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Full text of "Abendpost 1905-09-09: Vol 17 Iss 214"

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Geleſenſte 


Deutſche Zeitung 


-Ades ⸗ 


I__ wen | 


1 Gent. 


 Tofegrapfifche Depefihen. 


(Geliefert von ber ‘ € “Associated Press’) 
Ausland. 


Die Erdbeben:Kataftrophe,. 
Die Sahl der Todten und Derletten noch 
im Wachien. 


Rom, 9. Sept. Die Zahl der Todten 
und Verlegten infolge ber furchtbaren 
Erdbeben in Süds‘talien * noch im= 
mer im Machfen, doch liegen fo :.eit 
feine genauen siffern vor. - nn Mej- 
fina, Sizilien, find Riffe in ven Mau= 
ern vieler MWohnhäufer und Kirchen 
eingetreten. König Viktor Emanuel 
hat $20,000 für die Unterftügung ber 
Nothleivenden geitiftet, und das Kabi- 
net ift auf morgen einberufen worden, 
um über geeignete Hilfsmaßregeln zu 
berathen. 

Nocera, Jtalien, 9. Sept. Baumi- 
nifter Terraris ift auf der Fahrt nad 
Monteleone hier durchgereift. Der 
Sugverfehr mit Kalabrien ijt noch jehr 
gejtört. Der Schnellzug nad Neapel 
hatte fünf Stunden Verfpätung, da 
der Zuaführer in Kalabrien megen 
des unfjicher gewordenen Bahnbettes 
fehr langjam fahren mußte. DerBahn- 


hof in Barghelia liegt in Trümmern. 


Reifende berichten, dab ganze Dörfer 
zerftört wurden, und halbnadterzrauen 
mehtlagend nach umgelommenen Män- 
nern und Kindern fuchen, und bie 
Sodten bejtatten. Auf allen Bahnho- 
fen in der Gegend jammeln fi) Noth- 
leidvende an und bitten um Hilfe. 


Die Cholera in Deutidhland. 


Xeunzehn neue Erfranfungen und Todes: 
fälle. — £ob eines amerifanifchen Arztes. 


Berlin, 9. Sept. Das Reichsgejund- 
heitsamt kündigt an, daß in den leb- 
ten 24 Stunden, bi3 heute Mittag, 19 
weitere Erfranfungen und 7 Todes- 
fälle an ver Cholera vorgefallen find. 

Die neuen Erfranfungen. in den 
Yetten 24 Stunden fallen auf folgende 
Kreife: Raftenburg 1; Marienburg 1; 
Graudenz 5; Marienmwerder 4; Stuhm 
1; Rofenberg 1, und Gnefen 1. Drei 
früher als Cholera gemeldete Erfran= 
fungen ermwiejen fich ala falich. 

Minifter Dr. Stubt ift heute aus 
den Ferien zurüdfgefehrt und leitete ei= 
ne Berathung bon berborragenden 
Yerzten im Reichägefundheitsamt über 
die Cholera-Gefahr. Die getroffenen 
Maßnahmen wurden guigeheißen und 
dietage für fehr hoffnungspoll erklärt, 
Dom Publitum erwartet man eine ge: 
naue Befolgung der Vorſichtsmaßre⸗ 
geln. Ein epidemiſches Auftreten der 
Seuche wird nicht befürchtet. 

Bromberg, 9. Sept. Sechs neue Er— 
krankungen und ein Todesfall an der 
Cholera wurden heute in fünf Dör— 
fern des Kreiſes Bromberg gemeldet. 

Hamburg, 9. Sept. Dr. MeLaugh 
lin vom amerikaniſchen Marinehoſpi— 
taldienſt, welcher von der Bundesre⸗ 
gierung nach hier geſandt wurde, ſagte 
heute, daß die Vorbeugungsmaßregeln 

der Behörden dermaßen ſind, daß die 
Gefahr einer Cholera = Epidemie im 
Berhältnik von 1 zu 1000 ift. Seit 
drei Tagen find feine Erfranfungen 
mehr vorgefallen, und wenn bi3 Mon- 
tag feine eintritt, To fann man an- 
nehmen, vaß die drei Erfrankungen 
rein [poradiicher Art waren. Die Re- 
gierung hat ferner in den Provinzen 
an der rufftichen Grenze jehr ftrenge 
Mapnahmen ergriffen, und wenn aud 
meiterhin Erkrankungen porfommen 
mögen, jo ift eine Berfchleppung der 
Krankheit Doch fo qut wie ausgefchlof 
fen. Yusiwanderer dürfen nicht in bie 
Stadt fommen, jeder berjelben wird 
nah der Duarantäneftation gejandt. 
Dr. Mekauahlin wird hier bleiben 
bis er durch einen Arzt aus New York 
abgelöft wird . 
Bernünftige japanifhe Anficht. 
Ueber den Friedensſchluß. — Ruhe in Tofio, 
Beim Präfidenten. — Alberne Sondoner 
Cüge. 
Tokio, 9. Sept. Die „Nichi Nichi“ 
veröffentlicht heute einen Rückblick des 
Feldmarſchalls Yamagata auf den 
Krieg; der Artikel ſchließt wie folgt: 
„Nach dem Sieg bei Mukden wurde 
in Europa und Amerika aus Grün— 
den der Menſchlichkeit die Einſtellung 
der Feindſeligkeiten verlangt. Nacı 
der Seejchladht in der See von Jaban 
rieth Präſident Rooſevelt beide 
Kriegführenden, die Feindſeligkeit 
einzuftelen. Meinungsverfchieden" 
ten über die Friedensbedingungen m 
ren unvermeidlich, aber die Noti. 
muß ji) erinnern, 
Sartnädigfeit und Wunfch, den Trıeg 
fortzufegen, feine Hoffnung auf ange= 
meſſene Entſchädigung Japans ohne 
weitere Opfer an Menſchenleben und 
Geld ließ. Die Einſtellung der Feind— 
ſeligkeiten war auch für die Entwicke— 
lung der japaniſchen Flotte vortheil— 
haft. Fortſetzung des Krieges bedeu⸗ 
tete Aufreiben der Thattraft und des 
Wohlſtandes des Landes.“ Der Ver— 
faſſer verſichert, daß Japans militäri— 
ſche Stärke nicht geſchwächt ſei, und 
daß die Truppen Harbin hätten neh— 
men fünnen. 
Das Dlatt fordert den Rüdttitt bes 
Minifterd für innere Angelegenheiten 
und bed Polizeichefs, meil Tie durch 
Unterbrüdung der freien Anfichtsiu- 
Berung ber Japaner biefe gebemi:- 
thigt und u Ausschreitungen veran- 
Iaßt hätte 
>. Heute Terſcht hier völlige Ruhe, 
und die Wache an der amerikaniſchen 
Mean ift auf jeh3 Mann ver- 


— F —* des Miniſters 


% 
x 


de3 Innern, Yofhitama, machte- ein 
Pobelhaufen heute früh einen neuen 
Angriff und warf brennende Fadeln 
hinein. Die Militärpoften Yöfchten 
die Flammen und verhafteten zwanzig 
der Rädelsführer. 

Premierminijter Katjura febte in 
einer formlofen Zufammenfunft ten 
Führern der verjchiedenen Barlaments- 
gruppen die  Trriedensbedingungen 
auseinander. Danad) ift mit Rußland 
nur vereinbart worden, daß die “Meer- 
enge von Za Beroufe freie Fahritrage 
bleiben fol, dag Japan aber nicht an 
der Befejtigung der Küfte gehindert 
ift.. Ferner hat Japan die Suzeräni- 
tät über Korea erworben und die volle 
Herrichaft über die Bahn jüdlich von 
Ehangchun, welches an Japan abae- 
treten ift, erlangt, jomwie das Recht, 
fich gefichert, die Bahn dur Miltiär- 
poiten bewachen zu laflen. Des Mei- 
teren hat Sapan das Recht, au nad) 
der Räumung der Mandjchurei durch 
die Ruffen die Kohlenbergmwerfe von 
Fuſhan und Yentai zu behalten. Die 
Auffen müffen innerhalb zehn Mo- 
nate die Mandfchurei räumen. 

Der Flottenminifter Yamamoto 
wies auf den Unmillen im Bolt über 
die Friedensbedingungen bin und er= 
innerte daran, daß die Fortjegung tes 
Krieges meit fehlimmere Opfer an 
Menſchenleben gefordert haben inüirbe 
als bei der Einnahme von Port Ar- 
tur, da es weit ſchwerer geweſen 
wäre, Wladiwoſtok zu erobern. Dazu 
wären rieſigeGeldopfer getreten. Nuß— 
land werde ſicherlich jetzt eine rieſige 
Flotte bauen, und Japan müſſe dem— 
gemäß ebenfalls ſeine Vorkehrungen 
treffen. 

M. Oiſhi, Führer der Fortſchritts— 
partei, forderte dann, daß dasKabinet 
nach dem Abſchluß eines Friedens zu 
ſolch unbefriedigenden Bedingungen 
zurücktrete, doch dürfte das Bekannt— 
werden der bon Japan wirklich durch— 
geſetzten Forderungen mit Bezug auf 
Korea im Volke ſchnell einen Mei— 
nungsumſchwung herbeiführen. 

St. Petersburg, 9. Sept. Mit be— 
trächtlicher Beſorgniß werden hier die 
Ruheſtörungen in Japan aufgenom— 
men, ſowie die Ungewißheit darüber, 
ob wirklich ein Waffenſtillſtand zwi— 
ſchen den Heerführern vereinbart wor— 
den iſt, während immer noch Nach?ich— 
ten von Kämpfen eintreffen. Die Börſe 
war infolge deſſen heute ſehr nervös. 

New York, 9. Sept. Baron Roſen 
erklärt die Londoner Nachricht, mo- 


nad der Zar. unter geheimer Abmach- , 


ung Japan $400,000,000 Kriegsent- 
Ihädigung zahlen muß, für eine blöd- 
Jinnige Erfindung. 

Die japanifchen Friedensunterhänd: 
fer Komura und Talahira find heute 
in Oyfter Bay als Gäfte des Präfi- 
benten. Heute Abend fahren auch die 
ruffifchen Unterhändler hin, 


Franzöfiihes Barlament. 


Paris, 9. Sept. Das Kabinet will 
das franzöfiiche Parlament auf den 
17. oder 30, DOftober, je nah Wunjch 
des Genats und des Kammer-Präfi- 
denten, einberufen. 

Das Kabinet bejprach auch die Ent: 
fheibung des venezolanifchen Oberge- 
richtS gegen die franzöfifche Kadelge- 
jelichaft, wartet aber, ehe es Maknıh- 
men in ber Angelegenheit trifft, auf 
einen Bericht des frangdfifchen Ge- 
jandten in Caracas, melcher bereits 
gegen die Schließung des Geſchäfts 
der Kabelgefelfchaft und die Aus— 
meilung des Gefchäftsführers Bruni 
Verwahrung eingelegt hat. 

„Seeadler‘‘ aufgelaufen. 


Singapore, 9. Sept. Der deutfche 
Panzerfreuzer „Seeadler”, welcher ge: 
ftern bon bier nah Deutfh-Dftafrifa 
in See ging, um bei der Unterdrüdung 
des Aufftandes der Eingeborenen zu 
helfen, ift zwölf Meilen von bier auf 
unter Waffer befindliche Klippen ge= 
rathen und in jhlimmer Lage. Alle 
DBerfuche, das Schiff herunterzuziehen, 
ſind erfolglos geweſen. „Seeadler“ war 
von dreizehn Jahren in Hamburg ge— 
baut worden. 

Kein Empfang. 

Shanghai, 9. Sept. Der amerifa- 
nifche Bundestransportdampfer Logan 
ift mit Gefretär Taft und feiner Ge- 
felichaft heute Hier eingetroffen, aber 


| nicht offiziell empfangen worden. Nad) 


daß Rußland: | 


einem Bejuh der Gtabt erfolgte 
Abends um 7 Uhr die Weiterfahrt. 


Wieder Daheim. 


London, 9. Sept. König Edward 
traf heute in ausgezeichneter Neſund⸗ 
heit hier aus Marienbad ein. 


Inland. 


Eiſenbahner⸗Schickſal. 
Einer lebendig geröſtet, zwei andere zer— 
malmt. 

Philadelphia, 9. Sept. Bei Tabor 
Sunction ftießen heute früh zwei Wü- 
terzüge der Ph. & R.- und der N. J. 
Zentralbahn zufammen. Lofomotiv- 
führer Rantin, Schaffner Vater und 
Bremfer Bond murbden unter den 
Trümmern begraben und fanden ei- 
nen grauenhaften Tod. Die Trür- 
mer :geriethen in Brand, und hiefige 
Feuerwehrmannſchaften wurden abge⸗ 
fandt, um die Flammen zu löſchen. 
Rankin wurde lebendig geröſtet. Es 
war des Unglücklichen erſte Dienſtfahrt. 
Sechs Wagen wurden zertrümmert. 
Die Urſache des Unglücks iſt darin u 
fuchen, daß ber eine Zug eine "Weiche 
nicht fehnell genug erreichen konnte, auf 
ber er bie Vorbeifahrt “x anderen ab- 
warten — er 


Ghicago, Samitag, den 9. September 1905.—5 Uhr-Ausgabe 


Fairmount, W. Ba., 9. Sept. Zwei 
Kohlenzüge der B. de O.Bahn ſtie— 
Ben: heute bei Worthington zujam- 
men. Der Lofomotivführer Richiırd- 
fon wurde töbtlich verlegt, fünf andere 
Zugbeamte jchwer, und 35 Wagen bil- 
den einen riefigen Trümmerhaufen. 


Durd Puivererplofionen zerriffen. 
Dreifig oder mehr Arbeiter finden durch 

Pulvererplojionen ihren Tod. 

Eonnelläpille, Pa., 9. Sept. In 
der Rand’fchen Yulverfabrit, melche 
an der Baltimore & Ohiobahn jechs 
Meilen von Uniontomn gelegen tit, 
fanden heute Morgen um 74 Uhr 30, 
wenn nicht mehr Arbeiter bei Pulver⸗ 
exploſionen den Tod. Zu der Fabrik 
gehören fünf Gebäude, und es ſind 
dort 45 Leute beſchäftigt. Wie es 
heißt, explodirte eine auf einen Fracht— 
wagen verladene große Menge Pulver, 
und die Exploſion, deren Erſchütte— 
rung die Gewalt eines Erdbebens hat— 
te, zog eine zweite in der eigentlichen 
Pulvberniederlage nach ſich. Auf Mei— 
len in der Runde wurde die Exploſion 
geſpürt, und fünf Meilen von der Un— 
glücksſtätte riſſen durch die Gemalt 
ſogar die Leitungsdrähte der elektri⸗ 
ſchen Straßenbahn. 

Die meiſten Verunglückten —— 
direkt zerriſſen. Um ſo ſonderbarer 
iſt es, daß ein zur Zeit an der Fabrik 
vorbeifahrender Perſonenzug der Bal— 
timore d Ohio-Bahn nur hin- und 
hergeſchüttelt, aber nicht vom Geleiſe 
geſchleudert wurde. Sämmtliche Fen— 
ſter in den Wagen wurden zerſplittert, 
und eine ganze Anzahl der Reiſenden 
wurbe durch die Glasſcherben verletzt, 
einige ſchwer. 

Kaum war das Unglück geſchehen, 
als bereits von den Ueberlebenden und 
den raſch hinzueilenden Umwohnern 
die Rettungsarbeiten in Angriff ge— 
nommen wurden, denn inzwiſchen war 
in den Fabriktrümmern auch Feuer 
ausgebrochen, und es ſteht zu befürch— 
ten, daß den Flammen mehrere Ver— 
letzte zum Opfer gefallen ſind, welche 
nicht ſchnell genug herausgebracht wer— 
den konnten. Innerhalb einer Stun— 
de waren ſechs Leichen geborgen. Der 
Geſchäftsführer Rand iſt ſchwer ver— 
letzt. 

Bis heute Nachmittag um ein Uhr 
waren zwölf Leichen gefunden, nämlich 
die bon Homer Humphries, Clyde 
Woods, James Breafiron, George 
Lemellyn, William Lemellyn, Elmer 
Hughes, Fred Walterftram, Fred Wal- 
teritrat jr... Charles-Basslett,-Sharles 
Elfrit, Frant Ryland, Walter Huabes. 
Die Verunglüdten find außer zwei in 
Fairchance und Umgegend anfällig. 
Toödtlich verlegt ift Bert Woods. - 

Bon den Gebäuden der Fabrik jteht 
feines mehr. Alle jtehen in Brand, und 


in der Nähe find zwei Wagen mit Dy: ! 


namit, die man nicht fortfchaffen fann. 
Man erwartet jeden Augenblid, ſie 
in die Luft fliegen, und die Zufchauer 
und Retter flüchten nach allen Richtun= 
gen. Ueberall Iiegen menfchliche Fleifch- 
ſtücke, Ueberbleibſel zerfegter Opfer. 
* Anblick iſt ein grauenhafter. 
Ray Heoner, welcher in der Bött— 
cherei war, aber davonkam, ſagt, er 
habe gleich nach der Exploſion die Bir- 
verfäfler von dem Stodiwerf über ihm 
berunterrolfen hören, und alles mögli- 
che Geräth fei wirbelwindartig durdh- 
einander geichleudert worden. Er und 
zwei Genofjen jeien herausgelaufen 
und hätten fich gerettet, ein vierter Ar= 
beiter, Elmer Hughes, jet aber zerrij= 
fen worden. 
Das gelbe Fieber. 
Die New Orleanfer Schvlen bleiben ges 
fchloffen.— Das Sieber tritt milder auf. — 
Sechhzehn Kinder vermwatit. 


Nem Drleanz, La., 9. Sept. Der 
Schulrath hat beichloffen, die Wieder: 
aufnahme des Schulunterrichts vor— 
läufig zu verſchieben, bis die Lage ſich 
beſſert. Hunderte von Kindern ſind 
von ihren Eltern nach dem Norden ge— 
ſandt worden. Die Sterblichkeits am 
gelben Fieber bleibt niedrig, wenn ſie 
auch ausnahmsweiſe geſtern etwas 
ſtieg, und die Aerzte des Bundeshoſpi— 
tal⸗ und des ſtädtiſchen Dienſtes er— 
klären, daß die Lage ſich anhaltend 
beſſert. In Greenville- Miſſ., tritt 
morgen eine ſtrenge Abſperrung ein, 
dagegen iſt die in Summitt, Miſſ., 
aufgehoben worden. 

Der Papſt hat den italieniſchen 
Klofterſchweſtern zum Heil. Herzen ſei⸗ 
nen Segen geſandt, weil ſie während 
der Epidemie unter den Kranken un— 
ermüdlich thätig waren. Die Nonnen 
haben ſich auch ſechzehn Kinder ange— 
nommen, welche beide Eltern am gel— 
ben Fieber verloren haben. 

Von Freitag Abend 6 Uhr bis heute 
Mittag 12 Uhr wurden hier 19 neue 
Erkrankungen und ein Todesfall ge 
meldet, insgefammt fomeit 2240 Cr- 
krantungen und 309 Todesfälle. In 
Penſacola, Fla., breitet ſich das gelbe 
Fieber aus. Heute ſtarben dort zwei 
Perſonen an der Seuche. 

Aus der Staatshauptſtadt Baton 
Rouge wird heute einer Erkrankung 
am gelben Fieber gemeldet. 


Geheimnißvoller Fau. 


MWbeeling, W. Ba., 9. Sept. Er: 


Sheriff Foreman vom Obioer Grenz: 


county Belmont, in Barnespille, D,, 
anfäffig, murde heute früh auf der 
Veranda des Dulley’ichen Eifenmwaa- 
rengejhäfts in fterbendem Zuftande 
gefunden. Ym Hofpital bermuthet 
man, daß er bon Räubern betäubt 
wurde. Gr ift ehemaliger Gtoßfanz- 


‘ Ier ber: —— in Ohio. 


gentheil zu beweiſen. 


Trauriger Ausweis. 


Das gewaltige Anwachſen des Raſſen-Selbſt— 
mordes in Pittsburg. 


Pittsburg, 9. Sept. Der Stabt- 
arzt Dr. Booth hat eine Tabelle der 
Geburten und Todesfälle in Biti...ırg 
während ber legten vierzehn Jahre an- 
gefertigt. Aus derfelben ergibt fich ei= 
ne erjchredende Abnahme der Gebur- 
ten, troß der großen Zunahme der Be- 
bölferung. m Jahre 1891 wurden 
7067 Kinder geboren, 28.81 auf je 
1000 Einwohner, und 5832 Perſonen 
ftarben, 23.61 auf je 1000. Im letz— 
ten Jahre war die Geburtsrıte auf 
21.74, eine Abnahme um 7 Bro 
zent, heruntergegangen, und die Gterb- 
lichfeitsrate von 23.61 auf 19.70 ge= 
funten. In viefem Jahre it die Zahl 
der Geburten nur noch um 23 größer 
al3 die der Todesfälle. 

Dr. Booth erklärt diefe arauenhaf- 
ten Ihatfachen folgendermaßen: „Die 
Ziffern beweifen, daß der Raffenfelbit- 
mord eine Ihatfahe ift und bier 
Tchlimmer getrieven wird al3 in irgend 
einer größeren Stadt des Landes. Da=- 
bei ift zu bevenfen, daß die Fortichritte 
der Willenfchaft den Uerzten die Mit: 
tel bieten, um fünfzig Prozent mehr 
fleine Kinder vor dem Tode zu retten, 
als vor zehn Jahren. Die Kinderfterb- 
lichkeit ijt ftarf vermindert morben. 
Wenn man dazu rechnet, daß die Be- 
pölferung bedeutend gemwachjen tit, jo 
fticht die gewaltige Abnahme der Ge- 
ten noch mehr ins Auge.” 

Fiſcher verunglückt. 


Kapitän ertränkt ſich, acht werden im Nebel 
verloren. 


Boſton, 9. Sept. Der Fiſcherſchuner 
„Cromwell“ iſt heute, obwohl noch 
nicht voll beladen, in den Hafen zu— 
rückgekehrt. Acht Fiſcher, welche in 
Ruderbooten dem Fiſchfang oblagen, 
wurden im Nebel verloren, und konn— 
ten den Weg zum Schuner nicht mehr 
finden. Nachforſchungen, welche nach 
Verſchwinden des Nebels angeſtellt 
wurden, waren vergeblich. Aus Ver— 
zweiflung über das Unglück ſprang 
Kapitän Iſaac Franzen über Bord 
und ertrank. 

Agninaldo der Böſewicht. 

Manila, 9. Sept. Kapt. Baker, 
Oberarzt der Konſtabler in der Pro— 
vinz Cavite, ſagte heute auf dem Zeu— 
genſtand bei Verhandlung einer Belei⸗ 
digungsklage gegen ein Filipinoblatt 
aus, daß Aguinald mit re⸗ 
Afchen Bewegung in. Verbindung ge- 
ftanden hätte, „Die Eingeborenen Jind 
der Anficht,“ Tagte Kapt. Baker, „daß 
Aguinaldo der Leiter der aufrühreri- 
Then Bemwegung ift, und daß anfıhei- 
nend friedfertige Eingeborene hiefelde 
ebenfalls insgeheim jehüren”. Agquin= 
aldo ift aufgefordert worden, das Ge- 
Die Ausfaıgen 
haben Auffehen gemadt. 

Scelbitmord einer Frau. 

Lerington, Ky., 9. Sept. Frau 
Mildred Simpfon Allen, Gattin eines 
früheren! Nem Yorker Zeitungsfchrei= 
ber3, hat fich heute hier in ihrer Woh- 
nung erfchoffen. Die Gründe ſind un— 
befannt. Die Dame mar eine begabte 
Sängerin und entitammte einer ange= 
fehenen Familie. 

Später hieß e3, der rau fei eine 
Stelle in Chicago angeboten worden, 
ihr Mann habe fie aber nichi zichen 
laffen wollen. Das habe fie zur Ber: 
zweiflung getrieben. 


Klage gegen Zawion., 


Bojton, 9. Sept. Louid H. Rahn 
bon Unique, Merito, bat heute den 
„Zruftfreffer“ Ihos. W. Lamfon auf 
$3,750,0090 Schadenerſatz verklagt, 
weil Lawwion einen Vertrag zur Fi- 
nanzirung der merifanifchen „Zamfon 
Company“ gebrochen haben fol. Der 
Kläger fordert auch die Auslieferung 
von 7500 Antheilfcheinen in jener Ge- 
ſelleſchaft. 

Hiſtoriſcher Baum ſtirbt ab. 


Cambridge, Maff., 9. Sept. Der 
biftorifche Baum, unter dem George 
MWafhington am 3. Juli 1775 den Be- 
fehl über das amerifanifche Heer über- 
nahm, und unter dem früher die In- 
dianer häufig Kriegsrath hielten, ift 
nahezu abgeftorben; der Baum fol 
über 350 Jahre alt fein. 

Die Fangarme des Standard Oil. 

San Franzisto, 9. Sept. Wie das 
„Chronicle“ heute jagt, ift e8 außer al- 
lem Zmeifel, dat die Standard Dil 
Eo. die Anlagen der biefigen Ga3- und 
Glektrizität3-Gefellfchaft erworben hat. 


| Sie bezahlt jur jede Aftie $25 und ei- 


nen fünfprozentigen Bonds von $65. 


Der Hinefiihe Boykott. 
Mafhington, 9. Sept. Der Ge- 


‚Jandte Rodhill fabelt Heute aus Pe- 


fing, daß die Boyfott-VBemegung gegen 
amerifanifhe Waaren - immer mehr 


nachlaſ fe. 


Zimmer ihlimmer. 


&t. Peteräburg, den 9, September. 
Die Petroleum-nduftriellen extlä- 
ren, daß infolge des zeitweiligen 
Ruins ihrer Indujtrie die Bahnen und 
Tabrifen Koblenheizung einführen 
müffen. 3 berfcht ein folder Man- 
gel am Bahnwagen, daß zehntau- 
fnd von ben öſterreichiſchen 
Bahnen geborgt merben follen, aud 


plant man bie zeitweilige Aufhebi 
des Zoll3 auf Kohlen. Ser a 


Oelheizun Kr ie — Te ni 


.- der 


; einftellen. 


Gefunden. 


Der Platz, an weldhen der Edftein 
des County Gebäudes ftedt. 


Rüdftändige Steuern. 


Der Countyanmwalt eifrig hinter denfelben 
her.—Späte Bezahlung für Arbeit, die 
nicht viel getaugt hat. — Theatern die 
Betriebslijens entjogen. 


Das Duntel. welches hinfichtlich des 
„Eckſteins“ ageherricht hat, der jeiner- 
zeit für da3 jegt feinem Abbrud; ent- 
gegenjehen)e County-Gebäude gelegt 
morden ift, wurde heute gelichtet. Jo— 
feph Hogan, Nr. 4231 Wabajh Xoe. 
wohnhaft, fit der KRundige, welcher die 
erforderliche Auskunft ertheilt hat. 
Der Mann theilte dem Präfidenten 
des Countnrathe3 mit, daß der Cd: 
ftein des Gebäudes ſich an a. nord» 
weſtlicher Ede befinde. Hogan, 
habe jelber den — verfertigt, 
welcher in den Stein eingelaflen tt. 
Disfer Kalten jei 18 Zoll lang, 12 
Zoll breit und 12 300 hoch: Man habe 
ihn 24 Stunden por der Cditein- 
legung offen bei dem Gtein jtehen 
lajfen und Jedem geſtattet, hineinzu— 
thun, was ihm beliebte. So ſei es ge— 
fommen, daß der Kaſten außer Doku— 
menten, Zeitungen und Münzen auch 
eine Flafche Feuerwaſſer enthalte. 
Derſelben hätte ſich zu dieſem Zwecke 
der Schankwirth Thomas Moran ent— 
äußert, meicher damals und noch viele 
Sabre fpäter eine Wirthifchaft im 
Haufe Nr. 114 Randolph Straße be- 
trieb, vor zwei Jahren aber das Ge- 
Ichäft und zugleich dag Leben aufgege- 
ben hat. — Der hiftorifche Kaften wird 
nun aufgeitöbert und .nebft Anhalt 
mwahrfcheinlich der hiftorifchen Gefell- 
Ihaft von Coof County überlafjen 
werden. 


Stenerrüdftände. 


‚ Die Erziehungsbehörde des Schul- 
begirtes 139 (Tue Jsland) führt beim 
Countyanmalt über die Läffigfeit des 
Town-Einnehmers Beſchwerde, der 
keine Schritte thue, um rückſtändige 
Steuern auf Fahrhabe einzutreiben. 
Der Countyanivalt hat ſich der Sache 
nun ſelber angenommen und an die be— 


treffenden Parteien, es ſind deren über 


hundert, Mahnzettel geſchickt, welche 
die Drohung enthalten, daß ſie ver— 
klagt und gepfändet werden wůrden, 
falls ſie ihren Verpflichtungen nicht 
baldiaft nachfämen. — Der County 
anmwalt hat übrigens im Laufe de3 
Sahres S:enerrüdftände im Gefammt- 
betrage von $181,000 eingetrieben. 


Keiftete Zahlung. 


Die Countyverwaltung hat jebt der 
Elithorpe Elevator Co. die $8,200 be- 
zahlt, welche diefe noch ala Reſtforde— 
tung für Fahrſtühle zu beanſpruchen 
gehabt hat, die ſie im Countygebäude 
eingerichtet hat. Dieſe Fahrſtühle wur— 
den ſeinerzeit von dem damaligen Ge— 
ſchäftsführer der Countyverwaltung, 
Herrn Healy, als unbrauchbar bean— 
ſtandet. Der Präſident der Elithorpe 
Co. erbot ſich, den Beweis zu liefern, 
daß die Beanſtandung ungerechtfertigt 
ſei. Er ſetzte ſich in einen der Fahr— 
ſtühle und ließ das Kabel durchſchnei— 
den. Die Sicherheitskette hätte nun 
verhindern ſollen, daß die Förderſcha— 
le zu raſch in die Tiefe ſauſte. Aber die 
Kette riß, es erfolgte ein fürchterlicher 
Sturz in die Tiefe und der Fahrftuhl- 
bauer erlitt Verlegungen, denen er 
bald darauf erlag. Seine Firma hat 
dann an den YFahrftühlen verfchiedene 
Aenderungen vorgenommen. Iroßdem 
weigerte die Countyverwaltung fich, 
Zahlung zu leiften. Dann wurde die 
Elithprpe To. flagbar, und das Ge- 
richt erfannte ihr die $8,200 zu, welche 
fie jet erhalten hat. 


Voch eine Erſparniß. 


Der ſtädtiſche Grundeigenthums— 
Sachverſtändige Mitchell und Kämme— 
rer MeGann haben eine Karte ange— 
fertigt, auf dem aller ſtädtiſche Grund— 
beſitz verzeichnet iſt, alſo die Feuer— 
mehr: und Bolizeimahen, Wafler- 
merfsanlagen, Bauhöfe und die Amt3- 
ftellen ver Warbfuperintendenten. Bon 
den Anlagen follen möglichit viele 
bereinigt imerben, jobald die Micths- 
berträge ausgelaufen find. Er erwar: 
tet, alle folche Amtsräume in jeber 
Ward unter einem Dad) zu vereinigen 
und viel Geld zu fparen, an Miethe 
allein $5,000 das Jahr. 

Müffen fließen. 

Auf einen Bericht des Bauinfpef- 
tor3 Selling hin bat da3 Bauamt 
heute verfügt, daß das Homward-Thea- 
ter an Lincoln und Afhland Abe., jo> 
mie das Avenue-Theater an Halfteb 


‚Str. und 62, Place ihre Thüren fchlie- 


Ben müffen, bis ihre Einrichtung völ- 
lig den einfchlägigen — 
der Bauordnung eniſpricht. Den In⸗ 
habern des South Chicago Theaters 
und des Vaudette-Theaters an 63. 
Str. ift der Betrieb geftattet worden. 
Bezüglich des „La Salle“, des „Ame- 
tican“ und des „Columbus“-Theaters 
follen Vertreter de3 Bauamtes fich 
En Abend vergemiffern, ob dort bie 

—— in ee auf Szenerie 


"dat em [ Supfehlung bes Pol 
—— 


— 


Beſte 


Deutſche Zeitung 


Calabruſo die Schanklizens entziehen. 
Die Beiden haben an der W. Ran— 
dolph Str. eine Spelunke betrieben, in 
welcher es zumeiſt ſehr wüſt zugegan— 
gen ſein ſoll. 

Wieder ein Blatternfall. 


Seit länger als drei Wochen war 
dem Geſundheitsamt kein Blatternfall 
mehr gemeldet worden, und man 
nahm an, daß die Krankheit bier für 
diefen Sommer überhaupt fein Feld 
mehr hätte. Der Eindrud mar ein 
irriger. Die Nr. 256 Noscoe Sir. 
mohnhafte Lena Ernft hat heute ala 
blatterntrant im Sfolir-Hofpital un- 
tergebracht werden müffen. 

— — — — 
. Bertehrsunfälle, 


Wurden die Opfer grob grober Sahrläffigkeit. 


Grobe Sahrläffigkeit. 


Der 32jährige Buchbinder NYohn 
Mellican wurde gejtern an Wells Str. 
bon einem Buggy überfahren, deffen 
Kutfcher davonjagte, ohne fi um das 
Opfer zu fümmern. Er bemerfitellig- 
te auch feine Flucht. Der Verunglüd- 
te fand Aufnahme im Paffapant-Ho- 
fpital, wo die ihn behandelnden Aerzte 
feititellten, daß er einen Armbrud, 
drei Schädelwunden und eine Verren- 
fung des rechten Handgelenf3 erlitten 
hatte. 

In der Nähe der elterlichen Woh- 
nung, Nr. 666 Habbon Une, murde 
der dreijährige Roy Enaftrom bon ei- 
nem Nicholas Podos, Nr. 128 W. 
Harrifon Straße gehörigen Yuhrmerk 
überfahren und lebensgefährlich ver— 
lebt. Der fahrläffige Kutfcher gab 
Ferfengeld und entfam. Die Polizei 
fahndet auf ihn. 

Unnöthige Aufregung. 


Der Gäfte des Great Northern- 
Hotels bemächtigte fich gejtern Abend 
erhebliche Erregung, als einer ber 
großen Fahrjtühle, über den der Yüh- 
ter Elmer Wray die Kontrole verlo= 
ren hatte, drei Fuß niederfaufte und 
dann mit jähem Aude hielt. Daburd) 
wurde ein Gepolter verurfacht, ald ob 
der Fahrftuhl aus fehmindelnder Höhe 
niedergefauft märe. Ayper Wray be- 
fand fih nur ein PBaflagier im Fahr: 
jtuhl. Beide famen mit dem bloßen 
Schreden davon. Die Hotelverwal- 
tung feßte für den Reft des Abends 
Tämmtliche großen Fahrftühle außer 
Betrieb, um fie einer gründlichen Sn= 
fpizirung unterwerfen zu laſſen. 


Gasvergiftung. 


Bertha Umbach aus Kankakee, Ill., 
27 Jahre alt, iſtarb geſtern im Norwe— 
giſchen Diatoniffenheim an den Wir- 
fungen einer Gasvergiftung. Sie war 
am Mittwoch in ihrem Schlafzimmer, 
in dem einem theilweiſe offenen Bren— 
ner Gas entſtrömte, bewußtlos gefun— 
den worden. Das Mädchen, das bei 
feinem Bruder, Georg Umbadh, 1733 
N. Humboldt Blod., mohnte, war nad) 
Chicago gefommen, um Arbeit zu ju- 


chen. 
——: $ —⸗ñ e — 
Vor dem Irrenhauſe bewahrt. 


Frau Anna Landerfeldt ſtrengt ein Habeas 
Corpus-Verfahren an. 


Vor dem Schickſale, ins Irren aus 
zurückgebracht zu werden, wurde heute 
Morgen Frau Anna Landerfeldt durch 
ein Habeas-Corpus-Verfahren be— 
wahrt. Die Frau war vor einigen 
Wochen aus einem Irrenhauſe in To— 
ledo, O., entlaſſen worden und kam 
nach Chicago. Da entdeckten die Be— 
amten der Irrenanſtalt irgend eine bei 
der Entlaſſung vorgekommene Unregel⸗ 
mäßigkeit, Vertreter der Anſtalt mach— 
ten die Frau im Hauſe Nr. 367 Nord 
State Str. ausfindig und brachten ſie 
zur HarriſonStr.Bezirkswache, um ſie 
ſpäter nach Ohio zurückſchicken zu kön— 
nen. Anwalt F. A. Brown leitete nun 
ſchleunigſt ein Habeas⸗Corpus⸗Verfah⸗ 
ren ein, und nachdem Dr. Chriſtian J. 
Hartung, 499 29. Str., die Gefangene 
geprüft und für geiſtig geſund befun— 
ven hatte, ſetzte Richter Chytraus eine 
Verhandlung in der Angelegenheit auf 
heute Nachmittag feſt. 

— — — 
Bös gequetſcht. 

Der 76jährige Wm. Houſton, Nr. 
321 Clark Str. gerieth heute an Wa— 
baſh Aoe. und Madiſon Str. zwiſchen 
einen Kraftlaſtwagen derFirma Mont— 
gomery Ward «e Co. und einen Ka— 
belbahnzug der Cottage Grove Ave.⸗ 
Linie. Er erlitt ſchwere Quetſchungen, 
begab ſich aber, nachdem ein Arzt ihn 
verbunden hatte, ohne fremde Hilfe 


nah Haufe. 
Muthbmaklih George Kerr. 


Au3 dem See, vier Meilen vom 
Ufer, wurde heute eine Leiche gefticht, 
die nach Anficht der Polizei die eines 
gewiffen George Kerr ift, der am 29. 
Auguft vom Dampfer Eagle fiel und 
ertranf. Kerr wohnte Nr. 724 Racine 
He. Die Leiche Harrt in orbans 
Beftattungsgefhäft, Nr. 14 Mabifon 
Str., ihrer Jdentifizirung. 


Berlief tödtlid. 

Der zmölfjährige Robert Miller 
wurde geftern Abend an der 12. 2. 
bon einem Zuge ber Pittäburg, 
Wayne & EChicago-Bahn —— 
und erlitt Verletzungen, denen er bald 


—fär— 


Anzeigen. 


Aus den Polizeigerihhten. 

Aus dem Kegen in die Traufe. 
‚Harry MeKay und F. R. Bromn, 
die auf Grund der neuerdings bom 


Korporationsanmwalt Lewis entimorfe- 
nen SHaftbefehle wegen angeblicher Ba: 


gabundage verhaftet murben, verlang- ES 
ten heute, al3 fie dem Richter Caberly 


borgeführt wurden, von einer Jury ab- 7 
geurtheilt zu werben. Yhrem Wunjdhe 
wurde entjprochen. Die Yurh war nur 
wenige Minuten in Berathung. . Sie, 
berurtheilte McKay zu $100 Strafe 
und Tragung der Kojten und Brown 
% $50 Strafe und Tragung der Ko— 
ten. 

Die Angeklagten ftellten in Wbrebe, 
Bagabunden zu fein. Der Polizift, der 
fie verhaftet hatte, jagte aber aus, daß 
fie täglich in Schankfwirthichaften um= 
berzulungern pflegten und anjcheinend 
feinen Handfchlag ehrliche Arbeit ver- 
richteten. Die Angeklagten fonnten der 
Sury nicht in zufriedenftellender Weife 
erklären, weshalb fie feinem Berufe 
nachgingen. 

Beläſtigte Nichtgewerkſchaftler. 


