik  und  darstellende  Kunst, 

Budapest. 


Unterrichtsabtheilung.  493 

170.  Heliczay,  Julius  v.  Musikaliselie  Compositionslehre 
in  ungarischer  Sprache. 

Pi'of.  Julius  V.  Beliczay,  Budapest, 

Wand  und  Tisch  V. 

171.  Hannover,  Conservatorium.  Statistische  Tabelle  für  das 

Schuljahr  1890/91.  Die  Äusstellungs-Commission, 

172.  Berlin,  kgl.  Institut  für  Kirchenmusik.  Statistische 
Tabelle  für  das  Schuljahr  1890/91.  Dieselbe. 

173.  Berlin,  kgl.  Hochschule  für  Musik.  Statistische  Tabelle 
tür  das  Schuljahr  1891/92. 

Kgl,  Hochschule  für  Musik,  Berlin. 

174.  Frankfurt,  Dr.  Hoch'sches  Conservatorium.  Wandtafel 
mit  Plänen  und  Photogr.  des  Gebäudes. 

Dr,  HocWsches  Conservatorium,  Frankfurt, 

175.  Eibenschütz,  Ilona  (Schülerin  des  Hoch'schen  Conser- 
vatoriums).  Porträt  (Brustbild),  Kreidezeichnung  von 
Kich.  Scholz.  Fol.  Dabselbe. 

176.  Scholz,  Bernhard,  Dr.  (geb.  1835,  seit  1883  Director 
des  Hoch'schen  Couservatoriums).  Gypsbüste.    Dasselbe. 

177.  Weimar,  p:rossherzügl.  Orchester-  und  Musikschule. 
Statistische  Tabelle  für  das  Schuljahr  1890/91. 

Die  A usstellungs-Commission, 

178.  Dresden,  kgl.  Conservatorium.  Statistische  Tabelle  für 
das  Schuljahr  1890/91.  Dieselbe. 

179 — 184.  Wien,  Horak\sche  Ciavier-  und  Gesangschulen. 
Lehrplan  für  Ciavier,  Orgel,  Sologesang  und  Ililfsfächer, 
dann  für  den  Vorboreitungscurs  zur  Ablegung  der  Staats- 
prüfung. Uebersicht  der  für  das  Lehramt  des  Clavier- 
und  Orgelspiels,  dann  des  Gesanges  approbierten  Zög- 
linge. Photogr.  Tableau  des  Lehrkörpers. 

Herr  Eduard  Horak,  Wien. 


49i  Unterrichtsalthcilang. 

Wand  und  Tisch  VI. 

185,  186.  Wien,  Kaiser sclieMusikschulen.  Statistik  desSehul- 
besuches  1874—1892  Formular  der  Preisziierkennuog  bei 

der  Conciirrenzprüfuug.  Herr  Rudolf  Kaiser,   Wien. 

187 — 193.  Leipzig,  kgl.  Conservatorium.  Uebersichtstabolle 
über  die  Schülerfrequenz;  Plilne,  Durchschnitt  und  An- 
sichten des  Schulgebäudes.  Kfjl  Cons-rvatorium,  Leipzig. 

194.  Dresden,  kgl.  Conservatorinm.  Tabelle,  enthaltend  die 
Schülerstatistik    und    die  Uebersicht    des  Schulbesuches 

1892.  Kgl  Cwiaercatorium,  Dresden. 

Wand  und  Tisch  VII. 

195.  Hellmesberger,  Josef  (Director  des  Cünservatoriums 
seit  1851).  Gypsbüste  vou  Ella  Weber. 

Gesellschaft  der  Musikfreunde,  Wien. 

196 — 198.  Wien,  Conservatorium.  3  Pläne  des  Schulge- 
bäudes. Dieselbe. 

199.  Dasselbe.     Statistische     Tabelle     für    das     Schuljahr 

1891/92.  Dieselbe. 

200.  Dasselbe.  Statistische  Tabelle  über  die  Entwicklung 
des  Conservatoriums  1817 — 1892.  Dieselbe. 

201 — 203.  Dasselbe.  Photogr.  Tableaux  des  Lehrkörpers 
des  Conservatoriums.  Dieselbe. 

204.  Kiesewetter,  Raph.  Georg,  Hofrath  (der  erste  Vor- 
stau<l  des  Conservatoriums  1817 — 1825).  Porträt.  Lithogr. 
von  Kriehuber.  Dieselbe. 

205—218.  Wien,  Conservatorium.  Verschiedene  Formu- 
larieu  und  Scliuldrucksorten.  Dieselbe. 

219.  Maxintsak,  Josef.  Accordstiidien  für  die  Violine.  Wien, 
Wetzler.  Dieselbe. 

220.  Grützmacher,  Friedrich.  Etüden  für  Violoncell.  Leip- 
zig, Peters.  Dieselbe. 


Unterric