Heute wurde der erſte der ſtreikenden 
Schriftſehzer in der Perſon von Harry 
Reagan wegen angeblich unordentlichen 
Betragens verhaftet und dem Richter 
Caverly vorgeführt, der ſeinem Antra⸗ 
ge gemäß das Verhör auf den 13. Sep= 
tember verſchob. Poliziſt MeKeel be— 
hauptete, daß Reagan vor dem Laupt⸗ 
quartier der Nichtgewerkſchaftler, Nr. 
105 Adams Str. mehrere Nichtgewerk⸗ 
ſchaftler beläſtigte. Als er ihm befahl, 
ſich fortzuſcheeren, ſei der Menſch un— 
verſchämt geworden. Reagan ſtellt das 
in Abrede. 


—— > 1 —— 
Drei Dollars die Woche. 


Reicher Induftrieller muß fie auf Gerichts⸗ 
befehl feinem Dater zahlen. 

Sm Countpgericht, orbnete Richter 
Wheatley an, daß Frank Henneboehle, 
ein reicher Eifenwertbefiger in South 
Chicago, jeinem 77 Jahre alten Vater 
eine wöchentliche Unterftühung bon $3 
zu zahlen habe. Der Sohn erklärte 
dem Richter, er fei jederzeit bereit, ſei— 
nen Vater in feinem prächtigen Haufe 
aufzunehmen, aber Geld wolle er ihm 
nicht geben, meil der alte Mann e3 
nur dazu benuge, Wahrfager aufzu- 
fuer und Lotterieloofe zu kaufen. 
Der Vater will aber nicht im Haufe 


des Sohnes wohnen, und fo wies der — 


Richter den lehteren an, den Alten mit 
$3 die Woche zu unterftügen. 


In Unterfuhungshaft. 


In Verbindung mit dem vor mehre- 
renZagen im County-Hofpital erfofgs 
ten Tode der Frau Eva Murphy, Nr. 
182 Sherman Straße, wurde heute ein 
gewiffer Theodor Warboff verhaftet. 
Sohn Rogers, der geftern dingfeſt ge— 
macht wurde, hatte befanntlich behaup- 


tet, dafı Marboff zugegen war, ald ver 3 


gleichfalls verhaftete Albert Burken⸗ 
meier äußerte, daß er es geweſen ſei, 
der dieFrau mißhandelt habe. Wardoff 
ſtellte das heute i in Abrebe. 

— — — — 


Tolle Fahrt. 

New York, 9. Sept. Auf dem 
Dampfer „St. Louis“ trafen heute 
aus Cherbourg Frau J. M. R. Dil— 
lon, Gattin eines Staatsbeamten von 


Louifiana, ihr Mann und ihre Mut: : ° 


ter ein. Die beiden Damen hatten in 
Paris den legten Zug verfäumt und 


legten die 240 Meilen lange Strede 4 
nad) dem Hafen in einem Kraftwagen 
zurüd, für den fie $200 bezahlen muß: 


ten. Sie trafen nod, 21 Minuten vor 
dem Zuge ein. Allerbings wurden auf 
der tollen Fahrt zmei Hunde getöbtet 
und ein arme3 Bäuerlein in einen 
Graben gefchleudert, aber den Dam- 
pfer haben die Damen nit verpaßt, 
und das war ihnen die Hauptfache. 


Schreihals Miller verjegt. 


Wafhingten, 9. Sept. Das Staats» 
Departement fündigte heute an, daß 
Martin Miller, welcher zum Konful in. 
Aachen ernannt worden war, ben aber 
die beufjche Regierung al3 unannehn- 
bar bezeichnete, zum Generaltonful in 
Audland, Neu-Seeland, ernannt mars 
den, und dak Generalfonjul Dilling 
ham von Auckland nad Wachen verfeßt 
if. Miller fhrieb in Samsa und. 
China viele veutfchfeindliche Artikel. 


ee 
Luftſchiffer verunglückt? 
London, 9. Sept. Jaques Laure, 
ein befannter Luftfchiffer, trat am 
Donnerftag Abend hier in Begleitung 
bes Marquis de Billalonga eine Bal- 
lonteife nad) Dänemark an; feither 
fehlt jede Nachricht von ihnen, und man 
befürchtet, daß fie in die Norbfee ge: 
ftürzt und ertrunfen find. YFaure tag, 
te vor dem Aufftieg, der fchon 
Schwierigkeiten verbunden mar, über 
die jchlechte Sorte Gas, welche ihm ger 
liefert worden war. 


Das u 


—— gan! — 3% 


Ekel beute 


7 


Chicago 
Fuer Beute —— 
in 


— , im —33 
cherweiſe 
Indiana 





Das -Berlenhalsband. 
Roman von Seintif See. 


. (82. Yortfegung.) 

„Wie jhön!” fagte Erika enizüdt, 
und fie blieb auf dem Feldweg, ben fie 
eben durchjchritten, vor dem Bilde in 
ber Ferne ftehen. Die Bienen jumm- 
ten, die Käfer brummten, die Heimchen 
zirpten — und Erifa dachte nicht mehr 
daran, mas fie ihr Mütterlein nod) 
hatte fragen wollen. 

Als fie nach einer furzen Biertel- 
ftunde den Billenort wieder erreichten, 
war es ſchon dämmerig geworden. 
Auf der breiten, einſamen, kiesbeſtreu⸗ 
ten Straße, die zwiſchen den Villen, 
Gärten und Büſchen hinlief, brannten 
ſchon die erſten Laternen, und unter 
einer davon, dicht in der Nähe ihres 
Hauſes, bemerkte ſie eine dunkle Ge— 
ftalt, die fich aber bei ihrem Kommen 
jeßt rafch entfernte und in das jeit- 
wärtg liegende, blaufhimmernde Yöh- 
renmwälbchen: verlor. 

Erifa preßte fi am Die Liebe, 
fchügende Gejtalt ihr zur Geite, 

„Mamachen!“ 

„Was ift Dir denn?“ 

„Dort der Menjch — war das nicht 
Thomas?“ 

„Welche Thorheit von Dir!“ 

Aber auch Margarethe hatte ihn er= 
fannt — nur daß fie dem Kinde feine 
weitere Furcht machen mollie. Und 
doch fühlte fie jelber ein Grauen vor 
biejer Geftalt. Seit damals, ſeit jener 
fürchterlichen Stunde hatte er jich bor 
ihr nicht mehr bliden lafjen, er war 
für fie verfchollen, und nur durch bie 
Mutter erfuhr fie zuweilen, daß er fi) 
no in der Stadt aufbielt und ein 
dunfles Dafein führte. Was hatte er 
fich Hier in ihrer Nähe herumzutreiben ? 
Mas wollte er, und warum floh er vor 
ihnen? 

„Gr ift e8 doch gemefen, Mütter- 
lein!“ ſagte Erika ängjftlich, fi) noch 
einmal nach jener Zaterne umblidend, 
unter ber fie ion hatte verfchwinden 
fehen und die nun, al3 wäre e3 eine 
YAugentäufchung gemefen, ihr unrubi- 
ges Licht auf die verlaffene Straße 
warf. 

„Komm!“ ermwiberte- Margarethe, 
und fie 30g fie durch den Garten in’3 
Haus. 

Unter den Föhren aber lag, in das 
kümmerliche, aus dem weißgelben 
Sande hervorſprießende Gras geſtreckt, 
von der Dämmerung umhüllt, ein ver— 
wahrloſter Menſch. Seine Kleidung 
war abgeriſſen, aus einer Taſche blickte 
eine Schnapsflaſche hervor und in dem 
von Entbehrungen und Leidenſchaften 
übel gekennzeichnetem Geſicht funkelte 
der Haß. 

Seine Augen waren in verbiſſenem 
Grimme auf das nöch jetzt in der Dun— 
kelheit durch die Stämme ſchimmernde 
rothe Haus da unten gerichtet. Ja— 
wohl, was wollte, was ſuchte er hier? 
Mußte er es doch telbjt nicht. Nur 
den Hab fühlte er, den fie ihm erreg⸗ 
ten — die Glüdlichen in diefemn Haufe. 
Sie um ein Almofen bitten! Hatte 
er fich deshalb nicht herbeigejchlisyen ? 
Aber nein — und wenn er; :binter'm 
Zaun verhungern follte. Betten — 
es war das Einzige, mas er in feiner 
Zumperei noch nicht gelernt hatte. 

Noch immer ftarrten feine Augen, 
während an dem monblofen, düftern 
Himmel jegt die blaffen Sterne auf- 
zogen, nach den jchattenhaften Um- 
rilfen des Haufes. Hinter dem einen 
Senfter flammte jebt ein Licht auf. 
Nun fahen fie wohl alle Drei am Tifch 
— auch der mit dem bunten Rod, der, 
den er von Allen am grimmigften haßte, 
mweil fich mit dem Haß gegen ihn ber 
ohnmächtig Fnirfchende Neid verband. 

Und brohend redte die duntle Ge: 
ftalt unter den nächtlichen Föhren jegt 
gegen das erleuchtete Fenſter einen 
Stod, den fie in der Faujt hielt — den 
amerifanifchen Stod, defjen Griff eine 
im trüben GSternenlicht faum mahrs 
nehmbare, große, metallene Kugel bils 
dete. 

* * * 

Durch die grüne Jalouſie fiel in das 
Hotelzimmer ſchon längſt die ſchöne 
Morgenſonne, aber Georg lag, von der 
geſtrigen Vorſtellung ermüdet, noch zu 
Bett. Da wurde jetzt die Thür auf— 
geriſſen, und herein ſtürmte in großer 
Aufregung, wie eine pruſtende Dampf⸗ 
maſchine, mit ſchwarzen, flatternden 
Rockſchößen, ein unterſetzter, älterer 
Herr, auf der wallenden, grauen Locken⸗ 
mähne einen unförmlichen Schlapphut, 
die kleinen, ſchwarzen, tiefliegenden 
Aeuglein durch kreisrunde, ſilber— 
umränderte Brillengläfer funfelnd, in 
jeber Hand — wahren Zyklopenhänden 
— eine Anzahl Zeitungsblätter ſchwin⸗ 
gend, und jchrie Len eben Erwachenden 
aus vollem Halfe an: 

„Viktoria! Viktoria!“ 

Georg rieb fich die Augen, und nun 
erkannte er den Rubeftörer. Wer hätte 
fi auch fonjt einen folchen Ueberfall 
gegen ihn erlauben können und dürfen, 
al3 fein alter Freund Kapellmeifter 
Hengfienberg? Er mar berjenige, ber 
ihn auf dem Bahnhofe in Empfang ge> 
nommen hatte, ber mit ihm im 
Triumph durch die ganze Stabt gefab- 
ren war, der ihn in eine bumpfige Res 
daktionsftube [chleppte, mo’ ein gemwiffer 
Dr. Gerdsmeyer durchaus feine Be: 
fanntfchaft machen mußte und ber 
Tehließlich geftern Abend aud) am Diri- 
gentenpult geftanden hatte und dur 
dad- hinreißende Teuer, mit dem er 
tie der jüngjte Stürmer ben Taltftod 
gefhwungen, nicht wenig zu der jeber 
Beichreibung fpottenden Begeifterung 
beigetragen hatte, mit ber dag Publi- 
fum den ruhmgefrönten jungen Künft- 
ler und ehemaligen Mitbürger mill- 
fommen geheißen hatte. 

„Das Fenfter auf und raus aus ben 

edern und bie Schmierereien jeht ge> 
Iefen!” Yärmte der Kleine Mann, und 
babei padte er fchon bie Nalonfie- 
ſchnur, riß die Fenfterflügel auf und 
ließ ben »golbenen Morgen berein= 
fluthen. 

Was blieb Georg unter dieſen Um⸗ 
ſtänden Anderes übrig, als ſich mit 
lächelnder Refignation biefem katego⸗ 


Wie 


rifchen Befehl zu fügen? Die Toilette, 
bie er erjt zu machen ‚hatte, genirte fei- 
nen anmejenden Freund nicht. — er 
befümmerte fich nicht darum, ſondern 
ftürmte, gleichviel, ob ihm Jemand zu= 
hörte oder nicht, mährend deffen unter 
heftigen Gejtifulationen im Zimmer 
auf und ab. 

„Hat man’3 der Bande jebt gezeigt, 
dem Pad, dem Gefindel! Wie fteht der 
alte Narr, der alte Ejel, jet vor ihnen 
da. Uls er vor jech% Jahren mit dem 
Hut bei ihnen rumging — jamohl, 
projt Mahlzeit! Zum ZTeufel mit dem 
Kerl, der unjeren Geldbeutel nicht in 

| Frieden läßt! Und geftern Abend? 


| Haben fie die Ohren aufgejperrt! Ein | 


immer länger: als das andere! Haha! 
Hahahahaha!“ 

Ein eigenthümliches Gelächter, das 
ebenſo gut die inniglichſte ſeeliſche Be— 
friedigung als auch die grimmigſte 
Verachtung ausdrücken konnte. 

„Das Geſchmier' geleſen?“ wandte 
er ſich mit wüthendem Ton jetzt zu dem 
Gegenſtand ſeiner Aufregung, der ſeine 
Toilette gerade nothdürftig vollendet 
hatte. „Geſchmier“ war für die enthu— 
ſiaſtiſchen Berichte, unter denen der von 
Doktor Gerdsmeyer als der maß— 
gebendſte obenan ſtand, ein hartes 
Wort. Georg hatte nur einen Blick 
hineingeworfen, er war dieſe Verherr⸗ 
lichungen ſeiner Perſon ja zur Genüge 
gewöhnt, und ſie brachten keinerlei Ein— 
druck auf ihn mehr hervor. 

„Du Treuer!“ ſagte er gerührt, dem 
Alten die Hand auf die Schulter legend. 

„Ich bin nicht treu!” 

„Du Guter!“ 

Irch bin nicht gut!“ 

„Du Alter!“ 

„Ich bin nicht alt.” 

„Willſt Du jegt mit mir Kaffee trin= 
fen?“ 

„Rein!“ ES Elang mie eine Dyna=- 
mit-Erplofion. „Sch mach’ mich jeßt 
wieder auf die Soden, mweil ich no) 
verjchiedenes Andere in der Welt zu 
erledigen babe. Aber um zehn Uhr bin 
ich wieder da und hol’ Dich zur Probe 
ab, zum ‚Iannhäufer.‘ Abgemacht?“ 

„Abgemacht!“ 

Sie ſchüttelten ſich die Hände, der 
Alte ſtülpte ſeinen Hut auf, aber an 
der Thür kehrte er noch einmal um. 

„Und eins, was Du mir noch heilig 
verſprechen mußt: Beethopben! Den 
Floreſtan!“ 

„Was in meiner Macht liegt, ſoll ge— 
ſchehen.“ 

Der Alte verſchwand, Georg klin— 
gelte dem Kellner, der das Frühſtück 
brachte, und nachdem er damit fertig 
war, trat er an's Fenſter und blickte 
in verlorenem Sinnen auf den Platz 
hinab. 

Dieſer Platz! In der Mitte das 
Raſen-Rundell mit dem häßlichen, 
immer vom Rauch beſchmutzten Denk⸗— 
mal des Generals, der einſtmals in 
Kriegszeiten die Stadt, als ſie noch 
eine kleine Feſtung war, vertheidigt 
hatte. Wie oft war er als Knabe mit 
der Schulmappe und der bunten Gym— 
naſiaſtenmütze hier vorübergelaufen, 
und wieder zog Alles an ihm vorbei, 
was er in dieſer Stadt erlebt hatte — 
das viele Bittere und das wenig Süße. 


Nein, er fühlte keine Liebe für dieſe 


Stadt, die feine Heimath wat. Er 
dachte an jenen Winterabend, an dem 
er mit gebrochenen Flügeln, von einem 
dumpfen Zufunftstraum erfüllt, fie 
perlaffen hatte — und nun fehrte er 
heim, ein fieggefrönter Held, mit Jubel 
und Zorbeer empfangen. Sein Geficht 
verzog fih zu dem alten ironijchen 
Ausdrud. Wenn fie nur gewußt hät- 


Aben 


baß fie jih dom Neuem bermählen | 


würde. . . Seine Gedanken ſpannen 
ſich weiter — wie ein Band, das ſich 
von ſelbſt aufrollt, ohne daß er ihnen 
Einhalt thun konnte. Angenommen, 


er wäre ſeiner Ketten ledig, und ſie, 


um die er einſt die ganze Welt gegeben 
hätte, ſie läme nun zu ihm mit de— 
müthig geſenktem Haupt und ſpräche: 
„Verzeih und nimm mich hin!“ Was 
würde er thun? Die Hand würde er 
abwehrend gegen ſie ausſtrecken, damit 
ſie ihn durch ihre Berührung nicht be— 
ſchmutzte, und ſprechen: „Hebe Dich 
von mir!“ Denn ſie hatte ſich ja ver— 
kauft — um Geld! 

Und jene Stunde kam ihm wieder in 
den Sinn — der Wein raſte in ſeinem 
Kopf, ſie ſaß ihm gegenüber, und in 
ſeinem Herzen tobte die Verzweiflung 
— jene Slunde, wo er ihr den unaus— 
löſchlichen Schimpf angethan hatte.... 
Öffentlich vor Zeugen! Wo fie davon, 
wie bon einem tödtlichen Pfeil getrof- 
fen, leblos vom Stuhl gefunten war 
und dann Yabongetragen wurde, Die 
Belinnung fam ihm- wieder, und er 
ftürzte ihr nach in da3 Zimmer, in das 
man fie Irug. Niemand in ber all 
gemeinen Aufregung kümmerte fich da- 
bei um ihn. So mwurbe fie fortgefchafft, 
und fo jah er fie noch vor fi — meiß 
mie eine  Iodte, mit gejchlofjenen 
Augen und auf ihrer Stirn das 
Brandmal Yer ihr von ihm aufgedrücd- 
ten Schmad). 

Und feine Scham, die er über fich 
gefühlt hatte, obwohl fie nur ein fefiva- 
ches, mwehrlofes Weib war und feine 
Heldenthat ein Feiglingzftüd. Keine 
Scham und feine Reue, nur das Auf- 
athmen der gefnebelten Seele, der Auf- 
Ichrei feines in den Staub getretenen 
Herzens! Grinnerung! Wie Dämo- 
nen der Rache fühlte er fie hinter fich, 
die, foweit er auch floh, immer von 
Neuem mieder ihre Geißel über ihm 
Ihwangen.... Erlöfung! Und bie 
eine, die fie ihm hätte bringen fünnen, 
wenn fie ji mit ihm an die gemein- 
jamen, vor dem Altar befchworeneit 


— — — — — 


Lofalberidht. 
Der Gouverneur. 


Wird vorläufig feine weitere Beute 
austheilen. 


Die Stadt braudt Geld. 


Wie ihr daffelbe verfchafft werden wird. — 
Der Umzugsftreit in der Stadthalle end- 
lich beigelegt. — Die Sümpfe in der Calu= 
met=NRegion werden trocengelegt. 


Gruverneur Deneen ift geftern in 
Chicago eingetroffen, läßt aber vor- 
läufig weder über feine Pläne in Be- 
zug auf Reorganifirung der Lincoln= 
Parkbehörde etwas verlauten, nod 
auhb auf die Austheilung meiterer 
Staatsämter. Die neuen Parftom- 
miffäre mögen troßbem heute oder in 
ben erften Tagen ber nächiten Woche 
ernannt werden, mit der Neubefe,ung 
mweiterer Stellen im Staatödiente aber 
wird der Gouverneur wohl bis nad 
dem Liebesmahl warten, das die repu- 


blifanifchen Parteiführer gelegentlich | 


der Tandmwirthfchaftlihen Staatsaus- 
ftellung in Springfield veranftalten 
wollen, und für da3 befonder3 von 
der Anhängerfchaft des Senators Eul- 
lom und von der de3 Er-Gouberneurs 
Yates große Vorbereitungen getroffen 
werben. — Hier hatte Herr Deneen 
eine längere Befprechung mit feinem 
Yreunde und politifchen Generalftabg- 
chef Welt, und am Nachmittag Zonfe- 
rirte er mit Rektor Xame3 von der 
Staat3-Univerfitätt und Profeffor 
Chamberlain von der Chicagoer Uni- 
berfität. Die beiden Gelehrten und der 
Gouverneur bilden die Kommiffion, 
welche für eine geologifche Vermeffung 
des Staates Ilinois forgen fol. €3 
handelt fich jet um die Wahl eines 


Pflichten gebunden, diefe eine gab ihn | tüchtigen Yachmannes, der diefe Ver- 
ladend preis. Was fümmerte fie fein | mejlung vorzunehmen, beziw. zu leiten 


zeritörtes Leben! 


haben würde. Verfchiedene Herren find 


Ein Windftoß fuhr zum Fenfter | für diefe Stellung in Vorfchlag ge- 


herein und mwedte ihn aus feinem ber- 
Iorenen Brüten. Ein einfames, böh- 
nijches Lachen Hallte von den Wänden 
— jein eigenes. Hatte er wieder ein- 


| 
| 
| 


bracht worden, geeinigt hat man fi) 
aber bisher noch nicht auf einen der 
Kandidaten. 

E3 verlautet, daß Herr Baylif, feit 


mal mit offenen Augen geträumt? | dem Jahre 1898 Staats-Schulfiser- 


Sah er die Kränze nicht mit den bun- 


intendent, mit der Abficht umgebe, die- 


ten, goldbedrudten Schleifen, die auf | je Amt nieberzulegen, da ihm bie 


| den Polftern herumlagen, die Ernte 
des gejitrigen Abends? Ind miürde 
nicht gleich fein Freund Hengjtenberg 
wieder da jein und ihn von Neuem 
nach der Stätte feiner Siege fchleppen? 
E3 war Zeit, daß er fich wieder auf 
das bejann, mas er vor Melt und 
Menjchen vorzuftellen hatte. J 
Sn der Ihat Elopfte es in diefem 
Augenblid. 
| Er rief: „Herein!“ 

Aber der Eintretende war nicht der, 
| den er erivartet hatte, fondern nur der 
Zimmerfellner. 

„E38 ift ein Herr da, der Herrn 
Brüggenmerth zu fprechen wiünfcht.“ 
„Sein Name?“ 
| _„Der, meint er, thäte nichts zur 
Sache!“ 
Eine Geldunterſtützung — dachte 
Georg für ſich. 
„Ich laſſe bitten.“ 
Der Kellner verſchwand. 


(Fortſetzung folgt.) 
—ñ——ñ— —ñ— — 


Keine Tortur läht fich mit NRheumatismus vergler» 
hen. Rezept Nr. 2851 von Eimer & Amend bietes 
ſchnellſte Linderung. 


ten, die guten Leute, wie unausſprech- 


lich gleichgiltig ihn das Alles ließ! 
Er kam allein. Die Probe, auf die 
er es mit ſeinem ehelichen Glück hatte 
ankommen laſſen wollen, war nun 
kläglich entſchieden. Gabriele hatte es 
vorgezogen, ſtatt ihn zu begleiten, lie— 


ber ihren Vergnügungen nachzugehen. 


Welchen Vergnügungen! O, er kannte 
ſie. Und keine Ausſicht, ſich jemals 
von der Kette zu befreien. Nur ein 
ohnmächtiges Rütteln, das ihren Druck 
blos noch ſchmerzhafter machte, ſie noch 
tiefer in's Fleiſch grub. 

Dieſer Platz! Und dieſes Haus! 
War dies Hotel nicht dasſelbe, vor dem 
er auch an jenem Winterabend, am 
Abend ſeiner Abreiſe, geſtanden hatte? 
Ein lichterglänzender Saal — laute 
Tanzmuſik, die daraus ertönte — und 
dann auf dem Teppich, der von dem 
Hotel auf die Straße bis an einen mit 
Koffern bedeckten Wagen führte, ein 
menſchliches Paar, Beide in Pelze ge⸗— 
hüllt — er und ſie! 

Sie war Wittwe geworden. Irgend 
Jemand hatte es ihm erzählt. Wenn 
er nicht irrte — Gabriele ſelbſt, die es 
wohl unter den Familiennachrichten 
geleſen haben mochte, die ſie, wie jede 
Frau, in ven Zeitungen von dem gans 
zen Inhalt am liebften ftubirte. Nun 
mar fie frei! Frei! Ob fie das Glüd 
ermaß, ba3 in biefer Silbe lag?.... 
Sie war noch jung, und fein Zmeifel, 


ww 
— 9 


populärfte 
Hemd 


hat diejes 


—— in. allen Facons, 
Re —— die die größte 
uerha ing⸗ 
ſten Untoften — En 
Esghtfarbige Stoffe. 


Händler Haben fie au 
$1.00 oder $1.25. 


Am eiſentriege. 


Die Göttin Juno hatte von dem 
kriegeriſchen Römervolk in einer ihrer 
Erſcheinungsfformen den Beinamen 
Bellatrix erhalten. Es iſt kein Zufall, 
daß es unter der winzigen Sippe der 
Ameiſen eine Art gibt, der die Wiſſen— 
ſchaft den gleichen Ramen beigelegt 
hat. Die Ameiſen ſind unter den In— 

ſelten die größten Krieger, wenn ſie 
auch ihre Schlachten im Gegenſatz zu 
vielen anderen Sechsbeinern nicht ge— 
gen den Menſchen, ſondern nur gegen 
ihresgleichen zu richten pflegen. Nie 
aber hat man wohl ſo außerordentli— 
ches darüber gehört, wie jetzt in einem 
Auſſatz von Dr. Hill im Viktorian Na— 
turaliſt. 

Der Forſcher ſpricht darin von den 
großen rothen Soldatenameiſen, die 
durch ihre ausgedehnten Neſtbauten 
auſfollen. Sie ſind in ihren kriegeri— 
ſchen Unternehmungen ſo gut einexer— 
zirt und muthig, daß ſie mit vereinten 
Kräften ſogar mit kleinen Schlangen 
fertig werben. Aber dieſer Goliath 
unter den Ameifen hat feinen Dapid 
gefunden in einer andern auftralifchen 
Ameiſenart, die faum ein Drittel von 
ihrer Größe hat und von ſchwarzer 
Farbe ift. Wllerding® dauern die 
Kämpfe oft monatelang, aber fie pfle- 
gen immer damit zu enden, baf bie 
rothen Riefen von den fjchmarzen 
Smergen befiegt und ausgerottet mer: 
ben, morauf lettere von den großen 
Neftern ihrer Gegner Befit ergreifen 
und fich hauslich darin einrichten, mie 
ein erfolgreiches Heer im eroberten 
Land. Andere Ameifen find zwar nicht 
weniger raufluftig, als diefe Kleinen 
fchwarzen Teufel, aber weniger blut- 
gierig und vor allem. flüger, indem fie 
aus den Befiegten, ganz wie e3 unter 
ben Menfchen früher Brauch imar, 
Sklaven machen, um die grobe Arbeit 
bon ihnen verrichten zu laffen. Da- 
bei fann man fich eines beliebten Wor= 
te8 von du Boid-NReymond erinnern: 
„Mit welcher Ehrfurcht fteht der Na- 
turforfcher por dem winzigen Eiweiß⸗ 
Hlümpchen eine Ameifengehirns!“ 


— Summe. — Erfter Kabett: 
„Bilt Du benn gar fo betrübt, daß Du 
bie militäriſche Laufbahn aufgeben 
mußt, weil Du den Kopf fo hängen 
läßt?“ — Zimeiter Kadett: „Nee, das 
nich! Aber mir paßt in ber ganzen 
Stabt nich ’n einziger Zylinderhut.” 

— leichter einer Geld borgt, 
— * ſchwerer wird es ihm zurückbe⸗ 


— 


Vorſteherſtelle am ſtaatlichen Lehrer— 
ſeminar angetragen worden ſei. Im 
Falle Herr Bayliß wirklich abdankt, 
würde der Gouverneur den Poſten des 
Staats-Schulſuperintendenten zu be— 
ſetzen haben bis die Neuwahl ſtattfin— 
det. Als Anwärter für das Amt wer— 


den Herr Jacob Thompſon von Ma— 


comb und Herr O. J. Kern, Superin- 
tendent des Schulweſens von Winne— 
bago County, genannt. 

Der „Zribe of the Arapahoes“, eine 
Dereinigung bon demofratifchen. Boli- 
tifern der Weftfeite, hält heute im 
Buena Park an der nad Aurora füh- 
renden eleftrifchen Bahn ein Pitnif ab, 
auf welhem man auch den Mayor und 
— Parteigrößen als Gäſte erivar- 
et. 


Neue Boudausgabe. 
Der Finanz-Ausſchuß des Stadt— 
rathes hat mit der Weſtern Truſt Co. 
das Abkommen getroffen, daß derſel— 


| ben an Stelle der ftädtifchen Pfanp- 


briefe, deren Verausgabung für ;dau= 


ernde Verbefferungen” im vergangenen | 


Winter befchloffen worden ift und mwel- 
che die genannte Gefeljchaft gekauft 
hat, andere Sicherheiten überlaffen 
werben follen, deren Erlös auch zur 
Beltreitung laufender Ausgaben wird 
bermendet werben dürfen. Der Stadt» 
rath muß nun die Zurüdziehung der 
erjten Pfandbriefe und die Ausftellung 
neuer gutheißen. Er wird zu diefem 
Ende vom Mayor zu einer Sonder: 
Tagung einberufen werben. - Der Be- 
trag der BondSausgabe, um bie e3 fich 
bier handelt, beziffert fich auf $2,000,- 
000. Für den weitaus größten Theil 
diefer Summe hat man fon „foforti= 
ge Verwendung“ gefunden. &3 follen 
nämlich $331,353.85 davon gebraucht 
werben, um das Loch auszufüllen, das 
durch den Fuhrmannsſtreik im Ausga— 
benfonds des Polizei-Departements 
verurſacht worden iſt; mit 8450,000 
ſollen Rechnungen beglichen werden, zu 
deren Bezahlung die Stadt keine ſon— 
ſtigen Mittel beſitzt. Zur Auszahlung 
von Rabatten auf Spezialſteuern wer— 
den 8200,000 benöthigt, zur Beſeiti— 
gung der Fluß-Tunnels $300,000, 
und zur Vornahme dringlicher örtlicher 
Verbeſſerungen ebenfalls 3300,000. Es 
würden hiernach von dem Ertrag der 
ganzen Bondsausgabe nur etwa $420,- 
000 übrig bleiben. E3 ift ziemlich fi- 
cher, daß man biefe Summe im fom= 
menden Nahre gebrauchen wird, um 
laufende Berwaltungsausgaben zu be= 
den. Vorfiger Bennett vom fyinanz- 
Ausfhup erklärt aber, er werde nicht 
feine Zuftimmung bazu geben, daß et- 
mas bon diefem Gelde zur Bezahlung 
bon Gehältern gebraucht wird. 


and’-Sapoliorei. 
nigt abfolut be 
flechte Singer, befeitigt 
niht nur jede Spur 
Shmuß, fondern aud 
jede trodene, halbtodte 
Haut, welhe die Hände 
entjtellt, und zwar in 
ſolch gelinder, zuträgli—⸗ 
cher Weiſe, daß es die 
bleibende Haut verſchoͤ⸗ 
nert. 


Soll ſich näher erklären. 

Der ſtädtiſche Grundeigenthums⸗ 
Agent Mitchell hat Fürzlich behauptet, 
baß der ftadträthliche Finanzausfehuß 
biel zu hohe Preife zahle für Liegen- 
Ichaften, die er für ftäbtifche Zimede er- 
wirbt. Mitchell foll nun dem Ausfhuß 
näher erflären, wie er da3 gemeint hat. 
Unter der Hand hat übrigens Herr 
Mitchell fchon verfchiebene „nähere Er- 
Härungen“ abgegeben. Er hat 3.2. 
gejagt, ein geeignetes Grundftüd für 
eine Brandiwache in der Nähe von Wa- 
banfia und Fairfield Ave. hätte er für 

‚32000 faufen fönnen, während ber 
Ausfhuß $3500 für das von ihm ge- 
wählte Grundftüd bezahlt habe. 


Von Anwohnern der Gegend wird 


Einfpradhe dagegen erhoben, daß eine 
neue Bezirfämache, welche auf der&üd- 
jeite gebaut werben foll, nach der Ede 
bon 49. Str. und Wabafh Une. verlegt 
werde. Der Finanzausfhuß wird in 
feiner nädhften Siung den Proteftlern 
Gelegenheit geben, ihre Einwände zu 
begründen. 
Nie Umzugsfraae. 


Auf Vorftellungen des Gefundheit- 
Kommiffärs Dr. Whalen hin, daß e3 
nicht zwedmäßig fein würde, das La— 
boratorium des Gefundheitsamtes aus 
der Stabthalle zu verlegen, hat der Fi- 
nanzausfhuß des Stabtraihes nun= 
mehr befchloffen, daß die geplante Ver- 
legung unterbleiben jolle. Da indeffen 
dem Polizeichef und dem Bauamt in 
| der Stadthalle unbebinat neue Räum- 

lichkeiten zur Verfügung geftellt wer- 
den müffen, ift angeordnet morden, daß 
für die Kanzlei des Stabtanmaltes, 
fomie für den Polizeianmwalt Zofale im 
Gebäude der Erften National Bank ge= 
miethet werben follen. 


Das Ende der Wildnif. 


Die Drainage-Kommiffion des be- 
nahbarten Late County im Gtaate 
Indiana trifft Vorkehrungen zur. Ent- 
| mäfjerung fumpfiger Niederungen zwi⸗ 
| fchen dem großen und dem fleinen wa- 
| Tumet- Fluß. Der Tollefton Jagdklub, 
| welcher in jener Gegend Taufende von 
| Ares Land befikt, melde vorzügli- 
| de Jagdgründe abgeben, fträubt fich 
zwar gegen die Ausführung diefer 
Pläne, wird diefe aber faum berhin- 
dern fünnen. Durch geeignete Ent- 
mäfjerung wird diefe3 Land übrigens 
| in borzüglichen Wiefen- und Aderbo- 
den umgewandelt werden und fehr im 
MWerthe fteigen, fo daß der Klub bei der 
Sade ein glänzendes Gefhäft machen 
und den Berluft feines Kagdgebietes 
mit der Zeit wohl verfehmerzen wird. 
E3 heißt jchon jebt, daß viele dem 
| Alub neuerding3 beigetretene Herren 
* durch ihre Jagdleidenſchaft 
zum Beitritt veranlaßt worden ſeien, 
als durch die Ausficht, daß ihre Ru⸗ 
gliederrechte über kurz oder lang ſehr 
werthvoll werden dürften. 
Die Prohibitionspartei. 
Die Prohibitionspartei von Coot 
County hält Heute Nachmittag in der 
MWillard-Halle, Ede Monroe und La- 
| Salle Str., ihre Nominationsfonvente 
für die im Herbit jtattfindenden Wah- 
len ab. Als vorausfichtliche Richter- 
Kandidaten werden Walter %. Miller, 
z. %. Gault, W. D. Hanf, D. M. 
Midey, Kohn H. Hill, H. E. Kinney, 
M. 3. Gearon und E. W. Chapin ge= 
| nannt. Um das Vergnügen, al3 Kan 
ı dibaten für die Mitglievfchaft in der 
| Abmwafferbehörde auftreten zu dürfen, 
| bewerben fi: 3. 2. Whitlod, Martin 


| Dahlberg und €. ©. Nethercutt von 
Evanfton, J. W. Hart, Robert Kohns, 
1% %. Lucas von Larange, 9. W. 
Mathews, Ira H. Culp, C. €, Dfter- 
gren, George W. York, J. G. Sauer 
von Morgan Park. 
Braucht mehr Raum. 


Vorſteher Podſtata von den Coun—⸗ 
ty⸗Anſtalten in Dunning dringt da⸗ 
rauf, daß für die Unterbringung von 
lungenkranken Patienten mehr Raum 
geſchafft werden ſolle. Beſonders da— 
für ſollte ſeiner Anſicht nach geſorgt 
werden, daß die ganz hoffnungsloſen 
Kranken geſondert untergebracht wer— 
den können und nicht entweder mit 
Perſonen zuſammen, die am Delirium 
leiden, oder mit Lungenkranken, für 
die andernfalls noch Hoffnung wäre. 


——-91 ——— 
Verratheriſche uhr. 


nennen: 


Salvaneri3 Salvani, ein Sohn des 
ſonnigen Italiens, ließ geftern 
aus dem Speiſehaus von R. J. Jack— 
fon, 407 35. Str., eine Jackſon gehö— 
rende Weckuhr mitgehen und drückte 

ſich ſchleunigſt. Jaciſon, der ſeinen 
Verluſt gleich bemerkte, rief dem ge— 
rade vorbeiklommenden Poliziſten John 
Finnerty zu, er möge den Italiener 
fangen, er habe eine Uhr geftohlen. 
Nah kurzem Wettlauf hatte Yinnerty 
ben Uhrenmarbder eingeholt und erfun- 
bigte fich bei ihm nach dem GSachver- 
halt. Salvani wies mit jübländifcher 

| Lebhaftigkeit und Enttüftung die Be- 
fhuldigung zurüd, aber — o Peh!— 
in feiner Tafche fing der Weder fo laut 
zu Elingeln an, daß dem PBoliziften 
jeder Zweifel jhmand. Salvani mwur- 
de fpäter vom Richter Hurley zu $25 
Geldftrafe nebjt Koften verurtheilt. 


—1-+>-———— 
Spielte den Entrüfteten. 


Am Yugendgericht hatte fich geftern 
Kohn Demey auf Veranlaffung feiner 
Lebensgefährtin unter der Anklage zu 
verantworten, nicht3 zu ihrem und ih- 
rer drei Kinder Unterhalt beizutragen. 
Der Angeklagte, der in einem Leihjtall 
beichäftigt ift und $12 die Woche ver- 
dient, fptelte den Entrüjteten. „Wenn 
ich meinen Kindern auf der Straße 
begegne, bin ich immer erbötig, ihnen 
eine Mahlzeit zu laufen.“ 

„Das ift ja großartig. Sie werben 
fich noch ruiniren,“ bemerfie der Rich- 
ter. Dann verurtheilte er ihn dazu, 
wöchentlich $3 zu zahlen für den Un- 
terhalt feiner Kinder, die in einer An- 
kalt ı werben follen. Die 
Hamilie wohnt Nr. 112 Chicago Abe. 


Bevorftchende Bergnügungen. 

In Kolze's Electric Park, — Bart 
Blod., & über dem Gingang zur County 
Irren⸗ afalı in Dunning, veranftalten die 
fämmtlihen Deutfhen Gilden von 
Amerika morgen, Sonntag, ihr erftes 
großes deutſches Volksfeſt. Beluſtigungen 
aller Art für Jung und Alt, Männlein und 
Fräulein, ſind in Ausiigt genommen. Sehr 
werthuolle Preije für Wettipiele fowie Preis- 
Schießen erden zur Vertheilung  fom= 
men, und in jeder anderen Beziehung hat 
ein tüchtiges Komite dafür Sorge getragen, 
daß das Feft den Theilnehmern eine wahre 
Erholung und heitere Zerftreuung bereitet. 
68 beginnt um 12 Uhr Mittags. Ein 
trittsfarten jind für 25 Gents die Perjon 


erhältlich. 

Settion 5 de3 Bairiid: 
AUmerilanifhen Bereins von 
Coof County veranftaltet am morgigen 
Sonntag im Teutonia Qurner = Grove, 
53. und Afhland Ap., ihr fünfzehntes Bolts- 
feft. Mehrere Sektionen der Baiern- und 
andere Vereine haben ihre Betheiligung zus 
gejagt, und jo wird ein großer Umzug zu= 
ftande fommen, welcher punft 1 Uhr Rad: 
mittags von Schuhmachers Halle, 4650 Aib: 
land Uve., aus ftattfindet. John E. Traes 
ger ift Marihall und John Samjen Hilfs: 
marjhall. Der Baiern = Yrauenverein vom 
Town of Lake hat die Leitung der Volfskü- 
che übernommen und ftellt den Bejuchern 
ein echt heimathliches Mahl in Ausfiht— in 
erfter Linie Leberfnödel, Kalbeharn und 
Münchener Bodmwürftl. Das Komite hat 
Türjorge für Beluftigungen aller Art getrof- 
fen. Preiſe winten den Siegern im Wett: 
rennen, Sadlaufen und auf der Kegelbahn. 
Eine bairifche Militärkapelle wird flott zum 
Tanz aufjpielen. Alle Baiern und Nicht: 
Baiern find freundlichit eingeladen. Ein 
trittsfarten foften 25 Eent3 die Perjon. 

Ein großes PBilnit veranftaltet mor= 
gen, Sonntag, in Brands Park, Eifton 
Avenue, nahe Belmont, gemeinjam der 
Schleswig - Holfteiner Unter- 
füßungspereinn Sängerbund 
und Jrauenderein. &S ift dies das 
dritte Feft feiner Art, und die Erfahrung 
bei den beiden vorhergehenden Gelegenheiten 
war eine jo angenehme, daß die Schleswig: 
Holfteiner ji) von dem bevorftehenden Bit: 
nik jehr viel verjprechen. Die drei Vereine 
mit ihren Freunden werden den Park behag: 
lih füllen und das Komite hat mit Umficht 
und Gejchid gearbeitet, um mit den nöthigen 
Borbereitungen Ehre einzufegen und nichts 
zu überjehen, was die Gemüthlichfeit und 
Teftfreude erhöhen fünnte. Das, Yeit beginnt 
um 1 Uhr Nahmittags. Eintrittsfarten To= 
ften im Vorverkauf 25 Cents die Perjon, an 
der Kajie 35 Cents. 

Im World's Fair Park, 67. Str. und 
Stonn ISland Ave, hält der Hejjen= 
Darmftädter UnterftüßungSs 
Beretn von GChicage am morgigen 
Sonntag ein Pilnit ab. Außer einem Preis: 
fegeln wird auch eine große Zahl anderer 
Beluftigungen veranftaltet werden, und ein 
umjichtiges Komite hat jich bemüht, allen An 
forderungen gerecht zu werden. Der Verein 
erfreut fich eines gejunden Gedeihens, einer 
ausgebreiteten Freundichaft und des Aufes, 
daß jeine Fefte an gemüthlichen Vergnügun: 
gen und ungezwungener Heiterkeit nicht 
übertroffen werden fünnen. Aus diefen drei 
Gründen ift anzunehmen, daß - das bevor- 
ftehende Bilnif in jeder Beziehung ein glän= 
zender Erfolg jein wird. 

Am Nachmittag des morgigen Sonntag 
feiert der Internationale Män: 
nerhor in der Arbeiter-Halle fein 19. 
Stiftungsfeft. Ein jehr interefjantes Pros 
gramm ift für Ddieje Feier zujammengeftellt 
worden. Die Mitglieder des. Vereins haben 
tüchtig geübt und jind jich beiwußt, ihren 
Bejuchern etwas Gediegenes bieten zu fön= 
nen. Wuch in jeder anderen Hinficht wird 
eın Komite dafür jorgen, dak Niemand- zu 
fur; fommt, und fo fteht allen Theilneh: 
mern an diefem Fefte ein äußerjt. fröhlicher 
Tag bevor. 

Morgen, Sonntag, veranftaltet der Erfte 
Deutſche Spiritualiſtenverein 
der Weftjeite jein 20. Pilnif in Rei- 
figs Grove in Riverjide. Das Felt beginnt 
um zehn Uhr Vormittags, der Ausihuß hat 
für mannigfaltige Beluftigungen für Alt 
und Jung, Tanz und, Erfrijchungen aufs 
Beite gejorgt. Am Nachmittag werden uns 
ter Mitwirkung deutfher und englijcher 
Medien aus Chicago und Umgegend Zirkel 
abgehalten, und am Abend findet ein In 
dianer=Lagerfeuer ftatt. Um zum Teftplaß 
zu gelangen, fahre man mit der Garfield 
Parf-Hochbahn bis zur 48. Ave, und von 
dort mit der La GrangesLinie bi8 zum 
Grove. Der Eintritt foftet 30 Cents. 

Am Sonntag, dem 17. September feiert 
der Welcome Frauenverein in 
der großen Wider Bark-Halle, 501—507 W. 
North Ave., fein 10. Stiftungsfeft, verbuns 
dem mit Unterhaltung und Ball. Das Teit 
nimmt’ um 3 Uhr Nachmittags jeinen Ans 
fang und wird, da ein erfahrener Ausjchuß 
alle erdenklichen Vorbereitungen mit lm:= 
fiht und Sorgfalt getroffen hat, allen 
Theilnehmern viel . Vergnügen gewähren. 
Der Eintritt koftet 25 Cents die Perjon. 

Der deutfhe Frauenverein Bictoria 
veranftaltet am Sonntag, dem 17. Septem: 
ber, im Erzeljior Park an Irving Park 
Blvd,. und Elfton Ave. ein großes Pilnif, 
zu. dem alle Freunde des in weiten Kreijen 
beliebten Vereins herzlich eingeladen jind. 

Die Leitung des Tyeites liegt in den Hän= 
den folgender Damen: 9. Kiederlen, Präs 
fiventin; 2. Schoenfnecht, Vorfigende; 9. 
Kreifcher, Schagmeifterin; ®. Wildner, Set: 
retärin; U. Nutter, ©. Glüdmann, 4. 
Gerts, N. Brudner, Kannath, Ch. Mayer 
und Hacgner, und diefer Ausichuß thut als 
fe8 Erdenkliche, um den Gäften einen in jes 
der Hinficht denfwürdigen Tag zu bereiten. 
Für Unterhaltung in manderlei Geftalt 
und gute Erfrifchungen wird beftens gejorgt 
fein, und daß e8 an zahlreichem Bejucd nicht 
fehlen wird, dafür bürgt das Anterejie, das 
dem Teft in den Freundeskreijen der Victo- 
ria entgegengebracht wird. 

Sein 4. Stiftungsfeſt und Ball feiert am 
Sonntag, dem 17. September, der Prinz 
Heinrich Deutjhe Gegenjeitige Unter: 
ftügungsverein in Shönhofens großer Halle, 
Ede Milwautee und Aihland Are. Das 
bon einem erfahrenen Ausihuß in jorgfäl- 
tiger Vorbereitung befindliche fyeft wird den 
Theilnehmern zweifellos viel Vergnügen ge: 
währen, da ber feftgebende Verein fih auf 
folde Veranftaltungen vorzüglich verfteht. 
Der Anfang ift auf 3 Uhr Nachmittags feſt⸗ 
gejegt. Eintrittäfarten often im Borber- 
fauf 25, an der Kafje 35 Gents. 

Der Earola=- Franenverein fei- 
ert am nächften Dienftag in der Arbeiterhalle 
fein Stiftungsfeft mit Ball und Abendejien. 
Die Mitglieder und Freunde des Vereins 
fehen der feier mit großen Erwartungen 
entgegen und jind entjchlofjen, fich tüchtig 
zu amüfiren. 


—— 


— Erfter Gedanke. — Sonntag3- 
jäger (in einer Schaubude einen ab- 
norm diden Fettkoloß betrachtend): 
„Donnerwetter, hat der Kerl eine große 
Schmerzensgeldfläche!“ 


Beffer wie Prügel. 
Das Durhprügeln kurirt Kinder nicht vom 


| fig eintritt, 


| zii, 
I eeinp 


Die White City war Be das dies 
fer Taufende von Deutſchen Eee Ge⸗ 
ichäftsleitung doch einen „Deutihen Tag⸗ 
angefegt und die Mitglieder aller deutjchen 
Vereine bei- freiem Eintritt eingeladen. Bes 
fonderS gegen 9 Uhr Abends begann ein ges 
waltiger Andrang der deutſchen Beſucher, 
am Nachmittag hatten zumeiſt Damen deut⸗ 
ſcher Vereine und Logen die Gelegenheit 
wahrgenommen, die White City aufzuſu⸗ 
chen. Die deutſchen Gäſte wurden zu Ehren 
des Tages mit einem beſonders ſchönen 
Feuerwerk und ſeitens der Schilzonhi'ſchen 
Kapelle mit einem 40 Minuten dauernden, 
beſonderen deutſchen Konzertprogramm er— 
freut, bei dem ein Potpourri deutſcher Lie⸗ 
der eine hervorragende Stelle einnahm. Kon⸗ 
zert und Feuerwerk wurden von der Men— 
ſchenmaſſe mit rauſchendem Beifall aufge⸗ 
nommen, und aud) die nur gegen Eintritt3= 
geld fichtbaren Schauftellungen hatten ji 
nit über Mangel an Bejuh zu beklagen. 
Alles in Allem können die Leiter der White 
Eity fowohl, wie das deutſche Publikum mit 
dem Erfolge diefes deutfhen Tages jehr zu= 
frieden jein. 

— — — — — 


Bismarck⸗Garten. 


Creatore und ſeine Künſtlerſchaar geben 
heute und morgen ihre Abſchiedskonzerte im 
Bismarck Garten und können auf ſchöne 
künſtleriſche Erfolge in Chicago zurüd: 
blicken. Die Neuerung, eine ſo große Zug⸗ 
kraft wie Creatore dem Publikum des hüb— 
ſchen Lokals zu bieten, hat ſich ſo bewährt, 
daß ſchon jetzt Pläne für allerlei Verbeſſe— 
rungen und ähnliche außerordentliche Dar— 
bietungen für die Zukunft gemacht werden. 
Für die Schlußkonzerte hat Creatore etwas 
vom Beſten ſeines muſitaliſchen Vorraths 
ausgeſucht, z. B. für heute Abend die Ou— 
verture zu „Dichter und Bauer“ von Suppe, 
Liszt’3 Ungarifche Rhapfodie Nr. 2, Stüde 
aus „Sarmen“, für. morgen Nachmittag 
Mendelsjohns „Hochzeitsmarſch“, Schus 
mann’s „Xräumerdi und die Ouverture zu 
„Drpheus-, und für morgen Abend das 
Lohengrin=Boripiel, die Duverture „1812, 
das Sertett aus „Luia“, das Mijerere aus 
„Troubadour“, Herberts „Amerilaniſche 
Phantaſie“ und Händels „Largo.“ 

— — — 


Deutſche Marine⸗Kapelle. 


Herr Louis Kindermann, Dirigent der 
wohlbekannten deutſchen Marinekapelle, die 
jetzt im Koliſeum ſpielt, hat für Donner— 
ſtag Abend ein beſonderes, ausſchließlich 
deutſche Kompoſitionen enthaltendes Pro— 
gramm aufgeſtellt. Die Kapelle, die jetzt 
eine außerordentlich erfolgreiche Reiſe durch 
die Vereinigten Staaten abſchließt, hat ſich 
bei ihrer Rückkehr nach Chicago eines herz⸗ 
lichen Empfanges zu erfreuen gehabt. Der 
geſtrige Wagnerabend erzielte einen ſchönen 
Erfolg, und Liebhaber der leichteren Mufil 
werden heute Abend Gelegenheit haben, jich 
an den Klängen Strank’sher Kompofitionen 
zu erfreuen. Für morgen Nahmitiag und 
Abend find zwei viel Abwechslung bietende 
Programme zufammengeftellt worden. Die 
Kapelle wird vier Wochen in Chicago ver= 
weilen. Herr Kindermann genießt in Euro- 
pa einen vorzüglihen Ruf als Mufikviref: 
tor, und feine Kapelle befteht aus 50 gründ- 
fich durchgebildeten, talentirten Mujilern, 


_—1 —— 
Bolfsgarten. 


Der allabendlih gute Befuh und Sams 
ftags und Sonntags der große Zudrang bes 
weifen, in meld hohem Anfehen der Bolf3- 
Garten beim Publitum fteht. Kein Wunder, 
denn der rührige Leiter, Herr Fijdher, bietet 
grundjäglich nur das Befte, was Die BVaries 
tebühne zur Verfügung ftellt. Da find 3. B. 
diefe Woche Ungar Sandor, der beliebte Wie: 
ner Naturfänger, der jeit Jahren rühmlich 
befannte Komiler Emile und die ftimmbes 
gabte Lieder: und Balladenjängerin ‚Bel. 
Normann. Neu engagirt gejellen ia ihnen 
diefe Woche zu der exzentrijche omiler 
Herr Kohl und das New Yorker Duettiften- 
paar Lorenz, Sänger und Fodler.. Das 
ganze Enjemble führt zum Schluß die ur— 
tomifche Gejangspofje „Das Gejpenfterhaus“ 
auf. Aedem, der ein paar bergnügte Stun⸗ 
‚den verbringen will, iſt der Beſuch des 
Bollsgarten zu empfehlen. 

—1+.. — 


Niverview Barf. 


. Morgen Abend fchliekt bie erfolgreiche 
Saiſon des Riverview Park, nachdem dieſer 
hübſch und einladend eingerichtete Vergnü⸗ 
gungsplatz während des Sommers vielen 
Taufenden Erholung und Unterhaltung ges 
boten hat. Durch große bejondere Schau⸗ 
ſtellungen, wie Pain's Fall von Port Ar⸗ 
ihur, hat das Unternehmen ſich zahreiche 
neue Freunde erworben, und ſeine geräumi— 
gen Baum⸗ und Wieſenflächen haben unzãh⸗ 
ligen Ginzelperfonen und Drganijationen 
willfommenen Aufenthalt für Pilnils und 
SFefte gewährt. Heute und morgen wird eine 
Reihe außergemöhnlicher Unterhaltungen 
geboten, und an beiden Tagen wird eine 
große Gefellſchaft von Beſuchern aus Fort 
Wahne, Ind., den Part beſuchen. 
— 9 


„Advertiſing Show.“ 


Im Koliſeum findet vom 11. bis 18. Dt: 
tober die erfte jährliche „Adbertifing Show“ 
(Ausftelung für "modernes Anzeigeweſen) 
ftatt. Wie groß das dieſem Unternehmen 
entgegengebrachte Intereſſe iſt und über ein 
wie großes Gebiet es ſich erſtreden wird, er⸗ 
hellt u. A. daraus, daß die Leitung aus 
dem fernen Auslande Anfragen erhalten hat, 
fo 3. ®. aus Warjhaun. Was nur immer 
von findigen Köpfen in der Kunft, Die Auf: 
mertjamteit des Publitums auf eine gewijie 
Sache zu Ienten, erdacht werden fonnte, wird 
auf diejer Ausftellung gezeigt werden, Die 
ohne Zweifel eine der originellften und ins 
terejfanteften fein wird, die Chicago je geſe⸗ 
hen hat. Die Betheiligung großer Geſchãfts⸗ 
häuſer aus dem gangſen Lande verſpricht 
eine allgemeine zu werden. 

— — — — 


Sillingers Garten-Theater, 


Abwechslungsreihe Unterhaltung wird 
den Bejuchern von Hillingers Garten-Thea⸗ 
ter an Belmont und Sheffield Ave. geboten, 
und das PBublitum weiß das zu fjchäken, wie 
der zahlreiche Befuch beweift. Profeijor Abt 
zeigt Höchft intereffante und lebensmahre 
Bilder vom ruffifch-japanifchen Kriege und 
eine neue Sammlung beweglicher Bilder, 
die Späße der Komiler Haafe und MeGuire 
machen den Hörern jehr diel Vergnügen, als 
Sängerin und Tänzerin feiftet Veva Hall 
Tüchtiges, Henry Koch trägt mit großem 
Beifall aufgenommene Lieder vor, und 
O’Dell und Brown erwerben jich durch ihre 
Borträge viel Unerlennung. Das - ganze 
Programm fteht auf heher Stufe und lodt 
mit Recht eine große Befucherzahl nad dem 
beliebten Garten. 

— 


ab Hieds: Konzert. 


Heute und morgen findet in dem befann- 
ten und populären Buffet und Sommergar: 
ten r Schügen-Lisle-, Nr. 2211—21 Sin- 
coln Ave, Ede Lawrence und NR. Weftern 
Ave., das Abjhieds-Ronzert der bisher dort 
aufgetretenen beliebten Franz Reilhofer- 
fchen Tiroler = Gejellfheft flatt, wozu die 
überaus zFührige Eigenthümerin dieſes deut⸗ 
chen Vergnügungs = Etabliffements, rau 

alle $reunde und Bekannte 

fammt yamilien Herzlich einladet. Der Sai- 

fonfchluß fteht nor der Thür und Yedermann 

wird noch einmal Gelegenheit geboten, fi 

im bei guter Mufil und Gejang zu 
iren, ehe die raube Herbitiwitterung böls 


und „Bais 


* Extra Pale 
Malzbiere 
ı €., zu 


ber 





“ 


Tefegrapfifche Depefchen. 
(Beliefert von —— Presa.”) ö 
Sulecb 


Geihäftsgebahren der „‚R.Y. Life‘‘ ' 


Xeue überrafhende Enthüllungen vor dem 
Unterfuhungs:Ausfchuß. 


New York, 9. Sept. Die Anjhul 
bigungen über das Gejchäftsgebahren 
der Nem Pork Life In. Co. por dem 
Unterfuhungsausfhuß der Gtaat3- 
Legislatur gebären immer neue Weber- 
rafchungen. Aus den Zeugenausjagen, 
welche während des geftrigen Tages 
gemacht wurden, ergab fih folgenbe2: 
Das in den Büchern faljhe Eintra- 
gungen gemacht wurden, monad) ge= 
wiffe Aftien angeblich verfauft waren, 


während fie in Wirklichkeit bei einer | 


Fruft-Gefelfchaft als Sicherheit für 
Darlehen YHinterlegt waren. Daß fer- 
ner die Unterfchrift von unverantmort- 
lichen Elerf3 in Dienften der Gejell- 
{haft von diefer auf Schuldfcheinen 
über Millionen von Dollar benußt 
turde. Daß der Verkauf der Aftien- 
meärheit der Nem York Security and 
Truft Co. Seitens der Nem York Life 
Sn. Eo. mit pem Vorbehalt der Wie- 
dererwerbung am 1. Januar 1907 er= 
folgte. Dat mwerthoolle Bejtände der 
Lebensverſicherungs-Geſellſchaft nicht 
in den Geſchäftsbüchern eingetragen, 
auch nicht in den beſchworenen Aus— 
weiſen über den Stand des Geſchäftes 
enihalten waren, ſondern beſonders 
gebucht waren, um die preußiſche Re— 
gierung zu täuſchen, weil in Preußen 
keine Lebensverſicherungs-Geſellſchaft 
Geſchäfte thun darf, welche ihre Fonds 
in ſolchen Papieren anlegt, wie jene 
verheimlichten Beſtände enthalten. 
Daß zwei der hervorragendſten Direk— 
toren, John Chaflin und Woodbury 
Langdon, an dem von J. P. Morgan 
&K Co. geleiteten International Mer— 
cantile Marine -Syndikat betheiligt 
waren, welches Bonds in der Höhe von 
83.200,000 an die New York Life Inſ. 
Co. verkaufte. 

Um in Preußen wieder Geſchäfte 
thun zu können, war die Geſellſchaft 
gezwungen, ihre Induſtrie- und Berg— 
werks-Aktien zu veräußern und ihre 
Kapitalien in ſicheren Werthpapieren 
anzulegen. Hätte ſie dieſelben, wie der 
Schatzmeiſter der Geſellſchaft, Edm. 
D. Randolph, ausſagte, auf den Markt 
geworfen, ſo würde ſie ſchwere Verluſte 
erlitien haben. Es wurde daher ein 
Scheinverkauf vorgenommen. Wäh— 
rend dieſe Papiere als verkauft einge— 
tragen wurden, waren ſie thatſächlich 
bei der New York Security and Truſt 
Co., einem Ableger der New NYork Life, 
als Sicherbeit für ein Darlehen von 
83.000,000 hinterlegt worden. Die 
Schuldſcheine trugen die Unterſchrift 
eines Laufboten der Geſellſchaft, wel— 
cher $600 das Jahr Lohn bekam, und 
von anderen ſchlecht bezahlten und un— 
verantwortlichen Angeſtellten. Ein 
ſolches Verfahren iſt nach Angabe des 
Zeugen allgemein üblich, um die Na— 
men der wirklichen Verleiher, der 
Bank- und Truſt-Geſellſchaften, zu 
verſchleiern. Der Zeuge gab auch zu, 
daß die Fonds der Lebensverſiche— 
rungs-Geſellſchaft zu rieſigen Börſen— 
ſpekulationen benutzt wurden, Bonds 
und Aktien künſtlich in die Höhe zu 
treiben und' dann an das Publikum zu 
verkaufen. 

Minneapolis, 9. Sept. Die Montag 
zuſammentretenden Großgeſchworenen 
werden die Geſchäftsführung der aus 
einem Dutzend kleinerer Geſellſchaften 
zuſammengeſchweißten Northweſtern 
National Life Inſ. Co. unterſuchen. 
Gegen die Direktoren und Beamten 
werden Anklagen der Beſtechung von 
Staatsbeamten, Unterdrückung von 
Berichten, Einreichung falſcher Berich— 
te, Veruntreuung und Mißverwaltung 
von Fonds uſw. erhoben. 


Das Verbrechen. 


Mavyor erſchießt in Nothwehr einen An— 
areifer. 


Covington, Ind., 9. Sept. Großes 
Aufſehen macht die Erſchießung des 
als jähzornig bekannten 48 Jahre al⸗ 
ten Geo. Hutts durch Bürgermeiſter 
O. P. Jones. Jones war Hutts An— 
walt in deſſen Prozeß um den Nach— 
laß ſeines Vaters, Hutts verlor und 
bezichtigte ſeine Anwälte, ihn verra— 
then zu haben. Der Mann ſah nun 
den Bürgermeiſter in dem Sprechzim— 
mer des Anwaltes Cox ſitzen und 
drang mit erhobenem Stuhl auf ihn 
ein. Herr Jones jhoß Hutt3 dur 
das Herz und jtellte fi) dann dem 
Sheriff. Frau Hutt3 wohnt in Chi- 
cago; fie traf heute hier ein und wird 
den Gatten beerdigen. Der alte Hutts 
hatte fich im verfloffenen Winter in 
einer hiefigen Apothefe vergriffen und 
ermwijchte jtatt der Schnapzflafche eine 
mit Karbolfäure An dem Gift war 
er geitorben. 


Ungemwöhnliche Diebe. 


New Hort, 9. Sept. Die alte 
Wafhfrau Mary Dreinnan ift in 
Brooklyn verhaftet worden, meil fie 
bei der Arbeit im Heaney’ichen Pfand- 
gefhäft im Tekten Monat allmählich 
Schmudjaden im Werthe von $15,- 
000 entwendet haben fol. hr Neffe 
hatte ven Raub verfilbert. 

NRiles, D., 9. Sept. Zwei 6 und 7 
Sakre alte haarfüßige Jungen fchlichen 
fih bier zur Mittagsftunde in die Erjte 
Nationalbanf und ftahlen, ohne von 
dem im Hinterzimmer befindlichen Be- 
amten bemerkt zu werben, $700 in Ba= 
piergeld, A13 fie aus aus einem Keller- 
feniter herausfrochen, die Tafchen voll 
Geld, murben fie bemerfti. Erft nad 
längerer Verfolgung, während der fie 
ein Padet nah dem andern fortwar- 
fen, wurden je eingefangen; $326 
murben mwiedererlanat. 

Redakteur ermordet. 


Nem York, 9. Sept. Jakob H. 
Thompfon, der Wechjelblatt-Revatteur 
ber „Zimes“, tmurde in feinem Zimmer 
im St. James Hotel bewußtlos aufge- 
funden und ftarb geftern Abenb im 
Flomer-Hofpital, ohne vorher zur Be— 
finnung gelommen zu fein. Thompfon 
hatte einen Schäbelbruch erlitten; am 
Kopf waren von Mefferftichen her» 


Trotz dieſer 


Tage lang ununterbrochen an, 


m m 


rührende Wunden, und außerdem mar 
ber Mann Schließlich erbroffelt worben. 
von ben Hofpitalärzten 
feftgeftellten Thatfachen behaupten ber 
Zeichenbefchauer und die Polizei, er 
fei infolge Schlaganfall gejtürzt und 
babe fich fo den Tod geholt. Der 
Mann war 60 Jahre alt. 


cynchmord. 


Brandon, Miſſ., 9. Sept. An einem 
Baum fand man den Neger Me— 
Dowell baumeln. Der Schwarze hat⸗ 
te mit einem Meſſer einen Weißen 
verfolgt, und dieſen mehrere Stunden 
lang in einer Scheune feſtgehalten. 

Zwei Knaben ermordet. 


Murphysboro, XU., 9. Sept. Auf 
der Meide wurden im County Jadjon 
wenige Meilen voneinander zwei Aina= 
ben, Heber und Elutts, dur Mefler- 
jtiche getödtet, vermuthlich von einem 
Mahnfinnigen. Der Vorfall hat rie- 
fige Aufregung herborgerufen. Won 
dem Thäter fehlt jede Spur. 

Das erhörte Gebet. 


Fremont, D., 9. Sept. Die United 
Brethren-Gemeinde hatte in bejonde- 
ren Berfammlungen feit Wochen gebe- 
tet, daß der Bierpapillon des Ballvil- 
ler Barf3 vom lieben Gott vernichtet 
werden möchte. Sin der verflojjenen 
Nacht brannte er ab, aber auch meh- 
tere andere fleine Gebäude, und pie 
Leute in Ballville behaupten, die from= 
men Brüder hätten der Vorfehung da— 
bei geholfen. Das ift natürlich nicht 
wahr! 

Zwei Sinaben ertrunten. 


St. Kofeph, Mich., 9. Sept. mei 
Knaben, welche legten Samfjtag von 
bier in einem fleinen Boot abfuhren, 
ſind ſpurlos verſchwunden und wahr— 
ſcheinlich ertrunken. Ihr gekentertes 
Boot wurde vom Schleppdampfer 
„Flora“ zehn Meilen von South Chi— 
cago heute aufgefiſcht. 


Ausland. 
Düſtere Bilder. 


Das Blutvergießen in Baku und Shuſha. — 
Tauſende nagen am Hungertuch. 


St. Petersburg, 9. Sept. Privat- 
nachrichten aus Baku zufolge iſt die 
Maſchinerie von 3000 der 3600 Del- 
quellen vernichtet worden. Wenn auch 
zur Zeit Ruhe herrſcht, befürchtet man 
doch jeden Augenblick neue Brandſtif— 
tungen und weiteres Blutvergießen. 
Die Zehntauſende hungriger und ar— 
beitsloſer Menſchen erhalten beſtändig 
Zuwachs und bilden eine ernſteGefahr 
für die Sicherheit. 

Der Nobel-Geſellſchaft heute aus 
Baku zugegangenen Depeſchen zufolge 
dauerte das Schießen, mit Gewehren 
und Kanonen, auch die vergangene 
Nacht an. Die Feuersbrunſt iſt noch 
nicht gelöſcht, und Mordthaten ſind 
etwas ganz Gewöhnliches. 1500 Ta— 
taren ſollen getödtet ſein; weiteres 
Blutvergießen wird heute erwartet. 
Die Truppen in Baku ſind den Tata— 
ren nicht gewachſen. Verſöhnungsver— 
ſuche ſind fehlgeſchlagen. Die Oel— 
quellenbefiter mollen nur dann den 
Betrieb mieder aufnehmen, menn fie 
Privatwachhen bilden dürfen. 

Tiflis, 9. Sept. Der armentjche 
Biichof von Shufha Hat den hiefigen 
Behörden die Verwültungen und das 
Elend in Shufha als ganz entjehlich 
geichildert. Die Kämpfe zwifchen den 
Armeniern und Tataren dauerten fünf 
und 
Hunderte von Todten und Verwun— 
deten liegen auf den Straßen. Die 
Stadt liegt zum größten Theil in 
Trümmern; Kirchen, Schulen, Werk— 
ſtätten und Regierungsgebäude ſind 
zerſtört, es fehlt an Lebensmitteln, 
Kleidung und Geld für die hungern— 
den und obdachloſen Tauſende von 
Einwohnern. 

Die Verluſte der Petroleumgeſell— 
ſchaften in Baku werden auf neunzig 
Millionen Dollars geſchätzt, wozu die 
Rieſenverluſte der ganzen ruſſiſchen 
Geſchäftswelt wegen Mangels an Heiz— 
öl treten. Dieſe laſſen ſich gar nicht 
abſchätzen. 

Dampfernachrchten. 


Angekommen. 


New NYork: Cedrie und Etruria, Liverpool; St. 
Louis, Southampton. 

Plymouth. St. Paul, New Vork. 

Queenstown: Umbria, New Vork. 

Hamburg: Batavia und Hamburg, New Vork. 

Cherbourg: Großer Kurfürſt. New Vork. 

Rotterdam: Ryndam, New VPork. 


Abgegangen. 

New York: New Port, Plyınouth: Qucania, Glas: 
gow; Fürſt Bismard, Hamburg; Minnchaba, Yons 
don: Thespis, Mandefter; Waderland, Rotterdam; 
Königin Luife, Genua; Go.ambia, Glasgom. 

Dover: Deutfhland, nah New Port. 


Telegraphifche Rolizen, 


Inlaud. 

— 137 Zahlunsseinſtellungen dieſe 
Woche, 144 in der gleichen Woche des 
Vorjahres. 

— Laut ſtaatlicher Volkszählung 
hat der Staat New York 4140,622 
Einwohner. 

— Regenmacher Hatfield, Los An— 
geles, iſt für das Transvaal angewor—⸗ 
ben worden, wo große Dürre herrſcht. 

— In Utah Junction, Kol. iſt das 
Zinkwerk abgebrannt. Verluſt $75,- 
00 


— In Columbus, O. hat ſich der 
Induſtrielle Chas. E. Morris banke— 
rott erklärt. Schulden 5731,318, Be— 
ftände $104,047. 

— Ym Copingtoner, Ky., Synodal- 
bezirk follen Paftorenfandidaten ver 
Methodiftenfirche künftig ausgefhlof- 
fen werben, wenn fie rauchen. 


Eßt 
Grape-Nuts 
mit Sahne 


und bedenkt, e3 ift die nahrhafteite 
2 Speiie, bie e8 gibt. 
Nächiten Tag echt einen Geape-Nutd 
Pudding (Anweilung am Bude). Wohl- 
ſchmeckend! 


Es hat ſeinen Grund. 


man 


4 A 


— — > 


enthaltender MWurft find in Philadel- 
phia ber Fleifcher Barfon und der 
Smift’fche Agent Hall verhaftet wor- 
ben. 


— Major Charles R. Miller von 
Eleveland ijt in Milmaufee zum Ober 
befehlahaber des Verbandes der jpa- 
nifch-amerifanifhen Kriegsveteranen 
gewählt worden. 

— BPräfident Roofevelt hat den Lei- 
ter der Regierungsbruderei, Frant W. 
Palmer, abgejett, weil dieſer ſeine Re— 
fignation ftatt für den 15. September 
für den 1. Oftober angekündigt hatte. 

— &nfpeftor Charlton und Liefe- 
rant Morris Bufh find in Verbin- 
dung mit mindermerthigentieferungen 
an das Schuylfill-Arfenal vomStrieg3- 
fefretär angeflagt morben. 

— Als ein Altenheim für Methodi- 
ftengeiftliche und deren Wittmen hat 
der reihe Fabrifant Clark in Grand 
Rapids, Mich., fein Wohnhaus i 
Werthe von $50,000 geftiftet. 

— Kohn Hancod büßte die Ermor=- 
dung von Dr. Engelbredt und eines 
gemwiffen EImonfen in der Wülte von 
Nevada geitern in Carjon, Nep., am 
Galgen. 

— Im Long Y3land-Sund mird 
am 15. September eine Wettfahrt um 
$5000 zwiſchen Howard Goulds 
Dampfjacht und der Turbinenjacht 
W. K. Vanderbilt jr.'s ſtattfinden. 

— Die Keſſelanlage und ein Theil 
des Hauptgebäudes der Iron City 
Brauerei in Pittsburg, Pa. ſind heute 
niedergebrannt. Schaden $75,000. 
Landſtreicher ſcheinen durch Nachläſ— 


ſigkeit das Feuer veranlaßt zu haben. 


— In 18 der 42 Wards ſind noch 
12,043 falſche Namen, ſeit Mai, aus 


den Stimmgeberliſten geſtrichen wor— 
den. Dieſe waren bei den erſten Säu— 


berung von den zum Theil noch der 
Maſchine angehörigen Beamten „über- 


ſehen“ worden. 


— Auf der Inſel North Fox vor 
der Grand Traverſe-Bai im Michigan | 
See iſt ein ſagenhafter Schatz von 


8150,000 in ſpaniſchem Gold, nach 


dem ſchon lange geſucht wurde, gefun-⸗ 
bon | 


den worden. Er fol die Beute 
Räubern ſein. 

— Auf dem nächſten Monat in 
Chicago ſtattfindenden Nationaltag 
der Straßenbahner wollen die Vertre— 
ter aus Albany, N. Y., die Gründun— 
einer Alterverforgungsfaffe vorjchla= 
gen. 

— {in der Umgegend von Spring- 
field, XU., legen viele Lehrerinnen ihr 
Amt nieder. 
Lohn und fünnen daher nur menig 
Koftgeld bezahlen. Die Farmer mwol- 
len fie deshalb nicht beföftigen. 

— Gegen Vorfiger Shonts von der 
Panamafanal-Kommiffion haben zwei 
Bieter auf die WUrbeiter-Verpflegung 
bei Bräfidert Roofevelt die Bejchwerde 
erhoben, er habe %. E. Marfel von 
Dmaha den Kontraft in unbilliger 
Weiſe zugeſprochen. Shont3 bejtreitet 
das. 


— 600 Vertreter von 24 Richtun- 
gen werden zu dem Mitte November in 
Nem York jtattfindenden Kongreß der 
proteltantifchen Kirche erwartet. Un= 
ter den Rednern werden Bundesrichter 
Großcup, Bundesoberrichter Harlan 
und Brewer, Kriegsſekretär Root und 
Senator Beveridge von Indiana ſein. 

— Geſtrige Baſeballſpiele: Ameri— 
can League—Chicago, 12; Cleveland, 
2. Waſhington, 6; New York 5. Bo— 
ſton, 3; Philadelphia, 5. Detroit, 1; 
St. Louis, O. — National League.— 
St. Louis, 3; Chicago, 3. Philadel— 
phia, 6; Brooklyn, O. New York, 6; 
Boſton, 3. Pittsburg, 3; Cincinnati, 
8. 


— Chas. F. Pfiſter, der Milwaukeer 
Millionär, Hotelbeſitzer und Politiker, 
hat den dortigen Diſtriktsanwalt Me— 
Govern, Halfsdiſtriktsanwalt Cochems 


und die Redakteure und Herausgeber 


der Free Preß auf 85500,000 Schaden— 
erſatz verklagt wegen angeblicher Ver— 
ſchhörung, durch Erhebung haltloſer 
Anklagen ſeinen Namen zu beflecken. 

— Hilfsmarſchall Carron vonKan— 
kakee, Ill. hielt zwei ſich ſtreitende 
Chicagoer Reiſende, Woods und Nel— 
ſon, auf einem Zuge der Illinois— 
Zentralbahn für Zugräuber und gab 
drei Schüſſe auf ſie ab, ohne zu tref— 
fen. Dagegen verurſachte er eine Pa— 
nik unter den anderen Paſſagieren. 
Der Vorfall trug ſich kurz nach der 
Abfahrt von Chicago zu. 

— Hundert Affen auf dem geſtern 
bon Yokohama in New York einge- 
troffenen britiſchen Dampfer „Mont— 
roſe“ wurden durch die Liſt eines be— 
freit, und erſt nach acht Tagen gelang 
es der von ihnen gequälten Mann— 
ſchaft, ſie einzufangen. Ihr chineſi— 
ſcher Wächter war aber am Tage zu— 
vor über Bord geſprungen und er— 
trunken. 

A:8lan». 

— in Norwegen bejorgt man mes 
gen des feinbfeligen Tone® und de3 
Kriegsgeſchreis der ſchwediſchen Preſſe 
ernſte Verwickelungen. 

— Die braſilianiſche Regierung hat 
einen Preis von 82,000,000 auf die 
Erfindung eines Heilmitteld für Die 
Lungenſchwindſucht ausgeſetzt. 

— In Valparaiſo, Chile, ſoll ſich 
ein amerikaniſches Syndikat gebildet 
haben, weiches hundert Millionen Dol- 
lars in der Entwidlung und Ausbeu= 
tung der !inbuftrien anlegen will. 

— Die eine Tagereife von Tanger 
gelegene Ortichaft Zinat, wo der Räu= 
berhäuptling Raifuli wohnt, Tteht in 
Flammen nd wird von dem Anghera- 
Stamm belagert. 

— In einer Montrealer Borftabt 
fam e3 geftern Abend zmwifchen katholi= 
Ihen Franzofen und Heilsfoldaten zu 
einer Prügelei, bei der Enalifch-Rana- 
bier letteren zu Hilfe famen. Mehrere 
Perfonen wurden verleßt. 


— — 

— Gewöhnlich gilt das Schaf als 

Sinnbild der Geduld, ich glaube aber, 

das Papier hätte weit mehr Anrecht 
auf diefen Vorzug. - 


— Megen Verlaufs don Borfäure 


Sie erhalten geringen | 


Sotalberilt, 
Mäkhtlihes Abenteuer. 


Philipp D. Weinftein von einem 
Verbrecher augeſchoſſen. 


Aufregender Kampf. 


Der Burfche verhöhnte obendrein das Opfer. 
— Angebliche Derbreherbande dingfeft ge: 
madt.— Salfhmünzer und Geldfdranf: 
iprenger. 

Yym Kampfe mit einem Einbrecher, 

den er in Seiner Werkſtätte überrum— 
peit hatte, wurde heute früh Philipp 
| D. Weinjtein, Nr. 433 55. Str., Ber: 
| fertiger von Frauenröden, angefchofjen 
und leicht verlett. 
| _ Meinjtein fchlief mit feinen Söhnen, 
| Morris und Abraham, elf und acht 
| Jahre alt, in einem hinter der Werf- 
ftätte gelegenen Ziiımer. Kurz nad) 

bier Uhr erwachte er. Er glaubte, 
‘ Schritte in der Werkftätte zu hören, 
Iprang auf und trat über die Schwelle. 
Nachdem jein Auge ich an die Duntel- 
heit gewöhnt hatte, bemerkte er die 
Umrifje einer menfchlichen Geitalt. 
„Wer jind Sie?“ fragte er. Er erhielt 
feine Antwort. Als er die Frage twie- 
derholte, frachte ein Schuß. Von der 
Kugel in das linfe Handgelenf getrof- 
fen, ließ Weinftein fi, Dedung ſu— 
chend, hinter einer Nähmafchine nieder: 
fallen. 

Ging zum Angriff über. 

Der Einbrecher fuchte feine Flucht 
' zu bemerfjtelligen, al3 Weinftein eine 
jhmwere Flafche nach ihm fchleuderte. 
Er mußte wohl getroffen haben, denn 


made an Harrifon Straße 
| 
| 


Deteftives befchlagnahmten mehrere 
taujend Briefe und Photographien. 
Mosldridge mill den Poftinfvektor 
Stuart erfuchen, da3 Unternehmen des 
Angeklagten für Schwindel zu erflä- 
ten und Jämmtliche einlaufende Drud- 
ſachen zu beſchlagnahmen. 

Frau Schulz wurde in ihrer Woh— 
nung, wo ſie angeblich auch ihre Hei— 


rathsagentır betrieb, dingfeft gemadt | - 


und, ihres Sträubens ungeachtet, in 
einem Patrouillewagen nach der Be- 
e= 
ſchafft. Dort hinterlegte ſie 850 Mi 
für ihr Ericheinen vor Gericht, worauf 
fie 5i8 zu ihrem Verhör in Freiheit ge- 
ſetzt wurde. 
Erlag der Verſuchung. 


W. A. Succkleß hatte ſich geſtern wee 
gen Trunkenheit vor Richier Caverly 
zu verantworten. | 

„Ich wohne in Evanfton, Herr Rich- | 
ter,“ fagte er. „Na, Gie willen ja, 
Evaniton ift ein ungewöhnlich trodenes | 
Nett. As ih nah Chicago kam, | 
muß ich wohl der Verfuchung, mir die 
ausgedörrte Stehle etwas anzufeud)- | 
ten, erlegen fein. Jn Evanfton ift das | 
nicht möglich. Polizeichef Froft ift zu | 
mwachjam. ch glaube, daß Sie gnädi- 
ger mit mir verfahren werben, ala 
wenn ich das Pech hätte, von einem dor- 
tigen Richter verurtheilt zu werben.“ 

„Entlaffen“, jagte Der Richter. 
„Reifen Sie zurüd nad Epaniton 
und lafjen Sie fich hier nicht mieder 
ölicten.” Der Angeklagte bevantte fich, 
berjprach, den Richter nie mehr behelli- 
gen zu wollen, und  verfrümelte fich 
geräufchlos, ; 

Aufregende Diebeshat. | 

Tach aufregender Xagd, an der fi) 


| aush eine Anzahl Straßengänge: - be- 


theiligte, wurden geftern drei Mänz | 
ner verhaftet, nachdem fie eine Anzahl | 
Schüffe mit ihren Verfolgern gemech- | 
jelt hatten. Sie waren angeblich über- 


ber Kerl heulte vor Schmerz, gab aber | rumpelt wnrden, als fie verfuchten, den 


‚ im nächiten Augenblide einen zweiten | Laden Nr. 50 Michigan Straße zu 


Schup ab. Die Kugel traf Weinjteins 
Bruft in der Nähe des Herzens, glitt 
aber an eine: Rippe ab und verurfachte 
nur eine leichte Wunde. 

Als Meinftein Zeter und Mordio 
Ichrie, [prang der Einbrecher aus dem 
Fenſter. Inzwiſchen waren Wein— 
ſteins Söhne erwacht. Sie eilten ih— 

rem Vater zu Hilfe, richteten ihn auf, 

und er ſchleppte ſich nach der Hinter— 
thür, öffnete ſie und ſchrie aus Leibes— 
kräften: Mord, Polizei! 
| OVbendrein verköhnt. 
| Während er fich faft heifer fchrie, 
; tauchte vor ihm der Einbrecher auf, der 
ihm Höhnifch zurief: „Warum beitel- 
| Ien Sie nicht lieber den Patrouillewa— 
gen, jtatt derartigen Lärm zu ma- 
chen?" Dann verfrümelte fich der 

Burfce. 

Nachbarn benadhrichtiaten die Poli- 
zei. Deteftives der Bezirfsmace zu 
Hyde Park verhafteten ala der That 
verdächtig einen gewiffen Georgefohn= 
fon, 22 Jahre alt, der über der Werk— 
ftätte-mwohnt. Er wurde in der Nähe 
des Ihatortes aufgegriffen. Mein 
jtein befindet fich in ärztlicher Behand- 
lung. 

Der Häftling wurde heute Vormit- 


| plündern. Die Häftlinge gaben ihre 


Namen an als Michael Slonimsti, 
sohn Goreny und Kohn Kaccor. 
Wagbalfiger Burfce. 

Sames Yoslyn, ein zmölfjähriger 
Knabe, jeßte gejtern fein Leben aufs 
Spiel, um aug dem Jugendgericht jei- 
ne Flucht zu bemerkitelligen. Herr 
Phelan, ein Auffichtsbeamter des Ju— 
gendgerichts, hatte den Schlingel in ein 
neben dem Gerichtsfaal gelegenes Zim- 
mer gefperrt, um ihn fpäter dem u-= 
gendrichter Mad vorzuführen. 

Der Knabe trat an das offene fyen- 
fter, von mo aus er den Gerichtäfaal 
überfehen fonnte. Drei Fuß vom en | 
jter führt die Rettungsleiter zur Erbe. 
James Eletterte auf das Feniterbreit, 
Ihmwang fi mit gewaltigem Sprunge | 
hinaus in Leere, padte die Leiter, | 


fletterte auf das Dach, eine andere Ret= | 


tunggleiter binunter und entfam, od- 
gleich Phelan unverzüglich feine Ver- 
folgung aufgenommen hatte. 

— — —— 


Unſchädlich gemacht. 


Drei angebliche Räuber nach langer Suche 
verhaftet. 


Nach faſt dreijähriger Suche, die ſich 


tag von MWeinftein mit Beftimmtheit | über das ganze Land erftredte, ver.,af- 


ala fein Angreifer ibentifizirt. 
Angeklagte machte anfänglich Jich wi— 
| derfprechende Ausfagen, meigqerte fich 


| geitellte Fragen zu beantworten. 

Verbrecherhöhle ausgehoben. 
Im Haufe Nr. 172 Wafhington 
Boulevard murde geftern Abend bon 
| den Deteftiveg Egan, Morton und 
ı Kearney bon der Bezirfämache an 
der Desplaines Straße zwei Weiber 
: und drei Männer, die angebli Mit- 
| glieder einer Falfehmünzer- und Ein- 
| brecherbande find, verhaftet. Einer 
| der Verhafteten bemerfftelligte fpäter 
ı feine Flucht. Die Detektives bejchlag- 
| nahmten Falfehmünzer- und Gelb- 

| fhranffprenger-Geräthe. 

Verhaftet murden James Butler, 
| Harch Steed, Harry Collins, Mollie 
| Smweeney und Maggie Granger. 
| Butler war erit vor Monatzfrift 
| aus dem Zuchthaufe entlaffen worden, 
| mo er megen einer in Geneva, JI., ver- 
| übten Geldfhranfjprenaung eine vier= 
ı jährige Strafhaft verbüßt hatte. 
| Km Haufe wurden Yyormen zur Her- 
| ftellung von 25 Cent-Stüden gefunden 
ı und beichlagnahmt. Butler hatte an- 
' geblich ein falfches 25 Cent-Stüd in 
ſeinem Beſitz. 
| Als die Häftlinge ſpäter dem Poli— 
| zeirichter vorgeführt wurden, riß 
' Steed fich pon dem ihn haltenden Be- 

amten los, fprang aus einem 20 Fuß 


über dem Straßenpflafter gelegenen | 


Fenfter, Tief durch eine Wirthichaft 
und enifam im Wagengewühl auf dem 
Heumartt, _ obaleih ihm mehrere 
Schüffe nahgefandt. worden imaren. 
Der Augreißer ift den hiefigen De- 
ı teftive3 auch unter dem Namen Harrh 
| Burns befannt. { 
| Die Polizei glaubt, dat die verhaf- 
| teten Männer unter Anderen vor drei 
' Wochen den Geldfehranf in einer an 
40. Une. und Lake Straße gelegenen 
Wirthſchaft geiprengt haben. 
| Das Geichäft gelegt. 
Detektives der Hauptwache verhafte- 
‘ten geftern Sohn EC. Harris, dem 
| Schriftleiter des „Pilot“, unter ber 
| Anklage, jeit geraumer Zeit im Haufe 
| Nr. 168 Hamlin Xpe., eine jhwindel- 
| hafte Heirathsvermittelungs - Agentur 
| betrieben zu haben. Später wurde un= 
i ter ähnlicher Anklage die 48jährige 
Frau Marie Schulz, Nr. 3150 Calu- 
met Abe., Dinafeit gemacht. 
Um Bermeife gegen Harris zu fam- 
| meln, hatte Deteftivefergeant Wool- 
dridge ihn befuht und den Wunjdh 
ausgebrüdt, durch feine Vermittelung 
in ven Hafen ber Ehe einzulaufen. 
Harris erflärte ihm angeblid, daß 
nad Zahlung der üblichen Gebühren 
fein Name auf die Lifte der Heiraths- 
luftigen aefegt werben würd, Auch 
würden ihm beirathaluftige Damen, 
die über eine Mitgift von $50,000 bis 
Be verfügten, borgejtellt mer- 


Auf Grund diefes Beweismaterials 


wurde Harris ſpãter verhaftet. Die 


* 


Der teten heute früh die Detektives Higgins 


und Cavanaugh an 58. Str. und Lake 


| 
| Uve. drei Männer, die bezichtigt wer: | 
| aber jpäter, ihm von Kapitän Badus | den, am 3. November 1902 W. }. | 
| Mills, Nr. 2427 Prairie Ave, überfal- | 


| Ien, lebensgefährlich mißhandelt und | 


um $50 beraub: zu haben. Miller er- 
litt einen Schäbelbrudh; auch wurden 
ihm mehrere Rippen eingejchlagen. 

Die Häftlinge find: 

Oskar Olſon, Nr. 5438 Date Woe. 

Srant Grady, 57. Str. und Kim— 
barf Ave. 

Dstar Proet, Nr. 6338 Kimbart 
be. 

Sie haben angeblid) geitanden, Milz 
beraubt zu haben. 

Da Proet dem Mörder der Frau 
Mize ähnlich fein jol, wird - der 
Frau Wilfon, der Augenzeugin ie; 
Mordes, vorgeführt werben. 

— — — — 
Treunungsbegierig. 


Richter Chytraus hört die Klagen von Ehe— 
leuten an. | 


William Frank, 107 Mohawk Str., 
möchte von feiner Frau, Hattie, geſchie— 
den ſein und erzählte heute dem Rich— 
ter Chytraus, daß er und ſeine Frau 
bis zum Junt 1901 bei ihrer Tochter | 
und deren Mann in Blue Ysland ge- 
wohnt haben. E3 gefiel ihin bei fet- 
nem Schmwiegerfohn nicht, da aber feine 
Frau nicht fort wollte, ging er einfach 
allein. Angeblich weiß Frank nicht, ob 
feine Frau no in Blue Yaland ift; | 
aber der Richter erflärte ihm, er mer= | 
de fie fehon finven fönnen, wenn er nur | 
molle, und die Scheidungsklage könne 
nicht eher zur Verhandlung kommen, | 
als bis rau Frank perfönlich vorgela— 


| den worden fei. Das Paar hat fich im 


Auguft 1895 verheirathet. | 

Seh Tage in ver Woche war Fred | 
Lidert betrunfen, wie jeine um eine 
Scheidung nahfuchende Gattin Heute 
dem Richter Chyiraus klagte. Wo er 
zur Zeit ift, mußte Frau Lidert nicht, 
mahrjcheinlich irgendwo auf der Stra= 
Be, meinte fie. Sie erzählte dem Rich: 
ter, daß ihr Mann Gelbgieker und jeit 
der Verheirathung im Auguſt 1890 
faſt ſtets betrunken geweſen iſt. Die 
Klägerin trennte fi im lekten März 
von ihm und wohnt in Pullman, mo 
fie ein Kofthaus unterhält. Der 
Richter ordnete die Niederfchrift der 
Ausſagen an. 


— 1. 
Wußte nit, was er that. 


Albert Heh, 437 W. Ban Buren 
Str., der fich geftern Abend durch einen 
Sprung ins Waffer von der \njei im 
Sadfon Park aus ertränten mollte, 
aber von H. PB. Barrett herausgezogen 
mwurbe, wurbe heute vor Richter Charl- | 
ton gejtellt. Er faate, er jei betrunfen | 
gewefen und habe nicht gewußt, was er ! 
thue. Durch das kalte Waffer jei er 
ernüchtert worden. Er verfprad, e3 
nicht wieder zu thun, und wurde frei- 
aelaffen. Be — 


Be e Wr 7 
ch # — 
Bin ur —— er: 3 $ * — * sr & 
* RAR * —* 2 2 5 Na s — 
— 0. — — — — — ——— 
J 7 * 


70 DEARBORN STR., SUITE 9. 
Sprechftunden: W bis 6. Sonntags 10 bis 3. Montags, Mittwoch: und freitags: 10 bis 3 Uhr Abends. 
Unterfuhung, Konfultation und Probde-Behandluna find frei, 
Die Spezialiften diefer Anftalt find allgemein befannt für ihre Te * 


diegene und ehrliche Behandlungs weiſe, ſo daß ein jeder 


rante ji) mit vollem 


trauen unter ihre Aufficht ftellen fan, und zu Freifen im Bereich von Jedermann, 


Sieben Krantheiten mit Erfolg behandelt: 1. Magen-Hatarrh, Dyda , 
vepfic. 2. Rheumatismus. 3. Nafen: und LungensKatarrh, Bronditid, 


Vlthma, Shwindfuht. 4. Uugenfehler. 5. Ehronifche, fpezielle a rant⸗ 
heiten der Mänuer und Nervenſchwäche. 6. Brüche. 7. Hämorrhoiden. 


Es iſt ganz gleich, woran Ihr leidet, kommt zu uns und wir werden Euch beweiſen, 


daß wir Euch durch eine höchſt wiſſenſchaftliche und originelle 
haben. 

Alle Augenfehler behandelt u. geheilt mit Garantie. 
Brillen find nöthig, wenn man nicht: genau 
lann oder da3 Augenticht nicht Far ift beim 
Beten. Schwaches 


trotzdem Andere es nicht fertig gebracht 


oder 


nerbö 


Behandlung heilen fünnen, 


€ 
feten 
lit verurfadht 
del, roibe. 
in Ges 


J das Hinderniß zu gutem Fortfchritt in der 
N und im Geichäft. Unterfuchung frei. 
Schielende Augen gerade er ohue Schmerzen 


Mi : oder R = 
3* Brühe geheilt mit einzig-- Behandlung. Eine neue 


Reine Abhaltung vom 


Derheerender Brand. 


— — 


erprobte € 
ne Geihäft. Abfolnte Garantie. Breiie 
Nehmt den Elebator auf dem unteriten Floor, 70 Dearborn 


Ver Getreideipeiher der Santa | 


Fe: Bahn in Schutt und Ajche. 
Halbe Million Schaden. 
Die $Seuerwehr hatte mit nnüberwindlichen 
Schwierigfeiten zu Fämpfen.—Mußte fich 
fchließlich darauf befchränfen, angrenzen- 


de Holzhöfe zu retten. 


Der Santa Tye-Getreidejpeiher an 


rfindung. Schneiden mi 


mähte ang 


€ 
. 37° Brei diele A mit, 
er Ede —X Zpeige p 


Feuer aus, das ſich der ganzen Anlage 
mittheilte, ſie in Trümmer legte und 
über $60,000 Schaden verurjachte. 

Die Anlage ivar pierftöcig und mit 
merthooller Mafchinerie ausgeſtattet. 
Eine Anzahl werthooller Modelle und 
mehrere große Hebefrähne wurden zer= 


ftört. 


Der Adtitundentampf. 


Die Schriftfeger dehnen ihn aufs ganze E 


and aus. Fi 
Präfident Lynch) und BVizepräfident - 
Hayes von der „International Typo= 
graphical Union“ haben por einigen 
Tagen, wie in der „Abendpoft“ berich- 
tet worden ift, in Niagara Falls Vil- 


der 27. und Wood Str. wurde heute | lage bei dem Konvent der organifirten _ 
zu früher Morgenftunde ein Raub der | Drudereibefiger vorgefprochen und bes 


Flammen. Der 
dürfte eine halbe Million betragen. 

Dian muthmaßt, daß das euer in 
einem Meizenbehälter im oberjten, dem 
fünften Stodwert, dur Selbſtent— 
zündung berurfaht murde. Es er— 
folgte dort eine Erplofion. Als meh- 
tere im Speicher bejchäftigte Arbeiter 
binzueilten, drangen Flammen aus 
einem Getreidebehälter. Die Arbeiter 
bemübten ih, den Brand im Keime 
zu erjtiden, wurden aber bald zur 
Flucht genöthigt. Inzwiſchen war die 
Feuerwehr benachrichtigt worden. Das 
Feuerlöſchboot „Denis J. Swenie“ 
war zuerſt zur Stelle. Einige Minu— 
ten ſpäter trafen mehrere Spritzen— 
züge und die Marſchälle Sweeney und 
Healy ein. Letztere erließen ſofort ei— 
nen 4:11 Alarm. Die Flammen hat- 
ten fich aber fchon dem erjten GStod 
mitgetheilt. Der Speicher mar dem 
Verderben geweiht. 

Sd wierige Löſcharbeit. 


Die Feuerwehr hatte mit erheblichen 
Schwierigkeiten zu kämpfen. Das 
vom Feuerlöſchboot gepumpte Waſſer 
war der großen Entfernung wegen 
ziemlich unwirkſam und die nächſte 
Zapfſtelle über 200 Fuß von der 
Brandſtätte entfernt, ſo daß nur vier 
Spritzen und die Löſchboote Verwen— 
dung finden konnten. 

Den Speicher hatte die Harris— 
Scotten Company, Getreidemakler, ge— 
miethet. Er hatte einen Werth von 
$150,000. 

Neben dem Speicher ftanden vierzig, 
mit Getreide beladene Güterwagen. 
Sie wurden von Lokomotiven fortge- 
zogen und gerettet. 

Schnell eingeäfchert. 

Fünfzehn Minuten nach Ausbruch 
des Brandes jtand der ganze Speicher 
in hellen Flammen, die meilenmweit 
fihtbar waren. Die Hite wurde im=- 
mer unerträglicher, und die Feuer— 
wehrleute mußten Schritt für Schritt 
zurüdmweichen. Nah Perlauf einer 
Stunde ftürzten die Böden ein; bald 
darauf jenkten fi) dic Mauern und 
brachen mit donnerähnlichem Gepolter 
zufammen. Unmafjen Getreide glitt 


‚in den Fluß. 


Feuerbrände fielen auf die Holzhöfe 
der John Spry Lumber Company, der 
Hines Lumber Company und der 
South Side Lumber Company. Um 
einer Wiederholung des großen Holz- 


| hofbrandes vom Jahre 1891 bvorzubeu- 
aen, 


ſandte Feuerwehrchef Campion 
fünf Spritzenzüge nach den vorerwähn— 
ten Bretterhöfen, um die dort aus— 
brechenden Brände im Keime zu erfti- 
den. Die Spritenzüge entledigten fich 
ihres Auftrages in anerfennensmwer- 
ther Weiſe. 
Kamen zu fpät. 

Auf der Fahrt nach der Branpftätte 
begriffen, fonnte der Fahrer des Spri- 
Benzuges Nr. 25 an Sangamon und 
W. 18. Straße einen Zufammenftoß 
mit einem Zuge nur dadurch verhin- 
bern, daß er mit jähen Rude die Pfer- 
de zur Geite riß. Der Zufammenftoß 
wurde verhindert; es riffen aber die 
Sielenfiränge, und die Sprite gelangte 
erit im Schlepptau eines Auäbeffr- 
rungsmwagens der&hicago Union Trac 
tion Company nach Berlauf einer 
Stunde an die Brandftätte. 

Der verbrannte Speicher. 

Der Speicher war ein fünfjtödiger 
bölzerner Bau, deffen. Außenwände 
mit Eijenbleh und gerolliem Stahl 
ausgefchlagen waren. Er war 400 bei 
175 Fuß groß und enthielt 1,000,- 
000 Buſhel Weizen, 200,000 Bufhel 
Mais und 100,000 Bufhel Hafer. Als 
das Feuer ausbrah war die „Nacht: 
fchicht“ mit der Entladung mehrerer 
Dampfer und einer großen . Anzahl 
Güterwagen bejchäftigt. 

„&3 ift nicht möglich, jeßt fhon den 
Schaden abzujchägen,“ Jagte heute Hr. 
Iheodore E. Cunningbam im Ge- 
fchäftszimmer der Harris-Scotten 
Company, Getreidebörſe. Ich alau—⸗ 
be aber, daß er eine halbe Million 
Dollars betragen wird.“ 

‚hr Ruinen. 

In der Gieherei der Hanfell Elcod 
Company an Archer Ave. und 23. 
Place brach geitern Abend :aegen neun 
Uhr auf bisher unaufgellärte Weije 


| 


— — — — — — — — — — — — nn nn Le mm — — — — —— ——— — — 


Geſammtſchaden | fürmortet, daß man ſich in der Acht⸗ 


ſtundenfrage gütlich einigen möge. 
Man hat ſie angehört, ihnen aber ge— 
antwortet, daß die Vereinigung der 
Druckereibeſitzer auf die Achtſtunden— 
Forderung unter keinen Umſtänden 
eingehen und nur unter der Bedingung 
ſich mit der Schriftſetzer-Union auf 
Unterhandlungen einlaſſen werde, daß 
dieſe den 9ſtündigen Arbeitstag aner— 
kennt und den Unternehmern die „of— 
fene Werkſtatt“ zugeſteht, d. h. das 
Recht, auch Nicht-Gewerkſchaftler in 
den Druckereien zu beſchäftigen. Auf 
dieſe Zurückweiſung folgt nun die 
Erwiderung der Schriftſetzer-Union. 
Präſident Lynch, der mit allen erfor= 


derlichen Vollmachten aütsgerüftet ift, - 


meilt die Verbandsmitglieder in allen 
TIheilen des Landes telegraphiich an, 
in allen Betrieben, deren Inhaber der 
„Typothetae“ (dem Unternehmerver⸗ 
band) angegliedert ſind, die Arbeit ein— 
zuſtellen, ſofern die andere Seite es 
nicht vorziehe, nachzugeben. 

Für Chicago, wo der Streik bereits 
gegen neunzehn Firmen erklärt iſt, hat 
die Ausdehnung des Streiks zunächſt 
nur die Bedeutung, daß die Zahl der 


auswärtigen Firmen, ° bei welchen die “= 


bier vom Streik betroffenen übernom- 
mene Aufträge ausführen laffen fönn= 
ten, eine Verringerung erfährt, und 
daß e3 der Gegenpartei bon nun an 
fchmerer fallen wird, al3 bisher, Er= 
fatleute anzumerben. — Yn San 
Tranzisfo, Denver, Salt Lafe Eily 
und in Springfield, IU., haben pie » 
Drudereibefiger die Forderungen ber 
Geter bemilligt. 

In Watertomn, N. Y., haben heute 
die 50 Seßer, welche in den dortigen - 
Zeitungen und in den Drudereien be- 
Ichäftigt waren, die Arbeit auf Grund 
der Anmeifung von Präfident Lund 
niedergelegt. 


Die Rebellion gegen Shea. 


Die Aufforderung, über die Recht, 
mäßigfeit der Wiedererwählung des 
Cornelius Shea zum Präfidenten ber 
Internationalen Fuhrleute-Union eine 
Urabftimmung vorzunehmen, fam hier 
geftern Abend zum erjten Male in ber. 
Geſchäfts-Sitzung eines Lokalvereins 
der Organiſation zur Sprache, und 
zwar bei der Union der Marktkutſcher. 
Die Verſammlung war nur ſchwach be⸗ 
ſucht, und da die derzeitigen Führer 
diefer Union zu Shea halten, jo wur- 
de die Aufforderung abgelehnt. Anz= 
vers, heikt e3, werde eö bei den Eid= 
und den Möbelmagenfahretn gehen, bie. 
fich morgen verfammeln, und bei min= 
deitens noch zwölf anderen hiefigen 
Lokalverbänden von Fuhrleuten. 

Verlangt ein Rechtsbureau. 


Frank Buchanan, Präſident der In—⸗ 
ternationalen Union der Brüden- und 
Eifengerüft-Bauer, wird por dem Kon 
vent diefer Organifation, der am 10, 
d3. Mt3, in Philadelphia  zufammen- 
tritt, die Gründung eines nationalen ı 
Rechtsbureaus für die Gemerkichaften 
anregen. Diefed Bureau fol 
Hrn. Buchananz Plan in allen größe: - 
ren Städten des Landes Ziweigftellen 
unterhalten und die Rechtshändel der - 


Gewertfhaftler vor den Gerichten auds 


kämpfen. Buchanan ift Kandidat für 
die Wiederermählung für. fein Amt,. 
hat aber in Yranf Ryan von Chicago ° 
einen ftarfen Gegenfandibaten. L 
ee 


Gewöhnfihe Raten wurden einge ühet 
von allen Linien zwiichen Chicago, Buffalo, 
New Yort, Bofton und anderen ö - 
Bunktten, und die Nidel Plate Bahn ift — 
mer noch vorbereitet, um durchaus eier ; 
gen Dienft zu bieten zwijchen Chienge und 
dem Often in ihren drei täglidhen Durchgehen- - 
den Zügen nad New York und Bofton, zw 
ebenjo jolh’ niedrigen Raten wie fie voi 
anderen Bahnlinien zu befommen f 
Mahlzeiten jervirt auf Wunjch, im Speije- 
wagen, entweder a la Garte, — 
Table d'hote, aber in kleinem Falle et 
eine Mahlzeit mehr wie einen Dollar. Unjere 
Raten jind von nterefje für Eud, und. 
Auskunft wird gern ertheilt wenn man 3 
fpricht in 111 Adams Str., f an John 
N. Galahan, General:Agent, 113: Adams 
Straße, Zimmer 298, Chicago, oder te 
nirt Gentral 2057. 2108) 


— Ein Kombinationstalent, 
“Lebt das junge Ehepaar glüdlic 
„Sch alaube nicht, er hat mir bie 
tung, in- der die Vermählung: 
ftand, unter Kreuzband gefchie 





—— ———— 2? 
* * 


Te: rg 


Fe 


Abendpoſt. 


Erſcheint täglich, ausgenommen Sonntags. 
Herausgeber: THE ABENDPOST COMPANY. 


Abendpoſt“-Gebäude, 173.176 Fiſth Are., 
kede Monroe Straße. 

CHICAGO . . s . ILLINOIS, 

Telephon: Main 1496, 1497 und 1498. 


weis der Sonntagpoflee.....- — 
helich im Voraus bezahlt, in den Ber. 
Stoaten, portofrei....... ———— —— 
Mit Scantagboft...... — ———— 272— 


Entered at the Postoflice at Chicago, Ill, a8 
second class matter. 


reis jeder Nummer, frei ins Sans geliefert, 1 Gent 
R 2 Gents 


Der neuefte Feind. 

Sn der Flatterhaftigkeit fann e8 die 
amerifanifche Weltpreffe getroft mit 
ber herzlofeften Kofette aufnehmen. 
Die Kaiferin Katharina hat nicht jo 
oft ihre Liebhaber gemechjelt, wie Die 
angeblih tonangebenden Zeitungen 
der Ber. Staaten ihre Gunft von einer 
auswärtigen Macht auf die andere 
übertragen. Jahre lang predigten fie 
die patriotifche Pflicht, den britifchen 
Löwen in den Schwanz zu ziiden, 
bi3 fie eines Tage die Entdedung 
machten, daß Großbritannien de. ein- 
zige wahre Freund der Republik ift, 
und die beiden „angelfächfifchen” Län 
der gemeinjam für die Ausbreitung ber 
Kultur fämpfen müffen. Zur Zeit der 
Meltausftellung in Chicago war ihnen 
fein Land fo theuer, mie Spanien, 
und nur wenige Jahre fpäter verlang- 
ten fie grimmig, daß die leßte Spur 
der Spanifchen Herrfchaft in Amerika 
ausgetilgt werden ſollte. Rußland, 
das während unferes Bürgerfrieges 
die Neutralität Großbritanniens und 
Frankreichs erzwungen haben fol und 
uns Alaska für einen Pappenitiel ver= 
fauft hat, murbde Jahrzehnte lang ans 
gefhwärmt, aber jofort „geichnitten”, 
als e3 in Streitigfeiten mit Japan ge= 
rieth. Von da an wurden die Japa= 
ner verherrlicht, al ob fie das größte 
Volk der Erde wären, und die „ans 
ftändigen“ metteiferten mit ben „gel= 
ben“ Zeitungen in Lobgefängen auf 
die „Yankees des Oſtens“. 

Doch ſchon während der Friedens— 
konferenz in Portsmouth trat eine Er— 
kaltung gegen den jüngſten Günſtling 
ein, und ſeit einigen Tagen wird er 
geradezu verunglimpft. Namentlich 
aus den Ruheſtörungen in Tokio 
Ihöpft jegt die amerifanifche Welt— 
preife die Ueberzeugung, daß japan 
niemals freundfchaftliche Gefinnungen 
für die Ber. Staaten gehegt, ſondern 
im Stillen ftet3S darauf hingewirkt 
hat, fie aus dem Großen Ozean zu 
vertreiben. Die KRundgebungen zegen 
die Friedensbedingungen jollen that= 
ſächlich gegen den Präſidenten Rooſe— 
veli gerichtet ſein, weil dieſer die Ver— 
ſtändigung angebahnt hat und den 
Mikado veranlaßt'haben ſoll, auf eine 
Geldentſchädigung zu verzichten. Es 
ſoll kein Zufall geweſen ſein, daß der 
Pöbel der japaniſchen Hauptſtadt ge— 
rade den Amerikaner Harriman an— 
griff und zur Flucht ins amerikaniſche 
Konſulat zwang. Trotzdem die japa— 
niſche Regierung die ihr zugeſchriebe— 
nen Abſichten auf die Philippinenin— 
ſeln wiederholt in Abrede geſtellt hat, 
findet ſie keinen Glauben, ſondern es 
wird im Gegentheile angedeutet, daß 
ſie ihr Auge ſogar auf Hawaii gewor— 
fen hat. Auf alle Fälle, heißt es, müß— 
ten die Ver. Staaten vor Japan auf 
der Hut ſein, ihr pazifiſches Geſchwa— 
der bedeutend verſtärken und auf den 
Philippinen ſtets Truppen genug in 
Bexreitſchaft halten. Denn es unterliege 
keinem Zweifel mehr, daß das durch 
ſeine Erfolge berauſchte Inſelreich nach 
der Oberherrſchaft über den Stillen 
Ozean ſtrebe und über den Verluſt der 
Geldentſchädigung nur deshalb ſo auf— 
gebracht ſei, weil es ſich mit dem ruſſi— 
ſchen Gelde eine der amerikaniſchen 
überlegene Kriegsflotte anſchaffen 
wollte. Vielleicht wird noch gegen Ja— 
pan ebenſo eifrig gehetzt werden, wie 
vormals gegen Deutſchland, denn ir— 
gend einen „Todfeind“ müſſen wir 
doch haben, und mit „dem Kaiſer“ läßt 
ſich ſchlechierdings nicht anbandeln. 

Jeder vernünftige Menſch wird ſich 
aber ſagen, daß die Verſtimmung ge— 
gen Japan ebenſo lächerlich iſt, wie die 
frühere überſchwengliche Begeiſterung 
für die „kleinen Helden“ abgeſchmackt 
war. Die Japaner verfolgen le— 
diglich ihre eigenen Ziele und 
nehmen keine Rückſicht auf die 
wirklichen oder vermeintlichen In— 
tereſſen der Ver. Staaten. Sie wa— 
ren niemals unſere beſonderen Freun— 
de und werden auch nicht unſere Feinde 
ſein, ſolange wir ihnen nichts in den 
Weg legen. Da ſie, trotz aller Siege, 
durch den Feldzug gegen Rußland er— 
müdet und finanziell geſchwächt wor— 
den ſind, haben ſie ſicherlich keine 
Luſt, die Ver. Staaten anzurempeln, 
die denn doch, namentlich zur See, 
höchſt beachtenswerthe Gegner ſein 
würden. Sie werden allerdings die 
übertriebenen Anſprüche der amerika— 
niſchen Jingos auf die ‚„Vorherr⸗ 
ſchaft“ über den ganzen Stillen Ozean 
nicht anerkennen, aber da dieſe An— 
ſprüche noch nicht von der Bundesregie— 
rung erhoben oder unterſtützt worden 
ſind, ſo können ſie auch keinen Kriegs— 
grund abgeben. Das amtliche und 
denkende Japan hat ſchon dadurch, 
daß es die Vermittlerdienſte unſeres 
Präſidenten annahm, ſein Vertrauen 
zu den Ver. Staaten bekundet und 
wird ganz gewiß auch in Zukunft mit 
der großen Republik die beſten Bezie— 
hungen unterhalten wollen, — gerade 
wie mit jeder europäiſchen Macht. 
Alles, was darüber hinausginge, wäre 
vom Uebel. Die Ver. Staaten wün— 
ſchen kein Bündniß und nicht einmal 
eine beſondere Abmachung mit Japan, 
werden ſich aber auch an feiner „Roali= 
tion“ gegen die neue afiatifehe Groß- 
macht betheiligen. 

Zum'Glüd wird die auswärtige Po- 
Iitif der Ver. Staaten noch immer nicht 
bon ben Zeitungen gemacht —oder we⸗ 
nigftens nur ausnahmsmeife. Sonft 
hätten wir una jchon mit faft jebem 
Volte auf dem ganzen Erdenrunde her: 
umfchlagen müfjen. x 


"ae Handfertigkeitsunterricht. 


Während noch vor Kurzem im 
Schulrath allen Ernſtes der Handfer- 
tigkeitsunterricht in den öffentlichen 
Schulen als eine nutzloſe und überflüſ⸗ 
ſige „Modeſpielerei“ hingeſtellt und 
verlangt wurde, daß er fallen gelaſſen 
werde, weil er dem Unterricht im Le— 
ſen, Schreiben und Rechnen Abbruch 
thue, ſcheint gerade dieſem Unterricht 
im ſoeben begonnenen Schuljahr be— 
ſondere Bedeutung und Entwickelung 
ſicher zu ſein. Während im letzten 
Schuljahr nur in 120 Schulen Hand- 
fertigteitsunterricht ertheilt wurde, tft 
deren Zahl jet fchon auf 138 geitie- 
gen, und c3 liegt die Abficht vor, es fo 
einzurichten, daß jedes Schulfind die 
Möglichkeit erhält, an dem Handfer- 
tigfeit3unterricht theilzunehmen. 

Wenn diefe Ausdehnung des „Man= 
val Training“ auch vielleicht den 
MWünfchen der Mehrheit des Scul- 
rath3 und des Superintendenten ent- 
ſpricht, ſo kam die „Anregung“ dazu 
doch ungmweifelhaft aus der Bürger- 
Ichaft. E3 macht fih ein jo ſtarkes 
Beriangen nad) der allgemeinen Ein- 
führung diefes Unterricht3 geltend, 
daß man fich wohl auch gegen den ei= 
genen Wunsch hätte dazu entjchiießen 
müffen. Seit die Schulen ihre Thüren 
öffneten, liefen bei dem Guperinten- 
denten Eonley und dem Vorjteher de3 
Hanpfertigfeitsunterrihts tagtäglich 
zahlreiche Priefe ein, in welchen Eltern 
die Zulaffung ihrer Kinder zum Hanb- 
fertigfeitsunterricht verlangten, und 
Tag für Tag fprachen viele Väter und 
Mütter perfönlich in den Amtsftuben 
Herrn Eoofeys und des Schulraths 
bor, in der Hoffnung, ihren Kindern 
etwas mehr als den im Lehrplan 
vorgefehenen Handfertigfeitsunterricht 
fihern zu fünnen, Sie wünfcden, daß 
mındeftens3 ein ganzer Schultag 
jede Woche dem Handfertigfeitsunter- 
richte gewidmet werde, wenn möglich 
zwei Tage. Man fucht auch diefen 
MWünfchen fo weit mie möglich entae- 
gen zu formen und hofft binnen Kur= 
zem den Kindern jeder Schule Ge- 
legenheit geben zu fünnen, mwenigjteng 
einmal die Woche folchen Unterricht zu 
empfangen. ‘ 

Das wird ein großer Fortfchritt 
fein, aber man darf getroft prophezei- 
en, dab er nicht befriedigen, jondern 
das Verlangen nah no mehr nur 
no ftarfen wird. Nachdem man dem 
Handfertigfeitunterricht einen Tag je- 
de Woche gewonnen hat, wird man 
zwei Tage für ihn verlangen. Denn 
manche der Slinder, die fich jet zu dem 
Handfertigfeitsunterricht drängen, mo= 
gen da3 wohl nur thun, weil fie darin 
eine intereffante Abwechslung bom 
„langweiligen Bücherftubium” und ei- 
nen bergnüglichen Zeitvertreib jehen, 
in den Mugen der weitaus meijten El- 
tern, die jeht fo großes ntrefle da= 
fiir befunden, ift er das ganz gemiß 
nicht. Weit entfernt, ihn als ztemlich 
zweck- undo nutzloſe Mobefpielerei ans 
zuſehen, meſſen ſie ihm. wahrſcheinlich 
eine übertriebene Bedeutung bei. Wenn 
nicht Alles täuſcht, machen ſich ſehr 
viele der Eltern, die jetzt ſo dringend 
Handfertigkeitsunterricht für ihre Kna— 
ben verlangen — je mehr deſto beſſer— 
eine ſehr irrige Vorſtellung von den 
Zwecken und Zielen und möglichen Lei— 
ſungen deſſelben — fo wie er bon ber 
Volksſchule, der Elementarſchule, ge— 
boten werden kann. Es will ſcheinen, 
als erwarte man, daß dieſer Unterricht 
nicht nur das Verſtändniß und damit 
Luſt und Liebe zum Handwerk wecke 
und vielleicht verborgenen Neisungen 
und Befähtqungen an ben Tag brin- 
ge, was doch mohl das Höchite  ift, 
ma3 man von ihm erwarten darf — 
fondern, daß er das Handwerk, irgend 
ein Handwerk, oder womöglich gleich 
ein paar — lehre und mehr .oder 
meniaer fertige Handmwerfer herausbil- 
de. Man mird natürlih ehr fchnell 
merfen, daf; da® mit einer „Unter- 
richtsſtunde“, oder auch mit einem gan- 
zen Unterrichtstag die Woche nicht 
möglich ift, und wird mehr verlan- 
gen, um natürlich, faN3 dem ftatigege- 
ben merben follte, ebenfo fchnell zu 
merten, dat das erfehnte Ziel auch mit 
zei oder mehr Tagen die Woche nicht 
erreichbar ift. Die Schule fan bie 
Lehre nicht erfeßen — jelbit die Fad- 
Thule kann auf die praftifche Lehre 
nicht verzichten, bon der Elementars 
fchule, für die der Handfertigkeitäun- 
terricht doch immer nur Zugabe blei- 
ben fann, gar nicht zu reben. 

Man maq es unfinnig finden, über- 
haupt ernfihaft davon zu reden, daß 
man im Bublitum folch’ übertriebene 
Erwartungen in den Handfertigfeit3- 
unterricht in den Elementarfchulen je= 
ben mag, aber wenn wahr ift, was 
über defi Htarfen Zubrang zu biefem 
Unterricht und das große für ihn ge= 
zeiate elterliche Ynterefle berichtet wird, 
dann darf man fich überzeugt halten, 
daß Solche Hoffnungen und Erivartuns 
gen vielfah in den Köpfen fpufen. 
Und zu verwundern märe da3 gar 
nicht; e3 wiirde fich im Gegentheil fehr 
leicht und natürlich erflären au3 der 
berzeitigen Qaae der Dinge im Hand- 
merfe und Arbeitämarfte überhaupt. 
Ma? mit dem Jungen anfangen, was 
ihn werben laffen? Das tjt die ſchwer— 
fte Frage, die der Vater zu löfen hat. 
Sie tft auch dann noch jeher, wenn 
mar bon allen ehrageisigen und hod- 
fliegenden Plänen abfieht und in ber 
Ueberzeugung, daß da3 alte Wort, 
„das Handwerk hat einen goldenen 
Boden“, heute noch fo wahr ift, mie 
nur je, ben Burfchen am liebften ein 
Handwerk erlernen Taffen möchte. 
Denn dann bleibt noch immer die 
Frage, wie und wo kann er ein qutes 
Handmwerf erlernen? Und die ift beut- 
zutage recht fehwer zu beantworten. 
Auf der einen Seite find die Handier- 
fer zum guten Theil zu Hanblangern 
geworben ıınd auf ber anderen ftreben 
die Gemerffhaften darauf Hin, die, 
Zahl ver Lehrlinge mehr und mehr zu 
bejchränfen, um ben Nachwuchs zu 
derringern und ftarfen Wettbewerb in 
ihrem Arbeitsmarkt zu vermeiden. Un- 
ter folchen Umftänden ift es oft fehr 
fchiwer, einem ungen bie Gelegenheit 


. — 


— — 


ver — ©, 
Abendpoſt, Chicago, 


enen ı mamma mr ns mn nn anne 


— ensneabseso 


zur Erlernung eines Handwerts zu 
verfchaffen, und das mieber macht e3 
natürlich, daß man bie Hoffnung auf 
den Handfertigfeitäunterriht in ben 
Schulen fegt, der in der lehten Zeit fo 
fehr gepriefen wurde. - 

Könnte er wirklich leiften, mas man 
fich offenfichtlich vielfach von ihm ver- 
ſpricht, ſo würde ſich wahrſcheinlich 
ſehr bald eine ſehr ſtarke Oppoſition 
gegen ihn erheben — von welcher Sei⸗ 
le, das braucht nicht geſagt zu werden. 
Da er das unmöglich leiſten kann, 
wird man wahrſcheinlich bald ſozuſa⸗ 
gen, mit Steinen auf ihn werfen, mäh- 
rend man ihm jegt Hofiannah zufchreit. 
Der Handfertigkeitsunterricht jteht zur 
Zeit im Zeichen des Buhms, und auf 
den Buhm ift noch allemal der Krad 
gefolgt. 

" Plan und Kontraft. 

Um nicht Freibriefplan jagen zu 
müffen, hat Mayor Dunne für feinen 
neuen Straßenbahnplan das Wort 
„Kontraftplan” erfunden. Das Recht, 
auf einen zmwanzigjährigen Zeitraum 
264 Meilen jtädtifher Straßen zur 
Anlage und zum Betrieb von Gtra- 
Benbahnen zu benußen, joll der neuen 
Privatgefeliichaft nicht dur einen 
reibrief ertheilt werben, jondern 
durch einen Kontraft. Daß der Yrei- 
brief ein Kontraft und der Kontraft 
ein Freibrief ift, ift freilich wahr, doch 
ift Herrn Dunnes Wunfh troßdem 
verftändlich genug und man hat nicht 
nöthig, nah dem Warum zu fragen. 
So wenig wie man nöthig hat zu fra- 
gen, warum-er den Dalcymple’fchen 
Bericht nicht befannt macht. Die Plat- 
form, auf die ihn feine Freunde von 
der Municipal OmnerfhipsZiga ge- 
jtelt haben, das Wahlprogramm fei- 
ner Partei und feine eigenen, münbli- 
hen und jchriftlicden Verfpredjungen 
bor der Wahl find allefammt gegen 
die Ertheilung neuer Freibriefe gerich- 
tet. Keine Privatocfelfchaft follte je 
wieder, jo lange er etwas zu fagen 
hätte, in ber Gtabt Chicago einen 
Straßenbahnfreibrief erhalten. Dar- 
auf hat er gefchworen, darauf hat er 
jein Manneswort gegeben. Und fo 
nennt er denn al3 Mann von Wort 
einen „Kontraft”, mas Andere Frei: 
brief nennen würden, und legt feinen 
neuen Plan als Kontraftplan dem 
Publifum vor. 

So weit ift Alles in Ordnung. Daß 
e3 mit der bverfprochenen Berftabtli- 
hung nicht geht, die „gemäß dem 
Müllergeſetz“ in's Werk geſetzt werden 
ſollte, weder „ſofort“ geht noch in ab— 
ſehbarer Zeit damit geht, dafür kann 
Herr Dunne nicht. Daran trägt die 
Macht bejtehender Verhälniffe jchuld, 
die ji nit jo mir nichts, dir 
nichts aus der Welt fchaffen Iaflen. 
Was bier Herr Dunne nit fann, 
hätte auch fein Anderer an feiner 
Stelle gefonnt. Herr Dunne ift blos 
etwas ſpäter al3 andere Leute zur Er- 

| fenntniß gefommen. Aber er ift doc) 
dazu gelommen, und das ift immer: 
bin etwa. Better late than never 
— Mander lernt’3 nie. Alfo nörgele 
man nicht und ftreite nicht unnöthig 
um Namen herum. Sagen wir Kon- 
traftplan. Uns foftets nichts und ihm 
thut e3 mohl. 

Nur auf Eins muß beftanden ier- 
den. Zum SKontraftplan Gehört ein 
Kontrakt, und zu jedem Kontraft ge- 
hören mindeftens zwei. Giner allein 
fann feinen Kontrakt abjchliepen. Auch 
nicht die Stadt Chicago allein. Auch 
Herr Dunne nicht. 

| Nun bat uns Herr Dunne zivar fei- 
nen Plan vorgelegt, aber noch nicht 
den dazu gehörigen Kontrakt. Auch 
über die nothiwendige andere Partei 
zum Sontrafte hat er biß jet ſtand— 
haft jede Auskunft verweigert. 

‚Der Plan felber hat, tie alleDinge, 
feine zwei Geiten. Er ift bei Herrn 
Dunnes politifchen Bettgenoffen, den 
Mannen der Municipal Otnerfhip- 
Liga, auf fcharfen Widerfpruch ge- 
ftoßen. rn der geftrigen Sikung des 
Ausſchuſſes dieſer prinzipienfeften 
Körperfchaft ift er nur durch dieStim- 
men bon Leuten, die Herr Dunne mit 

Aemtern bedacht Hat ober die noch 
ſolche von ihm zu erlangen hoffen, der 
angedrohten offenen Verwerfung ent— 
gangen. Doch das war vorauszuſehen, 

daß er in dieſen Kreiſen nicht unge— 
theilte Zuſtimmung finden würde; da— 
zu widerſpricht er zu ſehr dem ſoforti— 
gen Verſtadtlichungs-Programm. Zu 
verwundern iſt höchſtens, daß er da 
überhaupt Zuſtimmung gefunden. 
x 


Der Streit in der Municipal 
Ownerſhip⸗ Liga iſt ein Familien— 
ſtreit, in den ſich „Outſiders“ nicht 
einzumiſchen haben. Herrn Dunnes 

Plan hat trotzdem ſein Gutes, trotz 
aller Bedenklichkeiten. Es iſt unange— 
nehm, daß er durch Ausſchneidung ei— 
nes dritten Straßenbahnfyſtems aus 
den zwei bereits beſtehenden die Lage 
noch verworrener macht, als ſie ſchon 
iſt; daß er die erwünſchte Vereinheit— 
lichung des Betriebes und die noch 
mehr erwünſchte allgemeine Betriebs⸗ 
verbeſſerung hintertreibt; und daß er 
das Publifum, das nureinen Fahır- 
preis zahlen möchte, wo jetzt zwei be— 
zahlt werden müjjen, dazu zwingen 
würde (in vielen Fallen) fünftighin 


zwei Midels zu zahlen für eine 


ift fehr unangenehm. 
Aber die vier Millionen Dollars Be- 
triebsüberfhuß, die Herr -Dumne durch 
feinen Plan jährlich in die Stabttaffe 
zu bringen verfpricht, die find entfchie- 
den nicht bitter und wiegen manchen 
Schaden auf. E38 ift allerdings wahr, 
daß zur Herausrechnung foldhenlleber- 
fchuffes Herrn Dunnes „Sacverftän- 
diger” — (nicht Dalcymple, fondern 
ber andere) — der neuen Gejellihaft 
für ihre 264 Meilen Bahnftreden eine 
Einnahme anfreiden mußte faft fo 
groß, mie die jeßigen Gejammtein- 
nahmen ber beftehenden beiden Gejell- 


fchaften aus 700 Meilen Bahnftrede. 


Doh man foll nie fagen, ‘mas eine 
Sadıe ift. linglaublich Flingt’3 zwar, 
aber mer mill bemeijen, daß e3 unmög- 


ee kisssbuisl 


der neuen Gejellfhaft fol befanntlich 
nad) Abzug von 5 (oder 7) Prozent 
Binfen auf das Anlagefapital, unver- 
fürzt in die Stabtfaffe fließen und 
foll der Stadt die Mittel liefern, jpä- 
ter einmal felber in’3 Straßenbahnge- 
Thäft zu gehen. Unb menn Herr 
Dunne und fein Sadperftändiger er- 
warten, daß um bez erhabenen Zmectes 
willen alle Berftabtlihungsfreunde 
alle die Nidela, die fie jet auf Bier 


und Zigarren berfchmwenden, fortan | 


auf der neuen Straßenbahn verfahren 
werden, um deren Einnahmen zu meh- 
ren, fo ift folche Erwartung nicht un= 
vernünftiger al3 manche andere, mit 
der man jeit Eröffnung der Verftabt- 
lichungs-Kampagne uns den Mund 
mwäljern gemacht hat. 

Und was madt’3 jchlieglih aus, 
woher das Geld fommt, wenn es 
nur fommt. Mit anderen Worten: 
menn ber Kontraft nur gut ift und Die 
fontrahirende Geſellſchaft gut iſt. 
Wenn Herr Dunne wirklich eine ver— 
läßliche Geſellſchaft mit den erforder— 
lichen Millionen an Hand hat; und 
wenn dieſe Geſellſchaft wirklich gewillt 
iſt, unter den Bedingungen des Planes 
die 25 Millionen anzulegen, und wirk— 
lich gewillt iſt, in bindender Weiſe die 
jährliche Zahlung der verſprochenen 
Millionen in die Stadtkaſſe zu ver— 
bürgen — dann dürfte Herrn Dunnes 
Plan auf Zuſtimmung rechnen bei un— 
gezählten Tauſenden, die jetzt nichts 
wiſſen davon wollen. 

Alſo führe Herr Dunne ſeine Kon— 
traktgeſellſchaft vor, und lege denKon— 
trakt vor, den er mit ihr abgeſchloſſen 
hat oder mit ihr abſchließen will. 
Dann und nicht eher wird ſich das be— 
gehrte Referendum verlohnen. Der 
Kontraktplan ohme Kontrakt, wie ihn 
Herr Dunne bis jetzt vorgebracht hat, 
ſteht auf gleicher Stufe mit der Ver— 
ſtadtlichung ohne Plan, mit der wir 
bei der letzten Aprilwahl hereingefal— 
len ſind. 


Auf der Pariſer Polizeiwache. 


Auf dem Kongreß der „Britiſh 
Aſſociation“ in Kapſtadt kam eine in— 
tereſſante Arbeit des Vorſtehers der 
Hochſchule von Graf Reinet zur Ver— 
leſung aus der zu erkennen iſt, daß 
die Raſſenfrage in Südafrika in naher 
Zukunft der weißen Bevölkerung 
ſchwere Sorgen bereiten kann. Der 
Redner wies zunächſt auf die Schwie— 
rigkeiten hin, die ſchon in dem Neben— 
einanderbeſtehen der engliſchen und der 
Burenſprache liegt. Dazu kommt die 
wachſende Gährung unter den Ein— 
g —* renen, 

ie ernjt diefe Frage ijt, geht na 
Unficht des Redner? daraus = 
daß vor furzem im einem politifchen 
Verein Eingeborener der Worfiende 
erklärte, e& jei für die Yyarbigen jet 
der Zeitpuntt gefommen zu bemeifen, 
daß das Land ihr Eigenthum fei. Der 
Schulvorfteher von Graaf NReinet 


glaubt trogdem nicht ernftlich an die’ 


Möglichkeit eines Aufitandes: der Ein- 
geborenen, ijt jedoch vollftändig davon 
überzeugt, daß in Zufunft die Raffen- 
frage: ziwifchen England und Buren 
verſchwinden und dem Kampfe zwi— 
ſchen Schwarzen und Weißen Platz 
machen werde. Er würde ſogar einen 
blutigen Aufſtand der Eingeborenen 
willkommen heißen, wenn dieſer dazu 
dienen könnte, der heranwachſenden 
Generation klar zu machen, daß es ein 
ſchwerer Fehler ſei, wenn die weißen 
Raſſen ſich befehden, und daß es für 
jede politiſche Partei gefährlich ſei, 
mit der zweiſchneidigen Waffe des 
Stimmrechtes der Eingeborenen zu 
ſpielen. Die geſammte weiße Bevöl— 
kerung müſſe der Löſung der höchſt 
fritifchen Frage ihre ganze Aufmerf- 
Tamfeit zumenden. 
—— —— 

* Im Merch-Home, Neiwberry Ave. 
und Marmell Str., findet morgen, 
Vormittags 11 Uhr, der regelmäßige 
Gottesdienſt der von Paſtor Paul 
Förſter bedienten evb. Zions-Gemeinde 
ftatt, die befanntlich ein neues Gottes- 
haus baut. — ‘rn der ev. St. Yakobi- 
Kirche, N. Part Ave. und Florimond 
Gtr., predigt morgen Nachmittag und 
Abend Prof. Kraft, der fürzlich von 
feiner Europareife zurüdgefehrt ift. 
—— — — — — — — — — 

Todes Anzeige. 

Allen werthen Freunden und Bekannten hier— 
mt. die traurige Nachricht, daB unſere liebe 
Gattin und Mutter 

Antonie Bialt 
nad längerem Leiden im Alter von 54 Jahren 
am 7. September, Morgen3 8 Uhr, janft und 
felig entihlafen und zur ewigen Aube einge 
gangen ift. Die Beerdigung Hndet ftatt am 
Sonntag, den 10. September, um 1 Uhr Nahe 
mittags, dom Haufe 1899 Eliton Ade., nad) der 
Toncordia Kirche, Ede Wafhtenaw und Bels 
mont Ade., von dort um balb zwei Uhr nad 
dem St. Bonifazius Friedhof. Um, freundliche 
Zbeilnahme in ihrem grogen Leid bittet freund 


lichit: ria 
3. Bialk, Satte, nebit Kindern. 


Tode8-Anzeige. 


‚Sreunden und Belannten die traurige Nach» 

ribt, dab meine geliebte Gattin und unfere 
liebe Mutter 

Zunifa Polenste geb. Schroeder 

im Alter don 54 Jahren und 7 Monaten nad) 

lurzem, ſchwerem Leiden geftorben ift. Die Ber 

erdiguna findet ftatt am Sonntag, den 10. Sepp» 

Uhr, bom Trauerbaufe. 390 N. Hobhne 

oncordia. Um itille Iheilnahme 


Aulins Polendte, Gatte. 
aul Bolenste, Emma NKaeding, Jultus 
RHeinhuld, Otto und Walter, Kinder. 
ury Kacding, Schwiegerfohn. 
ie und Grace, Schwiegertöchter. 
ofria 


bitten 


Soded-Anzeige 
Verwandten und Belannten die traurige Nadj« 
richt, daß unfer gelichter Bruder 
Zohann Alois Rehler 


am 8. September im Alter von 41 Jabruen ge- 
ftorben ift. Beerdigung findet ftatt am Montag, 
den- 11. September. vom Trauerbaufe, 420 
Wells Sir., 3:30 Morgens, nad der St. Jos 
fepb3 Kirche, bon dort nah dem St. Bonifazius 
Gottesader. Bitte feine Blumen. 


bous , Marie Kathe- 
"Prime Di en, Eiigaberh Habn, de 
Dorothea Kehler geb. Hinndien. U 
Behler geb. Enmie, Shmägeen. 


Todes: Anzeige 


eunden und Belannten die traurige Nad- 
richt, daß mein geliebter Gatte und unfer Vater 


im 4 bon 47 en t 
Iter hren 
F—— 
En Fa. * Soreit Home F 4 Um ftile 
.r * . I 
Zbeilnahme — trauernden Sinterblies 
Mrs. 


—— 


George Zeiner e Wird. Bangert, Kinder. 


Geſtorben: Friedericke Zista, Gattin des ver⸗ 
torb. Julius Bisle- Sr... 78 alt: Ru 
A Aulins State MRte 2 


due 


li wäre? Der Einnahme-Ueberfhuß 


ne u nd 


Todes Anzeige. 
Allen Verwandten, Freunden und Belannten 
die traurige Nachricht, daß mein lieber Gatte 
und unſer lieber Bater und Schwiegervater, 
Großvater und Urgroßbater 
Wilhelm Eger 
nach ſchwerem Leiden im Alter von 82 Jahren 
und 4 Monaten am Freitag, den 8. September, 
Morgens um 9 ſanft entſchlafen iſt. Be⸗ 
erdigung findet ſtatt am Sonntag, den 10. Sep⸗ 
tember, Morgens 11 UÜhr, vom Trauerhauſe, 
5212 Juſtine Str. nach Mount Greenwood. Un 
ftile Xveilnahme bitten die trauernden Hinter: 
bliebenen: 
Lifette Ener, Gattin, nebit Kindern, En 
len und Urenfeln. 
Bitte eine Blumen. 


Todes-:nzeige 
veiter · Unterſtůtzungsverein A. U. B. D., 
Section N. 

Den Beamten und Mitgliedern die traurige 

Nachricht, daß “Bruder 

Friedrich Ritter 
eſtorben iſt. Die Beerdigung findet ſtatt am 
Sonntag, den 10. September 1905, Nahmtittags 
2 Uhr, bom Sterbehaus, 153 Milton Ade., Die 
Brüder veriammeln fi punit 1:30 in der 2» 
— um dem verſtorbenen Bruder die letzte 


hre zu erweiſen. 
E. Boetſch, Präſident. 
Zonis Reineder, Selretär, 


Todbe3-Anzeige. 
‚Sreunden und Belannten die traurige Nach» 
ridt, daß unfer lieber Bater 
Johann BP. Scaler 

im Alter von 74 Jahren am 9. ECeptember fanft 
entilafen ijt. Beerdiqung findet jtatt am Mon 
taa. den 1f. September, 9 Uhr PVBorm., vom 
Zrauerhaufe, 212 Dayton Str., nad der St. 
Thereſia Kirche und don dort nah dem Et. Bo- 
ntrazius Gottesader. Die betrübten SHinters 


bliebenen: 
Mathias und Augnit, Cöhne. 
Anna Fleiiher, Tochter. 
Carl Fienucher. Schwiegerſohn. 
Barbara Schaler, Schwieger⸗ 
tochter. 


Toded-Anzeige 
‚Sreunden und Belannten die traurige Nadh- 
tia.. dab meine geliebte Gattin 

Minrie Rudolph geb. Nied 
im Aıter don 66 Jahren nah langem ſchwerem 
Leiden am 9. September jelia im Herrn_ent- 
ihlafen ijt. Beerdigung findet itatt am Mons 
tag, den 11. September, 1 Uhr Nachm., bom 
Zrauerbaufe, 483 N. Hermitage Ave. Um jtille 
Theilnahme bittet der betrübte Gatte: 

Ferdinand Rudolph. 


Todes-Anzeige 
Sreunden und Belannten die traurige Na» 
richt, daß meine liebe Gattin 
Garufıne Schmude 
nah Turzem Leiden geitorben iit. 
una findet ftatt am Montag um %1 Uhr vom 
zrauerbaufe, 757 W. 21. Place, nad dem Daf- 
ridge isriedhof. Die trauernden Hinterbliebener: 
Guftav Schmude, nebit Kindern. 


Die Beerdis 


Geitorben: Friedrich Nitter, im Alter bon 74 
Jahren, im Alerianer Hofpital. Gatte der ber- 
fiorbenen Xouifa geborene Mana: -enebter Bas 
ter bon Frau W. €. E. Meder, Frau ©. 
Schul und Mathilde Ritter. Beerdigung am 
Conntag, den 10. Ceptembder, Nadhm. 2 Uhr, 
dom Irauerhaufe, Nr. 153 Milton Abe, nad 
dem Graceland Sriedhof. frfa 


eGftorben: reitag Abend um 6 Uhr Rudeif 
Sender, geliebter Gatte don wurgenie gebor. 
Chwarzihild, Bater von Beatrice. Peerdigung 
am Sonntag, den 10. September, um 8 Ubr, 
vom Trauerhaufe, 3515 Rhodes Ave., per Ei- 
-babn nad dem Mount Marivd. 


Danftjagung. 

Für die vielen Beweife der aufrihtigen Theil» 
nahme an dem Begräbniffe unjeres lieben Cohs 
nes, Bruder3 und Schmwager3 

Henry Weiß 
fagen wir Allen unferen berzlichften Dank. 
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: 
ö Fritz Weiß. 
ůů»—3 3— — — — — — — — — — — 
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für Sod- und „Manual Training” » Schulen. 
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am Sonntag, den 17. Scpteimber 1905. — Ans» 
fang Nachmittags 3 Uhr. — Tidets im VBorbers 
Tauf 25 Gent3, an der Kaffe 35 Gentd. 9,16jp 


Drittes großes gemütliches Piknik 
de3 Schledwig-Holfteiner Unterftüungsverein, 
Sängerbund und Franenverein, am Sonntag, 
den 10. September 1905, in Brands Parf, wis 
fton und Velmont Ave. Anfang 1 Uhr Rachm. 
Tidets 25 Gents die Berjon, an der Kaffe 3ör. 
Der Bart ift mit den Eljion und Belmont Abe, 
Cars zu ereichen. ag27,iep9 


15. großes National Bolfsicht 
—— der 


der — 
Sektion 5 des Bayrisch-Amerikanischan Verein 
von Gout Gountn, 


Sonntag, den 10. September 1905 im Tentonia 
Zurner Grove, 53. Str. und ujbland Ade. Ab» 
mar pıumft 1 Uhr Nadın. von ECdhumaders 
Halle; 4650 Afbland Avde., zum Grove, Tidet3 
25 Gent3 die Berion. 2,9ip 


Hessen - Darmstaedter 


Unterftügungs-Berein von Chicago. 


PIE-NIRK! 


Preis-Kegeln! 


Worlds Fair Grove, 67. Str. und Stonh Is⸗ 
land ee Sonntag, den 10. September er 


r 


Garola Frauen-Verein. 


Sliflungsfell, Ball u. Supper. 
Arbeiter-Halle. 


Dienftag. den 12. Schtember. 


RIVERVIEW PAR 


SHARPSHOOTERS 
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Alle die regulären Attraltionen. 


Serold und feine große Napelle. 


Schluß der Saijon morgen Abend. 


— —— 


Viyriaden eleltriiper Lichter geben eine fropt- 
; ide Temperatur an fühlen Abenden. " 


Schilzonyi's Driginal 


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Zirkus in Fr en eet 


„KNABENSHUE 


Fuß über der Erbe, Yimfuhr dns Ohio 
Stant3.Kapitol diefe Woche. Er wird den 
Mafonic Temple umjahren von White 
Gity aus vom 18 bis 24. Sept. 
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Uhr Nadım. bis Mitternacht. —— 
ep,*X 


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_ Extra-Programm jür Samftarn und Conntay. 
Herr Ungar Sander al3 Gait unter Mitwirkung 
ver Komifer Emile und Kohl, Frl. Nocmanı 
und des Duettiftenpaars The Lorenz don Nerv 
Vorf, mit neuem Brogramım. Zum Schluß d'e 
Iuftige, Bofie Das Geipeniterhaus.wL— Aıs 
fang Samitag 7 Ubr, Sonntags 2:30 Nah. — 
einiritt frei. 


Zur „Schüten:2is’l‘ 
Buffet und Sommergarten, 
ez2ll-2L Lincoln Avenue, 
Efe Lawrence und N. Wejtern Abe. 
Heute und Sonntag, den 10. September, 
Großes Abfıhieds-Bonzert 


der belichten Franz Reilbofer’fhen Tiroler-Ges 
fellihaft, wozu ergebenft einladet j 

Fran Elife Hveger, Eigenthümerin. 
Zelepbon 912 Lale View. 


Relic House, 
900 NR. Glart Eir. 

ER Boanzer iX 

Seden Abend und Sonntag Nachmittag. 

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Ede un ng Str., 
behandelt alle hroniihen Krankheiten der 
Männer und Frauen, Schwäche, Barico- 
cele und Bilutvergiitung. Unteriuchung 
frei. Sichere Heilung. Svprechſtunden 
täglich bi3 9 UhrAbends, Sonntags 9—6. 


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Ave. 3 Thüren öftlih von North Ave., hinge⸗ 
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6 Monate dvorhaltend. Proben auf Verlangen. 


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Kleine Anzeigen. 


Berlangt: Männer und Knaben. 
(Anzeigen unter diefer Rubrik 1 Gent das Wort.) 


Porter in Saloon 497 Filth Ave. 
der Luft bat, 


Berlangt: 
Verlangt: Junge, ein Handiverf 
zu erlernen; ausnahmsweije gute Gelegenheit; muB 
Luft zum Zeichnen haben. Näheres Zimmer 1104, 
Nr. 42 Madifon Str. 9ip,iafo* 


Verlangt: Yanitor für Meines ylat:Gebäude; 
Board und Fleiner Lohn, hat Zeit für andere Ars 
beit. — Sonntag Morgen, 1417 Winds 
— Ape., 3. Blat, oder adrejjirt: D. 501 Abends 
poſt. 


Verlangt: Ein Junge, um an Muſik-Inſtrumen⸗ 
ten zu arbeiten. 755 Berry- Str. 

BVerlangt: Klempner, 3 bi3 4 Yahre Erfahrung 
im Gefhäjt; ein Mann, um Bferd zu beforgen und 
Defen zu pugen. 803 W. North Ne. 


Konditor, welcher Zuder:Rofen madhen 
Zojepp Simon, 540 
ſaſo 


Verlangt: 
lann; dauerude Stellung. 
Wells Str, 


Verlangt: Kellner für Reſtaurant. 84 Wells 
Straße. 


Verlangt: Gin erfter Mlajfe Fuhrmann, der mit 
Pferden umgeben fan, um Steine und Koblen zu 
fahren; ftetige Arbeit. 4306 State Etr. Nadhzus 
fragen Sonntag den ganzen Tag. 


Berlangt: Grite Hand an Brot; felbftftändig zu 
arbeiten. 743 R. Wood Etr. 


Berlangt: PBorter im Saloon; muß englifch pre: 
Ken. 491 Oft Divijion Str. 


 Berlan t: Ein. Zunge, um au Brot zu beifen. 
SD M. Kbicago Ave., nahe Robey Str. 


Berlangt: 50 Moufvers aufs Land; ferner 200 
Arbeiter. 666 Milmaufee Ave, 


Berlangt: 2000 Männer, um in den Wäldern 
und Sägemühlen im Staate Wajhington zu arbei: 
ten; Lohn 92.25 bis $3.50 ver Tag; billige Fahrt. 
160 Ader Regnierungd-Heimftätten frei. mmi⸗ 
grants Information Bureau, 666 Milwautee * 

aſo 


vBerxrlangt: 
im Meſchinenfach. Crescent Mfg. 
Waſhington Str. 

Verlangt: 6 gute Hausmover. Ribbe, Wl Was 
banſia Abe. 


VBerlangt: Junger Mann als Vorter im Saloon. 
Smith, 15 Oft Randolph Str. 


Berlangt: Ein Porter. Tom Moore, 246 Welt 
12. Str. 


Einige AIungen mit etwas Erfahrung 
G., D Welt 


Berlanat: 3 aute Tallomen und 3 Arbeiter für 
Lumber rd. Marib & Bingbam Luniber Go., 
37, und ron Str. fafo 


Berfangt: An einer Adbolaten-Dffice wird ein 
aufgewedter Junge verlangt. Man adreifire eng- 
Kb im eigener Handichrift, mit Berjonalbeihrei- 
bung. Mbr.: D. 592 Ubendpoft. 

Berlangt: Suit Cafe Maler. Kobler, 03 Hub: 

Verlangt: Männliche Hilfe für Brivat- und Ges 
—— er, fowie Hanbinerfer. 76 La Salle Sir., 

n. 

Im tn — — —— — 

Berlangt: Schreiner. 1568 Elpnbourn Abe. 


 Morth- Dakota, 


I 
13 
’ 


| 
| 


Eijenbahnarbeiter an GonsBinie in 
bis 2:59 ven Tag;' Fübrlente, 
830 bis $35 und Board; 100) Wann für Regierungs: 
arbeit, $1.25 und Board für 8 Stunden, dies ift 
gute Arbeit für reſpektable Arbeiter, billige _Reije. 
) Giienbabnarbeiter. für Jowa, South Dakota, 
Minnejota und Michigan; freie Reife. 10 Farmz 
arbeiter, Rob Labor: Agency, 117 ©. Ganal Eir. 
HepyiwX 


Verlangt: 


Berlangt: Ein Junge an. Cates. 
Place, nahe Fopne Ave, 


Verlangt: Yunger Mann, an Cake und Brof ju 
beifen: Fu South Halfted Str. ’ 


Verlangt: Männer, im Gishaus zu arbeiten; 50 
zum von Chicago; freie Fahrt. 215 Weit 18. 
Str. 


1 Wep 2. 


Verlangt: Ein Junge zum Tabat-Strippen. 1519 
Diverfey Boul. ajon 


Verlangt: Ein Junge, um an Eales zu helfen. 
3402 Arher Abe. 


Verlangt: Erfahrener 


afenbiermagensTreiber, 
Peter Hand Brewing 6. % i 


Sheffield Avenue. 
iais 


Ein Brot: und Gale-Bäder für aus: 
entlih ıumd alles kai abrt wird 
Montag üb Uhr — 

von Chicago, 61 La Salle 
fafo 


Verlangt: 
märts, 14 w 
bezahlt, Sehe ragen 
Deutihe Gejelihaft 
Straße. 


Verfangt: Starker junger Mann als Helfer an 
Wagen; guter Lohn; muß im Haufe logiren. Rur 
folde, die arbeiten wollen und können, braucden 
dorzujprehen. 944 Ginbourn Une. 


Ein tühtiger Schloffer, der im Ma= 
bat, oder ein Mafhinikt. 
Alter an. Adre: U. 101 


Verlangt: 
Ihinenfah Erfahrung 
Gebt Erfahrung und 
Asendpoft. 


don 
. 257 


Inſtallirun 


Verlangt: Jemand, der die 
Adr.: 


Heißwaſſer für Privathaus verſteht. 
Abendpoſt. 


Verlangt: Ein Bauſchloſſer. 514 Oaden Avbe. 
FE. Vorter 5 und Loft. 813 Elpbourn 


der das Werkzeugmachen er— 
te., 5. $l. 
Verlangt: Schneider, zum Ausbeifern, für eine 
oche, in Yamilie. 2786 St. Untbonp Court, zwi: 
fhen Lincoln Wpe, und Robey Str. 


5 Ordard Sir. 


Grocery-Clert, muß Pferde beforgen; 
898 Elybourn Ave. fajon 


———— 
Verlangt: Lediger Mann, mit etwas Erfahrung 
in der Gärtnerei; einer, der mit Pferden umgeben 
tann. Nahzufragen Sonntag Rormittag: 251% 
Weit Adams Str., nahe 48. Ave. B. Dcdhalin. 


Verlangt: Junge Dentiche, von 18 Jahren, und 
Männer; englifch ſprechend; Fabrik-Arbeit. 673 S 
dojamo 


Berlangt: 


Nunge 
Y a 3 
lernen will. 


Nahzufragen: 35 Adams 


Verlangt: Strippers, 
Berlangt: 
junger Maun. 


Centre pe. 


Verlangt: Butcher, Store zu tenden und Wurſt 
machen helfen. &77« Lincoln Ave, frja 
425 Are. 

fria 


Verlangt: Maſchiniſten. Milwaukee 


Employment Office. 
Verlangt: Jungens, zum Lernen. 88 N. Wood 
Str. dofria 


Perlangt: Schneider, Rod: und Hoſenmacher. — 
Wm. Baumbad, Blue Yziand, IU. frfa 


Verlangt: Garriage Holzarbeiter. 3. 8. — 
rſa 


E Son, Clark und Monttoſe Str. 


Verlangt: Gute erſte Hand an Gates. 
bourn Place. 


281 Eiy: 
fria 


Perlangt: 3 Weber an Rugs, auch Junge. 1404 
Weit Madifon Str. frjafo 

Verlangt: Ein ftarfer Aunge, der fhon in der 
WVäderei gearbeitet bat, an-Brot und Gales; ftetige 
Arbeit. Kohn Stegmeir, Rocelle, IU. fria 


Aunger Mann, um in Gtodeoom_ zu 
:0., 
frfa 


Perlangt: 
helfen, muß gut rechnen Fönnen. Curt Zei 
117 Oft Late Str., 3. Floor. 


Berlangt: Aiffiftant Cabinet Yoreman, um, die 
Herftellung von Schaufelftühlen in Stuhlfabrik zu 
übernehmen. Gebt Erfahrung an. Adr, DO. 533 
Abendpoit. dofrjafon 


Perlangt: Badfteinmanrerr, Elgin Wath Co.’3 
Power Houfe, Elgin, AUS. Zu erfragen: 868 Roos 
tery Gebäude. Guter Lohn und Gar are. dofrja 


Berlangt: Wagen: und Laufjungen, über 16 Aabre 
alt. Nadzufra en Norm. 8:30 Uhr, 6. Floor, * 


Fair, State, Adams und Dearborn Sir. — ſa 


Verlangt; Agenten, um Kaiſer-Kalender, Lahrer 
binfenden Boten und ſämmtliche andere importir⸗ 
ten deutſchen Kalender ju verlaufen. Win. U. Lanz 
fermann, 56 Fifth Ave. 6ip,2i0 


Verlangt: Zivei gute Männer in Bäderei zur hels 
fen, einer bei Pferd und Wagen und der Andere un 
fih im der. Bäderei nüslich gu: mahen. R. -Sies 
bert, Hammond, And, —ja' 


— — — ——— — —— ——— — — 


Verlangt: Männer und Frauen. 
(Anzeigen unter dieſer Rubrik 1 Cent das Wort.) 


e 

Verlangt: Kinderloſes Ehepaar in mittlerem Alter 
für eine Sommerheimath auf dem Lande; der Mann 
muß gut mit Pferden umgehen können, Kühe melten 
und etiva8 Gartenarbeit verfteben; die yrau muß aut 
bewandert fein in allgemeiner Kausarbeit; gute, 
dauernde Heimathb und gute Behandlung für pajs 
jende Leute, Nachzufragen 276 Wabanjia Upe., Eile 
Mood Str, Saloon. fria 


Stellungen fuhen: Männer und Knaben, 
(Anzeigen unter diefer Rubrit 1 Cent das Wort.) 


Geſucht: Calkebäder, Konditor, älterer erfahrener 
Arbeiter, befte Referenzen, juht Stelle. Biikter, 
1142 Diverjey Blod. 


Gejuht: Ein guter älterer Gärtner, — 


eug⸗ 
wilfe wünjcht eine Stelle. Mdr.: D 
poft. 


ends 
fafomo 


Gefuht: Küchenmann und VBorter fuht Stellung. 
8 Wels Str. 


Gejuht: 2. Hand Brots und Gate-Bäder 
ftetige Urbeit. 2534 N. Lawndale Avbe. 

Gefuht: rfter Klaffe Brotbäder fuht Stelle. — 
Adr.: 3407 Wallace Str. fofomo 


Geſucht: Deutſcher Bartender, fcheut Feine Arbeit 
und bverfteht jein Gejichäft, mwünjcht gute anhaltende 
Stellung. Adr,: 3. 5 Übendpoft. fofoıno 


Gefuht: Painting, Tapezieren und Galcimining; 
Pr mäßig, Wrbeit garantirt, Wdr.: Panter, 
45 Burling- Str. fajo 


Stadt 


tut 
jajo 


Gefuht: Bartender fucht ftetigen Plak; 
oder Sand, Telephon Bei; 714. : 


Geſucht: Junger Mann, fpricht deutich, englisch, 
kensöite, fuht Stellung als Bartender oder Atji: 
ent; hat in New Port gearbeitet. ©. Neuman, 
247 Midigan Xoe. 


Gejuht: Wiener Pianofpieler, der im Stande if 
ducdy gediegene beutjhe Kouplets und Lieder Die 
Gäfte zu unterhalten, fucht Blag; Dderfelbe über: 
nimmt aud die Leitung von Ddeutichen Geſang- 
vereinen, jowie Schüler zum Bianoslinterriäht. 
Nachzufragen: 301 Bifjell Str. fafonmo 


Gejuht: Mann, 35 Jahre alt, verheirathet er: 
fahrener Bartender, Aufternmann, Lundroom Wais 
ter; faun auch tochen; jcheut feine Arbeit. Zouy, 
1534 R. Elart Str. Telephon: 11 Graceland, 


Gefuht! _Aelterer, alleinftehender, Mann fucht 
Stelle bei Herrfhaft oder Wittive, die mehr Eigen: 
thum bejist, um es im Ordnung zu halten, und, 
wenn ftetig, auch zu verwalten, und fi 
Weije nüslih zu mahen. Adr.: D. 


Geſucht: 
Brot und Rolls; auch mit Koſt. 
Aben dpoſt. 


Guter Bäder ſucht ftetigen Plak, an 
oft Pannen 8. x. 8, 


Geſucht: ZTapezierer, Painter, 
Arbeit. Bib, 187 Welt Erie Str. 


” Sefuht: Guter junger Mann fuht Stelle im 
Saloon oder tel; verfteht die Arbeit. Joſeph 
Nicher, 922 Elybourn Abe. 


Gefucht: Erfahrener Flafhenwaiher und Keller: 
arbeiter wünjht Stelle; Weinhandlung, Brauerei, 
oder andere Arbeit; fan gut Bier abziehen. Fritz 
Meier, 157 Indiana Str. 


Gefuht: Junge Schweizer, arbeitswillig, wänidhen 
Stelle al3 Dry Gleaner und als gewöhnlicher Bars 
tender. NRahzufragen: 816 Fifth Ave. fejomo 
Sefuht: Aelterer Mann wünſcht Stelle als Wäch⸗ 
ter oder Janitor. Adr.: D. 1, Abendpoſt. ſaſomo 


G et Mann /0 6 M i de, 
a ae ftetige Sedalieune One a0 
Weit Late Str. fria 


Gejuht: Zwei junge Männer, 9 Jahre aft, fu: 
hen Urbeit in einem Saloon oder irgend eine 
—— icheuen keine Arbeit. 106 Blachawt 

traße. fria 


Galciminer juht 
fafon 


dauernde Stelle als 


Gefuht: Päder, Baier, f 
ot und Roll. "u. 
' 


oder zweite » 
5” 0938 ne ” 
Gefuht: Zwei junge Männer mwünfhen irgend 
weile Arbeit; gute Erfahrung an Maichinen; thun 
au andere Arbeit. Wödr.: 8. 947, Abendpoft. 


Gefuht: Ein anfländiger junger Menih fucht Ar 
beit t dent! he % 
238 Eid Kalten 16: "dein nn ln 


nn — 


2“ Mann, Defterreicher, nur 
32 Ki ante Zeugniffe. John Que 
‘ . “ 


hr.: 
— Guter Auflerumann ſucht Vlatg Mei 


EL ER — — — — — 
Geiuct: Geweſener Rapvaliertes ’ 3 
Jahre den. Ude: —* 
dar, 
Wernerans auf der 6, Geite.) 


. 





Montag: Bargains. 


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50c 8 Quart Einmadteffeı, 

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50c Kaffee- und Iheefrüge, 

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Seifen-⸗Chins, 3 Vfund fü > 

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„Fairy Seiſe, 3 Stüde für 


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50 Yard Epulen Näbfeide, 

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— — — —— — — —— — — — — — — — — 


2olalberidt. 


Pferdeausftichung in Dat Bart. 
Es ereigneten fi mehrere aufregende 
öwifchenfälle. 

Die geitrige Eröffnung der Pferbe- 
Ausstellung in Daf Park zeichnete ich 
durch mehrere aufregende Zwischenfälle 
aus. Gegen Schluß der Vorführung 
bon Gejchirrpferden wurde Daniel ©. 
Hrendh’s „Princeton“ unlenffam und 
brannte dur. Der nachgefchleifte 
Wagen ftieß mit H. Tichenor3 Gefährt, 
gezogen bon „Say Bird“, zufammen. 
Leßteres flppte um, und „Princeton“ 
deſſen Kutſcher inzwiſchen in den 
„Ring“ geſchleudert war, raſte weiter 
und direkt auf John Farſons Loge zu. 
Deren Geländer hätte ſeinem Anſturm 
nicht widerſtehen können. Eine in der 
Loge ſitzende Dame fiel in Ohnmacht. 
Hunderte Logeninhaber ſprangen auf 
und harrten in banger Erwartung der 
Dinge, die da kommen würden. 

Eine Anzahl Bedienſteter hatte in— 
zwiſchen vergeblich verſucht, dem raſen— 
den Pferde in die Zügel zu fallen. 
„Princeton“ hatte faſt die vorerwähnte 
Loge erreicht und beinahe ein kleines 
Kind über den Haufen gerannt, als er 
ſeitwärts abbog und dicht an mehre— 
ren Kindern, die ihre Ponies vorfüh— 
ren wollten, vorbei und durch ben 
Ausgang in den Sattelraum raſte, wo 
er eingefangen wurde. 

Herr Tichenor, deſſen Gefährt in— 
folge des vorerwähnten Zuſammen— 
ſtoßes arg beſchädigt worden war, hol— 
te ſich nichtsdeſtoweniger mit „Jay 
Bird“ den als Preis ausgeſetzten ſil— 
bernen Becher. 


Saß feſt im Sattel. 


Während die Ponies vorgeführt 
wurden, ereigneten ſich gleichfalls meh— 
rere kleine Unfälle. Der ſechsjährige 
Sohn von T. S. Simpſon, der in ei— 
ner früheren Ausſtellung mit ſeinem 
Pony „Squirrel“ den erſten Preis er— 
rungen hatte, ritt „Acme Jim“. Das 
Pony wurde unruhig und bäumte. 
Der Kleine Kerl jaß feit im Sattel, fiel 
aber mit der Nafe auf den Sattelfnopf 
und fehlug fich die Nafe blutia. 

Einen Augenblid fpäter wurde Leo- 
nard E. Lanodon jr. von „Bonnie 
Derre" abgeworfen. Leonard lachte 
aber unter Thränen, als die Preisrich- 
ter feinem Pony den dritten Preis zu- 
erfannten. „Ucme Jim” erhielt den 
eriten, und „Pabron“, geritten bon 
Mildpred Shomwers, den zweiten Prei3. 

— 


Bom Grundeigenthbumsmartt. 


Heuban an Michigan, St. Clair und Illi⸗ 
nois Straße gepadhtet. 

James H. Rice & Co. haben ein 
jegt noch im Bau befindlichesGebäube 
an Michigan, St. Clair und llinois 
Str., 100 bei 218 Fuß, auf 15 Jahre 
für $315,000 gepadhtet. Der Pachtver- 
trag wurde mit Doden Sheldon & 
&o. dur) Vermittlung von R. E. %3- 
mondb & Co. abgeihloffen. Das Ge- 
bäude wird ſechs Stockwerke hoch und 
mit elektriſchen Fahrſtühlen verſehen 
werden; ſobald es fertig iſt, wird die 
jegt 80-82 Wabafh Ane. befindliche 
Firma bineinziehen. 

Edgar M. Snow & Co. haben auf 
das Gebäude 171—173 Randolph 
Str. eine Anleihe von $90,000 aufge: 
nommen. Das Grundftüd ift 40 bei 
180 Fuß groß; das Gebäude ift aus 
Badftein und hat fünf Stodwerte and 
einen Keller. Die Anleihe ift nach fie- 
ben Jahr rüdzahlbar und mit 4 Pro- 
zent zu berzinjen. 


Eingefandt. 


(Für Ginjendungen au: dem Leferfreis ift die Re: 
daftion nicht verantwortlich.) 

An die Redaktion der Abendpoft:— Ge: 
legentlich der beabjichtigten Abjperrung jchad- 
hafter Bürgerfteige und Straßen (nachdem 
die Stadt Millionen an Schadenerjag zu 
zahlen hatte) möchte ich einen der Herren 
Ward Inijpeitoren einladen, ji) einmal die 
Gegend von Mood und 12. Straße zu be= 
trachten, wo jeder Fuhrmann, der das lin 
glüd haben jollte, Nachts dorthin zu gera— 
then, unfehlbar vom Bode ftürzen und Hals 
und Beine brechen würde. Auch das Gefund- 
heitsamt fünnte jih um jene Gegend füm- 
nern, denn in den tiefen Löchern, welche 
die Straße überjäen, bleibt nach jedem Re: 
genfall_ das Majjer ftehen und vilder ftin: 
ende, Krankheiten erzeugende Pfüten. Da: 
mit, daß ein Gejundheitsbeamter einen 
tel an ein Haus lebt, in welchem durch die= 
jen Gemeinjchaden eine anftedende Krankheit 


Yet: | Stadtkämmerei); John U. Watfon; 


m ran an ne as mann mn ann ng nn nn 


Geloben Befferung 


Der Straßenbahndienft foll zwed- 
mäßiger geregelt werden. 


Für und gegen Dunne. 


Sigung des Dorftands der „Municipal Ow- 


; nerfhip Seague.‘.— Ehrhorn dankt ab. — 
Unterfuhuug gegen ihn niedergefchlagen. 
—Stahlpreife in die Höhe gefdrraubt. 


A der Straßenbahnfrage haben ge- 
ftern zwei Konferenzen ftatigefunden. 
Die eine davon war von Richter Groß- 
cup einberufen worden, und e3 nahınen 
‚an berfelben tbeil: Wtaffevermalter 
Sampjell von der Union Traction Co. 


-—.ber zugleich Richter Großcupa Ge= 
richtäfchreiber: ift — Präfident Mitten | 
bon der City Railmay Co. und Bor: | 
figer John U. Spoor vom Direktorium | 


derſelben Gejellfchaft. Richter Groß- 
cup jeßte auseinander, daf; er eine 
gründliche Verbeflerung des Straßen- 
babndienftes wünfche und diefelbe her- 
beizuführen juchen werde; die Herren 
Mitten und Spoor verfigerten, daß 
die Verbefferung bes Berfehrspienftes 
auch ihr innigfter Wunfch ei, daß fie 
aber ein entjprechendes Entgegentom- 
men feitens der Etabtpermaltung ab- 
marten müßten, ehe fie Die erforderli- 


ben Mafnahmen treffen fönnten. — ' 


Die Herren Sampfell und Mitten lei: 
fteten jpäter auch der vom Mayor an 
fie ergangenen Einladung Folge zu ei- 
ner Befprehung megen der dringend 
nothwendigen Berbefferung des Ber- 
fehrädienftes in der Halfte Straße, 
zwifchen Archer Ave. und DO’Neill Str. 
Beide Herren erklärten, daß bie von 
ihnen vertretenen ‚Werfehrsanftalien 
die geforderte Verbefjerung einzufüh- 
ren bereit jeien; auch Verbefjerungen 
anderer Art würden borbereitet. 

Bon den fünfundzmanzig Mitglie- 


dern des Vollzugs-Ausſchuſſes der 


Municipal Omnerfhip League hatten 
fih geftern fünfzehn zu der Situng 
eingefunden, in melcher Stellung ge: 
nommen werben follte zu des Mayors 
| Plan, der Stabt eine „eigene” Stra— 
| Benbahn zu verfchaffen durch die Ver- 
mittelung einer Privatforporaiion, 
welche die Bahn bauen und bis auf 
Weiteres auch betreiben fol. Neun 
bon denHerren, darunter drei ftädt!jche 
Angeftellte, erflärten fich mit dem Plan 
einverftanden, feh8 — darunter ver- 
| Ihiedene, die e3 jehr verbrieht, daß fie 
ı bei der Vertheilung der Aemter über— 
| gangen worden find — erklärten ich 
| dem Plane abhold. Für gut und rich- 
| tig, oder doch für den unter den ob- 
; waltenden Umftänden beften Nothbe- 
belf, halten den Plan des Mayor3 die 
rachgenannten Herren: E. WU. Wirole 
(an Ste! von Kapt. Farrell zum 
jtäbtifhen Kommiffär für Enteig- 
nungs=Angelegenheiten ernannt); YWm. 
Roſſell (ſtädtiſcher Bürgerſteig-Inſpek— 
tor); N. H. Gang (Kontorift in ber 


| U. E. Adelman; H. H. Hardinge; MW. 


ER 


! zen Angelegenheit nur bie beftimmte 
' Meifung feines Vorgefegten (des ehe- 
maligen Stabtjchreiber3 Loeffler) be- 
folgt habe. Sein eigentliches Entlaj- 
fungzaefuch Hatte übrigens Herr Ehr- 
horn an Stabtjchreiber Anjon gerich- 
tet, welcher dann die Zivildienft-Rom- 
miffion bon der Aenderung berftändig- 
te, die in der Sachlage eingetreten war. 
Darauf wurde die Unterfuhung ala 
gegenjtanb3los geworben niebergejchla- 
gen. — Herr Anfon jagt, er bedaure, 
daß er die Stüße verliere, die er an 
Herrn Ehrhorn gehabt; infolge feiner 
‚ langjährigen Erfagrung in allenAmts- 
gefhäften der Stabtfanzlei fei der, :be 
ihm ein-Gehilfe gemwefen, ber fi nur 
—* werde erſetzen laſſen. — Herr 
hrhorn hat den Poſten des Hilfs— 
Stadtſchreibers ſeit vielen Jahren be— 
kleidet, ſeit dem Dezember 1891 als 
Zivildienſt-Angeſtellier. Die Lifte der 
Anmärter, welche feinerzeit die Anftel- 
lungsprüfung mit Ehrhorn zufammen 
beitanden hatten, wenn auch nicht fo 
gut mie diefer, ijt im Sahre 1901 für 
„erloſchen“ erklärt worden. John J. 
Brown, deſſen Name als erſter auf die— 
ſer Liſte ſtand, hat übrigens inzwiſchen 
„Gründe halber“ den ſtadtiſchen Dienſt 
und die Stadt mit franzöſiſchem Ab— 
ſchied verlaſſen. Als zweiter Name 
| ftand der von Herrn Sofeph Weis auf 
| der Lifte. E3 wird nun eine neue An- 
ſtellungsprüfung zwecks Beſetzung der 
Stelle abgehalten werden müſſen, und 
inzwiſchen wird der Platz „proviſo— 
riſch“ beſetzt werden, vielleicht mit Jo⸗ 
ſeph MeGaffey, dem bisherigen Leſe— 
clerk des Stadtrathes. Diefer mürde 
auch wohl Ausſicht haben, das Anſtel— 
lungsexamen als beſter zu beſtehen, 
doch mag die Zivildienſt-Kommiſſion 
gegen ſeine Anſtellung Einſprache er— 
heben, weil er ſich in der jetzt niederge— 
ſchlagenen Unterſuchung von der Zeu— 
genſchaft gegen Ehrhorn hat drücken 
wollen. Vorgeſtern z. B. hatte er eine 
Urlaubsreiſe angetreten, obgleich er 
wußte, daß geſtern mit der Beweisauf⸗ 
nahme hätte begonnen werden ſollen. 
— Ehrhorns Andeutung, daß die Zi— 
vildienſtkommiſſion ihn auch wider 
Recht und Billigkeit verurtheilt haben 
würde, wird von den Kommiſſären 
Powell und Prentiß als eine durch 
nichts gerechtfertigte Verdächtigung be— 
zeichnet; Herr Errant, der X :äfıdent 
der Kommiſſion, meint, in einer Rück— 
trittserklärung könne ein Jeder be— 
haupten, was er Luſt habe; einen Aom— 
mentar zu Ehrhorns Auslaſſungen zu 
machen, fühle er ſich nicht bemüßigt. 


Aus der Schulverwaltung. 


Im Einklang mit der ſchon geſtern 
vom Schulraths-Präſidenten Tilden 
abgegebenen Erklärung, daß bei der 
Heizung von Schulhäuſern in Zukunft 
die Erzeugung von Rauch und Qualm, 
ſoweit ſie vermieden werden könne, auch 
vermieden werden müſſe, hat der 
Schulrathsausſchuß für Grundſtücke 
und Bauten geſtern dem Cheſ-Inge— 
nieur Waters die Weifung zugeben laf- 
ſen, den Maſchiniſten künftig beſſer 
auf den Dienſt zu paſſen. Herr Waters 
verſpricht, ſein Möglichſtes thun zu 
wollen. Die Maſchiniſten würden auf⸗ 
gefordert werden, beim Heizen vorſich— 
tig zu verfahren, und entſprächen ſie 


ausbrach, hat das Geſundheitsamt doch noch H. Walker; Yofeph Sueß. — Gegen dieſem Gebote nicht, ſo würden ſie ge— 


lange nicht ſeine Pflicht gethan. Die Wood 
Straße hätte ſchon vor zwei Jahren in 
Stand geſetzt werden ſollen, aber die Grund— 
beſitzer waren damit nicht einverſtanden, 
weil ſie hätten in den Beutel greifen müſ— 
ſen. Die Stadt ſollte entſchieden das Recht 
haben, ſolche, im Intereſſe der Bürgerſchaft 
unumgänglich nothwendige, Verbeſſerungen 
auch gegen den Willen der beit. Grundbe— 
jiger vorzunehmen. 
Achtungsvoll, 
Louis Mueller, 
784 ®. 12. Sitape. 
— 
68 wiıd Do Bier getrunten. 


Polizeicher Srojt fann den Gerftenfaft nicht 
von Evaniten fernhalten. 

PVolizeichef Yroft von Evanfton hat 
befanntlich verfügt, daß Hinfort fein 
Bier mehr in Epanfton abgeliefert 
werden darf, mas Richter Mad dahin 
gemildert hat, daß gejehlich zuläffige 
Ablieferungen nur von öffentlichenBer- 
fehrsanftalten (Common Carrier3) ges 
macht werben dürfen. Infolgedeffen hat 
man feine Zuflucht zu Johnftons Ex— 
preß Co. genommen, die gejtern über 
40 Kiften Bier ablieferte. Böfe Men: 
fen behaupten, daß auch viel 
Schmuggel getrieben wird, imenigftens 
foll geftern Yemand dabei erwijcht 
worden fein. Einem Boliziften fiel ein 
Mann auf, der, eine große Schuh: 
fchachtel verdächtig oft zu Bau=-Arbei- 
tern in der Weit Asbury Ave. trug. 
Als der Bolizift näher trat, floh der 
Böſewicht mit Zurücklaſſung der 
Schachtel, welche vier kleine Flaſchen 
Bier enthielt. Künftig werden Verhäd- 
tige mit verdächtigen Packeten ſofort 
zur Bezirkswache zur Unterſuchung 
gebracht werden. 

In den beiden Klageſachen gegen 
Peter Daleiden wegen Verkaufs geiſti— 
ger Getränke in Evanſton hat Polizei— 
chef Froſt eine Niederlage erlitten. Bei- 
de Anklagen wurden, eine von Richter 
Voight und die andere von Richter 
O'Connell, wegen Mangels an Bewei—⸗ 
ſen abgewieſen. Am 13. September 
ſollen noch mehr ſolche Fälle zut Ver— 
handlung kommen. 

—e —— — 

— Schmerzensſchrei. — Zugeflogen 
iſt ein grüner Papagei. Ich erfuche 
um ſchleunige Abholung, da er mich 
ärger ausſchimpft als meine Frau.— 
Karl Lehmann, Privatier. 


Von Intereſſe für 


- Männer. 


Seber Dann, mweldier an irgend einer 
geheimen Schwache leidet und den ern, 
ſten Wunſch hat, wirklich kurirt zu wer⸗ 
den, wird es zu ſeinem Vortheil finden, 
beute noch an ®. 9. Boberk, Drawer 9, 


| den Plan eiferten T. B. Quinn, der 
| Borfiger des Ausfchuffes; Wm. Glea- 
| fon (ehemals Brüdenmärter); die Ad- 
| bofaten Daniel Eruice, Yofeph LeBo3- 
| fy und Addifon Blafely, welch’ Lebt: 
| genannter übrigens vorfichtig genug 
| mar, zu erflären, er jei nicht unbedingt 
gegen den Plan, halte aber dafür, daß 
die Liga vorläufig noch eine zumarten- 
de Haltung einnehmen und meder für 
noch gegen den Plan Stellung einneh- 
men follte. Ein Herr Nevin, der zwar 
Mitglied der Liga, aber nicht des Boll: 
zugsausfchujles it, hatte fich ebenfalls 
zu der Berfarımlung eingefunden und 
ergriff wiederholt dag Wort, um in 
heftigjter Weife gegen den „Plan“ an 
zufämpfen. Die Anhänger des Mayor3 
drobten jchlieglih, den Störenfried 
binauszumerfen, nahmen aber hiervon 


| Abjtand, al3 Quinn und feine Freun— 


I 


de erflärten, daß in diefem Falle auch 
fie den Pla räumen würden. Gegen 
den gefaßten Befhluß wollen Quinn, 
Sleafon ufw. an die-Liga appelliren. 
Sleafon gab dem Verdacht Ausdrud, 
daß Jemand den Verfuch mache, den 
Mayor mit dem Plane zu „behumbu= 
gen“, und daß man Herrn Dunne ei- 
nen Gefallen thue, wenn man ihn vor 
dem Schwindel warne. 


Ehrhorn geht. 


Die ſtädtiſche Zivildienſt-Kommiſ—⸗ 
ſion war geſtern Nachmittag im Be— 
griff, mit der Unterſuchung der An— 
klage zu beginnen, welche gegen den 
Hilfsſtadtſchreiber Ehrhorn erhoben 
worden war in Verbindung mit jener 
Abänderung oder Fälſchung des Pro—⸗ 
tokolls der Stadtraths-Sitzung vom 


5. Februar 1801, welche im Intereſſe 


der Illinois Telephone and Telegraph 
Co. vorgenommen worden iſt. Die Un— 
terſuchung findet nicht ſtatt. Herr 
Ehrhorn hat dieſelbe überflüſſig ge— 
macht, indem er das bisher von ihm 
bekleidete Amt niederlegte. Er hat das 
in einem an die Kommiſſion gerichteten 
Schreiben gethan, worin er verſichert, 
er ſei ſich keines Fehlers bewußt, aber 
überzeugt, daß feine Feinde nicht ru— 
hen und raſten würden, bis ſie ſeine 
Verurtheilung bewirkt haben würden. 
Als Beweis ſeiner Unſchuld hatie 
Ehrhorn ſeiner Rücktritiserklärung 
ein an ihn gerichtetes Schreiben des 
Ehren-Judd beigelegt, von dem die in 


dieſer Angelegenheit urſprünglich, und. 


zwar gegen ben Präfibenten der oben- 
genannten Gefellfehaft, gerichteten An- 
Hagen ausgegangen find. Der biebere 
Yubd bedauert in diefem Briefe, daß 
aus feinem Vorgehen für Herrn Ehr- 
born Unannehmlichkeiten entitanden 
find. Er, Yubb, hätte perfönlich nicht 
das mindefte gegen ibn, au; wüßte er 
ja, dat er (Ehrhorn) mit den Machen- 
Thaften nichts zu thun gehabt habe, 
beren Förderung durch die Abänderung 
bes Protofolls bezmwedt wurde. — Herr 
Ehrhorn verfichert, dak er in der aan- 


werden. wer Unterfchied in den Bau- 


| koſten, 


—r —— — — —— — — — — —— — — —— — 


maßregelt werden. — Bei der Verge— 
| bung bes Kontraftes für die Lieferung 
| bon jtählernen Balfen und Trägern 
zum Bau der neuen Wm. Penn-Schule 
| ftellte e8 fich heraus, daß der Gtahl- 
| truft feinen Preis für derartige Ma- 
ı terial in jüngfter Zeit um mehr als 
; 50 Prozent erhöht hat. rüber fofte- 
| ten Stahlba‘ten $60 die Tonne, jekt 
| folfen fie mit $95 die Tonne berablt 


welcher dadurch verurfacht 
wird, beziffert fih auf $21,339. — 
Dur Zufchriften von Frl. Valentine 
Smith und Herrn Jra PB. Bomwen wird 
der Ausichuß erjucht, bei der Benen- 
nung bon neuen Schulbauten gelegent- 


fi doh auh an Wm. Wirt Smith, 


bezw. Col. James H. Bomwen zu den- 
fen. Lebtgenannter wird in dem betr. 
Schreiben al3 Gründer von ©oı:. ) 
Chicago bezeichnet. 


Die ftreitbare Margaret. 


Sn ber foeben erfchienenen Nummer 
des DVerbandsorgane: ber „Teadjers’ 
Yederation“ berichtet Frl. Margaret 
Haley ausführlich über ihre Erlebniffe 
auf dem Konvent des Nationalen Leb- 
trerbundes. Gie fagt, es fei in diefer 
Vereinigung ein innerer Ring .ntjtan- 
den, ber eine freie Meinungsäußerung 
darin nicht mehr dulde. Dadurch, dat 
man den PVerband3-Präfidenten er- 
mädhtigt habe, den Nominationsaus- 
Thuß zu ernennen und unabhängige 
Nominationen nicht mehr geftatten 
molle, jei jede freie Strömung in dem 
Verband verhindert worden, „Man 
fann getroft behaupten,“ jchlieht die 
ftreitbare Dame ihren Artikel, „daß 
— bon wenigen Gemeinmwejen abgeje- 
ben — e3 feine andere Berufätlafle in 
den Ber. Staaten gibt, deren Mitalie- 


ı der in ähnlicher MWeife terrorifirt und 


unterbrüdt werden, wie die Lehrer und 


| —— an den öffentlichen Schu⸗ 
| en.“ 


War nicht der Rede werth. 


ley wurde geftern berichtet, daß ältere 
Schüler der Lafe View-Hochſchule, 
darunter ein Sohn des Mayor Dunne, 
fih erlaubt Hätten, neu eintretende 
Schüler zu maltraitiren; fie hätten die 
Jungen gezwungen, barfuß über fpike 


Bud) über Zallfucyt (Fits) 
frei verfandt. 


(Witt vielen Abbildungen.) 
nititute in € f 


Dottor· e 
„Uriachen and Heilung der Fallſucht.“ 


und 
— 


——— 
—— ar 
EPILEPTIC I 

Box 09 


———— * 


det 
eis 
es 


Weiſe * 
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Ser 


—— — — — — — 


ö— — — — — — — — — —— 
— — — —— — — — — —— —— —— — — — 
ñ ñ —ñ — —ñ — —ñ— — —— — —— — — 


Dem Schul-Superintendehten Coo⸗ 


Steunde 


Wir verfudlen es und 


MR.GEORGE „ 
LIVINGSTOA 


Ein langes und beſchwerliches fa: 
tarrhaliſches Leiden durch Pe⸗ 
runa, das unübertreff⸗ 
liche Tonic, geheilt. 


Herr George Livingſton, ein her—⸗ 
vorragender Architekt und Bauunter— 
nehmet von Los Angeles, Kal. ſchreibt 
vom Zenſus-Office-Gebäude, Wafh- 
ington, D. K., wie folgt: 

„Ich zögere nicht, einem Freunde, 
oder Bekannten, der an einer hartnäcki— 
gen Erkältung leidet, die chroniſch zu 
werden droht, Peruna zu empfehlen. 

„Es heilte mich von einem langen 
und beharrlichen katarrhaliſchen Lei— 
den und brachte dieKraft zurück, welche 
durch die Krankheit untergraben war. 

„Ich empfehle es als ein Heilmittel 
und ein Tonic, das nicht ſeines Glei— 


chen hat.“ 
Berjönlihe Empfehlungen befjer 
als Anzeigen, 


Wie oft hören oder lefen wir den 
Ausdrud: „Ein Freund rieth mir, Pe- 
runa zu berfuchen. ch verfuchte e3 
und fand, daß es das richtige Mittel 
war.“ 

Menigftens zehn mal fo viel Leute 
wurden durch den Rath eines Freun— 
des veranlaßt, Peruna zu nehmen, als 
durch Anzeigen. 

Anzeigen, ganz gleich wie gut fie 


runa zur Folge. 
Auf Empfehlung hin merden bie 
größten Verkäufe von Peruna erzielt. 
PBeruna heilt einen Patienten von 
hronifhem Katarrh und die Folge tit, 
daß ein Dugend anderer Leute fich 
veranlaßt fehen, Peruna zu nehmen, 


gemacht. 


Diftriktes, 36 Ripington Str, New 
Hort Eity, fchreibt: - 
„Beruna ift ein Segen des Landes, 
„Meine Aufmerffamfeit wurde die- 
fen Herbft darauf gelentt, als ich die 
Grippe hatte. Zmet Flafchen machten 
einen neuen Menfchen aus mir.” 


Steine zu gehen. Eine Unterfuchung 
hat ergeben, daß es jo jhlimm nicht 
war. Einige „Füchſe“ ſollen gezwun— 
gen worden ſein, beim Eintritt in die 
Hochſchule Schuhe und Strümpfe aus— 
zuziehen und barfuß nad) dem ihne.: 
angemiefenen Klaffenzimmer zu gehen. 
Der fraglihe Sohn de Mayor3 er- 
Härt, er hätte mit der Ausübung bie- 
je Zmanges nichts zu thun gehabt. 
Schulvorfteher Bud jagt, feine Anftalt 
habe annähernd 1300 Zöglinge; ‚da fei 
es wohl unvermeidlich, daß Hin und 
wieder „etwas vorfäme.” Die berich- 
tete Fuchaprellerei-Gefchichte jei indeſ⸗ 
fen eine arge Webertreibung; es babe 
‘emand aus einem Maulmurfshügel 
einen Berg gemacht. 
— — — 
Hatte das Nachſehen. 


Detektive Barrys aufregender Kampf mit 
Einbrechern. 


Vier Einbrecher drangen heute zu 
früher Morgenftunde in die Wohnung 
von Kofeph Baulas, Nr. 20 Sanga- 
mon Str., und jtahlen $150, eine gol- 
dene Uhr und einen Diamantring. 
Baulas jandte den fliehenden Dieben 
mehrere Schüffe nad), Die den Detef- 
tive Stephan Barry von der Bezirk3- 
mache an Desplaines Str. zur Stelle 
brachte. Er begegnete den Einbrechern 
in einer Gaffe, fuchte Hinter einem 
Mülltaften Defung und gab euer, 
das bon ben Verbredhern prompt er- 
mwidert wurde. Na dem zmeiten 
Schuß verfagte fein Revolver. Die 
Einbrecher rücten ihm nun zu Leib 
und e3 wäre ihm mahrfcheinlich übe: 
ergangen, wenn Baulas, fich zum Yyen- 
fter Hinauslehnend, nicht mehrere 


und fie zur Flucht genöthigt hätte. 


Barry, der inzwifchen feine Waffe i 


in Ordnung gebracht hatte, nahm die 
Verfolgung der Außreißer auf. Leb- 
tere bemerfftelligten. mar ihre Flucht, 
doch glaubt Barry, daß er einen ber 
Kerle verwundet hat. 


Ehrenertlärung. 


Wie unlängft berichtet, wurde Fred. 
Mielke, ein Truftee der Ortfchaft Bell- 
mood, unter ver Antlage verhaftet, aus 
einem Güterwagen der Junction Belt 
Line etwas entmwindet zu haben. Die 
genannte Bahnverwaltung hat feitge- 
ftellt, daß Mielte jchulblos feftgenom- 
men wurde und ihm dadurch eine Eh— 
renerflärung abgegeben, daß fie die vor 
* — — nein 

ge zu ge erjt zur Ber- 
Hanbfung fam, und bie Gerihiätoften 


ICE N 


aud) fein mögen, haben nur einen klei- 
nen Brozentfaß der Verkäufe von Pe- 


Wurde auf Pesrmzin aufmertſam 


Max J. Porges, Alderman des 8. 


ßert, die nächſte wirthſchaftliche Kriſis 


Schüſfe auf die Haiunken abgefeuert 


rielhen uns, Pe-tuna zu verh 


fanden, daß es das richtige Millel war. 


MR. HENRY C.5HOOP 


Ein hervorragender und erfolg: 
reiher Mann vollitändig durch 
Pesrusna wiederhergeftellt, 
nahdem er andere Mittel 
nuglos verjucht hatte. - 


Herr Henry EC. Shoop, Wafhington 


| C. H., Ohio, fhreibt: 


„I betrachte Beruna als das beite 
| Mittel, welches je entvedt wurde. 
„Da ich ein ihätiges Leben führe 

und angejtrengt arbeite, um das Leben 

erfolgreich zu machen, fand ich zu mei— 

nem Leidmwefen, daß por etlichen fünf 
| Kahren meine körperliche Kraft fchnel 
| dbnahın, obgleich ic damals die Mit- 
! tagähöhe des Lebens noch nicht erreicht 
ı hatte. 
| „Ich begann fogleich meinen Fall zu 
| ftudiren und gebrauchte Mittel, von 
| welchen ich annahm, daß fie meinem 
! Falle helfen würden. 
„Ich verfuchte jedes erdenfliche Mit- 
| tel, erhielt aber nur zeitweilige Beffe- 
| rung und fhließlich fam ich zu derAln- 
| ficht, daß Patentmedizinen „Schwin: 
| del“ feien. 
| as ich vor ungefähr einem ahre 
| nad) Ihrer Stadt fam,-glaubte ich, daf 
| die Reife nach Columbus meine legte 


‘m Gefpräd mit einem herborra= 

| genden Bürger dort wurde ich beran- 

| laßt, einen guten Verfud mit Peruna 
zu maden. 

Sch muß fagen, daß fich quite Re- 
fultate gleich nach der zweiten Flafche 
einftellten und ich nahm fortwährend 
an Gewicht zu, von 135 bi auf 160 
Pfund, und meine Gefundheit ijt jet 
fo gut mie je.“ 


7 


Schlechte Zeiten in Sicht. 
Rodejfeller jagt es, und er follte es wiffen. 


Colonel W. H. Moore, Präfident 
der National Good Roads Aflociation, 
der gegenwärtig im Majeftic Hotel 
zu furzem Aufenthalt Hier meilt, 
erzählt, daß Kohn D. Rodefeller fürz- 
ih ihm gegenüber im Gefpräd geäu- 


werde in den Sahren 1907 und 1908 
die Vereinigten Staaten heimfuchen 
und doppelt oder dreifach) jo jchlimm 
werben, wie die vom Yahre 1893. Die 
Regierung follte ohne Zögern Vorberei- 
tungen zur Befhäftigung der dann 
Arbeitslofen, deren Zahl er auf 7 biß 
10 Millionen berechnet, treffen und 
nicht erft warten, bi8 die Stunde ber 
Gefahr gekommen ei. NRodefellen, 
fagt Herr Moore, begründet feine bü- 
ftere Prophezeiung mit der Thatjache, 
daß auf allen Gebieten übererzeugt 
wird, und da er in der Zage,ift, jeber- 
zeit den finanziellen Pulsfchlag des 


| Landes fühlen zu fönnen, wifle er Be- 


ſcheid. Nach ſeiner Anſicht ſollte die 


| Gefebaebung dahin wirken, daß die 


Unbefhäftigten zum Bau guter Gtra- 
Ben verwendet werben Fünnen. 
— 1:9 
Baupläne. 


Die $reimanrer wollen einen Tempel auf 
der Weitfeite errichten. 


Unter den Mitgliedern des Frei- 
maurer-Ordens bat fich eine „Weit 
Side Mafonic Temple Affociation” 
gebildet, die einen Nusfhuß mit ber 
Förderung einer Bewegung zugunften 


der Errichtung eines Yreimaurertem- 


pels auf der MWeitfeite betraut Hat. 
Mehrere Logen der Royal Ar Ma- 
ſons find bereit3 Gefuhe um Bemilli- 
gung bon je $10,000 zu dem Baufonds 


zugegangen, der auf $100,000 gebradt- 


werben fol. Sollte ver Plan vermirf- 
licht werben, jo dürfte der neue Tem- 
pel in der Gegend von Mabifon Sir. 
und Afhland Boulevard erftehen. 


— 1.00 — 
856.50 Portland und zurüd 


Dia der Chicago & Nlorthweitern Eifenbahn. 


Täglich, wegen der Lewis & Clarf Aus: 
ftellung. MUeber San Francisco und ‚Los 
Angeles in einer Richtung koftet an gewiſſen 
Tagen $67.50. Auswahl der Routen. Weber 
Omaha, Chenenne und Granger, via St. 
Paul und Minneapolis, dur die Bergwelt 
von Goforado und Utah, dem Late Mac: 
Donald-Land, oder das fanadiiche Fyelfenge: 
birge. Für en tia Kalifornien und 
Dellowftone:Park erfolgt ein kleiner Preis⸗ 
aufihlag., Schidt 2-Cent3:-Marte für ifu- 


ffices: 212 Clark Str. und 
Wells Str.-Bahnhof. (Fel.: Gent. 2), 


—5* Zirtufer umd volle Einzelheiten an. 
Tidet⸗O 


mENGEL / 


Lungen in ſchlechtem Zuſtande, Le— 
ber und Nieren krank, keine 
Linderuug von Doktoren 
— Besrusna heilte, 


Herr Wm. Engel, 235 Mortimer 
Str., Buffalo, N. Y., Threibt: 

„Durch Nahläffigkeit vor etlichen 
Sahren brachte ich meine Lungen in 
Tchlehtem Zuftand, au waren meine 
Leber und Nieren frant. 

Sch dofterte, erhielt aber keine Befje- 
rung. Ein Freund rieth mir, Peruna 
zu berfuchen. 

„sch Tief eine Flafche holen und 
trat große Befferung ein. 

„Mein ganzer Körper war ver+ 
jüngt, und ich fühlte mich zehn Jahre 
jünger. 

„Sch bin diefem merthoollen Mittel, 
Peruna, jehr dankbar.“ 


Taıjende von unveröffentlichten 
Zeugnifjen liegen auf. 


Kein anderes Mittel in ber Welt 
bat fo großes unbefchränttes Lob er- 
halten. 

Dbgleih mir taufende von Zeugnif- 
fen haben, die wir nie veröffentlichen 
fönnen, find diefe gejchriebenen Zeug> 
niffe doch nicht von jo großer Wichtig- 
feit, wie die, melcdhe Freunde und 
Nachbarn von Mund zu Mund veröf- 
fentlichen. 

Diez ift mas Peruna fo populär 
macht. Leute verjuchen e3 und finden, 
daß e3 fie heilt. 

Dann empfehlen fie e$ anderen und 
diefe verfuchen e8, und jo geht das 
Merk meiter. 

Wenn Peruna nicht mehr angezeigt 
mwürbe, fo'mürben die Verkäufe von 
Perunga zweifellos noch eine oder zwei 
Generationen anhalten, da es einen in⸗ 
neren Werth beſitzt. 


Ein Freund empfiehlt Pesrusna. 


Herr Kohn E. Thomas, Haremoo), 
DW. Ba., Ichreibt: 

„sch Kitt an chronischen Katarrh. 
Ein Freund empfahl mir Ihre Medi— 
zin und Danf feiner weifen Empfeh- 
lung bin ich jet furirt.” 


bald 


LIAE ER: 


aaa enge 


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ZT Al 


Speziel für Montag! 


.'.. 


123: echtfarbiger Cheviot, 3 
65c doppelte baummoll. Blan- 
fet3, das Paar At 
$1.00 Erafh Damen-Röde 

ee 
50c ſchwarze Sateen⸗Hemden 

für Männer EG 3% 
5-QDuart Berlin Kefjel mit 

Dedel —— 3% 
2-Dt. Blechkeffel mit Desfel, Stüd 4e 
U. ©. Mail Seife, 3 Stüde zu . Lie 
Beite Klumpen-Stärke, das Pfd. . 2e 
Leaf Lard, das Pfund...... Si%e 
Teine Bork Saufage, da3 Pfb. . 54%e 


Ein Sonderling. 


Er will in einer rohen Holzfifte verbranns 
werden, 


In dem zur Beftätigung beim Nache 
laflenfchaftsgericht eingereichten Zeftas 
ment von Arthur E. Neely findet [en 
folgende Vejtimmung: „Jh münjche 
einfach eine gewöhnliche, . nicht anges 
ftrichene Holztifte. Meine Leiche joll - 
in ein lofes, violettes Tuch gehüllt, 
im nädhften Krematorium eingeäfchert 
und die Ajche joll auf fließendes Waf- 
fer geftreut werden. Mein Wunjd ift, 
daß ich nur einen Plaß im Gebächtnik 
meiner finder, Verwandten und 
Freunde habe; ich bin gegen Grabfteine 
und Denfmäler.“ Der Nahlaf im 
MWerthe von $500 fol für die Kinder- 
bes Erblaffer3 verwaltet merben. 
Neely wohnte in Evanfton. 


— —— 


NAur für Dameu! 


Dr. Raymonds Pillen 


gegen fehmerznolle 
wäsige Menttrustionh » 
n Gtödrungen zus 


d eım Subkitut ober 
= Miperfolg, indem Ahr 
an uns wendet, ehe 
der Gefundheit 
Aur in 


wird in 
Dr.R.G.Raymond Remedy Co. 
84 Adams Str., Zimmer 22. 





Bergnügungs-Weoweilen 


— „The School of Kusband3”. 
.— ‚The Education of Mr. Bipp®. 
id. — „The Seeger of Ged*. 
a00 ODperaHoufe — Land of Rob". 
& Garten — Konzert von Greatored 
er Kapelle. 
nba&8 Garten. — Konzert einer Zigeuner» 
Rapelle jeden Abend md Gonntag Nachmittags. 
iengi. — Konzert jeden Abend und Gonniag 
auch Nachmittags. 

Rivderviem Part. — Gardejüger:Kapelle und 
andere Attraktionen auf dem „Bile*; Übends gtos 
bes Feuerwerk. 

bite City. — Konzert von Bunges Orcheſter 
und jahlloſe andere Attraktionen, 

Gans» Goucıe- Bart. — Konzert, heatet 
and andere Attraktionen. 

Rolifeum. — Deutide Marine⸗Kapelle. 

———————— — — — —— — 

— — —— — — 


(Sortfegung von der 4. Seite.) 


— ——— — — 
Berlangt: Frauen und Mädchen. 
(Anzeigen unter diefer Rubrit 1 Gent das Wort.) 


2äden und Fabrilen. 


Berlangt: Duesems zuverläffigeVerfäuferinnen für 
8 


Strumpfivaaren, 
Damen geftridtes Unterzeng, 
Kinder geftridtes Unterzeug, 
Veinenwaaren, 
Waſchſtoffe, 
Polſterwaaren, 
Gas-Firxture, 
Körbe. 
Stetige Stellungen und gute Söhne. Nachzufra⸗ 
gen beim Superintendent auf dem ö. Floor, Vors 
mittags um 8:30 Uhr. 


Nothihild & Compand, 
State und VanBuren Str. 7,8,919 


a — — — 


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Uermel. Sowie Mär ten um Qermel einzund- 
ben in Euftom Coats. The Royal ‚Zailors, 12. 
Str. und Michigan Ave. Eingang hinten. dffa 


ae — 

Verlangt: Mädchen füt Meine Yabrit; muß 
Säul-Zertifitat haben. 498 Doden Wpenue, nabe 
Volt Str., im Store. fafo 


Le ET — —— 
Berlangt: Mädchen, um in Candy: fyabrit zu ars 
beiten. American Chocolate Gonfection Co., 18— 
125 Sa Salle Ave. 9—1öfen 


— — — — 
Verlangt: Mädchen, um Zigarrenliſten zu finiſhen. 
112—114 Indiana Str. ſa ſo 


——— — — — 
—— Mädchen, um ein Geſchäft zu erlernen. 
Stetige Arbeit garantirt. 14 und 15 Jahre alte 
Mädchen müfjen Alters und Schul-Bertifitat_, ba= 


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famomifr 


—————— — — 5—— — 
Bess: Zehn Mäddhen, an Hoſen, ſowie Taders. 
157 Gault Court, Top Floor. 


— — 


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Verlangt: Mädchen als Operators an Mänteln. 

87 N. Centre Ave., 3. Floor, Hintergebäude. jamo 
gets 


— — 
Verlangt: Dry Goods-Verläuferinnen. M. Ya: 
cob8 & Son, 5012-5014 Aibland Ave. fajon 
Ben er nn nenn 
Berlangt: gen und Mäpden, Knöpfe an 
Mäntel zu nähen. 22 Potomac Ade., oben. 


N en 

Berlangt: Mädchen, um das Kleidermadhen und 
Haarfrifiren zu erlernen. 544 N. Clark Str. 
WE nn nn nn 


— 
Verlangt: Geübte Büglerin an feinſte Arbeit in 


ärberei; ſtetig das ganze Jahr. Wm. John, 691 
eſt Chicago Ave. fajon 


Verlangt: Erfahrene Vafters für Zigarren-Bored. 
91 Superior Etr. friamo 


BE nn 
Berlangt: 15 Mädden für Fabrifarbeit. 495 Mil: 
mwaufee be. Emplopment Dffice. frſa 

Verlangt: Mädchen, Lining Baiſters, Knöpfe an⸗ 


nähen, vodet Vreſſers an Weſten. 745 Eltgrove 
Ave. dofrſa 


— — — —— —— 

Verlangt: Wrappers und, Inſpectors, über 16 
Sahre alt. Nahzufragen 8:30 Vorm., 6. Floor, The 
Falr, State, Adams und Dearborn EStr. dfria 


I 

Verlangt: Mädchen, die an der Nähmaichine ars 
heiten tönnen, mögen porjprehen 116—120 Martet 
Etr., 4. Floor. 6jep, im 


bb Te UI nn — 

PVerlangt: Erfahrene Operators an Nähmaidinen. 
Chicago Braiding & Gmbroidery €o., 116-120 
Market Str. dmdofrjafo 


Saußarbeit. 

Verlangt: Deutſche tatholiſche Wittwe in mittle— 
ren Jahren, um bei einem Wittwer den Haushalt 
zu führen. 364 R. Mood Str., hinten, unten. 
N nn 


Verlangt: Gute Haushälterin. Nachzufragen 
Abends und morgen den ganzen Tag. Guter Blab. 
6817 Throop Str. vn. ſaſo 


—— — ——— — 7 7 
Verlangt: Mädchen für allgemeine Gansarbeit in 
Heiner Familie. 4536 Foreſtville Avenue, 3. Flat. 
jajo 


(nn —— 
Verlangt: Köhin und MWäfcherin. Lohn $6. — 

4414 Greenwood Abe. 

TEN 

Verlangt: Mädchen für allgemeine Kaußarbeit in 

Heiner Familie; guter Sohn. 445 ©. Marjhfield 


Ave., 2. Flat. 


ee Me UI nn 
Verlangt: Mädchen für Hausarbeit; gute Hei: 
matb, guter Lohn. 759 Talman Ave. ſa ſo 


— —— — —— 
Verlangt: Gutes Mädchen für Hausarbeit. 901 
Madiion Str., Top Flat. fajo 


TE mn — — 
Berlangt: Mädchen für allgemeine &Kausarbeit. 
1434 Ebgecomb Pl., 1. Flat, Lake View. 


EN nn ——— 
Berlangt: Mädchen für Hausarbeit in Meiner 
— 719 R.Irving Abe., Ede Hirſch Str., 
> at, 


——— — — — 
Verlangt: Frau, um Wäfhe von Privatfamilte 
zu Haufe zu wachen und bügeln. Nur eine, die 
ut wafhen und bügeln Tann, braucht vorzuſprechen. 
tetiger Plab. Rachzufragen 336 Dit Divifion Str. 
BEE N iin 


Berlangt: in zuverläffiges Mädchen für allges 
meine Hausarbeit in familie bon zwei Erwachſe⸗ 
nen. Lohn $6._ Muk engliih ſprechen. Vorzuſpre⸗ 
en Sonntag Nachmittag, oder Montag. 215 Late 
te., Gvanfton, zweites Haus vom See. 


nn nn —— 
Verlangt: Frau für allgemeine Hausarbeit; qu⸗ 
te8 Heim, ftetiger Piatz, guter Sohn. 1093 RN. Fran: 
eisco Ane., Ede Armitage, über'm Laden. ſaſo 
—— — — — 
Metlonst: Mädchen für allgemeine Hausarbeit. 
u. Roeffler, 658 S. Aihland Abe. 


Me ——— — —— 
Verlangt: Mädchen für Hausarbeit in kleiner Fa⸗ 

milie. Wabaſh Ave., 2. Flat. 

er mn Fa 


Verlangt: Xüchtige erfte Köhin Fir Qundhroom; 
feine Sonntagsarbeit. Xhe Belt Lund Room, 148 
Dearborn Str. 


nn — —— 
Verlangt: Ein Mädchen bon 16 bis 18 Aabren, 
um bei ber Haußarbeit bebilfih zu fein. 1670 
Budingham Pl., nahe Haiſted Sir., 1. Flat. 

— — — 


Berlangt: Aeltere rau zur Beauffihtigung 
eines 3 Monate alten Rindes. Familie von Ziweten. 
14 Sane Place, 1. Plat. 


DE Inn 
Berlongt: Eine ältere Frau für Heinen HauS- 
and. Vorftadt, Nachzufragen Sonntag Morgen, 
Uhr. B. Koewing, 182 Of Obto Str. 


EI nn 
Berlangt: Mädchen bon etiva 15 Jahren, zur 
Hilfe. 418 Vatterſon Abe. 


nn — — 

Verlangt: Alleinftehende Frau für leichte Haus⸗ 
arbeit; gutes Heim. Sonntag borzufprehen. — 
1706 Belmont Wbe., oben, nahe Halfted Str. 


DT —— — — — — 
Berlangt: Mädchen für Hausarbeit. 712 Grace 
Etr., vier Blods öftlih bon Rincoln Ave. 


E Berlangt: Deutfches Mädchen für allgemeine 
Hausarbeit, in lat; feine Mäjde. 1701 Sheridan 
Road, 3. Flat nördlid. 


Dee het nn nn 
Verlangt: Yunges Mädchen, deutfh und enaliih 
fprechend, um am if aufzumwarten. 110 Clybourn 


Ave. 


— nn nn 
Berlangt: Eine Wafchfrau, für Montag? ftetiger 
Bias; $1.50. Nict porjprehen Sonntag NRahmits 


ad. 98 Warren be. 


U — — — — 

Verlangt: Gutes Mäpdcen oder Fran; fan auf 
Wunfb zu Haufe Ihlafen. 055 Meft 49. Place, 
nahe Halfted Str. fafon 


— — — — 

Rerlanat: Gute, einjebe Köchin; Privatfamilte; 
feine Wäfche oder Bügeln. 2923 Cottage Grove Une, 
— —— 


Bu en een ar 
BVerlangt: Deuties Mädchen oder ältlihe Dame; 
allgemeine Hausarbeit. 706 R. KHopne Abe. 


en — nn 
Berlanat: Mädden, 85.00; ſowie Kindermädden. 
372 Garfield Ane. 


Berlangt: Mädchen für allgemeine KauSarbeit; 
zu Kaufe fählafen. 628 Eait 43. Str. 


ee er RETTEN: 
Berlangt: Köbin für Buſineß⸗Lunch. Südoſt⸗ 
Ede Fifth Ave. und Jadſon Boul., Bafement. 


— — — — — 

Delangt: Mädchen für allgemeine Hausarbeit; 
14 bis 16 Yahre; muß zu Haufe fhlafen. 824 Bel 
mont Abe. N famodt 


een messen ——— 
Berlangt: Wädchen fur allgemeine KauSarbeit; 
guter Lohn. 907 Milwmautee Ave. 


|. m — — — 
Belangt: Madchen für allgemeine Hausarbeit. 
910 Milwanfee Abe. 


RT mn nn 
Berlangt: Ein . gutes dentjhes Kindermädden. 
Rehufragen: Mes, Ang. Groß, 599 Wells Str. 


ie en ann 
Berlangt: Ein Mäbden für allaemelneSausarbeit; 


te8. Heim: ftetiger. Plak und Tleine ilie. Zu 
— wifen 11 und 12. B. Minshy, 237 * 
a 


Madiion Etr.. 2. Wlat. 


Berlangt: Mäbchen für allgemeine Hausarbeit; 
feine Mälde. Mrs. Lapine, 3554 Rhodes Abe. frfa 


t: dchen usarbeit; muß engliſch 
— es 8 


— — — — 
ah un Weber, vo Grant — He 


— —— 


Berlangt: Frauen und Mädchen. 
(Ungeigen unter biejer Rubrik 1 Gent das Wort.) 


Hausarbeit. 


Berlangt: Gin gutes Mädchen für Hausarbeit; 
44.00 die Woche. 5100 ne kan Abe. 


— —— — 

Verlangt: Gute Köchin, Ungarin, $6 die Wode; 
gutes Mädchen für Hausarbeit, wajden, bügeln, $. 
791 N. Leavitt Str. fajo 


ET nn nn nn 
® Verlangt: Mädchen, für allgemeine Hausarbeit; 
gi Köchin, guter Kohn. 168 Fremont Straße, 2. 


Berlangt: Ein erfahrenes Mädchen für Dining- 
room in Reftaurant. 445 Wells Str, 


Berlangt: KHaushälterin in tleiner Familie. — 
Nachzufragen in der Apothete, 272 Sarrabee Str. 


Eee 

Berlangt: in Tleines Mädchen zu Kindern und 
für leichte Hausarbeit; muß zu Haufe fohlafen. — 
49 Fremont Str., Store. 


Berlangt: Erfahrenes Mädchen für allgemeine 
Hausarbeit. Lohn $4. 723 MW. North WUve., Store. 
— —— — — 


Verlangt: Haushälterin, um — zu 
wirthſchaften. Nachzufragen Samftag und Sonns 
tag. 44 N. Mozart Str, nahe Chicago Wbe. 


ee 

Verlangt: Ein Mädden für allgemeine Hausare 
beit; 2 ermwachjene Berjonen in der Familie. 8 
Wisconfin Str. ſa ſo 


— — — — — 
Verlangt: Waſchfrau, für Montag. 686 N. Hal⸗ 


ſted Sir. 


MEET U — — 

Verlangt: Deutihes Mädchen für allgemeine 
Hausarbeit; fann zu Haufe fhlafen; guter Lohn. 
66 NR. Halfted Str. 


— — — — 
Berlangt: Mädchen für Hausarbeit. 90 Weit 
Ohio Str. Photograph. 


NN N TU nn — 
Berlangt: Frifh ein ewandertes Mädchen für all» 
emeine Hausarbeit: Yu erfragen: Chicago ovelty 

Dre Morts, 5531 State Str. 


FE — — 
Verlangt: Gute deutſche Wafhfrau. 2089 Kens 
more pe. jafonmo 


ET nee 
Verlangt: Deutiches Mädchen für allgemeine 
Hausarbeit. 2089 Kenmore Une. fajomo 


I 
Verlangt: Ein deutfhes Mädchen für Hausarbeit. 
92 Arping Part Une. Yajon 


Vs wo 


ET 
Berlangt: Alleinftehende Wittme oder Mädchen als 
gi Sund-Köhin. _Rahzufragen Sonntag: 18 
hard Str., Wlat 8. 


EN 
Verlangt: Mädchen für allgemeine Hausarbeit. 
Nachzufragen Montag Morgen: 3059 Kenmore Ave. 


Verlangt: Nettes deutſches Mädchen, englifh ſpre⸗ 
end, bei der Hausarbeit mitzubelfen und ‚mei 
Rahre altes Baby zu beauffichtigen. _ 1404 Roteby 
Str., 2. Flat, nahe Grace Str. Hohbahnftation. 

fajonmo 


— — — — — 
Verlangt: Buſineß⸗Lunch⸗Köchin. Vorzuſprechen 

Sonntags: 155 Eaſt Randolph Str. 

ae ee ee 


— — — — 

Verlangt: Zimmer⸗ und Kiihenmäddhen, 86; keine 
Sonniagsarbeit; Köchinnen, Reſtaurant und Lunch, 
814; Haushälterin, Country. 76 La Salle Str. 


Mädchen und Frauen für irgend eine Arbeit in 
Brivat- und Gefhäftshäufern, jomwie Haushälterins 
nen finden immer gute Stellen bei bohem Lohn. 
Friſch eingewanderte gleich untergebracht in der äl⸗ 
teften deutihen von Gtrelow 1892 gegrlindeten Stel: 
lenpermittlung, 76 LaSalle Str. bone Main 2717. 

22ag,didoja,im 


a a ne 
Nerldnat: Gutes deutfhes Mädden für gewöhnliche 
Hausarbeit. 2516 Archer Ave. dofa 


U — 

Verlangt: Zwei Mädchen, 14-16 Jahre, die 
nähen iernen wollen und leichte Hausarbeit ver— 
richten. Lohn 8 und autes Heim. 526 R. Claxrt 
Straße. ſaſo 


— —— — — — — — 
Verlangt: Ein Mädchen für Hausarbeit. 24 
Clobourn Ave., Reſtaurant. ddſa 


⏑ — 

Kolbs Internat. Vermittlungsbureau, 772 Mil: 
waufee Ave., hat gute Pläge für Hausarbeit, Re: 
ftaurant3 und Hotels, Gute Löhne. dmdoja 
Berlangt: Gutes Mädchen für Store: und Haus: 
arbeit, guter Lohn, außer dem Haufe jchlafen. — 
131? Grace Str. frja 


— — 


—— — — — — 

Berlangt: Tüchtiges Mädchen für zmeite_Arbei* 
in Heiner Familie, deutiches bevorzugt, Empfeb- 
lungen verlangt. Anzufragen Sonntag von 3 bis 6 
Uhr, 77 Late View Apenue. frfa 


— I TU nn 
Verlangt: Gute zweite Köchin. 101 Oft 2. Str. 
Reftaurant. fria 


— 


—— — — — 
Verlangt: Mädchen für allgemeine Hausarbeit. — 
3648 Rhodes Ave., 2. Flat. frfa 
— Guben SE 

Berlangt: Ein Mädden für allgemeine Hausarz 
beit in einer Heinen Familie. 942 Addifon Ave. 
— u —— ee 

Verlangt: Mädchen für Küche und Hausarbeit; 
guter Lohn. 9% Union Place nahe 22. und Union 
Straße. dofrfa 


BEN — — nn 
Berlangt: Köchinnen, zweite und Hausarbeit3= 
mädchen bei feiniten Herrſchaften. Beſter Lohn. Neu 
eingewanderte ſofort untergebracht. Mrs. Mandel, 
3155 Indiana Ave., Tel. 6823 Douglas. Bag,im 
ee erinnern 
Berlangt: 10 Mädchen: für gewöhnliche Hausarbeit, 
Köchin und Gefchäftspläge; bober Lohn; Pläge an 
Hard. 3121 Wentmwortb Ave. Mıs. Sopifi. 
lipim& 


EEE — — 

Verlangt: Tüchtiges Mädchen für zweite Arbeit 
in Heiner Familie. Guter Lohn. 5482 Greenwood 
Avenue. dofrja 


— — — — 

Verlangt: Ein Mädchen für allgemeine Hausar⸗ 
beit. Mrs. Schoenfeld, 752 Englewood Ave 7ſplw 

MW. Sellers, das einzigfte, größte deutſch⸗amerika⸗ 
niſche Vermiitelungs-Inſtitut, befindet fih 586 N. 
Clart Etr. Sonntags offen. Gute Pläge und gute 
Mädchen prompt beforgt. Gute Haushälterinnen ims 
mer an Hand. Tel.: Dearborn 2281. 5ja,® 


————— — — — — —— 


Stellungen ſuchen: Frauen und Mädchen. 
(Anzeigen unter dieſer Rubrik 1 Gent das Wort.) 


Geſucht: Deutſche Frau, die felbftftändig den 
Saushalt führen fanı, fuht Stelle. 338 Milwau⸗ 
fee Ave., oben. 

Geſucht: Wittwe, 88, allein, ſucht Stelle als 
Haushälterin bei einem bejjeren_Wittwer oder als 
jeinftehenden Herrn. Wbr.: 8: 8. 385 Abendpoft. 

Geſucht: Ein deutſches Mädchen, friſch eingewan⸗ 
dert, ſucht Stelle für Hausarbeit. 1463 Armitage 
Ave. Viite Sonniag vorzuſprechen. 


ee a TE — 

Geſucht: Wittwe beſorgt Wäſche und Flickarbeit 
an Männerwäide. 474 Larrabee Str., hinten. Eins 
gang nur hinten an Eugenie Str. fajo 
A 


Gefuht: Frifch eingewandertes deutſches Mädchen 
fuht Stelle für Hausarbeit. Bitte, perſönlich vor— 
zuſprechen: 1512 81. Str. 


Geſucht: Praktiſche Pflegerin ſucht Stelle, Woch⸗ 
—— aufzuwarten. Sophie Girjeht, 375 Elybourn 
venue. 


— —— — — 

Geſucht; Ein deutſches Mädchen ſucht Stelle für 
Hausarbeit. Bitte vorzufprehen. 379 Marwell Str. 
BRETT U — 


Geſucht: Deutſches Mädchen ſucht Stelle in Pri⸗ 
vathaus; tlann lochen; ſcheut feine Arbeit. 233 
Southport Ave. 


N nn nn —— 

Geſucht? Deutſche alleinſtehende Frau, die Haus⸗ 
arbeit, waſchen und bügeln dut verſtehi, ſucht Ar⸗ 
beit. 18 Meyers Court. 


Geſucht: Erfahrene Krankenwärterin wünſcht 
Plaͤze, um Kranfe oder MWöchnerinnen zu pflegen. 
8. Buttropf,, 177 Elybourn Ude. 


we U m nn 

Sefuht: Aunge Frau jucht Stelle für Wafden 
und Scheuern. Bitte jelbft borzuiprehen. 160 Eiys 
bourn Ave. 


DOT TI nn — 
Gejuht: Deutiches Mädchen fucht zweite Stellung, 
oder bei Kindern: ift gute Näherin. E. Simonis, 
211 Mohamt Str. 


AS N TU nn 

Gefuht: Witte, 39, ohme Anhang, ucht Stelle 
alg Haushälterin; möchte gerne ibre öbel vers 
taufen, Abdr.: 8. 8. 807, Abendpoft. 


anne, Ti 1 Po ——— — 
Geſucht: Wäſche. im auſe zu waſchen. M. Bren- 
ning, 1053 Wolfram Sit. 


mind, MT I —ñ —ñ — 
Geſucht: Eine Frau mittleren Alters ſucht Stelle, 
auspalt felbitftändig_au führen. Bitte, vorzufpres 
rer: 1783 N. Clark EStr., Kod. 


an: ART en nn 
Sefuht: Deutihe Frau fucht Stelle, Saloon oder 
Reftaurant; bitte, vorzufprehen. 188 Wells Str., 


op Floor. 


ap UT nn 
Geſucht: Haushälterin fuht Stelle in anftändigem 
Haus in Country. 76 La Salle Str., oben. 


gaun I nn 

Geiucht? Alleinftehende tüchtige Frau fuht Stelle 
als Haushälterin, gebt auh auf’3 Land. 561 
Sedawid Str., oben. fria 


En EEE TEUER 
Gefucht: Deutſche Wittwe. mittleren Alters, ſucht 
Stelle als Haushälterin; gute Köchin. 1229 Soutps 
port Ave. frſa 


— ———— — — 

Geſucht: Ein junges, frifh eingemandertes Mäps 
hen fuct Stellung al Gtübe der usfrau. Nord» 
jeite. Nachzufragen 130 Diverfeyg Blod. el. Bel: 
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ı ben werden. 


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j 


Eotalbericht. 


Srieftkaſten. 


A. B. — Als billigſter Weg, vausrath von 
bier nad Cleveland befördern a laffen, ent 
pfiebit fi der über die Seen. Die Sradraten 

nnen Sie bei der „Auchor Line“, Nr.-2 Welld 
Etr., erfragen. 

9. €. — Der Gemwerkverein der Bürftenbinder 
berfammelt fich: jeden 1. und 3. Sreitgg des 
Monats an der. Ede von Ehıcago und R, Wi 
tern be. Ob bier eine Dredsler-Union be+ 
tebt, das fönnen Site vielleiht don Mitgliedern 
er (deutihen) SHolzarbetter-Union Nr, 1 etjay- 
eden Dien-- Abend im Lolale 
2. Lale Etr. vesfammelt. 


B. — Man wird onen. die Lizensae: 
ah der Zeitdauer berechnen, für melde Eie 
die Ligen löjen. ; : 

H. J. P. — Das Wort Kulm (urjprünglic 
Kolm) bezeichnet einen abgerundeten Bergaipfel 
un. it ein deutfches. 

. 8. — Wenden Gier fih an einen, beliebigen 
lutherifhen Geiitlihen. Ohne, die_ Empfehlung 
eines jochen werden Gie Taum im Seminar Auf» 


ren, die fich 


2⸗ 


G. 
nach 


nahme finden. 
. X. — Bundesländereien ſind noch in faſt 
ſammtlichen Slaaten des Weftens zu haben, und 
war Sznnen dieſelben entweder um geringen 
rels läuflich erworben werden, oder uñentgelt⸗ 
lı unter dem Befiedelungs- ber- dem Auf- 
oritungsrecht. Sie werden am beiten thun, ji 
tieflih an das Landamt (United States Rand 
Dffice) in Wafhington zu menden. um nähere 
usfunft über die  Boden-Bejchaffenheit, ner 
BundessLändereien in den einzelnen Staaten. 
Haben Eie fih dann für einen beftimmten Staat 
entf&hieden, fo‘ fegen Sie Ihre Erkundigungen 

e. dem Landamt des beirej,enden- Bezirks fort. 

Srau Anna F — Man tennt im Deut 
fhen (au im Griehifhen) rünf Fälle (Nomi- 
natib, Genetib, Dativ, Allufatid und Volativ), 
wozu im Lateinifhen noch ein jechiter Fall, der 
Ablativ, fommt. Der Bolativ (oder Auscuf- 
fan) ift übrigens itreng genommen fein eigent- 
liher_ Sal, fondern nur die nadte Stammform 
de3 Haupfwortes, die als Ausruf außer aller 
Beziehung zum Cab fteht. 

M. J. 199. — Es gebt uns genau fo, Wie 
Ihnen — auch wir fönnen eine derartige Yirmıa 
nicht im Adreßbuch finden. Jedenfalls ift cs 
ein ausmärtiges Geichäft. 

M, D. — Die Weftern Ave. ift die Yängite 
Straße in Chicago, ihre Länae beträgt rund 
22 Meilen. 

F. M. — Das öſterreich-⸗ ungariſche Konſulat 
befindet ſich im Gebäude 184 LaSalle Str., 
Zimmer 816. 

E. K. — Die während des Streils zur Aus—⸗ 
hilfe angeſtellten Poligiſten haben une Lohn 
bor zwei Wochen belommen, die Hilfs-Sheriffs 
den ihren ſchon früher. 

Sleisiger Lefer. — Da der böfe Nad- 
bar das ftreitige Huhn Ihnen felbft beramndge- 
geben bat, fo ilt nicht erlichtlich, wie er Ihnen 
Laſſen Sie sich 


Abendpojtlefer. — 1) Eine Gchei« 
dunastlage wegen bösmilligen Verlaffens Tann 
der Mann nur erheben, wenn ibn die Frau oh⸗ 
ne gefeglihen Grund berlaffen Hat; Trennung 
laut aegenfeitigen Uebereinfommens ift Tein 
Cheidungsgrund. — 2) Handelt es fi um in 
Verbreden, morauf Zuchthaugitrafe gelegt ilt, 
fo muB die Antlage von _der Grand Jury erho- 
Machen Sie Ihre Anzeige dem 


folte etwas, anhaben - Tönnen. 
niet bange machen. 


Staatsanwalt. 

E. E., Wallace tr. — 1) &3 Ttebt Ihnen 
frei, ein Zagergeld zu fordern. Cie werden aber 
dadurch nicht verbüten fünnen, dar fich der Ber 
trejfende duch gerihtlihes Verfahren in den 
Belt feines: Eigenthums:jest.. Die Forderung, 
die Sie baben, gibt Ihnen lein Pfandredt auf 
die Saden. — 2) Zliegenfeniter und dergleichen 
entfernbare Dinge, die der Miether angefhartt 
r-+ gehören ihm und der Hauswirth bat Tein 
AUnreht darauf. 

3%. ©., Green Str. — Die Frau Tann die 
Reife mahen auch ohne Papiere; einen Pab 
fann fıe al3 Nichtbürgerin überhaupt nicht vr- 
halten. Dab man ihr bei-der Nüdlehr Schivies 
riafeiten maden wird, ift, jo lange der Marın 
bier anfällig bleibt, nit wahrideinlid. Doc 
find derartige Fälle fhon borgelommen, wenn 
Grund zur Annahme borlaa, daß die zurüdich- 
rende Perion bier der Deffentlichleit zur LXalt 
fallen könnte. ® 

Ch. W., Nobey Str. — 1) Erheben Sie Bes 
fehmerde bei der Polizei oder he beim Frie⸗ 
densrihter. — 2) Nachdem Cie Ihre Yrau an: 
ter die Behandlung der Yerztin geitellt hatten, 
batte die nicht blos das Necht, fondern auch 
die Wircht. jo oft zu fommen, al3 es ihr noth- 
wendig Ichien, jo. lange, bis Sie Ihr Tagten, 
daß fie nit mehr Iommen Tolle. Selbitberitänd» 
lich bat fie auch das Redt, für ale dieje Beſuche 
Bezahlung zu fordern. — 3) Zu Verleumdungen | 
bat niemand ein NRedt. — 4) Es ift nicht ım- 
mer notbwendig, dab der Name des Einienders 
mis der Ginjendung veröffentliht wird, aber er 
muß auf ale Fälle der Redaktion mitgetheilt 
werden. 

Aug. Gr., Rees Str. — Die Schadenerfaß- 
flage mu innerhalb zwei Jahren eingereicht 


werden. 
— — — 
Todesfälle. 


Nachfolgend veröffentlichen wir die Namen der 
Deutſchen, über deren Tod dem Geſundheitsamt 
WMeldung zuging: 

Block, Henry, 55 J.: 341 Wood Str. 

Endel, Edward, 4.3 49 California Ave. 

Edderſtedt, Vincent, 12 T.; 442 W. Chicago Ave. 

Funt, Edward, 1 3.; 168 High Str. 

Hirih, Martha, 12 3.; 70 Wisconfin Str. 

Henning, Mathilda, 37 3.; 1009 32. Str. 

Klein, Glarence, 3 M.; 142 Ganalport_ ie. 

Kuhn, Maria 8. 45 9.; 305 Ordard Str. 

Kafpar, Albert, 7 M.; 505 16. Str. 

Bajh, Mary, 65 3.; 9008 Commercial Ave. 

Reichenfeld, Eva, 60 9.; 3655 Brairie Abe. 

Schulmann, Rofie, 7 M.; 47T Morgan Str. 


=—12+.0 — 
Heiraths⸗Lizenſen. 


Folgende Heiralhs-Lizenſen wurden in der Of⸗ 
fice des County⸗Clerts ausgeſtellt: 


Samuel Kendrid, Helen Zonfon, 27, 24. 

Michael Walſh, Joſephine Gagnon, 82, 24. 
Ulyiies S. Harvey, Lydal H. Bias, 36, 24. 
Wiliam Wornhoff, Iennie Majon, 21, 19, 
Gharles E. Sands, John McE&ulloy, 24, 19. 
Baul Stade, Sujanng Xolfa, 21, 24 

George Boettcher, Angeline Smidowig, 43, 42. 
Beorge M. Greiner, Youije Foth, 2, 2. 
EHrittian Weftphal, Lena Schneider, 27, 21. 
Sohn Floros, Marial Klautosty, 21, 21. 

William Barman, Xouife Frant, 25, 8. 
Kobert MeGannel, Lilian Murray, 23, 19. 
Jojeph Smelinsti, Mary Kmwiczinsti, 25, 19. ; 
5. Jojepp Young, Edna, E. Oliou, 30, 24 
Abrahanı R. Dilley, Elizabeth Weiddleton, 28, 29. 
Louis Schwarg, Annie Miller, 28, 22. ‘ 
John Viehoufa, Mary Yubel, 23, 20. 
Bruno F. Witlomsti, Teofila Bienit, 35, 27. 
Sojef Sugli, Antonia Wuguftyn, 25, & 
Peter Yuguftin, Verona Snur, 3%, 28. 

John Smutny, Antonia Kuntova, 29, 28. 
Eugene Brennan, Mary Groth, 21, 17, 
William E. Carlisie, Cora U. Pooler, 26, 22. 
Michael Przozuouska, LYupwile Hotnio, 39, 22, 
Leigh W. Fofter, Ema G. Hunt 54, 49. 

Louis Knies, Salma M. Muih, 20, 20. _ 
Jozef Padjota, Maria Rapp, 3, 26. H 
Sharles A. Zamm, Blaue U. Obenberger, 80, 27. 
Charles LZidike, Ehriftina Kiejemetter, 26, 22. 
Haus E. Hanien, Yobanna Smwanjan, 49, 47. 
Here ». Mills, Mabel Moran, 37, 8. 
Kan Konecnit,' Elizabetb Balansta, 21, 19, 
denry Dermann, Berthu Kawohl, u, 48, 
Arotpd &. Naljon, Jennie M. Guſtene a 24. 
William S. Carrigan, YAugufta M.Glapdic, 21, 38. 
GSlart Jupp, Ylande M, Bombard, 21, 19. 
Andrew Gullitien, Ada Anderjon, 49, 42. 

Toni Scherlinsti, Panlina Gati, 26, 22. 
Elwood E. Thompjon, Ella M. Elivtt, 25, 24. 
Arthur H. Ryan, Mary U. syunnegarn, 30, ai. 
Thomas F. Lyuch, Martha *2* 2, 21. 
William 4. Nicol, Martha 8. tion,‘ 21, 18. 
Mite Heldazis, Nellie Damensti 27, 20 


Martin Yurmaniat, Mardanna Jachniak 8, 20. 
Emil Spleger, Henrietta Abrahant. 28, 24. 
Charley Vlanhard, Margaret Frey, 3, 22. 
Charles engere, Lizige O'Brien, 85, 31. 
MWiadisiam Dyeorinsti, Vladislawa vioſhinſta, 
22. 
William CE. Hodges, Laura Perkins, 3 8. 
Aohn Holland, Vlary Hammali, %, 20. 
Edward KXeonhardt, Adeline Helle, 22, 20, 
Charles F. Burkhart, Mabel Dorothy, 26, 2. 
Felix S. Chrzanowski, Anton iug Stewsla, 2, 20. 
Edward Stoermann, Belle a0 on, 40, 8. 
Kame MeGann, Annie Goldie, 21, 18. 
Anoiph‘ Schelipafe, Cornelia Alingens, 21, W. 
Xogef Osredlar, Maria Gantur, 26, 25. 
8 I. Haug, May Rasmufien, 22, 20. 
alvatore —— Maria Duge, 27, 19. 
8. Stanley Marid, Edna Chüie, 9, 24, 
Giovanna Gasperi ‚Angenin Balento, 26, 21. 
Zt Qalvoda, Mary lat, 25, ». 
eter Fiiher, Amy L. Eorey, 35, 19. 


Ban-Eriaubnißicheine 
twırden außgeitellt an: 


| Fred Greater, Iftödiger Badftein-Unben, 7158 Green» 


** de., *2000 


A 
i ich ⸗ ⸗ 
VE rien m. a0 


a Connie, rg te , 000; 
— iftödige. Cottage, , 
Bi len —— m 
. W. %. Melletdur, Icftödiger Vädfteinladen, 
1295 Ogden Xpe., * 
— 
— Beten DENE Badfteinfiat: Gebäude, 1310 
— ABM 
N 
Willicm Kraufe,, 2= — Badfteinflat: Gebaude 
Vadfieinflat:Bebäude, ZZ 


435 ——— 
todige 
Str. 41800. 
ı Badfteinladen:Unbau, 


I Mettige, per 100 Bilndchen 


Marktberiqhu. * > 
> Gpleage; Den 9. Geht. 1006. 
Die Breiſe gelten nur fr den Gcobhanpel). 


. (Baarpı 
, — Mr. 
Be Be Dt 
OB. 
m Nr. 2, Northern, 88-00; 
Mais, Mr. 2, 2 me lc; 


Ar; Nr. 
Nr. 2, gelb, Fr Pr Mr. 8, ; Re. 3, 
- weiß — 54; Nr. 3, gelb, u Rr. 
4 Pu 53 %rc, 
afer, Nr. 2, 6; Ne. 2, weiß, 83%4—2%; 
® he. 3, Bye; ve weih, WI Aike; Stans 
dad, TU Wrc. 
I. Winters:Batents, . 3.0-44.%0  da$ gel: 
traights“, 33.90-44.10; innejota v 
Epring, Straight, Export Bags, 4.0.0; 
& u Berta Pays Seleiien)— Belle Ximot: 
e au n if 
a A: rk 
10. 11.00; Rr. 3, 88.00-69.00; befte tals 
tie, ya a0 20; bitto Sr. 1, 88.00-10.00; 
Nr. 2, 87.00-87.50; Rr. 3, $6. 7.00; Rr. 
4 85.00-86.00. 
(Auf künftige Sieferung). 
Weizen, September, Elise; Dezember, 8256 
6; Mai, 85%c. 

Mais, September, alt, 53%c; neu, 5lac; De: 
zember, 4er; alt, £; Mai, har. 
5a ger: September, 26c; Dezember, TU—T7%c; 

ai, I 


C. 

„rovifiouen, 

Shmalz, September, $7.65; Dftober, $7.724; 
Januar, $6.85. 

Gepöteltes Shweinefleifdb, Septems: 
‚ber, $15.00;_Oftober, $14.70; Januar, 812.35. 
Rippen, Scptember, 8.524; Dtober, 8.024; 

Januar, $6.40. 


BWinte 
roth, 
hart, 

Sommermweizje 
Rr. 3, Spring, 


Me 


; Del. 
Vrima, weiß, 150.00ar000... PT 
Berfettion 
Headlight, 
Laphta 
Hleum Spirits. 
Gaſolin (Bien). 


bo., 

do., 76 
Zeinfamen:Öel, rob, per 5 

bo., gereinigt, per 5 
Terpentin 


2 
22 
* 


— 
⸗e755 


Beh 


Schlachtvie h. 

Rindpteh Gute bis ausgeſuchte Stiere — 
85.80-86.50 per 100 Pfund; gewöhnliche bis 
mittlere Sorte, per 100 Pfund, 41.35-85.50; 
gute bis ausgejuchte Kühe, 23.40-55.50; ge: 
wöhnlige bis mittlere Kälber $4.00-$5.50; gute 
bis ausgejuchte Kälber, $5.50-$7.75; ullen, 
geringe biß ausgejuchte, $2.25—83.%. 

Shweine. Ausgejuchte bis befte (zum Berfandt), 
85.65-85.90 per 100 Pfund; gewöhnliche bis 
ihwere Schladthauswaare, 85.00-85.40; fchwere 
gemifchte Waare, $5.45—$5.65; leichte ausge: 
ſuchte, 85. 50 865. 70. 

Schafe. Beſte ſchwere Hammel, per 100 Pfund, 
44.90-55.25; gute bis dusgejudte Schafe $4.75 
—55.00; gute bis ausgejugte Jährlinge, 3.40 
—$5.75; ytaie bis ausgeruhte „Xambs“, 


8. 2587. 
Molkerei⸗Produlte. 
Butter— 


„Greamery“, extra, per Pfund...$ 0.21 
Nr. 1, per P 0.18 —.19 
Nr. 2, per Bund 5 h 
„Kovuys , per Pfund.ecooseoneee 
Nr. 1, per Bund 

Yables, per Pfund 0. 

Padwaare, friih, per Pfund..... 

ſteä ſe— 

Rahmkäſe, „Twins“, das Pfund.. 

„Daiſies“, per Pf 

„Yeung Americas“, per Pfund... 

Schweizer, Drum, per Pjund.... 

Limburger, per Pfund 

Brid, per Pfund 

Eier— 

Friihe Waare, ohne Abzug von 
Berluft, per Dugend (Kiften zu: 
rüdgejandt) 0.13 —0.16%% 

Sriihe Waare, ohne Abzug von 
Derluft (Kiften eingeichlofjen).. 0.134—0.16% 

Prima, O Prozent friich 0.20 

Grtra für den Stabtveriauf Ders 
padt 0.2 
Geflügel, File, Kalbiteiic. 
Geflügel (lebend)— 

Hühner, das Pfund 

„Springs“, das Pfund 

Truthühner, das Pfund... 

Gänfe, das. Dugend 

Enten, dad Pfund 

Gefjlügeı (Küblipeiher)— 

Hühner, das Pfund 

„Springs“, das . Pfund 

Gänje, das Pfund 

Truthühner, das Pfun 

Enten, das Pfund 

Kälber reichlahtet)— 

50— 80 Pd. Gewicht, das Pfund 0.06%—0.07%& 

65— 8 Bid. Gewicht, das Pfund 0.07 —0.08 

35-10 Bid. Gewidt, das Pfund 0.09 

Biidhe— 

Weißfiih, Ar. 1, per Pfund.... 

Schwarzer Barfh, per Pfund...» 

Weiber Barjih, per Pfund 
iderel, per Pfund........... ... 

‚ Dedte, per Biund... 

arpfen, pet Pfund . 

ders (zugerichtet), per Pfund... 
ads, per Pfund 

Shelfifh_ner_Riund.. 

Halibut, pet Pfund.... — 
lundern, per Pfund........... 
ale, per Pfund........ - 

—— per Pfund 
tout, Nr. 1, per Pfund........ 

Trout, Nr. 2, der Pfund 

Maderel, per Pfund 

Summer (gefodht), per Piund.... 

Friſche Früchte, Gemüſe. 


UAepfel, neue, per Faß........... ** 
Grab:Yepiel, per Fab 

Ben, Ralifornia, per Kifte 
tangen, KRalifornia, per Kifte 
Bananen, ze das Bündel 

Melonen, Gems, per Korb ‘ 
Wafiermelonen, per Garladung 60. 
firfiche, Michigan, . per 1:5 Buſhel.. ©. 
irmen, per Fa 2 
Plaumen, 1:5 Buſhel 

MWeintrauben, 8 Pfund:Körbe 

Kraut, per Kifte 

Kopfjalat, per Kübel 

Blattjalat, biefiger, 

Tomaten, per Kifte 

Motte Rüben, per 100 Bündchen 
Mohrrüben, per 100 Bündchen 

Sellerie, per Kiſte............. ... 0. 
Rüben, per Kiſte * 


* 


o© 
| 
5—22 
7 


e 
8 
ze se 


BEEE3338& BEISSbanstarnsnse 


beohdsd satt. 


— 


50 

Gurten, per Dutzend.. 30 
Spinat. per Kübel 25 
Blumenkohl, per Kifte.... ++ 0.75 
Schotenerbien, per Sackh ............. 1.0 
3 

40 

20 

ww 


0. 

0. 

0.25 
+0 


Rohlrabi, 100 Bündchenznucnensenenen 1 
iebeln, per Buipel area ee 
üßlorn, per Sad .nnueconusnaneseue 
Bo g: ett-- 
rüne Schnittbohnen, per Kifte.. 1. 
Trodene „Beand*, auseriejen, 
per Buſhel den 
Geringert Sorte .. 1.35 
Rothe Rierenbohnen + 2.75 
rtoffeln, in Garlapungen, Buibel.. 0.35 
Eüptartoffeln, der Fak 2,3 - 
|| | — —— 


Banferott-Crflärungen. 


Zur Bundes-Diitriftögeriht Wurden u 
um ante. @elläcune eingereicht Fa * 


Geſuch von Louis Melman und Anderen um Bans 
terotterflärung von Yacob Goldberg — Forderun: 


gen $600. 

2 aan Sohnfton — Berbindlichteiten 818, Beitände 
Sand, 9, pnton — Berbindlichleiten 458, Be: 
Scheidungsklagen 
wurden eingereicht bon: 

Loui E wo⸗ 
nt Frederic 85 u a ae 
k gegen Samuel x* J graufame Behandlung. 

x. * 


S2 Basssensscssusshrge 


ddl 1 BLLLLLLLL. 


44*** 


oſeph egen Barton, BVerlajien; Ces 

ge gegen Kies bite, Ehebruh. Dora gegen 
lias Cohn, Verlaffend. Erneft gegen Broronie G. 
Schoff, Bruch. Edith gegen Marf Chapman, 
graujame Behandlung. 


Der Grunbeigenthumsmarkt. 


u —— —— in 
der e 3538 und darüber —— *8 


lih eingetragen: 3 
Touhn Ude, Nordoitede Str., Sübfront, 70 
I Ürederid W. Iesar ou 6a ©. Wars, 
Winslie Str., 121 $._öftl. von Daklep. Upe., Süd. 
k 24 bei 1 Rudolph Sri Koi, 
Balmorai Mpe., 109 


Südftout, 97 bei 2 Maidias Biden en Waltre 


en Umelia Gnun, >, 
kun, Sc 129: Kuet Wae in Ghüage an 
Giaremont, Wer. 36. W. ndEDE, Mon ei faine 
ii, Efron, set 126; D- Eperllüg an Mat 
kant, 5 an IE) "Gear am Vosirt Me 
a Ba ee Bi 
BED Dur SEE 


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0 N. Di = L ES 
Auguft Bes, Tender raue: -Gottage. 1908 Gers | 


en 1:ftöcig 
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Adenue, Er 


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BWönentlihe Brieflifte. 
. folgendes " die Lifte ter im ea Bofamt 
Bee — et au ber ass Lets 
ee in Molbinaton geiandt. r 
Chicago, den. 9. Sept. 1908. 


751 Adamsty Franciszel 997 Malih Irayo 

752 Aletjandzat 998 Malik John 

753 Allen vn Su! 99 Malidi Boy 
1000 Zerseiit iſan 

1001 Marroivte Aojeph 

102 Maris Da 

1003 Matusdi rent 

1004 Marcet Jan 

1005 Warinecy Jgnacz 

106 Marciwiat Walenty 

1007 Matys Jan 

1008 Mazgaj Jusef 

1009 Mazuret Frant 

110 Mayow % 

Wil Meiers M. Yofef 

1012 Melnid Szymon 

1013 Maj Karol 

1014 Meyer Rarl 

1015 Midajte Modig 

1016 Midiewiec Jan 


754 & 
758 Allen 6. &. 
756 Allen 8 
BEN Ban m 

t ter 
759 Altman 3 
70 Underien U U 
761 Arnold Alerander 
762 Aronftam 3. 
763 Alhlentan Winnie 
764 Bajersti Yedızy 
765 Babb u 
766 Baurow 6b. 
767 Bagbonas Jurgis 
768 Baic Domina 
769 VBarnig Martin 
770 Barys Jan 
771 Baumann Richard 1017 Mieszcot Yozef 
772 Berman Mr. 1018 Mieziviedi Francies⸗ 
173 Bergbolt YNeopold t 


zel. 
714 Bernotowien Dominil]019 Mihaly Dracec 
775 Berszinis Jonas 1020 Milaszawiczete Anna 
776 Bierpchdet Pawel 1021 Miller ©. 
777 Bielitieiwic,g Maria 1022 Diiller Sender. 
778 Bitto Dathias 1023 Miller 8 
779 Bilet Anna 1024 Wirgain Charles 
TU Bizit Lajos 1025 Mifianczis Kazis 
781 Bohn Frank mieras. 
782 Bogusiawst Wojciech1026 Molda Josef (2), 
783 Bogniawsta Zofye 1027 Monshaujen Emilie 
78%4 Borkowsty Antoni 1028 Monftowieze Emelia. 
785 Bryzel Tomas 1029 Mojfes 
7565 Buret Werinita 1030 Moszni Jan 
787 Burala Majt 1031 Moftet Ignacy 
783 Byza Stanislaw 1032 Moszoryat Jan 
789 Cabsnoh Henry Berti 1033 Motyſchezuk Jan 
7% Chmelir Martin 1034 Dirogaco Jozef 
791 Chobot Mari 1035 Beroczla Jan 
732 Chornadi Nozef 1086 Müller Emilie 
793 Cicha Johan 1037 Müllnez Guella 
794 Eivit Jozef 1033 Muth Stefan 
195 Eiszlon Nozef 1039 Mitrin Pal 
7% Giza Anielta 1040 Myhatstiema Yuzef 
797 Eiblo Yan 1041 Natposzis Vitturis 
798 Goresty 2 1042 Nanenec Stefan 
799 Cozajtowic; Macey 1043 Narbut Qudwila 
800 GEzafıidi Alfons 1044 Natonet Jozef (2) 
801 Ezopor John 1045 NRault Mable J 
802 Eyyit Jedrzy 1045 Nezbeva Meri 
803 Eyza Anilla 1047 New: @ ın Leopold 
&04 Ezuszas Syiwater 1043 Neujyug Eurt 
Daugs, Franz 1049 Niemand Garl 
806 Daum Angela 1050 Nowinsti ZJozef 
807 Davis Mr, 1051 Nowida Unna 
808 Deutih Theodor 1052 Normwilos Yonos 
&09 Diuhy Yalob 1053 Nobogrotbästy Mr 
810 Domabyl Baclav (2) 1054 Nylec Ian (2) 
ll Dombrowsta Stefanial055 Ohnamüller Andras 
812 Donieret Stanislaw 1056 Olynicat Tomas 
813 Ducet Karel 1057 Sk Frau 
814 Dumitra_ Martin 1058 Ofir Mr : 
815 Dustes Sam 1059 Odlander Lydia 
816 Duttus Dominik 1060 Oftrovsta Barbora 
817 Dyzda Jan 1061 Osztandy Yozef 
813 Elmauer Jojeph 1062 Ozaitowsta Jozefa 
819 Esbieziat Stefan 1%3 Ojga Yozef \ 
820 ebder Louis 1064 Radijinsta Qudiwine 
einberg Mr, 1065 Bales Johan 
einhe S 1066 Bancosta Jan 
erenez Chefter Dr. 1067 Pastiewic; Yranc 
erenczit Sojef 1068 Baftosztie Jan 
ijher Garl 1069 Paszovwicz Anna 
iſcher Edmund 1070 Zesjlo Jozef 
led Karl 1071 Bauli Herman 
* O 1072 Pabiſick Peter. 
rohlig Franz 1033 Parlovieu Alojzu 
uchs Adolph 1024 Vawlat Macey 
1075 Bearfon Mr 
1076 Bentis A 
1077 Berlftein FR 
84 Gerjy Rudolf 1078 Bejat Zerejia 
35 Gielezowsti Yozef 1079 Betrit Jan 
835 Giefe DO 1080 PVetrlie Matjas 
837 Giegevih Aojeph 1081 Petrellewiez W 
838 Glienefa Maryanna 1882 Pigtet Szymon 
839 Glustates M 1083 Pieczintatis Anton 
840 Sabrielsti Michal 1084 PBietron Stanislawa 
841 Goldman Benie 108 Pietrusze Michal 
82 Goldman 9 1086 Pigala Wladys law 
843 Goludi Marcin 1087 PBilsner Herman 
844 Solubiewti Zyugmont 1088 Rifta Bopovis 
845 Gorf Mr. 1089 Piltersty S 
846 Gordon M 1090 Bitul Karl 
847 Goftomsti Wojciech 1091 Blacek Jozef 
848 Gralat Franziszet 1092 —— Martin 
849 Grabianomwsts Aoret 1098 Bodfrivazty Adam 
350 Gradzinsty M 1094 Vodlafinsti Tomas 
S1 Graczpt porn 1095 Bolat Pavel 
82 Gralinsti Jozef 1096 Bouz Charles 
853 Grebla Stanislam 1097 VBornbozty Jozef 
854 Grinberg Haye 1098 Poßkus Frank 
85 Gromola Jan 1090 Povolny Joſef 
86 Grosz Jochan 1100 Powruze? Szymon 
857 Grünfeld Ziigmond 1101 Bozro Warunemec 
858 Grusjeda Stephan 1102 Brady Karel 
859 gruegeget Regina 1103 Braclit John 
860 Gyor Sanahı 1104 Brawrıid Wenzel 
861 Hameneszii Mr. 1105 Brig Anton 
862 Sajbufieipics KRazimer1106 Brig Sonn 
863 mer Sophia 1107 Brig Dir 
864 Hannla Maryanna . 1108 PBrohnida Anna 
865 Hardhut ons 1109 Prochnicki Jan 
866 Harapan 1110 Brorot Teodor: 
867 Qarris Chas. 1111 Brupinsty 8 
868 Deihemer Sophie 1112 Vuffle Henry 
89 Heino Sina 1113 Ytat Jan 
870 Heilingotter T 1114 Reeje Brofejor 
871 Heralic Johanna 1115 Regula Henorata 
872 Herman E (M}hoto) 1116 Rembowsfi W 
73 Herritfh Yojeph 1117 Remszing Nie 
874 Hibl Noief 


1118 Reuter John 
875 Dirihiohn Bela 1119 Michman J 
86 Sitchtod Charles l1zU KRıu John 
877 Hoeber; Johanna 1121 Rodwın Jojef 
878 Hoffman —* 1122 Roman Jan 
879 Hoffman Yoban 1123 Xommna Warein 
880 Hrapta agnan 1124 Roje Julius 
831 Hihensteribic 9 1125 Rojen © 

? Jana 1126 Rotenberg Sem 
832 Hudat Johan 


1127 Rozli Jan 
83 Huotecz Stefan 


1128 Rubensfi 2 (2) 
8384 Humbert Magim 1129 Rüdiger Albert 
835 Hutter Maria 


1130 Rudolph Otto 
386 Hyers Liner 1131 Ruppert Anton 
837 Jlmberger Wlois 


833 Georg Yofcf 


1132 Nuteczta Darya 
88 Intribus; Jozef 1133 Rybat Jojef 
889 2 Sam 1134 Stzejat Waclav 
80 Itwanoustis Auzaposlı35 Njepfa Karol 
891 Iwaszliewicg Andry 1136 Sauiter Lina 
892 Iyransti Franciszef 1137 Schlog John 
893 Iyjat Anton 1133 Spider Xeo 
894 Jabunsti Jacob 1139 Schreiber H Mrs 
895 a Konrad 1140 Syudh Anton 
896 Jacobs Nathan 1141 Shumader X 9 
897 Jatas Matinas 1142 Syulze Auguft 
898 —— Anna 1143 Syılrr Katyarina 
899 ante Rudolf 1144 Soywerbel 3 
0 Janosnat Meszaros 1145 Schwane Audolf 
901 Jarema Hozef 1146 Schwartz Sam 
902 Jatoſs. Tomas 1147 Selen Chas 
903 Zaskulta - Jedrzy 1148 Sidor Powel 
904 Mir Johan 1149 Sieben Dlarie 
%5 Jalinsfa Juzefa 11 Siegel Sadie 
6 Jastolla Indxzyjj 1451 Sicpaf Kinga 
907 Jeger Emilie 1152 Sımanjohn B 
908 Jemdiorsti Juzef 1153 Singer 3 
909 Inst Moijen 1154 Staista Maryana 
oalosti Jedtzy 1155 Stamiiziy U 
1156 Etarapınsfi Jojef 
1157 Stirmomtas 3 
1158 Stotowsti Jan 
1159 Stonihal Jojef 
-1100 Stubiceny W 
1161 Stvaril Jozef 
1102 Slanidj ſtarol 
1163 Shayel & 
1164 Sieglova Guitı 
1165 Slima Rataryna 
1166 Slis; John 
1167 Siojar Dery 
1168 Smelnigty A 
1109 Smolen Stani3 
1170 Simrftit Merri 
1171 Snoweid Sanı 
1172 Sodanti Majt 
1173 Solat John 
1174 Somora Jan Rev (2) 
1175 Sopiarz Sozef 
1176 Soposti Wiadyslam 
1177 Sosnowäti Anton 


90 
911 Jonet Hudacel 
912 Judnie Katariua 
913 aszet Jan 
914 ofofiehste Frans 
cis zela. 
915 Jurenta YUndey 
916 Kacpromwicg Josef 
917 Raftery Mathias 
918 Ralarzyt Johan 
919 Kabeinsfi Jozef 
Rapelovite Julius 
I Karmilic Williem 
922 Rarlopic Anton 
923 Karpivet YJulija 
924 Rafopit$_Gdward 
9%25 Razala Joſef 


926 gem 
927 Kerbel. Bernard 
928 KRielobazac Anna 
929 Rienegger Karl 
930 Kibarto Wlekjander 

1178 Srmeg Jan 


932 — 

933 -Rlimel Johan 1179 Sta8_ Ana 

934 Rnadftet Br 1180 Stastiewicg W 
iftorpa 1181 Stil oje 


935 Kobylar 
86 Roh H._ Rev. 1182 Steibel Peter 


Anto 1185 Stoffle Magdalena 
940 Ronftantpnamicg Ans]186 Stojak Jozef 
tont 1187 Stoteth Anton 
118 Stolert George 
1189 Stovanigo Nito 
11% Stozman Mr 
1191 Stpelversti W 
1192 Stebat Michal 
1198 Stemjyna Auzef 
u Stubrti x 


1a & binti Michal 
zerebin 
1202 Sseliga Jan 
1203 Szimtiewic; D 
giljinie Mito 
jnajder Rudolf 
12806 Szorltansti ® 
1207 Szubzinsti 8 
128 & fi 


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—— 
2 Re 
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ufgemerft! 


Zunge Leute, Männer mittleren - 
Alters und ältere Männer. 


Menn hr jhmach oder gebrechlich feid und ärztliche Hilfe gebraucht, 


fonfıltirt Dr. Weintraub, 


der Euch ehrlich feine Meinung jagt und freien Rathſchlag ertheilt. 
— Die Krankheiten der 


Männer bezwungen. 


Eine zeitgemäße und verläßliche Behand⸗ 
lung und möglichſt ſchnelle Kuren für alle 
Spezial⸗Krankheiten und Schwächen der 


Männer. 
NRecdenzerrüllung zau re 

tiger Verfall 

durch irgend eine Urſache herbeigeführt, 

geheilt. Gebt Eure Manneskraft nicht ſo 

leicht auf, ſichert Euch Eure Kraft und 
Fähigleiten, immer als Mann zu han— 
IN 7 Neln. Durdy meine Behandlung garantire 
Es ich diefes zu tun‘ Ahr werdet zufrie- 
ZU 
vergrößerte 


den jein. 
Krampfaderbrud, gest“ 
ftodendes Blut verurjahen viel Qualen 
and Befürchtungen. Sie führen zu Ehwäche und Siehthum. Meine Kur für 
folche Zuftände ift jchnell, jicher und bejtimmt. Ueberzeugt Euch jelbft, bevor Ahr 
anderswo um Behandlung nadhiucdht. 


Waferöruch Wenn Eure Mannbarfeit in diefem Wege bedroht if, foll- 
au ter Abe mich yofort auffuchen. Ich habe die Macht, Waifer- 
bruch ganz beftimmt und für immer in wenigen Tagen zu heilen, denn meine neue, 
allen überlegene Methode der Behandlung für dıejes Leiden hat nicht ihres Gleis 
hen. Tavon fann ich Eudy völlig überzeugen. 


Widernalürliche Verfufle iegend weicher Art kann ich fehnell und im 


Vertrauen durch Furzen Verſuch meiner 
Behandlung heilen, was ich Euch beftimmt beweifen werde. Duldet nicht, daiz jie 
Euren Lebensfaft ausfaugen und Euer fFleifch angreifen und vernichten, wie ihr 
Urfprung und Charakter e8 bedingt. 


Blut:Bergiflung oder angeftedtes Blut follten fofort in Behandlung ge: 


nommen Perden. ch wende eine Methode an, die 
ihnell und gründlich jede Spur von Gift aus dem Blut entfernt und alle Folgen 
ihrer Wirkungen heilt, indem ich den ganzen Körper jo rein und gejund mache, 
wie er dor dem Auftreten diefer jhredlichen Krankheit war. Beſucht mich oder 
‘hreibt mir; ich werde Eudy alles über diefe außerordentliche Kur der anftedenden 
Blutvergiftung jagen. 


Wenn die natürlichen Abführungsivege des Mafiers verengt oder 
Slriklur, verftopft find, folltet Ihr Euch feiner chirurgiſchen oder unſiche⸗ 
ten und jchmerzhaften Behandlung unterwerfen, bevor Ahr meine neue überlegene 
Behandlung gründlich erforjcht habt, welche frei vonlinbequemlicikeiten und Lei: 
den ift und feinen Zweifel zuläßt. Sie heilt ichnell und macht dDiellretära oder den 
Urinfanal ftark, gejund, und in jeder Hinficht glatt und frei von Hindernifjen, 
Reiz oder Krankheit. 


Ih lade Eud ein, vorzufpredhen od:r an mid zu fihreiben um 
freien Natpidhlag über irgend ein dhronifches Webel oder 
eine Ehwäke. 


Verfchiebt diefe wichtige Angelegenheit nicht auf gelegene Zeiten, fondern korımt 
oder ichreibt jeßt und erzählt mir alles über Euren Fall. Dann werde ih Eud) 
ehrliche raten, was Ahr zunächft zu thun habt, une jicher gefund zu werden, Eine 
freundfchaftliche Beiprechung oder briefliche Erfundigung feftet Eudy nicht8 und 
mag Guh auf den Weg zur Gejundpeit führen. Eine Kette leiftet nicht mehr Wi- 
derftand, al3 das jchwächfte Glied in ihr; ebenjo geht e3 mit Eurem Körper. Der 
BE ichwäcfte Theil macht ihn unbraudbar oder bringt jogar alle anderen Theile 
Eu in Gefahr. Nehmt daher das Glied in Acht, das Euch mit Sicherheit und zufries 
N denftellendem Leben verbindet. So gewiß, wie ih Euren Fall übernehme, merde 

ih Euch) aud) heilen. 


= Dr. Weintraub, Wiener Ipsialarst, 
195 Wabash Ave., Ecke Adams Sir, 


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1246 Wiesner Wilhelmina 1257 Zaborwsfor Unna 
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1248 Witel Unna 1260 Zalesti Piotr 
1249 Witlawer S 1270 Zadlo Qudmwig 
1250 Wlodarsti Inljan 1271 Zas Yan 
1251 Wodziesta Jozefa 1272 Zansti Wicenty 
1252 Wojeil Kazimer 1273 Zegem Jan 
1253 Wojeih Katarina 1274 Zeglen Yulia 
1254 Wojeil Kungundy 1275 Zeuner elir 
1255 Woitarowiz Paulina 1276 Zieda Mojciech 
1256 Wojtaromicz 277 Zima UAnaftajia 
Sebaftian Zinn John 
1257 Wojomwicz Jozef 9 Ziomel Marein 
1253 Wolat Wiltorya >= Yan 
1259 Wolny Andreas 2381 Zodman E 9 
1260 Wolz; John i-82 Zopata Anton 
1261 Wolberg & 1233 Zliga Bori 
1252 Wojnial W 1284 Zueat Michal 
1263 Wozny Stanis 120. Zumta Nozef 
1264 Wfot Alojs 1286 Zyſakowsti Piotr 
1265 Wyrod Anna 


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28: * 
Base 8 
es 


4 
8 


RR und — 3: 
“Zäglih. **Zäglih, ausgenommen Sonntags, 


(Sigene —— 7 — S 
New Yorker Plauderei. 

Das Unangenehme der Popularität.— Ruſſell Sage 
und die Reporter. — Was ihm der Verluſt ſei⸗ 
nes Katers eingebrodt hat. — Von des Biſchofs 
Kneipe, die fich nicht bezahlte. — Jetzt wird ſie 
ein „Saloon“. 


New XHorf, 6. Sept. 1905. 


Ruffel Sage hat feinen geliebten 
grauen Kater verloren. An und für fich 
ift der Verluft eines Katers fein be- 
fonderes Ereigniß. Aber e3 fommt 
darauf an, wem er gehört. Wenn ber 
Befiter das Unglüd hat, zu den Lieo- 
lingen der Reporter gerechnet zu mer- 
den, fo wird auch der Verluft eines 
Kater8 der Deffentlichteit preisgege- 
ben. Und wenn Jemand zu den Lieb- 
lingen der Reporter zählt, fo ift »3 
Gage, der geizigite aller Millionäre. 
Sage mei das. Taufendfache Liften 
bat er erfonnen, um feinen Peinigern 
zu entgehen. Aber es nußt ihm Alles 
nichts. Diesmal, alfo in der Kater- 
Angelegenheit, war er ganz befonder3 
Tchlau zu Werke gegangen. in den Zei: 
tungen war eine Anzeige erfchienen, die 
bejagte: 10 Dollars Belohnung Dem- 
jenigen, der eine große Maltejer Kabe 
nad 632 Fünfte Avenue zurüdbringt. 
ft eine unauffälligere Anzeige deni- 
bar? Nichts verrieth, daß es Auffell 
GSage3 Kate war. Und mer fo eine 
dee hatte, daß e8 das Haus bon 
Gage fei, der jagte ich: „Aber es kann 
nicht fein. Aujfel Sage und 10 Dol- 
lar3 Belohnung für eine lumpige Rabe 
— fo ma3 gibt’3 ja gar nicht. ES muß 
Sjemand anders fein!” Höchitens font:- 
te fih ein Spaßpogel wieder einmel 
einen Wit mit Sage gemacht haben. 
Er hoffte vielleicht, daß tagelang von 
früh bis jpät bei Gage die Klingel ge- 
ben mwürbe und daß die Leute, die Ka= 
ben brachten, fein Ende nehmen mwüz- 
den. Dergleihen Schere find ja be- 
liebt. Doch auch das mar nicht ber 
Fall. Sage hatte wirklich feinen Mal: 
tefer Kater verloren. Das jtellten die 
Reporter unmiderruflih fell. Sie 
führte der alte Fuch3 nicht an der Nafe 
herum. Und mas er befürchtet hatt, 
gefhah. Ununterbrochen fprachen bie 
Reporter por und mollten Näheres 
über das ſenſationelle Geſchehniß wiſ— 
ſen. Sages Kater verloren gegangen 
was waren die Vorgänge in 
Portsmouth dagegen? Erſt Sages Ka— 
ter, dann Witte und Komura. Ein 
Kater, für dejien MWiedererlangung 
Sage die ungeheure Summe bon zehn 
Dollars zahlen mollte, eine Summe, 
der gegenüber die bon Japan geforder- 
te Kriegsentſchädigung ein Trinkgeld 
war, das mußte ein ungewöhnlicher 
Kater ſein. Dahinter ſteckte Etwas. 
Natürlich war Gage „nicht zu Haufe”. 
Sn feinem Gefchäftslofal in Wal 
Street mar er „nicht zu Tprechen“. 
Mrs. Sage war ebenfalls „nicht zu 
Haufe.” So blieb nur — das Dienit- 
mädchen übrig. Viel mar auch aus ihr 
nicht herauszubefommen. Malta, jo 
hieß der Kater, mar eines Sonntags 
verfehwunden, in der Nacht. Seitdem 
hatte man Nichts wieder von ihm ge: 
hört. Er fei zwölf Jahre alt und ein 
Geſchenk von einem Freunde auf dem 
Lande. Er kam zuſammen mit Melita. 
Melita ſei gewiſſermaßen Maltas 
Frau, wenigſtens hätten ſie all die 
zwölf Jahre wie Mann und Frau zu— 
ſammengelebt, außerordentlich glücklich, 
gerade ſo glücklich wie Mr. und Mrs. 
Sage. Ob nicht viele Leute mit Mal—⸗ 
teſer Katzen gekommen wären, um ſie 
für Malta auszugeben. Das berneinte 
die freundliche Magd. Der Reporter, 
der das in feinem Blatte berichtete, er- 
Hlärte e3 fehr einfach. Die Schwindler, 
die mit folhen Trict3 arbeiten, hätten 
bon vornherein gemußt, daß Sage auf 
folhe Schliche nicht hereinfallen würde. 
Ein anderer Reporter griff die Sache 
mit Melita auf. Er behauptete, Malta 
ſei verſchwunden, weil er Melitas häu— 
fige Beiträge zu wohlthätigen Zwecken 
nicht mehr habe mit anſehen können. 
Das iſt eine boshafte Anſpielung auf 
Mrs. Sage und ihren Mann. Wieder 
ein anderer Reporter hatte ein Inter— 
piem mit Melita, Darnad) foll das 
Ganze wieder nichts Anderes al3 „Ihe 
Woman in the Cafe“ jein. Bon Malta 
habe fcehon feit geraumer Zeit Allerl:i 
perlautet. In dem Leibblatt der bor= 
nehmen Fünfte Avenue Katzen habe 
vor Kurzem eine Notiz geſtanden fol⸗ 
genden Inhalts: „Mit nicht geringem 
Intereſſe haben wir ſeit einiger Zeit 
das Treiben eines ältlichen Damen— 
Verehrers beobachtet, der leicht in Un— 
gelegenheiten kommen kann, wenn er 
nicht vorſichtig iſt. In feinen Kreifen 
ift er al „Mal“ befannt, und mir 
würden und nicht wundern, wenn jeine 
pielen Freunde einen intereffanten Ge⸗ 
ſprächſtoff durch ihn bekämen, ehe noch 
die Saiſon in der Stadt beginnt.“ 
Maltas Yreund nebenan habe jedoch 
dem Reporter verſichert, die Notiz habe 
lediglich den Zweck, Malta zu verau— 
laſſen, auf die Luxus⸗ Ausgabe „Back⸗ 
yards and Fences“ zu abonniren, die 
der Beſitzer des Geſellſchaflsblattes 
herauszugeben gedente. Diefer Repor- 
ter-Ulf ift eine mwitige Anfpielung auf 
das Leibblatt der Nem Norker Arifto- 
fratie „Town Topics“ und feinen Be: 
figer Colonel Mann, der bor — 
Wochen viel von ſich reden machte. Be 
kantlich hatte man ihn der Grpreffung 
bejhuldigt. Wer nicht auf feine Lu- 
rus-Ausgabe „Tabs and Yancies“ 
—— wollte, wurde in Town 

Topics“ verdächtigt, gewöhnlich in 
Notizen der oben erwähnten Faſſung. 
So muß der alte Sage höchſt unfrei— 
willig den New Yorkern als heiterer 
Unterhaltungsſtoff dienen, nur weil er 
eine populäre Perſonuchtei und daher 
ein Liebling der Reporter ift. Wie oft 
mag er biefe Popularität verwünſcht 
haben. Nicht einmal feinen Kater darf 
er verlieren, ohne daß die Zeitungen 
Zanges und Breite darüber fchreiben. 


Das heiht die Sudt nad) Neuigkeiten 


wirklich auf die Spihe treiben. 
— Sage mag ſich tröſten. 


ne : „Graf Bal- 

er Fri Moltke“, 
ober‘, „She Nanchfieb € Saloon“. Sie er: 
innern fich, daß ungefähr por Yahres- 
frift Bifchof Potter im duntelften Nem 
Yorf, an Mulberry Street, bei ber 
Eröffnung einer Wir hſchaft zugegen 
war und ſie gewiſſermaßen lirchlich 
einweihte, zum Entfetzen aller From⸗ 
men und der Waſſerweiber im Beſon⸗ 
deren. Die Wirthſchaft ſollte ein 
durchaus anſtändiges Lokal ſein. Sie 
ſollte ſich von den gewöhnlichen Loka— 
len dieſer Art dadurch unterſcheiden, 
daß Wein, Bier und Alkohol von der 
beſten Qualität waren und daß unor⸗ 
dentliches Benehmen und unmäßiger 
Alkoholgenuß nicht geſtattet wurden. 
Wer alkoholartige Getränke nicht 
mochte, konnte auch Soda und Aehnli— 
ches erhalten. Zugleich enthielt das 
Lokal ein Bibliothekzimmer für Gäſte, 
die auch geiſtige Nahrung zu ſich neh— 
men wollten. Ferner war ein „Rath3- 
keller“ vorhanden, wo die Gäſte eſſen 
konnten. Außerdem prangten Inſchrif⸗ 
ten aus der Bibel. Alſo eine Art Er- 
ziehungsanſtalt für Leute, die wahre 
Mäßigkeit lernen ſollten. Jetzt iſt des 
Biſchofs Kneipe in andere Hände über— 
gegangen. Der neue Beſitzer will eine 
ganz gewöhnliche Wirthſchaft daraus 
machen. Die Bibliothek und das So— 
dawaſſer und die frommen Bibel— 
ſprüche ſollen verſchwinden. Warum? 
Des Biſchofs Kneipe hat ſich nicht be— 
zahlt. Oder wie es der neue Beſitzer 
poetiſcher ausdrückte: „It is not a 
good Plan to follow the Lord and 
chaſe the Devil, too!“ Die Frommen 
lachen ſich ob der Wandlung der Din— 


ge ins Fäuſtchen, denn ſie haben das 


dem Biſchof vorausgeſagt. Wozu na— 
türlich nicht ſonderlich viel Weisheit 
gehört. Auch die Unfrommen haben 
das vorausgeſehen. Biſchof Potter iſt 
ein lieber Herr und einer der wenigen 
Aufgeklärten in ſeinem Beruf. Er iſt 
kein Fanatiker, der unter Temperenz 
lediglich Abftinenz verjteht. Uber er 
bat die Sache verfehrt angefangen. 
Die gewöhnliche landläufige Schnaps- 
fneipe (Saloon) läßt fich eben nicht 
verfeinern. Der Begriff des Unfeinen 
und Bulgären ijt von ihr untrennbar. 
Gerade fo gut fönnte Jemand verfu: 
chen, au3 einem Adergaul einen Ren- 
ner, aus einem Bereinstenor einen 
Garufo oder aus einem Hundezüchter 
einen Schriftfteller zu machen. Cla— 
rence D’Brien, der nicht weit von De3 
Bifchof3 Kneipe einen völlig unreligio- 
fen „Saloon“ betreibt und bei feinen 
Freunden den Kofenamen „Paddy the 
Pig“ führt, wurde von einem Reporter 
befragt, mas er zu dem mißglüdten 
Verfuch mit der Kneipe des Bifchof3 
zu jagen habe. Das Schwein grunzte 
Folgendes: „Man kann einen „Sa— 
loon“ in einer Kirche ebenſo imenig be- 
treiben wie man aus einem Schmeine- 
obr eine feidene Börfe machen Tann. 
IH glaube überhaupt an feine Trint- 
Reform. Einmal ein Spitbube, im= 
mer ein Spitbube. Genau fo ijt’3 mit 
dem Schnapsfüffel!” Köftlih erfri- 
chend! Konzentrirte Lebensmeisheit 
des naiven Ignoranten. Wenn doc 
die Waffermütheriche etwas davon 
hätten! E3 gibt ungemein Fluge 
Schweine. H. %. Urban. 


— 
Schiffsnamen und Stapellauf, 


Es iſt intereffant, zu fehen, nad) 
welchem Prinzip in den Kriegd- und 
Handelsmarinen die Namen ausge: 
mählt werben. Namentlich in ber 
Handelamgrine würde eine ungeheuer- 
liche Konfufion entjtehen, wenn man 
auf’s Geratemohl die Namen derSchif- 
fe wählen würde. . Die großen Schiff: 
fahrt3 - Gefellfhaften haben es fi 
zum Prinzip gemacht, ihren Dampfern 
Namen zu geben, aus denen man jchon 
die Zugehörigkeit der Schiffe zu der be- 
treffenden Aheberei herausfinden fann. 
Die fogenannte Caftle-Linie in Eng: 
land („Cajtle“ heißt „Schloß”) hängt 
dem Namen jedes ihrer Schiffe das 
Mori „Caftle “an. Wir finden aljo 
„Howarben&aftle“, „Dunottar@aftle”, 
„Drummond Eaftle”. Die fogenannte 
Weiße Stern-Linie gibt ihren Schiffen 
Namen, die alle auf —ic endigen: 

„Deeanic”, „Zeutonic”, „&ebric”, 
‚Selti ww, Jonic — die foge- 
nannte Eunard-Linie tauft ihreSchiffe 
fo, daß die beiden Tetten Buchſtaben 
— ia lauten, alfo „Campania“, „Um 
bria“, „Sarpathia“; die fogenannte 
Leiland-Linie in England tauft ihre 
Schiffe fo, daß alle Namen auf —ian 
und mandnal auf —an endigen: „Gas 
nadian“, „„Devonian“, „Winnifre- 
dian“; die Rothe Stern-Linie endlich 
läßt die Nımen der Dampfer auf 
—land endigen: „Beelgenland“, 
„Briesland”, „Weiterland“. 

Bon den großen Schiffahrt3 - Ge- 
felfchaften bevorzugte der Norbbeutfche 
Lloyd mwenigjtens früher die Ylußna= 
men; : „Rhein“, „Nedar“, „Aller“, 
„Zahn“, Spree“, „Habel“ find aus der 
Geichichte de3 Lloyd befannte Namen. 
Auh deutiche Städte: Stuttgart, 
Darmftadt, Oldenburg, Ländernamen 
wie Bayern, Sadjen wurden bom 
Norpveutfchen Lloyd eine Zeitlang be> 
borzugt. Die Hamburg-Amerifa-Linie 
— — — — — 


“TDeber 
30 Jan ahre erprobt! 


Dr. RICHTER’S 
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Anker” 
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Genoffen im m Unglid. Saft a 


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I otter der 
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— 


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25 _—— 


und Seien 


allen unfe- 


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.35 


Backpulver, 
25e 
lc 


Blücher“, ann aber Ländernamen, die 
ale auf —ia enbigen: „Patricia“, 
„Pennſylvania“, „Pretoria“, „Bulga— 
ria“, „Peruſia“, „Bethania“, „Bos— 
nia“, „Aſſyria“, „Sylvia“ uſw. Durch 


die Unfangsbuchitaben derfamen wer— 


den bei der Gefellfehaften wiederum be- 
fondere Klaffen der Schiffe unterfchie= 
den; fo hat zum Beifpiel Die Hamburg= 
Amerita- Linie die PsKlaffe: „Patri- 
cia“, „Pennſylvania“, „Pretoria”,alles 
Dampfer von demſelben Typ, nämlich 
mit einem Brutto-Raumgehalt von 
13,200 bis 13,400 Regiſtertonnen. 

Merkwürdigerweiſe haben ſich die 
Namen der deutſchen Dichter als un— 
glückbringend erwieſen: der „Goethe“ 
ging in La Plata unter, der „Schiller“ 
ſcheiterte auf den Scilly-Inſeln, der 
„Leſſing“ bhatte Feuer an Bord, auf 
dem „Herder“ fand die furchibare Dy⸗ 
namit-Erplofion ftatt, die der befannte 
Mafjenmörder Thomas verurfacht hat- 
te, und der „Wieland“ verunglüdte 
dur Bruch der Schraube und trieb 
lange manövrirunfähig auf dem Meere 
herum. 

Die Taufe wirb in der MWeife poll: 
zogen, daß eine Flafche mit irgend ei= 
hem geachteten Getränf an einem bunt» 
feidenen Bande in den Landes- oder 
Orisfarben vom Bug des Schiffes 
berabhängt und bi3 nach der fogenann- 
ten Tauffarzel hinüberreicht. Gemöhn- 
lich wird eine Rede gehalten, bevor die 
Namengebung erfolgt,und dann fchleu= 
dert bie taufende Perſönlichkeit dieFla— 
fche gegen den ug bes Schiffes, um 
fie zu zerfehmettern. Der Aberglaube 
der Seeleute hält e3 für eine jehr üble 
Vorbedeutung, wenn bei der Taufe die 
Flaſche nicht zerſchellt. Es wird faſt 
ausnahmslos Champagner zu dem 
Taufakt verwendet. Um Reklamen zu 
vermeiden und micht irgend eine Firma 
zu bevorzugen, wird die Etikette von 
der Champagnerflaſche entfernt. Der 
engliſchen Admiralität ſind von Sekt— 
firmen bi3 $5000 für das Recht gebo- 
ten worden, bie betreffende FlajcheSeft 


'zu ber Taufe eines Kriegsſchiffes zu 


liefern. Stets ſind die Offerten abge— 
ſchlagen worden. Auf®eranlaffungKö- 
nig Eduards von England verwendet 
man jeßt.neben dem Geft bereits Fla- 
‘en, bie mit Wafler gefüllt find. 
Einen fehr Thönen Brauch findet 
man bei ber Namengebung und beim 
Stapellauf von Krieg- und Han- 
delsfhiffen in Japan. Dort tennt 
man den fogenannten Zaufatt nicht. 
In dem Augenblid aber, in dem das 


1 Schiff den Namen erhält und bom 


Stapel gleitet, werben eine Menge 
Singvögel, die auf dem Markte aufge- 
fauft worden find, aus ihren Käfigen 
in bie Freiheit gelaffen. 
Die amerifanifhe Kriegsmarine 
berwendet für ihre Schiffe die Namen 
Bundesftaaten und ber 


| Eiäbie Als das Kriegs 


Iemperenzler großen Einfluß‘ haben. 
Als der Kreuzer „St. Louis“ von 
Stapel ging, jhlug-man vor, ihn mit 
Bier zu taufen; denn St. Louis ift be- 
fanntlih ein Hauptpunft der hiefigen 
Bierbrauerei. Der Kreuzer „Kanfas“ 
entging nur mit Mühe und Noth dem 
Schidjal, mit einem Landesprodufi, 
nämlich mit Rohöl, getauft zu werden. 
Der Mearinefefretär fette e3 aber 
duch, daß die übliche Flafche Waller 
am Bug des Schiffes beim Stapellauf 
zerjchellt wurde. 

Als vor einiger Zeit eine große 
Yacht auf den Namen „Kentudy“ ge— 
tauft wurde, verwendete der Beliter 
eine Flafche echten Kentudy Whisky. 
Auh Rum ift bereit3 zur Taufe von 
Privatjachten verwendet worden, und 
ein Jachtbefier aus New Orleans fol 
nur mit Mühe davon abgehalten wor- 
den fein, feine Jacht mit — Sirup zu 
taufen, da er an diefem Artikel ehr 
viel Geld verdient hatte. 

— — 


Falſche Diagnoſe. 


Ein Londoner Korreſpondent be— 
richtet: Im vergangenen Jahre wurden 
infolge von falſcher Diagnoſe 2000 
Patienten von Londoner Aerzten in 
die Fieberhoſpitäler Londons geſchickt. 


Der durchſchnittliche Aufenthalt dau⸗ = 


erte dort etwas über drei Wochen, und | 
die dadurch -veranlaßten Koften betru= 
gen ungefähr 240,000 Mar. Im 
Ganzen wurden im Laufe des Jahres 
nur 21,000 Fälle von Scharlad) und 
538 Falle von Poden-zu den Hofpitä= 
lern ‚zugelaffen. Darunter aljo neun 
Prozent mit Unrecht, eine unerhörte 
Leichtfertigfeit, wenn. man bebenft, 
welchen Gefahren die Leute außgejeht 
waren, die man diejen Hojpitälern 
außlieferte, 
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Rauch und Ruß genug. 


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Ankunft in Bofton.. 

Abfahrt 10.15 Abends, Game in New York 
Ankunft in Bofton..! 

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